Der Sparküche-Blog.

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28. April

Heute essen wir ohne Gast, das heißt: mittags esse ich die Reste von gestern - wobei ich mich besonders auf eine Schüssel Blattsalat freue - und abends mach ich dem Kind und mir eine gepflegte Eierspeis mit Speck, Zwiebel und Broccoli, eher omelettmäßig.

Für morgen Mittag habe ich heute etwas ausprobiert. Das Kind wirds vermutlich verweigern, aber ich freu mich schon drauf: Kohlgemüse nach Art der Sparköchin. Also wirklich Wirsingkohl. Es sind mir nämlich drei Kohlköpfe zugefallen. Vom ersten hatten wir vorgestern die Packerl, den zweiten hab ich heute verarbeitet und mit dem dritten wird mir auch noch was einfallen.

Die inneren hellen Kohlblätter hab ich in kleine Fleckerl geschnitten. Dann hab ich einen Esslöffel Butter erhitzt und mit ebensoviel Mehl eine eher helle Einbrenn gemacht. - Lange habe ich sie vermieden, die Einbrenn, aber jetzt mache ich sie hin und wieder. Jedenfalls kam da der Kohl hinein, wurde gut durchgerührt, mit wenig Wasser aufgegossen, weitergerührt, nochmals mit wenig Wasser aufgegossen, mit Salz, Pfeffer und Kümmel gewürzt und ein letztes Mal mit wenig Wasser aufgegossen. 

Deckel drauf, einmal aufkochen lassen, ein paar Minuten leise köcheln lassen, Hitze abdrehen, Reinderl auf der Platte stehen lassen.

Ich hab schon gekostet, also mir schmeckts! Kein Vergleich mit dem grüngrauen, nach Knoblauch schmeckenden Gatsch, den ich aus meiner Kindheit kenne!

28.4.16 09:13, kommentieren

29. April

Das gestrige Gemüseomelett (mit Zwiebel, Zucchini und Broccoli) hat uns derart gut geschmeckt, dass ich mir überlege, ob ich das auch dem Gast, natürlich ohne Speck, servieren kann.

Heute Abend gibt es eine Linsensuppe und hernach einen Hirse-Apfel-Auflauf.

Es ist meine erste Linsensuppe in dieser Form, und zwar eher indisch angehaucht, deshalb werde ich ein bisserl experimentieren müssen. Vermutlich werde ich in wenig Öl ein gehacktes Zwiebelhapperl und eine ebensolche Knoblauchzehe anbraten, einige Gewürze zugeben, über die ich mir noch nicht im klaren bin - Hing und ein Lorbeerblatt wird auf jeden Fall dabei sein, aber jedenfalls nicht Curry - und alles forsch anbraten.

Vermutlich werde ich dann die roten Linsen zugeben, mit Wasser aufgießen und das ganze eine Viertelstunde köcheln lassen. Und danach pürieren, zumindest kurz. (Ich seh das Kind schon vor mir, wütend und unglücklich, weil völlig klar ist, dass der Weg zum süßen Auflauf über die dämliche Suppe führt.)

Den Auflauf mache ich aus der übrigen Hirse von vorgestern. Aus ca. 6 Deka weicher Butter, 10 Deka Zucker und zwei Dottern rühre ich einen Abtrieb, gebe die Hirse dazu und vermenge alles gut. Am Schluss wird der Schnee von 2 Eiklar untergehoben und die Hälfte der Masse in eine ausgebutterte Form gestrichen. 

Darauf kommen zwei bis drei Äpfel, geschält und in Spalten geschnitten, und darauf der Rest der Masse. Obenauf ein paar Butterflockerl schaden nie.

Das ganze bleibt bei 200 Grad Ober- und Unterhitze 40 - 50 Minuten im Rohr, je nach gewünschtem Knusperfaktor.

28.4.16 09:21, kommentieren

30. April

Heute habe ich was Neues ausprobiert: Gurkenkaltschale. Danach gibts Maisauflauf mit Karottensauce und als Nachtisch Mango.

Die kalte Suppe habe ich aus fast zwei Gurken, entkernt und zerkleinert, Salz, Zitronenpfeffer, ein paar gehackten Estragonblättern, Joghurt, Rahm und etwas Obers püriert und ein paar Stunden kaltgestellt. Vor dem Servieren rühre ich sie nochmals auf und gebe auf jeden Teller zwei Grissini.

Für die Karottensauce habe ich vier Karotten und einen mehligen Erdapfel grob geraspelt, gesalzen und knapp mit Wasser bedeckt bissfest köcheln lassen. Dann habe ich ein Gmachtl aus etwas Milch und einem Löffel Speisestärke eingerührt, einmal aufgekocht und vom Herd genommen.

Das Aufwendigste war der Maisauflauf. Zwei Eiklar mit etwas Salz schmierig geschlagen. Zwei Dotter mit je 60 ml Milch und Rahm sowie wenig Salz und einem Furz osmanischer Gewürzmischung fünf Minuten gemixt, den Schnee dazugegeben und 10 Deka Maismehl eingerührt.

Die Masse habe ich in eine gebutterte Form gegeben und über eine halbe Stunde lang im Dampf gegart. Den werde ich aus der Form stürzen und in Scheiben schneiden.

30.4.16 18:11, kommentieren