Der Sparküche-Blog.

Werbung

Gratis bloggen bei
myblog.de

Archiv

13. Mai

Wenn im Kühlschrank der Sparköchin ein Rest Nudeln und ein Rest gekochter Erdäpfel lagern und aus der hinteren Ecke das Glas mit dem Fisolensalat hervorblinzelt, ist völlig klar, was sie draus kocht: Grenadiermarsch mit Salat.

Also einen Löffel Schmalz ins Reinderl, ein gehacktes Zwiebelhapperl dazu und scharf anbraten. Salzen und mit Osmanischer Gewürzmischung versehen, die Erdäpfel in Scheiben schneiden und dazugeben, weiterbraten. Und zum Schluss die Nudeln einrühren.

Schmeckt allen beiden.

13.5.11 13:08, kommentieren

14. Mai

Ein Rezept aus einer Zeitschrift hat mich inspiriert: heute gibts Mangoldstiele, mit Mozarella überbacken.

Dazu fette ich meine eh schon viel zu lang nimmer verwendete Auflaufform mit Butter ein, gebe die kalten blanchierten geschnittenen Mangoldstiele drauf, salze und pfeffere sie, schneide eine Kugel Mozarella in dünne Scheiben und lege sie drüber. 

Wenn ich gut drauf bin, tu ich auf den Mangold, unter den Käse, ein rohes Ei in eine Mulde, ohne den Dotter zu zerstören (ohne Schale natürlich, jessas!), und schau mal, was mit dem dann passiert.

Würde ich mich trauen, schon wieder Erdäpfel zu servieren, würde ich die als unterste Schicht in die Form schichten, und dann den Mangold drauf. Aber weil ich das Glück nicht herausfordern will, gibt es heute lieber gedünstete Hirse dazu.

Jedenfalls streue ich oben vielleicht noch etwas geriebenen Parmesan und ein Löfferl gehackter Kräuter drüber, und dann bei 190 Grad für ein halbes Stünderl ins Rohr. Oder kürzer, das entscheide ich spontan nach dem Grad der Bräunung. Auf jeden Fall bleibt genug Zeit, um die Hirse zu dünsten.

13.5.11 13:14, kommentieren

15. Mai

Mit einem ganz und gar unsonntäglichen Menü hab ich uns heute eine Riesenfreude gemacht: Erdäpfelcremesuppe und Grießschmarrn mit Apfelmus.

Die Suppe nach einfacher Art: zwei mehlige Erdäpfel (geschält, gewürfelt) mit Salz, Lorbeerblatt, einer in grobe Stücke geschnittenen Petersilwurzel und Wasser weich köcheln, die Petersilwurzel und das Lorbeerblatt entfernen und den Rest pürieren. Verfeinert habe ich heute mit Schlagobers.

Den ich übrigens auch in den Schmarrn-Teig gegeben habe, so als Abrundung. Generell mache ich den Grießschmarrn so, dass ich zwei Stunden vorm Essen eine Prise Salz und 1/3 Liter Milch mit ordentlich Grieß verrühre (vielleicht 15 Deka oder ein bisserl mehr), so dass ein dünnflüssiger Gatsch entsteht. Diesen lasse ich länger stehen. Vorm Kochen (ich rechne dafür eine halbe Stunde) rühre ich noch zwei von meinen Eiern in die Masse, dann sollte alles dickflüssig sein.

In einer Pfanne erhitze ich 3 - 4 Deka Butter, dann kommt der Teig hinein und darf erstmal anbacken. Mit der Zeit wird er leicht angehoben, damit von oben das Flüssige nachlaufen kann, und zwischendurch immer wieder ein bisserl geschubst und gewendet und zerzupft, bis er so nach einer Viertelstunde bis 20 Minuten durch ist und mit Apfelmus, Kompott oder Marmelade verputzt werden kann.

15.5.11 14:22, kommentieren

16. Mai

Das letzte Mal habe ich euch das Rezept für die mütterlichen Germknödel Ende November verraten. Falls ihr nicht das letzte halbe Jahr zurückblättern wollt, hier eine Kopie des Rezepts:

Einen halben Würfel Germ mit 1 Kaffeelöfferl Zucker verrühren, bis das ganze flüssig ist. 4 Esslöffel Mehl und soviel Milch zugeben, bis das Dampfl die Konsistenz eines Palatschinkenteigs hat. Mit etwas Mehl bestauben und zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.

3 EL geschmolzene Butter, 25 dag Mehl, 1 Ei und 1 Eidotter sowie eine Prise Salz einmengen und zu einem glatten Teig verarbeiten. Zugedeckt weitere 30-40 Minuten aufgehen lassen.

Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zusammenschlagen, 5 Minuten rasten lassen und 5 mm dick ausrollen. Mit dem Teigrad in etwa 5 x 5 cm große Quadrate schneiden. Ränder mit Wasser befeuchten. Jeweils etwas Powidl in der Mitte der Quadrate auftragen, Teig übereinander schlagen und zu Knödeln formen.

Auf ein mit Mehl bestreutes Brett legen und zugedeckt nochmals 30 Minuten gehen lassen.

In einem großen, geräumigen Topf (die Germknödel brauchen viel Platz zum Aufgehen) Salzwasser aufkochen und Knödel einlegen (wenn nötig, in 2 Tranchen). Einmal kräftig aufkochen lassen und dann bei fest geschlossenem Deckel 15 Minuten ziehen lassen.

Dabei die Germknödel nach etwa 10 Minuten umdrehen und weitere 4-5 Minuten zugedeckt fertig kochen. Herausheben und sofort mit einer dicken Nadel oder einem Zahnstocher einige Male anstechen, um das Zusammenfallen der Knödel zu verhindern.

Mit geriebenem Mohn und Zucker bestreuen und mit flüssiger Butter beträufeln.

18.5.11 13:38, kommentieren

17. Mai

Die üppige Woche ist das diesmal. Nach einer Portion Gartenarbeit habe ich uns mit Bratwürsterl mit Bärlauchpüree und Fisolensalat gestärkt. Meine Kleine hatte danach zwar eine grüne Gesichtsmaske, aber es hat ihr geschmeckt, und das ist die Hauptsache.

Die Bratwürsterl habe ich in je drei Teile geschnitten, damit sie ins kleine Jena-Reinderl passen (kennt ihr diesen Ausdruck überhaupt noch? Das ist hitzefestes Glas-Kochgeschirr, meines stammt noch aus den Sechzigerjahren des vorigen Jahrhunderts!). Dort habe ich sie, zugedeckt, in Olivenöl gebraten.

Für das Püree habe ich 30 Deka mehlige Erdäpfel gedämpft, geschält und leicht zerdrückt. Ins Reinderl habe ich ein Achterl Schlagobers, weil der dringend wegmusste, einen Schluck Milch, Salz und eine Handvoll blanchierten geschnittenen Bärlauch gegeben, leicht erhitzt, die Erdäpfel dazu und mit dem Stabmixer traktiert.

Und den Rest vom Fisolensalat haben wir auch gleich vernichtet.

18.5.11 13:43, kommentieren

18. Mai

Gerade ist mir aufgefallen, dass ich euch beim Nachtragen einen Tag unterschlagen habe, und zwar den Montag. Das Rezept reiche ich hiermit nach. (Allein - was hatten wir?)

Oh, ich weiß es wieder: ein Siebenminutenessen. Nämlich Hirse mit Paradeissauce. Etwas zum Schaufeln für das haushaltszugehörige Mädchen.

Die Hirse vom Samstag wartete im Kühlschrank, die hab ich mit Butter und etwas Wasser erhitzt. Für die Paradeissauce habe ich ein Glas passierter Paradeiser geöffnet, die klare Flüssigkeit oben in ein Häferl abgegossen und den Rest ins Reinderl geschüttet. Mit Salz und reichlich Zucker zum Kochen gebracht, inzwischen die klare Flüssigkeit mit einem Esslöffel Speisestärke glattgerührt. In die kochenden Paradeiser eingerührt, von der Hitze genommen, zwei Minuten ziehen lassen, fertig. Wer mag, verfeinert bei Tisch mit Pfeffer und Kernöl. 

18.5.11 13:50, kommentieren

19. Mai

Etwas Neues hab ich heute ausprobiert, und zwar ein Rezept aus der aktuellen Ausgabe von Schrot & Korn: Topfenplätzchen mit Kompott. Also original wäre ein Erdbeer-Rhabarber-Salat dabeigewesen, aber mir war wichtiger, die häuslichen Vorräte zu dezimieren.

Also hab ich ein halbes Packerl Topfen ( = ein Achterl, +/- 12 Deka) mit einem Esslöffel Zucker, 3 Esslöffeln Grieß, einem kleinen Ei, einer Spur Zitronenschale und zwei Esslöffeln geriebenen Mandeln gut verrührt und anschließend 2 Stunden quellen lassen.

Dann hab ich Sonnenblumenöl (den Boden des Reinderls gut bedeckend) erhitzt und aus je einem gehäuften Esslöffel der Masse, im Reinderl flachgedrückt, bei nicht allzu großer Hitze die Plätzchen beidseitig herausgebacken. Ein bisserl mehr Öl hätte nicht geschadet, aber bitte. Wir haben bei Tisch noch nachgezuckert und das Zwetschkenkompott dazugegessen. 

Vorher haben wir noch eine Kürbiscremesuppe verzwickt gehabt, trotzdem ist nix übriggeblieben.

19.5.11 13:05, kommentieren

20. Mai

@font-face { font-family: "Arial"; }@font-face { font-family: "Times"; }p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal { margin: 0cm 0cm 0.0001pt; font-size: 12pt; font-family: "Times New Roman"; }div.Section1 { page: Section1; }

Beim Heurigen habe ich heute etwas gegessen, das ich Jahrzehnte nimmer gekocht habe: Beuschel mit Knödel.

Falls ihr das nachkochen wollt, kopiere ich euch das Rezept, das seinerzeit in der Sparküche erschienen ist:

Das Beuschel gut reinigen und in Salzwasser mit einem Schuss Essig, Lorbeerblatt und Thymian weich kochen. In kaltes Wasser legen, feinnudelig schneiden. In Fett lasst ihr dann 1 - 2 Deka Zucker bräunen. 5 Deka Zwiebel, 2 Sardellenfilets, 5 Deka Speck und die Schale einer Zitrone fein hacken, zugeben und verrühren. Mit Mehl stauben und braun rösten. Mit dem Kochsud des Beuschels aufgießen, mit Salz, Essig und Zitronensaft würzen, das Beuschel zugeben, nochmals aufkochen und zum Schluss mit Rahm und Senf abgeschmecken. 

Mit Semmelknödeln servieren.


20.5.11 22:10, kommentieren

21. Mai

Zum zweiten Mal knapp hintereinander habe ich heute Erdäpfelgulasch fabriziert. Und zwar diesmal wie folgt:

Ein großes Zwiebelhapperl grob geschnitten und in einem gehäuften Esslöffel Schmalz angebraten. Salz, ein Lorbeerblatt und den letzten Rest meiner Osmanischen Gewürzmischung dazu, weitergebraten, mit Wasser aufgegossen, geköchelt. Speckige Erdäpfel, geschält und scheibliert, dazugegeben. Wasser dazu, bis sie bedeckt waren, weich köcheln lassen.

1/2 Becher Rahm glattgerührt, ein paar Esslöffel vom Gulaschsaft eingerührt, dieses Gmachtl zügig ins Gulasch gerührt.  Von der Hitze genommen und ein Paar Debreziner hineingeschnitten. Kurz durchziehen lassen und mit Brot serviert.

21.5.11 22:25, kommentieren

22. Mai

Fremdgegessen haben wir heute: Suppe, Backhenderl mit Reis und Erdäpfelsalat und als Nachspeise Erdbeeren mit Zucker und Joghurt.

Morgen gibts Resteküche, da werde ich auch  nicht viel zu tun haben.

22.5.11 20:18, kommentieren

23. Mai

Weil ich nämlich vom Samstag noch viel von der Sauce vom Erdäpfelgulasch übrig habe.

Da werde ich uns ein ordentliches Portiönchen Reis dazukochen, frisch gehackte Kräuter drüberstreuen und fertig ist die Mahlzeit.

Wie nenne ich das? Basmati-Kräuter-Reis mit Zwiebelrahmsauce vielleicht.

22.5.11 20:20, kommentieren

24. Mai

Heute ist wieder ein Restaurantbesuch angesagt. Aber dafür hab ich einen Tipp für euch: Hollerblütensaft.

Das übliche Rezept finde ich ein bisserl mühsam: Hollerblüten mit jeder Menge Zitronenscheiben in Wasser drei Tage stehen lassen, abseihen und so erwärmen, dass sich Zitronensäure und Zucker drin auflösen. Bei mir hält der entstandene Dicksaft nie länger als zwei Monate.

Deshalb bin ich zu einer Einfach-Variante übergegangen, die auch nicht länger hält, aber einfach geht:

Heute habe ich 13 kleine Hollerblüten (ungewaschen, aber auf Bewohner kontrolliert) in ein Ex-Gurkenglas (ca. 2 Liter, wer das nicht hat oder will, macht entsprechend weniger) gestopft, so ungefähr eineinhalb oder zwei Deka Zitronensäure drübergestreut, mit frischem kaltem Wasser aufgefüllt, verschlossen und in die Sonne gestellt. Abends habe ich alles abgeseiht, ordentlich Zucker eingerührt, in Flaschen gefüllt und in den Kühlschrank getan.

Ich nehme immer kleine Flaschen, die verbrauchen sich rascher und haben damit keine Gelegenheit zu vergären. Öfter mal kontrollieren, ob sich der Deckel wölbt oder Blaserl aufsteigen, dann umgehend ins Freie bringen und kontrolliert öffnen (nicht in der Sonntagskleidung).

Das Schöne ist, dass ihr wirklich die Möglichkeit habt, den Saft auf euren Geschmack einzustellen: mehr oder weniger Säure, mehr oder weniger Zucker (oder Honig, für die Puristen).

23.5.11 20:26, kommentieren

25. Mai

Eierspeis mit Brot war es heute, etwas angereichert, aber trotzdem sommerlich einfach.

Nämlich habe ich in ein Reinderl großzügig Olivenöl getan und erhitzt und dann ein paar halbierte Kirschparadeiser (nicht gekauft, sondern geschnorrt) drin angebraten. Danach habe ich vier von meinen Zwergeiern drübergeschlagen und leicht verrührt. Dann kam Salz und Pfeffer drüber und einige zerbröselte Nadeln vom Rosmarin.

Von der Hitze genommen, kurz stocken lassen und dann noch ein bisserl Schafkäse drübergebröselt. Die fertige Eierspeis hat noch ein bisserl gerastet und wurde dann mit frischem Brot verspeist.

25.5.11 21:52, kommentieren