Der Sparküche-Blog.

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17. Dezember

Der Nachbar hat nicht nur den Kürbis, sondern auch zwei Handvoll übrig gebliebenen Erdäpfelteig gespendet, bevor er sich in den wohlverdienten Urlaub verabschiedet hat. Aus diesem gibts heute abgeschmalzene Erdäpfelnockerl mit Kürbisrahmgemüse.

Hierfür habe ich gestern schon vom Teig mit dem Teelöffel kleine Portionen abgestochen und in wallendem Salzwasser gekocht, bis sie aufgestiegen sind. Heute habe ich diese Nockerl in heißer Butter gewendet und zu folgendem Kürbisrahmgemüse (aus dem Rest des Langen von Neapel) serviert: den Kürbis raspeln und in wenig Salzwasser bissfest dünsten, mit Kümmel und Pfeffer würzen. Einen Esslöffel Rahm mit einem Teelöffel Speisestärke glatt rühren und in das köchelnde Gemüse gießen, gut durchrühren und noch eine Minute weiterköcheln lassen, dann vom Herd nehmen.

16.12.12 13:52, kommentieren

18. Dezember

Wenn das Kind nicht mitisst, kann ich mir die Kombination aus Fisolen und Erdäpfeln erlauben. Dann hab ich Speck auch gleich genommen und mir ein herrliches Fisolen-Erdäpfel-Gröstl gekocht.

Den Speck habe ich in dünne Streiferl geschnitten und bei geringer Hitze in der Pfanne ausgelassen. Währenddessen standen die mehligen Erdäpfel schon lange zum Dämpfen auf dem Herd, übrigens. Jedenfalls kam ein geschnittenes Zwiebelhapperl zum Speck und brutzelte mit. In der Zwischenzeit habe ich die Erdäpfel geschält und in Scheiben geschnitten, und in die Pfanne damit, und Salz und Pfeffer auch gleich. Immer schön  rühren zwischendurch.

Zuletzt kam eine Handvoll aufgetauter blanchierter Prinzessbohnen (ein Überbleibsel vom letzten Jahr - jetzt sind die auch endlich weg!) dazu, wurden kurz miterhitzt, und fertig.

22.12.12 11:18, kommentieren

19. Dezember

Nach dem bewährten Muster des Osterhasenpuddings habe ich heute für das kranke Kind und mich ein Nikolausgrießkoch fabriziert.

Ist nix übrig geblieben

22.12.12 11:20, kommentieren

20. und 21. Dezember

Gestern und heute war, als Folge der terminreichen Vorweihnachtszeit, außerhäusliche Fremdversorgung angesagt.

Jetzt hängen mir diverse Leberkässemmerl, Gemüseweckerl und Wurstsemmeln zum Halse heraus, und morgen werde ich wieder selbst kochen.

22.12.12 11:21, kommentieren

22. Dezember

Weil das haushaltszugehörige Kind bei seiner Freundin spielte und von dort partout nicht weg wollte - und weil die Distanzen in der Siedlung durchaus überschaubar sind -, schleppte ich also einen Topf Gemüsecremesuppe zu Nachbars, damit wir dort alle gemeinsam essen konnten. Außerdem hatte ich noch drei gekochte Erdäpfel und ein paar Scheiben Bärlauchbutter mit. Was wie die Faust aufs Auge zum dortigen Kürbisrisotto passte.

Was aber egal war, irgendwie wurde alles soweit aufgegessen.

In der Gemüsecremesuppe waren diesmal ein Erdapfel, zwei Knoblauchzehen, ein halbes Lorbeerblatt und tüchtig Salz sowie ein Esslöffel Sellerie, zwei Karotten und fünf Topinamburknollen. Und ein kleiner Kohlrabi, aber der war so holzig, dass ich ihn nur halbierte und in der Suppe ausgekocht habe. Der war nachher nicht einmal mehr als Hendlfutter zu gebrauchen.

Dann die übliche Prozedur: Gewürz raus, pürieren, mit Obers verfeinern.

22.12.12 21:23, kommentieren

23. Dezember

Bekocht werden ist immer nett, besonders allerdings, wenn das eigene Lieblingsessen dran ist (und das Kind essensmäßig das Nachsehen hat). Heute hat meine Mutter mir Spießerl mit Braterdäpfeln vergönnt.

Dafür hat sie auf Holzspieße abwechselnd Scheiben vom Schweinslungenbraten und vom Jausenspeck gesteckt, mit allerhand dazwischen, dann die Spießerl gesalzen und in der Pfanne rundherum gebraten.

Dazu gab es die erwähnten Braterdäpfel (gekochte, geviertelte Erdäpfel mit Öl und Salz in der Pfanne braun gebraten), Ketchup, Chilisauce, Chutney, Senf und gehackten Zwiebel.

Vielleicht sollte ich das "allerhand dazwischen" noch erklären. Mein Vater mag es gern scharf, der kriegt Zwiebel und Chilistücke dazwischengesteckt. Wir Frauen hatten weniger Zwiebel, dafür jede ein Schwammerl am Ende. (Warum auch immer.) Für das Kind gab es eine Spezial-Bestückung mit Würsteln und Leberkäse. War trotzdem nicht nach seinem Sinn.

24.12.12 12:21, kommentieren

24. Dezember

Tag des Heiligen Abends. Viel zu tun. Kochen auch noch? Na gut, aber dann nur Nudeln mit Gemüse.

In der Sauce waren diesmal: ein geschnittenes kleines Zwiebelhapperl. Eine mit dem Sparschäler gehobelte Karotte. Eine klein gewürfelte Topinamburknolle. Drei Kapern. Eine Handvoll Erbsen aus dem Tiefkühler. Salz und Rosmarin, und - weil vom Sushi Take Away letztens übrig geblieben - eine Portion Sojasauce.

Alles in Olivenöl gebraten und mit den Dinkelhörnchen vermischt. Und bei Tisch mit Parmesan bestreut. Und Rote-Rüben-Salat dazugegessen.

Nein, das ist nicht zuwenig Gemüse, übrigens. Das Kind kann auf seinen Teil nämlich locker verzichten.

24.12.12 12:26, kommentieren

25. Dezember

Was meine Mutter heute servierte, ist typisch was, das bei mir nur im Ausnahmefall auf den Tisch kommt: Schweinsbraten vom Spanferkel mit Teigwaren und Blattsalat.

Werner Gruber hat im Rahmen der Serie "Science Busters" einmal live einen Schweinsbraten fabriziert. Das hat so kompliziert ausgesehen, dass es mir jeden Nipf genommen hätte, das nachzumachen. Im wesentlichen ist es ein Stück Fleisch (über den Fettanteil scheiden sich die Geister, aber jedenfalls ist das Fett der Geschmacksträger), das gewürzterweise in eine Pfanne mit etwas Wasser kommt und ins Rohr geschoben wird. Dortselbst verbleibt es mehrere Stunden, wird zwischendurch umgedreht und begossen, eventuell werden im Laufe der Zeit Gemüsestücke oder Erdäpfel dazugeschummelt. 

Irgendwann ist es dann durch, wird in Scheiben geschnitten und mit Saft und Gemüse serviert.

Manche essen auch Sauerkraut und Erdäpfelknödel zum Schweinsbraten, oder Krautsalat. Finde ich alles gut, solange ich nicht selber kochen muss.

26.12.12 13:58, kommentieren

26. Dezember

Dass ich heute Marillenknödel nach Art der Sparköchin auf den Tisch stellte, hatte mit der vormittäglichen Aufräumaktion zu tun. Nach der Keksback-Orgie der letzten Wochen fanden sich einige Resterl im Kühlschrank und im Kastl. Die notwendigen Semmelbrösel fanden sich allerdings leider nicht.

Außerdem war ich zu faul, um die Waage nochmals auszupacken. Also rührte ich den Teig überhaps an. Es war der beste seit langem. Original besteht er aus einem Viertelkilo Topfen, einem Achtelkilo Mehl, einem Sechzehntelkilo Butter, einem Ei, einer Prise Salz und einer Handvoll Grieß.

Er rastete eine Stunde im Kühlschrank, inzwischen zupfte ich aus dem Tiefkühler ein Packerl vorjähriger Marillen von total unterschiedlicher Größe. Ich kratzte das Eis runter und packte sie dann in Teigbatzen ein. Geordnet nach der Größe kamen sie dann in wallendes Salzwasser und blieben dort, bis sie aufstiegen und ein paar Minuten oben geschwommen waren.

Auf die fertigen Knödel kamen geriebene Walnüsse, Blütenhonig und ein Rest Schokoladenglasur.

26.12.12 14:08, kommentieren

27. Dezember

Heute habe ich mir erlaubt, Spinat zu servieren. Na servas. Glaubt eine gar nicht, wie so ein kleiner Fratz sich schon aufregen kann. Allerdings gibt es Kekse nur nach zufriedenstellender Menge an inhaliertem Mittagessen, das war letztendlich ein überzeugendes Argument. Es gab eigentlich Spinat mit Schinkenfleckerl und Erdäpfeln, und damit waren alle Restln aus dem Kühlschrank futsch.

Weil nämlich eine Portion gekochter Teigwaren von letztens übrig war, aber zuwenig für beide, habe ich für mich zwei große Erdäpfel gedämpft und geschält.

Die Hörnchen habe ich mit einem Esslöffel Öl erhitzt und gewürfelten Mangalitzaschinken (vom Weihnachtsessen) untergemischt. Den Spinat habe ich aus dem gekauften Packerl genommen (ganz was Neues!) und anleitungsgemäß zubereitet, mit Salz, Muskatnuss und einem Schluckerl Obers.

28.12.12 13:49, kommentieren

28. Dezember

Nach dem gestrigen Debakel habe ich das Kind heute mit Reis und Paradeissauce wieder versöhnt.

Letztere habe ich heute aus gekochten, aber nicht passierten Paradeisern zubereitet. (Das Glas war für den Kühlschrank zu hoch, habe ich beim Umschlichten festgestellt. Also weg damit.) Dafür habe ich sogar eine Einbrenn aus jeweils einem Löffel Butterschmalz und Mehl gemacht, in die ich das Glas Paradeiser kippte und erhitzt. Nicht ohne zu salzen und ordentlich zu zuckern - sodass es eine Art Ketchup wurde. Aber das macht ja nichts.

Den Reis habe ich wie üblich gedünstet: ohne Fett und nur mit Salz. Der ist immer ein Renner ...

28.12.12 13:54, kommentieren

29. Dezember

Es hilft nix: die Avocado muss dringend weg. Das Kind verweigert dieselbe aber. Also muss ein Kompromiss her: Hirse mit Avocadocreme oder Chutney oder Erdnusssauce.

Die Hirse habe ich anweisungsgemäß gedünstet, und dann haben wir jedeR das drübergelöffelt, was uns das liebere war.

Die Avocado habe ich zermanscht und mit Salz und Balsamico verrührt.

Die geplante Zucchinicremesuppe ist leider entfallen: das entsprechende Glas roch geöffneterweise schon nicht gut, aber wie scheußlich etwas Verdorbenes dann auch noch schmecken kann, verwundert mich immer wieder. Hui.

29.12.12 12:23, kommentieren

30. Dezember

Die meisten von euch wissen schon, was heute dran ist: der Rest von der Hirse als Hirseauflauf mit Äpfeln.

Dafür schlage ich von einem Eiklar Schnee und stelle ihn beiseite. Dann nehme ich ein Stück (6 - 8 Deka) weiche Butter, 10 Deka Zucker und den verbliebenen Dotter und rühre das alles unter Zugabe von etwas Salz glatt, manchmal würze ich mit ein bisserl Zimt.

Da hinein kommt die übrige gekochte Hirse, alles wird gut vermischt und zum Schluss wird der Schnee untergehoben. 

Die Hälfte dieser Masse kommt in eine gebutterte Auflaufform. Darauf kommt eine Lage geschälter, in Spalten geschnittener Äpfel (oder was halt sonst an Obst im Haus ist) und darauf der Rest der Masse.

Normalerweise setzt eine oben drauf ein paar Butterflocken. Aber ich will heute versuchen, Obers draufzuträufeln. Das ganze wird bei 200 Grad im Backrohr ungefähr eine gute halbe Stunde gebacken. Vielleicht auch ein bisserl länger, im Zweifelsfall.

Wer will, beträufelt bei Tisch mit einem guten Sirup.

 

Das heutige Suppenglas war übrigens erstklassig erhalten: im Sommer hatte ich meinem Vater die "Abfälle" des erlegten Hechts abgeschnorrt - Kopf, Schwanz, Rogen und Gräten - und draus, in einem hinreichend großen Topf, mit Suppengemüse und Gewürzen einen Fond gekocht. Heute habe ich ein Glas davon verdünnt und aufgekocht. Weil die Suppennudeln gar waren ("alle" für die deutschen Freunde), habe ich eine Handvoll Grieß eingekocht. Und mit geschnittener Dille bestreut. Sehr delikat, anerkannte sogar das haushaltszugehörige Kind.

29.12.12 18:33, kommentieren