Der Sparküche-Blog.

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27. Oktober

Drei Dinge habe ich heute gemacht. Erstens habe ich zwei Handvoll Gemüsestücke, die zum Direktverzehr nimmer so geeignet sind, mit einer Käserinde, einer Speckschwarte, einem Lorbeerblatt und Salz in eineinhalb Liter Wasser gegeben. Das kocht jetzt ein bis zwei Stunden aus, dann kommt das Gemüse zum Hendlfutter und hinein kommen ein paar Erdäpfel, geschält und gewürfelt, und einige Topinamburknollen, nur gewürfelt. - Und vielleicht esse ich von der leeren Brühe einen Teller voll heute als Vorspeise, mit Brotcroutons drin.

Zweitens habe ich in eine Auflaufform etwas Öl gegeben - nein, das stimmt so nicht. Ich habe die Auflaufform von neulich aufgehoben gehabt und heute nochmals verwendet, weil eh reichlich Öl drin war. Da hinein jedenfalls habe ich die zwei kleinsten der selbst geernteten Weißkrautköpfe getan, und zwar: die vielleicht tennisballgroßen Kopferl hab ich geviertelt und samt dem Strunk mit der Außenfläche nach unten (aber vielleicht war das eh ein Fehler, vielleicht hätte eine der Schnittflächen unten gehört) in der Form verteilt, gesalzen und auf jedes Stück eine Mini-Scheibe Kräuterspeck gelegt. Dann hab ich ein wenig Wasser angegossen, und das brät seit knapp 30 Minuten bei 190 Grad Ober- und Unterhitze im Rohr, ich geh mal gach nachschauen, was los ist.

Also ich muss sagen, das ist verbesserungswürdig, zumindest optisch. Das Kraut ist ziemlich braun. (Wenn ich mich allerdings an den gegrillten Radicchio in Rom vor einigen Jahren erinnere, da hab ich auf den ersten Blick eher Altpapier assoziiert ...)

Drittens wird hoffentlich wenigstens das Linsengericht schmecken. Hierfür hab ich in wenig Olivenöl eine Knoblauchzehe und ein kleines Zwieberl, beides geschnitten, mit einem Lorbeerblatt und einem Sellerieblatt angeröstet und eine kleine gewürfelte Karotte zugegeben und weitergeröstet. 

Nach einigen Minuten kam eine Handvoll Chateaulinsen hinein, und ein guter halber Liter heißes Wasser. Da hinein kamen einige Mini-Erdapferln, die ich sparsamer Mensch ja nicht gleich wegschmeiße, sondern aufheben muss, obwohl sie von einer Größe sind, die man mit einem herzhaften Bohnenwind durchaus vom Tisch blasen könnte.

Deshalb hab ich sie auch nicht geschält, vielleicht mache ich das bei Tisch. Jedenfalls köchelt das jetzt ungefähr 30 bis 35 Minuten, und dann ess ichs als Stöcklkraut mit Linsen-Erdäpfel-Zuspeis.

27.10.16 11:53, kommentieren

noch immer 27. Oktober

Manchmal gibts Überraschungen. Entweder ich hatte tatsächlich einen Riesenhunger, oder das wird wirklich ein künftiges Highlight im Repertoire.

Natürlich würde ich einiges verbessern, aber der Erstling war schon durchaus gelungen, finde ich.

Verschwiegen habe ich euch, dass ich die Linsen verdauungstechnisch bedingt mit einer Messerspitze Hing gewürzt habe. Und dass ich die Hälfte der Krautviertel mit Ms portugiesischen Chiliflocken bestreut habe. Diese haben mir besser geschmeckt, da kann man noch was ausbauen. - Und ich würde mehr Speck verwenden.

Bei den Linsen würde ich die Erdäpfel doch lieber schälen und würfeln wollen, ich würde sie eine Viertelstunde vor Ende der Garzeit zugeben und gleichzeitig auch salzen.

Was ich immer sage: man darf sich von Äußerlichkeiten nicht beeindrucken lassen. - Allerdings erfordert in diesem konkreten Fall die Abstraktion von der optischen Erscheinung zum köstlichen Geschmack doch eine gehörige Portion kulinarischen Optimismus. Deshalb bin ich froh, dass ich das heutige Mittagessen nicht auch dem Kind servieren musste.

27.10.16 12:31, kommentieren

28. Oktober

Heute hatten wir den lieben H zu Gast. Da wollte ich kein Risiko eingehen und stellte eine Auswahl hin, von der doch zumindest das eine oder andere zu essen sein sollte. Das Kind lehnte durchwegs alles ab außer dem Salat, aber damit lebe ich zur Zeit.

Jedenfalls gab es gebratenen Karpfen, Mungbohnen, mexikanischen Maisauflauf, Vogerlsalat mit gelbem Paradeiser und Pastinaken-Chips aus dem Ofen. Davor eine Topinamburcremesuppe mit Brotcroutons und danach Kaffeekuchen.

Begonnen habe ich mit der Pastinake: in die ofenfeste Form kam Olivenöl und ein dünn scheiblierter Erdapfel als Unterlage. Drauf hab ich eine mittelgroße Pastinake gehobelt und verteilt, gesalzen und leicht mit Öl beträufelt. Das kam bei 190 Grad Ober- und Unterhitze für eine Dreiviertelstunde ins Rohr, was definitiv zu heiß und zu lang war. Nach der Halbzeit habe ich zwei Esslöffel geriebenen Parmesan drübergestreut und das Ding weitergebacken. Wir habens als Chips verspeist, es hat uns gemundet.

Für die Suppe habe ich in die gestrige Gemüsebrühe ein paar Topinamburknollen und zwei Erdäpfel gewürfelt, nachgesalzen und alles eine halbe Stunde geköchelt. Dann den Pürierstab reingehalten und danach mit Obers verfeinert.

Dann kam der Maisauflauf dran, mit dem letzten Rest Maismehl - von dem wir jetzt eine Pause brauchen. Das Rezept findet ihr bei Bedarf beim 12. Oktober.

Zwischendurch war Zeit, den Vogerlsalat zu putzen, den Paradeiser zu schneiden, Balsamico und Kernöl drüber zu geben und alles zu vermischen.

Die Mungbohnen hatte ich über Nach eingeweicht und in der Früh in Wasser weichgekocht. Jetzt habe ich in einer Pfanne ein paar Speckstreiferl in einem Löffel Schmalz ausgebraten, ein Happerl Zwiebel reingeschnitten und alles gebraten. Da hinein kamen die Mungbohnen, Salz und Hing. Wurde alles gut erhitzt, fertig.

Als letztes kam der beidseits gesalzene Karpfen in die Pfanne. Leider habe ich vergessen, ihn vorher in Mehl zu wenden. Er hat uns aber auch so geschmeckt.

29.10.16 14:42, kommentieren

29. Oktober

Das Faschierte (bio vom Rind) war im Angebot, da hab ich 30 Deka genommen. Und eine Sauce ragù geköchelt. Vorher hab ich den Rest der Topinambursuppe gegessen, und die Sauce ragù mit mexikanischem Maisauflauf.

In der Pfanne hab ich zuerst in einem großzügigen Esslöffel Schmalz zwei kleine geschnittene Zwiebelhapperl sowie ein Lorbeerblatt, eine geschnittene Knoblauchzehe sowie zwei Stammerl Rosmarin angebraten. Als nächstes kam das Faschierte dazu und wurde rundum scharf angebraten, gesalzen, mit Oregano und Zucker gewürzt und mit einem Dreiviertelliter passierten Paradeisern (Eigenproduktion) aufgegossen.

Während das schmurgelte, hab ich eine halbe Pastinake, zwei Karotten sowie ein Stück Zeller klein gewürfelt und zugegeben.

Nach einer Stunde Schmurgelns ohne Deckel bei geringer Hitze musste ich noch ein Glas gekochter Paradeiser nachladen, damit genug Safterl bei der Sauce blieb. Das ganze kriegte noch eine Viertelstunde, und dann hab ich mir einen Schöpfer davon über den Rest vom Maisauflauf gegossen.

Vermutlich werde ich mindestens eine Portion entweder einfrieren oder kochendheiß ins Twist-Off-Glas füllen und abgekühlt im Kühlschrank lagern.

29.10.16 14:49, kommentieren

30. Oktober

Leider muss ich zugeben, dass auch das Fleisch von Labonca an Masse verliert, wenn man es zubereitet. Die vier Scheiben vom Schopfbraten mit Reis und Blattsalat waren ziemlich mini. Geschmeckt haben sie allerdings köstlich.

Das gesalzene und gewürzte Fleisch wurde in heißem Öl beidseitig scharf angebraten. Dann kamen Knoblauchzehen dazu, ein wenig Wasser,  Deckel drauf, eine Stunde bei geringer Hitze schmoren lassen.

Inzwischen wurde erstens der Reis gedünstet, eh wie immer, und der Salat gewaschen und zerzupft; alles eigene Ernte übrigens: ein Happerl rotgrüner Salat und ein Haufen Vogerlsalat.

Sehr köstlich, aber ich war froh, dass es vorher eine Nudelsuppe und nachher Lebkuchen gab ...

31.10.16 13:07, kommentieren

31. Oktober

Weiß eigentlich noch jemand, dass heute Weltspartag ist? Seitdem es die Banken lieber haben, wenn man Kredite aufnimmt und im übrigen sein Geld beim Fenster raus-konsumiert, verliert dieser Tag ordentlich an Bedeutung ...

Wir haben heute irgendwie auch gespart, denn wir haben die samstägliche Fleischsauce mit Spaghetti und Blattsalat gegessen und uns nachher noch was Süßes gegönnt.

Außerdem hab ich heute einen Kürbis entdeckt, der von allein davonlaufen wollte. Das hab ich unterbunden und das Schlechte weggeschnitten und das Gute mit Pastinake, wenig Sellerie und zwei Erdäpfeln sowie Salz, Knoblauch und Lorbeerblatt zu einer Suppe verkocht. Die werde ich nachher pürieren und mit dem Schuss Milch verfeinern, der mir heute beim Backen vom Heiligenstriezel übrig geblieben ist.

Ihr seht, ich war fleißig in der Küche. Nachmittags wird noch ein bisserl Krautsalat fabriziert werden, und vielleicht eine Portion Apfelmus, damit die Vorräte aufs nötigste reduziert werden.

Und die liebe H macht heute ein Paprikahendl aus meiner einen Henne, weil die sich als Federnfresserin entpuppt hatte, und das konnte ich ihr natürlich nicht durchgehen lassen. Hoffentlich schaffen die anderen beiden Damen das über den Winter.

31.10.16 13:14, kommentieren

November

Ihr habt es gemerkt: es ist heuer viel weitergegangen in der Küche der Sparköchin. Deshalb habe ich beschlossen, mir im November eine Auszeit vom Kochen zu nehmen und uns aus allerhand Quellen fremdverpflegen zu lassen.

Im Dezember werde ich mit neuem Elan wieder mit dem Kochen beginnen. 

Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Zeit! Danke für eure Treue - und vielleicht habt ihr ja auch Lust, ein bisserl im Archiv nachzublättern?

 

Bleibt mir gewogen!

31.10.16 13:16, kommentieren