Der Sparküche-Blog.

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26. Juni

Hitze und ein straffer Terminplan sind meiner Kochlust nicht zuträglich. Heute bin ich aber wenigstens, dem Zahnarzt entronnen, ins Gemüsebeet gewankt, um diesem zwei Handvoll Blattsalate zu entreißen.

Die habe ich dann mit ein paar übrig gebliebenen Cocktailparadeisern, gehackten Kräutern, Salz und Balsamico vermischt, die letzten Stücke vom eingefrorenen Räucherfisch drübergestreut und das ganze mit Gebäck als Sommersalat mit Räucherfisch verspeist.

(Das konnte ich mir allerdings auch nur leisten, weil das Kind woanders gegessen hat.)

26.6.12 20:31, kommentieren

27. - 29. Juni

Manchmal lassen die von myblog uns BloggerInnen technisch verhungern. Aber die drei Tage gibts sowieso nur Fremdessen, terminbedingt.

Dafür sind die ersten Marillen vom Baum gefallen, was mich zur Herstellung der weltbesten (meine Mutter ausgenommen) Marillenmarmelade zwingt.

Und die geht so:

Ich nehme nur die Marillen, die in jedem anderen Kochbuch auf den Kompost geschmissen werden. Die ganz weichen, zerdrückten, unglaublich reifen, die von allein oder allerspätestens beim ersten zaghaften Anbeuteln am Baum runterfallen. Das ist eine mörderische Arbeit, die noch ein bisserl zu säubern, die schlechten Stellen (nur die braunen!) zu entfernen und den Rest zu zerkleinern - meistens erledigt sich das von selbst, wenn ich sie ein bisserl zu scharf anschaue, aber den Gatsch dann noch ins Reinderl zu kriegen ist die wahre Herausforderung.

Jedenfalls koche ich die Masse dann mit wenig Zucker (vielleicht 10 Deka aufs Kilo Frucht) einmal ordentlich auf. Weil ich meistens wenig Zeit habe, oder noch zu wenige Marillen, kühlt die Masse dann ab, mit einem Tuch zugedeckt, und wartet auf den zweiten Akt. Dann koche ich sie nochmals auf, mit oder ohne Neuzugang, und dann köchle ich das ganze so lange weiter, unter fast ständigem Rühren, bis ich beim Rühren den Topfboden sehe und sich an der Oberfläche eine Art Haut (die aber keine ist) leicht zu wuzeln beginnt.

Wenn ich mir nicht sicher bin, koste ich nochmal und gebe bei Bedarf noch ein bisserl Zucker dazu, koche nochmals auf und warte wieder auf Bodensicht.

Dann, zack, randvoll in Twist-Off-Gläser (sauber und trocken) gefüllt, auf den Kopf gestellt in eine Decke gewickelt auskühlen lassen. - Und ihr wisst eh, was randvoll heißt: beim nächsten Teelöffel würde das Glas übergehen.

Alles andere, meine Lieben, wird ein müder Abklatsch von Marillenmarmelade. Bitte versucht es auf meine Art. Ihr werdet Heiratsanträge kriegen dafür, glaubt mir.

28.6.12 20:00, kommentieren