Der Sparküche-Blog.

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15. Juni

Heute blieb die Küche der Sparköchin kalt. Weil wir nämlich eingeladen waren auf eine köstliche Lasagne bolognese mit Blattsalat.

Nein, ich habe keine Ahnung, wie eine Lasagne funktioniert. Es ist mir, fürchte ich, zuviel Arbeit.

Obwohl unsere Gästin mir von einer Version mit Lachs und Spinat vorgeschwärmt hat, die vielleicht gar nicht so kompliziert ist. Bechamelsauce, Teigblatt, blanchierter Blattspinat, Lachs, Teigblatt, Spinat, Lachs, Teigblatt, Bechamelsauce.

Vielleicht wollt ihr das ja mal probieren. Ich lass mich auch weiterhin lieber einladen.

16.6.17 08:36, kommentieren

16. Juni

Nach dem üppigen Essen der letzten Tage wurde es heute fast schon leichte Kost, als ich aufgrund der häuslichen Vorratslage einen Salat mit Berner Würsterln und Speckdatteln komponierte. Dazu haben wir Brot gegessen, und ich als Nachtisch das vorletzte Stück vom Kirschenstrudel. (Das letzte wird den morgigen Vormittag nicht überleben.)

Ich habe einfach zwei Suppenteller mit verschiedenen Blattsalaten gefüllt und nebenbei im beschichteten Reinderl die restlichen vier Berner Würstel sowie zehn Speckdatteln - ohne zusätzliches Fett - rundum knusprig gebraten.

Dann hab ich das Scherzerl Weißbrot dünn aufgeschnitten, und fertig.

16.6.17 14:12, kommentieren

17. und 18. Juni

Gestern habe ich mich von Aufgewärmtem ernährt: Hühnerleber nach Art der Sparköchin mit Glasnudeln. Die gehen am schnellsten, schneller noch als Couscous. Um zwei Minuten.

Und der Hunger war groß.

Heute werde ich bei meinen Eltern eine Portion Gulasch mit Semmel mitessen. Dem Kind, das Gulasch hasst, werde ich einen Blattsalat mit Speckdatteln und Schafkäse komponieren.

Das Kind wird sich einen Suppenteller voll Blattsalaten zerzupfen, während ich die Speckdatteln und vielleicht ein paar Weißbrot-Croutons in der beschichteten Pfanne brate. Und, ganz wichtig, zwei längs halbierte, gestern geerntete Mini-Zucchini, denen ich nicht widerstehen konnte. Rupf, zupf, und schon lagen sie im Körberl.

Das Gebratene jedenfalls kommt auf den Salat, der Feta wird drübergebröselt. Mariniert werden darf mit Balsamico und Kernöl.

Wenn ich mir das so überlege ... würde ich für mich selber auch nicht schlecht finden, eigentlich ...

17.6.17 19:54, kommentieren

19. Juni

Mittags habe ich es mir gut gehen lassen: den dritten Mini-Zucchino des Jahres samt Blüte längs geteilt und in Sonnenblumenöl rundum angebraten, gesalzen und als Vorspeise deklariert. Für die Hauptspeise hatte ich mir nämlich schon in der Früh Fleckerl gekocht und eine Portion essfertiges Krautfleckerl-Kraut aus dem Tiefkühler genommen.

Als Abendessen habe ich Kürbiscremesuppe und Buchteln mit Vanillesauce geplant. Der Teig ist schon fertig, die Suppe auch schon fast. Letztere war wieder ein Stückwerk: in Erbsenkochwasser alle möglichen Schalen und Stengel ausgekocht, dann ein Stück Kürbis und einen Erdapfel, beides klein gewürfelt, sowie ein Esslöffel Erbsen reingegeben und weich gekocht und püriert. Vollendet wird das Supperl mit Salz, Gewürzen und Obers oder Milch werden.

Für die Buchteln hab ich einen Teig mit einem Dampfl gemacht (ein halber Würfel Germ, ein Esslöffel Staubzucker, drei Esslöffel Mehl und ein paar Schluck Milch). Während das gegangen ist, habe ich in eine Schüssel eine Prise Salz getan sowie 40 Deka Mehl, 10 Deka Staubzucker, 6 Deka Butter und ein großes Ei.

Da hinein kam das verdoppelte Dampfl, dann hab ich alles verrührt und fast ein Vierterl Milch zugegeben, bis das ganze ein halbwegs akzeptabler Teig war. Ich muss dazusagen, dass ich Dinkel-Kuchenmehl verwendet habe. Das pickt immer ziemlich und braucht längere Zeit, bis es die angebotene Flüssigkeit aufnimmt. 

Deshalb rechne ich jetzt zwei Stunden, bis ich den Teig wieder in die Hand nehme (derzeit ruht er zugedeckt in der Schüssel), ihn nochmals durchknete, zu einer Rolle forme, von der Stücke abschneide und zu Kreisen drücke, einen Löffel Powidl oder Marillenmarmelade in die Mitte gebe, das Ding verschließe, rundherum in flüssiger Butter (oder Schmalz) drehe und in eine befettete Backform setze.

Die kommt dann, wohlgefüllt, bei 170 Grad Ober- und Unterhitze ins Rohr und die Buchteln werden goldgelb gebacken. Und durch das Fett rundum sollten sie sich auch gut voneinander trennen lassen. Füllen müsste ich die Dinger gar nicht; ich könnte auch einfach kleine Kugeln in die Pfanne setzen und sie als Dukatenbuchteln deklarieren.

Die Vanillesauce wird die einfache Version: Milch mit Zucker und Vanillezucker zum Kochen bringen, ein Gmachtl aus kalter Milch und einem Löffel Stärke (oder zwei, je nach Menge der Milch) einrühren und unter ständigem Rühren einige Minuten köcheln lassen.

19.6.17 15:20, kommentieren

20. Juni

Das heutige Brathendl mit Erdäpfeln und Mangoldgemüse brutzelt schon mehr oder weniger im Backrohr vor sich hin. Also: das Gemüse natürlich nicht. Aber einen mit Salz und türkischer Gewürzmischung eingeriebenen Mini-Gockel habe ich auf eine Lage Erdäpfelschnitze in eine Bratfolie gelegt, diese anweisungsgemäß verschlossen und eingestochen und bei 175 Grad Ober- und Unterhitze ins Rohr geschoben.

Das war ihm offensichtlich zu wenig, jetzt habe ich auf 190 Grad raufgedreht. Schließlich sollte der junge Herr nicht länger als eineinhalb Stunden bis zur Genussreife benötigen. - Der Gockel ist aus dem aktuellen Wir-lassen-auch-die-männlichen-Küken-leben-Programm, wiegt 60 Deka und ist von eher hagerer Statur. Aber für drei schwache EsserInnen sollte er genügen.

Wenn das überhaupt klappt mit dem Brathendl, und diese Minis nicht nur als Suppenhendl taugen. Aber wir werden das heute ausprobieren.

Vorher gibts jedenfalls einen Salatteller mit Pecorino und nachher entweder Apfelmus oder, falls zusätzliche Sättigung erforderlich ist, Eismarillenknödel.

Für das Mangoldgemüse hab ich zwei kleine Packerl blanchierten geschnittenen Mangold aufgetaut. Den bringe ich mit ein paar Schluck Obers und Salz zum Kochen, köchle einige Minuten lang und würze währenddessen, vielleicht mit Curry.

20.6.17 17:56, kommentieren

21. Juni

Schnelle Küche war heute angesagt, und das bedeutete für mich zweierlei. Erstens waren die Hauptspeise Glasnudeln mit gebratenem Gemüse und zweitens fabrizierte das Kind als Vorspeise gefüllte Eier. Als Nachspeise kriegten die beiden Jungen je einen Eismarillenknödel.

Im beschichteten Reinderl Öl erhitzt, ein mittleres grob geschnittenes Zwiebelhapperl glasig gedünstet, drei kleine Karotten und das letzte Stück vom Butternuss-Kürbis dazu, mundgerecht zerteilt natürlich. Kräftig gebraten, zwei Esslöffel Erbsen hinein - alles an Gemüsezeugs, was greifbar war -, und einen kleinen Rest an gekochten Paradeisern dazu. Jetzt gesalzen, gerührt, gebraten und mit wenig Wasser aufgegossen.

In eine große Schüssel 15 Deka Glasnudeln gegeben und mit kochendem Wasser übergossen, nach vier Minuten abgeseiht und zum Gemüse geschupft. Zwei Esslöffel Pinienkerne kamen auch dazu, das sind grad die prominentesten Wegmüsser in meinem Kuchlkastl. Außerdem einen Haufen gehackten Petersil mit ganz wenig Koriander dazu und dann alles gut durchgerührt.

Bei Tisch würzten wir individuell mit Chili und Sojasauce.

 

Für die Vorspeise schälte und teilte das Kind drei gekochte Eier, vermengte die Dotter mit Mayonnaise, Salz und geschnittenem Schnittlauch und Basilikum, füllte die Masse wieder in die Eier und deponierte diese auf einem Salatbett. Dazu ein kleines Scheiberl Brot - und pfeift.

22.6.17 11:15, kommentieren

22. Juni

Nach einer familiären Feier waren das Kind und ich derart angegessen, dass das Abendessen entfiel. Die Gästin war sehr bescheiden und begnügte sich mit Pasta al pomodoro, mit vorher einem Salat mit Thunfisch und nachher nix mehr, weil sie auch schon zuviel getankt hatte tagsüber.

Die Paradeissauce fiel sehr einfach aus: ein Glas gekochte Kirschparadeiser erhitzen, salzen und keinen Zucker dazu, weil die Gästin das gar nicht leiden kann, aber geschnittenes Basilikum und ein paar Rosmarinnadeln. Gekochte Penne hinein, geriebenen Pecorino drüber, fertig.

Vom Thunfisch ist die halbe Dose übrig geblieben, aber den krieg ich schon noch weg ...

24.6.17 17:14, kommentieren

23. Juni

Dafür hab ich mich heute wieder zusammengerissen und, nach einer Gemüsesuppe mit Buchstaben, gefüllte Blätterteigtascherl mit Kräuterrahm gebastelt. Danach durfte Rhabarberkuchen gegessen werden.

Der Mangold war diesmal frisch vom Beet geerntet, wurde blanchiert und gehackt und durfte auskühlen. Derweil hab ich ein Ei versprudelt und 15 Deka Mangalitza-Schinken klein gewürfelt. Außerdem hab ich fast einen ganzen Becher Rahm mit Salz glatt gerührt und zwei Esslöffel gehackte Kräuter (Schnittlauch, Basilikum, Petersil) untergemischt. Den Rest der Kräuter hab ich in die Gemüsesuppe gegeben.

Für diese übrigens hab ich in wenig Salzwasser eine Handvoll Buchstaben eingekocht, dann einen halben Liter aufgetaute Gemüsesuppe zugegeben und alles nochmals aufgekocht.

Jetzt war der Mangold soweit und kam in eine Schüssel, gemeinsam mit Salz, dem Schinken, etwas Gewürzmischung und dem Großteil des Eies (eher der Teil mit dem Eiklar). Gut vermengen und ziehen lassen, während eine den Teig vorbereitet. Nämlich eine Packung Dinkel-Blätterteig, aus dem sich, wie ich mittlerweile überzuckert habe, nur sechs Quadrate ausgehen, und dann bleibt ein schmaler Streifen Rest.

Auf die Quadrate habe ich die Fülle verteilt, Packerl draus gemacht und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech gesetzt. Die hab ich mit Ei bestrichen. Dann war immer noch Ei da. Daraufhin habe ich den Teigrest in schmale Streiferl geschnitten, mit Ei bestrichen, mit der neuesten türkischen Gewürzmischung bestreut (deren Namen weder die Schenkenden noch ich wissen), gesalzen, zweimal längs verdreht und aufs Blech gelegt.

Das Blech kam bei 185 Grad Heißluft für zwanzig Minuten ins Rohr. Die Stangerl habe ich bereits nach der Hälfte rausgenommen und als Zwischendurch-Knabberei auf den Tisch gestellt.

Ist immer noch ein Schluck versprudeltes Ei da. Mach ich mir aber keine Sorgen, so einen Schluck Ei kann man immer wieder mal gut brauchen.

 

Mittags hab ich übrigens auch Schinken gewürfelt, und ein Zwiebelhapperl, den Speckrand extra am Anfang im beschichteten Reinderl ausgebraten, dann Zwiebel und Schinken mitgebraten, derweil Fleckerl gekocht, die letztendlich dazugeleert (óhne Kochwasser natürlich), gesalzen und alles gut vermischt. Hat, mit einem grünen Salat serviert, zwei Kindern und mir ganz hervorragend geschmeckt.

Aber das kommt zu einem Gutteil von der Qualität des Schinkens, den ich - nach längerer Zeit wieder - vom Thum in der Margaretenstraße erstanden habe. Ich frage immer nach Reststücken zum Kochen, den geben sie billiger ab. Schmalz und Speck sind auch mitgegangen; jetzt sind die Vorräte wieder aufgefüllt.

24.6.17 17:29, kommentieren

24. Juni

Sag ich doch: so einen Schluck Ei kann man immer brauchen. Den aktuellen hab ich heute mittags in die Reste-Nudeln getan. Die aus dem Rest der Pasta al pomodoro von neulich bestanden und in die auch ein paar Mini-Blätter vom Brokkoli und der Rest vom Thunfisch reinkamen. Alles gut vermischt und gut erhitzt, und schon war unsere Vorspeise fertig.

Als Nachspeise gab es die restlichen gekochten Fleckerl von gestern, erhitzt in reichlich Butter, vermischt mit ein paar Esslöffeln geriebenem Mohn, bestreut mit reichlich Staubzucker und serviert mit Nektarinenkompott (dem Kind) und Kirschenkompott (mir selbst). Sehr fein, und die Reste sind so gut wie weg.

Abends werde ich als Vorspeise einen Blattsalat mit gehobeltem Pecorino hinstellen und als Hauptspeise slowakische Käsenockerl probieren. Die habe ich schon länger nimmer gemacht; mal sehen, ob sie dem Kind heute leichter den Schlund runtergehen. Vielleicht kann der letzte Rest vom Rhabarberkuchen ein Lockmittel sein.

Leider habe ich keinen Brimsen im Supermarkt gefunden. Deshalb weiche ich auf eine Mischung aus Frischkäse und Rahm aus, was auch weniger streng schmecken sollte.

Aber zu Beginn würfle ich hinreichend viel Jausenspeck klein und brate ihn langsam in der Pfanne aus. Dann rühre ich aus Mehl, Wasser und Salz - hoffentlich kriege ich das richtige Mengenverhältnis hin! - einen Teig, den ich dann mit einem Messer oder Löffel kleinweise in kochendes Salzwasser schabe. Wenn die Dinger aufsteigen, schöpfe ich sie ab. Gleich direkt in die Teller. Dann gibt man sich die Sauce drüber und leert zuletzt den Speck drüber.

Das klingt eigentlich, wenn ich so drüber nachdenke, eher wie ein Winteressen. Aber die Gästin geht auch heute wieder aufs Donauinselfest und trinkt dort vielleicht ein Bier, also braucht sie eine gute Unterlage.

Genau. Das ist mein Lebensprinzip: du kannst machen, was du willst, du musst es nur gut argumentieren können.

24.6.17 17:39, kommentieren

25. Juni

Weil mein Vater erfolgreich war und einen Karpfen erwischt hat, gab es heute Abend gleich eine Fischsuppe, und danach, zur Freude aller, Kaiserschmarren mit Apfelmus.

Für die Suppe habe ich das Nockerl-Kochwasser von gestern mit Wasser verlängert und den Kopf des Karpfens drin ausgekocht, mit Petersilstängeln und einem Lorbeerblatt drin. Danach habe ich die restlichen Abschnitte in den Sud getan, drei Karotten, ein paar Knoblauchzehen und Salz. Das hat dann noch eine halbe Stunde mehr gezogen als gekocht. Am Schluss habe ich die Suppe in die Teller geschöpft. Die Einlage bestand aus Fischfleisch (entgrätet), Karotte und zerzupftem Dill.

Für den Kaiserschmarren hab ich zwei Eier getrennt und zuerst den Schnee geschlagen, dann die Dotter mit etwas Milch und Salz gut versprudelt, mit Milch auf 3/8 Liter verlängert und soviel Dinkel-Weißmehl zugegeben, dass ein eher dünnflüssiger Teig entstand. Dazu kam der Eischnee und wurde untergehoben.

In die handgeschmiedete Pfanne kam ein Stück Butter und in der Folge der Teig. Darauf hab ich zur Feier des Tages sogar ein paar Rosinen gestreut. Die Sache buk dann, bis die Unterseite fest war. Dann hab ich die Masse geviertelt und einzeln umgedreht, und dann mit zwei Gabeln in Bissen zerzupft. 

Noch einige Minuten ziehen lassen und derweil ein Glas Apfelmus - selbstgemacht! - öffnen, Zucker auf den Tisch stellen und das Essen ist fertig.

26.6.17 14:32, kommentieren

26. Juni

Ich dachte, heute würde ich im Kühlschrank tabula rasa machen. Hab ich auch. Leider sind schon wieder neue Reste dazugekommen. Das hört nie auf, irgendwie. Mittags hab ich die restlichen Mohnnudeln vom Samstag gegessen. Abends hat die Gästin gekocht, und zwar Zucchinigemüse mit Couscous. Vorher gabs einen Salat (diesmal Blattsalat mit Paradeisern und selbst geernteter Gurke), danach die letzten Stücke vom Marillenkuchen, den auch die Gästin gebacken hat. (Es hat sich nämlich herausgestellt, dass Patisserie ihr Hobby ist - leider bin ich viel zu spät draufgekommen ...).

Fürs Zucchinigemüse hat sie den restlichen Speck vom Samstagabend erhitzt und ein kleines geschnittenes Zwiebelhapperl drin angebraten. Wobei sie sicherheitshalber noch ein Stück Butter dazugetan hat. Dann sind die würfelig geschnittenen Zucchini - auch schon aus eigener Ernte - hineingekommen und wurden ordentlich angebraten.

Nach einiger Zeit hat sie mit Wasser aufgegossen und mit Salz, Thymian und Rosmarin gewürzt.

Zwischendurch wurde der Couscous gesalzen und mit kochendem Wasser übergossen. In ihrer Heimat bereitet man ihn aufwändiger zu, aber das haben wir uns geschenkt. Das Abendessen hat uns auch auf die einfache Art sehr gut geschmeckt.

 

Heute bäckt die Gästin übrigens einen Kakaokuchen mit Rhabarber (auch schon wieder ziemlich die letzte Ernte des Jahres ...). Ich freu mich schon.

26.6.17 20:09, kommentieren

27. Juni

Den Couscous hab ich in mein heutiges Mittagessen integriert, nur um das der Vollständigkeit halber zu erwähnen. Im Fettrest von gestern hab ich ein paar geschälte (weil holzige) Radieschen angebraten, die blanchierten Zuckerschoten dagegeben, gesalzen und mit Chili gewürzt und schließlich den Couscous untergehoben und heiß werden lassen.

Für heute Abend habe ich mir eine Gemüsesuppe und danach Grillspießerl mit Reis und Sauergemüse überlegt. Wegen des Nachtischs braucht ihr nicht zu fragen: wozu hat die Gästin gestern einen neuen Kuchen gebacken!?

Den Reis dünste ich in gewohnter Weise.

Die Spieße gestalte ich aus Stücken von Frankfurtern, Leberkäse, Kirschparadeisern und Zwiebel und schmeiße sie auf den Plattengrill. Fürs Kind gibts Chutney, außerdem werde ich ein Glas Rettich in Balsamico öffnen und zur Sicherheit auch Senf auf den Tisch stellen.

Hört sich doch gut an, oder?

26.6.17 20:14, kommentieren

28. Juni

Die Gästin hat sich "etwas mit Kartoffeln" gewünscht. Erst wollte ich ein Gröstl machen, aber dann hab ich mich für einen - phänomenal gelungenen - Erdäpfeleintopf mit Würsterl entschieden. Vorher gabs die ungefähr dreiundzwanzigste Variante eines Salats und nachher vom Schoko-Rhabarberkuchen.

Kleiner Exkurs: die Installation der drei Salatbäume auf der Terrasse hat sich wirklich gelohnt. Obwohl es ja zukünftig Erdbeerbäume werden sollen. Aber angesichts des Erfolgs - ich ernte immer noch täglich Blattsalate - habe ich mir überlegt, die Krone und den unteren Topfrand weiterhin mit Salatpflanzen zu bestücken. Ihr erinnert euch vielleicht: in einen runden Mörteltrog ein Kanalrohr mit großem Durchmesser aufrecht stellen, in das in regelmäßigen Abständen Löcher mit vielleicht 5 bis 8 Zentimeter Durchmesser gebohrt worden sind.

Unten eine Drainageschicht aus Kies, und dann mit Erde auffüllen. Und in die Löcher die Pflanzen setzen. Und regelmäßig gießen. Funktioniert super.

 

Für den Eintopf jedenfalls habe ich in ein paar Esslöffeln Sonnenblumenöl ein halbes fein geschnittenes Zwiebelhapperl glasig gedünstet und nach einigen Minuten eine große Karotte in relativ dünnen Scheiben gegeben (mit dem Buntmesser geschnitten und daher geriffelte Scheiben - hat das Kind fasziniert. Leider hat ihm der Eintopf deswegen auch nicht besser geschmeckt ... ) und kurz mitgeröstet, und ebenso die fünf heurigen Erdäpfel, die klein gewürfelt dazu kamen.

Nach ein paar weiteren Minuten hab ich mit Wasser aufgegossen, bis das Gemüse fast bedeckt war. Jetzt war der Zeitpunkt zum Würzen gekommen, das sich eher einfach gestaltet hat: Salz und die rote osmanische Gewürzmischung. Aber von dieser reichlich. Ein Drittel von einem Becher Schlagobers hab ich auch reingegossen, und dann hat alles eine Viertelstunde vor sich hin geköchelt.

Weil immer noch viel zuviel Flüssigkeit da war, habe ich zur altbewährten Methode gegriffen und in einem Schluck Milch einen Löffel Maisstärke glatt gerührt und zum Eintopf gegossen. Noch ein paar Minuten köcheln und zwei Handvoll blanchierte Fisolen dazu.

Dann ist mir eingefallen, dass von gestern noch zwei Frankfurter übrig sind. Die habe ich gach in dünne Scheiberl geschnitten und in den Topf geworfen.

Dem hauseigenen Kind hats trotz der Würsterl nicht wirklich gemundet, aber wir anderen waren begeistert. Zum Glück hab ich für morgen mittags noch ein kleines Portiönchen gerettet.

28.6.17 19:53, kommentieren