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28. Feber: Risotto mit Mangoldstielen

Genau. Also gibts den seit Tagen ersehnten Risotto heute Abend mit geschnittenen Mangoldstielen. Das entsprechende Packerl ist dem Tiefkühler bereits entrissen und taut gerade auf.

Mittags werde ich mir einen Teil der Stiele in einer Sauce machen. Macht euch nicht zuviele Hoffnungen, wahrscheinlich wirds ein konvenientes Packerl Sauce Hollandaise aus dem Supermarkt sein. (Immerhin ein Abverkaufs-Angebot. Sauce Hollandaise gibts im Diskonter nämlich nur zur Spargelzeit. Im Sommer werden die Reste zum Spottpreis verschleudert. Halten aber eh fast bis zum nächsten Frühjahr. Dass es sich trotzdem um Junkfood handelt, möchte ich nicht unerwähnt lassen.)

Als Beilage werde ich ein Portiönchen Couscous nehmen, das geht am schnellsten.

Eine weitere Portion Mangoldstiele werde ich, wenn die Dinger noch nicht ganz aufgetaut sind (sonst quatscht es), fein schneiden und damit einen Risotto bereichern. (Was das Kind vermutlich so nicht formulieren würde.)

Jedenfalls werde ich vermutlich zur Besänftigung ein Speckschwarterl im beschichteten Reinderl erhitzen, eine Portion Rundkornreis zugeben und mitrösten, salzen und mit heißem Wasser aufgießen. Dann lass ich das ganze eine Viertelstunde köcheln, gieße eventuell Wasser nach, und dann dreh ich den Herd ab, geb den Mangold dazu und lasse den Risotto mit der Restwärme noch eine Viertelstunde ziehen.

Und ich darf nicht vergessen, den geriebenen Parmesan auf den Tisch zu stellen, damit der Risotto mit Mangoldstielen wenigstens ordentlich bestreut werden kann.

Und wenn dann immer noch Mangoldstiele da sind, schneide ich ihn für die Hendln klein. Heute habe ich wieder gelesen, dass in jedem österreichischen Haushalt jährlich Lebensmittel im Wert von 300 Euro weggeschmissen werden. Unser, zugegeben kleiner, Haushalt, liegt nach meiner Einschätzung bei ungefähr 40 - 50 Euro (wenn Lebensmittel hin und wieder tatsächlich schimmeln). Der Rest - zuzüglich der Speisereste und Kochabfälle von drei weiteren Haushalten! - wird von unseren Damen in Eier und Dünger umgearbeitet.

Und sonst rette ich auch hin und wieder Lebensmittel aus diversen Tonnen. So gesehen betrachte ich meine Abfall-Bilanz als positiv. Was ich immer predige: Urbane Hendlhaltung kann ich euch nur empfehlen!

28.2.18 07:18, kommentieren

noch immer 28. Feber: Stefanieschnitten. Möglicherweise verhunzt.

Wer mich kennt, weiß: den Trend zum Zweitbuch habe ich verschlafen. Buchbesitz belastet mich. Ich bin  Stammgästin in der Bücherei. Nur ein- oder zweimal im Jahr gefällt mir ein Buch derart gut, dass ich es mir zu einem Anlass geschenkt wünsche.

So eins liegt gerade in meiner Küche: Kuchen und Torten von den Burgenländischen Hochzeitsbäckerinnen, von Bernhard Wieser. Gerade backen die zukünftigen Stefanieschnitten nach einem Rezept von Barbara Maurovits im Rohr. Und zusätzlich noch ein kleines Stefanie-Biskuit, aber dazu komme ich noch ...

Grundsätzlich würde es sich um einen einfachen Teig handeln: 6 Eier mit 18 Deka Staubzucker, 18 Deka geriebenen Haselnüssen und 10 Deka glattem Mehl verrühren, auf ein Blech mit Backpapier gießen und bei vorgeheizten 170 Grad Ober- und Unterhitze 30 Minuten backen.

Ja, eh. Wenn die Sparköchin nicht Zeit und Muße gehabt hätte und und eh schon immer einmal ausprobieren wollte, ob man tatsächlich ganze Eier mit Zucker schaumig schlagen kann.

Man kann. Nach vielleicht 12 oder 13 Minuten  mit dem Handmixer (der mir den Vogel gezeigt hätte, wäre er nicht zu beschäftigt gewesen) war die Zweiliter-Schüssel blattlvoll mit Schaum. Nie und nimmer hätten die restlichen Zutaten hineingepasst. Aber ich habs ja wissen wollen.

Also hab ich die Nüsse mit dem Mehl gut vermischt, beide Massen geteilt und den Teig auf zweimal fertiggerührt. Nimmer mit dem Mixer, sondern  mit dem Löffel, damit der Schaum möglichst erhalten bleibt, wenn er schon mal da war.

Von dem Teig war eine Hälfte zuwenig, aber beide Hälften definitiv zuviel fürs Blech. Also hab ich das Blech erstmal ins vorgeheizte Rohr geschoben und gach noch eine kleine Kuchenform mit Butter ausgeschmiert und den restlichen Teig drin verteilt.

Jetzt musste ich natürlich das Backrohr nochmal öffnen, also weiß ich nicht, ob das Zeug nicht zusammenfallen und speckig werden wird. Jedenfalls bäckt das Blech-Teil auf der zweiten Schiene von oben und das Biskuit auf der untersten. Und ich hab natürlich umgeschaltet auf Intensivbacken, dafür aber die Temperatur auf 150 Grad reduziert.

Wenn ich das Blech tatsächlich eine halbe Stunde im Rohr lassen hätte, könnten wir sie jetzt in der Pfeife rauchen, die Stefanieschnitten. Weil aber meine Oma ihre Biskuitrouladen immer nur elf Minuten buk, maximal 14, schaute ich ab diesem Zeitpunkt regelmäßig ins Rohr (durchs Fenster, vorsichtshalber) und zog das Blech nach 22 Minuten raus.

Dann hab ich das Biskuit samt Papier vom Blech gezogen und hab ein bisserl herumgezupft, bin aber flott draufgekommen, dass das so nicht funktionieren wird und hab flugs das Papier samt Biskuit wieder aufs Blech gezogen, ein Tuch drüber gegeben und das Biskuit aufs Tuch gestürzt.

Was jemand anders vermutlich eleganter geschafft hätte, aber mindestens ist alles, mit dem Tuch unten, auf der Arbeitsplatte gelandet. Ich hab das Papier dann vorsichtig abgezogen (und von diesem die Reste mit einem Messer runtergeschabt und genascht - köstlich!), und jetzt kühlts aus. Und es schaut überhaupt nicht speckig aus, hurra!

Das kleine Biskuit werde ich gleich aus dem Rohr ziehen müssen, fällt mir gerade ein - - - 

Genau. Keine Minute zu früh, muss ich sagen. Das kleine Biskuit darf direkt in der Form auskühlen, das ist mir jetzt wurscht. Vermutlich werde ich es einfrieren und bei akutem Bedarf ausfertigen und auf den Tisch bringen.

Den großen Teil werde ich, wenn er ausgekühlt ist, vorschriftsmäßig in vier gleiche Teile schneiden (längs natürlich!) und mit Schokocreme füllen und aufschichten und außen den Rest der Creme verschmieren. 

Sollte sich das mit der Creme für außen nimmer ausgehen, folge ich halt dem Trend der Naked Cake und mache Nackerpatzl-Stefanieschnitten. Die Creme? Die enthalte ich euch jetzt einmal vor und ermuntere euch, ins Buch zu blicken ... 

1 Kommentar 28.2.18 13:18, kommentieren