Der Sparküche-Blog.

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20. und 21. Juli

Gestern habe ich eine gefüllte Melanzani auf Paradeissauce im Rohr gebacken. Heute haben wir auswärts gegessen. Sehr gut, übrigens.

Aber gestern war ich noch selber am Werken. Auf meiner Terrasse habe ich drei, selbst aus Samen gezogene, Melanzanipflanzen in Töpfen stehen und habe es trotz der Hitze bisher immer rechtzeitig mit dem Gießschlauch geschafft, so dass wir mittlerweile schon drei oder vier Stück geerntet haben und noch einige auf der Pflanze hängen.

Jedenfalls hab ich eine davon abgeschnitten, gewaschen, längs halbiert und das Innere mit einem Kugerlausstecher ausgehöhlt. Die Melanzanihälften sowie das Innere habe ich in der Handgeschmiedeten mit wenig Olivenöl rundherum angebraten.

Derweil hab ich zwei Ochsenherz-Paradeiser, die ich dem Gemüsebeet zum Glück bereits entreißen konnte, klein geschnitten und ohne Wasser kurz gekocht, in eine ofenfeste Form gegossen und mit Salz, Pfeffer und Zucker gewürzt.

Außerdem hab ich aus dem restlichen Reis, einem großen Ei, dem Inneren der Melanzani, gehackten Kräutern, Salz und einem kleinen Rest vom geriebenen Parmesan eine Fülle gemischt und diese in die Melanzanihälften gehäuft, die ich auf die Paradeiser gelegt hatte. Zwei Esslöffel davon wollten partout nicht mehr hineinpassen, die hab ich in der Handgeschmiedeten, die eh immer noch heiß war, zu einem Puffer gebraten.

Die Melanzani kam bei 200 Grad Heißluft ins Rohr und wurde dort eine Viertelstunde gebacken, dann musste ich weg und hab den Ofen abgedreht, aber die Form drinlassen, und als ich wieder heimkam, musste unser Essen nur noch zehn Minuten durcherhitzt werden. Super-System, muss ich sagen.

22.7.17 13:42, kommentieren

22. Juli

Heute habe ich wieder Gemüse vom Beet in die Küche geschleppt. Lauter kleine verhutzelte Portiönchen, die der normale Konsument vermutlich ohne viel Aufhebens entsorgen würde. Aber ich gedenke daraus drei oder vier Mahlzeiten für uns zu bereiten. Nur die Paprika, die schenke ich weiter, die mögen wir beide nicht. Aber sie schauen so schön aus auf dem Beet!

Ich kochte für mich allein und konnte deshalb experimentativ sein. Und habe natürlich wieder Reste verwertet. Zum Beispiel die fünf Fisolen. Oder die gekochten Karpfenabschnitte, die zu schön für die Hendln waren. Und drei kleine Karotten, die auch da waren und weg mussten. Und den letzten Frühlingszwiebel.

Genau. Also hab ich einen Rest Couscous gesalzen und mit kochendem Wasser übergossen. Im beschichteten Reinderl hab ich Olivenöl erhitzt und die Karotten, mit dem Sparschäler gehobelt, und den scheiblierten Frühlingszwiebel angebraten. Die Fisolen hab ich in Stücke gebrochen und blanchiert und dann zugegeben. Ein Brieferl Sojasauce auch, und etwas Salz, und am Schluss die drei Esslöffel Fischstücke. 

Als alles heiß war, habe ich noch ein Zweigerl Portulak hineinzerpflückt und mit zwei Teeölffeln vom ungarischen Teufelszeugs (das mir mittlerweile gar nimmer sooo teuflisch vorkommt) nachgeschärft.

Auf den Teller damit und zwei Esslöffel vom Couscous oben in die Mitte drauf. Wie das heißt? Couscous mit Fisch und gebratenem Gemüse vielleicht?

22.7.17 13:50, kommentieren

23. Juli

Typischer Fall von Fehlplanung. Der ursprüngliche Gedanke war: am Sonntag gehen wir baden. Dann in der Früh Donner und Regen. Also flink umgeplant auf: Haushalt und Küche. - Eh auch nicht wertlos, aber jetzt mittags wieder Sonnenschein. Und wir nicht baden.

Dafür haben wir gut gegessen, und die Melanzani sind auch in den Glaserln.

Die Gemüsesuppe von gestern, die ich gleich im Reinderl vom gebratenen Gemüse mit Karotten, Fenchel, Knoblauch und Zwiebelschlotten und einem Erdapfel gekocht habe, hab ich umgeleert ins Reinderl, in dem ich die ersten Paradeiser eingekocht habe, da wurde sie gleich nochmals aromatisiert. Außerdem hab ich einen Rest Buchstaben eingekocht - wieder ein Sackerl weniger im Kuchlkastel. 

Nach der Suppe gab es Couscouspuffer mit Salat, und als Abschluss Melone. Die geht dem Kind bei weitem besser durch den Schlund, seitdem ich mir die Arbeit antue und Kugerln aussteche. Die Reste werden von den Hendln wohlwollend angenommen.

Der Salat bestand aus den ersten eigenen Paradeisern, ein paar Salatblättern, einer kleinen Gurke und etwas Portulak.

Und die Puffer aus dem restlichen Couscous, einem großen Ei, ein paar Löffeln geriebenem Parmesan, Salz und Gewürzmischung. Gebraten habe ich sie in der Handgeschmiedeten mit dem Restöl von den Melanzani, die ich eingeglast habe, bei eher moderater Hitze.

 

Für diese Melanzani übrigens, falls das jemand wissen mag, habe ich die Melanzani in kleine Würfel geschnitten. Hätten aber auch Scheiben sein können. Dann hab ich die Pfanne erhitzt, reichlich (wirklich reichlich) Olivenöl drin erhitzt, gehackten Knoblauch und zerzupften frischen Rosmarin reingegeben und dann portionsweise die Melanzaniwürferl. 

Ich habe alles bei eher größerer Hitze unter gelegentlichem Umrühren weich gebraten, gesalzen und kurz weitergebraten, noch Öl zugegeben, weil ich anfangs zu sparsam war, nochmals erhitzt und dann kleine Gläser randvoll mit der Mischung befüllt und sofort verschlossen. Erstaunlicherweise ist sich die Menge, in drei Portionen, genau für sechs kleine Glaserl ausgegangen, ohne dass ich kosten konnte.

Bei einem der Glaserln hat sich beim Abkühlen leider kein Vakuum gebildet - das Zeug muss wirklich sehr heiß sein beim Verschließen -, und so bin ich gezwungen, den Inhalt in einigen Tagen zu verkosten. 

Ist mir fast peinlich.

23.7.17 13:37, kommentieren

24. und 25. Juli

Heute hat der Türke für uns gekocht, namentlich ein Kebab, aber gestern hat mir das Kind unverlangt ein Lob fürs Mittagessen ausgesprochen. Zuerst haben wir den Rest der Suppe gegessen, und nachher den Rest der Melone. In Kugerln selbstverständlich, soviel Zeit muss sein.

Als Hauptspeise habe ich Pfannengemüse mit Couscouspuffern, Petersilerdäpfeln und Salat serviert. Dafür habe ein ein paar Deka vom Mangalitza-Lardo klein geschnitten und in der Pfanne vom Vortag (von den Puffern) langsam ausgebraten. Dazu kam ein Zwiebelhapperl, in Halbringe geschnitten, ein Zucchino, scheibliert, und zwei Kukuruskolben, die ich zu früh geerntet hatte, in Scheiben geschnitten.

Das alles hab ich hübsch einige Minuten scharf angebraten, bis es ziemlich angebräunt war. Dann hab ich gesalzen und mit einem Brieferl Soja Sauce gewürzt, nochmals gut durchgerührt und vom Herd genommen zum Durchziehen.

Und da hab ich die vom Vortag übrig gebliebenen Puffer draufgelegt zum Aufwärmen. 

Für die Petersilerdäpfel hab ich die restlichen kleinen Heurigen gedämpft und im Nebenreinderl ein Stück Butter langsam zerlassen und einen Rest Petersil, gehackt, dazugegeben. Die geschälten Minis kamen dann unzerteilt hinein und wurden gesalzen und in der Butter geschwenkt.

In diesem Reinderl hab ich dann gleich eine Zucchinicremesuppe gekocht und ins Glas gegeben, als Reserve für nächste Woche.

25.7.17 16:08, kommentieren