Der Sparküche-Blog.

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15. März

Als ich heute bei einem Gasthaus vorbeifuhr, an dessen Tafel ein Rahmherz mit Knödel angepriesen war, bin ich spontan aus dem Bus gehüpft, reingegangen und hab mir eine Portion mitgenommen. Die mir, obwohl das Kind und ich des Abends davon aßen, noch zweimal als Mittagessen dienen wird.

Ich hatte noch nie vorher ein Herz gegessen, obwohl ich vor Jahren in der Sparküche darüber geschrieben hatte. Die Rezepte damals hatte ich einem uralten Kochbuch, vom Ende des 19. Jahrhunderts, entnommen.

Interessanterweise war kein entsprechendes Rezept dabei. Das heute verspeiste war nämlich ähnlich einem Beuschel gemacht, also blättrig geschnitten (sicher vorher anständig lange weich gekocht) in einer Sauce aus Würzelwerk und Rahm.

Zum beigegebenen Knödel ist nichts weiter zu sagen, außer dass er sich ohne weiteres als Flumi geeignet hätte.

Mir schmeckte es trotzdem köstlich. Das Kind löffelte wortlos, aber stetig in sich hinein, um mir am Ende mitzuteilen: Das hab ich nur für dich getan, dass ich das gegessen habe.

Ich habe es gelobt, das Kind, und ihm versprochen, dass ich den Rest ganz allein aufessen werde.

15.3.17 18:10, kommentieren

16. März

Heute muss es wieder Gemüse sein. Deshalb habe ich mich für Speckfisolen mit Polenta entschieden. Ersteres werde ich restlos kochen können, aber die Polenta wird mehr als meine Mini-Portion werden müssen. Ich hoffe, dass ich das Überbleibsel in einem Abendessen werde verwerten können.

Jedenfalls taue ich mir ein kleines Becherl Prinzess-Bohnen auf.Und ich beginne mit der Polenta, weil ich für das beschichtete Reinderl die kleinste Herdplatte brauche. Jedenfalls bringe ich im Wasserkocher einen knappen halben Liter Wasser zum Kochen und röste in der Zwischenzeit den Maisgrieß an. Dann gieße ich das kochende Wasser zu.

Es wird wie immer unerträglich blubbern. Deshalb überlege ich mir, ob ich nicht schon vorher salzen soll, damit ich nach einem kurzen Umrühren sofort den Deckel aufs Reinderl knallen kann und dann die Hitze zurückschalten und den Deckel drauflassen, bis sich alles wieder beruhigt hat.

Die Polenta köchelt dann vielleicht eine Viertelstunde leise vor sich hin, dann drehe ich die Herdplatte ab und lasse sie fertig ausquellen. Die letzten fünf Minuten darf sie das abseits der Herdplatte tun, damit ich meine Speckfisolen machen kann.

In der kleinstmöglichen Pfanne lasse ich ein paar Speckstreiferl - aktuell ist es der Lardo von Labonca - langsam ausbraten, gebe die Fisolen dazu, salze und lasse alles gut durcherhitzen.

 

16.3.17 08:38, kommentieren

noch immer 16. März

Was ich immer sage: die einfachsten Mahlzeiten schmecken oft am besten. Überhaupt, nachdem ich bei einer Routine-Nachschau in meinem Kühlschrank den Rest vom Happerlsalat gefunden habe, der dort schon, ähem, länger verweilt.

Später dann sind mir die Radieschen eingefallen, die eigentlich auch noch irgendwo sein sollten ... die hab ich dann auch noch hervorgekramt und mir mit beidem, und einem Rest von einem Balsamico-Aufguss, einen feschen Salat komponiert.

Von den portugiesischen Chiliflocken hab ich auch ein bisserl was drübergestreut, und hui!

16.3.17 12:10, kommentieren

17. und 18. März

Meine Beschaffungsaktionen sind gerade nicht von Erfolg gekrönt. Gestern war ich mit zwei Kindern unterwegs, denen ich Pizza zu Mittag versprochen hatte. Die erste Pizzeria war gerade am Renovieren. Das zweite Standl sperrt erst nachmittags auf. Das dritte hatte die Pizza zwar angeschrieben, aber nicht vorrätig.

Naja. Pizza ist eh überbewertet. Ich löste den Kindern Kebab und Nudeln mit Gemüse aus und verabreichte mir selber eine Portion Avocado-Lachs-Maki.

Heute wollte ich beim Brot-Festival "Kruste und Krume" erstens das Kind backen lassen und zweitens ein köstlich frisches Mittagessen organisieren. Auch das klappte nur teilweise.

Ich muss sagen, ich habe noch selten eine so schlecht organisierte Veranstaltung erlebt. Erstens die falsche Location: viel zuwenig Platz für den Besucheransturm. Daher vor allem für Kinder: nix zu sehen. Immerhin, gebacken haben die Gschroppen. Mussten dann allerdings über eine Stunde warten, bis ihre Weckerl fertig gebacken waren (komisch, meine sind immer in einer Viertelstunde fertig). Und hatten in der Zwischenzeit nix zu tun, weil: siehe oben.

Zweitens: Fehler in der Abstimmung bei der Bühnenshow. Die aber trotzdem geschaut wurde, wodurch sich die Menschenmasse phasenweise überhaupt nimmer weiterbewegte.

Das einzige, was uns trotz Gedränge und Geschiebe gelungen ist: wir haben ein köstliches Salzstangerl, gefüllt mit Mangalitzaschinken, erstanden sowie eine Brotsuppe von Slow Food, warm geräucherten Saibling (zum Mitnehmen) und einiges an frischem Brot. Und wir haben, was wir halt derklengt haben, verkostet: Brot, Süßzeugs, eben den Räucherfisch und Marmeladen.

Ich bin ja dem Slow Food-Gedanken sehr verbunden. Aber diese Veranstaltung sieht mich nimmer, fürchte ich.

18.3.17 16:23, kommentieren

19. März

Weil im Laufe der vergangenen Woche die Portionen schleichend größer und ungesünder geworden sind, reiße ich mich heute zusammen und serviere Mangoldgemüse mit Polenta und Bratwürsterl. Für mich ein halbes Bratwürsterl. Wie ich das Kind kenne, wird es sich für den Rest opfern.

Die Polenta von neulich hab ich in wirklich wenig Schmalz ein bisserl angebraten. Die Würsterl - vom Tschürtz übrigens, den ich gestern trotz Sauwetters besucht habe - kamen auf den Plattengrill.

Und ich hab ein kleines Packerl blanchierten geschnittenen Mangold aufgetaut, ins Reinderl hinreichend Obers gegossen, den Mangold zugegeben, gesalzen und mit Muskatnuss gewürzt und alles gut erhitzt. Dann hab ich mit einem Esslöffel griffigem Mehl gestäubt, um die Flüssigkeit zu binden. Noch ein paar Minuten leise köcheln, und fertig.

Und gleich gibts Essen.

20.3.17 14:17, kommentieren

20. März

Vom Mangold sind zwei Löffel voll übrig geblieben. Und ich hab schon in der Früh vier kleine Erdäpfel gedämpft. Nach meiner Einkaufstour (im Gartencenter) war ich noch schnell auf ein Spaziergangerl, um ganz wenig Bärlauch und Scharbockskraut zu pflücken. Und das war im wesentlichen auch mein heutiges Mittagessen: Kräutererdäpfel mit Mangoldgemüse. Ausnahmsweise eine Mini-Nachspeise: Joghurt mit Preiselbeerkompott.

Ich hab von meinem Topf auch ein Stammerl Basilikum gepflückt und alle Kräuter geschnitten. In der kleinsten Pfanne hab ich zuerst in ganz wenig Butter die scheiblierten Erdäpfel kurz angebraten, gesalzen und dann die Kräuter zugegeben und alles noch kurz weiter braten lassen. In einer Ecke des Pfanderls hab ich den Mangold drapiert und miterhitzt.

Von den Erdäpfeln ist etwa ein Drittel übrig geblieben, die werden mir morgen auch noch schmecken.

20.3.17 14:22, kommentieren

21. März

Hab ich vielleicht schon erwähnt, dass ich dazu neige, mich zu verzetteln? Heute wieder.

Bei der Gartenarbeit - ach, die paar Salatpflanzerl setz ich jetzt noch gach ... - kam aus einem Topf, in dem Erbsen wachsen sollten, plötzlich ein ganzer Haufen Sonnenblumenkeimlinge. Nach einigen Minuten Ratlosigkeit, während der ich die Dinger schon fleißig einzeln auszupfte und mir dachte: so ein Sch... Glumpert, fiel mir die Handvoll Sonnenblumenkerne ein, die ich, des Knackens müde, im Winter in nämlichen Topf geschmissen und dort komplett vergessen hatte.

Na gut, dachte die Hendlhalterin in mir, wenigstens kann ich die Keime den Damen verfüttern. Aber kurz danach erinnerte sich die Sparköchin in mir, dass mensch Keimlinge natürlich ebenso gut verspeisen kann. Und schon trug ich meine Handvoll Ernte in die Küche, spülte und reinigte sie dort gründlich und blanchierte sie vorsichtshalber kurz in Salzwasser. Weil ich grad zu faul war, um das grüne Buch auszugraben, in dem beschrieben steht, welche Keimlinge wie zu verwenden sind und ob vielleicht welche roh giftig sind.

Ob Sonnenblumenkeimlinge auch blanchiert giftig sind, werde ich jetzt durch einen heroischen Selbstversuch ausprobieren ... pff. Ich habe nachgelesen unter und da steht, dass sie genießbar sind. Na bitte. Da kann ich dem Kind heute Abend seine Eierspeis damit anreichern!

Quod erat demonstrandum, die Verzettelung. Weil während ich das hier geschrieben und recherchiert habe (und eigentlich nur gach mein heutiges Mittagessen dokumentieren wollte), sind mir in der Küche die Teigwaren zerkocht.

Ich werde sie trotzdem essen, und zwar als Stöcklkraut mit Teigwaren. Das allerletzte Krauthapperl war zwar in der Mitte schon leicht bedient, aber den äußeren Teil habe ich geviertelt und entstrunkt und in eine ofenfeste Form mit Sonnenblumenöl gegeben, gesalzen und im Rohr 40 Minuten bei 180 Grad Ober- und Unterhitze gebacken.

Was natürlich Humbug ist, denn normalerweise lässt man beim Stöcklkraut nämlich den Strunk genau dran. Stöcklkraut nach Art der Sparköchin also.

Und gleich ess ichs!

21.3.17 11:29, kommentieren

noch immer 21. März

Also das war leider nix. Das Kraut war innen noch total roh. Ich habs mit einem Teil des Nudelkochwassers aufgegossen und nochmals für eine halbe Stunde ins Rohr geschoben. Später schau ich mir dann an, was draus geworden ist.

Gegessen hab ich zu den Teigwaren ein Kohlgemüse, das ich gottseidank schon heute für morgen vorbereitet hatte.

Dazu habe ich zwei Deka Speck in Streiferl geschnitten und diese im beschichteten Reinderl ausbraten lassen. Dann kam der Rest eines kleinen Kohlkopfs, in dünne Streifen geschnitten dazu und briet erstmal an. 

In der Zwischenzeit habe ich einen mehligen Erdapfel geschält und klein gewürfelt und zugegeben. Dann hab ich alles gesalzen und mit wenig Wasser aufgegossen, und das ganze hat gedünstet, bis es bissfest war. 

Mehr brauchts nicht für ein fesches Gemüse. - Außer vielleicht Chiliflocken für alle, die es scharf mögen.

21.3.17 12:06, kommentieren

22. März

Köstlich. Heute hatten wir K zu Gast, und das habe ich zum Anlass genommen, wieder einmal etwas Anständiges auf den Tisch zu stellen. Es gab steirischen Käferbohnensalat mit Kernöl, Topinamburcremesuppe mit Kresse, Putenfilet im Teigmantel mit Kohlgemüse und Blattsalat sowie Schokopudding.

Danach waren alle Beteiligten ziemlich voll, muss ich sagen.

Die Bohnen hab ich schon gestern eingeweicht und gekocht. Den Nikolauspudding hab ich auch gestern gemacht, und das Putenfilet von neulich - ihr wisst schon, die Aktion, bei der ich quasi ungewollt zugeschlagen hatte - hab ich auch gestern schon aus dem Tiefkühler genommen.

Für den Pudding habe ich, bis auf ein paar Esslöffel voll, den Rest der Milch im beschichteten Reinderl zum Kochen gebracht. Dazugegeben habe ich einen Rest Staubzucker und jeweils einen Schoko-Nikolaus und -Krampus, so dass die Sache ziemlich dickflüssig war.

In den Rest der Milch hab ich zwei gehäufte Esslöffel Maisstärke eingerührt. Als die Schokomilch kochte, hab ich das Gmachtl eingerührt und zwei Minuten lang fleißig gerührt, so dass wirklich kaum Klumpen entstanden. Zack, in kalt ausgespülte Formen verteilt und auskühlen lassen.

Bei den Bohnen hat mir K assistiert und gezeigt, wie echte SteirerInnen den Bohnensalat essen: zu einem halben Liter gekochter Bohnen kam ein Zwiebelhapperl, in Halbringe geschnitten, eine Knoblauchzehe, Salz, Essig, Wasser und üppig Kernöl, für meine Begriffte. Kein Zucker in der Marinade. Sogar der Balsamico war K schon zu süß.

Der nächste Schritt war: das Putenfilet waschen, abtropfen lassen und in Sonnenblumenöl auf allen Seiten scharf anzubraten. Und danach auskühlen zu lassen. Das ist im beschichteten Reinderl passiert. 

Zum Bratrückstand habe ich Salzwasser gegeben und darin, als es kochte, natürlich, sechs kleine Kohlblätter blanchiert, sie auskühlen lassen und den dicken Teil der Mittelrippen rausgeschnitten. Und in diesem Wasser habe ich dann einen mehligen Erdapfel und zwei Handvoll Topinambur, klein geschnitten, weich gekocht und püriert und mit einem Rest Obers verfeinert. Sonst wollte K keine weiteren Gewürze drin haben, was für mich auch in Ordnung war. Bei Tisch kam frisch geschnittene Kresse drauf.

Für den Hauptgang habe ich eine Rolle Blätterteig ausgerollt und, weil er zu groß war, drei schmale Teigstreifen runtergeschnitten. Auf den Rest des Teiges hab ich die Kohlblätter flach verteilt und ins obere Drittel längs das Putenfilet gelegt. Dann hab ich mit Salz und Zitronenpfeffer gewürzt und das Ding strudelmäßig eingerollt. Also einmal nach vorn klappen, die Seiten einschlagen und weiterrollen.

Dann mit dem Verschluss nach unten aufs Blech (mit Backpapier) legen. Mit den  Teigstreifen habe ich als Verzierung ein Muster gelegt. Das Blech kam bei 190 Grad Ober- und Unterhitze für etwa 35 - 40 Minuten ins Rohr und wurde dann in Scheiben geschnitten.

Das Kohlgemüse war von gestern - Kohl wird ja angeblich umso besser, je öfter er aufgewärmt wurde. Aber ich muss sagen, da fehlt mir die Erfahrung, weil ich Kohl erst vor kurzem für mich entdeckt habe.

Der Blattsalat war schnell zerzupft, da gab es einfach nur Wiener Marinade drüber.

22.3.17 18:26, kommentieren

23. März

Nach der gestrigen Session lehne ich mich kochmäßig heute zurück und verspeise das neulich verpatzte Stöcklkraut mit Putenfilet im Blätterteig. Weil ich mir davon vorsorglich eine Scheibe abgeschnitten habe, bevor ich K den Rest einpackte.

Die Käferbohnen hatten leider auch keine Chance, ihren Geschmack durch längere Aufbewahrung zu intensivieren, weil ich sie gestern Abend bereits mit einer Scheibe Brot verzwickte. Dem Kind habe ich die restlichen Teigwaren von neulich in Butter geschwenkt und Chutney dazu serviert.

Und aus dem Rückstand im Reinderl hab ich heute früh eine Gemüsesuppe entwickelt. Aus dem Tiefkühler kamen Pastinaken- und Karottenwürfel sowie zwei Stück Kohlrabi (nur zum Auskochen, die werden anschließend Hendlfutter). Außerdem noch ein mehliger Erdapfel, eine kleine Topinamburknolle, vier Mini-Knoblauchzehen und natürlich Salz und Lorbeerblatt.

Kurz bevor ich den Herd abgedreht habe, kam noch ein Esslöffel Ringerl vom Heckenzwiebel dazu. Jetzt ist die Sache bunt und wird uns hoffentlich auch schmecken.

23.3.17 08:10, kommentieren

24. März

Heute, so habe ich nach einem Blick in den Kühlschrank beschlossen, mache ich dem Kohlgemüse den Garaus. Außerdem esse ich ein kleines Schüsserl Salat und ein kleines Brotscherzerl. - Was das Kind vorgesetzt bekommt, weiß ich noch nicht genau, aber ich tippe mal auf Reis mit Paradeissauce. Das geht immer runter.

Für den Salat hab ich noch ein paar Blätter vom Blattsalat zerzupft, drei Bärlauch-Blätter geschnitten, ein bisserl vom erbeuteten Rucola gewaschen und ein Stammerl Basilikum vorbereitet. Dazu kommen drei Kirschparadeiser, geviertelt. Drüber ein wenig vom Balsamico, aber nicht vom süßen.

Gestern hab ich mir nämlich den Film "Voll verzuckert" gegeben. Das ist ja wirklich schlimm, was da abgeht, zuckermäßig. Und ich muss sagen: wenn ich das Kind objektiv beobachte, kann ich die Ergebnisse nur bestätigen: Zuckerkonsum führt zu einem suchtähnlichen Verhalten, und die Entzugserscheinungen äußern sich in Leistungs- und Stimmungsschwankungen vom feinsten.

Wir werden unseren Zuckerkonsum bewusst reduzieren. Also: ich bewusst, das Kind gezwungenermaßen. Mal schauen, wie sich die Lage entwickelt ...

Die Paradeissauce wird heute aus einem Supermarkt-Glas kommen, und ich werde sie diesmal nicht aufzuckern, sondern dem Kind einfach so mit gedünstetem Reis servieren. Auf seinen Kommentar bin ich schon gespannt.

24.3.17 11:09, kommentieren

25. März

Es hört nicht auf mit dem Reste-Essen. Gestern habe ich das Kohlgemüse nicht aufzuessen geschafft, und vom Kind ist noch Reis und Paradeissauce übrig. - Kommentarlos gegessen, übrigens. Wieder zwei Esslöffel Zucker eingespart.

Heute werde ich folgerichtig gebratene Reis-Kohl-Laibchen mit Salat, Paradeissauce und Kräuterjoghurt servieren. Dann sollte aber alles weg sein, was weg muss!

In der Früh war ich schon im Garten und habe Kräuter gezupft. Was halt schon da ist: Petersil, Schnittlauch, Koriander, Pimpinelle, Beinwell und Löwenzahn. Außerdem ein wenig Vogerlsalat. Bärlauch ist noch im Kühlschrank, und Basilikum immer noch vom Fensterbrett.

In einen Rest Joghurt habe ich einen Schluck Obers getan, Salz und einen Esslöffel gehackte Kräuter. Die restlichen gebe ich zum Salat, der aus dem Herz des Happerls besteht sowie Vogerlsalat und noch etwas Löwenzahn und Rucola. Drüber gibts für das Kind Wiener Marinade und für mich Balsamico.

Aber vorher mische ich aus dem Kohlgemüse, dem Reis, einem Ei, Salz, gehacktem Bärlauch und geriebenem Käse eine bratfähige Masse zusammen. In der Handgeschmiedeten erhitze ich ein bisserl Schmalz oder Öl, weiß ich noch nicht, und gebe die Masse in kleinen Portionen in die Pfanne, drücke sie flach und brate sie beidseitig bei moderater Hitze.

Und die Paradeissauce erhitze ich. Das Kind wird trotzdem motzen, weil es nämlich auch das Kräuterjoghurt wird kosten müssen.

 

Am Nachmittag werde ich wieder eine Portion Bärlauch pflücken gehen, und vorher ein Stück Butter in eine Schüssel geben und salzen. Den Bärlauch werde ich dann fein schneiden und gut unter die weiche Butter rühren. Mit Hilfe von Papier oder Alufolie werde ich aus der Butter eine Rolle formen und im Kühlschrank wieder fest werden lassen. Dann schneide ich sie in Scheiben und friere sie so in einem Becher ein.

Nur damit ihr wisst, wovon die Rede ist, wenn ich von meiner Bärlauchbutter rede ...

25.3.17 10:17, kommentieren

26. und 27. März

Weil wir gestern auf Kürbiscremesuppe mit Nockerl und Schnitzerl mit Blattsalaten eingeladen waren und ich ein halbes Schnitzerl samt einem Sackerl voll Vogerlsalat schnorren konnte, war das Resteessen heute natürlich ein Vergnügen.

Das Schnitzerl musste ich nur für eine Stunde ans Sonnenfenster stellen, schon war es lauwarm. Den Salat hatte ich ja gestern schon geputzt. Da kam der oberösterreichische Balsamessig drüber, und fertig.

27.3.17 15:55, kommentieren