Der Sparküche-Blog.

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15. Juni

Stroh habe ich gebraucht für die Hendln, und da habe ich vom Biobauern gleich eine Lammleber mitgenommen. Für eine Lammleber nach Art der Sparköchin mit Reis.

Wie üblich habe ich den Reis zum Dünsten zugestellt. Dann habe ich die Leber klein gewürfelt und zwei Happerl Zwiebel grob geschnitten.

Danach habe ich einen Rest Öl, wo vorher Schafkäse drin war, in der Pfanne erhitzt und die Zwiebel kurz drin gebraten. Dann die Leber dazu und von allen Seiten gut angebraten. Ein kleines Glas gekochter Paradeiser kam auch dazu, das schmurgelte kurz, dann habe ich alles gesalzen und zwei Esslöffel vom "Kürbis englisch" untergerührt, weil nämlich gerade nicht die Zeit für Äpfel oder Birnen ist. Und Kompott habe ich keines mehr.

Diese neue Variante hat uns wirklich gut gemundet, das muss ich mir merken!

 

16.6.11 12:52, kommentieren

16. Juni

Weil die Eier grad reichlich geliefert werden von meinen Hendln, habe ich heute nach langer Zeit wieder einmal Kräuternockerl mit Salat fabriziert. Vorher gab es eine Kohlrabicremesuppe, gottseidank, weil die Nockerl meiner Kleinen nicht runter gingen.

Vom Kräuterbeet habe ich mir Schnittlauch und Petersil geholt, die habe ich geschnitten. Ein paar Borretschblüten hab ich auch abgezwickt, zur Dekoration. Für die Nockerl habe ich zwei Eier verschlagen, ein Achterl Wasser dazugegeben und gesalzen. Dann habe ich soviel Mehl eingerührt, peu à peu, bis der Teig nicht mehr flüssig war. Zum Schluss habe ich die geschnittenen Kräuter untergemischt.

Mit einem Messer habe ich kleine Fuzerln aus der Schüssel in einen Topf mit siedendem Salzwasser geschabt. Wenn eine Portion aufgestiegen und oben geschwommen ist, habe ich die gleich abgeschöpft.

Zum Schluss kam ein bisserl geriebener Parmesan drüber und die Borretschblüten drauf. Dazu haben wir den Rest vom Karottensalat von neulich gegessen. Also: ich hab alles gegessen, eigentlich.

16.6.11 13:01, kommentieren

17. Juni

Später als vorhergesehen sind wir heute heimgekommen. Deshalb haben wir uns unterwegs eine Döner Box gegönnt; man möchte nicht glauben, wie dieses selektiv essende Kind sich in Fast Food eingraben kann.

Zum Glück hatte ich auch für eine Nachspeise gesorgt, sonst hätten wir uns um die letzten Reiskörner gestritten.


18.6.11 22:17, kommentieren

18. Juni

Weil ich heute über die Mittagszeit gut beschäftigt war, stopfte ich nur gefüllte Semmeln in mich hinein. Ich kann euch aber zweierlei anbieten. Erstens mein Rezept von der Kohlrabicremesuppe, die einfacher nicht sein kann: Einen Kohlrabi und einen mehligen Erdapfel schälen und klein würfeln, in ein Reinderl mit Salzwasser geben und weich kochen. Danach pürieren und mit drei Schluck Milch verrühren. Nachwürzen.

Zweitens hatte ich heute ein Workshop zum Thema Einkochen. Eine Teilnehmerin war von der ersten Hälfte so euphorisiert, dass sie die Mittagspause dazu nützte, um im benachbarten Supermarkt noch leere Gläser, Erdbeeren und zwei Mangos zu kaufen. Für eine Erdbeer-Mango-Marmelade. Hier das von uns entwickelte Rezept:

Die beiden Mangos wurden geschält und in kleine Stücke geschnitten. Mit etwas Wasser in ein flaches Reinderl geben und zugedeckt unter gelegentlichem Rühren weich kochen. Etwas auskühlen lassen und ca. 70 bis 80 Deka Erdbeeren putzen und klein schneiden. Zu den Mangos geben, beides pürieren. Dann ein halbes Kilo Gelierzucker 3:1 einrühren und die Marmelade weiter nach der Packungsanleitung kochen. Kochend heiß randvoll in Twist-Off-Gläser füllen, diese sofort verschließen und auf den Kopf gestellt und in eine Decke gewickelt auskühlen lassen.

Wenn die Mangos reif sind, kann die was, die Marmelade. (Aber für mich sind Mangos zu weit gereist, um für eine simple Marmelade in Frage zu kommen.)

18.6.11 22:26, kommentieren

19. Juni

Langsam entgleitet mir meine Kocherei. Heute waren wir im Kinderkino, was zur Folge hatte, dass wir erstens während der Vorstellung eine Portion Popcorn inhalieren mussten (in Wirklichkeit hätte die Kleine meine Hilfe eh nicht benötigt, aber kosten wollte ich wenigstens) und zweitens an einer Pizzeria nicht vorbeigehen konnten.

Nachträglich betrachte ich die Minestrone und die Pizza Casalina dort als Teil der Rangerausbildung, die ich der Kleinen angedeihen lasse. Ein so grindiges Lokal habe ich schon lang nimmer gesehen. Ich muss mich um eine neue Quelle in Wohnnähe umschauen, fürchte ich.

Und morgen koche ich ganz bestimmt wieder selbst.

20.6.11 21:43, kommentieren

20. Juni

Mein Versprechen habe ich wahr gemacht, nicht mit der ultimativ neuen Kreation, aber wenigstens mit dem Rest von der Kohlrabicremesuppe und Penne in Gemüsesauce. Und als Nachtisch Erdbeeren.

Für die Gemüsesauce habe ich Öl erhitzt, und zwar das, wo vorher der Schafkäse eingelegt war. Das ist gut würzig. Darin hab ich zehn Rosmarinnadeln und ein geschnittenes Zwiebelhapperl anbraten lassen und gesalzen. Dann habe ich eine große Karotte mit dem Sparschäler hineingesäbelt und gepfeffert. Und zum Schluss ein paar Löffel gekochter Paradeiser (aus dem Eigenbau-Glas) dazugegeben.

Das habe ich dann zugedeckt schmurgeln lassen, bis die Nudeln weich waren. Zum Glück habe ich keine Kapern untergemischt, das ganze war so schon säuerlich genug. Und ein paar gehackte Kräuter wären kein Fehler gewesen.

20.6.11 21:48, kommentieren

21. Juni

Schon wieder nicht gekocht heute. Aber ich erzähle euch, was wir gegessen haben: Grünspargel mit Sauce Hollandaise und Heurigen Erdäpfeln.

Geht ganz einfach: Die Erdäpfel dämpfen, derweil den Spargel putzen und schälen und in Salzwasser bissfest kochen. Und derweil wieder offnet ihr ein Packerl Sauce Hollandaise und wärmt sie vorsichtig auf.

Wieso ihr den Grünspargel schälen sollt? Weil er im unteren Drittel meist stark verholzt ist. Die Schalenabschnitte machen sich aber in einem Supperl recht gut: mit ganzen Erdäpfeln in Salzwasser ordentlich auskochen, dann herausnehmen, die Erdäpfel pürieren und die Suppe mit einem Schuss Obers verfeinern. Pfeffer und irgendwas Nettes als Suppeneinlage - gehacktes gekochtes Ei, geröstete Brotwürfel, Schinkenstreifen oder ein paar Tropfen Kernöl.

22.6.11 18:04, kommentieren

22. Juni

Ich erwarte Nachschub für meinen Tiefkühler. Also muss wieder einiges raus, unter anderem habe ich heute einen kleinen Becher mit geschnetzteltem Rindfleisch gezogen.  Und einen schnellen Fleisch-Eintopf fabriziert.

Ins Reinderl kam ein ordentlicher Schuss Olivenöl. In diesem wurde ein geschnittenes Zwiebelhapperl angebraten. Dann kamen Salz, ein paar Esslöffel aus dem Glas mit den gekochten Paradeisern dazu. Es zischte tüchtig. Also hab ich schnell ein bisserl was von den getrockneten Schwammerln reingebröselt und das noch gefrorene Fleisch draufgegeben. Ein bisserl Suppe angegossen, geschälte und gewürfelte mehlige Erdäpfel dazugegeben, zugedeckt und  eine halbe Stunde schmurgeln lassen, zwischendurch ein paar Mal umgerührt.

Und wisst ihr was? Es hat super geschmeckt, obwohl ich sowohl den Rosmarin als auch den Petersil vergessen hatte. - Naja, dann haben wir eben weiterhin das Grünzeug in der Vase.

22.6.11 18:13, kommentieren

23. Juni

Seit Monaten habe ich eine herausgerissene Seite aus einem "frisch gekocht" (sonst nicht meine bevorzugte Lektüre, ähem) in der Küche liegen, mit einem Rezept für Scharf geschmortes Huhn. Heute war es endlich soweit. Natürlich habe ich das Rezept den häuslichen Vorräten angepasst, aber so ungefähr kam es hin.

Ich habe tüchtig von dem Öl von dem Schafkäse erhitzt, Pfeffer grob hineingemahlen, ein Lorbeerblatt dazugegeben und alles eine halbe Minute geröstet. Dann habe ich eine mit Salz eingeriebene Hendlkeule und eine geschnittene Knoblauchzehe ins Reinderl gegeben und von allen Seiten gut angebraten. Danach kamen ein Esslöffel grob gehackter Petersil, der Rest vom Glas gekochter Paradeiser (original wären es rohe, gewürfelte gewesen) und ein Stück Ingwer dazu. Durchgerührt, ein bisserl Wasser zugegossen, Deckel drauf und lang geschmort. Eineinhalb Stunden, weil es meine alte Henne war. Bei einem minderjährigen turbogemästeten bewegungsunfähigen Supermarkt-Hendl genügen 20 Minuten. Jedenfalls nach den 20 Minuten noch bei Bedarf den Deckel abnehmen und die Flüssigkeit einkochen lassen.

Zum Schluss mit Salz und Zitronensaft - ja, tatsächlich, der ist essentiell! - abschmecken. Vorgeschrieben war Basmatireis als Beilage (mit Zimt, Safran und Lorbeerblatt), aber ich habe Couscous dazu gereicht.

Und wenn es nicht meine alte Schabracke von einem Hendl gewesen wäre, an der die eineinhalb Stunden Geschmore spurlos vorübergegangen sind, hätte nicht nur die Sauce, sondern auch das Fleisch hervorragend geschmeckt.

23.6.11 13:37, kommentieren

24. Juni

Was macht die Sparköchin, wenn sie einen kompletten Karpfen geschenkt bekommt? Sie lädt ein paar Freunde ein und haut das Ding in die Röhre. Nach der Schrift gesprochen: Gebratener Karpfen auf Erdäpfelbett.

Der Typ hat gerade noch diagonal auf mein Backblech gepasst, aber erst, nachdem ich ihm die Schwanzflosse rasiert hatte. Auf dieses Blech habe ich dann - und da habe ich die Vanillekipferl-Erwartungen meiner Kleinen schwer enttäuscht! -  den Rest vom Schafkäse-Öl gegossen, dann den Rest von der Hendl-Sauce von gestern, dann noch tüchtig Olivenöl dazu. Dann zwei Kilo geschälte, längs geviertelte Heurige drauf, gesalzen, Rosmarinnadeln verteilt, alles gut durchgemischt. Und ein kleines bisserl Wasser zugegossen.

Den Karpfen hab ich außen mit einer Mischung aus zerdrücktem Knoblauch und Salz eingerieben (nur für den Fall, dass jemand die Haut essen mag). Innen  detto und ein paar Petersilstängel, mit und ohne Blätter, hineingestopft. Und dann den Rest vom Rosmarin und ein paar dünne Zitronenscheiben auch. Und schon auf die Erdäpfel und ins Rohr damit.

Bei der Temperatur hab ich  mich für 210 Grad entschieden, das Ganze auf der zweiten Schiene von unten bei Ober- und Unterhitze eineinhalb Stunden drin lassen und in der Zwischenzeit eine Sauce aus einem Becher Rahm gemacht, mit Salz, Paprika, Petersil und Schnittlauch.

Da haben sogar die Kinder Nachschlag verlangt.

 

25.6.11 21:18, kommentieren

25. Juni

Ein bisserl zusammengestoppelt hat meine Mutter heute das Essen, weil wir ziemlich unerwartet zu Besuch gekommen sind und sie erst knapp vorm Mittagessen vom Friseur. Also gab es gekochte Stelze mit Erdäpfelzuspeis.

Zu der Stelze kann ich nichts sagen, außer dass sie sie aus dem Schnellkochtopf genommen hat.

Für die Erdäpfelzuspeis hat meine Mutter offensichtlich in heißem Öl geschnittenen Zwiebel angeröstet, dann geschälte, in Scheiben geschnittene Erdäpfel dazugegeben, ein bisserl gebraten, mit Wasser knapp bedeckt und garen lassen. Salz und gehackte Dille kamen ziemlich zum Schluss rein. 

Weil die Angelegenheit ein bisserl zu dünn geraten war, kam ein Löfferl Speisestärke, mit Wasser glattgerührt, hinein, und nachdem die Sache dann nimmer kochte, noch zwei Löffel verrührter Sauerrahm.

25.6.11 21:23, kommentieren

26. Juni

Und heute ist wieder Brunch, und ich muss gar nichts mitbringen diesmal. Es lebe der Sommer!

25.6.11 21:24, kommentieren

27. Juni

Gestern habe ich dem Gemüsebeet einen Zucchini entrissen. Heute habe ich 20 Deka Faschiertes gekauft und im Rohr gebratene gefüllte Zucchini mit Hirse gemacht.

In meine runde Auflaufform habe ich Öl gegossen, bis der Boden bedeckt war. Den Zucchini hab ich längs aufgeschnitten und dann nochmals in der Mitte durch, weil die runde Auflaufform zu kurz war für den Zucchini. Zum Ausprobieren, ob die Länge jetzt passt, habe ich die Zucchinistücke in die Form gelegt und sie komplett mit Öl bekleckert wieder rausgenommen, was die weitere Verarbeitung um Klassen rutschiger gemacht hat. Mein Tipp: macht es anders.

Jedenfalls habe ich die Zucchinistücke trotzdem ausgekratzt und das Fruchtfleisch zum Faschierten gegeben. Gewürzt habe ich mit Salz, Pfeffer und Rosmarin, und ein paar Brösel von den getrockneten Steinpilzen. Gut verrührt und mit Verve auf die Zucchini geklatscht. Die Zucchini wieder in die Form und ins Rohr damit. Es wäre gescheit gewesen, die Dinger oben abzudecken oder mit was Unempfindlichen zu belegen, denn das Fleisch war nachher ordentlich ausgetrocknet oben. Das nur nebenbei.

Als die Form bei 210 Grad Ober- und Unterhitze im Rohr war, habe ich einen Topf Hirse mit Salzwasser aufgesetzt und garziehen lassen.

Die Zucchini haben wir wacker vertilgt, aber von der Hirse ist viel übrig geblieben, da überleg ich mir was damit.

27.6.11 21:53, kommentieren