Der Sparküche-Blog.

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18. März: Bauchfleisch mit zweierlei Weißkraut und Erdäpfeln

Heute habe ich es mir relativ einfach gemacht. Die Suppe ist eine aufgetaute Rindsuppe, in die ich wenig Polentagrieß einkoche. Für die Nachspeise hab ich einen glutenfreien Schoko-Rhabarber-Kuchen fabriziert. 

Und ich hab ein Stück Bauchfleisch von Labonca gemeinsam mit ein paar Erdäpfeln ins Rohr geschoben. Eh wie immer in der Bratfolie, die Schwarte in Streifen eingeschnitten, mit Salz, gehacktem Knoblauch und Kümmel gewürzt. Die erste Stunde bei 190 Grad Ober- und Unterhitze, die zweite Stunde bei 160 Grad, und die dritte Stunde bei 110 Grad. Wenn das nicht weich ist, weiß ich auch nicht.

Als Beilage hab ich einen halben kleinen Krautkopf verarbeitet. Ein Viertel hab ich als rohen Salat verarbeitet, den Rest koche ich als eine Art Gabelkraut weich, mit Salz und wenig Kümmel. Dann werden wir sehen, was uns besser mundet.

Zur Sicherheit werde ich auch ein Glas meiner Zucchini in Balsamico auf den Tisch stellen. Aber dann sollten wirklich alle zufrieden sein können mit dem Bauchfleisch mit Trallala.

Den Kuchen hab ich wieder den Burgenländischen Hochzeitsbäckerinnen entrissen. Der Teig war einfach zu machen, nur das Backen hat nicht so geklappt. Nach den angegebenen 40 Minuten war das Ding noch halbroh, und selbst nach einer weiteren halben Stunde war das Innere noch ziemlich weich. Aber zwei Vorkosterinnen hat er gut geschmeckt, also wird er bedenkenlos serviert. 

Einige Stück hab ich eingefroren, damit ich bei Bedarf noch einmal gach eine Nachspeise habe ...

Das Kind tanzt schon die ganze Zeit um den Herd herum und freut sich aufs Abendessen. Zwischendurch saß es beim Fernseher und schaute Schmatzo, den Kinderkoch. Und als im Fernsehen einer sagte "ich rieche Knoblauch", da sagte es ganz entzückt: "Ich auch, ich rieche auch Knoblauch!!!"

Bei allem, was Essen betrifft, ist das Kind nicht zu schlagen.

1 Kommentar 18.3.18 17:08, kommentieren

19. März: Hirselaibchen mit Salat und Sojabohnencreme, danach Topfenflan

Während ich weiter am Bauchfleisch aß - köstlich, immer noch! - verspeiste die Gästin nach und mit einer Schüssel Blattsalat mit Rahmdressing (einfach: unsere Oma-Marinade mit Rahm und etwas Salz verrührt) gebratene Hirselaibchen mit Sojabohnencreme. Kräuterrahm hätte auch dazu gepasst, aber es muss ja nicht immer das gleiche sein.

Wobei ich die Sojacreme nur auf gut Glück auf den Tisch gestellt habe. Passte aber offensichtlich ganz gut dazu. Ich hab wieder einmal eine Handvoll meiner selbst geernteten Sojabohnen eingeweicht und gekocht und dann mit folgenden Zutaten püriert: Olivenöl, Salz, Hing, Kreuzkümmel, Essig und wenig Wasser. (Morgen mittags werde ich die Creme auf Weißbrot mit Oliven verzwicken und an Hummus denken.)

Die restliche Hirse von neulich hab ich mit drei Esslöffeln geriebenem Parmesan, einem Ei, einem Schluck Obers und Salz und Gewürzmischung zu einer halbwegs festen Masse vermengt und diese portionsweise in der Handgeschmiedeten in Ghee beidseitig goldbraun gebraten.

Weil ich das Buch von den Burgenländischen Hochzeitsbäckerinnen demnächst wieder in die Bücherei zurücktragen muss, hab ich als Nachspeise einen Topfenflan ausprobiert. - Natürlich hab ich das Rezept abgewandelt. Und dann sollte ich mich auch nicht wundern, wenn nicht alles nach Vorschrift klappt.

Erstens hab ich schon gleich einmal die angegebenen Mengen halbiert. Ich will ja keine Kompanie versorgen. Dann hab ich beschlossen, die Masse in Portionsförmchen zu garen und nicht in einer großen Form.

Wie auch bisher schon: bis zu dem Punkt, wo der Teig in die Form kommt, schauts gut aus. Aber das Backen klappte auch diesmal nicht. Weil statt der vorbereiteten drei schließlich fünf befüllt wurden, und weil die Zeitangaben seltsam sind, finde ich.

Für eine knappe halbe Stunde im Wasserbad ins kalte Rohr schieben, war die Vorgabe. Nach dieser Zeit hab ich durchs Glas einen vorsichtigen Blick ins Rohr geworfen: die Dinger sind irre hoch aufgegangen und waren oben schon ordentlich braun.

Hab ich sie rausgezogen. Pfffffft. Sind sie in sich zusammengesunken. - Wir haben sie trotzdem gegessen, konnte ja nicht schlecht sein: Eier, Zucker, Topfen, Gewürze. Die überzähligen haben die Nachbarn gekriegt. Die Topfenflans heißen nur was, wenn man sie frisch isst.

Ich werde mal suchen, ob es irgendwo ein brauchbareres Rezept dafür gibt.

1 Kommentar 20.3.18 14:17, kommentieren

20. März: Karottencremesuppe und Topinamburgratin mit Speck

Weil heute das Kind nicht mitisst, kann ich es mir leisten, eine Karottencremesuppe zu Tisch zu bringen. Danach gibt es ein Topinamburgratin mit Speck. Der Abschluss wird ein fesches Rhabarberkompott sein.

Für die Suppe werde ich ein paar Karotten mit einem mehligen Erdapfel weich kochen, pürieren und würzen. Weil wir die so gut wie nie haben, bin ich mir über die Details noch nicht sicher. Vielleicht ein Stück kandierten Ingwer mitkochen? Oder sogar mit Kokosmilch vollenden? Oder mit Orangensaft?

Überleg ich mir noch.

Jedenfalls werde ich fürs Gratin die Auflaufform ausbuttern und zuunterst eine Lage Erdäpfelscheiben auslegen. Salzen nicht vergessen, und dann eine dicke Lage geputzter und scheiblierter Topinambur drauf. Mit Speckstreiferl belegen und mit einer Mischung aus Milch, einem Rest Obers und Ei begießen, nochmals drübersalzen und für eine knappe Stunde bei 180 bis 190 Grad Ober- und Unterhitze ins Rohr stellen.

20.3.18 14:26, kommentieren

21. März: Zucchinicremesuppe, Buchweizen-Palatschinken mit Marmelade

Interessanterweise ist die öde Wüste im Tiefkühler meiner Mutter eine völlig andere als meine: bei ihr lungern haufenweise Karpfen und Zucchini herum. Weil aber das Kind gern Zucchinicremesuppe isst und wir sowieso Abwechslung brauchen, hab ich meiner Mutter zwei Packerl geraspelte Zucchini abgenommen und eines davon gleich heute aufgetaut.

Einen kleinen Teil hab ich aufgehoben, aus dem Rest hab ich mit einem Riesen-Erdapfel, Salz und Pfeffer (zuviel, wenn ihr das Kind fragt) und nach dem Pürieren etwas Milch ein hellgrünes Supperl gezaubert. Dekoriert hab ich mit fein geschnittenem Bärlauch, der jetzt endlich die Spitzerl aus der Erde streckt.

Außerdem hab ich das Packerl Buchweizenmehl endlich aus dem Keller geholt und einen Palatschinken-Teig probiert. Angeblich sind ja die original französischen Crepes auch aus Buchweizenmehl. Rausgebacken hab ich sie in Ghee (damit der langsam wegkommt).

Vielleicht hab ich was falsch gemacht, aber ich sehe das Buchweizenmehl nicht als kulinarischen Gewinn. Aber bitte, es ist Mehl, und man konnte die Palatschinken essen. Leider ist keine übrig geblieben; ich hätte gern eine Portion Frittaten gehabt. Aber ich kann ja morgen noch einmal welche backen. (Sagt das aber bitte nicht meinem Kind, sonst komm ich wieder nicht zur Suppeneinlage. )

In die Buchweizen-Palatschinken haben wir Marillen- und Rhabarbermarmelade geschmiert.

4 Kommentare 21.3.18 19:07, kommentieren

22. März: Frittatensuppe, gebratener Leberkäse mit Stielmangold und Reis

Die heutige Suppe ist nur für die Gästin gedacht: ich habe eine Portion Rindsuppe ohne Einlage aufgetaut und gebe als Einlage Buchweizen-Frittaten rein. Ja, ich habe heute früh nochmals die Pfanne angeworfen und vier Palatschinken gebacken. Zwei mal eine Portion Frittaten hab ich für später mal eingefroren. So bin ich halt.

Außerdem haben mich meine Erledigungen heute beim Gigerer vorbeigeführt. Regt euch nicht auf. So nennen wir in Wien den Pferdefleischhauer. Dort hab ich eine Scheibe Leberkäse erstanden, die ich in kleine Stücke geschnitten habe, die ich wiederum in Öl rundum angebraten habe. Damit werde ich die Teller dekorieren, auf denen ansonsten Basmatireis herumliegt und Gemüse aus Stielmangold auf die einfache Art.

Nämlich hab ich den blanchierten und geschnittenen Stielmangold aufgetaut, mit einem kräftigen Schuss Obers zum Kochen gebracht, gesalzen und mit etwas vom Curry Oriental gewürzt und dann einen Rest Maisstärke eingerührt und so die Sauce gebunden. Damit ist es gebratener Leberkäse mit Sitelmangold und Reis, und das klingt doch schon mal nicht schlecht.

Nachspeise gibts heute auch nur für die Gästin, da hab ich ein Stück vom (sogut wie) glutenfreien Kuchen aus dem Tiefkühler genommen.

2 Kommentare 22.3.18 18:16, kommentieren

23. März: gefüllte Eier, Champignonsauce mit Maisauflauf

Heute vormittags hatte ich eine Einkaufstour nach meinem Geschmack: zuerst im Bio-Supermarkt die Liste an Grundnahrungsmitteln abgearbeitet, dann bei Schokov vorbeigeschaut und die Lieblingsschokolade nachgetankt (Earl Grey von Pichler), und am Schluss in die Casa Caria gewackelt und allerhand Italienisches eingesackt: Parmesan, Pecorino, Balsamico, Speck und verschiedene Zitrusfrüchte.

Was mich einigermaßen ermüdete, um ehrlich zu sein. Aber jetzt ist die Küche voller Köstlichkeiten, und das Kochen macht richtig Spaß.

Das Kind hat heute in bewährter Weise für die Vorspeise, gefüllte Eier auf Salat mit Amaranthbrot, gesorgt. Langsam klappts auch mit der Salzmenge und der Feinheit der gehackten Kräuter (heute: Basilikum).

Ich selbst hab derweil einen Maisauflauf mit Champignonsauce gearbeitet. Weil die Schwammerln im Angebot waren. Erst hab ich die Schwammerl scheibliert. Dann hab ich für den Maisauflauf zwei Eiklar mit Salz zu einem festen Schnee geschlagen und dann die beiden Dotter mit Salz, Muskatnuss und je 60 ml Milch und Obers (Rahm geht auch) fünf Minuten mit dem Mixer traktiert. Dann die Dottermilch zum Schnee, 12 Deka Maismehl drüber gestreut und alles vorsichtig vermischt. 

Die Masse kam in eine gebutterte Schüssel, und die kam mit Dämpfeinsatz und Wasser in einen Topf und garte dort unter Dampf etwas mehr als eine Viertelstunde. Dann hab ich den Auflauf gestürzt.

Aber dazwischen kam ja noch die Sauce. Ein fein geschnittenes Zwiebelhapperl in Öl glasig dünsten, die Champignons dazu und bei starker Hitze rösten. Dann salzen und pfeffern und eventuell gehackten Petersil zugeben, mit Obers aufgießen und unter Rühren einige Minuten köcheln, bis die Schwammerl gut durch sind.

Es waren zuviele Schwammerl, eh wie fast immer. Aus den restlichen (und dem Rest von heute) werde ich morgen eine Schwammerlsuppe zaubern.

2 Kommentare 23.3.18 19:49, kommentieren

24. März: Champignoncremesuppe, Schopfbraten mit Erbsenreis, Kompott

Das war eh klar, oder? Dass ich die verbliebenen Schwammerl mit zwei Erdäpfeln und Salz zu einer Cremesuppe koche, diese püriere, mit Obers ergänze und dann den Rest der Sauce von gestern dazugebe.

Einen Vanille-Kurkuma-Pudding hätte ich auch fabriziert, aber nachdem das Essen eh schon üppig ist - und der Gast heute beim Figlmüller eingefallen ist und ein Riesenschnitzel verknurpst hat -, tut es ein Pfirsichkompott aus eigener Produktion auch. Der Pudding wird uns morgen auch noch schmecken.

Zur Vanille hab ich der Farbe wegen ein Haucherl Kurkuma dazugegeben, merkt man geschmacklich fast nicht. (Und ich nehme weit weniger Maizena als auf der Packung angegeben, seitdem klumpen meine Puddinge nimmer.)

Zum Reisrest von neulich hab ich ein ordentliches Stück Butter und zwei Handvoll blanchierte Erbsen (aus dem Tiefkühler) gegeben, die beiden Scheiben vom Schopfbraten werde ich gewürzterweise auf meinen Mini-Griller schmeißen. Und schon essen wir Schopfbraten vom Grill mit Erbsenreis.

24.3.18 17:59, kommentieren

25. März: Broccolicremesuppe, Specklinsen mit Knödel, Pudding

Weil ich, je nach Wetter, in drei bis vier Wochen die Kichern ins Beet bringen will, sind die Tage des Broccoli gezählt. Wer der genau in diesem Beet steht. Also hab ich gestern, unter tatkräftiger Hilfe des Kindes, an kleinen Roserln abgerupft, was nur ging. Meine Mutter wird in drei Wochen den Rest runternehmen, und dann hat sich das Thema Broccoli für ein halbes Jahr erledigt. (Das weiß das Kind in dieser Härte noch gar nicht. Ich hoffe, ich kann es mit der in Kürze zu erwartenden Spargelernte versöhnen. Sofern der nicht erfroren ist.)

Heute bin ich in der Küche gestanden und hab sortiert: den Großteil für die Suppe, ein paar Roserl als Deko für die Suppe, ein paar Roserl als Deko für die nächsten Tage. Die Roserl hab ich blanchiert, den Rest hab ich mit einem mehligen Erdapfel und Salz (und heute keinem Knoblauch) weich gekocht, werde das Ergebnis pürieren und mit einem Schuss Obers ergänzen. Dann kommen die Deko-Roserl wieder rein, und fertig.

Wegen der Gluten-Intoleranz des Gastes werden wir die heutigen Specklinsen mit zweierlei Knödel essen. Nämlich möchte ich wieder einmal Semmelknödel probieren, mache aber sicherheitshalber zwei kleine Erdäpfelknödel dazu. Man soll mir nicht nachsagen, ich züchte dem Gast mutwillig die Scheißerei an.

Für die Semmelknödel leere ich über 7 Deka Semmelwürfel 70 ml Milch, salze, tue gehackten Petersil dazu und vielleicht ein kleines Stück Butter (und keine in Butter gerösteten Zwiebel, die meine Mutter noch dazugeben würde) und lasse das einige Zeit ziehen. Dann menge ich ein Ei hinein, forme mit nassen Händen kleine Knöderl und siede die vielleicht eine Viertelstunde in Salzwasser.

Da wärs dann fein, wenn zur gleichen Zeit auch die Erdäpfelknödel fertig wären, damit das Kochen in einem geht. Für diese dämpfe ich ein paar kleine mehlige Erdäpfel weich, drücke sie durch die Presse, gebe wenig Butter und Mehl dazu (Buchweizenmehl oder Kartoffelmehl, das überleg ich mir noch) sowie Salz und vermutlich ein Haucherl Muskatnuss, und dann vielleicht einen Eidotter. Jedenfalls sollten sich aus der entstandenen Masse ebenfalls Knödel formen lassen.

Dagegen sind die Specklinsen direkt einfach: Speck (viel! sagt das Kind)  in Streiferl schneiden, im Topf langsam ausbraten, fein geschnittenen Zwiebel mitbraten, salzen, die Linsen dazutun (nein, die werden trotzdem weich, auch wenn man Salz mitkocht, und außerdem schmecken sie dann besser), ein bisserl mitrösten und dann mit Wasser aufgießen. Mit Thymian, einem Lorbeerblatt und ein bisserl Hing würzen, zudecken und weich kochen.

Wobei die meisten, nicht alle, Rezepte sagen: die Linsen einweichen, abseihen, mit frischem Wasser weich kochen und aus Speck, Zwiebel, Gewürzen und ein bisserl vom Kochwasser eine Sauce bereiten, diese mit Essig und Senf abschmecken (wie kommen die bitte auf Senf?? ) und die Linsen dazutun. Manche braten auch den Speck extra und geben ihn zum Schluss dazu. - Also, ich werde das spontan entscheiden mit der Kocherei, aber einweichen werde ich die Dinger jetzt schon.

Wenigstens um den Nachtisch brauch ich mich nicht kümmern: wir schlemmen den Pudding von gestern.

2 Kommentare 25.3.18 10:01, kommentieren

noch immer 25. März: Waterloo!

Der Gast musste heute doch einen Semmelknödel essen. Weil sich die Erdäpfelknödel im Kochwasser einfach aufgelöst haben. Das ist mir in dieser Form auch noch nie passiert.

Ich habe allerdings auch noch nie versucht, einem Rezept vom lieben C zu folgen, der meint, er macht Erdäpfelknödel immer ohne Mehl und Ei. Ich hab dann wenigstens einen Dotter untergemischt. Aber das hätte ich mir dann auch schon sparen können.

Lieber Himmel.

Ich hab nach dem Kochen die Erdäpfelmasse vorsichtig abzuseihen versucht. Einen Teil hab ich zu einem Rest Linsen in Kochwasser gegeben. Pürieren und würzen, Schuss Obers dazu, als Linsensuppe servieren.

Zur zweiten Partie zerkochte Erdäpfelknödel mit Kochwasser werde ich vermutlich irgendein gekochtes Gemüse tun,  auch pürieren und würzen und auch als Suppe auf den Tisch stellen.

Sollte ich irgendwann einmal die angedachten Marillenknödel aus Erdäpfelteig machen wollen, muss ich gnadenlos dem Kochbuch folgen.

Aber die gute Nachricht ist: die Specklinsen mit Semmelknödel haben richtig gut geschmeckt.

2 Kommentare 25.3.18 19:27, kommentieren

26. März: keine Erdbeer-Joghurt-Torte, leider.

Mann Mann Mann. Hab ich euch erzählt, dass ich in meiner glutenfreien Mission auf der Suche nach einem Kuchen mit Buchweizenmehl bei ichkoche.at eine Erdbeer-Joghurt-Torte gefunden hatte? Die habe ich heute ausprobiert.

Das Original-Rezept sagt: 6 Eier mit 13 Deka Zucker gut schaumig schlagen, und 7 Deka Buchweizenmehl, vermischt mit 1/2 Packerl Backpulver, vorsichtig unterheben. In eine Springform mit 26 cm Durchmesser streichen und bei 180 Grad Ober- und Unterhitze ca. 30 min backen.

Auf dem Foto ist der Boden ca. 2 cm dick, dann 5cm Joghurtschicht und oben drauf ein dünner Fruchtspiegel.

Ha!

Ich hab mir gedacht, zum Ausprobieren reicht auch die halbe Menge, und dann hab ich drei Eier mit 7 Deka Staubzucker gut schaumig geschlagen.

Worauf meine Einliter-Schüssel voll war. Leider hatte ich in nicht so weiser Voraussicht schon die kleinere Auflaufform mit Butter und Mehl traktiert. Und war zu stolz, das zu verwerfen und eine größere Form zu nehmen.

Als ich Mehl und Backpulver in den Eischaum einrührte, fiel dieser keinen Deut in sich zusammen wie sonst immer. Und als der Teig in der Form war, war von der Form noch 1 cm Rand übrig.

Zum Glück, denn das Zeug ging derart auf - no na, bei dem Ei-Anteil und noch dazu Backpulver -, dass es (grad bäckt es in der Finalphase) schon drei Zentimeter über den Rand gestiegen ist und vermutlich nur aus Gewohnheit noch die Form hält wie ein Soufflé und nicht schon den Boden des Backrohrs versaut hat.

Den 30 Minuten werde ich auch eine Nachspielzeit gewähren, demnächst werde ich die Nadelprobe versuchen. Vielleicht geht es ja dann "pffffffft" und der Teig fällt zusammen.

Jedenfalls: keine Rede davon, auf diesen Buchweizen-Kuchen auch noch eine Joghurtschicht und/oder einen Fruchtspiegel zu platzieren. Eher werde ich ihn durchschneiden und füllen können ...

Hoffentlich klappt das Abendessen besser, grad bin ich kulinarisch nicht mit mir zufrieden.

26.3.18 12:36, kommentieren

noch immer 26. März: Pasta al Bergamotte mit Blattsalat, Obstsalat

Meine Mutter hat mir ein paar exotische Früchte vererbt. Und ich hab im Kühlschrank ganz unten hinten einen Granatapfel aus dem vorigen Jahr entdeckt. Aber ich sag euch was: die Kerne waren noch total in Ordnung.

Jedenfalls hab ich die Gelegenheit ergriffen und die Bergamotte zu einer Pasta al Bergamotte mit Blattsalat verarbeitet, und die anderen Öbster zu einem feschen Obstsalat. Dafür war die Vorspeise einfach: die Nicht-Erdäpfelknödel von gestern mit ein bisserl Kohlrabi (roh, geraspelt, tiefgekühlt) angereichert. Salz und Lorbeerblatt dazu, und eine Viertelstunde geköchelt. Als Einlage dienten Würferl vom restlichen Maisauflauf.

Die glutenfreien Teigwaren sind mir übrigens zerfallen, leider. Und ich koche nie wieder italiernisch. Das Rezept sagt nämlich: die gekochten Teigwaren mit ein bisserl vom Kochwasser, dem Abrieb einer halben Bergamotte, reichlich Olivenöl und reichlich geriebenem Parmesan gut rühren, bis die Sauce sämig geworden ist.

Was sie genau nicht wurde - der Käse pickte am Rand des Reindls - und aber eben beim Rühren sich die Teigwaren in ihre Einzelteile zerlegten.

Geschmeckt hat das Ergebnis trotzdem sehr gut, und erst der Duft! Der Gast hats auch sofort erkannt. Knapp eine halbe Bergamotte hab ich filetiert und zum Blattsalat (Kopfsalat und Vogerlsalat) getan und dafür auf den Essig verzichtet, aber nicht aufs Olivenöl.

So war der Geschmack insgesamt sehr harmonisch, aber doch eher was für Erwachsene: das Kind wartete sehnsüchtig auf den Obstsalat.

Oh, übrigens, der Kuchen: tatsächlich "pffffft". Aber es blieb genug übrig, um ihn zu stürzen, die verknautschten Ränder zu entfernen (und dem Kind fürs kommende Frühstück aufzuheben), den Kuchen wieder in die Form zu tun und daran weiterzuarbeiten. Sechs Blätter Gelatine in ganz wenig heißem Wasser aufgelöst, in einen  großen Becher Joghurt drei Esslöffel Zucker eingerührt, von dieser Masse einen Löffel zur ausgedrückten Gelatine, gut verrührt, das restliche Joghurt mit einer Prise Bergamottschale eingerührt.

Als die Masse langsam zu gelieren begann, hab ich sie über den Kuchen gegossen, natürlich ist sie munter über den Rand geronnen. Jetzt steht das Ding im Kühlschrank und wartet auf morgen. Da werde ich vielleicht ein Glas säuerliche Marmelade opfern und erwärmen und auf dem hoffentlich erhärteten Joghurt verteilen, nochmals auskühlen lassen und dann versuchen, den Kuchen unfallfrei, in Stücken, aus der Form zu kriegen.

Insgesamt schon eine ziemlich demütigende Angelegenheit, das.

26.3.18 23:06, kommentieren

27. März: Avocado, Gemüse-Eintopf, Joghurt-Kuchen

Gestern Abend habe ich ihn endlich fertig gemacht, den glutenfreien Joghurt-Kuchen. Auf die super gelierte Joghurtmasse habe ich Scheiben von der Sternfrucht gelegt und eine Mischung von Rhabarbermarmelade, Wasser und Gelatine, gut erwärmt, drübergelöffelt. Natürlich ist das Zeug übergeronnen, und es war auch der Teig höher als das Joghurt, aber immerhin habe ich das Ding gerettet. Es hat uns auch gut geschmeckt, aber der Aufwand ist doch beträchtlich.

Als Vorspeise habe ich eine Avocado in dünne Spalten geschnitten und auf einem großen Salatblatt drapiert, mit Balsamico und Fleur de Sel gewürzt und ein paar Oliven dazugegeben, mit Gebäck als Beilage.

Die Hauptspeise war, ebenfalls mit Gebäck, ein Gemüse-Eintopf. Für den habe ich einen kleinen Rest Speck und ein Schwarterl langsam ausgebraten, mit einem Esslöffel Buchweizenmehl gestaubt und dann eine Schüssel voll zerkleinertem Gemüse mitgeröstet.

Nach ein paar Minuten habe ich mit Salz, Lorbeerblatt, Knoblauch und Oregano gewürzt und mit Wasser aufgegossen und alles eine halbe Stunde köcheln lassen. Die blanchierten Erbsen, Prinzessbohnen und Broccoliroserl hab ich erst dazugetan, als der Eintopf fertig war, die wurden dann nur noch am Schluss miterhitzt.

Alle drei Gänge zusammengenommen waren dann doch ein ausgiebiges Menü.

1 Kommentar 28.3.18 09:11, kommentieren

28. März: Hühnersuppe, Hirse mit Mangold-Käse-Sauce, Joghurtkuchen

Die Tatsache, dass das Kind heute fremdverpflegt wird, habe ich genutzt, um Essen für Erwachsene zu kochen. Noch dazu habe ich den Lieblingskäse des Gastes erwischt; Glück muss eine haben.

Überhaupt habe ich mich heute ins Zeug gelegt. Am Vormittag habe ich zwei Packerl Erdbeeren vor der Vernichtung bewahrt. Natürlich musste ich aussortieren und was wegschneiden, aber so 30 Deka netto werden es schon gewesen sein. Die habe ich klein geschnitten und mit drei Esslöffeln Zucker aufgekocht, püriert, nochmals aufgekocht und auf gut Glück in ein Twist-Off-Glas geleert und dieses verschlossen. Zwei Löffel von dieser Sauce sind übrig geblieben, die habe ich mir in einen Rest Rahm gerührt, zum Snack erklärt und sofort verputzt.

Nachmittags habe ich eine Hühnersuppe zugestellt. Dabei ist mir aufgefallen, dass das mein letztes Packerl Suppengrün war. Hab ich geistig gleich vermerkt: dieses Jahr eine Reihe mehr Karotten anbauen! (Und mir die ausgesprochene Mühe machen, mehr Packerl Suppengrün einzufrieren ...)

Das Hühnerklein habe ich als Einlage klein geschnitten, die Karotten blieben sowieso drin. Den Rest der klaren Suppe hab ich eingefroren, Hühnersuppe kann eine immer wieder mal brauchen.

Den Mangold hab ich mit Milch, Salz, marokkanischem Gewürz und ein bisserl geschnittenem Bärlauch langsam aufgetaut und zum Kochen gebracht, dann Buchweizenmehl in die Flüssigkeit gestreut, um sie zu binden - ich muss sagen, dafür ist der Buchweizen tatsächlich sehr gut geeignet! - und am Schluss ca. 15 Deka geschnittenen Blauschimmelkäse eingerührt.

Die Hirse hab ich mit Salz und Wasser aufgekocht, hab sie eine Viertelstunde köcheln lassen und dann ausquellen lassen. Hirse mit Mangold-Käse-Sauce also. Wobei geriebener Parmesan oder gewürfelter Brie oder Camembert genauso gut funktioniert. Alles schon dagewesen.

Den restlichen Mangold werde ich wohl morgen mittags essen, die Hirse hebe ich für Freitag auf. Ihr könnt euch schon denken, was es da geben wird ... genau.

1 Kommentar 28.3.18 20:28, kommentieren