Der Sparküche-Blog.

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17. August

Eingeladen sein auf Kürbiscremesuppe (vom weißen Gartenkürbis ist sie besonders delikat!) und Zwetschkenknödel ist ein Segen.

Die Zwetschkenknödel waren aus Topfenteig, dieser macht sich aus einem Viertelkilo Topfen, einem Achtelkilo Mehl, einem Sechzehntelkilo (also 6 Deka) Butter, einem Ei, einer Prise Salz und einer großzügigen Handvoll Grieß. Nach einer Stunde kühl rasten wird er in Batzen gezupft, flachgedrückt, mit einer Zwetschke gefüllt und zum Knödel geformt (mit mehligen Händen gehts besser). Die dann auch wieder in Mehl wälzen und zur Seite legen und, wenn alle Knödel fertig sind, in Salzwasser eher sieden als kochen. Wenn sie aufsteigen, noch zwei oder drei Minuten im Wasser lassen, dann herausheben und in gerösteten Butterbröseln wälzen.

Staubzucker drauf muss unbedingt sein. Die Eernährungsbewussten können auch Honig drüber tropfen.

18.8.13 10:08, kommentieren

18. August

Heute muss ich dem Kind Kohlrabi unterjubeln, und das geht am leichtesten mit einem Kohlrabirisotto. Ich werde auch gehackte Kräuter reintun und Parmesan drüberstreuen, dann fällt der Kohlrabi weniger auf ... dazu, oder vorher, werden wir meinen einfachen Sommersalat essen, weil noch immer Gurke und Paradeiser da sind.

Für den Risotto röste ich Rundkornreis trocken an (im beschichteten Pfanderl) und lösche mit einem Schluck Weißwein ab. Erstens muss der Wein weg und zweitens verkocht sich der Alkohol sowieso - das Kind wird also nicht berauscht sein nach dem Essen ...

Dann salze ich und gieße mit heißem Wasser auf und lasse bei geringer Hitze den Risoto köcheln, bis der Reis bissfest ist. In der Zwischenzeit rasple ich ein Stück Kohlrabi und gebe ihn zum Reis. Nach drei oder vier Minuten kommen noch die Kräuter dazu, und fertig.

Als Nachtisch gibts Feigen aus eigener Ernte, da freu ich mich schon drauf.

 

Kleiner Nachtrag: eine soll nie vor dem Kochen bloggen. Ich hab nämlich zwei Esslöffel Olivenöl erhitzt, darin ein geschnittenes Zwiebelhapperl glasig gedünstet und dann erst den Reis dazugegeben - und dafür hab ich dann die Kräuter weggelassen ... alles anders also.

18.8.13 10:17, kommentieren

19. und 20. August

Gestern war es die übliche Resteesserei in Form einer kalten Platte, köstlich wie jedes Mal die Paradeiser, und das heutige Essen kann ich euch nicht guten Gewissens zum Nachkochen empfehlen, muss ich schon sagen: Nach dem üblichen Salat war es eine Schwarzbrotsuppe, aber danach wenigstens ein Schüsserl süßer Ribiseln.

Die Brotsuppe habe ich folgendermaßen verbrochen: ein ziemlich hartes Scherzerl von einem grundsätzlich guten Vollwert-Schwarzbrot habe ich in kaltem Wasser eingeweicht und nach einiger Zeit mit zwei kleinen Knoblauchzehen langsam zum Kochen gebracht. Das aufgeweichte Brot habe ich zerkleinert, alles gesalzen und mit etwas Milch verdünnt. Zum Schluss kam noch ein Esslöffel gehackter Petersil hinein.

Das war typisch der andere Extrempunkt zur Frage "Schmeckt dir das eigentlich, was du da isst?"

Den Rest vom Brot kriegen die Hendln, keine Frage.

21.8.13 10:55, kommentieren

21. August

Dafür versöhne ich mich heute wieder mit mir selber, indem ich mir ein Kürbisrahmgemüse mit Erdäpfeln kredenze.

Während die Erdäpfel dämpfen, rasple ich das letzte Stück vom aktuellen weißen Gartenkürbis grob, koche den mit wenig Wasser, Salz und Kümmel bissfest und rühre dann ein Gmachtl aus viel Rahm und einem Löffel Speisestärke ein.

Meine Mutter macht das übrigens anders. Die bereitet extra eine Einbrenn, in der sie dann auch noch ein bisserl gehackten Zwiebel anbrät, und gibt dann erst den Kürbis dazu, erhitzt ihn nochmal und rührt zum Schluss nur mehr den Rahm ein.

Und gerade fällt mir ein, dass zu dem Ganzen vielleicht noch ein gekochtes Ei passen würde. Das überlege ich mir aber noch. (Natürlich passt auch ein Bratwürsterl, eine gebratene Knackwurst oder ein faschiertes Laberl - hab ich aber grad alles nicht.)

21.8.13 11:00, kommentieren

22. und 23. August

Gestern zum Sonderpreis wieder mal sehr gut in der Hollerei gespeist. Heute zum Mittagessen eingeladen gewesen. (Und wer verbraucht das Gemüse, das in meinem Kühlschrank lagert?) Jedenfalls hat es geröstete Hühnerleber mit Fladenbrot gegeben - Reis oder gekochte Erdäpfel passen aber auch sehr gut dazu.

Zuerst wird, nehme ich mal an, in ausreichend heißem Fett gehackter Zwiebel angebraten. Dann kommt die mundgerecht geteilte Leber dazu und wird auf allen Seiten scharf angebraten. Als Würzung empfiehlt sich Pfeffer und Majoran bzw. Oregano. 

Das ganze wird mit etwas Wasser aufgegossen, damit die Leber ein bisserl dünsten kann. Wer mag - ich mag! - gibt eine Handvoll klein gewürfelte Äpfel dazu. Kurz bevor die Leber essfertig ist (ich mag sie lieber, wenn sie auf der Zunge zergeht), kann bei Bedarf mit ein bisserl Mehl gestäubt werden, um das Safterl sämiger zu machen. Oder eine rührt, zum gleichen Zwecke, einen Teelöffel Speisestärke mit einem Schluck kaltem Wasser glatt und gibt das dazu.

Ganz zum Schluss erst wird gesalzen und alles zu Tisch gebracht.

24.8.13 16:35, kommentieren

24. August

Zum Ausgleich hab heute ich den Nachbarn zum Mittagessen eingeladen, und es gab Zucchinicremesuppe auf die übliche Art und nachher einen ordentlichen Scheiterhaufen.

Ich habe nämlich, ich gestehe es ungern, Motten im Kuchlkastl entdeckt. Jetzt wird gnadenlos der gesamte Vorrat verbraucht, bevor wieder was Neues reinkommt. Und als erstes sind mir die trockenen Semmeln in die Hände gefallen. (Nehmen eh viel zu viel Platz weg.)

Also habe ich eine hinreichend große ofenfeste Form mit Butter ausgeschmiert und dann drei große säuerliche Äpfel geschält und in dünne Spalten geschnitten. Danach habe ich zwei Eier verschlagen, mit Obers und Milch aufgegossen und die Semmelscheiben eine nach der anderen darin eingetaucht und den Boden der Form damit ausgelegt.

Drauf kam die Hälfte der Äpfel, etwas Zucker und Zimt, und dann gings wieder los mit den Semmeln. Danach wieder Äpfel-Zucker-Zimt und drüber die restlichen Semmeln. Das übrige Milch-Ei-Gemisch hab ich zum Schluss drübergeträufelt.

Die Form kam bei 200 Grad ins Rohr (Ober- und Unterhitze) und der Scheiterhaufen buk dortselbst etwa 50 Minuten.

Und wir haben ihn restlos verputzt, trotz der Suppe vorher.

24.8.13 16:42, kommentieren

25. August

Das antizipative Gejammer des Kindes wegen angekündigtem Melanzanigemüse mit Teigwaren hat sich als unnötig herausgestellt. Die vorgeschriebene Portion konnte wegen Wohlgeschmacks anstandslos verzwickt werden. (Und vermutlich wegen der in Aussicht gestellten Nachspeise.)

Den letzten Rest der ungarischen Teigwaren habe ich weich gekocht und beiseite gestellt.

Dann habe ich - für meine Verhältnisse - reichlich Olivenöl erhitzt und ordentlich Knoblauch drin angebraten. Nach wenigen Minuten kam die in kleine Würfel geschnittene Melanzani dazu und wurde einige Minuten angebraten, danach gut gesalzen, nochmals gut durchgerührt und zugedeckt noch ein bisserl geschmort.

Exkurs: von der Masse hab ich die Hälfte in ein Schraubglas gefüllt, gut hineingedückt, das Glas mit Olivenöl randvoll angefüllt und sofort verschlossen. Ausgekühlt wird es in den Kühlschrank kommen. Damit bewahre ich mir den Sommer noch für einige Wochen ...

Bei Tisch kamen noch einige Ribisel-Paradeiser aufs Gemüse, und vom Parmesan nahmen wir uns auch reichlich.

25.8.13 11:53, kommentieren

26. August

Dass der Zahnarzt mich wider Erwarten nicht malträtiert hat, habe ich zum Anlass genommen, spontan beim Running Sushi einzufallen und mir dort die Wampe vollzuschlagen. (Was das Kind im Kindergarten übrigens auch getan hat. Mit drei Portionen Scheiterhaufen.)

Morgen gibt es dann keine Ausrede mehr, da koche ich wieder.

26.8.13 14:16, kommentieren

Zwischendurch

Kochkunst, sagt Herr Nahr, ist eine ebenso angenehme wie heimtückische Methode, Muskelfleisch in Bauchspeck zu verwandeln.

(Hab ich grad im Internet gefunden.)

27.8.13 08:41, kommentieren

27. August

Langsam arbeite ich meine Reste-Liste auf. Wenn ich heute die gratinierten Mangoldstiele mit Rote-Rüben-Salat gegessen haben werde, findet sich im Kühlschrank nur mehr eine überfällige Gurke. Aber die krieg ich auch noch rum.

In eine feuerfeste Form habe ich zwei Esslöffel Olivenöl gegeben. Darauf kamen zwei kleine Erdäpfel, roh, geschält und in dünne Scheiben geschnitten. Dann die Handvoll blanchierter Mangoldstiele, dann noch zwei Erdäpfel wie oben und drüber ein Guss, wo ich alles reingerührt habe, was Gott verboten hat. Außer Salz.

Leute, wenn ihr das nachkochen wollt, vergesst das Salzen nicht. Ich habs nämlich vergessen, fällt mir gerade ein, jetzt wo die Form schon im Ofen ist, und ich weiß noch nicht, was mich da geschmacklich erwarten wird.

Jedenfalls habe ich einen Guss aus einem Rest geriebenem Parmesan, einem Rest Rahm (zwei Esslöffel etwa), zwei Esslöffeln Semmelbröseln, einem Esslöffel Saiblingspesto vom Grossauer und einem Ei gerührt. Kräuter wären vielleicht auch noch eine Idee gewesen. Hatte ich aber keine Lust drauf.

Der Guss kam auf das Gemüse, wurde glattgestrichen und die Form steht jetzt für ein knappes Stünderl bei 200 Grad im Ofen. (Vielleicht auch kürzer, ich werde das durch regelmäßiges Besichtigen entscheiden können.)

Dazu esse ich eine Portion Rote-Rüben-Salat, die in meinem Kühlschrank auch schon viel gesehen hat ...

27.8.13 10:48, kommentieren

28. August

Heute war es wieder "ich schau mal ins Gemüsebeet und entscheide dann, was ich koche". Und es wurden Teigwaren quasi alla carbonara. Auf Mangold hatte ich einfach keine Lust.

Hab ich also die Fleckerl gekocht und daneben das Gleitmittel fabriziert. In wenig Rapsöl habe ich ein geschnittenes Zwiebelhapperl glasig gedünstet, geschnittenen Speck dazugegeben und alles gut durchgebraten, mit einem Rest Obers aufgegossen und dann ein Ei hineingecremt.

Wobei, das nächste Mal brate ich zuerst das Ei und gieße dann mit Obers auf. Und außer Salz würde ich auch noch mit Rosmarin würzen.

Jedenfalls hab ich da hinein die Fleckerl gegeben und alles gut miteinander vermischt. Den üblichen Salat gabs auch dazu: Paradeiser und Gurken, leicht gesalzen und mit Balsamico beträufelt.

30.8.13 15:58, kommentieren

29. August

Leider kann aus dem Rot, das ich immer noch sehe, und dem Blau, das ich seit heute sehe, kein gscheites Lila werden. Paradeiser und Zwetschken passen einfach nicht zusammen.

Heute haben wir mit der Pflückerei mal begonnen, für den Powidl. Die restlichen dürfen noch oben bleiben; mal sehen, wie die in drei Wochen ausschauen.

Den Powidl - habe ich das hier schon mal geschrieben? - mache ich nach dem Rezept einer wojwodinischen Bekannten ganz simpel im Backrohr. 

Dazu wasche ich einen großen Bräter (Metall oder Email) sehr gut aus, fülle ihn gegupft mit Zwetschkenhälften und stelle ihn bei 150 Grad Ober- und Unterhitze ins Rohr. Dort lasse ich ihn erstmal zwei Stunden oder so ungestört, damit die Zwetschken ordentlich safteln können. Ab dann rühre ich hin und wieder um.

Der Prozess kann Stunden um Stunden dauern, aber er stört den üblichen Ablauf nicht und versaut nicht die Küche. - Ruza ließ den Powidl sogar über Nacht im Backrohr köcheln, aber die Chuzpe hab ich nicht. Wenn ich das Haus für länger verlasse, drehe ich den Ofen auch ab.

Sobald ich das Gefühl habe, jetzt ist er von der Konsistenz her richtig, fülle ich ihn in Twist-Off-Gläser und lasse die langsam auskühlen. (Die ganz Vorsichtigen unter euch können den Powidl auch nochmals in ein Reinderl umfüllen und nochmals aufkochen, aber ich warne euch: es spritzt nur unnötig in der Gegend herum!)

30.8.13 16:05, kommentieren

30. August

Die heute kinderlose Sparköchin hat die Gelegenheit genutzt und sich eine höllenscharfe Bulgurpfanne geschmurgelt. Und zwar so:

Der Bulgur kochte mit Salz vor sich hin, eh wie immer, und ich hab in einem Esslöffel Olivenöl ein geschnittenes Zwiebelhapperl glasig gedünstet. Dann kam ein Stück vom Zucchini dazu, in kleinen Teilen, und ein paar Cocktailparadeiser. Als alles halbwegs durch war, kamen ein paar Esslöffel vom Bulgur dazu, Salz und zwei Messerspitzen vom ungarischen Teufelszeugs (Erös pista, wen es interessiert).

Hui!

30.8.13 16:09, kommentieren