Der Sparküche-Blog.

Werbung

Gratis bloggen bei
myblog.de

Archiv

12. April

Diesmal war ich nicht in Zeitnot, sondern einfach nur faul. Also hab ich in weiser Voraussicht nach dem Frühstück eine Portion Fleckerl gekocht, abgeseiht und ein Stück Butter untergerührt und Deckel drauf.

Mittags hab ich das ganze dann aufgewärmt und bei Tisch mit einem Rest geriebener Nüsse und reichlich Zucker bestreut und Zwetschkenröster dazu serviert. Nussnudeln mit Zwetschkenröster offiziell.

Zum Glück hatten wir vorher wenigstens den Rest der gestrigen Lamm-Suppe ... (ich komm von den Resten nicht weg, irgendwie.)

12.4.11 23:03, kommentieren

13. April

Weil die restlichen Anwesenden Krenfleisch aßen, machte ich Pause. Aber für die, die es vielleicht mal nachkochen wollen, hier ein "offizielles" Rezept von ichkoche.at.

Ein Stück Schweinsschulter (für 6 Leute ca. 80 Deka) in Wasser mit Salz, einem Achterl Apfelessig, 2 Lorbeerblättern und 4 Pfefferkörnern ca. 40 Minuten kochen. In der Zwischenzeit 4 Karotten, 2 gelbe Rüben, 1/2 Sellerieknolle und eine Petersilwurzel putzen, waschen, feinstiftelig schneiden.  Ein Zwiebelhapperl und eine halbe Stange Lauch in Scheiben schneiden und gemeinsam mit dem Wurzelwerk in den Topf geben und weitere 20 Minuten kochen lassen.

Das Fleisch portionieren, indem man es quer zur Faser schneidet; mit etwas Sud übergießen, mit Wurzelwerk belegen und reichlich mit auf einem Reibeisen oder einer Raffel gerissenen Kren bestreuen.

Salzerdäpfeln als Beilage heiß servieren.



Tipp:
Früher verwendete man für dieses Gericht statt Schweinsschulter einen ganzen Schweinskopf, was es allerdings wesentlich fetter und deftiger machte. Das Krenfleisch wird noch gehaltvoller, wenn man ein großes Stück Schwarte mitkocht und beim Servieren geröstete Semmelbrösel über den Kren streut.

 

14.4.11 10:22, kommentieren

14. April

Heute gibts wieder etwas nach meinem Geschmack (möglicherweise nicht zur Freude meiner Kleinen): Kürbisrahmgemüse mit Erdäpfeln.

Das Kürbisgemüse habe ich ausnahmsweise essfertig im Gefrierschrank gefunden. Für die, die es frisch kochen wollen: Ein Stück Kürbis schälen, entkernen und grob raspeln und mit Salzwasser knapp bedecken. Wenig Kümmel und eventuell ein viertel Lorbeerblatt dazugeben und bissfest kochen.

In der Zwischenzeit eine Ladung kleiner Erdäpfel weich dämpfen und schälen. Den Kürbis abseihen (das Wasser für eine Gemüsesuppe aufheben). Tüchtig Rahm mit etwas Mehl glatt rühren und in den Kürbis einrühren. Kurz ziehen lassen, bei Bedarf pfeffern und mit den Erdäpfeln servieren.

Nebenbemerkung: ich werde heute den Kürbis nicht pfeffern, sondern die Erdäpfel mit einer Knoblauch-Chili-Sauce aus Teneriffa essen, das wird auch scharf genug.

14.4.11 10:28, kommentieren

15. April

Hierorts Erschöpfung pur, daher nur Brot abgeschnitten und mit allerhand belegt und bestrichen.

Einem lieben Menschen habe ich für demnächst einen Erdäpfel-Bärlauch-Strudel mit Kräuterrahm versprochen, und den werde ich folgendermaßen produzieren:

Ich dämpfe ein halbes Kilo mehlige Erdäpfel weich, schäle sie und zerdrücke sie grob. Dann müssen die gut auskühlen, und während die das tun, wasche und hacke ich eine gute Handvoll Bärlauch und zerbröckle 15 Deka Schafkäse.

Die ausgekühlten Erdäpfel vermenge ich mit Salz, dem Bärlauch und dem Schafkäse, und wenn die Masse zu sehr zerfällt, rühre ich ein Ei minus ein Esslöffel Eiklar (also einen Dotter und das meiste vom Klar) und vielleicht ein Löfferl Schlagobers ein. Diese Masse verstreiche ich auf zwei Drittel des ausgerollten Blätterteigs, rolle diesen ein (beginnen bei der bestrichenen Seite, nach dem ersten Mal umschlagen die beiden Enden hineinklappen) und lege den Strudel mit dem Verschluss nach unten auf ein Blech mit Backpapier.

Der Strudel wird ein paar Mal mit der Gabel eingestochen, mit dem restlichen Klar bestrichen und bei 180 - 190 Grad hellbraun gebacken.

(Natürlich kann eine genauso gut den Teig in Stücke schneiden und Tascherl fabrizieren.)

(Oder den Teig schön fest und rund einrollen, mit einem scharfen Messer drei Zentimeter dicke Scheiben abschneiden und sie, bestrichen mit Klar, als Schnecken backen.)

So oder so kommt der Kräuterrahm dazu: einen Becher Rahm mit Salz und gehackten Kräutern nach Belieben verrühren. (Hättet ihr vermutlich auch ohne mich erraten.)

15.4.11 22:58, kommentieren

16. April

Gerade noch rechtzeitig ist mir in der Früh eingefallen, eine Gemüsesuppe auf den Herd zu bringen. Nach der Gartenarbeit war das die Rettung, weil schon etwas zu essen da war und die Nudeln in Ruhe kochen konnten. Weils als Hauptspeise dann Teigwaren mit Ei gab.

Im Reinderl ein ordentliches Stück Butter zerlassen, die gekochten Hörnchen hinein, Salz dazu, gut durchrühren. Ein oder zwei Eier drüberschlagen, Hitze abschalten, Eier in die heißen Nudeln cremen, bis sie stocken. Zwischendurch einen Esslöffel voll Petersil einarbeiten.

Bei Tisch pfeffern und nach Belieben mit Chutney oder Kompott essen (wir haben beides kombiniert, ähem).

16.4.11 14:20, kommentieren

17. April

Fisolen habe ich heute aus dem Gefrierschrank genommen. Hatten wir eh schon länger nicht. Da werde ich ein Fisolen-Erdäpfel-Gröstl zaubern.

Dafür dämpfe ich gerade eine Portion speckiger Erdäpfel weich. Mittags werde ich dann ein grob geschnittenes Zwiebelhapperl in ein paar Esslöffeln Öl glasig dünsten. Dann die geschälten und klein geschnittenen Erdäpfel dazu und tüchtig Osmanische Gewürzmischung und Salz dazu.

Zum Schluss kommen die blanchierten geschnittenen Fisolen hinein, werden auch gut mitgeröstet. Wenn ich im Garten was Nettes finde, wirds auch gehackt und drübergestreut.

17.4.11 08:50, kommentieren

18. April

Logisch sind von gestern Fisolen übriggeblieben. Meine Tiefkühl-Portionen sind einfach zu groß. Jedenfalls war das der Anlass, um wieder einmal Rahmfisolen mit Reis zu kochen.

Den Reis habe ich wie immer trocken angeröstet, gesalzen, mit Wasser aufgegossen (doppelte Menge vom Reis) und zugedeckt auf kleinster Flamme ausdämpfen lassen.

Die Fisolen habe ich mit Wasser knapp bedeckt und einige Minuten kochen lassen. Salz und Pfeffer dazu, eh klar. Dann hab ich einen halben Becher Rahm, man gönnt sich ja sonst nix, mit einem Löffel Maisstärke glattgerührt. Reinderl vom Herd nehmen, Rahm einrühren, einige Minuten ziehen lassen.

Normalerweise hätte ich die Fisolen mit Braterdäpfeln kombiniert. Aber Erdäpfel kriegt meine Kleine nicht runter, und irgendwas muss sie ja schließlich auch essen. (Nicht die Fisolen, das ist jedem Elternteil klar, oder?)

19.4.11 11:24, kommentieren

19. April

Unerwartete Gäste habe ich heute, und da habe ich doch glatt den Tafelspitz (für Tafelspitz mit Rösterdäpfeln und Mangoldgemüse) aus dem Tiefkühler genommen. Also, das rohe Stück Fleisch. Zum Glück hatte ich auch eine ordentliche Portion Suppengemüse auf Vorrat, da habe ich das meiste geputzt und mit einem Zwiebel, ein paar Knoblauchzehen, Salz und einem Lorbeerblatt gekocht.

Das dauert drei Stunden, also blieb noch reichlich Zeit, um eine Portion essfertiges Mangoldgemüse aus dem Gefrierschrank zu nehmen und eine Ladung Erdäpfel anzubrennen. - Das war deshalb nicht so schlimm, weil ich sie wie üblich dämpfte und daher den Großteil, mit Raucharoma halt, noch für den vorgesehenen Erdäpfelschmarrn verwenden kann.

Den ich wie folgt fabriziere: Tüchtig Ollivenöl in die Pfanne, ein großes Zwiebelhapperl fein schneiden und glasig dünsten, gut salzen. Dann die geschälten, in kleine Scheiben geschnittenen Erdäpfel dazugeben und allseits anbraten.

Das Mangoldgemüse hätte ich so gemacht, dass ich den blanchierten, grob geschnittenen Mangold in wenig Milch weich gekocht hätte, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss gewürzt und mit ein bisserl Speisestärke gebunden hätte.

Aber am meisten stolz bin ich drauf, dass ich zusätzlich auch noch zwei Kinderportionen Nudeln mit Sugo auf den Tisch kriegen werde, weil die Kinder sich das wünschen.

19.4.11 11:33, kommentieren

20. April

Das Schöne an der gestrigen Koch-Orgie ist, dass jede Menge Restln übriggeblieben sind.

Die verdrücken wir heute, in der wildesten Kombination, ohne jede Kocharbeit. Find ich gut.

21.4.11 19:57, kommentieren

21. April

Heute habe ich wieder die ganze Familie versorgt. Mit Blätterteig-Strudeln mit Kräuterrahm. Mit unterschiedlichen Füllungen.

Des Morgens habe ich ein Kilo mehlige Erdäpfel gedämpft, geschält, zerteilt und gut auskühlen lassen. Dann bin ich Bärlauch und Kräuter pflücken gegangen.

Für den Bärlauch-Schafkäse-Strudel habe ich ein Viertel der Erdäpfel zergatscht, den in Streifen geschnittenen Bärlauch (eine Handvoll) und 15 Deka Schafkäse in Würferl dazugemischt und gesalzen. 

Für den Erdäpfel-Speck-Strudel habe ich die restlichen Erdäpfel zergatscht und mit 10 Deka kleinwürfelig geschnittenen Jausenspeck  sowie Salz, einen Dotter und ein paar zerschnipselte Rosmarinnadeln vermischt.

In den dritten Strudel habe ich eine Mischung aus einem Packerl Topfen, einem Achtelliter Zwetschkenmarmelade und ein bisserl Zucker geschmiert.

Jedenfalls kamen die Füllungen auf zwei Drittel je eines Dinkel-Blätterteiges, der wurde einmal umgeklappt, die Seiten eingeschlagen, der Strudel weiter aufgerollt und mit dem Verschluss oben seitlich aufs Blech mit Backpapier balanciert. Dann wurde mit Eiklar bepinselt und ins Rohr geschoben und bei Umluft bei 180 Grad ca. 20 Minuten gebacken.

Die Zeit hab ich genützt, um eine Handvoll gemischter Kräuter zu hacken und mit Salz und 2 Bechern Rahm zu verrühren und mit Bärlauchblüten zu dekorieren.

Sind gut weggegangen, die Strudel.

21.4.11 20:06, kommentieren

22. April

Gestern habe ich euch das Rezept der Zucchinicremesuppe unterschlagen, die wir vorher hatten. Typisch nach Art der Sparköchin: einfach und unkompliziert.

Mir sind nämlich vier Zucchini zugewachsen, die habe ich in kleine Stücke geschnitten, detto einen riesengroßen mehligen Erdafpel. Beides in ein Reinderl, Salz dazu, mit Wasser aufgießen, ein Lorbeerblatt und ein Stengerl Liebstöckl dazu, und entweder ein paar Knoblauchzeherl oder ein paar gehackte Bärlauchblätter. Oder keins von beiden und bei Tisch tüchtig Pfeffer drüber.

Jedenfalls weich kochen, pürieren (ohne Lorbeerblatt und Liebstöckl) und mit einem Schluck Obers abrunden.

22.4.11 14:19, kommentieren

23. April

Wenn wir schon gestern nicht gefastet haben, war unser Mahl heute ein frugales: Bandnudeln mit Bärlauchbutter. (Ist aber bei der Viertelportion an meiner Seite besser angekommen als manches aufwändigere Gericht.)

Aber wenigstens die Bandnudeln waren hausgemacht. Nämlich habe ich von den Eiern meiner Zwerghendln drei genommen und in ein Häufchen glattes Mehl geschlagen, werden wohl so um die 20 Deka Mehl gewesen sein.

Das hab ich dann mit den Fingern vergatscht und letztendlich verknetet und zu einer festen Kugel geformt. Eine Schüssel drübergestülpt und ein paar Stunden vergessen. Später hab ich die Nudelmaschine hergenommen und kleine Teigportionen dünn ausgerollt, ein bisserl antrocknen lassen und dann geschnitten. Hätte ich gleich frisch ins Salzwasser schmeißen können, dann wäre die Kochzeit 2 - 3 Minuten gewesen. Nachdem ich sie fast einen Tag trocknen ließ, brauchten sie 6 Minuten, um weich zu werden. 

Dann das Wasser abgießen (und für die morgige Suppe aufheben), eine Scheibe Bärlauchbutter gut unter die Nudeln mischen und auf den Tisch damit.

23.4.11 22:14, kommentieren

24. April

Frohe Ostern!

Erst recht mit einem ausgiebigen Osterfrühstück mit allem Drum und Dran. Da brauchten wir kein Mittagessen und aßen erst gegen Abend eine Polenta mit Rindfleisch und Bärlauchbutter.

Nämlich habe ich das Nudelkochwasser von gestern mit einer kleinen Portion geschnetzeltem Rindfleisch angereichert und erhitzt und Maisgrieß eingerührt, ordentlich gesalzen und ausdämpfen lassen. Kurz bevor die Polenta fertig war, hab ich noch schnell eine Scheibe Bärlauchbutter eingerührt.

Isst sich sehr gut, findet die Kleine, aber leider pickt das Zeug danach überall. Morgen werde ich aus dem Rest eine Suppe machen, und zwar werde ich mit ein bisserl Wasser aufgießen, nachwürzen, die Polenta in mundgerechte Bissen zerteilen und nach dem Aufkochen ein verquirltes Ei einrühren.

26.4.11 12:59, kommentieren