Der Sparküche-Blog.

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1. März: Risotto-Gratin und Reste-Essen

Zum Glück ist das Kind ein williger Abnehmer für alles Süße. Von den Stefanie-Schnitten, wenn auch ziemlich naked, war es völlig beeindruckt: "Das kannst du gut!" Mit schon weniger freudiger Miene trug es eine Kostprobe zum Nachbarn rüber, aber es ist noch genug da. Sehr üppig, die Sache, muss ich sagen.

Heute mittags gibts für mich ein Reste-Essen. Es ist immer noch eine Endivie da, die werde ich wie üblich braten. Dazu muss ich den Rest der Sauce Hollandaise essen. Als Beilage sollten es gekochte Erdäpfel werden, aber da bin ich mir noch nicht sicher. Vielleicht findet sich ein anderer Rest, der mir besser unter die Nase geht ...

Na schau. Ich hab ein halbes Packerl Teigwaren gefunden, die koche ich jetzt. Für morgen werde ich aus dem Kochwasser eine - relativ - klare Gemüsesuppe entwickeln (die beim Kind sicher wieder nicht für Freude sorgen wird, das spür ich im Urin!), in die ich die restlichen Suppennudeln einkochen werde. Damit ist dann wieder mehr Platz im Kuchlkastl.

Außerdem hab ich im Tiefkühler gegraben und ein kleines Becherl mit Brathendl-Resten gefunden, das ich sofort adoptiert habe. Der heutige Kochvorgang fürs Mittagessen wird entgegen aller Pläne folgender sein: die Brathendlreste im beschichteten Reindl erhitzen, eine Portion Nudeln dazugeben und miterhitzen und dann die Sauce Hollandaise drüberleeren und kurz erwärmen. Die Endivie hab ich nochmals geteilt und eine Hälfte mit Oma-Marinade mariniert.

Und wie ich die restlichen Teigwaren verwerte, dafür hab ich auch schon einen Plan.

Für den Abend hab ich jedenfalls bereits einen Risotto-Gratin vorbereitet, damit die Reste alle wegkommen.

Ich hab eine Form ausgebuttert, den Rest vom Risotto hineingegeben und glatt gestrichen, drei Deka Speckwürferl drauf verteilt und mit einer guten Handvoll geriebenem Parmesan bestreut. 

Das Ding ruht jetzt im Kühlschrank. Abends werde ich ein Ei mit einem Schuss Obers versprudeln und drüber gießen und das Ding bei 190 Grad Ober- und Unterhitze eine halbe bis dreiviertel Stunde backen.

Was das Kind als Nachspeise kriegt, könnt ihr euch vermutlich denken ...

1 Kommentar 1.3.18 08:50, kommentieren

2. März: Klare Gemüsesuppe und Nudelauflauf mit Schinken

Für die Gemüsesuppe bin ich mit der Schüssel zum Tiefkühler gewandert und hab aus allerhand Gemüsepackerln jeweils ein bisserl was rausgekratzt: Erbsen, Fisolen, Kohlrabi, Lauch. Außerdem hab ich das letzte noch in meinem Kühlschrank lagernde Sellerieknöllchen geputzt und einen Teil davon klein gewürfelt, genauso wie einen mittleren Erdapfel und eine Mini-Karotte. Langsam gehen die Vorräte zu Ende. Außer Mangold. Den haben wir haufenweise.

Egal. Jedenfalls werde ich das Gemüse mit Salz und einem Lorbeerblatt im Kochwasser von gestern, verlängert mit Wasser, köcheln. Wenn ich dran denke, kommen auch noch zwei oder drei getrocknete Kirschparadeiser dazu.

Für den Nudelauflauf koche ich eine fesche Bechamel-Sauce aus je einem Esslöffel Schmalz und Mehl, Salz und einem Rest Milch. Während die abkühlt, buttere ich eine Form ein. In die Sauce kommt ein kleiner Becher mit aufgetauten Schinkenwürferln, und natürlich die restlichen Teigwaren von gestern. Das wird alles gut vermischt und in die Auflaufform gedrückt. Oben drüber kommt ein Rest geriebener Parmesan.

Und dazu esse ich endgültig zum letzten Mal Endiviensalat. Das Kind vermutlich auch. Hoffe ich.

Nein, wie ich die Bechamelsauce mache, schreibe ich hier nicht, weil das bei mir leider nicht so gut funktioniert. Theoretisch macht man eine Einbrenn, salzt die und gießt mit der Milch auf und rührt und rührt und rührt. Wie das Ergebnis ausschaut, ist für mich jedesmal aufs Neue eine Überraschung.

 

Kleiner Nachtrag: die Bechamel ist mir zu flüssig gelungen. Weil ich mir Sorgen machte, ob der Auflauf ein Gatsch wird, hab ich in die leicht überkühlte Sauce einfach ein Ei eingerührt.

Natürlich war die Masse zuviel für die Form, also machte ich einen Gupf, was mir in der Folge das Backrohr übel nahm, weil einiges runtertropfte. Lieber Himmel.

Aber: ich hab, weil genug Zeit war, den Auflauf bei 170 Grad Ober- und Unterhitze eineinhalb Stunden gebacken, und er wurde köstlich und genau so, wie er sein sollte. Die Reste haben wir am Abend einfach mit Zimmertemperatur gegessen, und beide waren wir glücklich.

1 Kommentar 1.3.18 10:38, kommentieren

3. März: gekochtes Beinfleisch mit Erdäpfelpüree und Mangoldgemüse

Heute hab ich wieder den Tiefkühler besucht und das letzte Stück Beinfleisch von Labonca sowie eine Portion Suppengrün und ein paar Kohlrabistücke zum Auskochen rausgenommen.  (Aber die neue Bestellung bei Labonca läuft eh schon.)

Das Fleisch köchelt jetzt mit dem Gemüse, ein paar kleinen Pfefferkörnern und Knoblauchzehen sowie Lorbeerblatt und Salz vor sich hin. Mittags werde ich noch ein paar mehlige Erdäpfel dämpfen und schälen und mit Salz und Muskatnuss würzen. Dann gebe ich einen Rest Obers dazu und stampfe uns ein Püree.

Und wenn ich gut drauf bin - was das Kind in diesem Fall nicht hofft -, gibts auch noch Mangoldgemüse dazu.

Hört sich doch gut an für einen Samstag als Mittagessen: gekochtes Beinfleisch mit Erdäpfelpüree und Mangoldgemüse. Vorher gibts von der Suppe mit eingekochten selbstgemachten Suppennudeln.

 

Abends gibts dafür dann Marmeladepalatschinken.

1 Kommentar 3.3.18 09:03, kommentieren

4. März: gebackener Karpfen mit Erdäpfeltalern und Blattsalat

Das Kind paniert schon wieder.

Als ich heute zu mir selbst sagte "ich könnte wieder eine Portion Karpfen aus dem Tiefkühler nehmen", hatte es die Ohren gespitzt und meldete seine Ansprüche an.

Als Beilage hatte ich erst einen Reis angedacht, aber dann fiel mir der Rest vom Erdäpfelpüree ein, das mir gestern ziemlich fest geraten war. Und schon hatte ich die Finger drin und formte aus der Masse vier kleine Laibchen und trug dem Kind auf, diese auch zu panieren. - Ich meine: wenn es eh schon dabei ist!?

Mein Kochen beschränkt sich heute darauf, den Blattsalat zu zerzupfen und zu marinieren und alles Panierte herauszubacken. Und trotzdem essen wir gebackenen Karpfen mit Erdäpfeltalern und Blattsalat - ist es nicht ein Luxus?

Aus den Resten von Mehl, Ei und Bröseln werde ich, wie immer, eine Art Teig machen und Nockerl oder Knöderl formen und kochen. Die nächste Suppe kommt bestimmt!

 

Dann habe ich heute noch genug Energie übrig, um am Nachmittag wieder was von den Burgenländischen Hochzeitsbäckerinnen auszuprobieren. Das freut dann auch das Kind wieder ...

4.3.18 11:39, kommentieren

5. bis 8. März

Ich habe keine Ahnung, wo ich sie herhabe, die Magenverstimmung, aber sie ist ziemlich zäh.

Montag auf der Messe hab ich noch allerhand in mich hineingestopft, es gab so viele Köstlichkeiten dort.

Dienstag und Mittwoch hatte es sich dann eher erledigt mit dem Essen, bis auf ein paar Bissen.

Und Donnerstag werde ich vorsichtshalber auch noch Karenz halten.

Mist, elender.

 

Bleibt mir gewogen!

1 Kommentar 7.3.18 21:58, kommentieren

9. und 10. März: Couscous mit Paradeissauce

So. Geht schon wieder. Gestern hab ich noch eher nix gegessen, aber heute hab ich mich überwunden und Couscous mit Paradeissauce auf den Tisch gestellt, und dann hab ich auch halbwegs mit Appetit zugegriffen.

Es war die übliche Zehn-Minuten-Küche; der Rest der Zeit ging mit der Bewältigung kindlicher Dramatik drauf. Details wollt ihr gar nicht wissen. Aber ich erinnerte mich an einen Ausspruch aus meiner Jugend: Mögen Sie Kinder? - Naja ... wenn sie gut durch sind ...?!

Egal. Kochendes Wasser über den gesalzenen Couscous geschüttet, ein Glas gekochte Paradeiser in ein Reinderl gekippt, mit Salz, Pfeffer und Zucker gewürzt und erhitzt. Das Glas mit kaltem Wasser ausgespült und den Inhalt in ein Häferl geleert und dort mit einem Löffel Maizena glatt gerührt und in die kochenden Paradeiser gerührt. Einmal aufkochen lassen und alles auftischen.

Ab morgen werde ich die Maisstärke öfter in der Hand haben, denke ich. Mit unserer neuen Gästin habe ich eine neue Herausforderung angenommen, die junge Dame hat eine Gluten-Intoleranz. - Da hab ich gleich was zum Recherchieren gehabt. Und da find ich das Internet dann wieder sehr nützlich. Innerhalb kürzester Zeit wusste ich einiges über Diätpläne, und wieder ein paar Sekunden später hatte ich einen ganzen Haufen an Rezepten vor mir.

Da werdet ihr das eine oder andere Mal was Neues lesen ...

11.3.18 19:50, kommentieren

11. März: Linsen-Gemüsecurry mit Basmatireis

Vorher eine Kohlrabicremesuppe, danach kein Dessert (aber ich hätte ein Joghurt anbieten können) wegen Überfüllung. Auf das Curry hat sich das Kind schon gefreut. Was nicht heißt, dass es nicht etwas zu meckern gefunden hätte, aber es hat immerhin auch am Ende eines Würstchen-Kakao-Tages eine Portion verdrückt.

Für das (von Haus aus glutenfreie) Linsen-Gemüse-Curry mit Basmati hab ich zuerst letzteren zum Dämpfen hingestellt und dann die Gewürze kurz trocken angeröstet, einen Löffel Ghee dazugegeben und erhitzt, das Gemüse einige Minuten angeröstet, mit zwei Brieferl Soja-Sauce abgelöscht und mit einem Glas gekochte Paradeiser und etwas Wasser verlängert.

Zwei Handvoll rote Linsen dazu, wenig Zucker und noch je eine Handvoll Rosinen und blanchierte Erbsen aus dem Tiefkühler, und zwanzig Minuten offen schmurgeln lassen (weil zuviel Flüssigkeit da war). Dann mit einem Schuss Obers vollenden und zu Tisch bringen.

Die Gewürze waren heute: ein Lorbeerblatt, je ein Zweig Rosmarin und Bohnenkraut, Salz, zwei Knoblauchzehen und je ein Stück roher und kandierter Ingwer, ein gehäufter Teelöffel Curry Oriental und eine Messerspitze Hing (die Stinkwurz gegen Blähungen).

An Gemüse war es ein Zwiebelhapperl, grob geschnitten, ein Stück von dem endgültig letzten Sellerieknöllchen (aber die Pflanzerl für heuer wachsen schon vorm Fenster!), zwei Mini-Karotten und eben die Erbsen.

Die Suppe hab ich aus zwei Portionen geraspeltem Kohlrabi, einem riesigen mehligen Erdapfel, Wasser, einer Knoblauchzehe und Salz geköchelt, püriert und mit Milch verlängert.

Vom Reis ist eine Menge übrig geblieben, so dass ich übermorgen vermutlich einen Reisauflauf produzieren werde müssen.

2 Kommentare 11.3.18 20:06, kommentieren

12. März: Erdäpfel-Fisolen-Gröstl mit Blattsalat, vorher Hühnersuppe

Wenn ich abends koche und die Mengen nicht gut einschätzen kann, gestaltet sich meine Mittagskost am folgenden Tag ziemlich interessant. Gestern habe ich mir einen kleinen Rest vom Curry aufgehoben. Von der Hendsuppe, die ich heute für den Abend gekocht habe, hab ich zwei Flügerl abgezweigt, und dazugegessen hab ich den Rest vom samstäglichen Couscous.

Weil ich die Hühnersuppe eh schon so aufwendig fand, gibts als Hauptspeise "nur" ein Erdäpfel-Fisolen-Gröstl, mit Blattsalat, immerhin. Wie immer besteht es aus Speck, Zwiebel, speckigen Erdäpfeln und blanchierten Fisolen.

Für die Suppe habe ich heute 6 Hendlflügerl erstanden sowie einige Mägen und Herzen. Vier Flügerl und den Rest habe ich in Salzwasser getan, auf den Herd gestellt und dann begonnen, weitere Zutaten zu suchen. Fündig geworden bin ich im Tiefkühler mit Kohlrabistücken und Karottenstücken; außerdem waren es Kräuter aus dem Beet, Pfefferkörner, Lorbeerblatt und zwei Knoblauchzehen. Und eine Handvoll Broccoli-Blätter samt Stängeln.

Das alles hat eine halbe Stunde geköchelt, dann hab ich zwei von den Flügerln fürs Mittagessen entführt. Die Suppe hat noch eine weitere halbe Stunde gekocht, danach hab ich sie langsam auskühlen lassen. Abends werde ich die Kräuter rausfischen und das Fleisch klein schneiden.

Als Nachspeise wollte ich einen Kuchen backen, glutenfrei natürlich, wurde aber aufgehalten und verschiebe das Projekt. Ich werde wieder ein Joghurt anbieten, mit Marmelade. (Außer ich kriege einen nachmittäglichen Energieschub und koche gach einen Schokopudding.)

12.3.18 15:51, kommentieren

13. März: Topinamburcremesuppe und Reisauflauf mit Äpfeln

Heute konnte das Kind den Tisch fehlerfrei decken, ohne nachzufragen. Weil es die Topinamburcremesuppe auf dem Herd sah und den Reisauflauf erschnupperte.

Dabei hat mich das Kochen überhaupt nicht gefreut heute. Begonnen hat es damit, dass ich vergessen hatte, die Butter zeitgerecht aus dem Kühlschrank zu nehmen. So war sie noch etwas hart beim Verarbeiten. Aber der Reihe nach.

Erst hab ich ungefähr zehn Deka Zucker in die Schüssel getan, fast ebensoviel Butter in kleinen Stücken zugegeben und zwei Dotter. Das Eiklar kam separat in eine Schüssel, das hab ich gleich zu einem steifen Schnee geschlagen.

Dann ist mir eingefallen, dass ein wenig Vanille dem Auflauf nicht schaden könnte, und dann ist mir die Orangenschale eingefallen, die gerade auf der Heizung trocknet - wenn ich Bio-Orangen esse und grad dran denke, reibe ich die Schale manchmal auf Vorrat ab, so wie bei Zitronen.

Jedenfalls kamen Vanille und Orangenschale dazu, und ich hab alles cremig gerührt. Da kam der Reis dazu und alles wurde gut vermischt. Zuletzt hab ich den Schnee untergehoben. Die Hälfte von der Masse kam in die gebutterte Auflaufform, dann fast ein ganzer, großer geschälter Apfel in dünnen Spalten drauf, dann der Rest der Masse. 

Glatt gestrichen, oben die restlichen Apfelspalten aufgelegt, mit wenig Zucker bestreut und mit ein paar Tropfen Ghee betropft. Bei 190 Grad Ober- und Unterhitze eine Dreiviertelstunde backen lassen.

Nachdem der Auflauf glücklich im Rohr war, bin ich zum Schuppen gehirscht und hab eine Handvoll Topinamburknollen geholt, gebürstet und klein geschnitten. Dazu kam der letzte gekochte Erdapfel von gestern, ebenfalls klein geschnitten, Salz und eine Messerspitze Hing. Das alles kochte eine halbe Stunde, wurde püriert und mit einem Schuss Obers fertiggestellt.

Grad, dass ich noch einen halben Teller davon für mein morgiges Mittagessen gerettet hab ... 

13.3.18 21:50, kommentieren

14. März: Blattsalat und Fleischknöderl in Paradeissauce mit Polenta

In der Früh hab ich mich in der Küche beschäftigt. Erstens hab ich die heurige Kohlsprossenernte verarbeitet - was bald geschehen war, weil: soviel wars nicht. Aber der Mensch freut sich. Zweitens hab ich aus allerhand Gemüseresten ein Supperl geköchelt und drittens hab ich 7 Deka Rundkornreis weichgekocht, fürs heutige Abendessen: Fleischknöderl in Paradeissauce mit Polenta. Viertens habe ich drei Riesen-Äpfel zu einem Schüsserl Apfelmus verkocht und mit Honig, Vanille und Zimt gewürzt und als heutigen Nachtisch deklariert.

Von den Kohlsprossen habe ich nicht nur die - ziemlich kleinen, um genau zu sein - Roserln gepflückt, sondern auch den Kopf abgeschnitten. Den wiederum hab ich geteilt in die äußeren größeren Blätter und das Herz in der Mitte (den Rest dazwischen sowie die Stängel hab ich den Hendln kleingeschnitten). Die Roserl hab ich geputzt, und dann hab ich alles der Reihe nach in Salzwasser blanchiert. Nur die allerkleinsten Mini-Roserl, rosinengroß, hab ich derweil lassen.

In die Gemüsesuppe kamen zuerst Erdapfelschalen und Broccoli- und Kohlsprossenstrunk zum Auskochen. Nachdem das wieder draußen war und sozusagen der Hauptgang begann, war es ein mittlerer Erdapfel, ein paar getrocknete Kirschparadeiser, ein paar getrocknete Karottenschnitze, ein kleines Stück gewürfelter Sellerie, eine große Knoblauchzehe, ein paar Broccoliroserl, die Mini-Kohlsprosserl und am Schluss eine übrige Handvoll blanchierter Fisolen.

Mittags habe ich die Reste von gestern verputzt sowie die Kohlsprossenkopferl, für den Rest wird mir was einfallen. Notfalls frier ich die Dinger vorübergehend ein. Das Supperl gibts morgen Abend, aber erst nachdem ich heute die Fleischknöderl drin gekocht haben werde.

Hierfür werde ich ein halbes Kilo Rindsfaschiertes mit dem gekochten Reis mischen, ein Ei dazutun sowie Salz und Gewürze, alles gut vermengen und aus der Masse mit nassen Händen kleine Knöderl formen und diese portionsweise in der Suppe kochen.

Parallel dazu köchle ich im beschichteten Reinderl zwei Portionen Polenta mit ein bisserl Ghee. Und aus einem größeren Glas gekochte Paradeiser werde ich mit Salz, Zucker und Pfeffer sowie dem üblichen Gmachtl aus Maisstärke und kaltem Wasser eine Paradeissauce entwickeln. Zum Essen werde ich die Knöderl in der Paradeissauce erhitzen.

Und gerade ist mir eine Idee gekommen: für den Vorspeisen-Salat aus Blattsalaten, Vogerlsalat, Gurke und ein paar Olivenringen werde ich eine Handvoll Popcorn zum Drüberstreuen machen. Wir haben eh noch so viel von den Körndln. Und vielleicht können die Popcorns das Kind ja auch dazu überreden, doch auch ein bisserl Salat zu essen ...

14.3.18 14:17, kommentieren

15. März: Pasta in Schinken-Kohlsprossen-Sauce

Ausgehend von einer kleinen verwaisten Knoblauchzehe habe ich das heutige Abendessen komponiert. - Naja, ganz so war es nicht. In Wirklichkeit ist mir eingefallen, wie ich die Kohlsprossen im Kühlschrank verwerten könnte, weil ich nämlich dringend den Platz brauche. Die neue Labonca-Lieferung ist angekommen. (Immer wieder liebe ich das System: der Postler bringt den Kühlkarton, ich packe alles aus, das Verpackungsmaterial lege ich wieder rein, die Kühlakkus sowieso, dann zukleben, Retourpickerl drauf und dem Postler den Karton gleich wieder mitgeben. )

Aber ich wollte erzählen, was ich heute Abend kochen werde: nämlich werde ich ein wenig Speck streiferln und im  beschichteten Reinderl ausbraten, 15 Deka Schinkenstreifen drin anbraten - und natürlich die gehackte Knoblauchzehe!, salzen, den Großteil der blanchierten Kohlsprossen dazu, kurz mitbraten und die Sache aufgießen. Mit einem Schuss Obers, und entweder mit Wasser oder mit der Suppe, die wir heute vorher essen. Dann nach Gusto würzen.

Und wenn alles kocht, mit einem Gmachtl aus Maisstärke und Wasser binden. Nebenbei koche ich für das Kind und mich normale und für die Gästin glutenfreie Teigwaren. Auf den Tisch stellen und das ganze "Pasta in Schinken-Kohlsprossen-Sauce" nennen und hoffen, dass es zumindest der Mehrheit schmeckt.

Das mit der Suppe hab ich tatsächlich so gemacht gestern: das ganze Gemüse rausgefischt, die Fleischknöderl drin gekocht und danach das Gemüse wieder rein. Jetzt ist es eine gehaltvolle Gemüsebrühe.

Als Nachspeise habe ich gerade einen Schokopudding gekocht: etwa einen halben Liter Milch mit einem Hauch Zucker und viel Trinkkakao-Pulver zum Kochen bringen und ein Gmachtl aus ein paar Löffeln Milch und einem gehäuften und einem gestrichenen Esslöffel Maizena einrühren und zwei Minuten köcheln lassen.

Und ich hoffe sehr, dass der Trinkkakao kein Gluten enthält!

15.3.18 13:13, kommentieren

16. März: Gemüse-Hirse-Pfanne mit Karpfen

Das gestrige Abendessen hat allen Beteiligten sehr gut geschmeckt (die Reste kommen heute mittags auf den Tisch). Da kann ich mir zwischendurch ein etwas gewöhnungsbedürftigeres Menü leisten.

Deshalb werde ich heute Abend erstens in die noch vorhandene Hühnersuppe ein versprudeltes Ei eintropfen, das ich gestern unabsichtlich angetitscht hatte, als ich es aus dem Nest klaubte.

Danach werde ich zweitens eine Hirse-Gemüse-Pfanne mit Karpfen servieren und drittens wird für das Kind und mich der Nachtisch ausfallen, weil wir nämlich heute schon die Eröffnung vom Tichy gefeiert haben. Mit einer Riesenportion Eis. Mit Haube und Winterjacke. Wir, nicht das Eis.

Zuerst werde ich zwei Portionen Hirse zum Köcheln und anschließendem Ausquellen hinstellen. In der Handgeschmiedeten werde ich derweil Ghee erhitzen und, neben Zwiebel und Knoblauch, allerlei Gemüse braten. Das meiste wird aus dem Tiefkühler kommen: Karotten zum Beispiel, oder vielleicht Kohlrabiwürfel. Außerdem werde ich ein Glas gebratene Melanzani oder Zucchini öffnen und zwei bis drei gehäufte Esslöffel davon untermengen. Würzen werde ich vermutlich mit Rosmarin und jedenfalls mit Salz und Pfeffer.

Wenn dann alles bissfest und gut heiß ist, werde ich die Hirse untermengen und eine Portion Karpfenstücke, die schon vorgegart im Tiefkühler lagerten und aufgetaut wurden, vorsichtig unterheben.

Die Gästin wird ein Joghurt mit Erdbeermarmelade als Nachtisch essen. Oder auch nicht.

16.3.18 12:12, kommentieren

17. März: Safran-Kürbis-Risotto

Noch ein Nachtrag zu gestern: für den Fisch habe ich die blanchierten Blätter von den Kohlsprossen in schmale Streifen geschnitten, und es waren gebratene Zucchini, die noch dazu kamen. Die Hirse hab ich extra dazu serviert. Natürlich ist ein Rest von der Hirse geblieben, der ruht jetzt bis Montag zur weiteren Verarbeitung.

Heute mittags haben wir den Rest vom Fisch gegessen, und als Vorspeise hab ich mich der letzten Mini-Butternuss erbarmt und sie geschlachtet. Die Kugel habe ich mit einem Erdapfel, Knoblauch, Lorbeerblatt und Salz zu einem feschen Supperl verkocht.

Den Rest gibts heute Abend als Safran-Kürbis-Risotto. Dafür werde ich im beschichteten Reinderl Ghee erhitzen, ein fein geschnittenes Zwiebelhapperl drin glasig dünsten, salzen und eine Prise Safranfäden dazugeben. Dann kommt der Rundkornreis dazu und darf kurz mitrösten, bevor er mit kochendem Wasser aufgegossen wird.

Nach einer Viertelstunde köcheln gebe ich die Kürbiswürfel dazu und lasse alles noch ein paar Minuten weiterköcheln und dann ohne Hitze ausquellen.

Bei Tisch kann, wer mag, Parmesan drüberstreuen.

Für die Gästin habe ich einen Salat als Vorspeise vorgesehen (das Kind und ich verzichten dankend), als Nachspeise gibt es zur Feier der Tichy-Eröffnung einen Eismarillenknödel.

1 Kommentar 17.3.18 13:17, kommentieren