Der Sparküche-Blog.

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1. Mai

Tag der Arbeit. Mit ohne Kochen. Mittags hab ich alle Restln aus dem Kühlschrank zusammengekratzt ( Mangoldstielgemüse, Rindfleisch, Couscous, Kräuterrahm, Salatblätter). Wobei, vom Couscous hab ich ein bisserl was aufbehalten, weil gestern ein Trieb vom Weinstock abgebrochen ist. Da hab ich die größeren Blätter blanchiert, vielleicht fülle ich die morgen, so als Vorspeise.

Abends werden wir kalt essen. 

Bleibt mir gewogen!

1 Kommentar 1.5.18 16:42, kommentieren

2. Mai, erster Teil: Käferbohnensalat, Blätterteigtaschen mit Kräuterrahm, Dolmades

Für mittags hat sich lieber Besuch angesagt, und das habe ich zum Anlass genommen, den Kühlschrank durchzusehen und ein Essen zu komponieren. Wie ihr euch vorstellen könnt, hab ich einiges gefunden, was nach Verwertung schrie. Rausgenommen ist ein fast original steirischer Käferbohnensalat und eine Ladung Blätterteigtaschen mit Karotten-Spargel-Füllung und Kräuterrahm. Außerdem hab ich einen Rest Couscous für die gefüllten Weinblätter verwendet.

Der Besuch isst so gut wie vegan, wird aber hoffentlich heute ausnahmsweise das eine oder andere Milchprodukt in Kauf nehmen. Und das Ei.

Jedenfalls bin ich in den Garten gewackelt und habe eine meterlange Spargelstange, zwei Handvoll Blattsalate und ein paar Kräuter (Petersil, Estragon, Pimpinelle und Basilikum) eingekauft. Damit ist das folgende passiert.

Die Kräuter hab ich gehackt und den Großteil zu einem halben Becher Rahm geleert, gesalzen und mit Würzmischung versehen, gut durchgerührt und im Kühlschrank ziehen lassen.

Den Rest der Kräuter hab ich zum Couscous gegeben, außerdem einen Esslöffel Semmelbröseln.

Den Spargel hab ich geschält und die Schalen ausgekocht, währenddessen hab ich den Spargel klein geschnitten und zwei Karotten ebenfalls geschält und klein gewürfelt. Dieses Gemüse hab ich nachher im selben Wasser kurz gekocht, rausgenommen und abkühlen lassen. (Das Wasser wird morgen zur Suppe. Eh klar.)

Für die Fülle hab ich einen Rest geriebenen Pecorino genommen und noch ein bisserl was vom neuen Parmesan-Stück dazugerieben. Salz dazu und das Gemüse. Dann hab ich ein Ei versprudelt und den Großteil zur Tascherl-Fülle gegeben. Ein Esslöffel kam zur Weinblätter-Fülle, mit dem Rest, soviel sei vorweggenommen, hab ich die fertigen Tascherl bepinselt.

Also hab ich aus dem geriebenen Käse, dem gekochten Gemüse, dem Ei und Salz eine Fülle gerührt, den Blätterteig in 6 Quadrate geschnitten und die Tascherl, also Packerl eigentlich, wie letztens gemacht und bei 200 Grad Ober- und Unterhitze für eine halbe Stunde ins Rohr gestellt.

Dann hab ich aus dem Couscous, den Bröseln, den Kräutern, Salz und dem Pups vom Ei eine Masse gerührt und mit der sieben Weinblätter gefüllt. Und die hab ich auf einen kleinen geölten Teller gelegt, den in den Dämpfeinsatz gestellt und den wiederum in ein großes Reinderl mit Wasser. Dort hab ich die Dinger eine Viertelstunde gedämpft.

Dann hab ich mich um den Salat gekümmert: Salatblätter auf den Tellern drapieren, die Bohnen drauf verteilen, Zwiebelringe drüber, mit Marinade und Kernöl beträufeln. Ganz original wäre er nur mit Apfelessig und Kernöl geworden.

Sehr fein, das alles. Und das beste war, dass der liebe Besuch einen großen Becher Eis vom Tichy mitgebracht hat, der für mittags gedacht war und der auch für abends noch reichen wird.

Danke!

 

2 Kommentare 2.5.18 11:46, kommentieren

2. Mai, zweiter Teil: Rindsuppe mit Käferbohnen, Brotauflauf mit Paradeissauce, Eis

Der Abend war kulinarisch nicht so spektakulär. In einen Rest der neulich fabrizierten Rindsuppe habe ich den Rest vom zugehörigen Rindfleisch kleinst hineingewürfelt, zwei Handvoll gekochte Käferbohnen (es sind aber immer noch welche da) und die Karotten aus der Suppe, scheibliert, gegeben und darauf verzichtet, auch noch Nudeln drin einzukochen. Sie war aber so auch ganz gut. Sogar das Kind hat es auf sich genommen, viereinhalb Bohnen zu essen.

Für die Hauptspeise habe ich die restliche noch vorhandenen glutenfreien Brotwürfel weitergebracht. Ich habe sie nämlich in einem Rest Milch eingeweicht, gesalzen und ziehen lassen. Derweil hab ich ein halbes Zwiebelhapperl fein geschnitten und in zwei Deka Butter glasig gedünstet und dann noch einen Esslöffel Schlotten von der Heckenzwiebel (geringerlt) untergehoben.

Das hab ich zu dem Brot gegeben, ein Ei draufgeschlagen und alles gut verrührt. Diese Masse kam in eine ausgebutterte Auflaufform und bei 190 Grad Ober- und Unterhitze ins Rohr, für etwa eine halbe Stunde. Eigentlich ist das die Masse für Semmelknödel (da würde ich noch einen Löffel Mehl unterrühren), aber mit dem glutenfreien Zeugs bin ich bei Knödeln nicht erfolgreich, leider.

Wurscht, aßen wir eben Brotauflauf mit Paradeissauce. Welche ich einfachst machte wie immer: ein Glas gekochte Paradeiser mit Salz, Pfeffer und Zucker zum Kochen bringen und mit einem Gmachtl aus Paradeissaft und Maisstärke binden.

Als Nachspeise gönnten wir uns was vom Eis des Besuchs, aber zum Glück ist immer noch was da, was ich mir zu einem besonderen Anlass auf der Zunge zergehen lassen werde.

4.5.18 08:21, kommentieren

3. und 4. Mai: Spaghetti mit Spargelsauce, Geburtstagskuchen

Gestern war der Besuch unterwegs und verzichtete aufs Abendessen, was dem Kind und mir die Gelegenheit gab, die Reste zu verzehren. Also, fast alles. Für heute mittags ist für mich noch genug da ...

Für den Abend habe ich mir folgendes gedacht: als Vorspeise werden wir einen feschen Blattsalat mit Gebäck essen, ich hab nämlich noch glutenfreies Geback eingefroren. Als Hauptspeise gibts die restlichen glutenfreien Spaghetti mit  Spargelsauce, weil ich gestern, nach dem herrlichen Regen, schon wieder einen halben Kilo ernten musste. Da werde ich ein bisserl was vom glutenfreien Speck, ähem, hineinschneiden.

Als Abschluss werden wir den Geburtstag des Gastes mit einem Karotten-Zimt-Nusskuchen mit Frischkäsecreme feiern. Das Rezept hab ich aus ... Moment, woher eigentlich? ... aus der ORF-Nachlese, Ausgabe März 2018.

Den Kuchen habe ich bzw. werde ich wie folgt bereiten:

Heute früh hab ich zwei Eiklar mit einer Prise Salz zu einem Schnee geschlagen und danach die Dotter mit 10 Deka Zucker, je einem halben Teelöffel Zimt und Rum sowie der Schale einer halben Zitrone schaumig gerührt. Danach habe ich 10 Deka geriebene Nüsse eingerührt sowie 13 Deka fein geraspelte Karotten. Zum Schluss kam der halbe Eischnee hinein, dann 5 Deka glutenfreies Mehl - ich hab Buchweizen und Mais gemischt, aber das Rezept sagt da nichts Spezielles - mit einem halben Teelöffel Backpulver vermischt und zum Schluss der restliche Schnee.

Diese Masse hab ich auf ein mit Backpapier belegtes Blech gestrichen und bei 175 Grad Umluft etwa eine Viertelstunde gebacken. Jetzt kühlt er aus, der Kuchen, und am Nachmittag gehts dann weiter:

Da werde ich 10 Deka Frischkäse mit 25 Deka Topfen, 3 Deka Staubzucker (sagt das Rezept, ich werde da großzügiger sein) sowie Saft und Schale einer halben Zitrone gut verrühren. Nicht zu lange, sagt das Rezept, sonst wird die Creme zu flüssig.

Na gut, jedenfalls kommt sie dann in einen Spritzsack, die Creme. Aus dem Kuchen werde ich Kreise ausstechen - fragt mich nicht, wie viele und vor allem: womit. Das werde ich spontan entscheiden. Aber jedenfalls sollten mindestens neun Kreise rauskommen. Das Rezept sagt: acht Zentimeter Durchmesser. Na, da bin ich flexibel!

Dann leg ich mir drei Scheiben Kuchen auf, spritze Cremetupfer drauf, gebe jeweils eine zweite Scheibe drauf, wieder Creme, dritte Scheibe und nochmals Creme, und der Gast kriegt vielleicht auf sein Exemplar noch ein Kerzerl drauf. Wenn ich gach eins finde.

Möglicherweise werde ich die Scheiben einzeln dekorieren und dann erst stapeln, damit ich nicht aus Versehen so ein Torterl umrenne, bevor es noch die Chance hatte, servierbereit zu sein und bewundert zu werden.

Das Foto in der Zeitschrift schaut super aus, ich hoffe ich kriege das halbwegs passabel hin.

4.5.18 08:43, kommentieren

noch immer 4. Mai

Kleiner Nachtrag. Also die Salatblätter habe ich mit je einem Sardellenfilet und einem kleinen Gupf Olivencreme dekoriert.

Und der Kuchen ist tatsächlich so geworden wie auf dem Bild. Das Ausstechen hat nicht so geklappt; ich habs mit einem Häferl gemacht, und vermutlich hätte es geholfen, es einzufetten.  Aber egal. Ich habe neun Kreise ausgestochen und alles mit Creme dekoriert.

Jetzt sind alle Beteiligten pappsatt. So solls sein.

4.5.18 19:16, kommentieren

5. Mai: Kürbiscremesuppe

Der Gast hat sich verabschiedet, und wir stopfen Gluten in uns hinein. Aber als Vorspeise hab ich eine Kürbiscremesuppe gekocht.

Nicht mit Wasser, sondern mit dem Spargelfond der letzten Tage. Da hinein kam ein Teil des Spaghettikochwassers von gestern, ein Speckschwarterl, ein Stück Kürbis, gewürfelt und ein Erdapfel, ebenfalls gewürfelt. Weiters Salz und zwei Knoblauchzehen.

Nach einer halben Stunde köcheln war der Pürierstab im Einsatz, vorher hab ich allerdings die Knoblauchzehen und das Schwarterl entfernt. Und dann noch einen Schuss Obers dazu, und ein ziemlich gutes Supperl war essfertig.

Auf Putz und Stingel haben wir sie aufgegessen.

5.5.18 22:55, kommentieren

6. Mai: Krautfleckerln

Das Kind weiß nicht, was es wollen soll. Seit Tagen sekkiert es herum, es will wieder einmal ein Linsencurry essen. Heute hab ich angeboten, eins aufzutauen. Nein, keine Lust drauf. Nachdem es die Alternative Krautfleckerl auch abgewählt hat, habe ich mich selbst entschieden. Es sind die Krautfleckerl geworden. Vorher gibts einen feschen Salat.

Weil ich mich nämlich - ich hab ja sonst nix zu tun - gestern mit dem allerletzten kleinen Krautkopf der letzten Ernte im Herbst auseinandergesetzt habe. Der hat, samt Stiel kopfüber im Schuppen aufgehängt, den Winter überdauert, aber jetzt schon Verfallserscheinungen gezeigt. 

Also hab ich den Stiel abgeschnitten. Da waren schon neue junge kleine Sprossen oben, die hab ich abgeschnitten und gewaschen. Den Kopf hab ich fein geschnitten. Dann hab ich ins beschichtete Reinderl einen Löffel Schmalz gegeben und erhitzt und erst einmal die jungen Sprossen knusprig angebraten. Rausgenommen und gesalzen. Die haben die nächsten zehn Minuten nicht überlebt. Sogar das Kind hat genascht.

Dann hab ich ein geschnittenes Zwiebelhapperl ins Fett gegeben und flott glasig gedünstet und hernach das Kraut ins Reinderl dazu und hab alles, unter viel Rühren, angebraten, und nachdem es zu bräunen begonnen hat, habe ich gesalzen und gepfeffert und noch weiter gebraten. Ziemlich am Schluss, als das Kraut schon weich war, ist mir eingefallen, dass Krautfleckerl ja auch Zucker verlangen.

Hab ich gach noch welchen drübergestreut und gut eingerührt und das ganze abkühlen lassen.

Heute früh war ich zu faul, um in den Keller zu gehen und die Vorräte durchzusehen. Also hab ich einen Nudelteig gefertigt, für dessen Herstellung mir nur ein äußerst unanständiges wienerisches Wort einfällt. 

Einen kleinen Haufen Mehl in die Schüssel. Ein Ei drüber. Hm, das wird nicht reichen. Zwei Schluck Wasser dazu und einen Löffel Öl. Jetzt muss noch Mehl dazu. (War zuviel Mehl, mussten noch ein paar Tropfen Wasser her. Jetzt reicht der Teig, aber wie er schmeckt, weiß ich noch nicht.)

Er ruht jetzt, der Teig, bis ich mit dem Bügeln fertig bin. Dann werde ich ihn portionsweise ausrollen und das Kind wird ihn, so Gott will, in kleine Vierecke schneiden, die wir dann Fleckerln nennen werden, in Salzwasser kochen und unters erwärmte Kraut mischen.

Und dazwischen muss sich Salat waschen auch noch ausgehen ...

1 Kommentar 6.5.18 10:29, kommentieren

7. und 8. Mai: Kürbiscremesuppe

Ich gebs zu: hier bricht gerade der akute Schlendrian aus. Gestern bin ich, weil ich in der Gegend war, spontan bei eat-bio.at eingefallen und hab mich durchs Buffet verkostet. Diese reichhaltigen aromatischen Saucen bringen mich fast um den Verstand.

Heute war ich nach der Einkaufstour fast schon auf dem Weg zum  Kebabstandl, als mir gerade noch rechtzeitig einfiel, dass ich mir ja schon vorm Weggehen Salat hergerichtet hatte. Also auf den Heimweg eingebogen und dortselbst eine Dose scharfe Sardinen geöffnet, die Fische über die Schüssel voll Blattsalat verteilt (das Öl kriegen die Hendln, ohne Piri-piri natürlich) und mit der Dinkelfoccacia vom Mauracher verspeist.

Gestern hab ich auch das letzte Stück Butternuss zu einer neuen Portion Kürbiscremesuppe verarbeitet. Diesmal hatte ich keinen Spargelfond, aber ich habe die gesammelten Kräuterstiele der letzten Tage und Erdäpfelschalen ausgekocht, und natürlich eine Knoblauchzehe. Dann weiter wie üblich, inklusive Speckschwarterln. Und Milch, am Schluss.

Und wisst ihr was? Morgen gibts wieder Salat. Jetzt gehts ihm an den Kragen, bevor er die Gelegenheit hat, auszuwachsen.

1 Kommentar 8.5.18 19:04, kommentieren

9. bis 11. Mai

Ähem. Was wir am Mittwoch gegessen haben, weiß ich gar nicht mehr. Reste vermutlich, weil wir Donnerstag und Freitag in Budapest waren.

Herrlich, grundsätzlich, nur sehr anstrengend.

Allerdings habe ich einen ganz persönlichen Erfolg zu vermelden. Nicht nur, dass ich den ganzen ersten Tag über die angepeilten Ziele fast problemlos fand (und nebenbei die Begleiter an die zehn Kilometer durch die ungarische Hauptstadt schleppte), abends landeten wir auch noch zielgenau im Uj Sipos, wo wir traditionsgemäß Fisch in allen Formen aßen.

Mit dem Sipos verbindet mich eine jahrzehntelange Geschichte. Vor etwa vierzig Jahren nämlich war ich auch schon in Budapest, und damals unter erschwerten Bedingungen, das war damals noch Ostblock pur. Trotzdem gab es dort ein Fischlokal, das in Wien als Insidertipp gehandelt wurde: "Wennst in Budapest bist, gehst ins Sipos Fisch essen!" Und, wie es damals hieß, Zigeunermusik hören. Der Geiger kam zum Tisch, die anderen drei, unter anderem ein Hackbrettspieler, waren in einer Ecke stationiert.

Schön fand ich das damals. Beim nächsten Ausflug hieß es dann: "Das Sipos gibts nimmer." Und jetzt lasen wir im Reiseführer von einem Lokal namens Uj Sipos (also: das neue Sipos), das angeblich eine der besten Fischsuppen serviert.

Also wackelten wir hin und befragten den Kellner, der glücklicherweise deutsch spricht, und der erklärte uns: seinerzeit hatte der Besitzer das zweite Lokal aufgemacht, das Uj Sipos. Dann hat er das erste renoviert, da war es lange zu. Und jetzt wird aus dem alten Sipos ein Hamburger-Lokal.

Schlimm. Aber wenigstens ein Platzerl gibts noch, wo man gscheit Fisch essen gehen kann, und das zu vernünftigen Preisen. Wir waren früh dran am Abend; ob es also später auch noch Live-Musik gibt, wäre noch zu klären.

Übrigens, das zweite Mittagessen haben wir in einem Alt-Budapester Kaffeehaus (also káveház) eingenommen. Süß hat dominiert. Aber die Auswahl war auch riesig groß, das mussten wir einfach probieren!

1 Kommentar 14.5.18 20:28, kommentieren

12. und 13. Mai

Ich koche immer noch nicht. Am Samstag haben wir mittags kalt gegessen, vom Kind vorbereitet, als vorgezogener Muttertag: Blattsalat mit Ei und Weißbrot. Hat super funktioniert, muss ich sagen.

Abends war es dann auch wieder nur kalt.

Und am Sonntag waren wir eingeladen, denn, hurra!, die Fischsaison ist eröffnet. Zwei Karpfen wurden gefangen, und davon hatten wir gestern nach einer Rindsuppe mit Kaspressknödeln gebackenen Karpfen mit Reis und, no na, Blattsalat.

Köstlich.

14.5.18 20:31, kommentieren

14. Mai: Caprese

Genau. Und heute war es zur Abwechslung einmal Blattsalat mit Weißbrot, zu mittag, und abends ein Caprese nach Art der Sparköchin.

Wo wieder das Kind tatkräftig zugange war. Vier große - und ich meine: wirklich große - Salatblätter wurden zerzupft und auf zwei Tellern verteilt. Während ich eine Mozzarellakugel möglichst gerecht aufteilte, wusch das Kind die Kirschparadeiser und teilte sie gerecht auf. Ich streute Fleur de Sel und Basilikumblätter drüber, und das Kind schnitt die Ciabatta.

Öl tat sich jeder selber drauf, Oliven- bzw. Kernöl.

2 Kommentare 14.5.18 20:35, kommentieren

15. und 16. Mai: Salat (im wesentlichen)

Gestern Abend war es ein Grießkoch, mit dem ich die restliche Milch (ein halber Liter) und einen Rest Grieß verarbeitete und einige Zuckersackerl aus dem Kaffeehaus. Thomas Weber war das, glaub ich, der geschrieben hat: lassen Sie den Zucker mitgehen. Den, der zum Kaffee oder Tee im Kaffeehaus oder sonstwo dazugelegt wird. Zur eigenen Portion, wohlgemerkt. Aus dem Streuer welchen ins mitgebrachte Tupper zu kippen, würde seine Idee - nachhaltiger Konsum ohne Verschwendung - ad absurdum führen.

Weil es weit weniger Grieß war, als ich gefühlsmäßig hineingegeben hätte (Rest ist eben Rest), wurde der Grießkoch weich und flaumig wie nie. Das Kind musste unbedingt mitnaschen, aber es war eh genug da.

Heute habe ich mir, gibts ja sonst nie, einen feschen Blattsalat mit Spargel und Spiegeleiern und Weißbrot hingestellt. Jetzt ist wieder ein kleines Happerl Salat weg, der Rest vom am Wochenende gekochten Spargel, und zwei Eier auch. Gewürzt hab ich mit Pfeffer und Fleur de Sel, mehr brauchte es nicht.

 

Gerade wollte ich von den Blätterteigtascherln schreiben - endlich habe ich die letzte Portion Blätterteig verbraucht, eh schon eine Woche überfällig -, die ich mit meiner Marillenmarmelade gefüllt und mit einem Pups Eiklar bestrichen habe, das ich mir von den Spiegeleiern abgespart habe.

Als mir eingefallen ist, dass die Dinger seit einer Stunde im Rohr sind. Ich hab sie schlicht vergessen. Sie sind absolut dunkelbraun.

Wieso raucht das nicht? Wieso stinkt das nicht? Wieso lässt mich der Herd völlig im Unklaren darüber, dass in seinem Inneren Köstlichkeiten zu Widerwärtigkeiten verschmoren, völlig laut- und geruchlos?

Ich fürchte, das ist das Alter. Ich werde vergesslich. Kein schöner Ausblick.

16.5.18 11:34, kommentieren

noch immer 16. Mai: Eierspeis mit Spargel und Käse und kein Schoko-Mohr ohne Hemd

Weil wir schon bei den Fehlern sind. Gestern habe ich mir ein Buch ausgeborgt, das meine Erwartungen nicht im geringsten erfüllt hat, leider: "Party-Küche vom Feinsten. Mehr Spaß mit Fingerfood." von Jörg Wörther.

Jö, dachte ich mir, neue Ideen für Fingerfood.

Im Vorwort dann die Auflösung: Wörther hat Stanitzel, also Cones, erfunden, in denen er in seinem Lokal Fingerfood serviert. Was er aber auch gleich ins Vorwort schreibt: also erstens handelt es sich um eine streng geheime Teigrezeptur, die man zweitens zu Hause sowieso nicht nachmachen kann. Drittens sind demzufolge die meisten Rezepte im Buch kein Fingerfood.

Gehts noch?

Das einzige, wozu er sich herablässt, ist zu sagen, dass man aus Blätterteig kleine Rollen wickeln kann, analog Schaumrollen, allerdings gefüllt zum Beispiel mit Beef Tartare. Oder man wickelt das Essen in kreisförmig zugeschnittene Bananenblätter. (Die ja hierzulande an jeder Ecke herumliegen, oder?)

Eine lahme Idee kommt dann noch: man könnte es ja mit Erdäpfelteig versuchen, um gleich wieder abzuwinken: aber die werden sicher nicht knusprig genug und weichen gleich auf.

Ja sicher, mit den Rezepten, die er uns in dem Machwerk darbringt, auf jeden Fall. Bei fast jedem ist ein Fond oder zumindest eine Mousseline dabei. (Aus welchem ich mir eigentlich eine Bluse genäht hätte, aber bitte, man kann sie auch zu Brathendl servieren. Aber nicht ohne ein Saftl drüberzuträufeln.)

Erst am Ende der Lektüre ist mir bewusst geworden, dass das Buch im Verlag der Tageszeitung "Österreich" erschienen ist. Dann war mir alles klar:  außen alles versprochen, aber inhaltlich nix gehalten.

Das allerletzte Rezept könnte was sein, das merke ich mir hiermit: "Weißer Mohr" im Hemd mit Pfirsichspalten und Spumantegelee.

Für das Gelee weicht Wörther 2 Blatt Gelatine in kaltem Wasser ein, kocht 1/16 Liter Wasser mit 5 Deka Kristallzucker auf und löst darin die ausgedrückte Gelatine auf. Dann gießt er 1 dl Spumante, einen halbsüßen italienischen Sekt, dazu, leert die Flüssigkeit 1 cm hoch in eine flache Schale und lässt sie im Kühlschrank fest werden. Klein gewürfelt wird das dann als Deko verwendet, neben ein paar Spalten Kompott aus Weingartenpfirsichen.

Für die Souffles schlägt er drei Eiklar mit 4 Deka Kristallzucker zu einem festen Schnee und dann separat 4 Deka weiche Butter schaumig. Da hinein kommen nach und nach die drei Dotter und dann 4 Deka erweichte und abgekühlte weiße Schokolade sowie ein Esslöffel Rum. Dann den Eischnee zugeben und 2 Deka geriebene Mandeln unterheben.

Souffleförmchen oder Tassen werden mit weicher Butter ausgestrichen und mit Kristallzucker ausgestreut, da hinein kommt die Masse zu 2/3 voll. Förmchen in ein Geschirr füllen, kochendes Wasser ins Geschirr (so hoch wie der Teig drin ist) füllen und ins auf 180 Grad vorgeheizte Rohr schieben und dort ca. 35 Minuten backen.

Auf Teller tun, die Deko dazu, mit Staubzucker bestreuen und servieren.

 

Kauft es nicht, das Buch, kann ich euch nur raten.

Und jetzt versuche ich eins von den Schmor-Tascherln zu kosten.

2 Kommentare 16.5.18 12:23, kommentieren