Der Sparküche-Blog.

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Ende Mai bis Mitte Juni ...

... war mein Blog leider nicht zu erreichen. Fast hätte ich mich damit abgefunden, dass meine Sparküche ein Ende gefunden hat. Eher aus Gewohnheit habe ich nochmals die Adresse eingegeben, und siehe da: hier bin ich wieder.

Was ich die letzten Wochen so alles gekocht habe, lässt sich allerdings beim besten Willen nimmer nachvollziehen. Und in den kommenden Tagen wird der Herd auch kalt bleiben. Deshalb bitte ich euch, wohlwollende Leserinnen und Leser:

Habt noch Geduld bis Montag. Dann - ein funktionierendes myblog vorausgesetzt - gibts an dieser Stelle wieder Rezepte.

Wobei: was ich gestern fabriziert habe, könnte ich kurz schreiben.

Ein Rest einer köstlichen Olivenpaste musste weg. Und einige Weinblätter von abgebrochenen Trieben, bereits blanchiert, wollte ich auch verarbeiten. Außerdem gab es schon die erste Mangold-Ernte, stark verfrüht!

Deshalb habe ich erstens gefüllte Weinblätter und zweitens Mangoldpackerl auf Schmorparadeisern gekocht.

Und mir selber einen Spargelreis mit Salat. (Aber jetzt ist es bald vorbei mit dem Salat.)

Einen kleinen Teil vom gekochten Rundkornreis hab ich mit einem Esslöffel Olivenpaste und etwas Salz vermischt und jeweils einen Löffel dieser Fülle auf den oberen Teil eines Weinblatts getan, Oberseite drüberschlagen, die Seiten einschlagen und zu einem Röllchen formen. Acht Stück wurden es, die hab ich im Dampfeinsatz so etwa eine Viertelstunde gedämpft.

Für die Mangoldpackerl hab ich diesmal 30 Deka Hühnerfaschiertes aufgetaut und mit Reis, einem Ei, dem Rest der Olivenpaste, Salz und etwas Gewürzmischung vermengt. Dann weiter wie oben: je einen gehäuften Löffel Fülle auf ein blanchiertes Mangoldblatt getan und zu Packerl gerollt.

In eine Auflaufform ein Glas gekochte Paradeiser geleert und mit Salz, Pfeffer und Zucker gewürzt. Die Packerl drauf verteilt und mit etwas Olivenöl bestrichen. Bei 195 Grad Ober- und Unterhitze eine Dreiviertelstunde im Rohr belassen.

Bleibt mir gewogen, bitte!

1 Kommentar 12.6.18 16:05, kommentieren

21. Juni: Fisolen-Erdäpfel-Gröstl mit Blattsalat

Pünktlich zum Sommerbeginn melde ich mich zurück in die Küche. Die vergangenen Tage haben das Kind und ich in Barcelona verbracht, einer Stadt, die ich freiwillig nie besucht hätte und die mir gefallen hat wie noch selten eine Stadt abseits der Heimatstadt. Auch kulinarisch ist es uns gut gegangen: vom großen Markt bis zur Tapas Bar im alten Fischerdorf haben wir uns überall durchgekostet. Ein Erlebnis.

Heute aber darf ich die erste minimale Fisolenernte verwerten. Alles Gemüse ist heuer früher dran. Mangold im Juni hatten wir noch nie, Fisolen ebenfalls nicht. Aber die Handvoll, die ich dem Beet entreißen konnte, habe ich mit einem kleinen, ebenfalls frisch geernteten, Zwiebelhapperl und drei uralten Erdäpfeln der letztjährigen Ernte sowie einem Stück Speckschwarte vom San-Daniele-Schinken zu einem feschen Fisolen-Erdäpfel-Gröstl verarbeitet.

Speck fein schneiden und in der Pfanne mit wenig Öl ausbraten lassen, geschnittenen Zwiebel dazu und mitbraten und nach einigen Minuten die gekochten Fisolen (in Stücken) und die ebenfalls gekochten Erdäpfel (in Scheiben) zugeben. Salzen und würzen und alles einige Minuten scharf durchbraten.

Die Nachspeise bildeten die Marillen, die in der heißen Sonne einzeln vom Baum plumsten und um die wir um die Wette rannten. (Ich habe wohl ziemlich viele erwischt, denn heute hat mich mein Magen bereits gefragt, ob ich eigentlich wo ang'rennt bin ...)

22.6.18 11:56, kommentieren

22. Juni: Schwammerlrisotto

Heute ist die heiße Sommersonne bereits Geschichte, nur auf den höchst brauchbaren Regen warten wir derzeit noch vergebens. So habe ich für heute einen wärmenden Schwammerlrisotto eingeplant.

Weil ich in der Boqueria, der größten Markthalle Barcelonas, unter anderem auch getrocknete Schwammerl eingekauft habe. Moixernons, wenn ich die Handschrift auf dem Packerl richtig deute. Ist aber auch egal, ich habe auf jeden Fall eine Handvoll davon in kochendem Wasser eingeweicht. In etwa einer Stunde werde ich mit dem Kochen beginnen.

Da werde ich das beschichtete Reinderl erhitzen und einen halben Liter Wasser zum Kochen bringen. Ins heiße Reinderl werde ich ein geschnittenes Zwiebelhapperl  sowie ein Stück Speckschwarte geben - ihr habt völlig Recht: ich habe gestern meinen Kühlschrank wieder auf Vordermann gebracht und allerlei Schätze entdeckt -, nach einigen Minuten einen Rest vom Rundkornreis dazuschmeißen und etwas Salz. Das alles werde ich einige Minuten trocken rösten und hernach mit den Schwammerln samt Wasser ablöschen.

Dann werde ich  mit hinreichend vom heißen Wasser aufgießen, pfeffern, umrühren, die Hitze reduzieren und den Deckel drauftun und das ganze eine halbe Stunde sich selbst überlassen.

Bei Tisch werden wir Parmesan drüberstreuen, am Zerbeißen der Speckschwarte scheitern (die Hendln werden sich freuen) und als Nachtisch einen Schokopudding verzehren.

Und jetzt geh ich einen heißen Tee trinken bei diesen herbstlichen Temperaturen ...

1 Kommentar 22.6.18 12:07, kommentieren

24. Juni: gefüllte Weinblätter und Marmeladepalatschinken

Heute hat die Sparköchin wieder zugeschlagen. Den Rest vom Risotto habe ich mit einem Rest vom geriebenen Parmesan vermischt und diese Masse löffelweise in blanchierte Weinblätter - weil ich wieder mal zwei Triebe einkürzen musste von meinem Weinstock - getan, die Blätter zu Röllchen gerollt und in den Dämpfeinsatz gestapelt und eine gute Viertelstunde gedämpft. Die gefüllten Weinblätter nach Art der Sparköchin waren der Auftakt des Mittagessens.

Für danach habe ich aus zwei Eiern, einem Vierterl Milch, einer Prise Salz und hinreichend Dinkelweißmehl einen zähflüssigen Teig gemacht, diesen einige Zeit ziehen lassen und danach mit Butter, ausnahmsweise, Palatschinken ausgebacken.

Von denen haben wir ein Stück beim besten Willen nimmer geschafft, die hab ich zu Frittaten geschnitten, und die warten auf die nächste klare Suppe.

25.6.18 13:49, kommentieren

25. und 26. Juni: Heurige mit Speck und Mangoldstielen

Gestern habe ich zum Essen nur die Semmeln beigetragen. Meine Mutter hat ihr berühmtes Rindsgulasch offeriert, und es war wie immer herrlich. Die Zubereitung bleibt mir ein Mysterium, aber essen tu ich es richtig gern, hin und wieder.

Heute habe ich weit gesünder zu Mittag gegessen. Die Erntezeit für Mangold hat ja bereits begonnen, und ich habe einen großen Bund voll heimgeschleppt. Ich habe ihn geputzt und blanchiert und den Großteil fürs Einfrieren vorbereitet, aber einen Teil der Stängel habe ich fürs Mittagessen aufgehoben. 

Nebenbei habe ich drei mittlere heurige Erdäpfel gekocht und eine Scheibe Speck in feine Streifen geschnitten. Diesen habe ich nach der Arbeit in einer Pfanne ausbraten lassen, die in Scheiben geschnittenen Erdäpfel zugegeben und mitgebraten und zum Schluss die Mangoldstiele in der Pfanne auch noch einmal erwärmt.

Als Nachspeise nach den Speck-Erdäpfeln mit Mangoldstielen habe ich mir einige Granatapfelkerne (weil zufällig vorhanden) und drei Marillen mit Joghurt und einem kleinen Rest Obers verrührt, gezuckert und vernascht.

1 Kommentar 25.6.18 13:54, kommentieren

23. Juni: Gemüsecremesuppe

Kleiner Nachtrag zu gestern: erstens habe ich in den Risotto, weil sie mir aus dem Kühlschrank in die Hand fiel, eine Karotte hineingewürfelt.

Zweitens habe ich die anderen beiden brauchbaren Karotten ebenfalls gewürfelt und dann allerdings in eine Gemüsecremesuppe der anderen Art geschmissen. Nämlich habe ich für den Risotto einen Zweig Basilikum gepflückt und die Blätter in Streifen geschnitten zum Drüberstreuen. Den Stängel habe ich zu den Karotten gegeben. Außerdem habe ich die letzten beiden vorrätigen Erdäpfel geschält und geschnitten - die sind jetzt schon von wirklich schlechter Qualität, die Schale war für die Hendln nicht zu gebrauchen.

Und bei der Gelegenheit hab ich die allerletzte San-Daniele-Schwarte auch gleich verwertet.

Im Tiefkühler fand sich dann noch, auch Ernte 2017, ein Packerl mit holzigen Kohlrabistücken zum Auskochen. Von denen landeten auch einige im Reinderl. So, noch Salz dazu und Wasser, und kochen. Den Kohlrabi, die Schwarte und den Stängel nachher wieder rausnehmen (und den Hendln füttern), den Rest pürieren, würzen und mit Obers verfeinern.

Wie uns die schmecken wird, die Suppe?

1 Kommentar 25.6.18 13:55, kommentieren

27. Juni: Reis mit Speck, Erbsen und Spargel und mit Bärlauch und Räucherfisch

Heute früh war ich geistesgegenwärtig genug, um wenigstens einen Haufen Reis zu dämpfen. Mittags dann, Hunger wie ein Wolf, hab ich mir nur noch eine Scheibe Speck in Streiferl geschnitten und ausgebraten, eine Handvoll tiefgefrorener blanchierter Erbsen (spritzt!) und eine Handvoll ebensolcher Spargelstücke (spritzt noch mehr!) reingetan, ziemlich flott einen Deckel draufgetan und durchgerüttelt.

Nach einigen Minuten hab ich eine Portion Reis untergemischt, gesalzen und gepfeffert und das Mittagessen für fertig erklärt: Reis mit Speck, Erbsen und Spargel.

Abends dann hab ich gleich in derselben Pfanne drei oder vier Scheiberl Bärlauchbutter geschmolzen, eine Handvoll tiefgefrorener Fisolenstücke drin angebraten, Reis dazugegeben und durchgerührt und ein (aufgetautes) Stück geräucherten Wels  geteilt und dazu auf den Teller gegeben. War auch ziemlich gut.

1 Kommentar 27.6.18 18:21, kommentieren