Der Sparküche-Blog.

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17. November

Dass die österreichische Lebensmittelindustrie endlich einen Weg gefunden hat, die männlichen Küken der Legehennenzucht, bisher geshreddert oder vergast, aufzuziehen und zu verwerten, erleichtert mich ungemein.

Weil aber die betreffenden Mini-Gockel in Größe und Form nicht dem verlangten Gardemaß entsprechen, haben sie sich (die Industrie, nicht die Gockel) etwas einfallen lassen: Hühnerfaschiertes. Gibts sogar in Bio-Qualität. Rettet mich.

Gestern hab ich erstmals so ein 30-Deka-Packerl aus dem Supermarkt mitgenommen und heute daraus ein neues Rezept entwickelt: Fleischknöderl und Spaghetti in Safransauce. Dazu können, müssen wir aber nicht, den Rest vom gestrigen Chinakohlsalat essen. Vorher gibts die Kohlrabicremesuppe nochmals.

Außerdem ist mir heute eine klassische Fehlplanung unterlaufen. Aber weil gerade das Kind eingetrudelt ist und wir beide Hunger haben und sofort essen müssen, erzähl ich euch den Rest später. Schaut abends wieder rein, bitte.

17.11.17 13:49, kommentieren

noch immer 17. November

Die Fleischknöderl und Spaghetti in Safransauce haben mir köstlich geschmeckt, die werden Teil meines Standard-Repertoires. Nur dem Kind brauch ich sie nimmer vorzusetzen. Also, die Knöderl vielleicht schon, aber nur in Paradeissauce. Ich glaube es liegt am Safran. Den liebt das Kind nur, solange er in der Dose ist.

Jedenfalls hab ich das Hühnerfaschierte gesalzen und mit einem Ei, einer Prise Gewürzmischung und einer Handvoll Semmelbröseln vermischt und mit nassen Händen zu kleinen Kugerln gedreht. Die hab ich in Salzwasser geköchelt. Portionsweise, und mit der zweiten Portion hab ich unsere restlichen Spaghetti, mundgerecht zerbrochen, mitgekocht.

Derweil hab ich in der Handgeschmiedeten von vorgestern (wo noch Butter drin war von den Mohnnudeln) mit noch ein bisserl mehr Butter, zwei Esslöffeln Mehl, etwas Salz und einem Rest Milch und etwas Schlagobers eine Art Bechamelsauce gemacht und da drin eine Prise Safranfäden aufgelöst. Eigene Ernte, versteht sich von selbst.

Dahinein kamen die Knöderl samt Spaghetti und wurden warmgehalten.

Die dritte Portion Knöderl, 14 Stück, habe ich aufgehoben, die werde ich einfrieren. Und den Rest von heute werde ich mir bei Gelegenheit aufwärmen.

Das blöde ist nur: erstens gibts noch reichlich von der Kohlrabicremesuppe. Obwohl die gar nicht so schlecht schmeckt, finde ich.

Zweitens habe ich mir heute früh, wohl noch nicht ganz ausgeschlafen, überlegt, aus einem Stück Beinfleisch und einer Portion Suppengemüse eine Rindsuppe zu kochen. Ursprünglich dachte ich, dass ich in dieser Suppe die Knöderl kochen werde, aber das war natürlich Quatsch.

Drittens ist das Kochwasser von den Fleischknöderln natürlich auch schmackhaft. Viel zu schade zum W'egleeren. Eher die Basis für eine Broccolicremesuppe, die ich dem Kind eh schon vor einigen Tagen versprochen hatte.

Und wohin jetzt mit all den Suppen?

4 Kommentare 17.11.17 14:26, kommentieren

18. November

Nachdem ich die restlichen Fleischknöderln heute in selbstgemachter Paradeissauce versenkt habe, gabs kindsseitig keinerlei Einwände gegen das Mittagessen. Zwei kleine gekochte Erdäpfel und ein bisserl vom Chinakohlsalat gabs auch dazu. Nachher einen Rest Zwetschkenkompott.

Ausschließlich Reste gabs für mich: zuerst habe ich die Kohlrabicremesuppe vernichtet und dann den Rest von den Fleischknöderln mit Spaghetti in Safransauce.

Für die Paradeissauce hab ich aus wenig Schmalz und Mehl eine Einbrenn gemacht und den Rest der gekochten Paradeiser von neulich hineingegossen. Gewürzt habe ich mit Salz und Zucker und zwei großen Esslöffeln vom hauseigenen Ketchup. Damit das auch einmal wegkommt.

Ist es OK, wenn wir es heute Fleischknöderl in Paradeissauce mit gekochten Erdäpfeln nennen? 

 

18.11.17 12:07, kommentieren

19. November

Ooooh.

Manchmal lohnt es sich, ein Risiko einzugehen. Beim neuen Bio-Standl in Alterlaa, der Arge Rosenauerwald, habe ich vor Wochen eine Bio-Freiland-Ente bestellt. Am Freitag hab ich sie abgeholt, heute hat meine Mutter sie mit einer Semmelfülle versehen und ins Rohr gestopft.

Gott, war das Vieh köstlich. Butterweich und sehr gschmackig. Ich habe keine Ahnung von der Zubereitung, aber jedenfalls hab ich ein Stück vom Rest eingesackelt, so dass das Kind und ich nochmals in den Genuss der gebratenen Ente mit Semmelfülle und buntem Salat kommen.

Wobei: den Salat schenken wir uns vermutlich. Ich habe zwar auch ein kleines Happerl Radicchio vom Beet und zwei nachgereifte Paradeiser mitgenommen, aber die warten noch auf ihren Einsatz nächste Woche.

Auf jeden Fall werde ich nächstes Jahr wieder so ein Tier ordern!

1 Kommentar 19.11.17 17:27, kommentieren

20. und 21. November

Was ich gestern gegessen habe, wollt ihr gar nicht wissen. Alle Reste, zusammengemanscht und erwärmt. Halleluja. Was einer alles schmecken kann, wenn sie Hunger hat und nicht kochen mag.

Heute wars nicht viel besser. Fürs Mittagessen habe ich mir zwei Matjesfilets im Supermarkt gekauft, das hätte ich ruhig lassen können. Die beiden hatten ihre besten Tage schon hinter sich. Ich hab sie trotzdem gegessen, mit einem gewürfelten halben Apfel, einem ebensolchen Mini-Zwieberl und einem ordentlichen Klecks Mayonnaise.

Fürs Abendessen habe ich mir vorgenommen, die Enten-Reste vom Sonntag aufzuwärmen und eine Portion Brennnesselspinat (essfertig eingefroren gewesen) dazu zu reichen.

Das hört sich schon besser an, oder?

2 Kommentare 21.11.17 16:45, kommentieren

22. November

Drei Tage war die Köchin krank, jetzt kocht sie wieder, gottseidank. Denkt sich das Kind, vor allem, weil ich uns abends nach einer Kürbiscremesuppe Dinkelpalatschinken mit Marillenmarmelade zauberte. Für die Palatschinken den frisch gemahlenen Dinkel zu verwenden, ohne ihn durchs Sieb zu tremmeln, war nicht die beste Idee des Tages. Unser Abendessen hatte einen ungewollt nussigen Akzent. Als ich mich gerade dafür beim Kind entschuldigen wollte, meinte es enthusiasmiert: "Die schmecken heute echt gut!" Da verkniff ich mir meinen Kommentar, allerdings nicht ohne gedankliche Notiz, das nächste Mal käufliches Mehl zu verwenden. Gesiebtes.

Für die Suppe hinderte ich einen Hokkaido daran, den Geist aufzugeben, und würfelte die lädierte Hälfte. (Der Rest wird als Ofenkürbis mit oder ohne Begleitung enden, das seh ich kommen.) Dazu kam ein gewürfelter mehliger Erdapfel, die Schalen desselben und ein paar Kräuterstängel aus dem Kühlschrank. Nein, noch immer nicht die letzten. Und Salz und eine gehackte Knoblauchzehe.

Nach der Kochzeit fischte ich das Hendlfutter raus und pürierte den Rest. Abends kam noch ein Schuss Obers dazu, und fertig.

Den Palatschinkenteig machte ich diesmal von der Maschek-Seite. Nämlich Salz, Ei und vorerst nur wenig Milch verquirlen, dann das gemahlene Mehl dazu und dann so viel Milch, dass sich halt ein akzeptabler Teig ergab. Der rastete dann über eine halbe Stunde, bevor er, in Schmalz gebadet, in die Handgeschmiedete kam, portionsweise.

Ich sags ungern, aber heute hat mich das Kind palatschinkenmäßig überholt. Hoffentlich speibts nicht in der Nacht.

1 Kommentar 22.11.17 18:41, kommentieren

23. November

Langsam macht sich der Jahreszeitenwechsel auch bei uns bemerkbar. Konkret wechseln wir gerade von Becherl-in-den Tiefkühler-dremmeln auf Becherl-aus-dem-Tiefkühler-nehmen. Heute habe ich Kohl mit Speck, blanchierte Mangoldstiele und Karpfenreste gezogen. Letztere brauche ich morgen. Den Kohl mit Speck habe ich langsam erwärmt, während ein Haufen kleiner Erdäpfel dämpfte und ich sie anschließend schälte.

Abends öffnete ich eine Packung Sauce Hollandaise und erwärmte sie im beschichteten Reinderl, und hinein kamen die mittlerweile aufgetauten Mangoldstiele. Die restlichen Erdäpfel von mittags zerteilte ich und briet sie im Restfett von der Palatschinkenpfanne vom Vortag. Salz drauf, Bärlauchbutter dazu - schmatz!

Äh, und wie sagen wir dazu? Mangoldstiele in Sauce Hollandaise mit Braterdäpfeln und Bärlauchbutter. Besseres fällt mir leider nicht ein.

24.11.17 13:58, kommentieren

24. November

Und heute gabs das Karpfenfleisch, im Karpfen-Broccoli-Risotto mit dreierlei Salat. (Welcher sehr unaufwändig auf den Tisch zu bringen ist, wenn eine ein angefangenes Glas Rote-Rüben-Salat und einen Stummel vom Chinakohl im Kühlschrank findet und die Mutter einen selbst geernteten Radicchio spendiert.)

Für den Risotto hab ich im beschichteten Reinderl einen letzten Teelöffel voll Mangalitzaschmalz erhitzt und darin ein geschnittenes kleines Zwiebelhapperl angebraten. Dann kamen zwei Portionen Rundkornreis dazu und Salz, und alles wurde angeröstet, bis das Wasser nebenan kochte. 

Aufgegossen, Hitze reduziert, Karpfen zugegeben, umgerührt, Deckel drauf, schmurgeln lassen.

Inzwischen habe ich nebenan eine Broccolicremesuppe begonnen. Erst Schalen und Stängel ausgekocht, abgeseiht, dann die Roserl gekocht, rausgenommen, dann einen gewürfelten Erdapfel und die geschnittenen Broccolistängel gekocht. Die Roserl kamen, mit Pfeffer, zum Risotto und wurden durchgerührt. Bei Tisch kamen gewürfelte Paradeiser und geriebener Parmesan drüber, und der Salat wurde dazugegessen.

Schmatz!

24.11.17 14:04, kommentieren

25. November

Dass sich das heutige Mittagessen noch ausgeht, hat mich selbst verwundert. Aber jetzt bäckt das bunte Ofengemüse im Rohr, bis das Kind nach Hause kommt. Vorher gibts noch eine Broccolicremesuppe.

In die flache Auflaufform kam reichlich vom neuen italienischen Olivenöl und dann zwei speckige Erdäpfel, geschält und dünn scheibliert. Salz drauf und vorerst mal rein ins Backrohr, bei 190 Grad Ober- und Unterhitze.

Der nächste Schritt war, drei größere Topinamburknollen zu bürsten und ebenfalls zu scheiblieren, und dann mit einem Viertel Hokkaido, aus Zeitgründen ungeschält, genauso zu verfahren.

Raus mit der Auflaufform, die Topis und den Kürbis gut drin verteilt, mit Salz und Gewürzmischung verbessert, knapp einen halben Becher Obers drüber geträufelt und einen Rest geriebenen Parmesan draufgestreut. Wieder ins Rohr gegeben. Aber jetzt, nach 20 Minuten, denke ich, dass 190 Grad zuviel sind. Ich werde auf 160 Grad runterschalten. Und das Gemüse noch 20 Minuten drin lassen.

25.11.17 13:56, kommentieren

26. November

Dafür, dass ich heute zwei Laden des Tiefkühlers gesichtet und geschlichtet habe und anschließend dem Lurch mit dem Staubsauger zuleibe gerückt bin, habe ich mich mit einem Aufenthalt in der Küche belohnt. Herausgekommen ist neben dem Mittagessen - gebratener Schopf mit Buttergemüse, Speckfisolen und Teigwaren nach einer Broccolicremesuppe - eine Kürbiscremesuppe und eine Bohnencreme (Hummus Viennensis). Und mit dem Blätterteig werde ich heute auch noch was tun, habe ich mir vorgenommen.

(Ich glaube, ich weiß schon, was: aus einem Teil des Teigs werde ich Tascherl schneiden und die mit Powidl füllen. Den Rest werde ich mit gekochten Erdäpfeln, Gemüse und klein geschnittenem Schweinsbraten füllen, aufrollen und quer zu Schnecken schneiden und die ebenfalls backen. Vielleicht investiere ich sogar ein Ei: den Dotter in die Fülle und mit dem Klar die Tascherl und Schnecken bestreichen ... )

Angefangen habe ich mit der Bohnencreme. Die weißen Bohnen hatte ich schon gestern Abend eingeweicht, heute hab ich sie weich gekocht, und danach mit einem Teil des Kochwassers, Salz, Knoblauch, Zitronensaft und Olivenöl püriert. Köstlich.

Nachdem ich es  (nicht allzu genau) ausgeputzt hatte, hab ich im selben Reinderl eine Handvoll Kohlrabiwürfel und drei kleine scheiblierte Karotten mit Butter, Salz und Pfeffer bissfest gedünstet.

Nebenbei hab ich die letzten original apulischen Teigwaren gekocht.  Das Fleisch habe ich aufs fast fertig gedünstete Gemüse gelegt und so erhitzt.

Und nach dem Essen wurden im selben Reinderl mit wenig Wasser Erdapfelschalen ausgekocht, danach das Kochwasser von den Teigwaren zugegeben, gesalzen und darin das letzte Viertel vom Hokkaido und einen Erdafpel, beides klein geschnitten, weich gekocht und hernach püriert. Das wird, mit einem Achterl Milch, unsere nächste Suppe werden.

Aus dem Tiefkühler kamen neben dem Kohlrabi auch die Prinzessbohnen, die ich in ausgebratenem Speck erhitzt und dann gesalzen habe, und die sechs Scheiben Schweinsbraten von vor vier Wochen. Zwei haben wir heute mittags verdrückt. Für die restlichen wird mir auch noch was einfallen. Und für den Rest der Teigwaren.

2 Kommentare 26.11.17 15:14, kommentieren

27. November

Heute hat der Tiefkühler Pause, heute muss ich experimentieren. Weil nämlich gestern die Kraut-Ernte eingeholt wurde (drei weiße und zwei rote Happerl bereichern den Schuppen der Sparköchin), und eines der Rotkräuter hatte ein paar kleine Nebensprossen.

Wär doch schad gewesen um die. Hab ich sie gewaschen, die größeren geteilt, und in Sonnenblumenöl angebraten, gesalzen, leicht gezuckert und mit wenig Wasser angegossen, zugedeckt, und jetzt schmurgeln sie. In wenigen Minuten werde ich ein weiteres Scheiberl vom Schweinsbraten drauflegen, zum Erwärmen. Die restlichen Teigwaren von gestern hab ich aufs sonnige Fensterbrett gestellt und hoffe, dass sie bis zum Essen zumindest Zimmertemperatur angenommen haben werden.

Man soll eh nicht zu heiß essen.

Wie ich das nenne? Schweinsbraten mit gedünsteten Rotkrautsprossen und Teigwaren. "Reste mit Abfällen" klingt so unelegant.

1 Kommentar 27.11.17 12:12, kommentieren

28. November

Man muss als Sparköchin auch mit Misserfolgen leben können. Wie zum Beispiel dem heutigen Mittagessen. Zucchinitopf ist eine schönfärberische Benennung, mir würden weit sprechendere Begriffe einfallen.

Im noch nicht aufgeräumten Teil des Tiefkühlers hat sich nämlich ein Packerl geraspelte Zucchini aus dem Vorjahr gefunden. (Ich hätte es den Hendln verfüttern sollen.)

Das habe ich aufgetaut und mit wenig Fett und dem Rest der Bohnencreme erhitzt, gesalzen, mit Mehl gestäubt und einen kleinen gekochten Erdapfel reingeschnitten, - Die einzige Lösung war, einen ganzen Löffel des ungarischen Teufelzeugs reinzurühren. Jetzt war die ganze Sache derart höllenscharf, dass der Ungeschmack auch schon egal war.

Aber nun zu etwas hoffentlich Erfreulicherem, nämlich dem heutigen Abendessen, für welches ich Erdäpfelschnecken mit Chinakohlsalat geplant habe. Der Salat war der erste Schritt. Den habe ich vorhin frisch geerntet und einen Teil in feine Streiferl geschnitten, gesalzen und mit Wiener Marinade begossen. (Heute Abend werde ich meine Mutter um Nachschub bitten müssen, weil es immer noch erstaunlich viel Salat auf der Terrasse gibt; ich hoffe der hält frostmäßig noch bis morgen durch. Heute schaffe ich die Ernte nicht mehr, weil ich schon drei Schüsseln voll Trauben in die Küche geschafft habe. Um die muss ich mich zuerst kümmern.)

Von den Zucchini hab ich einen gehäuften Esslöffel voll aufgehoben, und es sind noch vier gekochte mehlige Erdäpfel und zwei dünne Scheiben Schweinsbraten da. Ergibt sich die Fülle von selbst: die Erdäpfel durch die Quetsche drücken, den Schweinsbraten kleinst schneiden. Mit den Zucchini in eine Schüssel geben, salzen und ein wenig Gewürzmischung dazu. Ein Ei versprudeln und den Großteil zur Fülle geben, alles gut verrühren.

Auf einen Blätterteig streichen (Ränder frei lassen, eh klar), diesen fest einrollen und quer Scheiben runterschneiden. Diese auf ein Blech mit Backpapier verteilen und mit dem Rest des Eis bestreichen. Bei 180 Grad Heißluft goldgelb backen und mit dem Salat servieren. Oder mit Kräuterrahm, wem das mehr behagt.

1 Kommentar 28.11.17 15:29, kommentieren

29. und 30. November

Was dem Kind heute freudiges Indianergeheul entlockte, brachte mich zur schlimmsten Flucherei der letzten Wochen: es schneit. Wetterbedingt zerfielen sämtliche meiner Aktivitätspläne zu Staub, auch gleich die inhäusigen, und ich kletterte in den Keller, um dem Tiefkühler als Trost eine Portion Rahmherz mit Semmelknödel zu entreißen.

Das habe ich mir dann aufgewärmt, habe aber wenigstens vorher eine ordentliche Portion Chinakohl gegessen, mit der Nachschub-Marinade meiner Mutter (danke!). Für den Nachtisch habe ich zwei Stück Schokokuchen mit Rhabarber aufgetaut, von denen aber eins ziemlich sofort als Gustohappen verschwunden ist. Das zweite werde ich mir demnächst schmecken lassen. Bevor ich mich mit einem Krimi in die Untätigkeit zurückziehe.

(Oder mich kurz ins Freie wage, um den restlichen Salat, der schon traurig schaut, aber anscheinend noch lebt, zu ernten und in den eh schon übervollen Kühlschrank zu stopfen. Vermutlich müssen die Pflanzen aber bis morgen ausharren.)

Gestern musste ich auch nicht kochen, weil D mich in ein ceylonesisches Lokal verschleppen wollte, das aber mittlerweile geschlossen war. So brachte ich meinen Gegenvorschlag durch, und wir kosteten uns durchs Buffet von eat-bio.at. Hier werden vorrangig indische Speisen angeboten - die übrigens auch in den Wiener Raum geliefert werden.

Beides probiert, aber dorthin zu pilgern und sich den Bauch vollzuschlagen ist eindeutig die bessere Variante. Weil eine im Zweifelsfall noch gach ein Naan oder einen Chai nachschieben kann.

Ein Gedicht, kann ich euch sagen. 

 

30.11.17 11:53, kommentieren