Der Sparküche-Blog.

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18. Mai

Obwohl von den Schinkenfleckerl noch reichlich da war, konnte ich nicht an mich halten und habe einen Haufen Reis gedünstet, weil der werte Mitreisende eine Schüssel voll Sauce Bolognese mitgenommen hatte. Wie das heißt, was wir da aßen, kann ich euch nicht sagen (nennen wir es gnadenhalber Reis Bolognese), aber es hat uns hervorragend gemundet.

Man soll nicht in ungewohnten Mengen kochen. Sowas von verpappt ist mir der Reis überhaupt noch nie in diesem Jahrtausend. Weil aber Hunger der beste Koch ist, haben wir trotzdem alles von der Sauce und einen Teil vom Reis vertilgt.

22.5.12 20:52, kommentieren

19. Mai

Aus Mitleid mit dem Reis habe ich ein kleines Stück Beinfleisch mit einer Tasse Suppengrün zu einer Suppe gekocht. Das Fleisch haben wir dann als gekochtes Rindfleisch mit Butterreis verspeist.

Nämlich habe ich für die Suppe wirklich nichts anderes gemacht als das geputzte Suppengrün mit ordentlich Salz und Wasser und dem Beinfleisch auf den Herd zu stellen und dort drei Stunden lang zu köcheln.

Vom Reis habe ich zwei Portionen mit einem Stück Butter und einem Esslöffel Wasser erwärmt. Das Fleisch in Scheiben geschnitten, das Suppengemüse daneben angerichtet und den Reis dazugeklebt, ähem. 

22.5.12 20:56, kommentieren

20. Mai

Danach wars endgültig genug mit der ländlichen Kocherei, und wir haben uns ein professionelles Pariser Schnitzerl mit Salat beim örtlichen Wirten gegeben.

Solltet ihr das nachkochen wollen - mir selbst ist jedwede Paniererei ja nach wie vor fremd -, klopft ein Schweinsschnitzerl vorsichtig flach und salzt und pfeffert es. Danach wird es beidseitig in Mehl gewendet und hernach in versprudeltem Ei. Und dann, anders als beim Wiener, wieder im Mehl.

Das gute Stück kommt dann ins heiße Fett (ihr wisst ja: Schmalz ist der Gipfel des Genusses) und wird bei mittlerer Hitze beidseitig schön goldgelb gebacken. So ein gemischter Salat passt herrlich dazu. Die ganz Hungrigen verpassen sich noch eine Portion Petersilerdäpfel.

22.5.12 21:00, kommentieren

21. Mai

Der örtliche Wirt hatte es zu gut gemeint. Von dem Schnitzerl ist etwa die Hälfte übriggeblieben. Na, ist doch gut, dass immer noch Reis da war. Wurde zu Pariser Schnitzel mit Butterreis kombiniert. Gut, dass auch der Hunger groß war.

Das Prozedere vom Butterreis kennt ihr ja jetzt. Auf diesen kam das Schnitzerl und darüber der Deckel des Reinderls. Dann habe ich den Herd abgeschaltet und das Schnitzel sozusagen im Reisdampf erhitzt.

22.5.12 21:04, kommentieren

22. Mai

Und heute war es dann endgültig genug mit dem Reis. Ich habe eine Konditorei aufgesucht und dort in munterer Reihenfolge deren Karte verkostet.

Den Rest vom Reis kriegen die Hendln.

22.5.12 21:06, kommentieren

23. Mai

Ein Blick in den Tiefkühler und einer aufs Gemüsebeet haben mich überzeugt: der vorjährige Mangold muss weg. Also gibts heute Hirse mit Mangold-Sauce und Ziegencamembert. Letzterer war ein Unfall, der ist, obwohl eh köstlich, als Rest geblieben und jetzt nimmer ansehnlich genug fürs Butterbrot.

Zuerst habe ich ein Viertelkilo Hirse mit wenig Salz anleitungsgemäß weich gekocht. Jetzt gehe ich gartenarbeiten und wenn mich mittags der Hunger packt, stelle ich eine Portion blanchierten geschnittenen Mangold mit einer Handvoll ebensolchem Bärlauch und einigen Löffeln Obers zu, salze und lasse alles einmal aufkochen. Dann rühre ich zwei weitere Löffel Obers mit einem Teelöffel Speisestärke glatt und das Gmachtl dann ins Gemüse.

Zum Schluss kommt der klein gewürfelte Käse in die Sauce, wird aber nur kurz miterhitzt, weil der sonst das Reindl gnadenlos verpicken würde.

Auf den Rest der Hirse freu ich mich heute schon!

23.5.12 10:44, kommentieren

24. Mai

Damit ihr mir nicht allzu sehr verwöhnt werdet: heute haben wir Pizza bestellt. Aber eh eine mit Spinat und Schafkäse.

Aber mein morgiger Vormittagstermin ist ins Wasser gefallen, da habe ich dann wieder Zeit zum Kochen.

24.5.12 18:28, kommentieren

25. Mai

Das heutige kinderlose Mittagessen nutze ich dafür, wieder einmal Erdäpfel zu kochen. (Die braucht das Kind nach wie vor nicht.) Aus den vorhandenen Zutaten habe ich feurige Rahmfisolen mit Dillerdäpfeln gekocht.

Die speckigen Erdäpfel habe ich über Dampf weich gedämpft und dann mit einem Stück Butter im Reinderl geschwenkt. Salzen, geschnittene Dille dazu (habe ich noch eingefroren), fertig.

Daneben habe ich eine Portion blanchierte geschnittene Fisolen in wenig Wasser mit Salz und (zu) viel Harissa aufgetaut und erhitzt. Dann habe ich je ein Resterl Rahm und Obers mit einem Teelöffel Speisestärke glatt gerührt und das zu den Fisolen gegeben. Vom Herd nehmen, durchrühren, fertig.

25.5.12 12:11, kommentieren

26. Mai

Frohgemut aufs Land zu fahren mit der Aussicht, den Rest der Hirse zu einem Hirseauflauf mit Äpfeln zu verarbeiten, kann sich als veritabler Reifenplatzer herausstellen, wenn eine nämlich dortselbst keinen Mixer vorfindet. Trotzdem behalte ich den Namen bei, auch wenn die Zubereitung (und das Ergebnis) nicht die Erwartungen erfüllte ...

Nämlich versprudelte ich dann zwei komplette Eier mit einer Handvoll Kristallzucker, woraufhin die Butter sich nicht ansatzweise in die Masse einfügte und in Form von kleinen Bröckerln herumschwamm.

Musste mir aber egal sein, also vermischte ich das ganze mit der gekochten Hirse und verrührte gut. Die Hälfte der Masse kam in ein Reinderl, das mit Butter ausgeschmiert war. Dann kam ein dreiviertel Apfel in Scheiben drauf, dann die zweite Hälfte der Masse. Auch oben hab ich noch Butterflockerl draufgetan.

Bei ungefähr 180 Grad ins Rohr und 40 Minuten belassen. (Weil wir nichts anderes hatten, haben wir trotzdem fast alles verputzt.) 

27.5.12 12:40, kommentieren

27. Mai

Weil am Ende dieser Un-Woche das Kind eine Magen-Darm-Grippe heimbrachte und brav an die Sparköchin weitergab, war dieser heute überhaupt nicht nach Kochen zumute. Das robuste Kind befand sich aber bereits auf dem Weg der Genesung und verlangte vehement nach Atzung.

Das äußerste, wozu ich mich überwinden konnte, war, eine Menge Nudeln zu kochen und aus dem Gefrierschrank eine Portion Sauce Bolognese zu ziehen und zu erhitzen. Hörnchen Bolognese.

Wobei das Zeug so gut gerochen hat, dass ich doch eine Handvoll davon kostete, aber zur Sicherheit gleich einen Schluck Whisky nachtrank. - Ist natürlich GANZ schlecht, denn Alkohol ist natürlich überhaupt kein Magentröster und auch kein Schlafmittel, lernst du in jeder Trinkerheilanstalt.

Leider hats trotzdem geholfen, ähem.

27.5.12 12:47, kommentieren

28. Mai

Der Pfingstmontag verlief nicht besser, kann ich euch sagen. Den Rest der Nudeln hab ich mit einem Stück Butter erhitzt, aus dem Tiefkühler eine Handvoll geriebener Mandeln untergemischt, bei Tisch gezuckert und mit Pfirsichmus (selbst gemacht, aber aus dem Glas) als Nussnudeln mit Pfirsichmus serviert.

31.5.12 09:12, kommentieren

30. + 31. Mai

Gestern war es nix außer einer halben Wurstsemmel.

Heute versuche ich es mit einem Chefinnensalat, den ich aus folgenden Vorräten zusammensuche: ein paar roten und grünen Salatblättern, entschneckt, einem gekochten Ei, zwei Scheiben in Streifen geschnittener Extrawurst und keiner Zwiebel, weil ich nämlich am Nachmittag noch zur Tante Doktor muss.

Aber, wenn ich mir das so überlege, könnte ich mit dem Ei auch einen Erdapfel mitkochen und dazuschneiden.

Und ein halbes Weckerl mit Frischkäse mitessen. Wenn mir das alles nur nicht zuviel wird.

31.5.12 09:17, kommentieren