Der Sparküche-Blog.

Werbung

Gratis bloggen bei
myblog.de

Archiv

13. Oktober

Weil ich heute in der Küche zugange war, um die Ernte aus dem Gemüsebeet zu verarbeiten, ist fürs Kochen fürs eigene Mittagessen wenig Zeit geblieben.

Nämlich, Zeit wäre schon gewesen, aber ich war so in Schwung, dass ich gar nicht bemerkt habe, wie die Zeit vergeht, bis ich plötzlich einen ordentlichen Flameau verspürte und rasch was zu essen brauchte.

Also habe ich eine Portion Farfalline gekocht - von denen hatten wir es schon, das sind die Mini-Mascherln - und einen gehäuften Esslöffel selbstgemachtes Bärlauchpesto untergerührt. Einen gehäuften Esslöffel Speckstreiferl als Deko drüber, und einen Blattsalat mit Balsamico und Kernöl dazu - fertig!

Also: Pasta mit Bärlauchpesto, Speckstreiferl und Blattsalat.

Außerdem habe ich gerade eine Runde geheult, weil ich nämlich einige Krenwurzen mitgebracht habe vom Beet. Vorhin hab ich mich durchs Internet gelesen, wie man den haltbar macht, und jetzt hab ich mich für einen Produktmix entschieden.

Drei von den Wurzeln hab ich auf der Terrasse in einen Kübel mit Erde gestopft und schau mal, was passiert. Die dünnen Fexer hab ich geschält und im ganzen eingefroren. Später lassen sich die - angeblich - leicht im gefrorenen Zustand reiben. Und eine große Wurzen hab ich geschält und gerieben und in ein Schraubglas getan und mit diesem in den Tiefkühler gegeben. Ohne den empfohlenen Essig, und auch ohne Salz.

Jetzt bin ich ja gespannt, was sich am besten bewähren wird.

13.10.16 15:02, kommentieren

14. Oktober

Eine Suppe hab ich gestern natürlich auch angesetzt. Mit dem ganzen Gemüse, das ich also wirklich nimmer aufheben konnte oder wollte. Und Gewürzen und Fleischknochen. Die haben wir heute mit Frittaten gegessen, vor dem Grießschmarren mit Apfelmus und Hollerkoch.

Ein Glas voll Suppe ohne Einlage hab ich kochendheiß abgefüllt und abgekühlt in den Kühlschrank gestellt. Das hält ein paar Wochen und wird mir bei Gelegenheit gute Dienste erweisen.

Für den Grießschmarren hab ich in drei Achtel Milch eine Prise Salz gegeben und soviel Grieß eingerührt, dass er in der Milch deutlich zu spüren war. Das hab ich so eine Stunde stehen lassen, dann ein Ei reingemixt und die handgeschmiedete Pfanne mit Butter erhitzt.

Da hinein kam der Teig und buk auf der einen Seite, und danach wie immer: zerteilen, umdrehen, rühren, zupfen und wenden, bis er durch ist. Zum Schluss noch ein paar Minuten ziehen lassen.

Apfelmus und Hollerkoch sind aus 2012, es wird höchste Zeit, dass wir das essen!

14.10.16 18:55, kommentieren

15. Oktober

Das Mittagessenkochen ist heute entfallen, wir haben uns im Cafe Goldegg zuerst den allseits beliebten Altwiener Suppentopf und hernach ein ordentliches Stück Torte gegönnt.

Und morgen sind wir auf Schnitzerl eingeladen.

Dieses Wochenende hab ich küchenmäßig frei. Darf auch mal sein.

15.10.16 14:26, kommentieren

16. Oktober

Tja, wie gesagt: Schnitzel, Reis, Salate. Und: weil die Gastgeberin schon am Panieren war, hat sie gleich einige Kürbisscheiben blanchiert und auch paniert und auch rausgebacken.

Sehr köstlich.

Ich hab die Nachspeise geliefert, nämlich Topfenteig-Kipferln. Weil Topfen und Butter weg mussten.

Ein sehr einfacher Teig, der bei mir manchmal gezickt hat, aber am Freitag ist er sowas von super gelungen, dass ich ganz verblüfft war. Ich habe ihn erst heute verarbeitet, und er war immer noch elastisch und gar nicht klebrig.

Das hat mich derart entspannt, dass ich dem Kind erlaubt habe, aus den kleinen Quadraten, die ich geschnitten hatte, mitzuhelfen beim Formen. Wir haben Röllchen, Polsterzipfe, Kipferl und Dreiecke geformt, alle mit Ringlottenmarmelade (aus 2012, also auch beinahe antiquarisch) gefüllt.

Bei 170 Grad Heißluft backen, bis die Spitzen hellbraun sind, und noch heiß mit Staubzucker bestreuen.

Wenn ich nur aufhören könnt!

16.10.16 22:22, kommentieren

17. Oktober

Heute war ich schon wieder knapp dran, mir eine Pizza zu bestellen, aber dann habe ich mich für Quinoa mit Restegemüse entschieden.

Quinoa gibts bei uns maximal einmal im Jahr, aber die Nachaltigkeitsgedanken, die ich mir deswegen mache, müssten eigentlich bei unserem Reis-Konsum auch greifen. Aber den will ich eh auch einschränken ...

Jedenfalls habe ich anleitungsgemäß 20 Deka Quinoa in der zweieinhalbfachen Menge Salzwasser 15 Minuten köcheln lassen und in der Zwischenzeit den Tiefkühler gesichtet, wo mir je ein Rest Karfiol und Broccoli in die Hände fielen. Außerdem gabs noch eine Handvoll nachgereifter Paradeiser (ihr wisst schon: grün geerntet, vor dem ersten Frost, und im Zimmer gelagert. Zum Kochen durchaus noch zu gebrauchen, mit ein bisserl Zucker als Säureausgleich.), und so war schon gekocht.

In einem Esslöffel Schmalz die Speckschwarte von dieser Woche angebraten, das Tiefkühl-Gemüse dazu - was höllisch spritzte, vorher Auftauen wäre ein guter Gedanke gewesen - und die zerteilten Paradeiser sowie Salz und eben Zucker. Das röstete dann alles gut an, bevor ich einige Löffel vom Quinoa-Kochwasser dazutat.

Noch einige Minuten schmurgeln lassen, und fertig.

Als Nachspeise gibts noch von den Kipferln, die werden mich, wie auch immer das Mittagessen schmecken wird, damit versöhnen.

17.10.16 11:05, kommentieren

18. Oktober

Gestern hab ich noch eine dicke Topinamburcremesuppe fabriziert, die mir heute mit Gebäck als Mittagessen gedient hat.

Die Speckschwarte vom Gemüse hab ich in ein Reinderl gegeben, zwei gewürfelte Erdäpfel und zwei Handvoll ebensolche Topinamburs - letztere nur gebürstet, nicht geschält -  dazu, Salz drüber, mit Wasser aufgegossen und ca. 20 Minuten geköchelt.

Schwarte raus (und den Hendln überantwortet), Pürierstab rein, mit einem Achterl Milch verlängert - sehr schmackhaft.

18.10.16 18:04, kommentieren

19. Oktober

Wenn alles gut geht, gibt es heute bei uns Buchteln mit oder ohne Vanillesauce; ob mit oder ohne Vanillesauce, kann ich noch nicht sagen.

Jedenfalls habe ich gerade einen eher lockeren Germteig bereitet, aus einem Dampfl mit einem halben Germwürfel, einem Esslöffel Zucker, drei Esslöffeln Mehl und ein paar Schluck warmer Milch.

Während das Dampfl aufgegangen ist, habe ich in die Schüssel eine Prise Salz, einen halben Kilo Mehl, eine Prise geriebene Zitronenschale, ein Ei, 10 Deka weiche Butter und vielleicht 13 Deka Staubzucker getan.

Da hinein kam das Dampfl, und alles wurde zuerst in der Schüssel verrührt. Dann habe ich ungefähr ein knappes Vierterl warme Milch zugegeben. Wobei ich zu einem Trick gegriffen habe, weil die Milch zu kalt war: ich habe wenig kochendes Wasser zugegeben, bis die Temperatur gepasst hat.

Die Milch gut einrühren, den Teig aus der Schüssel nehmen und auf der Arbeitsfläche ordentlich durchkneten, bis nix mehr pickt und sich auf der Teigoberfläche Blasen zeigen, die aufplatzen.

Den Teig in der Schüssel zugedeckt an einem warmen Platz rasten lassen, bis er aufs Doppelte aufgegangen ist - was hoffentlich nicht zu lange dauert, denn ich kriege demnächst Besuch ...

Den Teig nochmals gut durchkneten, kleine Stücke abteilen, flach drücken, in die Mitte einen Klecks Marmelade (original: Powidl) setzen und das Ding verschließen. Mit dem Verschluss nach unten in eine befettete Backform setzen. Damit die Buchteln nicht miteinander verkleben und sich gut trennen lassen, die Ränder mit zerlassener Butter bestreichen.

Ich backe die Dinger - wenn bis dahin alles gut gegangen ist - bei 160 Grad Ober- und Unterhitze goldgelb.

Wollte ich eine Vanillesauce machen, würde ich einen halben Liter Milch mit einigen Esslöffeln Zucker und einer hinreichenden Portion Vanillepulver zum Kochen bringen und ein Gmachtl aus ein paar Esslöfeln kalter Milch und einem Esslöffel Speisestärke einrühren. 

Und ich würde hoffen, dass die Sauce weder zu dick noch zu dünn wird; aber das Kind würde sie auf jeden Fall essen wollen.

19.10.16 11:20, kommentieren

20. Oktober

Gerade habe ich mein heutiges Mittagessen aus dem Backrohr gezogen: Ofengemüse mit Blauschimmelkäse, dazu Blattsalat, mit Balsamico und Kernöl. Nachher eine Buchtel  - zu denen ich gestern tatsächlich eine, zu dünne, Vanillsauce servierte.

Nebenbei hab ich aus allerhand Gemüseresten eine Suppe auf den Herd gestellt, inklusive der angefallenen Schalen. Die natürlich vor dem Servieren rausgenommen werden. Als zusätzliche Einlage werde ich eine Handvoll Teigwaren einkochen. Entweder gebrochene Spaghetti oder die aktuell vorhandenen original italienischen Farfalline.

Jedenfalls, das Ofengemüse. Olivenöl in die ofenfeste Form getan. Einen großen geschälten Erdapfel sehr dünn scheibliert und drin verteilt. Ein Viertel vom Hokkaido in dünne Spalten geschnitten und drauf verteilt. Gesalzen und mit Piri-piri bestreut. Ungefähr fünf Deka vom milden Österkron - ich wusste gar nicht, dass es einen solchen gibt, aber der Geschmack ist weit weg vom Original und erinnert eher an einen danebengelungenen Brie, finde ich - in kleinen Stücken drauf verteilt. Mit Olivenöl beträufelt.

Bei 190 Grad Ober- und Unterhitze eine halbe Stunde gebacken und dann auf essbare Temperatur abkühlen lassen.

 

20.10.16 11:15, kommentieren

21. und 22. Oktober

Gestern waren wir Pizza essen, nachher hab ich uns sogar noch einen Nachtisch gegönnt - den das Kind trotz intensiver Bemühungen nimmer geschafft hat. War mal was anderes.

Heute habe ich Krautfleckerl auf den Tisch gestellt, vorher eine Gemüsesuppe mit Mascherln als Einlage und nachher Vanillleeis mit Apfelmus und Hollerkoch.

Weil ich diesmal keinen Zucker und keinen Zwiebel verwendet habe, hat das Kind die Ohren angelegt und gemeint, die schmecken aber heute anders als das letzte Mai, und zwar nicht gut. Gegessen wurde die, eh kleine, Portion trotzdem.

Ich hab nämlich, weil ich ein bisserl in Zeitnot war mit dem Kochen, nur ein kleines Krauthapperl fein geschnitten und im beschichteten Reinderl in einem Esslöffel Schmalz scharf angeröstet, nach vielleicht zehn Minuten gesalzen und weitergeröstet, während in der Zwischenzeit die Fleckerl weich kochten.

Menschen, die ohne Tiere auf dem Teller auskommen wollen, können gerne ein Bratöl verwenden. Butter empfehle ich nicht, weil die Hitze schon groß werden soll beim Rösten des Krauts.

Eines wurde mir klar: man muss häufig umrühren zwischendurch, sonst brennt die Sache an. Gepfeffert habe ich erst bei Tisch, und nur meine Portion, sonst hätte ich überhaupt ein Theater gehabt.

23.10.16 10:01, kommentieren

23. Oktober

Heute gibts Gemüsesuppe und danach die allseits beliebten Apfelspalten. Die kann ich mittlerweile auch selbst machen, aber heute sind wir drauf eingeladen.

Also macht meine Mutter einen ziemlich dicken Palatschinkenteig aus Mehl, Milch und Eiern sowie einer Prise Salz. Während der Teig zieht, schält sie ein paar Äpfel, sticht die Kerngehäuse aus und schneidet die Äpfel in Ringe.

Dann wird in einer Pfanne ein Zentimeter hoch Fett heiß gemacht - meine Mutter verwendet üblicherweise Rapsöl, aber natürlich geht auch Butterschmalz oder Butter oder Schmalz. Die Ringe werden einzeln in den Teig geschmissen, mit einer Gabel wieder herausgefangen, etwas abgetropft und dann ins heiße Fett gelegt.

Dort werden sie beidseitig goldgelb gebacken, herausgenommen und wieder etwas abgetropft und dann oberseitig fest mit Staubzucker bestreut.

Wer mag, mischt ein bisserl Zimt in den Zucker.

23.10.16 10:06, kommentieren

24. Oktober

Eines meiner liebsten Restlessen ist der Grenadiermarsch mit Rote-Rüben-Salat, den ich mir heute gegönnt habe, und zwar genauso, wie ihn schon meine Mutter immer machte. Nur Schmalz, Zwiebel, Erdäpfel und Teigwaren. Und Salz natürlich. Anstatt des Paprikapulvers, das in meinem Haushalt nicht existiert, habe ich heute Piri-piri genommen. Das muss ich das nächste Mal vorsichtiger dosieren.

Aber sonst alles wie immer. Schmalz im beschichteten Reinderl erhitzen, Zwiebel in Ringen daran anbraten, dünn scheiblierte gekochte Erdäpfel mit braten. Salzen und würzen, die gekochten Teigwaren untermischen und heiß werden lassen.

Als Kind habe ich dieses immer mit Kompott gegessen. In der letzten Zeit entscheide ich mich immer öfter für Salat, und da am liebsten für die Roten Rüben. Auch wenn ich sehr leide, wenn ein Tropfen von der Marinade mir die Ästhetik am Teller verpatzt.

 

24.10.16 13:33, kommentieren

25. Oktober

Sorry, mehr als ein Döner ist es heute nicht geworden. Aber morgen bereite ich wenigstens ein Feiertags-Frühstück zu ...

25.10.16 23:32, kommentieren

26. Oktober

Langsam brauch ich eine gute Ausrede, um das Nicht-Kochen zu argumentieren. Für heute habe ich eine: nach dem üblichen Frühstück folgte ein zweites Feiertagsfrühstück, mit D als Gast, mit Spiegeleiern, Schinken, Käse, Kipferln mit Butter und Marmelade sowie Apfelkuchen.

Das war wieder der schnelle, den kennt ihr schon.

Aber was ich euch erzählen wollte: bei einer Bushaltestelle in Wien haben wir neulich Maroni gefunden. Ein engagierter Beamter hat dort einige kleine Bäume anpflanzen lassen, und jetzt lagen die ersten Früchte unten.

Wir haben sie schmerzreich aufgesammelt - die Stacheln sind einfach unpackbar, finde ich (wahrscheinlich sind die Dinger deshalb auch noch dort gelegen - wobei: auch die Haselnüsse werden nur von den wenigsten Menschen aufgesammelt) - und daheim hab ich sie gekocht, geschält - eine beinahe so meditative Fernsehbeschäftigung wie das Knacken von Haselnüssen, finde ich - und Kastanienpralinen daraus gemacht.

Dazu habe ich die gekochten Kastanien mit einer Gabel fein zerdrückt, einen gegupften Esslöffel festen Honig zugegeben sowie ein Stäuberl Vanillepulver und habe alles sehr gut miteinander vermischt. Diesmal war die Konsistenz wirklich wunderbar: nicht zu flüssig und überhaupt nicht pickig und auch gar nicht zu süß.

Aus der Masse habe ich kleine Kugeln gewuzelt und sie in Kakaopulver (für das Kind in Trinkkakaopulver) gewälzt. Es sind alle für mich übrig geblieben; das Kind hat bei der ersten den Mund verzogen und auf die anderen großzügig zu meinen Gunsten verzichtet.

 

26.10.16 14:16, kommentieren