Der Sparküche-Blog.

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16. Feber: gekochte Zunge mit Erbsenpüree und Blattsalat

Gestern habe ich mich für Couscous entschieden, zu den Mangoldstielen. War am einfachsten. Außerdem hab ich gestern noch zwei Schweinszungen vom Thum mit Suppengemüse und Gewürzen weich gekocht, die Haut abgezogen (was mir viel Beifall von den Hendln einbrachte) und die Dinger über Nacht kühl gestellt.

Heute habe ich die Zungen in Scheiben geschnitten und aufgeteilt: eine Portion für uns als Mittagessen, den Rest in Suppe liegend eingefroren. Heute mittags hat das Kind einen Teller klare Suppe mit dem Suppengemüse verzwickt, den zweiten werde ich abends essen. Und weg ists!

Den Blattsalat habe ich diesmal gekauft (ein Sackerl mit drei kleinen Happerl verschiedene Salate um einen Euro, am Bauernmarkt) und einen Teil davon hab ich mit der letzten Oma-Marinade versetzt. (Die Flasche ist schon wieder auf dem Weg zur Nachfüllung, ähem.)

Fürs Erbsenpüree habe ich drei große mehlige Erdäpfel weich gekocht und geschält. Derweil hab ich ein kleines Packerl Erbsen aus dem Tiefkühler genommen und mit wenig Wasser nochmals ein paar Minuten gekocht, mit Salz und Muskatnuss gewürzt, zwei von den Erdäpfeln hineingeschnitten, einen Schuss Obers zugegeben und alles mit dem Mixer traktiert, nicht mit dem Pürierstab diesmal. - Hat auch gut funktioniert, nur länger gedauert.

Und so aßen wir heute gekochte Zunge mit Erbsenpüree und Blattsalat.

Vom Erbsenpüree ist was übrig geblieben, da wollte das Kind wissen: machst du da wieder eine Erbsencremesuppe draus? - Soll ich? - Äh. Nein.

Dann wird mir wohl was anderes einfallen müssen.

1 Kommentar 16.2.18 14:31, kommentieren

17. Feber: Couscous-Marillen-Auflauf

Gestern konnte ich mir zwei kleine Portionen Rahmherz mit Semmelknödel erschnorren. Das essen wir heute als Mittagessen. Auch zu einem Blattsalat würde ich mich überreden lassen.

Und ich hoffe, dass ein Stück Semmelknödel übrig bleibt. Dann würde ich nämlich am Sonntag die eine Portion geschnittene Steinpilze aus dem Tiefkühler nehmen und mir daraus eine Oberssauce bereiten und den Semmelknödel dazuessen. Oder Bandnudeln, sollte das Kind seinen Knödel verdrückt haben.

Gestern Abend jedenfalls war mir klar, dass der verbliebene Couscous in den nächsten Tagen keine Chance hat. Also hab ich das beste draus gemacht und ihn zu einem Couscous-Marillen-Auflauf verarbeitet. Auf die einfache Tour.

Nämlich hab ich 6 Deka Zucker mit 5 Deka Butter verrührt, ein Ei dazugemixt und den Couscous untergemischt. Die Hälfte der Masse kam in eine bebutterte Form, dann 8 tiefgefrorene Marillenhälften drauf - die ich normalerweise auf einen Kuchen lege (ich würde aber auch glatt Rhabarberwürfel dafür verwenden und dafür mehr Zucker oder Honig nehmen) - und die zweite Hälfte der Masse drauf. Bei 190 Grad Ober- und Unterhitze für eine Dreiviertelstunde ins Rohr. Und pfeift.

Es ist nix übrig geblieben.

Außerdem habe ich heute, nach Durchsicht meiner Kürbisvorräte (eh nur mehr drei Stück), eine Butternuss geschlachtet und die Hülle vom Kerngehäuse gemeinsam mit dem gestern überzähligen mehligen, bereits gekochtem Erdapfel, Salz und den ersten Bärlauch-Blättern zu einer Cremesuppe verkocht, in die der Rest vom aktuellen Obers ganz hervorragend reinpasste.

Den "Stiel" hab ich aufgehoben, falls das Kind mal wieder Lust auf Panieren verspürt.

16.2.18 17:12, kommentieren

18. Feber: Steinpilze in Oberssauce mit Semmelknödel

Was ich immer sage: es braucht nicht viel Gschistigschasti, wenn die Zutaten gut sind. Heute hab ich mir Steinpilze in Oberssauce mit Semmelknödel schmecken lassen. Es war, umrahmt von Blattsalat mit Balsamico und Maronicreme, ein köstliches Sonntagsessen.

Gestern ist tatsächlich ein Semmelknödel übrig geblieben. Den hab ich heute früh geviertelt und auf den Heizkörper gestellt, zum Vorwärmen. Mittags hab ich dann einen Teelöffel Butterschmalz im beschichteten Reinderl erhitzt und ein halbes Zwiebelhapperl hineingeschnitten.

Dann die geschnittenen rohen Steinpilze aus dem Tiefkühler genommen und zack! sofort ins Reinderl. Kurz unter Umrühren anbraten, gefroren wie sie waren, dann den Deckel drauf und ein oder zwei Minuten weiterbraten lassen.

Deckel wieder weg und unter Rühren die Flüssigkeit verkochen lassen, gesalzen und mit zwei Schluck Obers aufgegossen. Noch ein paar Minuten mehr ziehen als köcheln lassen. Fertig.

(Wenn ich das dem heute fremdbetreuten Kind erzähle, das vermutlich an einer Salamipizza knabbern wird, wird es der Neid fressen. Ich weiß auch nicht, warum alle glauben, Kinder essen nur Spaghetti und Pizza.)

Für die kleine Nachspeise habe ich aus dem gestern geöffneten Glas (das laut Aufschrit geöffnet nur noch zwei Tage haltbar ist - haha!) zwei Löffel Maronipüree entnommen und mit einem Löffel voll gezuckerter Kondensmilch verrührt.

Warum sich eine solche Tube in den Vorräten der Sparköchin findet? Ich habe das Ding, kein Scherz!, bei einer Tombola gewonnen.

18.2.18 12:34, kommentieren

19. Feber: Bandnudeln mit Mangoldgemüse

Tokaj ist mein Waterloo. Heute gewesen. Ich kann ohne Übertreibung behaupten: derart schiache Keks hab ich schon jahrzehntelang nimmer gebacken.

Obwohl es gut begonnen hat gestern: Teig gemacht, über Nacht rasten lassen. Heute früh ausgerollt. Dann hätte auf den Teig ein sämiger Anstrich aus Eiklar und Zucker kommen sollen, und dann hätten die Keks ausgestochen werden sollen. Monde nämlich, für Tokajer Kipferl, aus dem Buch "Burgenländische Hochzeitsbäckerinnen", das grundsätzlich super ist. Ich habs aus der Bücherei, werde mir aber ein Exemplar zu Ostern wünschen. Auch ohne Hochzeit.

Vorsichtig wie ich bin, hab ich eh nur ein Drittel des Teigs angestrichen. Aber: das Eiklarzeugs war wohl zu flüssig. Dementsprechend nicht hat die Sache mit dem Ausstechen und dem Transport aufs Backblech funktioniert. Die Glasur ist überall hingeronnen.

Dann, klüger geworden, hab ich den restlichen Teig ausgestochen, die Keks, diesmal in kleinerem Format, aufs Blech getan und dort erst mit der Glasur bepinselt. Ich hab mich sehr bemüht, aber es ist trotzdem allerhand danebengeronnen. Und, wer sich auskennt: wenn zwei Keks nach dem Backen mit Glasur zusammenpicken, geht eher der Keks kaputt als die Glasur geordnet entzwei.

Nachdem das Zeug dann gebacken und vom Blech gekletzelt war, hab ich die Wirtschaft in der Küche beseitigt und wollte je zwei von den Keksen mit Marmelade zusammenpicken. Ich hab nur leider eine ziemlich flüssige Marmelade aus dem Keller geholt, Erdbeer-Rhabarber nämlich, so dass auch hier wieder ordentlich was daneben gegangen ist, bis ichs endlich behirnt hatte.

Noch dazu mussten erst einmal jeweils zwei gleiche Keks gefunden werden. Das Ausstechen passierte nämlich mit Becher bzw. Scheibenstecher, immer so versetzt, dass sich eben Kipferl (Monde) ergeben. Die in dieser Technik völlig ungeübte Sparköchin erwischte das Verhältnis Teig zu Aussparung jedesmal anders, so dass es eine multikulturelle Kipferllandschaft wurde.

Lieber Himmel.

Ich muss die Dinger bei Gelegenheit an die Kinderschar verfüttern. Süß sind sind ja, also gegessen werden sie auf jeden Fall. Ich stelle einen Teller voll in den Hof und gehe wieder, damit ich die Kommentare nicht hören muss.

Zum Schluss ist mir was von der ungeliebten Glasur übrig gelieben. Die hab ich dann mit einem ganzen Ei und einem Rest Dinkelmehl zu einer Art Biskuitteig erweitert, aufs Blech geleert und gebacken. Es wurde eine Form draus, die einem Gehirn von oben ähnelte, aber gottseidank auf eine Art symmetrisch, so dass ich den Fladen längs halbierte, eine Hälfte mit der zwideren Marmelade bestrich und die zweite Hälfte drauflegte. So haben wir wenigstens einen Kuchen, hoffe ich. Gekostet hab ich das Ding noch nicht. Mein Magen ist noch ganz verklebt von den Glasur- und Keksresten, die ich vernichten musste.

Aber jetzt sind die Keks in der Dose versteckt und der Nicht-Kuchen auf einer Platte, und das Geschirr ist gewaschen, jetzt bin ich wieder friedlicher gestimmt.

Ja, eh. Gegessen hab ich zwischendurch auch. Mangoldgemüse mit Bandnudeln.

Weil ich mir aus dem Tiefkühler die Schmankerl schon herausgezupft habe, findet sich im Eis nur noch eine öde Landschaft aus Mangold, Kohlrabi und Fisolen. Heute wurde es Mangold, in einem Achterl Milch mit Salz und Gewürzmischung erhitzt, mit einem Gmachtl aus einem weiteren Achterl Milch und Maisstärke gebunden und zu den selbstgemachten Bandnudeln serviert, die ich alle ins Reinderl schmiss und kochte. Da haben wir noch einmal eine Mahlzeit davon.

19.2.18 15:09, kommentieren

20. Feber: Eierspeis mit Sojasprossen, Nudeln und Mangold

Aber jetzt ist er weg, der Mangold, nachdem ich ihn mittags und auch abends noch einmal gegessen habe. Auch das Kind musste einen Löffel voll davon essen, zur Eierspeis mit Sojasprossen.

Diesmal ist das Keimen halbwegs gelungen. Zwei Drittel der Bohnen waren groß, grün und hatten eine Wurzel, der Rest hats nicht geschafft. Ich habe trotzdem alle Bohnen gekocht und händisch aussortiert: die "schlechten" ins Kröpfchen der Hendln.

Im kleinen Pfanderl hab ich wenig Ghee zerlassen und die Sojasprossen drin fest angebraten und dann ein Ei drübergeschlagen und ein Eiklar, das mir vom Backen übrig geblieben war. Salzen und fest durchrühren und stocken lassen, mehr wars nicht.

Hat aber gut geschmeckt, so alles zusammen.

Vorher gabs eine Gemüsesuppe der einfachen Art aus einem Happerl Zwiebel, einem riesigen mehligen Erdapfel und Sellerie in der Größe eines überfressenen Golfballs, alles klein gewürfelt und mit Salz, einem Lorbeerblatt und einer Speckschwarte gekocht. Vorm Pürieren kamen Lorbeerblatt und Schwarte natürlich raus, nachher kam ein Schuss Obers dazu. Und das Kind aß die kleinst gewürfelte Speckschwarte mit Genuss als Suppeneinlage. (Die Hendln hätte der Neid gefressen, wenn sie das gesehen hätten.)

21.2.18 15:17, kommentieren

21. Feber: Kohlrabicremesuppe und Karpfen, irgendwie

Weil ich gestern zuviele Keks gegessen habe (die Tokajer Kipferl, die sind wirklich reichlich vorhanden), wollte ich mir heute mittags etwas Gutes tun und hab mir eine Kohlrabicremesuppe geköchelt.

Ein riesiger mehliger Erdapfel, ein halbes Packerl rohe Kohlrabiwürfel, Wasser, Salz und ein Rest Hing, der die Blähungen wegnehmen soll. Sonst wie üblich: kochen, pürieren, Obers dazu.

Bis hierher hat der Plan auch funktioniert. Ich hab die Suppe aufgegessen, das Kind hätte sie eh nicht wollen.

Leider bin ich dann doch wieder an die Keks gegangen und hab so viele davon verdrückt, dass mir jetzt schlecht ist.

Dabei hab ich heute früh zwei Karpfenfilets aus dem Tiefkühler genommen und aufgetaut. Ich hoffe, dass wenigstens das Kind Hunger hat und ich irgendwas mit dem Fisch anfangen kann. 

21.2.18 15:22, kommentieren

immer noch 21. Feber: gebackener Karpfen und Kürbis, Kräuterrahm, gebratene Endivie, Salat

Das laut Eigenwahrnehmung schwer an einer Verkühlung leidende Kind gesundete in der Sekunde, als es darum ging, wie der Karpfen zuzubereiten sei. Bereitwillig panierte es nicht nur die vier kleinen Stücke, sondern auch fünf kleine Scheiberl von der Butternuss.

Ich zerzupfte derweil eine Portion Blattsalat und wusch ein Endivienherz, um es beim Herausbacken des Panierten gleich mit in die Pfanne zu schmeißen. (Was ordentlich spritzte, weil ich die Dinger nicht trockengeschleudert hatte. Macht nix.)

Außerdem rührte ich aus drei Esslöffeln Rahm, Salz, wenig Gewürzmischung und einem Esslöffel Petersil und Dille, den ich aus den Bechern im Tiefkühler gekratzt hatte, einen Kräuterrahm.

So hatten wir, für mich ziemlich unerwartet, gebackenen Karpfen, gebackenen Kürbis, Kräuterrahm, gebratene Endivie und Blattsalat.

Für seine Mühsal überraschte ich das Kind mit zwei Makronen aus der Produktion der Kurkonditorei Oberlaa, die ich nach einem Spaziergangerl ebendort heute vorausschauend erworben hatte.

So war das Leben für uns beide schön.

Aus den Resten von Ei, Mehl und Bröseln rührte ich, eh wie immer, mit Salz und wenig Wasser eine Art Teig, formte daraus kleine Nockerl und ließ die in Salzwasser eine knappe Viertelstunde sieden. Und so habe ich schon wieder eine Flüssigkeit, die ich morgen zu einer Suppe ausbauen kann ... irgendwo dazu müssen wir die Nockerl schließlich essen ...

21.2.18 18:32, kommentieren

22. Feber: Fisolencremesuppe und Marillenknödel

Mein heutiges Mittagessen besteht aus Restln. Fein säuberlich aufgereiht stehen die Reinderln und Schüsserln mit Suppe, Fisch, Kräuterrahm und Kuchen. Nur den Salat hab ich frisch zerzupft, den werde ich zu gegebener Zeit mit Balsamico marinieren. Außer wenn die Flasche mit der Marinade rechtzeitig kommt, dann: Oma-Marinade.

Das Nockerl-Kochwasser hab ich heute früh zu einer Fisolencremesuppe verbastelt. Ich denke, mein Experiment wird gelingen; das Kind wird stolz auf sich sein, wenn es mir nicht direkt den Vogel zeigt.

Nämlich habe ich einen mittleren mehligen Erdapfel mit zwei Handvoll blanchierten geschnittenen Fisolen und einer großen Knoblauchzehe im gesalzenen Wasser gekocht und püriert. (Warum ich den Herd vor dem Pürieren geputzt habe, weiß keiner.)

Vorm Essen werde ich statt des Obers den Rest vom Kräuterrahm einrühren und alles noch einmal kurz aufkochen. Schließlich kann eine Suppe auch einmal säuerlich schmecken. (Nein, höre ich das Kind in Gedanken brüllen.)

Dafür gibt es danach, die Vorräte müssen verringert werden, Marillenknödel aus Topfenteig mit Butterbröseln nach dem üblichen Rezept, das ihr eh schon in As-Dur singen könnt.

22.2.18 08:04, kommentieren

23. Feber: Spiegeleier mit gebratener Endivie und Croutons

Heute war es wieder einmal ein Was-weg-muss-Essen, aber ein durchaus schmackhaftes. Wenn man halt Spiegeleier, gebratene Endivie und Vollkorn-Croutons gerne isst. Ich schon.

Eine meiner Damen hat neulich nämlich ein riesengroßes Ei gelegt, das unter dem dringenden Verdacht stand, zwei Dotter zu enthalten. (Und ich hatte recht.) Weil mir dann die Idee kam, zu den Spiegeleiern wieder ein gebratenes Endivienherz zu essen, hab ich die Handgeschmiedete auf den Herd gestellt und erst einmal ein bisserl Sonnenblumenöl erhitzt.

Erst habe ich in eine Hälfte der Pfanne die halbierten Endivienherzen gelegt, mit der Schnittfläche nach unten. In die freie Ecke (von der runden Pfanne, aber ihr wisst schon, was ich meine) hab ich dann das Ei geschlagen.  Dann die Endivien umgedreht, und dabei ist mir ein kleiner Teller mit Vollkornbrot-Würfeln in den Blick gekommen, die gerade beim Trocknen waren. Weil es, wie meine selige Oma immer sagte, eine Sünde ist, Brot wegzuwerfen, schneide ich allfällige Reste in dünne Scheiben (für Käsekrusteln als Suppeneinlage) oder in kleine Würfel (für alles andere).

Hab ich mir gedacht, bevor dann wieder ein Resterl mehr in irgendeinem Plastikschüsserl in meinem Kuchlkastl Unordnung schafft, entsorge ich die Würfel gleich. Und hab sie, wo noch Platz in der Pfanne war, hineingeschubst und mitgebraten.

Das alles zusammen hat wirklich gut geschmeckt!

24.2.18 11:04, kommentieren

24. Feber: Rotkraut mit Reis und Gockelwürsterl

Als ich heute im Gemüsefach kramte, um einen Rest Butternuss-Kürbis aufzustöbern, der mir noch in Erinnerung war, entdeckte ich die zweite Hälfte des Rotkrauthapperls von neulich, die mir nicht mehr in Erinnerung war. Hab ich gleich umgeplant und statt einem feschen Broccolirisotto (Not-Ernte vor der sibirischen Kälte) ein ebenso fesches Rotkraut mit Basmati-Reis und Gockerlwürsterl vorbereitet.

Das Rotkraut hab ich wieder so wie beim letzten Mal (am 10. Feber) gemacht, mit zwei kleinen Änderungen. Erstens ist heute auch eine Gewürznelke dabei und zweitens kein Kumquat-Kompott, sondern ein großer Löffel von der Dirndlmarmelade. Man gönnt sich ja sonst nix.

Wenn ich das fertig geschrieben habe, werde ich den Reis zustellen. Und zehn Minuten vor Gar-Ende lege ich drei Stück Gockelwürsterl - ihr wisst schon, die von den Brüdern der Legehennen - auf den Reis und erhitze sie also unter Dampf. Rotkraut mit Reis und Gockelwürsterl also.

Das vierte Würsterl aus dem Packerl wird heute Abend in dünne Scheiberl geschnitten und, gemeinsam mit den restlichen Brösel-Nockerln und einem Schuss Kernöl, als Einlage für die Kürbiscremesuppe dienen.

Scheiberl Brot dazu, und danach können wir übergangslos die Kekse vernichten, die das Kind vor wenigen Tagen gebacken hat.

24.2.18 11:22, kommentieren

25. Feber: Reislaibchen mit Rotkraut bzw. Blattsalat

Heute habe ich fast alle Reste verarbeitet. Vom Rotkraut war noch reichlich da, das Kind hat sich umentschieden: es mag jetzt doch kein Rotkraut. Da war es günstig, dass noch Reste der Blattsalate vorhanden waren, die ich zerzupft und mit gottseidank wieder Oma-Marinade begossen habe.

Um den Reis aufzupeppen, hab ich aus dem Tiefkühler je eine Handvoll Erbsen und geraspelte Kohlrabi genommen, eine Mini-Karotte fein geraspelt, alles mit Salz und Pfeffer gewürzt und mit dem Reis und einem Ei (allerdings ohne geriebenen Parmesan, blöderweise) zu einer Masse vermischt, die ich dann in Portionen in Sonnenblumenöl beidseitig gebraten habe.

Auch nachdem wir die Reislaibchen mit Rotkraut bzw. Blattsalat verspeist hatten, war noch Rotkraut da. Da muss mir morgen noch einmal was einfallen. Vielleicht isst ja in der Zwischenzeit niemand die verbliebenen Reislaibchen, dann gäbs morgen Reste von den Resten ...

Als Nachspeise reichte ich mir wieder vom Maronipüree mit gezuckerter Kondensmilch (aber jetzt geht beides langsam dem Ende zu ...).

25.2.18 13:43, kommentieren

26. Feber: Reste (Reislaibchen, Rotkraut, Ayran, Maronicreme)

Ist auch einmal schön, sich nicht ums Kochen kümmern zu müssen und trotzdem was zu essen zu haben.

26.2.18 11:02, kommentieren

27. Feber: Broccolicremesuppe und Erdäpfel-Fisolen-Gröstl

Endlich ist das Rotkraut weg. Nicht dass ich es nicht gern esse, aber drei- oder viermal hintereinander wirds etwas eintönig. Heute jedenfalls habe ich in der Früh schon die letzten drei speckigen Erdäpfel gedämpft und geschält.

Mittags habe ich dann doch nur zwei davon zu einem Erdäpfel-Fisolen-Gröstl weiterverarbeitet. Erst hab ich zwei Deka Speck gestreiferlt und langsam ausgebraten, dann ein Zwiebelhapperl, in Halbringen, drin angebraten, die Erdäpfel klein geschnitten und dazu gegeben und gewürzt. Mit Salz und einer Wiederentdeckung. Auf einer von Omas uralten Gewürzdosen steht nur "Gewürz" oben, und was ich da vor längerem eingefüllt hatte, war mir aktuell nimmer klar. 

Scharf und rot wars jedenfalls, also rein damit.

Am Schluss kam ein kleiner Becher geschnittener blanchierter Fisolen dazu, aus dem Tiefkühler, und wurde miterhitzt.

War sehr schmackhaft, aber ich hatte auch ordentlichen Hunger.

Mit dem dritten Erdapfel und dem not-geernteten Broccoli koche ich gerade zwei Teller Broccolicremesuppe. Zuerst die Roserln in Salzwasser bissfest gekocht, dann raus damit und das klein geschnittene Gemüse dazu. Das kocht jetzt vielleicht 15 - 20 Minuten, und dann wirds püriert und mit Obers ergänzt. Und die Roserln kommen als Einlage wieder dazu.

Für einen anständigen Risotto wär der Broccoli eh zuwenig gewesen, ähem.

1 Kommentar 27.2.18 15:15, kommentieren