Der Sparküche-Blog.

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16. Dezember

Das Mittagessen habe ich heute auf den Abend verschoben, wodurch eine erweiterte Eierspeis mit Gebäck reichte.

Auf den ersten Blick ist mir im Kühlschrank nichts Passendes begegnet außer einem Rest geriebenen Parmesans, den ich drüberstreute. Nachträglich betrachtet hätte ich ein paar Stücke von den gekochten Paradeisern im Glas dazutun können oder im Schmalz vor den Eiern noch ein gehacktes Zwiebelhapperl anbraten können ...

Gewürzt habe ich nur mit Salz und Osmanischer Gewürzmischung, die war aromatisch genug.

16.12.13 19:04, kommentieren

17. Dezember

Na, das war wieder eine Kocherei heute, das war schon nimmer feierlich. Mir hats zwar sehr gut geschmeckt, aber das war wohl eher der tagelangen Entwöhnung vom heimatlichen Herd geschuldet.

Den Anfang hat eine Fisolensuppe auf Omas Art gemacht, danach wurden es Teigwaren mit Gemüsesauce. Für dieses Gericht darf mir ja kein italienischer Name einfallen. Ich hab nämlich die Teigwaren derart unitalienisch gekocht, dass es eine Schande war. Mit sehr wenig Wasser, ungefähr nur die doppelte Menge Wasser. Und halt Salz.

Dann hab ich die Hörnchen abgeschöpft und das verbliebene wenige Kochwasser zur Suppe geleert. Ins Teigwaren-Reindl hab ich ordentlich Sonnenblumenöl gegossen, dieses erhitzt und darin einen Esslöffel geschnittenen Zwiebels und vier Rosmarinnadeln angebraten. Gewürzt wurde mit Salz. Dazu kamen dann noch zwei geschnittene Topinamburknollen, und aufgegossen habe ich mit dem Rest gekochter Paradeiser. - Und ich muss eines sagen: So ein Saucerl gewinnt, wenn eine es länger köchelt. Meine ist heute fast eine halbe Stunde auf dem Herd geblieben, und das hat ihr nicht geschadet!

O, und die Suppe. Heute habe ich was ganz anderes versucht und aus je einem Esslöffel Schmalz und Dinkelmehl eine Einbrenn gemacht, diese gesalzen und gepfeffert und zwei gute Handvoll blanchierter grob geschnittener Fisolen draufgeschmissen. Das hat ordentlich gezischt, weil die Fisolen gefroren waren. Ich hab dann mit Wasser aufgegossen und alles ca. zwanzig Minuten köcheln lassen, zwischendurch kam das Nudelwasser dazu. Am Schluss habe ich noch geschnittene Dille, auch aus dem Tiefkühler, drübergestreut.

Jetzt verputze ich noch den letzten Rest vom Weingartenpfirsichkompott und vielleicht ein paar Keksscherben.

Außerdem, nur so zur Info, habe ich heute eine Handvoll Sojabohnen aus eigener Ernte eingeweicht, die werden in den nächsten Tagen gekeimt und in der Folge auf meinem Teller landen.

17.12.13 12:15, kommentieren

18. Dezember

Zwei Tage war der Server krank,
jetzt servt er wieder, Gott sei Dank!

Und ich muss erst rekonstruieren, was ich am 18. überhaupt gegessen habe. Oh. Ich weiß schon. Ich war so begeistert von mir, dass ich dran gedacht hatte Bio-Erdäpfel zu kaufen, dass ich mir gleich welche zum Kochsalat schmecken ließ.

Nebenbei hab ich im beschichteten Pfanderl ein paar von den Rostbratwürsterln gebraten.

Genau gesagt also: Kochsalat mit Erbsen zu Nürnberger Rostbratwürsterln und gedämpften Erdäpfeln.

Leider weiß ich nicht mehr genau, was im Kochsalat alles drin war, weil ich den essfertig aus dem Tiefkühler nahm, da müssten wir beim Eintrag von vor ein paar Wochen nachlesen. Obers sicher, und Salz und Pfeffer, und vielleicht war das schon die Zeit, als ich mit Grieß gebunden habe?

Vorher hab ich mir den Rest der Fisolensuppe gegeben und nachher ein paar Löffel Zwetschkenkompott.

20.12.13 12:58, kommentieren

19. Dezember

Wenn das Kind krank ist, braucht es ganz dringend einen Schoko-Grießkoch. Zum Glück konnte es leider nicht alles aufessen, sodass meine Nachspeise gesichert war.

Vorher hab ich wieder ein paar Nürnberger Rostbratwürsterl - es lebe die Globalisierung! - gebraten und diesmal Couscous und Rote-Rüben-Salat dazugegessen.

20.12.13 12:58, kommentieren

20. Dezember

Dass das Kind wieder gesundet, merke ich daran, dass es das Essen wieder ausstalliert. Dinkelspiralen mit Steinpilz-Pesto, Parmesan und Rote-Rüben-Salat war das heute. Nachher gab es den Rest vom Zwetschkenkompott.

Vorher gabs eine Art Erdäpfelsuppe, die schon eher arg sparköchisch gekocht war. (Mir hat sie trotzdem geschmeckt. Dem Kind natürlich nicht.)

Auf den Couscous gestern habe ich zuviel Wasser geschüttet, so dass zwei Esslöffel Couscous in einem Lackerl Wasser übrig geblieben sind. Das Wasser hab ich in das Reinderl geschüttet, in dem vorher die Fisolensuppe drin war. Da hinein hab ich einen mehligen Erdapfel geschnitten. Und zwei Knoblauchzehen. Dann hab ich gesalzen und den Erdapfel bissfest gekocht.

Das war der Zeitpunkt, zu dem die Bratwürsterl fertig waren, und das übrige Sonnenblumenöl hab ich zur Suppe gegeben. Und zum Schluss den übrig gebliebenen Couscous dazu. Weil noch so viel Dille im Tiefkühler ist, hab ich - natürlich nur auf meinen Teller - einen Esslöffel davon bei Tisch über die Suppe gestreut.

20.12.13 12:58, kommentieren

21. Dezember

Das Kind muss nicht gesund sein, um das Essen auszustalieren. Demzufolge war heute ziemlich uninteressante Schonkost angesagt. (Grießnockerlsuppe und danach Butterreis, beides vom örtlichen Wirt.)

Ich habe aber heute einen richtigen Sparküchen-Tipp für die Einkochenden unter euch. Ist mir eingefallen, weil ich letztens ein Sackerl voll schöner leerer Flaschen und Gläser mit Twist-Off-Deckel bekommen hatte, sehr gut für die häusliche Bevorratung zu verwenden. Neue Einkochgläser kaufen kann nämlich eine ordentliche Investition sein.

Leider waren die Etiketten noch drauf, und zwar die von der ganz hartnäckigen Sorte. Da ist mir meine Oma wieder eingefallen, die sagte: "Fett löst Gummi." Und da hat sie recht. Kleberreste von Etiketten schmiere ich mit Fett (Butter, Öl, Schmalz, Massageöl - was gerade zur Hand ist) großzügig ein und lasse es einwirken, durchaus auch einen halben Tag oder mehr.

Interessanterweise geliert der Kleber nach einiger Zeit und lässt sich problemlos mit Zeitungspapier oder alten Servietten - Küchenrollen gibts in meinem Haushalt nicht - runterwischen. Das Fett hilft übrigens auch, wenn nach der Prozedur ein Teil vom Kleber auf den Händen pickt ...

In diesem Zusammenhang erzähle ich euch noch, was die Sache unter Umständen vereinfachen könnte: manche Etiketten lösen sich unter trockener Hitze. Der Experte seinerzeit hat mir den Fön empfohlen. Das würde ich jetzt nicht so machen, aber auf den eingeschalteten Heizkörper stelle ich die Flaschen und Gläser durchaus. Nach einiger Zeit lassen sich die Etiketten überraschenderweise mehr oder weniger rückstandslos abziehen, für die Reste: siehe oben.

22.12.13 13:56, kommentieren

22. Dezember

Heute probiere ich es wieder mit normalem Essen. Die Suppe fabriziere ich nach dem afrikanischen Prinzip: in den vom Vortag verbliebenen Rest wird neues Zeugs hineingeschnipselt, mit geeigneter Flüssigkeit aufgegossen und alles wird weitergeköchelt. Der Inhalt wird immer interessanter. Allerdings nicht für den Gaumen des Kindes, aber man kann nicht alles haben.

Als Hauptspeise gab es Würsterl mit Erdäpfelpüree und gebratenen Zwiebelringen. Letztere allerdings nach der familiär-traditionellen Methode, nämlich letschert. Also: weich. Wir mögen alle keinen knusprig-braun gebratenen Zwiebel, weder auf dem Püree noch rund um den Zwiebelrostbraten. Gatschig muss der Zwiebel sein, und so dünstete er mehr in ordentlich Sonnenblumenöl langsam vor sich hin als dass er briet.

Für das Püree habe ich fünf mehlige Erdäpfel weich gedämpft und geschält. In einem Topf habe ich jeweils ein Lackerl Milch und Obers erwärmt, dann die Erdäpfel drauf, gesalzen und alles mit dem neuen Mixer traktiert. Im Laufe der Prozedur kam noch etwas Milch dazu, und fertig.

Die Würsterl kamen diesmal vom Land. Ein Frankfurter-Einspänner für das Kind, für mich ein Paar Debreziner; und die waren, völlig überraschend, derart scharf, dass der gebratene Zwiebel dagegen mild-süß schmeckte. Hui.

22.12.13 13:56, kommentieren

23. Dezember

Die unsägliche Dauersuppe ist heute endlich aufgegessen worden, und danach gabs Reis mit Sojakeimlingen und Speck. Ich hab Rote-Rüben-Salat dazugegessen, das Kind hat lieber Parmesan drübergestreut. Danach hätte es noch Nikolo-Pudding gegeben, aber da hab ich zuwenig Zucker reingetan, und jetzt musste ich leider die Portion vom Kind auch noch essen ... ähem.

Während der Reis wie üblich gedünstet hat und daneben die gekeimten knallgrün gewordenen Sojabohnen in Wasser kochten, hab ich im kleinen Pfanderl in wenig Sonnenblumenöl ein paar Streifen vom Hamburgerspeck gebraten, gemeinsam mit einem sehr kleinen geschnittenen Zwiebelhapperl. Das hab ich gesalzen, dann den Großteil der Sojakeimlinge dazugegeben und gut vermischt. Das kam dann über den Reis und hat dem Kind besser geschmeckt als befürchtet.

Erstens ist die grüne Farbe wirklich ansprechend und zweitens sind die Dinger einigermaßen weich und trotzdem knackig.

23.12.13 13:27, kommentieren

24. und 25. Dezember

Dem Kind wollte ich das heutige Fastenessen nicht zumuten: Sterz mit Sojabohnen und Rote-Rüben-Salat. Daher kriegte es Couscous mit Chutney, ein All Time Favourite.

Für meinen Sterz lindete ich eine gegupfte Handvoll Dinkelmehl und brachte parallel Wasser zum Kochen. Außerdem erhitzte ich die von gestern übrig gebliebenen Sojakeimlinge mit einem Esslöffel Schmalz und etwas Salz.

Als das Mehl zu bräunen anfing, goss ich ungefähr 0,2 Liter heißes Wasser dazu und rührte eisern. Tatsächlich, nach einiger Zeit schaute das Zeug aus wie Kaiserschmarrn. Dann gab ich die heißen geschmalzenen Sojakeimlinge dazu und rührte nochmals kräftig und ließ das ganze dann noch einige Minuten ausdampfen. Dazu gab es den letzten Rest vom Rote-Rüben-Salat.

Morgen sind wir traditionell eingeladen und lassen uns bekochen.

Frohe Weihnachten!

24.12.13 13:54, kommentieren

Stefanitag

Gott, ist mir schlecht. - Nein, nicht von meiner eigenen Kocherei, sondern vom Kind. Das hat mich angesteckt.

Dabei hab ich mich trotzdem ins Zeug gelegt. Die Rindsuppe hat der Nachbar gebracht, ich hab Spießerl auf dem Erdäpfelbett serviert und danach die Grießflammeri mit Dirndln und Schokosauce, die am Heiligen Abend keiner mehr angerührt hat.

Aber bitte erspart mir, dass ich das jetzt im Detail niederschreibe. Es hat gut geschmeckt, glaubt mir. Ich werde das Rezept nach der Beruhigung meines Magens nachreichen.

So. Also. Um es kurz zu machen: ich hab einen Kilo Erdäpfel, speckige und mehlige gemischt, geschält und längs in Spalten geschnitten. In einen Bräter hab ich ordentlich Olivenöl geschüttet, die Erdäpfel und ziemlich Rosmarin dazu, alles gesalzen und gut vermischt und sodann die Spießerl draufgelegt (da war Schweinslungenbraten, Zwiebel, Knoblauch, Speck, Bratwürsterl und Frankfurter drauf). Alles eine Stunde bei 190 Grad Ober- und Unterhitze ins Rohr, fertig.

 

26.12.13 19:43, kommentieren

27. Dezember

(Mir ist immer noch schlecht, aber es wird besser, wenn ich nichts esse und mich nicht bewege.)

Dem Kind habe ich gerade einen Risotto mit Lachs gekocht, weil ich ihm die anderen Restln nicht zumuten wollte. Ganz einfache Bauweise: Rundkornreis trocken angeröstet, mit heißem Wasser aufgegossen, gesalzen und eine Scheibe vom Räucherlachs mit Dille hineingepflückt. Bei geringer Hitze ausdampfen lassen.

27.12.13 12:14, kommentieren

28. Dezember

Jetzt, wo mein Magen wieder auferstanden ist, kann ich mich daran machen, die Restln zu verwerten. Am dringendsten weg musste erstens ein Rest vom Schweinslungenbraten (den hatte ich vorgestern auf den Spießerln) und zweitens ein Kürbis, der heimlich, still und leise auf dem Küchenregal vor sich hin implodieren wollte. - Sehr interessant übrigens, denn im Inneren keimten bereits die Kürbiskerne, und es waren lauter kleine Kürbispflanzerl drin. (Guter Hinweis: einige von den noch nicht gekeimten Kernen hab ich gleich fürs Gemüsebeet aufgehoben.)

Jedenfalls habe ich heute zuerst den Rest der nachbarlichen Rindsuppe und danach Beinahe-Wellington-Tascherl zu Tisch gebracht. Und als Nachspeise ein Schüsserl Apfelkompott.

Für die Tascherl habe ich zuerst die sechs Medaillons in Sonnenblumenöl beidseitig ein paar Minuten gebraten. Dann habe ich sechs kleine Stücke Blätterteig aufgelegt, jeweils einen Esslöffel blanchierten geschnittenen Mangold drauf, gesalzen, ein Medaillon drauf, wieder gesalzen und dann ein Stück Käse drauf. (Zuerst einen Rest vom Camembert, dann zwei Scheiberl Parmesan) Dann hab ich die Ränder vom Teig mit Wasser bestrichen und halbwegs ansprechende Tascherl geformt. Die kamen aufs Blech mit Backpapier und buken bei 200 Grad Ober- und Unterhitze 20 Minuten.

Nur als Vorwarnung: von den Tascherln sind dreieinhalb übrig geblieben. Die kommen aber erst am Montag weg, weil morgen ist - auch schon ziemlich dringend - der letzte Rest vom weihnachtlichen Räucherlachs dran ...

28.12.13 13:36, kommentieren

29. Dezember

Warum mir heute schlecht ist? Weil ich gestern abends eine halbe Flasche Kräuterlikör getrunken habe. Ich brauchte ein Schlafmittel.

Exkurs:
Fangt erst gar nicht an, euch aufzuregen. Es war nur eine 110-ml-Flasche. Und: ja, natürlich ist Alkohol KEIN Schlafmittel und als solches auch keinesfalls zu empfehlen. (Bei mir wirkt er, einmal im Jahr angewendet, trotzdem hervorragend.)

Egal, ich habe wieder gekocht. Aus einem Kochbuch, das mir unerwartet zu Weihnachten dargetan wurde und dem ich nach erster Durchsicht das größte Kompliment machen muss, das mir möglich ist: Dieses Buch hätte ich gern selbst geschrieben. Näheres an anderer Stelle.

Glasnudeln mit Lachs und Bärlauch habe ich mir ausgesucht. Und wie folgt zu Tisch gebracht: ich habe ungefähr 10 Deka Glasnudeln mit kochendem Wasser übergossen und 4 Minuten quellen lassen. Danach habe ich sie abgeseiht und kalt abgeschreckt. 

In der Zwischenzeit habe ich den restlichen Lachs von Weihnachten in mundgerechte Happen zerteilt und im beschichteten Pfanderl mit wenig Sonnenblumenöl rasch abgebraten. (Die empfohlenen Chiliflocken habe ich mit Rücksicht auf das Kind weggelassen.) Statt mit Sojasauce habe ich mit Salz gewürzt, den Rest hat der Lachs selbst erledigt, weil das Räucherlachs mit dreierlei Art von Würzung war.

Jedenfalls waren dann die Nudeln soweit. Ich habe alles vermischt und auf meine Portion eine Scheibe Bärlauchbutter gehoben. Vorher gabs Kürbiscremesuppe und nachher Apfelkompott. Und einen Keks.

29.12.13 13:38, kommentieren