Der Sparküche-Blog.

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18. März

Gestern abend habe ich eine ordentliche Portion Kichererbsen eingeweicht. Die koche ich gerade weich (immer ohne Salz, aber das wisst ihr vermutlich eh.) und fabriziere ein Kichererbsencurry nach Art der Sparköchin.

Heute ist das endgültig letzte Eckerl vom Mangalitzaspeck dran, das wird wie üblich fein gewürfelt und im Reinderl ausgelassen. Da drin wird ein Löffel voll Curry oriental mit einem geschnittenen Zwiebelhapperl angebraten und (der Zwiebel, nicht der Curry) glasig gedünstet. Dann gebe ich die Kichern dazu, salze und rühre gut durch.

Ein Glas gekochter Paradeiser kommt auch dazu, und ein Lorbeerblatt, und die Schwarten vom Speck, die ich aufgehoben habe. Solcherart schmurgelt das Curry jetzt ein Viertelstünderl vor sich hin. Dann verwerte ich den letzten Rest der Kürbisscheibe von neulich, nämlich schneide ich ihn in mundgerechte Würfel und gebe ihn ins Reinderl. Dort darf er fünf bis zehn Minuten mitschmurgeln, bevor ich das Reinderl auf den Tisch bringe und noch gach einen Esslöffel gehackten Petersil untermische.(Weil ich keinen Koriander habe, der würde sich nämlich noch besser machen.)

Die Speckschwarten essen nur die ganz Harten, übrigens. Aber sie geben einen guten Geschmack.

17.3.12 09:18, kommentieren

19. März

Das heutige Mittagessen war Pasta in Schinken-Obers-Sauce. Einmal was anderes.

Dazu wurden die Teigwaren (Bandnudeln) bissfest gekocht und abgeseiht. In der Zwischenzeit wurde in einer tiefen Pfanne in einem Löffel Butter ein kleines fein geschnittenes Zwiebelhapperl glasig gedünstet, dann kamen 10 Deka feinnudelig geschnittener Schinken dazu und wurde kurz mitgebraten. Dann das wichtigste: ein ordentlicher Schuss Obers, und dann auf kleiner Flamme cremig eingeköchelt. Salz und Pfeffer als Würze genügt. Wer möchte, isst einen Salat dazu.

20.3.12 21:39, kommentieren

20. März

Kleiner Exkurs: manchmal hat die Sparköchin einen Vogel. Neulich zum Beispiel, beim Kochen des Kicherncurry. Also: nicht groß, aber deutlich steht auf der Packung: für vier Portionen (und die sollten es werden) werden 200g Kichern über Nacht eingeweicht. Aber der vorsichtigen Sparköchin schien die Menge zu mickrig, also schob sie nochmal eine ordentliche Handvoll davon nach.

Und so hatte sie insgesamt sechs Portionen Kicherncurry, den Rest hat sie heute verputzt, auf zweimal, und jetzt hat sie länger genug davon. Schade, eigentlich.

20.3.12 21:43, kommentieren

21. März

Punktgenau zum Frühlingsbeginn strahlt die Sonne, das verführt zur Gartenarbeit. Was wiederum eine schnelle Küche erfordert. Also wurde es Couscous mit Mangoldsauce.

Den Couscous habe ich in ein Schüsserl gegeben, gesalzen und kochendes Wasser  (doppelte Menge) drübergeleert. Der braucht dann ungefähr zehn Minuten zum Quellen. In der Zwischenzeit habe ich einen Becher blanchierten, geschnittenen Mangold - den hatte ich in der Früh schon zum Auftauen rausgegeben - in vier Esslöffeln Obers erhitzt, gesalzen, ein paar Minuten geköchelt und mit einer Scheibe Bärlauchbutter verfeinert.

Das war mir dann allerdings immer noch zu mild, also kam noch ein halber Teelöffel vom ungarischen Teufelszeugs dazu, und dann war es wirklich scharf genug, hui.

Bei Tisch kam dann noch geriebener Parmesan drüber.

22.3.12 17:24, kommentieren

22. März

Jetzt im Frühjahr genieße ich die Vorräte vom letztjährigen Gemüsebeet ganz besonders. Mediterranes Gemüse mit Reis wurde es heute.

Dazu habe ich erstmal, wie immer, den Reis zugestellt. Und dann habe ich in (für meine Verhältnisse) reichlich Olivenöl ein grob geschnittenes Zwiebelhapperl angedünstet sowie einen Becher (aufgetaute) rohe Melanzaniwürferl. Jetzt kam Salz dazu, auf weitere Gewürze habe ich diesmal verzichtet. Und ein kleines Glaserl von meinen gekochten Paradeisern, die eine wunderbare Erinnerung an den Sommer sind, immer wieder ...

Deckel drauf und alles zehn Minuten lang geschmort. Zum Schluss wieder die ungarische Chilipasta dazu - oh, war das fein!

Wer lieber würzig als scharf isst, kann den Chili weglassen und Rosmarin oder Oregano dazugeben oder ein Lorbeerblatt mitschmurgeln.

22.3.12 17:32, kommentieren

23. März

Vom Couscous ist mir eine Handvoll übriggeblieben, und vom Reis auch. Da werde ich heute eine Resteverwertung probieren und Bratlinge nach Art der Sparköchin fabrizieren.

Die stelle ich mir folgendermaßen vor: Ich gebe den Couscous und den Reis in eine Schüssel, tue ein Ei dazu und einen oder zwei Esslöffel zerbröselten Schafkäse sowie gehackte Kräuter und Salz und Pfeffer.

Aus all dem rühre ich eine Masse, die ich dann in heißem Öl portionsweise, flachgedrückt, beidseitig herausbacke.

Wenn ich gut drauf bin, mache ich einen Kräuterrahm dazu. Wenn nicht, bringe ich mir vom Gemüsebeet eine Handvoll Vogerlsalat und ein paar Kräuter, Pimpinelle zum Beispiel oder die ersten kleinen Blätter vom Borretsch oder Löwenzahn mit. Oder was immer, Hauptsache ungiftig und knackig! Als Marinade reichen mir ein paar Tropfen Balsamico und ein Löfferl Kernöl.

22.3.12 17:40, kommentieren

24. März

Gebackenen Karpfen mit Salat gibts heute. Der ist ziemlich einfach zu fabrizieren - wenn eine nicht, so wie ich, die Paniererei verabscheut. Zum Glück bin ich eingeladen.

Jedenfalls werden die Karpfenfilets gesalzen und gepfeffert, auf beiden Seiten. Danach werden sie in Mehl gewendet, durch einen Teller mit verschlagenem Ei gezogen und zum Schluss in Semmelbröseln gewälzt.

Dann werden sie in einer Pfanne mit heißem Öl beidseitig langsam herausgebacken. Fisch ist zwar grundsätzlich schnell durch, aber beim Karpfen braucht die dicke Seite des Fischstücks doch immer ein bisserl länger.

Wir werden einen grünen Salat dazu essen, mit konventionellem Wiener Dressing (Wasser, Essig, Zucker und Salz) und vielleicht Kernöl.

 

22.3.12 17:44, kommentieren

26. + 27. März

Das sonntägliche Essen habe ich in einem Gasthaus genossen, und zwar ein Cordon Bleu mit gemischtem Salat.

Heute koche ich wieder selbst. Und zwar muss eine halbe Packung Semmelwürferl weg. Daher werde ich etwas ausprobieren: einen Semmel-Schafkäse-Auflauf.

Und zwar stelle ich mir das so vor: Ich weiche die Semmelwürfel in Milch ein, bis sie weich sind. Dann mische ich zwei kleine Eier drunter und würze mit Salz und Pfeffer. Wenn ich das Gefühl habe, dass die Masse zu weich ist, kommen noch Semmelbrösel in adäquater Menge dazu. 

Die Hälfte dieser Masse fülle ich in eine bebutterte Auflaufform. Dann kommt eine Lage zerdrückter Schafkäse drauf, und darüber der Rest der Masse. Obenauf erlaube ich mir, zwei Scheiben Bärlauchbutter zu plazieren.

Das kommt dann ins Rohr und wird bei 190 Grad Ober- und Unterhitze ungefähr 20 - 30 Minuten gebacken. Vielleicht mache ich mir ein Glas Karottensalat auf dazu, natürlich aus eigener Fertigung.

26.3.12 09:55, kommentieren

28. März

Das vorherrschende Gefühl: Frühlingseuphorie. Heute wieder im Garten gewesen, um ein paar Stengel Schnittlauch zu pflücken, und was ragte da bereits zart aus der Erde? Grünspargel! - Also, um der Wahrheit Ehre zu geben, sind die meisten (noch kurzen) Stangerl stricknadeldünn. Aber bei zweien habe ich nimmer das Gefühl der Kinderschänderei gehabt, als ich sie abbrach. Daheim habe ich je eine Handvoll Erbsen und Prinzessbohnen aus dem Tiefkühler genommen und zaubere heute eine Symphonie: Grünes Buttergemüse mit Schnittlaucherdäpfeln.

Dazu habe ich vier speckige Erdäpfel weich gedämpft und geschält. Fünf Minuten vor Garende kamen die Spargelstangerl dazu. Derweil hab ich in einem zweiten Reinderl reichlich Butter erhitzt und erst die Erbsen und dann die Fisolen drin geschwenkt und ein bisserl ziehen lassen. Dann noch den Spargel dazu, mit Salz und Pfeffer gewürzt und auf den Teller gegeben. Im Butterrest habe ich dann die geschnittenen Erdäpfel auch noch geschwenkt und den Schnittlauch untergehoben.

Als Nachtisch ein Schüsserl Zwetschkenkompott mit einem Klecks Joghurt, und gut wars.

28.3.12 10:55, kommentieren

29. März

Zucchinicremesuppe und Grießschmarrn mit Birnenkompott war es heute. Was hier so pompös klingt, war zu einem guten Teil schon vorbereitet.

Nämlich habe ich im Sommer Zucchinipüree eingefroren, das habe ich heute aufgetaut und mit Salz, Pfeffer und Milch fertigkomponiert. Ein paar Schnittlauchröllchen kamen auch drauf.

Für den Grießschmarrn habe ich ein Vierterl Milch in ein Häferl gegossen, eine Messerspitze Salz dazugegeben und soviel Grieß einrieseln lassen, dass es eine dickflüssige Masse wurde. Dann bin ich in den Garten gegangen, um Schnittlauch zu holen ... und wurde dort fast eine Stunde aufgehalten, was für den Schmarrnteig nicht das Blödeste war. So konnte der Grieß nämlich in Ruhe quellen. Vorm Kochen habe ich noch ein Ei in den Teig gerührt.

In einer Pfanne habe ich dann zwei Deka Butter zerlassen und bei mittlerer Hitze den Teig in die Pfanne gegossen und auf einer Seite backen lassen. Dann habe ich ihn mit der Backschaufel zerteilt und die Stücke umgedreht, weiter backen lassen, hin und wieder hin- und hergeschaufelt, dazwischen schon den Herd abgedreht und den Schmarrn noch ein bisserl ziehen lassen. Bei Tisch dann reichlich Zucker drauf, das gehört zur Show.

Das Birnenkompott hatte ich im Glas. Ich sags ungern, es war aus 2007. Hat aber trotzdem köstlich geschmeckt.

29.3.12 11:32, kommentieren