Der Sparküche-Blog.

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18. Oktober

Meine Nachbarin hat - unabsichtlich, sagt sie - den haushaltszugehörigen Hahn um die Ecke gebracht. Wenigstens nahm es der Nachbar auf sich, den Hübschen für die kulinarische Verwertung vorzubereiten. Eine Handvoll Innereien (inklusive der Hoden - interessante Erfahrung, das!) habe ich für drei Portionen Hühnersuppe genommen. Und heute gab es Hühnersuppe und Grießkoch.

Die Hühnersuppe habe ich wie immer einfach gemacht: ein Zwiebelhapperl, einen Erdapfel und zwei Karotten klein geschnitten, Salz und ein Lorbeerblatt dazu, die Innereien im ganzen dazu und mit Wasser bedeckt. Ein Stünderl kochen lassen, die Innereien klein geschnitten, fertig.

Für den Grießkoch habe ich einen Viertelliter Milch mit zwei Löffeln Zucker und einer Prise Zimt zum Kochen gebracht, zwei Handvoll Grieß eingerührt, noch zwei Minuten köcheln lassen, fertig.

Nicht die Meisterleistung an Kocherei, aber immerhin, es wird wieder.

18.10.11 18:51, kommentieren

19. Oktober

Im Gasthaus war heute Schnitzeltag, und ich habe gnadenlos zugeschlagen. Mein Begleiter hat Hühnergeschnetzeltes mit Reis gegessen, und das könnt ihr durchaus auch für eine Person kochen.

Nämlich ein Stück Henderl - was immer ihr bevorzugt, Brust oder Keule - in schmale Streifen schneiden und diese in etwas Fett scharf anbraten. Rausnehmen und im selben Fett ein gehacktes Zwieberl anrösten, dann ein bisserl klein geschnittenes Gemüse dazu (seid experimentativ: Karotten, Erbsen, Schwammerl und so, bis zu rotem Paprika und Kukuruzkörnern - was immer grad da ist) und weiterbraten. Das Fleisch wieder hinein und alles mit Wasser oder Suppe aufgießen, salzen, pfeffern, vielleicht ein Lorbeerblatt dazu oder ein anderes Gewürz, das ihr dringend braucht, und zugedeckt ein halbes Stünderl köcheln lassen.

In der Zwischenzeit könnt ihr den Reis auf den Herd bringen.

Dann könnt ihr entweder einfach so ein bisserl Obers oder Rahm in das Geschnetzelte einrühren (vorher das Reinderl vom Herd nehmen) oder, für Fortgeschrittene, ihr nehmt ein paar Esslöffel davon (ohne Fleisch!) raus, tut Rahm bzw. Obers dazu und püriert alles mit dem Stabmixer und gebt es wieder ins Reinderl und rührt gut um.

Wer die Sauce gern sehr cremig hat, der bindet sie mit einem Löfferl Speisestärke (in wenig kaltem Wasser glatt rühren und in die köchelnde Masse einrühren).

Gehackter Petersil drüber ist auch kein Fehler.

20.10.11 08:25, kommentieren

20. Oktober

Endgültig zuviel wurde mir die Packung Kokosmilch, die schon lange verbraucht sein sollte. Da traf es sich gut, dass ich ein Stück Langer von Neapel geschenkt gekriegt hatte (ein Kürbis übrigens). Also kochte ich Fusili mit Kürbis, Paradeisern und Kokosmilch.

Hierzu stellte ich die Nudeln wie immer auf den Herd, und nebenbei erhitzte ich in einem Reinderl etwas Butter. Darin habe ich den Kürbis angebraten (mit dem Sparschäler in zarte Scheiben gefitzelt). Dann kamen Salz und Pfeffer dazu und drei kleine rote Paradeiser, klein geschnitten. Mit Kokosmilch habe ich aufgegossen und alles zugedeckt ein paar Minuten schmoren lassen.

Zum Schluss habe ich gehackte Kräuter untergerührt (Petersil, Koriander und Basilikum) und mit den Nudeln vermengt serviert.

20.10.11 18:41, kommentieren

21. Oktober

Heute koche ich mir mit der letzten Ernte was Feines: ein Erdäpfel-Fisolen-Gröstl mit Speck. Die aus Portugal importierten und hierorts erfolgreich angebauten Fisolen bewähren sich immer mehr als widerstandsfähige Sorte.

Dafür schneide ich ein paar Deka Jausenspeck klein und lasse sie in einer Pfanne ausbrutzeln. Hinein kommen ein Happerl Zwiebel und gekochte geschälte Erdäpfel, eine Mischung aus speckigen und mehligen, beides in Scheiben geschnitten.

Das wird gut angebraten, gesalzen und gepfeffert, eventuell sogar mit Harissa gewürzt, und dann werden gekochte, geschnittene Fisolen dazugegeben, noch ein bisserl weitergebraten und zu Tisch gebracht. 

20.10.11 18:47, kommentieren

22. Oktober

Um nicht immer denselben Namen für ein Gericht hinschreiben zu müssen, nenne ich das heutige Mittagessen Fusili mit Gartengemüse und Pilzen. Klingt doch nicht schlecht, oder?

Jedenfalls habe ich eine Pastasauce aus Gemüseresten - tatsächlich aus dem Garten - wie folgt fabriziert: schon beim Frühstück habe ich eine Handvoll getrockneter Steinpilze in einem Achterl heißem Wasser eingeweicht. Zwei Stunden später habe ich dann einen Esslöffel Hendlschmalz (wo ihr das herkriegt, wenn ihr nicht selbst einen überflüssigen Hahn abkragelt, weiß ich jetzt auch nicht) erhitzt und ein grob geschnittenes Zwiebelhapperl drin angebraten. Der eine Esslöffel war zu wenig, denn ich hab den Zwiebel ein bisserl verbrannt, sag ich nur dazu.

Dann kamen eine kleine Karotte, ein Topinamburknöllchen und zwei Sellerieblattstengel, alles klein geschnitten, dazu und wurden mit angeröstet. Und dann habe ich die Pilze samt Wasser dazugekippt, zwei kleine Paradeiser geschnitten und hineingegeben und alles ein paar Minuten dünsten lassen. Kurz vor Garende kamen dann noch ein paar Blätter vom Chinakohl, in feine Streifen geschnitten, dazu. Die sind ziemlich knackig geblieben.

Vor dem Servieren wurden die restlichen gekochten Fusili von neulich und ein Löfferl gehackter Petersil untergemischt.

22.10.11 13:42, kommentieren

23. Oktober

Wie lautet das elfte Gebot? Du sollst dich nicht täuschen. Ich dachte, der Kleinen mit einem Bohnen-Gemüse-Eintopf mit Polenta eine Freude zu machen, aber nein, war nicht runterzukriegen für sie. Wenigstens die Hühnersuppe vorher und das Marillenkompott nachher haben ihr gemundet. Naja.

Für den Eintopf habe ich gestern abend schon dran denken müssen, eine Handvoll meiner portugiesischen Bohnen einzuweichen. Heute vormittag habe ich die dann ein halbes Stünderl gekocht. Dann kam in ein anderes Reinderl wieder ein Esslöffel vom Hendlschmalz (am besten, ihr schneidet das Hendlfett selber in kleine Würfel und lasst es in einer Pfanne aus - die Grammeln schmecken nämlich ganz hervorragend) und darin wurden zwei Knoblauchzehen und ein grob geschnittenes Zwiebelhapperl glasig gedünstet. Dann kamen zwei kleine Karotten und zwei Selleriestengel, beides klein geschnitten, und die Bohnen dazu. Salz und ein Schöpfer Hühnersuppe dazu und 20 Minuten dünsten lassen.

Währenddessen habe ich vorschriftsmäßig zwei Portionen Polenta zubereitet. 

Zum Schluss habe ich ein Löfferl Speisestärke mit einem Löffel kaltem Wasser glatt gerührt und damit das Gemüse gebunden. Und in meinen Teil habe ich bei Tisch ein Kaffeelöfferl ungarisches Scharf eingerührt (Erös Pista - gigantikus erö, wer´s genau wissen will).

23.10.11 13:52, kommentieren

24. Oktober

Weil sowohl von der Hühnersuppe als auch von der Polenta noch jede Menge übrig war (und Zeit grad sowieso Mangelware ist), habe ich kurzerhand die Polenta zur Suppeneinlage umdeklariert, indem ich sie in kleine Würfel geschnitten habe, und also einen Hühnersuppentopf mit Polenta gegessen.

Dieser war die beste Ausrede der Welt, später beim Abendessen ordentlich reinzuhauen, weil das Mittagessen leider nicht lange vorgehalten hat ...

28.10.11 22:59, kommentieren

25. Oktober

Den endgültig letzten Rest der Polenta habe ich zu einer Polenta-Gemüse-Pfanne komponiert.

Dazu habe ich wieder Würfel geschnitten (aus der Polenta), diese allerdings, gemeinsam mit geschnittenem Zwiebel, ebensolchen zwei Karotten und ein paar Blättern vom Chinakohl (immer noch eigene Ernte) in Butter angebraten.

Als alles leicht gebräunt und bissfest war, kam ein Esslöffel gehackter Kräuter drüber. Fertig.

28.10.11 23:02, kommentieren

26. Oktober

Bilderbuchkino war heute angesagt. Und nach einer gehörigen Portion Popcorn war der Kleinen dann auch der vietnamesische Eierreis mit Gemüse und Tofu ziemlich wurscht.

Wenigstens hat uns der Kellner den Rest fürs Abendessen eingepackt.

28.10.11 23:04, kommentieren

27. Oktober

Balsam für die Seele musste es heute sein. Und was geht da besser als ein Topf voll Grießkoch?

Eben.

Also einen halben Liter Milch mit zwei Löffeln Zucker und zwei Prisen Zimt zum Kochen gebracht, in die steigende Milch 10 Deka Grieß einrieseln lassen und auf kleinster Flamme noch zwei Minuten ausdünsten lassen.

Wirkt Wunder.

28.10.11 23:07, kommentieren

28. Oktober

Auf dem Biomarkt auf der Freyung ist mir heute ein kleines Kranzerl Blunzen untergekommen. Da habe ich gleich noch Sauerkraut mitgenommen und folgerichtig gebratene Blunzen mit Kraut und Erdäpfeln fabriziert.

Die Blunzen habe ich im ganzen in Sonnenblumenöl gebraten. Mein Tipp: tut einen Deckel auf das Reinderl oder die Pfanne, das Zeug spritzt höllisch. Das Sauerkraut hab ich einfach so gekocht, ich pfeife auf Wacholderbeeren und ähnlichen Firlefanz.

Die Erdäpfel habe ich einfach so weich gedämpft, geschält und dazu gegessen.

28.10.11 23:09, kommentieren

29. Oktober

Wenn ich heute den Kürbis nicht verarbeite, der seit ein paar Tagen im Kühlschrank darauf wartet, ergreift er von selber die Flucht. Das will ich nicht riskieren, und deshalb gibts heute Bratwürstel mit Kürbisrahmgemüse und Erdäpfelschmarrn. Letzteren brauche ich, falls die hauseigene Kleine das Gemüse verweigert.

Also dämpfe ich eine Portion gemischter Erdäpfel weich und schäle sie hernach. In der Zwischenzeit rasple ich den Kürbis (der ist logischerweise  geschält und entkernt) und koche ihn mit wenig Wasser, Salz und Kümmel bissfest.

Danach haue ich die Bratwürstel in ein Reinderl mit Fett und Deckel und brate die allseitig. Währenddessen rühre ich mit wenig kaltem Wasser (oder Suppe) ein  Löfferl Speisestärke und drei Esslöffel Rahm glatt und mische das in den kochenden Kürbis, dann nehme ich das Reinderl vom Feuer und lasse die Resthitze wirken.

Und die Erdäpfel werden in Scheiben geschnitten. In ein bisserl Schmalz wird ein geschnittenes Zwiebelhapperl glasig gedünstet, dann kommen die Erdäpfel dazu und Salz und vielleicht auch ein bisserl vom Harissa, das ich neulich vom Naschmarkt mitgenommen habe. Das ist mein Ersatz für die Osmanische Gewürzmischung. Wenn ich finde, streue ich glatt auch noch ein bisserl Petersil drüber.

28.10.11 23:17, kommentieren

30. Oktober

Weil unsere monatliche Brunch-Runde sich immer besser organisiert, steht auf dem heutigen Programm unter anderem eine geschmorte Lammkeule. Da hat es sich angeboten, dass ich als Beilage einen Kürbisstrudel ins Rohr schiebe.

Den habe ich, weil ich außerdem eine Thunfischmousse vorbereiten musste, simpel gehalten. Nämlich habe ich eine Doppelpackung Blätterteig gekauft und den Rest vom gestrigen Kürbis gehachelt (also in dünne Scheiben geschnitten - mit der Küchenmaschine, frau gönnt sich ja sonst nix). Den ausgerollten Teig habe ich mit dem Kürbis belegt, mit Salz, Pfeffer und osmanischer Gewürzmischung bestreut und dann eingerollt. Ihr kennt das ja: die Fülle auf dem oberen Drittel verteilen, bei den Rändern 3 Zentimeter frei lassen. Dann den Längs-Rand umschlagen, dann die Seitenränder, dann einrollen, der Verschluss sollte auf der Unterseite sein.

Ich habe die Oberseite ein paar Mal mit einer Gabel eingestochen (damit eventuell entstehender Dampf entweichen kann) und mit Obers eingestrichen. Dann kamen beide Strudel auf ein Blech mit Backpapier und dieses bei 190 Grad Ober- und Unterhitze für ca. 40 Minuten ins Rohr. (Ich hatte überlegt, den Kürbis zuerst anzudünsten, aber dann wollte ich keinen Gatsch produzieren und habe riskiert, dass er noch ziemlich bissfest ist.)

Oh, ihr wollt auch noch wissen, wie die Thunfischmousse funktioniert? Ganz einfach. 6 Blatt Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Drei Dosen Thunfisch naturel abtropfen lassen und gemeinsam mit 20 Deka Mayonnaise, einem Esslöffel Zitronensaft, Salz, Pfeffer und vielleicht Cayennepfeffer und Tabasco pürieren. Die weiche Gelatine aus dem Wasser nehmen, mit zwei Esslöffeln heißer Suppe (oder Wasser) auflösen, nach und nach fünf Esslöffel der Thunfischmasse einrühren, dieses Gemisch in die restliche Masse umleeren und gut verrühren. In einer kalt ausgespülten Form für mindestens vier Stunden kaltstellen.

30.10.11 10:22, kommentieren