Der Sparküche-Blog.

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15. November

Ich glaub schon den ganzen Tag, dass Samstag ist. Dabei kommt der morgen erst auf mich zu ... na, wurscht.

Apropos wurscht: genau von sowas hab ich heute gelebt. Zwei Leberkässemmerln. Die zweite wenigstens mit selbstgemachtem Fisolensalat. Nachher selbstgemachter selbst aufgetauter Kirschenkuchen.

Aber morgen koche ich wieder, das hab ich mir versprochen!

15.11.13 20:27, kommentieren

16. November

Naja, kochen ist übertrieben. Aber immerhin stand Kohlgemüse mit Basmatireis auf dem Tisch.

Den Reis hab ich wie immer trocken angeröstet, gesalzen und mit heißem Wasser aufgegossen, einmal aufkochen lassen und auf sehr kleiner Flamme 20 Minuten quellen lassen.

Derweil hab ich einen von meinen selbst gezogenen kleinen Kohlköpfen geputzt, geviertelt, den Strunk entfernt und den Kohl in feine Streifen geschnitten. Den hab ich dann mit Salz und etwas Kümmel in wenig Wasser flott bissfest gekocht, mit einem Schuss Obers verfeinert und dann soviel feinen Grieß dazugegeben, dass die Flüssigkeit gebunden war. 

Zum Würzen hab ich diesmal die original Osmanische Gewürzmischung verwendet, und es hat mir wieder sehr gut geschmeckt. Ich glaube ich bleibe bei dieser Zubereitungsart, denn mit dem Klassiker "mit Erdäpfeln, Salz und Knoblauch kochen, pürieren und dann auch noch mit einer Einbrenn quälen" kann ich nix anfangen.

17.11.13 13:07, kommentieren

17. November

Heute habe ich die Reste von gestern verzwickt, aber um das Kind nicht unnötig leiden zu lassen, habe ich ihm eine Reis-Gemüse-Pfanne kredenzt. Ist aber auch nicht gut angekommen, leider.

Dabei waren nur gute Sachen drin. Vielleicht bis auf die Paradeiser, die zwar optisch schön nachgereift, jedoch ziemlich sauer waren. Aber der Reihe nach:

Zuerst hab ich in einem Löffel Schmalz den Rest vom Frühstücksspeck, in Streifen geschnitten, mit einem kleinen geschnittenen Zwiebelhapperl, einem Stengel Petersil und einem kleinen Rosmarinzweigerl angebraten.

Nach ein paar Minuten kamen eine kleine Karotte, ein Verreckerl von einer Petersilwurzel und eine Mini-Topinamburknolle, alles fein gewürfelt, dazu und wurde ebenfalls angebraten. Gesalzen habe ich auch.

Zum Schluss noch die erwähnten Paradeiser, eh schon die allerallerletzten. (Ab nun nur noch Paradeiser aus dem Glas, bis zur nächsten Ernte.)

Bei Tisch kamen die Kräuter raus und noch geriebener Parmesan drüber, aber der rettete die Situation auch nimmer.

Kleiner Nachtrag: natürlich habe ich den Reis auch noch untergemischt, in das Angebratene!

17.11.13 13:15, kommentieren

18. November

Wurstsemmeln. Schwedenbomben.
Kein guter Wochenanfang, kulinarisch betrachtet ...

18.11.13 15:19, kommentieren

19. November

Jessas, und es wird nicht besser. Also das Essen schon: heute war es wieder ein Frühstück orientale, und weil ich das Kind dabei hatte, musste ich mir um Kipferl, Butter und Honig keine Sorgen machen. Und wegen dem anwesenden Kakao war mein Nebengeräusch auch nicht beleidigt.

Bleibt mir gewogen. Ich koche sicher demnächst wieder.

19.11.13 18:36, kommentieren

20. November

Leichtes Aufatmen: heute habe ich mir einen Risotto mit Saibling gekocht. Sehr unkompliziert und ziemlich schmackhaft - mal sehen, wie das haushaltszugehörige Kind das sehen wird am Abend ... (aufgewärmten Risotto zu essen stört das Kind überhaupt nicht, wenn nur das Richtige drin ist!)

Den Reis habe ich wie immer trocken angeröstet, gesalzen, ein kleines Zweigerl Rosmarin reingetan und mit heißem Wasser aufgegossen. Weil ich diesmal mein beschichtetes Pfanderl genommen habe, habe ich gleich die Komplettmenge Wasser dazugeschüttet und das ganze bei geringer Hitze eine halbe Stunde vergessen.

Danach wars fast fertig, und ich habe den Rest von Grossauers Saiblingspesto untergerührt und noch ein paar Minuten quellen lassen. (Wieder ein Rest weniger im Kühlschrank!)

Bei Tisch kam geriebener Parmesan drüber. Dazu habe ich den Rest vom Fisolensalat gegessen. - Mann! Nur Reste im Kühlschrank, und sonst nur Material für die Weihnachtskeks-Aktivwoche Anfang Dezember!

Exkurs: gerade läuft wieder eine Aktion von SOS Parmesan, und ich habe reichlich bestellt, so dass das letzte Resterl auch demnächst weg muss, um Platz für die neuen Stücke zu machen, grins.

20.11.13 15:53, kommentieren

21. November

Die Reste vom Risotto, mit Vogerlsalat gab es heute, und weil sie schon mal da war, habe ich auch ein Stück Blunzn hineingeschnitten.

Vogerln sind da einzige, was das Gemüsebeet über den Winter unentwegt hergibt. Nach Weihnachten werde ich den Christbaum aufs Beet entsorgen, damit ich den Feldsalat auch bei Schneefall ernten kann.

21.11.13 15:27, kommentieren

22. November

Kleiner Exkurs:
Mein Haushalt leidet unter einer Immigrationsbewegung. Seit einigen Tagen ziehen, aus der Richtung des Fensters kommend, gelbe Raupen durch meine Küche. Vor drei Tagen eine. Vorgestern eine. Gestern zwei. Heute schon die dritte. Sie nehmen alle dieselbe Route, fast auf den Zentimeter genau. Wo sie hin wollen, weiß ich nicht. Will ich gar nicht wissen.  Was ich aber gern wüsste, ist: woher kommen die? Also die Sparköchin ist ja jetzt nicht die Verfechterin des keimfreien Wohnens an sich, aber eine Ansammlung von Raupen sollte sich auf Dauer nicht entwickeln können. (Wovon hiermit das Gegenteil bewiesen wäre.) Weil ich schon mal die Kammerjäger im Haus hatte, was erstens teuer, zweitens giftig und drittens anstrengend war (alles ausräumen! alles!), kriecht langsam die Panik rauf. Direkt auf der Nebenfahrbahn der Raupen, sozusagen.

Daher habe ich heute die allerletzten mottenverdächtigen Teigwaren verkocht (obwohl die definitiv nicht die Ursache waren - weil die dort ansässigen Raupen noch viel kleiner waren als die derzeit zur Diskussion stehenden) und Fleckerl mit Mangoldsauce auf den Tisch gebracht. 

Regt euch nicht auf. Natürlich habe ich keine Raupen gekocht. Ich habe die Teigwaren genau geprüft und nur den wirklich einwandfreien Teil der Packung verwendet. Den Rest habe ich in Richtung Hendln entsorgt.

Jedenfalls hab ich eine sehr kleine Portion blanchierten geschnittenen Mangold mit wenig Wasser aufgetaut, mit Salz und Pfeffer gewürzt und mit einem Resterl Obers und einem Schluck Milch aufgegossen. Das alles habe ich zum Kochen gebracht und die Flüssigkeit mit ungefähr einem Teelöfferl feinem Dinkelgrieß gebunden. Da hinein kam ein Teil der Teigwaren, und den geriebenen Parmesan hab ich drüberzustreuen vergessen, fällt mir grad ein. Hat aber trotzdem gut geschmeckt.

22.11.13 12:48, kommentieren

23. November

Erinnert ihr euch dunkel an die Dose mit dem abgelaufenen Thunfisch, die wir anstandslos überlebt haben? Dieses Erfolgserlebnis spornt mich an, auch die zweite Dose, die mit dem Lachs, der Verwertung zuzuführen. Nämlich in Form von Teigwaren in Lachscreme mit Vogerlsalat.

Zu diesem Behufe fabriziere ich sogar eine Bechamelsauce aus jeweils einem Esslöffel Butter und Mehl, Salz, Muskatnuss und später ungefähr einem Vierterl Milch. Inzwischen lasse ich den Fisch gut abtropfen und gebe ihn dann zerzupft in die Sauce, lasse alles einmal aufkochen - und vergesse diesmal den Parmesan-Rest hoffentlich nicht ...

Außerdem habe ich einen Trick probiert: schon am Vormittag habe ich die noch kalte Butter mit einem Zweig Rosmarin auf den Heizkörper gestellt. Dort ist sie langsam weich geworden und hat hoffentlich das Aroma vom Rosmarin angenommen, ohne dass das Kind mit den Nadeln belästigt werden muss.

Die Vogerl habe ich dem Gemüsebeet entrissen und ordentlich geputzt, bevor ich sie mit Balsamico mariniert habe.

 

Neulich habe ich aus der Bücherei ein Taschenbuch mitgenommen. Diane Seed: Die hundert besten Pasta-Rezepte.
Und ich bin draufgekommen, dass die meisten dieser Rezepte auch nicht viel eleganter husten als meine vielen Sugo-Variationen.
Was ich dazugelernt habe: die Italiener vermischen zumeist die gekochten Teigwaren erst mit dem geriebenen Parmesan und danach mit der Sauce. Der Grund dafür hat sich mir nicht erschlossen, aber vielleicht wollt ihr ja mal Freunde damit beeindrucken. (Ich nicht, nein.)

Und einen Fernschau-Tipp habe ich für euch: ungefähr bis kommenden Dienstag könnt ihr euch anschauen, wie Herr Gutenbrunner einen Ayurveda-TCM-Granderwasser-Eintopf kocht. Kabarett zum Appetitkriegen!
http://tvthek.orf.at/program/Hyundai-Kabarett-Tage/4305003/Hyundai-Kabarett-Tage/7154065

22.11.13 13:09, kommentieren

24. November

Vorgestern hab ich einen neuen Fleischhauer ausprobiert; nicht aus meinem Lieblingsbuch "Die letzten Fleischhauer von Wien", aber dafür perfekt am Weg gelegen. Dort hab ich einen guten halben Kilo Schweinslungenbraten erstanden. Und weil ich bemüht bin, meinen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern, wird uns das gute Stück für dreimal Essen reichen. Vom größeren Ende habe ich Medaillons und dann Mini-Medaillons geschnitten und alles eingefroren. Das letzte, ausgefranste Ende hab ich sehr klein geschnitten. Das wird heute zu Pasta mit Ragout. Vorher ein Rest Kürbiscremesuppe, nachher Zwetschkenkompott - was will der Mensch mehr an einem Sonntag? (Der kleine Mensch will Schokokuchen, aber den spielt´s heute nicht.)

Also hab ich im beschichteten Pfanderl Olivenöl erhitzt und darin ein Lorbeerblatt und ein ziemlich kleines Zwiebelhapperl, eine kleine Karotte, zwei sehr kleine Knoblauchzehen sowie je einen Esslöffel Petersilwurzel und Sellerie, alles klein gewürfelt, fest angebraten. Nach ein paar Minuten hab ich das Fleisch hineingegeben und ebenfalls ordentlich angebraten, gepfeffert, sieben gehackte Kapern und wenig Wasser zugegeben, die Hitze reduziert und zugedeckt eine halbe Stunde schmoren lassen.

Danach habe ich gesalzen und einen Schuss Obers zugefügt, gut umgerührt und bei großer Hitze offen kochen lassen. Leider hatte ich nicht genug Geduld, bis die Flüssigkeit von selber einkochte, also hab ich sie auf bewährte Weise gebunden (mit feinem Grieß, ihr kennt das schon), das Lorbeerblatt entfernt, die letzten Fleckerl untergemischt und serviert.

Natürlich hätte ich die Teigwaren auch in Butter erwärmen und die Sauce separat anrichten können. (Aber dann hätte das Kind die Sauce komplett abgewählt, und das wollte ich vermeiden.)

24.11.13 12:58, kommentieren

25. November

Jetzt ist es schon soweit, dass die Sparköchin nicht nur selber Restln verkocht, sondern auch welche vertilgt, wenn sie wo zu Besuch ist ... aber wenn dort auch zwei übriggebliebene Stückerl Backhendl und ein Rest Erdäpfelsalat herumlungern, die keiner mehr braucht ...

Damit ihr rezeptmäßig nicht auf dem trockenen bleibt, erzähle ich euch, womit ich gestern das Kind erfreut habe: mit Topfenkipferln. Also, es hätten Topfenkipferl werden sollen. Geworden sind es letztlich eine Art Polsterzipf, weil der Teig nicht so wollte wie die Sparköchin wollte. Aber der Geschmack ist - eh wie immer - sehr gut.

Der Teig ist sehr unkompliziert: jeweils 25 Deka Topfen, Butter und Mehl mit einer Prise Salz zu einem Teig kneten, diesen eine Stunde im Kühlschrank rasten lassen, auf bemehlter Fläche dünn ausrollen, Vierecke schneiden, in die Mitte jeweils einen Tupf Marmelade geben und jedes Viereck diagonal aufrollen.

Wer das jetzt so aufs Backblech gibt, macht Polsterzipfe, wer von den Dingern auch noch die Ecken umbiegt, hat Kipferln. Meistens, weil manchmal gehen die Dinger von selber wieder auf.

Welchen Fettgehalt der Topfen hat, scheint egal zu sein, aber es hilft schon sehr, wenn es ein eher patziger und nicht ein bröseliger ist. Ich nehme immer glattes Mehl, aber auch da rate ich euch zum Experimentieren.

Ich habe die Kipferl bei 180 Grad (was möglicherweise ein bisserl zuviel ist) hellbraun gebacken und nach dem Auskühlen ordentlich mit Staubzucker bestreut. (Nein, als gelernte Wienerin werde ich das Wort Puderzucker in der Küche nicht über die Lippen bringen.)

26.11.13 10:29, kommentieren

26. November

Dass ich heute, ohne was übrig zu lassen, Paradeissauce mit Basmatireis gegessen habe, darf ich dem Kind gar nicht sagen, sonst hängt der Haussegen schief. Aber von der Topinamburcremesuppe ist wenigstens noch was da. - Die habe ich heute übrigens mit Rosmarin, Lorbeerblatt und Knoblauch gemacht, neben den üblichen Verdächtigen Erdapfel, Salz und natürlich Topis. Verfeinern musste ich mit Milch, weil kein Obers mehr da war.

Für die Paradeissauce konnte ich auf passierte Paradeiser im Glas, Marke Eigenbau, zurückgreifen. Wenn die länger steht, setzen sich die festen Bestandteile unten ab. Dadurch konnte ich die klare Flüssigkeit abgießen und sie mit einem Löffel Speisestärke verrühren. Den festeren Teil hab ich mit Zucker, Salz und Pfeffer zum Kochen gebracht, dann das Gmachtl eingerührt und alles noch zwei Minuten köcheln lassen.

(Macht euch keine Sorgen. Vom Reis ist noch was da, und mit Chutney gereicht ist er für das Kind genauso ein "treat".)

26.11.13 11:32, kommentieren

27. November

Weil das Kind was Besseres zu tun hatte als Reis mit Chutney zu essen, nahm ich mir selbiges heute zur Reichtumskonferenz mit. (Und entging der Wahl zwischen Burgern und Schnitzelsemmeln.)

27.11.13 17:18, kommentieren