Der Sparküche-Blog.

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15. Jänner: Zucchinicremesuppe und Kürbis-Risotto mit Speck

Heute habe ich in Blitzesschnelle einen Kürbis-Risotto mit Speck zu Tisch gebracht. Davor gabs Kürbiscremesuppe, danach Weihnachtskekse. (Ja, es sind immer noch welche da. Aber langsam wirds überschaubar.)

Beschichtetes Reindl auf den Herd gestellt und heiß werden lassen. Inzwischen den restlichen Speck, vielleicht 7 oder 8 Deka, in Streiferl geschnitten, ein Zwiebelhapperl ebenso.

Speck ins Reinderl, ausbraten lassen, im Kuchlkastl nach dem Rundkornreis gegraben. Zwiebel dazu, umgerührt, weiterbraten lassen, Wasser im Wasserkocher erhitzt, im Tiefkühler nach den Zucchiniwürfeln gegraben, die ich bei  der letzten Sucherei aus dem Augenwinkel bemerkt hatte.

Speck und Zwiebel an den Rand geschoben, drei Handvoll Zucchiniwürfel (roh und noch gefroren) in die Mitte getan und einige Minuten angebraten. Gesalzen, umgerührt, drei Handvoll Reis drauf, mit heißem Wasser aufgegossen, bis alles gut bedeckt war.

Umgerührt, Deckel drauf, Hitze reduziert, eine knappe halbe Stunde köcheln lassen. In der Zwischenzeit die Suppe erhitzt und für morgen eine Zucchinicremesuppe geköchelt. Aus den restlichen Zucchiniwürfeln, einem Erdapfel, einem Zwiebelhapperl, einem kleinen Stück Schinkenschwarterl und Salz. Püriert habe ich sie schon, morgen werde ich sie mit Obers aufgießen.

3 Kommentare 15.1.18 19:57, kommentieren

16. Jänner: Reis-Gemüse-Auflauf mit Blattsalat

Wegen abendlicher Abwesenheit habe ich für Kind und Gästin vorgekocht: nach einer Zucchinicremesuppe durften sie sich über einen Reis-Gemüse-Auflauf mit Blattsalat hermachen. Um es gleich zu sagen: es ist genug übrig geblieben, um den Auflauf mit neuem Salat auch morgen Abend zu servieren. Aber den Rest der Suppe werde ich selber verzwicken.

Den Salat hat das Kind gewaschen, zerzupft und mit reichlich Marinade begossen.

Für den Auflauf habe ich den Boden der Form mit Öl bedeckt und einen geschälten Erdapfel in dünne Scheiben geschnitten und hineingeschlichtet. Kleiner Tipp: jetzt wäre ein guter Zeitpunkt, um ein bisserl zu salzen. Ich habs vergessen.

Drauf jedenfalls kam der Rest vom gestrigen Risotto, vermindert um sämtliche Speckstreiferl, die sich das Kind gestern schon rausgepflückt hatte. Darauf wiederum kam der Rest vom Butternuss-Kürbis, geschält und in dünne Spalten geschnitten. Jetzt ist mir das Salz wieder eingefallen, und Gewürzmischung hab ich auch ein bisserl drübergestreut. Und ich hab als Abschluss ca. 8 Deka griechischen Schafkäse draufgebröselt.

Natürlich hätte ich auch die zwei Eier, die ich mit einem Rest Obers verquirlt habe, salzen können.  Ich hab sie ohne Salz vorsichtig über den Auflauf gegossen und das komplette Ding kaltgestellt, bevor es abends dann bei 190 Grad Ober- und Unterhitze für eine knappe Dreiviertelstunde ins Rohr kam.

17.1.18 07:20, kommentieren

17. Jänner

Wie gesagt: heute Abend gibts nochmal den Auflauf. Mittags werde ich eine geschnorrte Avocado aus der Schale schürfen, mit der Gabel zerdrücken und mit Salz, Pfeffer und einem Rest Zitronensaft, der in meinem Kühlschrank auch schon viel zu lange Gast ist, würzen. Und diesen Aufstrich werde ich zu dem mittlerweile harten Weckerl essen, das ich meinem zahnreduzierten Kind heute weder als Frühstück noch als Jause andienen wollte.

Aber was anderes.

In einer Zeitschrift war vor einiger Zeit das Rezept einer Kochbuch-Autorin und Foodbloggerin für eine Pfirsich-Salat-Bowl mit Kurkuma-Huhn zu lesen. Mein erster Gedanke war: für das Wort Bowl hätte sich sicher ein anderer Begriff finden lassen. Egal. Ist halt jetzt modern.

Mein zweiter Gedanke war: also SO würde mich das Kochen auch nicht freuen. Weil ich ja immer höre: für mich allein freut mich das Kochen nicht.

Außerdem hab ich mir die Frage gestellt, für wie viele Personen das Rezept gedacht ist. Wenn für mich allein: sehr reichlich Fleisch. Wenn für zwei: zuwenig Salat für eine "Salat-Bowl". Urteilt selbst.

Das Rezept lautete:

1. Hühnerfilets waschen, trockentupfen, in dünne Scheiben schneiden, salzen. In einer Schüssel 1 EL Kurkuma und 2 EL Olivenöl mischen und Filets darin 10 Minuten marinieren.
2. Vier Pfirsiche entkernen und achteln. Je 1 Handvoll Rucola und Blattspinat waschen und trockenschleudern.
3. Aus 3 EL Olivenöl, 2 EL Balsamico, 1 TL Honig, Salz und buntem Pfeffer ein Dressing herstellen.
4. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, 2 Vollkornbrotscheiben würfeln und im Öl rundum knusprig braten und salzen. Eine rote Zwiebel schälen und in feine Scheiben schneiden.
5. 40 g Pinienkerne ohne Fett rösten, Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und Filetstücke sowie Pfirsiche darin ca. 5 Minuten anbraten.
6. Salat mit Zwiebelringen in eine Schüssel geben, Dressing darüberträufeln. Filet-, Pfirsichstücke und Croutons darüber geben und mit Pinienkernen und 80 g Ziegenfrischkäse garnieren.

(Eva Fischer, www.foodtastic.at)

Wenn ich das ohne Hirn so mache, wie die Dame schreibt,  habe ich am Ende zwei oder drei Pfannen und eine Salatschleuder zu waschen. Wer mitdenkt, kommt auf folgendes: zuerst die Pinienkerne trocken rösten, dann das Öl in die Pfanne und die Croutons braten und dann in derselben Pfanne die Pfirsiche und Hendlstücke braten - letztere würde ich lieber auch salzen wollen, muss ich sagen, dafür würde ich bei den Croutons drauf verzichten. Bei Bedarf beim Braten halt noch Öl nachgießen.

Und den Salat würde ich einfach schütteln und von selber trocknen lassen, wogegen er sich vermutlich nicht wehren wird.

Lasst euch von Profis nicht in die Irre führen. Es muss nicht immer aufwändig sein, um gut zu schmecken.

 

3 Kommentare 17.1.18 07:46, kommentieren

18. Jänner: In Paradeissauce geschmorter Schopfbraten mit Erbsenpüree und Blattsalat

Sagte das Kind gestern Abend doch glatt: "Der Auflauf schmeckt mir eh, aber ich mag nicht zweimal das gleiche essen." Der verwöhnte Fratz, der. Hats aber dann trotzdem gegessen, mir zuliebe. Heute jedenfalls kriegt das Kind etwas, was es in der Form auch noch nie gegessen hat. In Paradeissauce geschmorter Schopfbraten mit Erbsenpüree und Blattsalat wird es werden.

Als Vorspeise gibt es, ui ui ui, eine Fenchelcremesuppe; ich rechne mit Widerstand. Aber ich habe beim "Einkaufen im Keller" im Tiefkühler einen Becher mit rohem Fenchel gefunden, der dringend weg muss. Na, hab ich gleich auch einen Becher Rindsuppe raufgenommen und darin, eh wie immer, zuerst die Erdäpfelschalen ausgekocht und dann einen gewürfelten Erdapfel und den Fenchel reingetan. Ein bisserl Salz dazu, und dann lange köcheln, damit nicht auch noch Stücke drin sind nach dem Pürieren. Ein ordentlicher Schuss Obers wird notwendig sein, um das ärmste aller Kinder halbwegs zu versöhnen.

Erst wollte ich das Fleisch auf den Griller schmeißen, aber dann kam mir dieses Glas gekochter und passierter Paradeiser in die Hände. Und so stelle ich mir die Sache vor: während die mehligen Erdäpfel vor sich hin dämpfen, werde ich das Fleisch würzen und in einem Reinderl in Öl beidseitig anbraten und dann kalt lächelnd die Paradeiser drüberkippen, nochmals mit Salz und Zucker würzen und das ganze zugedeckt eine halbe Stunde lang köcheln lassen.

Wenn die Erdäpfel gut weich sind, schäle ich sie, salze und gebe eine Portion aufgetauter gekochter Erbsen dazu sowie ein Haucherl Muskatnuss und einen Schuss Milch. Dann kommt der Pürierstab hinein und noch soviel Milch, dass das ganze schön grün und püreemäßig wird.

Und, genau, einen eventuellen Rest würde ich für morgen zu einer Suppe verlängern.

1 Kommentar 18.1.18 09:11, kommentieren

19. Jänner: Erdäpfelschnecken mit Paradeissauce und Blattsalat

Meinen ursprünglichen Plan, heute aus dem Erbsenpüree eine Suppe zu fabrizieren, habe ich fallenlassen, als mir bei der täglichen Kühlschrank-Inspektion die Packung Blätterteig wieder ins Blickfeld kam. So plante ich um auf Erdäpfelschnecken mit Kräuterrahm und Blattsalat. Und nachdem ein Stockwerk tiefer der Rest von der Paradeissauce lagerte, plante ich nochmals um auf Erdäpfelschnecken mit Paradeissauce und Blattsalat.

Die heutige Suppe habe ich, vorsichtig ausgedrückt, wieder nach Sparköchin-Art zusammengeman... zusammengestellt. Aber davon später.

Begonnen habe ich mit einem Ei, das ich verquirlt habe. Den Großteil davon habe ich zum Erbsenpüree gegossen, gesalzen und alles verrührt. Mit dem Rest wollte ich die Schnecken vorm Backen bestreichen. Eine Kugel Mozzarella vom letzten Sonderangebot hab ich klein würfelig geschnitten.

Dann gings los: den Blätterteig ausgerollt. Die Fülle, also das geeierte Püree, drauf verteilt. Den Mozzarella drauf verteilt. Längs eingerollt. - Es quatschte. Die Fülle war zu flüssig. Deshalb hab ich auch dickere Scheiben geschnitten. Erstens hat es da auch noch rausgequatscht und zweitens sind die Dinger beim Backen (190 Grad Ober- und Unterhitze, eine knappe halbe Stunde) in sich zusammengesackt oder umgefallen. Naja. Wie bei den Basteleien des Kindes: der Wille zählt fürs Werk.

Das, was rausgequatscht ist, hab ich ins Reindl zurückgetan, das Kochwasser von gestern dazugegossen, leicht nachgesalzen und erstmal die Schalen von einem mehligen Erdapfel drin weich gekocht. Die dann rausgehoben und den Erdapfel und einen kleinen Rest Sellerie, beides klein gewürfelt, reingegeben und weich gekocht. Püriert, gewürzt, mit Milch verlängert und den Rest vom verquirlten Ei - keine Chance, die Schnecken mit irgendwas zu bestreichen - eingetropft. Und fertig war die heutige Suppe. (Wir haben schon bessere gegessen. )

Der Rest war unkompliziert: die Paradeissauce erwärmt und den Salat gewaschen, zerzupft und mit Marinade übergossen.

19.1.18 13:58, kommentieren

20. Jänner: Eierspeis mit Speck und Zwiebel, dazu Mannolino-Weißbrot

Komisch. Gestern Abend hat das Kind aufs Nachtmahl verzichtet, um dem Remake der Erdäpfelschnecken zu entkommen. Aber als ich heute vormittags die vorletzte verspeiste, riss es mir fast panisch die letzte aus der Hand und stopfte sie in sich rein. Muss ich nicht verstehen.

Heute wird Wunschkonzert gekocht: Kürbiscremesuppe (es kriegte wieder einmal ein Exemplar aus dem Vorrat der Butternüsse einen Fleck) und Eierspeis mit Speck und Zwiebel, dazu Mannolino-Weißbrot.

Mit großem Appetit rechnend, hab ich sechs Deka vom Gewürz-Lardo vom Thum in Streiferl geschnitten und werde die langsam ausbraten lassen. Da drin brät dann ein eher größeres Zwiebelhapperl, in Halbringen, an. Dann drei verquirlte Eier drüber, salzen, zart würzen, Hitze reduzieren, stocken lassen.

Ich hab eh scharf nachgedacht, ob ich noch zusätzlich ein Gemüse reinschmeißen kann, aber außer Fisolen ist mir nix eingefallen, und also nein. Hab ich wenigstens den Rest vom Happerlsalat gewaschen und werde den vorm Essen noch marinieren.

Ja, eh. Kochen kann man das nicht nennen. Aber es ist halt eines der Lieblings-Menüs des haushaltszugehörigen Kindes.

1 Kommentar 20.1.18 13:33, kommentieren

21. und 22. Jänner: Pasta

Gestern waren wir auswärts essen, bei einem imposanten Buffet. Das Kind war immerhin so weit, dass es von selbst überlegte, ob es nicht schon zu vollgegessen sei für eine zweite Runde Schokobrunnen. (Aber es ließ sich schnell vom Gegenteil überzeugen. )

Heute Abend habe ich uns einen Rest Kürbiscremesuppe verfüttert, bevor es Marmeladepalatschinken gab. Auch hier wieder die Einsicht des Kindes: Ich schaff die letzten zwei nimmer - bitte schneid sie auf Frittaten, ich liiiiiebe Frittaten!

Hab ich dann auch gemacht und gleich dem Tiefkühler überantwortet. Mit denen kann ich im Notfall eine ungeliebte klare Gemüsesuppe aufpeppen.

Außerdem herrscht hierorts ein Eier-Überschuss. Vorhin hab ich sie gezählt, bin auf 48 Stück gekommen und hab gleich sechs davon der Nachbarin rübergetragen. In meiner Not hab ich sogar zwei genommen und mit Mehl und Olivenöl zu Bandnudeln und Suppennudeln verarbeitet. Die Suppennudeln essen wir morgen, die Bandnudeln hebe ich erstmal auf, die lassen wir uns irgendwann schmecken.

Ich glaube es war das Öl, das den heutigen Teig so unkompliziert werden ließ. Weder klebte der Teig an der Maschine, noch verwuzelte er sich beim Schneiden oder wurde löchrig. Es war ein richtig angenehmes Arbeiten. Werde ich bei Gelegenheit wiederholen!

 

23.1.18 17:30, kommentieren

23. Jänner: Erdäpfel-Fisolen-Gröstl

Es war wieder einmal eine Packung Fisolen aus dem Tiefkühler fällig. Na, hab ich ein paar speckige Erdäpfel gekocht und geschält, Speck geschnitten und ein Zwiebelhapperl und werde ein Erdäpfel-Fisolen-Gröstl zaubern.

Zuerst den Speck ausbraten, dann den Zwiebel hineinschneiden, dann die scheiblierten Erdäpfel dazu und am Schluss die Fisolen drin erhitzen.

Für mich kommt ein Löffel vom ungarischen Teufelszeugs dazu.

Aus einer zweiten Packung Fisolen, fein geschnitten, werde ich morgen eine Fisolencremesuppe erschaffen. Für heute habe ich klare Karpfensuppe aufgetaut, in welcher ich die gestrigen Nudeln einkochen werde.

Los gehts!

1 Kommentar 23.1.18 17:34, kommentieren

24. Jänner: Fisolencremesuppe und Tagliatelle auf Sparköchin Art (Variante 47)

Ich stelle hier gerade ein bisserl um, weil ich zumindest zukünftig schneller ein Rezept finden möchte, wenn ich eines suche ...

Die Suppe war eine Zehn-Minuten-Suppe, weil sowohl die Fisolen als auch die Erdäpfel (nämlich die von gestern übrig gebliebenen, speckig hin oder her) schon gekocht waren. Also hab ich die Erdäpfel klein gewürfelt und mit den Fisolen, Salz, Pfeffer, Dille und einer Speckschwarte mit Wasser einmal gut aufgekocht, das ganze - ohne Speckschwarte - püriert und einen Schuss Obers hineingegossen.

Dann hab ich nochmals meine Karotten durchgesehen und die kleinsten gewaschen und geviertelt. Und in den Tiefkühler gegriffen und je eine Portion Schinkenwürfel und blanchierte Broccoliroserl rausgenommen. Und, weil ich schon dabei war, auch gleich die letzten Rindsknochen und eine Portion Suppengrün.

Dann gings los. Im beschichteten Reinderl habe ich die Karotten ohne Fett angeröstet, gesalzen und mit wenig Wasser aufgegossen. Das hat ein paar Minuten geköchelt, derweil hab ich die selbstgemachten Nudeln in Salzwasser gekocht. Dauert eh nur ein paar Minuten.

Zu den Karotten kamen der Schinken und der Broccoli, Salz, Pfeffer und ein ordentlicher Schuss Obers. Das köchelte noch kurz weiter, während ich die Teigwaren gleich dazu schöpfte.

Fertig!

24.1.18 15:26, kommentieren

25. Jänner: Blitz-Obstkuchen, Nikolaus-Variante

Für das heutige Mittagessen ist gesorgt: es ist noch Karpfensuppe mit selbst gemachten Nudeln da und die Bandnudeln mit Karotten, Broccoli und Schinken von gestern.

Also ist Zeit genug vorhanden, um meinen Überschuss an Eiern ein bisserl abzuarbeiten. Es musste sowieso ein halbes Packerl Mehl weg (glattes Eselmehl übrigens ausnahmsweise, nicht bio leider, aber die Qualität ist halt schon sehr gut! ).

Hab ich die Zutaten für einen Blitz-Obstkuchen vorbereitet und die drei kleinsten Eier dafür verwendet. Jeweils 12 Deka Butter, Zucker und Mehl kommen dazu, und das wars. ABER dann ist mir ein halb gegessener Schoko-Nikolo eher minderer Qualität eingefallen, der auf dem Kühlschrank vor sich hin kümmert. Hab ich den im Schüsserl ins Wasserbad getan und geschmolzen, der kommt auch in den Teig. Mal sehen, wie sich die Sache dann entwickelt.

Belegt wird der Kuchen mit ein paar Marillenhälften aus dem Tiefkühler. Es sind nur noch wenige, und falls es zu wenige sind, werde ich mit ein paar Rhabarber-Würferl ergänzen, ebenfalls aus dem Tiefkühler. (sehr praktisch, das!)

Den Rest des Mehls, vielleicht ein Viertelkilo, hab ich mit drei kleinen Eiern, einem Schuss Olivenöl und ein paar Tropfen Wasser zu einem Pastateig verarbeitet.

Weil das mehr ist als letztens, kam mir die Idee, für morgen eine Portion Ravioli vorzubereiten. Aber wie aufheben? - Ich habe das Internet befragt ("selbstgemachte Ravioli aufheben?" ) und viele Informationen gelesen. Ich werde sie fertig füllen und roh im Kühlschrank aufheben. Teig eher dicker lassen, damit er nicht durchweicht - auch die Fülle möglichst trocken machen - und in einer verschlossenen Dose, lagenweise getrennt mit Butterbrotpapier, in den Kühlschrank stellen.

Morgen werde ich euch dann berichten, obs funktioniert hat. Ich glaub aber schon.

2 Kommentare 25.1.18 08:25, kommentieren

26. Jänner: Ravioli mit Bärlauchbutter und Blattsalat

Der Salat muss geerntet werden, es hilft nix. Und ich hatte mir vorgenommen, eine Paradeissauce zu den Ravioli zu kochen, damit das Leid nicht zu groß ist. (Vor längerer Zeit hat das Kind fremdbetreut Ravioli mit Spinat-Frischkäsefüllung essen müssen und es gehasst - seitdem vermeidet es lautstark alles, was ähnlich aussieht. )

Dann hat meine Mutter gestern Einspruch erhoben und gemeint, Ravioli isst man mit brauner Butter und Salat. Da hab ich Einspruch erhoben - braune Butter, also wirklich! - und das Essen der häuslichen Vorratslage angepasst: ein Griff in den Tiefkühler und die Bärlauchbutter rausgepflückt. Also waren es Ravioli mit Bärlauchbutter und Blattsalat.

Nun also habe ich gestern eine Fülle gebastelt aus ein bisserl Broccoli (aus den Tagliatelle gezupft) mit geriebenem Parmesan (wir wollen ja die Fülle trocken halten) und ein bisserl gehackten Speck (um den Geschmack kindgerecht auszulegen). Ein bisserl Salz und Würze und schon wars soweit.

Ich hab den Nudelteig dann auf Stufe 6 ausgewalkt (bei meiner Maschine die zweitdünnste Stufe), in die Mitte ein paar Batzerl Fülle gegeben, den Teig zusammengeklappt und zwischen der Fülle und am Rand gut zusammengedrückt und dann geschnitten. Schaut eher zum Fürchten aus, ist aber so viel weniger Aufwand.

Die Dinger hab ich dann in Salzwasser weich gekocht, was unvermutet lange dauerte, und bei Tisch auch im Wasser belassen, weil die ersten also schon noch sehr bissfest waren. Und wir mögen Teigwaren eher al ponte als al dente.

Nebenbei hab ich wieder Suppennudeln und Bandnudeln und natürlich Abfälle produziert, die für eine Portion Suppe reichen werden. Heute werden wir zwar den Rest der Fisolencremesuppe essen (müssen), aber für morgen hab ich ja schon die Knochensuppe von gestern. Da passen die Teigschnipsel gut rein, und für das nächste Mal hab ich ja gottseidank die Frittaten eingefroren ... außerdem sind drei Ravioli übrig geblieben (die übrigens dem Kind speckbedingt ausgezeichnet mundeten), die hab ich kurzerhand zu Maultascherl umdeklariert und als Suppeneinlage aufgehoben. Was das betrifft, sind wir also gut versorgt.

 

25.1.18 09:41, kommentieren

27. Jänner: Polenta mit Speck-Broccoli

Dieser Winter macht gemüsemäßig keine Pause. Von den Broccoli-Pflanzen, die schon seit letztem Mai im Beet stehen, haben wir wieder zwei Handvoll kleiner Roserln geerntet. Da hab ich mich hingestellt und die geputzt. Den Großteil habe ich blanchiert, den werden wir heute als Speck-Broccoli mit Polenta verzwicken. Die Abschnitte hab ich mit einem mehligen Erdapfel und einer Knoblauchzehe (im selben Wasser natürlich, und vorher die Erdapfelschalen ausgekocht - ihr kennt das schon) zu einer Suppenbasis verkocht und püriert.

Weil wir allerdings eh viel Rindsuppe haben, werde ich dieses Püree nochmals aufkochen und in ein Twist-Off-Glas füllen und heiß verschließen, damit ich es ein paar Tage, bis zum endgültigen Einsatz, im Kühlschrank aufbewahren kann.

Im beschichteten Reinderl werde ich zuerst den Maisgrieß rösten, salzen und dann mit heißem Wasser und einem Rest Obers aufgießen, etwas würzen, die Hitze reduzieren und erstmal einige Minuten unter Rühren köcheln lassen. Dann werde ich die Polenta zudecken (wenn sie ordentlich spritzt, mache ich das aber schon nach einer Minute, denn die Küche lass ich mir nicht versauen, dazu putze ich zuwenig gern) und erst noch 10 Minuten köcheln lassen und den Rest der halben Stunde ausquellen lassen. 

Da brauch ich nämlich die Herdplatte schon für die Speckstreiferl, die ich langsam ausbraten lasse, dann salze und mit den Broccoliroserln vermenge, die ich auf diese Art heiß werden lasse.

Eine andere Idee wäre, die Polenta mit der Suppe zu kochen. Oder zumindest etwas Suppe zuzugeben. 

Das überlege ich mir noch.

2 Kommentare 27.1.18 11:45, kommentieren

28. Jänner: Eiaufstrich

Die Polenta gestern hab ich tatsächlich mit etwas Suppe und einem kleinen Rest Obers gekocht. Ich habs als wohlschmeckend empfunden, und das Kind, das in der Planungsphase heftig für Risotto votiert hatte, hat sich wenigstens mit Kommentaren zurückgehalten.

Heute waren wir auf Schweinsbraten mit Reis und Blattsalaten eingeladen (wieder zwei aus eigener Ernte und ein gekaufter). Aber vorher hat uns das Kind fürs Abendessen noch einen Eiaufstrich gezaubert. (Wie gesagt: wir arbeiten den Überschuss ab. - Aber seit drei Tagen pausieren die Damen, also werden wir nimmer lang verschwenderisch sein können.)

Ich habe drei Eier gekocht und die Kräuter aus dem Garten besorgt (Pimpinelle und Petersil), das Kind hat die Eier geschält und längs und quer durch den Eierschneider gedrückt. (Wenn ich einen Aufstrich mache, reibe ich die Eier fein, aber man soll Kinder ja nicht überbeanspruchen.)

Dann die Kräuter hacken und dazugeben und reichlich Mayonnaise aus der Tube dazuquetschen. (Großes Gemotze, weil "die Oma hat die Mayonnaise im Glas, das geht viel einfacher!" )

Verrühren und vorsichtig salzen, kosten, eventuell nachsalzen. In eine verschließbare Dose umfüllen und die Schüssel ausschlecken, ähem.

29.1.18 07:45, kommentieren