Der Sparküche-Blog.

Werbung

Gratis bloggen bei
myblog.de

Archiv

15. Jänner

Das Mittagessen war köstlich, aber nicht gekocht, weil ich unterwegs war. Es bestand aus einem Leberkässemmerl mit Senf und Pfefferoni, von einem der anerkannt besten Gigerer der Stadt, und einer Nussschnecke.

Gigerer? Pferdefleischhauer.

Zur Buße habe ich mich am Abend zusammengerissen und eine Eierpfanne nach Art der Sparköchin zu Tisch gebracht. Ausgangspunkt waren drei Eier, die ich vorgestern aus dem Nest holte und die vorletzte Scheibe vom Hausspeck.

Ich zerließ das letzte Fuzerl von der Kochbutter im Eierspeispfanderl und briet darin den in Streifen geschnittenen Speck. Dann warf ich noch einen prüfenden Blick in den Kühlschrank, um nicht wieder was zu übersehen - und was sprang mir da ins Auge? Das Schüsserl mit den gekochten Sojakeimlingen. Davon gab ich einen gehäuften Esslöffel voll in die Pfanne und briet alles noch zwei Minuten tüchtig an, bevor ich salzte und die drei Eier drüberschlug. 

Zwei Dotter ließ ich ganz, die wurden meine Spiegeleier. Das dritte Ei und die zwei Eiweiße verrührte ich mit dem, was schon in der Pfanne war, und ließ alles stocken. Über meinen Teil kam eine Prise von der Osmanischen Gewürzmischung.

Eierspeise ist eine der Leibspeisen des Kindes. Heute hat es sich - Lernen am Modell - selber beigebracht, wie man ein Mohnweckerl in mundgerechte Happen teilt und damit den Teller auswischt ...

15.1.14 19:24, kommentieren

16. Jänner

Wie lange der Langkornreis hätte noch dünsten müssen, um den Knirscheffekt abzulegen, weiß ich nicht. Ich habe jedenfalls die Geduld verloren und ihn zum Hendlfutter umgewidmet. Für heute habe ich mir etwas anderes einfallen lassen, Ei´brennte Hund nämlich. Als Nachtisch gibt es eine Ladung Kirschenkompott.

Allerdings habe ich mich nicht an das Rezept im Buch "Jung und Alt am Küchentisch" gehalten (habe ich mich eigentlich über dieses Machwerk an dieser Stelle schon mal aufgeregt?), sondern an meine Erinnerungen an mütterliche Anweisungen. Na, wir werden sehen.

Ich habe drei eher große Kipfler-Erdäpfel geschält und in Scheiben geschnitten. Parallel dazu habe ich einen kleinen Esslöffel Schmalz und ein Stück von der Speckschwarte erhitzt und die Erdäpfel drin angebraten. Dann habe ich gesalzen, ein Lorbeerblatt und wenig Thymian zugegeben, mit Wasser aufgegossen, bis die Erdäpfel bedeckt waren, und das ganze köchelt jetzt zugedeckt vor sich hin.

Wenn die Scheiben weich sind, was nimmer lang dauern dürfte, werde ich den restlichen Speck, in Streifen geschnitten, zugeben, danach einen Löffel Chutney einrühren - in Ermangelung eines Essiggurkerls - und mit etwas Balsamico abschmecken. Wenn mir die Flüssigkeit zuviel zu sein scheint, werde ich die Erdäpfel ohne Deckel köcheln, bis die Flüssigkeit eingedickt ist.

Die restlichen Sojakeimlinge habe ich heute im Kühlschrank lassen, vielleicht essen wir die heute abend als Suppeneinlage.

16.1.14 12:05, kommentieren

17. Jänner

Die Erdäpfel gestern haben mir unglaublich gut geschmeckt, muss ich sagen. So ein angenehm warmes Baucherl nachher!

Hab ich heute glatt wieder eine Handvoll Kipfler gedämpft. Diesmal habe ich sie zusammen mit dem Rest vom Rote-Rüben-Salat, einer Handvoll Vogerlsalat, ein paar scharfen Silberzwieberln aus eigener Produktion, Salz und einem Esslöffel gehackter Kürbiskerne zu einer wahrlich bunten Salatschüssel kombiniert.

Hinterher gibt es eine Portion Zwetschkenknödel fortgeschrittenen Alters (aus 2011, falls ihr das wissen wolltet) mit Nussbröseln.  - Wenn welche übrig bleiben, werden sie uns das Nachtmahl versüßen ...

17.1.14 12:13, kommentieren

18. Jänner

Na gut. Kriegt das Kind halt heute Palatschinken. Aber vorher gibts eine Zucchinicremesuppe (aus dem Glas) mit den letzten gebratenen Sojakeimlingen. Die Suppe hab ich mit Obers verfeinert und mit Salz und Pfeffer gewürzt.

Die Palatschinken hab ich wie üblich fabriziert: vor einer halben Stunde hab ich ein Ei mit einem Vierterl Milch und einer Prise Salz verschlagen und dann soviel Mehl eingerührt, dass er noch ziemlich dünnflüssig war. Nach dem Rasten wird er dann - hoffentlich - die richtige Konsistenz haben, um portionsweise in der Handgeschmiedeten in Schmalz herausgebacken zu werden.

Füllen werden wir sie mit Marmelade: Dirndln für das Kind, Orange für mich.

18.1.14 12:53, kommentieren

19. Jänner

Pizza! Und zwar hausgemacht von meiner Mutter. Okay, sie hat zuviel Teig erwischt, und dieser wurde ungefähr zwei Zentimeter hoch, aber das Selber-Belegen war vor allem fürs Kind ein Genuss.

Der Teig war aus 40 Deka Mehl, Salz, einem halben Würfel Germ und hinreichend Wasser, um einen geschmeidigen Teig zu kneten. Und, wie gesagt, von der Masse könnt ihr locker die Hälfte fürs nächste Mal einfrieren. Den Rest dann wie gehabt gehen lassen, nochmals durchkneten, auf Blechgröße bringen (ich ziehe lieber als dass ich walke) und belegen. 

Wir haben mit passierten Paradeisern begonnen, dann Salami, zwei Sorten Schinken und verschiedene Käse draufgelegt, mit Öl beträufelt, Oregano draufgestreut und Oliven locker verteilt. Jeder kriegte sein persönliches Eck.

Das ganze kam dann ins - ausnahmsweise auf 250 Grad vorgeheizte - Backrohr, wo es für 12 Minuten verblieb - vielleicht wäre die Backzeit bei dünnerem Teig kürzer gewesen.

Jedenfalls haben wir nur ein kleines Eckerl übrig lassen, das dann als Nachtmahl gute Dienste leistete.

19.1.14 19:11, kommentieren

20. Jänner

Fast Food auf hohem Niveau: Pasta mit Steinpilzpesto und Rote-Rüben-Salat.

Die letzten Bio-Dinkel-Spiralen aus dem Weihnachtspackerl habe ich mit wenig Wasser gekocht und dann mit einer üppigen Portion von Grossauers Steinpilzpesto vermengt. Und vom letzten selbstbevorrateten Rote-Rüben-Salat hab ich das zweite Glas aufgemacht und ein Schüsserl voll entnommen.

Aus dem Kochwasser von den Teigwaren wollte ich mit Salz, einem Lorbeerblatt, einem klein geschnittenen mehligen Erdapfel und zwei geschnittenen Knoblauchzehen ein Supperl bereiten. Allerdings habe ich nicht schnell genug auf das Scheppern des Topfedeckels reagiert, und so hat ein erklecklicher Teil davon den Herd versaut. Wie der Rest schmeckt, werde ich morgen ausprobieren, ist eh nur mehr eine Portion übrig. Aber das nur nebenbei.

20.1.14 18:43, kommentieren

21. Jänner

Aufgrund außerhäuslicher Vormittagstermine heute wieder Fast Food. Diesmal die neulich eingefrorenen Tirolerknödel mit Paradeissauce. Also die Paradeissauce war natürlich frisch. Also nicht frisch, aber mit passierten Paradeisern aus dem Glas frisch gemacht.

Die Knödel hatte ich (ausnahmsweise) in Alufolie eingepackt eingefroren. Heute früh hab ich sie aus dem Tiefkühler genommen, mittags hab ich sie, gleich so wie das Packerl war, bei 180 Grad Heißluft, ins Backrohr gelegt. Nach zwanzig Minuten waren sie hinreichend warm.

Für die Sauce habe ich 0,4 Liter passierte Paradeiser mit Salz und Zucker zum Kochen gebracht und derweil ein paar Esslöffel vom Paradeissaft mit einem gehäuften Teelöffel Speisestärke glatt gerührt, später in die kochenden Paradeiser gerührt und noch zwei Minuten köcheln lassen.

Vorher hab ich noch die gestrige Erdäpfelsuppe zu Tisch gebracht. (Das Kind hätte locker drauf verzichten können. Aber von der Paradeissauce hat es keinen Schluck übrig lassen.)

 

21.1.14 13:05, kommentieren

22. Jänner

Manchmal entscheidet der Zufall, was ich koche. Weil mir die Straßenbahn davongefahren war, hatte ich ein paar Minuten Zeit, um mir zwei Bio-Wiesenhendl-Keulen zu organisieren. Mit einer davon habe ich gerade mein Jenaer-Gschirrl vollgestopft, und während ich hier schreibe, entwickelt sich die Sache im Rohr hoffentlich zu Hendlhaxn mit Gemüse. (Die andere hab ich eingefroren, die wartet auf den nächsten Kochanfall.)

Ich hab das Haxerl also gewaschen, gesalzen, unter die Haut einen kleinen Zweig getrockneten Rosmarin geschoben, das Haxerl ins mit Öl verkleidete Gschirrl gelegt, und es passte nicht rein. Also nochmal rausgenommen, das Gelenk angeschnitten, die beiden Teile ein bisserl zusammengemerschert, dann klappte es, und ich ging mir die Hände waschen.

Jetzt war Zeit, einen Rest vom getrockneten Zitronenbasilikum drüberzubröseln und das geputzte und zerkleinerte Gemüse daneben- und draufzulegen. Ein mittelgroßer mehliger Erdapfel, eine große Karotte, fünf Mini-Topinambur, ein Zwiebelhapperl und ein paar Mini-Knoblauchzehen, im Gesamtwert von einer ordentlichen. (Und gerade ist mir eingefallen, dass ich das Gemüse nicht gesalzen habe, also Backrohr auf, Deckel runter, Salz drüber, zuviel erwischt, auch wurscht, Deckel, Backrohr, wieder hersetzen.)

Bis jetzt habe ich für solche Speisen die altehrwürdige Kalle Bratfolie verwendet, aber heute will ich wissen, ob das ohne auch geht. Drum hab ich den Deckel draufgegeben und alles bei 200 Grad ins Rohr geschoben. Vielleicht mach ich mir als Tüpferl auf dem i ein kleines Glas Preiselbeerkompott auf.
Nebenbemerkung: gerade eben beim Nachsalzen war die Sache noch ziemlich roh, ich werde mir daher als Gustohapperl eine Orange gönnen. Das wird nämlich noch dauern mit meinem Mittagessen, fürchte ich.

 

22.1.14 12:01, kommentieren

22. Jänner, Ergebnisbericht

Die Preiselbeeren hätten gar nicht dazugepasst, das Gericht war einfach vollständig, so wie es aus dem Jenaer kam. Die finale Idee, für die letzten zehn Minuten den Deckel abzunehmen und den Grill einzuschalten, hätte ich vielleicht anderen überlassen sollen.

Der Wunsch nach Bräunung wurde übertroffen durch partielle Schwärzung vor allem des Gemüses, wodurch zum Beispiel der Knoblauch nicht mehr essbar war.  Aber der Rest war köstlich. Rund und wohlgenährt verschiebe ich die Nachspeise, saures Sommerkompott, auf später. (Aber ein paar von den letzten Weihnachtskeksen durften es sofort sein.)

Wenn ich nach dem Nickerchen gut drauf bin, werde ich aus dem nicht abgenagten Knochen vielleicht eine Portion Hühner(knochen)suppe machen.

22.1.14 13:19, kommentieren

23. Jänner

Wegen unaufschiebbarer Termine heute nur Wurstbrot. Aber dafür für den Abend Zucchinicremesuppe.

Weil mir nämlich auf der Suche nach Hendlfutter in der Biotonne ein Netz mit Zucchini in die Hände gefallen ist. Ein Kilo, von den ungefähr zehn Stück waren zwei angedepscht, der Rest völlig in Ordnung.

Ich hab eh die meisten für die Hendl hergerichtet, aber die drei schönsten hab ich gut gewaschen und geputzt, zerkleinert und gemeinsam mit einem gewürfelten Erdapfel Salz und drei Mini-Knoblauchzehen gekocht. Vorhin hab ich sie püriert und den letzten Rest Obers eingerührt.

Wird uns am Abend schmecken. Und für morgen hab ich einen Rest von großen weißen Bohnen (auch schon aus dem letzten Urlaub) eingeweicht, die werde ich morgen verarbeiten.

 

Übrigens bin ich nach eh nur drei Jahren draufgekommen, dass es vielleicht fad ist, immer nur dieselbe Schmuckfarbe zu nehmen. Ich werde das ein bisserl variieren. Aber ob ich es schaffe, mich an Kategorien zu halten, weiß ich noch nicht.

23.1.14 18:03, kommentieren

24. Jänner

Jetzt muss ich wirklich nachdenken, wie ich das heutige Bohnencurry mit Basmatireis genau fabriziert habe. Schmecken tuts jedenfalls sehr gut.

Begonnen habe ich mit zwei Esslöffeln Sonnenblumenöl, in dem ich zuerst ein Stück der Speckschwarte angebraten habe. Parallel dazu habe ich den Reis zugestellt. In das heiße Fett habe ich die Bohnen, die ich in der Früh eine Stunde lang gekocht hatte, gegeben und längere Zeit angeröstet - nämlich deshalb, weil sich der blöde Zwiebel nicht gut schälen ließ. Der kam dann letztendlich auch dazu, zerkleinert, und ebenso zwei Mini-Knoblauchzehen.

Dann war es höchste Zeit, mit einem Achterl gekochter Paradeiser aufzugießen, zu salzen, ein Lorbeerblatt reinzutun und ordentlich Curry drüberzustreuen. Wobei mir einfiel, dass ich den eigentlich schon am Anfang anbraten hätte sollen. Naja, das nächste Mal wieder.

Ja, und dann kamen nach und nach ein Stück rote Karotte, gelbe Karotte und Zucchini, alles klein gewürfelt, dazu. Weil meine Ingwerknolle zwar völlig eingetrocknet ist, an einem Spitzerl aber ausgetrieben hat, hab ich diesen Jungtrieb gleich dazugeschnitten. Und eine Kaper hab ich auch dazugeworfen.

Das alles hat dann noch eine Viertelstunde geköchelt. Nachher gibts Apfelkompott.

 

24.1.14 11:57, kommentieren

25. und 26. Jänner

Heute eine Pizza kommen lassen. Nachher selbstgemachtes Apfelkompott. (Immerhin.)

Morgen wieder geliefertes Essen, allerdings ein bisschen luxuriöser. Ich freu mich schon SEHR.

25.1.14 18:04, kommentieren

27. Jänner

Diese Woche wird die Sparküche ihrem Ruf gerecht werden. Vom gestrigen kalten Buffet sind einige Sachen übrig geblieben, die ich natürlich auch den Hendln verfüttern könnte. Hab ich aber nicht vor, und deshalb gibts heute gleich Pasta nach Art des Hauses mit Sellerie- und Karottensalat. Vorher ein Scheiberl Gemüsepastete und nachher Petit fours.

Für die Hauptspeise habe ich in einem Schluck heißen Sonnenblumenöls ein Mini-Zwieberl und ungefähr 10 Deka Schinken- und Bratenreste, beides geschnitten, angebraten. Salz kam auch dazu und ein Teelöffel von Stekovics´ Paradeisertartar.

Währenddessen hatte ich einen Rest Vollkorn-Hörnchen bissfest gekocht, die kamen jetzt dazu und durften durchziehen.

Ins Kochwasser beförderte ich allerhand Restln, aus denen ich gerade eine Suppe köchle: die Hendlknochen von letztens (auch nimmer taufrisch, das ist mir schon bewusst), die letzte Speckschwarte vom Hausspeck, ein Lorbeerblatt, eine Knoblauchzehe, Salz und je ein Stück rote und gelbe Karotte sowie ein Fuzerl Petersilwurzel. Und ein Stammerl Rosmarin habe ich auch noch dazugegeben. Am Abend werde ich in die Suppe eine Handvoll Suppennudeln einkochen, das gibt ein beliebtes Abendessen.

27.1.14 11:55, kommentieren