Der Sparküche-Blog.

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25. Juli

Auch heute wäre es ein frugales Mahl geworden, wenn meine Mutter nicht die Speise aufgebessert hätte. Letztendlich wurde es Berner Würstel mit Stielmangold in Bechamelsauce und Erdäpfeln. Und nachher hat sie auch noch ein Eis spendiert!

Eine Bechamelsauce mache ich sehr selten, vielleicht zweimal im Jahr. Aber um die blanchierten und geschnittenen Mangoldstiele geschmacklich nicht überhand nehmen zu lassen, habe ich aus zwei Deka Butter, ebensoviel Mehl und einem Achterl kalter Milch eine Roux gemacht, diese gesalzen und den Mangold untergerührt. 

Ach so, wie im Detail? Also: die Butter im Reinderl zerlassen, das Mehl drüberstäuben und immer rühren, rühren, rühren, dann die kalte Milch zugießen (ich mach das immer zizerlweise) und immer weiter rühren, bis sich die Sache beruhigt hat und langsam zum Köcheln kommt. Dann salzen und weiter würzen (ich hab ein bisserl von der osmanischen Mischung genommen). Original gehören auch gehackte Zwiebeln dazu, die mit angeröstet werden, aber auf die hab ich verzichtet.

Ja, und während ich mit dem Gemüse zugange war, waren die heurigen Erdäpfel, endlich aus Österreich, auch schon fertig gedämpft.

Für die Berner Würstel hat meine Mutter ein Paar Frankfurter längs halbiert, Käse zwischen die Hälften gelegt und die wieder geschlossenen Würstel mit Schinken (original: Speck, hauchdünn) umwickelt. In der Pfanne beidseitig gebraten ergänzten sie unser Essen aufs beste.

26.7.16 19:01, kommentieren

26. Juli

Gebratener Karpfen auf dem Erdäpfelbett hätte es heute werden sollen. Leider hatte der auserwählte Fisch seine Galle verschoben, und beim Ausräumen hat meine Mutter sie mit dem Messer erwischt. Ergebnis: ein Drittel des Fisches war gelbgrün. Sie hat das großräumig weggeschnitten (werden sehen, ob die Hendln das fressen werden) und den Rest in Stücke geschnitten und paniert.

So kamen wir unverhofft zu gebackenem Karpfen mit Reis und grünem Salat. Gut, dass ich meine zwei kleinen Salathapperln mitgebracht hatte! So kann die Gurke noch einen Tag warten.

Wie das mit dem Panieren funktioniert, wisst ihr vermutlich eh, und auch der Reis dürfte euch kein Mirakel mehr sein.

26.7.16 19:04, kommentieren

27. Juli

Jeden Tag zum Essen eingeladen sein ist super. Der einzige Nachteil ist, dass das eigene Gemüse daheim vor sich hin welkt. Aber ich bringe immer ein bisserl was von mir zu Hause mit. Und so wurde es heute Geselchtes mit Petersilerdäpfeln und Salaten. Vorher gabs eine Gemüsesuppe, die aus zwei verschiedenen kombiniert wurde und sehr gut schmeckte.

Angeblich muss man für originale Petersilerdäpfel die Erdäpfel roh schälen, teilen und in Salzwasser weich kochen und anschließend in Butter mit Salz und gehacktem Petersil wenden. - Dann gibts bei mir immer nur Erdäpfel mit Petersilbutter, denn ich dämpfe die immer, weil das viel einfacher ist. Für mich halt.

Das Geselchte kochte im Schnellkochtopf, und es gab Eissalat und Gurkensalat, beide eh wie beim letzten Mal hergestellt. 

27.7.16 18:18, kommentieren

28. Juli

Ein Blick in den Kühlschrank, und schon war das Essen geplant. Ein Viertel vom Hokkaido hab ich in Spalten geschnitten und in eine geölte Auflaufform gelegt, mit geriebenem Parmesan bestreut und bei 180 Grad Ober- und Unterhitze ins Backrohr geschoben. Weil dortselbst gerade der Rhabarber-Ölkuchen fertig geworden war. Wäre doch schade gewesen um die Restwärme.

Als Hauptgang gibt es eine Pasta-Gemüse-Pfanne, vielleicht mit Gurke als Beilage. Je nach Kind.

Dafür habe ich alles geschnippelt, was akut weg musste, nämlich: ein Stück vom großen Zucchino, ganz wenig vom Kohlrabi (der Rest ist holzig und eignet sich nur mehr zum Auskochen in der Suppe), eine große Karotte und ein kleines Zwieberl. Außerdem habe ich das Glas mit den Ofenparadeisern vom Stekovics wieder gefunden, davon kam auch ein Teelöfferl dazu, und eine Scheibe Mangalitzaspeck vom Thum, streifig geschnitten.

Das wird mittags gebraten werden, während die Fleckerl kochen.

Den Rest vom Zucchino verarbeite ich mit zwei heurigen Erdäpfeln, Lorbeerblatt, einer Knoblauchzehe, Salz und dem Speckschwarterl von oben zu einer feschen Suppe, die ich vielleicht sogar mit Obers verfeinere. Eigentlich müsste der Rest vom Rahm weg, aber so liebt das Kind die Suppe leider nicht.

Aber das nur nebenbei.

28.7.16 10:31, kommentieren

29. Juli

Heute mittags blieb die Küche kalt, es gab nur eine Saure Wurst - was bedeutet, Extrawurst in Scheiben auf den Teller zu legen, je nach Leidensfähigkeit gehackten Zwiebel oder frisch gemahlenem Pfeffer drüberzustreuen und mit Essig und Öl zu marinieren. Und Brot dazu zu essen.

Wir natürlich, an der Quelle sitzend, mit Paradeisern und Paprika.

Dass ich abends zwei Spiegeleier briet und vorher noch Erbsen und Zwiebel in die erhitzte Butter tat, machte die Sache nicht besser.

29.7.16 23:16, kommentieren

30. Juli

Für unser Quasi-Picknick habe ich Gemüsetascherl mit Schnittlauch-Dip vorbereitet und für nachher den Rest des Rhabarber-Kuchens eingepackt. Ging alles gut weg.

Einige Gemüse-Patzerln vom Selbsterntebeet, jeweils zuwenig zum Einfrieren und zu schade zum Wegschmeißen, habe ich blanchiert, mit Salz, Gewürzmischung, geriebenem Parmesan und einem Ei verrührt. Eine Packung Blätterteig habe ich in acht Teile geschnitten, die Fülle darauf verteilt und den Teig zu Tascherln geschlossen.

Leider habe ich, eh wie immer, vergessen mir vom Eiklar ein bisserl was fürs Bestreichen aufzuheben, aber die Tascherl wurden auch so schön. Bei 180 Grad Heißluft 15 - 20 Minuten backen.

An Gemüse waren es zwei kleine klein gewürfelte Karotten, eine Handvoll blanchierter geschnittener Mangoldstiele und eine Handvoll fein geschnittener blanchierter Fisolen.

Für den Dip habe ich einen Rest Rahm mit etwas Joghurt, Salz und Schnittlauchröllchen vermengt.

31.7.16 08:29, kommentieren

31. Juli

Heute werden es Strozzapreti alla carbonara mit Gurkensalat werden, ich freu mich schon.

Die Teigwaren werde ich eher weich kochen, was eine Viertelstunde dauert, und in der Zwischenzeit kann ich die Gurke schälen, hacheln, salzen und mit Wiener Marinade übergießen (auf den Knoblauch werde ich verzichten, denke ich, wir haben am Nachmittag noch was vor).

Außerdem werde ich ein Stück vom Mangalitza-Speck in feine Streifen schneiden und in der Pfanne auslassen und salzen und pfeffern und vielleicht ein wenig gehackten Zwiebel drin andünsten. Da hinein kommen dann die abgeseihten Teigwaren, und zwei Eier drüber und gut vercremen. Die Eier sollen allein durch die Hitze der Teigwaren stocken, sagt das italienische Kochbuch.

Und noch etwas sagt es: Obers, Creme fraiche oder ähnliche köstliche Dinge haben in den Carbonara genau nix verloren.

31.7.16 08:33, kommentieren