Der Sparküche-Blog.

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20. Juli

Jessas, ich bin schon wieder spät dran mit dem Schreiben. Also: es gab faschierten Braten mit Reis und Paradeissalat.

Die Sache mit dem faschierten Braten entzieht sich völlig meiner Kenntnis, aber es muss ungefähr so gehen: Faschiertes mit gehacktem Zwiebel, einem Ei, vielleicht einer in Wasser eingeweichten und gut ausgedrückten Semmel (aber eigentlich eher nicht) und Salz sowie gehackten Kräutern gut abmischen, eine Rolle oder einen Laib formen und das Ergebnis in ein gewässertes Schweinsnetz einwickeln. - Und genau das ist der Grund, warum ich mich immer drauf einladen lasse und nicht selber mache.

Der Reis dünstete wie üblich und der Paradeissalat bestand aus geschnittenen Paradeisern, gehacktem Zwiebel, Schnittlauchröllchen und einer ortsüblichen Marinade aus Wasser, Essig, Zucker und Salz. (Aber darauf wärt ihr vermutlich sowieso gekommen.)

22.7.13 16:44, kommentieren

21. Juli

Pasta mit Gemüse gibts bei uns immer dann, wenn entweder was dringend weg muss, es schnell gehen soll oder mir nix anderes einfällt.

Diesmal habe ich drei knackfrische Knoblauchzehen in etwas Öl angebraten (dass die Teigwaren inzwischen kochten, ist euch eh klar, oder?) und habe eine klein gewürfelte Karotte dazugegeben und die ordentlich angebraten. Dann kam ein Stück Zucchino, in mundgerechten Happen, dazu und wurde ebenfalls ordentlich angebraten. Danach habe ich gesalzen und mit einigen Esslöffeln gekochter Paradeiser aufgegossen. Dem Kind zuliebe kam dann noch ein Löfferl Zucker dazu, um die Paradeiser zu "entschärfen". Das alles schmurgelte noch einige Minuten vor sich hin, bevor - welche Gemeinheit! - ein Esslöffel gehackter Petersil untergerührt wurde. (Da war dann der Rest vom gebratenen Fisch auch schon egal.)

Vom Nachbarn schnorrte ich einen herben Salat - den ich dem Kind dann aber nicht auch noch zumutete ...

22.7.13 16:50, kommentieren

22. Juli

Hui, heute hab ich Tratsch und Essen verbunden. Wir haben uns in der Hollerei (1150 Wien, Hollergasse 22) verwöhnen lassen. Die bieten, noch bis Ende Juli, das sommerliche Menü für zwei zum Preis von einem an (eh schon nicht wenig: 25 Euro).

Der Koch hat sich echt ins Zeug gelegt; das war große vegetarische Küche, muss ich schon sagen.

Vielleicht geh ich nochmal, das zahlt sich echt aus.

22.7.13 16:53, kommentieren

23. Juli

Für die heutige Schlemmerei mit Nachbars muss ich nur den ersten Gang mitbringen: Kohlrabicremesuppe. Das Rezept für die folgenden Marillenknödel, nämlich mit Erdäpfelteig, werde ich bei Gelegenheit nachreichen; die fabriziert der Nachbar.

Also köchelt auf meinem Herd bereits die Suppenbasis aus zwei großen heurigen Erdäpfeln und eineinhalb mittleren Kohlrabi, beides klein geschnitten (und die Schalen kriegen selbstverständlich die Hendln), mit Salz und Kümmel.

Wenn das Gemüse weich sein wird, werde ich alles pürieren und mitnehmen. Weil die Nachbarin kein Milchzeugs verträgt, wird sie sich eine Portion aus dem Topf schöpfen und mit Sojazeugs verfeinern, und ich nehme für uns andere dann normales Schlagobers.

Ob wir auch Semmelwürferl einwerfen (in die Suppe), wird davon abhängen, wie viele Marillenknödel wir anschließend erwarten dürfen ...

 

Wer von euch gern zwischendurch süß trinkt und eine Wiese vor der Haustür hat, kann es mir gleichtun und gach einen Schafgarbensaft ansetzen: von der Schafgarbe die Blütenstände abzupfen, in ein Glas geben, mit Zitronensäure bestreuen, mit kaltem Wasser aufgießen und zugedeckt für 24 Stunden (oder so) in die Sonne stellen. Danach abseihen und beliebig Zucker darin auflösen, abfüllen und gekühlt lagern.

 

Nachtrag: es war kein Erdäpfelteig, sondern Topfenteig, und den kennt ihr von mir zur Genüge. Und es waren auch Pfirsiche dabei, riesige, und das ist grundsätzlich keine gute Idee, weil bis die Pfirsiche endlich durch sind, ist der Teig schon zerfleddert. Aber die Marillenknödel waren köstlich.

23.7.13 11:10, kommentieren

24. Juli

Weil mir die Kocherei heute ein bisserl danebengelungen ist, hab ich ein Verlegenheitssupperl für morgen gekocht. Heute gab es Nudeln mit Zucchini und Speck und danach Obst.

Dazu hab ich in einem uralten Champion-Pfanderl (nur die wirklich Erwachsenen werden wissen, wovon ich rede) den Rest vom geschnittenen Speck ausgelassen und darin ein ordentliches Stück vom Zucchini drin angebraten. Dazu kam ein Teelöffel vom afrikanischen Curry, der briet mit. Dann kamen die in der Zwischenzeit gekochten Fleckerl dazu, noch ein bisserl Salz und alles wurde vermischt.

Zumindest war das der Plan. Leider legte sich das Zeug aber sowas von an die Pfanne an, dass nur mehr drei Viertel der Menge zum Essen übrig blieb. Mist, elender!

Aber die drei Viertel schmeckten hervorragend. Grad dass noch ein kleines Portiönchen für morgen übrig geblieben ist ...

25.7.13 18:14, kommentieren

25. Juli

Nun zum Verlegenheitssupperl, als Vorspeise zu den Nudeln von gestern und einem erstklassigen Marillenjoghurt.

Weil sich doch gestern soviel angelegt hatte, dass es beim besten Willen nicht runterzukratzen war, habe ich kurzentschlossen etwas vom Nudelkochwasser draufgegossen, alles nochmal erhitzt und eine Zeitlang geköchelt.

Jetzt löste sich alles und wurde zu einer sämigen Flüssigkeit, worauf ich die Idee bekam, den Rest vom Zucchino klein zu schnippeln und dazuzutun.

Gesagt, getan, auch noch ein bisserl gesalzen, und die Suppe war fertig und schmeckte ganz wunderbar. Natürlich hätte ich sie pürieren können, aber sie schmeckte mir auch so. Mal sehen, was das Kind übermorgen sagt, wenn es kosten darf ...

25.7.13 18:19, kommentieren

26. Juli

Lasst euch sagen: Keksebacken im Sommer ist nicht die Beschäftigung der Wahl; die Hitze ist für den Mürbteig genauso eine Qual wie für die Bäckerin. Weil keksbedingt im Zeitdruck, ging sich heute nur Kürbisrahmgemüse mit Couscous aus. (Kaum ist der Tiefkühler halbwegs  aufgeräumt, kommt schon das heurige Gemüse daher.)

Also habe ich ein Stück vom weißen Gartenkürbis - butterweich und aromatisch, das Ding! - entkernt, geschält und grob geraspelt und dann mit Salz und wenig Kümmel und Wasser weich gedünstet. Da hinein kamen zwei Esslöffel Rahm, verquirlt mit einem Teelöffel Speisestärke.

Und über eine Handvoll gesalzenen Couscous kam die doppelte Menge kochendes Wasser (aber natürlich NICHT mit der Hand gemessen), und der war genau zur gleichen Zeit fertig.

26.7.13 10:54, kommentieren

27. Juli

Hach, hat sich das Kind heute wieder durchs Essen gequält. Obwohl ich vom Kichererbsencurry mit Gurkensalat eh alle Kichern rausgeklaubt hatte. Naja. Wenigstens konnte ich danach ein Marillenjoghurt servieren.

Für das Curry hab ich, eh wie immer, die Kichern am Vorabend eingeweicht und heute weich gekocht (ohne Salz) und abgeseiht. Mit leichter Röstnote allerdings, weil zwischendurch das Wasser verkocht war, aber es ging gerade noch.

Danach hab ich ein bisserl Öl im Reinderl erhitzt, ein geschnittenes Zwiebelhapperl drin angebraten und einen Teelöffel Curry Oriental. Dann kam diverses klein geschnittenes Gemüse dazu (Fisolen, Kohlrabi und so) und der Rest aus dem Glas gekochter Paradeiser (die heurigen kommen hoffentlich bald!). Noch mit ein bisserl Wasser aufgegossen, gesalzen und einige Zeit schmurgeln lassen.

Dem Kind hab ich einen Rest Nudeln erwärmt und darüber das Gemüse gegeben. Für meinen Gurkensalat hab ich die Gurke geschält (es ist eine Feldgurke eigener Ernte, da muss das sein) und grob geraspelt, gesalzen und gepfeffert und mit zwei Esslöffeln Rahm verrührt. Das Kind aß seine Gurke geschält und in dünne Scheiben geschnitten, mit ein paar Tropfen Balsamico.

29.7.13 10:37, kommentieren

28. Juli

Um den häuslichen Frieden nicht nachhaltig zu trüben, hat das Kind heute Couscous mit gebratenem Ei und Chutney gegessen - nicht dass es nicht trotzdem was zu meckern geben könnte (Zuviel! Zu heiß! Zuwenig Chutney!), während ich die Reste von gestern vernichtet habe.

Den Couscous hab ich wie immer ins Schüsserl gegeben, Salz dazu und mit kochendem Wasser übergossen. Während der quoll, hab ich im Pfanderl mit wenig Schmalz ein Ei mit Salz zur Eierspeis gebraten, den Couscous dazugemischt und das Chutney danebengeklatscht.

29.7.13 10:41, kommentieren

29. Juli

Nach eineinhalb Stunden Powerkochen in der Sommerhitze bin ich jetzt zwar erledigt, kann aber eine exzellente Gemüsecremesuppe essen und danach Polenta mit Fenchelgemüse. (Nein, dafür hab ich nicht so lange in der Küche stehen müssen. Ich hab auch noch Prinzessbohnen und jede Menge Fisolensalat fabriziert.)

Für die Polenta hab ich Salzwasser zum Kochen gebracht, anleitungsgemäß Maisgrieß eingerührt und quellen lassen.

Währenddessen kam die frisch geerntete Fenchelknolle, geviertelt, ohne Strunk und fein blättrig geschnitten mit Salz und wenig Wasser auf den Herd, kochte dort ein wenig, wurde dann mit Obers begossen, kochte weiter und wurde schließlich mit feinem Dinkelgrieß bestäubt, um die Flüssigkeit zu binden.

Und nachher gibts noch ein paar Kekse, jawoll.

29.7.13 10:45, kommentieren

30. Juli

Dadurch, dass von gestern noch reichlich da war, hab ich mir heute das Kochen erspart. Was ich mit dem immer noch vorhandenen Rest der Polenta machen werde? Keine Ahnung.

30.7.13 17:57, kommentieren

31. Juli

Mein Kürbisgemüse mit Polenta hab ich heute variieren müssen, weil kein Rahm im Haus ist. Und bei der Hitze Milchprodukte einzukaufen kam mir blöd vor.

Also hab ich wie immer den Kürbis geschält, entkernt (die Reste kriegen die Hendln) und grob geraspelt und sodann mit Salz und wenig Kümmel in wenig Wasser bissfest gedünstet.

In der Zwischenzeit hab ich 5 Esslöffel Obers mit einem Esslöffel Speisestärke glattgerührt und bei passender Gelegenheit in den Kürbis gerührt, noch einmal unter Rühren aufkochen lassen und dann als fertig betrachtet.

Ehrlich gesagt, hat mir die säuerliche Note gefehlt. Da hab ich doch glatt ein paar Tropfen vom Balsamico eingerührt, und gut wars.

31.7.13 18:18, kommentieren

1. August

Zum Glück ist im Kühlschrank noch eine Portion blanchierter Prinzessbohnen aufgetaucht. Zusammen mit den letzten Erdäpfeln wird das heute ein Erdäpfel-Fisolen-Gröstl.

Dazu werde ich ein Stückerl Speck klein schneiden und auf kleiner Flamme auslassen. In diesem Fett werde ich möglicherweise ein Stück Zwiebel, geschnitten, anrösten. Vielleicht aber auch nicht.

Was ich jedenfalls drin anrösten werde, sind ein paar Heurige, gedämpft und in Scheiben geschnitten. Wenn die schön knusprig ausschauen, gebe ich die Fisolen dazu und mische vorsichtig alles durch. Dann noch Salz und Pfeffer drüber, und auf den Teller damit.

31.7.13 18:22, kommentieren