Der Sparküche-Blog.

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12. Juli

Heute haben wir es tatsächlich geschafft, ein Picknick zu machen. Mit dabei waren Brot und Maiswaffeln, Käse und hartgekochte Eier, Marillenkuchen und Studentenfutter. Und, als besonderes Schmankerl für meine Kleine, ein in sehr dünne Scheiben aufgeschnittenes Hauswürstel.

Als Vor-, Haupt- und Nachspeise gab es außerdem Marillen ... die zu ernten waren wir nämlich ursprünglich auf die Wiese gekommen.

Ob ich morgen neben dem Marmeladekochen auch ein Mittagessen zaubern werde können, wird die Überraschung des Tages werden, fürchte ich.

12.7.11 23:44, kommentieren

13. Juli

Wer auf den Würfel verzichtet und sich aus den althergebrachten Zutaten selbst eine Hühnersuppe baut, dem oder der wird aufgefallen sein, dass oben im Reinderl meist ziemlich viel Fett schwimmt. Wie wir wissen, ist Fett ja der Geschmacksträger bei Nahrungsmitteln. Wäre also Verschwendung, es wegzuschmeißen.

Und da die tiefgekühlten Teile meiner Ex-Henne leider auch nach zweistündigem Kochen nicht weich wurden, brauchte ich eine Ersatzmahlzeit. Wobei: die Suppe selbst schmeckt unglaublich gut!

Jedenfalls habe ich von der Suppe das Fett mit ein bisserl Wasser in ein zweites Reinderl geschöpft und erhitzt. Dann habe ich den Rest vom vorgestrigen Quinoa dazugegeben und gewürzt. Und dann habe ich noch das in der Suppe gekochte Gemüse in mundgerechte Happen geschnitten und untergemischt. Frisch geschnittener Schnittlauch durfte auch nicht fehlen.

Hat uns gut geschmeckt, mit ein paar klein gschnittenen Fuzerln vom Hendlfleisch zusammen. Ich nenne das Quinoa-Gemüse-Pfanne mit Huhn und frage mich jetzt schon, was ich mit dem restlichen Hühnerfleisch - außer Wegwerfen - noch anfangen könnte ...

13.7.11 14:31, kommentieren

14. Juli

Nach der gestrigen Niederlage mit dem Hühnerfleisch habe ich uns heute richtig weiches, schmackhaftes (minderjähriges turbogemästetes) Huhn gegönnt. In einem Döner Kebab nämlich.

Und nachher waren wir auch noch Eis essen. Manchmal darf das sein.

15.7.11 22:02, kommentieren

15. Juli

Aber heute hab ich wieder gekocht. Nachdem ich gestern abend noch zwei Zucchini ernten konnte (rechtzeitig vorm Regen - sonst hätten wir Baseball spielen können, wenn wir dem Nachbarn einen kleinen Hokkaido gefladert hätten), wurde einer heute gefüllt.

Die Geschichte mit der Fülle begann damit, dass ich den letzten Rest vom Parmesan durch die Küchenmaschine jagen wollte. Der war nachher gerieben, aber leider blieben einige Bröckerl übrig. Die habe ich dann gehackt und mit dem ausgehöhlten Zucchinifleisch vermischt. Gesalzen, gepfeffert und mit gehackten Kräutern gewürzt: diesmal habe ich bei der Pimpinelle, beim Rosmarin und beim Thymian gezupft. Zum Binden, dachte ich mir, gebe ich ein Ei dazu. Und dann wars so flüssig, dass ich mit einer Handvoll Semmelbrösel aushelfen musste.

Die Fülle kam dann in bzw. auf die Zucchinihälften, diese in eine Auflaufform mit Öl und diese ins Rohr, für 40 Minuten bei 200 Grad. In der Zwischenheit hab ich eine Portion Reis gedünstet.

Und ich wollte das mit dem Hendlfleisch wissen. Die Reste von vorgestern hab ich gehackt und dann mit dem Rest von der Hühnersuppe in die Küchenmaschine gegeben (wenn die schon mal draußen war). Und püriert. Das heißt: versucht zu pürieren. Ich sags euch, nicht mal der Kenwood Chef hat das Hühnerfleisch essbar gekriegt. Naja, die Suppe haben wir trotzdem gegessen. Aber ich freunde mich langsam mit dem Gedanken an, dass eine alte Henne nicht zu essen ist. Leider.

15.7.11 22:12, kommentieren

16. Juli

Und wenn wir schon beim Ernte verwerten sind, gibts heute gleich Marillenknödel.

Mit meinem bewährten Topfenteig-Rezept: aus 25 Deka Topfen, 12 Deka Mehl, 6 Deka Butter, einem Ei, einer Prise Salz und einer großzügigen Handvoll Grieß mache ich einen Teig und lasse den mindestens eine halbe Stunde kalt ruhen.

In der Zwischenzeit wasche ich ungefähr 15 Marillen und lasse sie trocknen, und außerdem röste ich in fünf Deka Butter zwei Handvoll Semmelbrösel und, wenn ich habe, auch ein paar geriebene Nüsse oder Mandeln.

Vom zu einer Rolle geformten Teig schneide ich Scheiben ab, lege auf jede eine Marille und wuzle den Teig um sie herum und verschließe die Naht sehr gut. Dann drehe ich einen Knödel daraus. Und mache das mit allen Scheiben so.

In der Zwischenzeit habe ich Salzwasser in einem breiten flachen Reinderl zum Kochen gebracht und lege die Knödel mit Abstand hinein. In der Folge soll das Wasser nur noch sieden, und die Knödel sollen nicht am Boden anpicken. Dazu wird vorsichtig umgerührt.

Wenn die Knödel gar sind, steigen sie auf. Dann vielleicht noch eine Minute sieden und dann raus damit und gleich in die Bröselmischung. Bei Tisch noch Zucker drauf und Mahlzeit.

Dass manche Menschen die rohen Marillen öffnen, den Kern entfernen und ihn durch ein Stück Würfelzucker ersetzen, halte ich für eine Verirrung.

15.7.11 22:21, kommentieren

17. Juli

Nachdem der Fisch auf morgen warten muss, habe ich heute improvisiert. Und zwar Kürbisgemüse mit Reis und Wurst.

Der erste Ägyptische Weiße (eine Flaschenkürbis-Art) konnte geerntet werden. Den hab ich zerschnitten, entkernt und geschält und geraspelt. Dann habe ich ihn mit wenig Wasser, Salz und Kümmel weich gedünstet. In der Zwischenzeit habe ich unser Resterl Reis mit wenig Wasser und viel Butter nochmals erwärmt. Für das Kürbisgemüse habe ich einen halben Becher Rahm mit einem Esslöffel Speisestärke verrührt. Kürbis vom Feuer nehmen, Rahmgmachtl einrühren, wieder auf den Herd, tüchtig Pfeffer drüber, einmal aufkochen lassen, fertig.

Und während wir ein Resterl Zucchinicremesuppe gegessen haben, habe ich ein paar Scheiben Extrawurst im Kürbis erwärmen lassen.

Als Nachspeise haben wir den letzten Marillenknödel von gestern verzwickt, und damit wars eigentlich fast ein Sonntagsmenü.

18.7.11 12:01, kommentieren

18. Juli

Heute haben alle Beteiligten Zeit für den Fisch. Ich zwar nicht wirklich für die Vorbereitung, aber bitte. Trotzdem werde ich mittags Gebratenen Karpfen auf dem Gemüsebett auf den Tisch stellen.

Auf ein Backblech kommt ziemlich Öl. Dann kommen jede Menge geschälte geviertelte Erdäpfel drauf und heute ausnahmsweise auch 30 Deka geschälte, längs zerteilte Karotten. Dann wird mit Salz, Pfeffer, Oregano und Rosmarin gewürzt, alles gut durchgerührt und nochmals Öl drübergeträufelt. 

Die für mich zwidere Arbeit ist der Fisch selbst. Der ist gottseidank schon geschuppt und ausgenommen. Also wasche ich ihn und mache auf beiden Seiten Schnitte ins Fleisch. Da hinein kommt eine Mischung aus Salz und klein geschnittenem Knoblauch. Der Rest von der Mischung kommt, mit weiterem Salz, in den Bauch des Karpfens.

Der Fisch kommt dann diagonal aufs Gemüsebett, dann wieder ein bisserl Öl drüber und ins Rohr. Ich habe bei 210 Grad Heißluft angefangen und dann auf Ober- und Unterhitze gewechselt. Da war er so 80 Minuten drin, und dann war alles fertig.

18.7.11 12:06, kommentieren

19. Juli

Leben ist das, was passiert, während ich damit beschäftigt bin, Pläne zu machen.

Jedenfalls landeten wir unvorhergesehen in einer Pizzeria. Die Viertelportion an meiner Seite hats gefreut, und das Teil war auch wirklich gut.

20.7.11 13:32, kommentieren

20. Juli

Die Gartennachbarin hat eine Handvoll Kirschparadeiser über den Zaun gereicht. Die habe ich zu einem Taboule nach Art der Sparköchin verarbeitet. Vorher hatten wir das Restl vom Kürbisgemüse, mit Wasser verdünnt und nachgewürzt, als Kürbissuppe. Auch gut.

Für das Taboule habe ich 10 Deka Couscous ins Reinderl gegeben, kochendes Wasser in der doppelten Menge drübergeleert, gesalzen und in Ruhe ausquellen lassen. In der Zwischenzeit habe ich ein paar Petersilblatterl gehackt und die Paradeiser geviertelt. 

Als der Couscous ein bisserl überkühlt war, habe ich alles vermischt und mit Pfeffer gewürzt. Herrlich, die ersten "eigenen" Paradeiser!

20.7.11 13:36, kommentieren

21. Juli

Mit einem klingenden Titel für eine einfache Geschichte kann ich heute aufwarten: Zucchinipuffer mit Curryjoghurt. (Weil ich nämlich keinen Rahm hatte - mit jenem hätte es noch besser geschmeckt, da bin ich mir sicher.)

Von einem mittelgroßen Zucchini habe ich die Hälfte frein geraspelt, ein großes Ei dazugegeben und einen Haufen Mehl, so dass das ganze ein weicher Teig wurde. Diesen habe ich gesalzen und gepfeffert und nochmals gut durchgerührt. In einer Pfanne hab ich dann Öl erhitzt (bodenbedeckend) und mit einem Esslöffel kleine Portionen in die Pfanne gegeben und flach gedrückt. Bei mittlerer Hitze erst auf einer, dann auf der zweiten Seite braten.

Und ins Joghurt hab ich Salz und Currypulver gerührt, und fertig.

21.7.11 23:08, kommentieren

22. Juli

Von der gestrigen Obstverwertungsaktion ist praktischerweise eine Schale Kompott übriggeblieben. Die habe ich als Beilage für die heutigen Teigwaren mit Ei gewidmet.

In der Früh schon hab ich die Fusilli gekocht. Mittags hab ich dann ein ordentliches Stück Butter im Reinderl zergehen lassen, einen Teil der Teigwaren dazugegeben, gesalzen und gepfeffert und gut durcherhitzt. 

Als alles richtig gut heiß war, kamen zwei Eier drüber, wurden gut mit den Nudeln vermischt und durften dann ein paar Minuten stocken.

Haben wir restlos verputzt.

Ja, ich weiß, normalerweise isst eine das mit Salat. Aber ich wurde als Kind so konditioniert, und warum sollte ich das nicht ungeniert an die nachfolgende Generation weitergeben?


22.7.11 21:34, kommentieren

23. Juli

Den Rest der Teigwaren von gestern essen wir heute als Fusilli con zucchini.

Hierfür erhitze ich Olivenöl im Reinderl und dünste darin ein geschnittenes Zwiebelhapperl glasig. Dann kommt der restliche Zucchini von neulich hinein, mit dem Sparschäler dünn gehobelt. Wird auch gut angebraten. Wenn ich gehabt hätte, wären auch Karottenstifterl dazugekommen, aber die blieben gestern leider im Supermarkt.

Jedenfalls wird dann gewürzt, mit Salz und vielleicht Curry, oder aber etwas anderem Netten. Dann kommt ein Lackerl Schlagobers hinein, um das ganze cremig zu machen. Zum Schluss kommen die Teigwaren dazu, alles gut durchmischen und fertig.

22.7.11 21:38, kommentieren

24. Juli

Das Gemüsebeet hat mir wieder einen halben Kilo Fisolen beschert, und wiewohl ich den Großteil davon für den Winter sichere: ein Portiönchen verputzen wir heute. Und zwar als Rahmfisolen mit Erdäpfelschmarrn.

Dafür putze, schneide und blanchiere ich die Fisolen. Vorher habe ich natürlich eine Portion Heuriger in den Dampf gestellt. Die blanchierten Fisolen kommen dann mit ganz wenig Wasser und Salz ins Reinderl, dort wird alles erhitzt. Wenn sie bissfest sind, kommen zwei Esslöffel Rahm, vermischt mit einem Löfferl Speisestärke, hinein. Dann vom Feuer nehmen und noch eine Minute gut durchrühren. Und vor dem Servieren kommt der Rest des Curryjoghurts von neulich hinein.

Die gedämpften Erdäpfel schäle ich und schneide in Scheiben. Dann kommt Olivenöl in eine Pfanne, und drin wird ein geschnittenes Zwiebelhapperl kross gebraten. Die Erdäpfel dazu und bei hoher Hitze weitergebraten, zwischendurch gesalzen und gepfeffert und vielleicht ein paar gehackte Kräuter hinein.

Nur damit ihr es wisst: wenn von den Fisolen was übrigbleibt, wirds verdünnt, püriert und als Suppe gegessen.

22.7.11 21:44, kommentieren