Der Sparküche-Blog.

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13. bis 18. November

Hier könnt ihr sehen, dass auch eine Sparköchin nicht durchgehend kocht, sondern manchmal tagelang Schnellzeugs in sich hineinfuttert. Aber ich habe eine gute Ausrede (finde ich): Es ist nämlich Kinderfilmfestival. Und nach einer Vormittagsvorstellung bin ich nimmer in der Lage, mir selbst etwas zu bereiten, also arbeite ich mich diese Woche durch die Angebotspalette.

Das wird am Samstag ein abruptes Ende haben, dann werde ich wieder kochen.

Versprochen.

16.11.11 14:57, kommentieren

19. November

Die Zucchinikeule gibt ganz schön aus. Heute habe ich wieder ein Stück davon entkernt und geschält und Zucchiniwürfel mit Butterbröseln gegessen.

Während die Zuchhiniwürferl in Salzwasser bissfest kochten, musste ich mich ganz schön beeilen, um in zwei Esslöffeln Butter mehr als eine Handvoll Semmelbrösel braun zu rösten und zu salzen, um das Gemüse schließlich dazuzugeben (Leute, lasst den Zucchini besser abtropfen als ich, in eurem eigenen Interesse!) und zu mischen.

Da hatte ich mir nachher noch eine Portion Joghurt mit Honig verdient.

20.11.11 20:06, kommentieren

20. November

Heute verwöhnte ich uns mit einer Paradeissuppe und hernach einem Kaiserschmarrn.

Für letzteren habe ich zwei Eier getrennt und das Eiklar zu einem festen Schnee geschlagen. Aus den Dottern, drei Achtel Milch, einer Prise Salz und ungefähr 15 Deka Mehl habe ich einen Teig gemixt und den Schnee dann unterhoben.

War ja gut, dass der liebe Nachbar meine Pfanne wieder gebrauchsbereit geschliffen hat, so konnte ich in eben dieser 4 Deka Butter zerlassen, den Teig langsam hineingießen und darauf eine Handvoll Rosinen verteilen. Das ganze hat dann ein paar Minuten gebacken, bevor ich mit der Backschaufel einzelne Teile von dem Teig umgedreht habe.

Das Zeug rinnt dann hin und her, und ich glaube immer nicht, dass das noch was wird, aber das tut es doch. Wenn ich nämlich lang genug immer wieder Teile umdrehe und dabei leicht zerzupfe, ruht irgendwann ein herrlicher Schmarrn in der Pfanne.

Bleibt nur noch den Staubzucker auf den Tisch zu stellen und ein Glas Kompott (selbstgemacht, eh klar!) aufzumachen.

 

20.11.11 20:12, kommentieren

21. November

Den endgültig vorletzten Teil des Zucchinis werde ich heute in einen Safranrisotto streuen. Weil ich nämlich schon wieder zwei Blüten beerntet habe, und das Aufheben von sechs Safranfäden zahlt sich nicht einmal für mich aus ...

Also erhitze ich einen Löffel Butter im Reinderl, gebe Salz und ein kleines gehacktes Zwieberl dazu, dünste dieses glasig, gebe den Safran und 10 Deka Rundkornreis dazu, lasse ein paar Minuten leicht rösten und lösche diesmal (mit dem gedanklichen Versprechen alles aufzuessen, so dass nix fürs Kind übrigbleibt) mit Madeira ab. 

Dann kommt noch heißes Wasser dazu, bis der Reis gut bedeckt ist. Umrühren, Deckel drauf, bei geringer Hitze quellen lassen, bis die Flüssigkeit weg ist. Wieder heißes Wasser drauf und so weiter, bis der Reis fast fertig ist. Dann die Zucchiniwürfel - wie gestern, nur kleiner geschnitten - hinein, pfeffern, noch ein paar Minuten dünsten, auf den Tisch damit und mit geriebenem Parmesan bestreuen.

Und sollte von der Keule dann immer noch was da sein, mache ich kurzen Prozess damit und fabriziere eine Zucchinicremesuppe. Die ist dann fürs Kind super geeignet.

20.11.11 20:19, kommentieren

22. November

Natürlich hab ich keine Zucchinicremesuppe gemacht. Also war die Gelegenheit da, einen Zucchinireis mit Paradeisern zu machen.

Während der Reis wie üblich dünstete, habe ich einen kleinen Rest vom Sonnenblumenöl erhitzt, den kleingewürfelten Zucchinirest drin scharf angebraten, gesalzen, ein Stück Chili dazugegeben - macht das nur, wenn ihr euch ganz sicher seid, dass ihr wirklich scharf essen wollt! - und kurz weitergebraten, bevor ich drei kleine zerkleinerte Paradeiser dazugegeben habe. Immer noch weitergebraten, dann mit wenig Wasser aufgegossen und zugedeckt schmoren lassen.

Zum Schluss einen Esslöffel gehackte Dille dazu, wenn die schon da ist, und den Reis untergemischt. Das hat dann noch ein paar Minuten durchziehen dürfen und hat danach formidabel geschmeckt.
Also, mir halt.

21.11.11 11:41, kommentieren

23. November

Ich sag es ungern, aber in meinen selbstgeernteten Bohnen hat sich unerwünschter Proteinzusatz bemerkbar gemacht. Blöd, das. Also habe ich sie nochmals durchsortiert und die, die meiner Meinung nach unbewohnt waren, gestern Abend eingeweicht, und nach nochmaliger Kontrolle verarbeite ich sie heute zu einem Bohneneintopf.

Die Bohnen habe ich in frischem Wasser etwa 50 Minuten geköchelt. Währenddessen habe ich ein halbes Zwieberl, einen Schnitz Sellerie und eine mittlere Karotte klein gewürfelt und 3 Deka Gewürzspeck sowie den Rest der geräucherten Entenbrust in kleine Streiferl geschnitten.

Dann habe ich den Speck in einem Reinderl langsam ausbrutzeln lassen, das Gemüse dazugegeben, gesalzen und durchgeröstet. Nach einigen Minuten habe ich mit ein bisserl Wasser aufgegossen und alles zugedeckt ein paar Minuten schmurgeln lassen. Jetzt gerade habe ich die Bohnen und die Entenbrust dazugegeben, gepfeffert, ordentlich vermischt, und das darf jetzt noch einige Zeit abseits der Herdplatte durchziehen, bevor ich es mit einem Brotscherzerl verzwicken werde.

23.11.11 11:00, kommentieren

24. November

Manchmal ist es nach wie vor nur ein Leberkässemmerl. So wie heute.

28.11.11 11:41, kommentieren

25. November

Heute war auch nicht viel mehr Zeit, aber es ist sich wenigstens ein Apfel-Grießkoch ausgegangen.

Grund für diese seltsame Speise war ein Blick in den Kühlschrank und die sich daraus ergebende Notwendigkeit, einen Rest Milch und einen halben Apfel zu verwerten. Ich überlegte kurz, einfach die Einzelteile zu verspeisen, plante aber dann die Hausarbeit um und fabrizierte zwischendurch das Essen.

In einem Reinderl habe ich 1/3 Liter Milch mit drei Esslöffeln Zucker, einer Prise Zimt und einem halben Apfel, in kleine Würfel zerschnippelt, erhitzt. In die kochende Milch habe ich dann solange Grieß einrieseln lassen, bis die Sache dickflüssig war. Dann vom Herd genommen und noch ein paar Minuten quellen lassen, und fertig.

Nachträglich betrachtet hätte ich den Rest Banane auch noch hineinschneiden sollen. Mach ich das nächste Mal.

28.11.11 11:45, kommentieren

26. November

Zum Glück ist vom Grießkoch von gestern ein Stück übriggeblieben. Denn das heute Kürbisgemüse mit Erdäpfelschmarrn war wieder einmal nichts für meine Kleine, leider.

Ich habe ein paar Erdäpfel, speckige und mehlige gemischt, weich gedämpft und dann geschält. In der Zwischenzeit habe ich ein Stück vom weißen Flaschenkürbis geschält und geraspelt und mit Salz und wenig Kümmel in wenig Wasser bissfest gekocht. Dann habe ich zwei Esslöffel Rahm glattgerührt und in den Kürbis eingerührt, und dann noch mit ein bisserl Speisestärke gestaubt und wieder eingerührt.

Die Erdäpfel habe ich in dünne Scheiben geschnitten und gemeinsam mit einem gehackten Zwiebelhapperl in Sonnenblumenöl geröstet und mit Salz und Osmanischer Gewürzmischung gewürzt.

28.11.11 11:49, kommentieren

27. November

Heute gabs faschierten Braten mit Reis und Erdäpfelsalat.

Den Reis habe ich wie immer ohne Fett angeröstet, gesalzen und mit doppelt Wasser aufgegossen und dann auf kleinster Flamme ca. 20 Minuten ausdünsten lassen.

Für den Erdäpfelsalat habe ich wieder Erdäpfel gedämpft, dieses Mal nur speckige, und zwar kleine. Die habe ich dann geschält, in Scheiben geschnitten, in einer Schüssel mit gehacktem Zwiebel bestreut, gesalzen und mit einer Marinade aus Wasser, Essig und Zucker übergossen. Noch ein paar Tropfen eines guten Öls drüber, durchmischen - fertig.

Begonnen habe ich allerdings mit dem aufwendigsten Teil, dem Braten. Dafür habe ich ein halbes Kilo gemischtes Faschiertes mit gehacktem Knoblauch, Salz, Pfeffer, Rosmarin und Oregano gewürzt, ein Ei hineingeschlagen und gut vermischt. Diese Masse habe ich auf ein Schweinsnetz verteilt (dieses zuerst gewässert und gewaschen und dann vorsichtig auseinandergezupft), in die Mitte ein Würsterl gelegt und kein gekochtes Ei und kein Gurkerl, denn dazu wurde das Ding insgesamt nicht groß genug. Jedenfalls habe ich alles eingerollt, das klappt mit dem Netz super, und in Bratenform gebracht und in einen befetteten Bräter gelegt. Und dann hab ich das Ding bei 180 Grad Ober- und Unterhitze ins Rohr geschoben und dort für eineinhalb Stunden belassen.

Weil Nachbarn eingeladen waren, ist auch gar nichts übrig geblieben

28.11.11 11:56, kommentieren

28. November

Manchmal gehen Dinge schief. Heute hatte ich die unerfreulichsten Weißwürstel mit Senf und Gebäck seit langem.

Nämlich nicht selbst gewärmt, was entschieden besser gewesen wäre, sondern in einem Lokal genossen, das auf Selbstbedienung ausgerichtet ist, was mir in der Hektik leider verborgen geblieben ist. Das hatte einiges an Wortwechsel mit herbem Wiener Schmäh zur Folge.

Womit ich gut hätte leben können. Allerdings waren die drei Würstel gnadenlos aufgesprungen und vermutlich hatte das Wasser, in dem die armseligen Dinger schwammen, weitaus mehr Geschmack als meine Würstel.

Immerhin, der Senf war gut und das Salzstangerl auch zu gebrauchen. Was mich wieder dazu bringt, zum Selbstgemachten überzugehen, ich versprechs.

28.11.11 12:02, kommentieren

29. November

Heute hatte ich zwar auch nicht viel Zeit, aber für einen Gemüsesuppentopf ist es sich ausgegangen.

Dazu habe ich die häuslichen Vorräte verbraucht, nämlich eine Speckschwarte, zwei Karotten, das letzte Stück Sellerie, ein Happerl Zwiebel und einen Erdapfel. Und das letzte Eck vom Kürbis von letztens.

Alles das habe ich klein gewürfelt und gemeinsam mit Salz, einem Lorbeerblatt und einem Liter Wasser eine halbe Stunde geköchelt. Dann habe ich noch eine Handvoll Buchstaben hineingegeben und noch ein paar Minuten weitergekocht.

Die Speckschwarte haben die Hendln gekriegt, aber der Geschmack ist in der Suppe geblieben.

 

30.11.11 13:02, kommentieren

30. November

Weiter gehts mit der Kühlschrank-Sichtung, und heute habe ich eine Packung Blätterteig kulinarisch entsorgt, nämlich als Mangold-Käse-Tascherl mit Kräutersauce und grünem Salat.

Weil ich nämlich gestern zwei Handvoll der letzten Blätter geerntet hatte, habe ich die heute gleich blanchiert und geschnitten und mit drei Deka Dolcelatte, Salz, Pfeffer und dem Großteil eines Eis vermengt. Den Blätterteig habe ich in sieben Stücke geteilt. Die Fülle hat gereicht, um fünf Tascherl damit zu füllen, in die restlichen beiden habe ich Powidl gegeben.

Mit dem Eirest habe ich die Tascherl bestrichen und bei 200 Grad im Rohr 20 Minuten gebacken. Währenddessen habe ich den letzten grünen Salat vom Beet gewaschen und zerpflückt und außerdem eine Handvoll Kräuter (herrlich, dieser milde November!) gehackt und mit etwas Joghurt und Obers verrührt.

Den Salat habe ich praktischerweise ebenso in die Sauce getunkt wie die Tascherl. Also, nur die pikanten. Die süßen warten auf heute Abend.

30.11.11 13:07, kommentieren