Der Sparküche-Blog.

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13. Feber

Heute werden wir bekocht, und es gibt Brathendl mit Semmelfülle. Leider bin ich, was Fleisch betrifft, ein bisserl hysterisch und nicht in der Lage, ein ganzes Tier zuzubereiten. Aber die Semmelfülle kann ich mir auch als Auflauf vorstellen, vielleicht als Beilage zu einem Gemüse.

Dazu werden alte Semmeln in ein bisserl Milch eingeweicht und, wenn sie dann weich sind, ausgedrückt. Dazu kommen Eier und ein bisserl Butter. Gewürzt wird mit Salz und Pfeffer, wer will, gibt gehackten Petersil dazu. Als Auflauf würde ich das flach in eine gebutterte Form füllen und im Rohr bei ca. 180 Grad backen, bis sich oben eine nette Kruste gebildet hat.

Was die Mengen betrifft, würde ich die den Vorräten anpassen. Vielleicht drei alte Semmeln mit zwei Eiern, notfalls ein bisserl von der Einweichmilch, und vielleicht 2 Deka weiche Butter. Hm.

12.2.11 12:39, kommentieren

14. Feber

Valentinstag! Grund genug, um einen gscheiten Risotto mit Safran zu fabrizieren. Safran sind ja die Fäden des Herbstkrokus, und wir haben die seit ein paar Jahren im Garten. Zahlt sich total aus, kann ich nur sagen.

Also im Wasserkocher dreiviertel Liter Wasser erhitzt. 15 Deka Rundkornreis trocken im Reinderl geröstet (wer mag, nimmt ein bisserl Butter und brät vorher ein gehacktes Zwiebelhapperl glasig) und mit heißem Wasser bedeckt. Die Hitze zurückgenommen und öfter umgerührt. Zwischendurch gesalzen und ein paar Safranfäden reinfallen lassen. Und, je nach Geschmack, ein paar getrocknete Paradeiser und/oder Schwammerl.

Wenn die Flüssigkeit weg ist, wieder ein bisserl was nachgießen. So lange, bis der Reis bissfest und die Flüssigkeit cremig ist. Wer einen Rest Weißwein hat, kann den auch zugießen. Oder ein Schluckerl trockenen Madeira.

Jedenfalls zum Schluss zwei Deka Butter und drei Löffel geriebenen Parmesan eingerührt. Und bei Tisch gepfeffert.

 

12.2.11 12:50, kommentieren

15. Feber

Mir ist aufgefallen, dass wir schon lange keine Kichern mehr hatten. Folgerichtig öffnete ich heute eine Dose (mit dem Versprechen an mein besseres Selbst, dass in Zukunft nur noch trockene gekauft werden) und kochte ein Kichererbsencurry  nach Art der Sparköchin.

Ich gab zwei Esslöffel Sonnenblumenöl ins Reinderl und erhitzte es, dann tat ich die übrig gebliebene Schwarte vom Turopolje-Speck hinein und ließ sie ein wenig braten. Dann kam die wieder raus und ein gehacktes Zwiebelhapperl dazu, und Salz, tüchtig Curry, Rosmarin und ein gehackter getrockneter Paradeiser. Das ließ ich alles einige Minuten durchschmoren, bevor ich eine kleine Dose Kichern hineinleerte (ohne die Flüssigkeit), ein kleines Lorbeerblatt dazutat und mit einem kleinen Glas gekochter Paradeiser aufgoß. Weil die Paradeiser eher sauer schmeckten, wurde ein ganz kleines bisserl nachgezuckert, dann der Deckel drauf und köcheln lassen.

Dann fiel mir ein, dass ich noch Falafeln eingefroren hatte. Also nahm ich fünf raus und legte sie auf die Kichern, Deckel wieder drauf und noch ein paar Minuten bei kleinster Hitze, damit die warm wurden.

War gar nicht so übel, das alles.

15.2.11 14:43, kommentieren

16. Feber

Heute haben wir uns auf ein Running Sushi geschmissen und ziemlich in Frittieröl gebadet dabei. Macht nix, hin und wieder darf das sein. Weil der Süßen am besten die Krabbenchips geschmeckt haben, ist mir ein lang vergangener Urlaub auf Java in den Sinn gekommen, wo die dortige unschlagbare Haushälterin eben jene Krupuk (oder auch Kroepoek, nach der kolonial-holländischen Schreibe) selber fabriziert hat.

War, so hatte ich das in Erinnerung, eine ziemlich aufwändige Geschichte, schmeckte aber herrlich. Als ich das Internet nach einem Rezept absuchte, fand ich eines. Wie ich es durchgelesen habe, bestätigte sich meine Erinnerung: unglaublich aufwändig. Könnt ihr aber gerne nachlesen unter <http://www.chefkoch.de/rezepte/1615261268764387/Krabbenchips.html>

Ich hab dann noch ein zweites gefunden, da musste ich lachen, aber das kann ich mir auch für mich vorstellen: man kaufe im Asia-Laden eine Packung Krabbenmehlplättchen (Fertigprodukt) und frittiere sie in sehr heißem Öl einzeln (weil sie die Größe vervierfachen) ein paar Minuten. Sehr heiß essen, empfiehlt die Verfasserin, und da hat sie sicher recht, weil sonst drückt das viele Öl im Magen ...

18.2.11 20:46, kommentieren

17. Feber

Gebratenes Zanderfilet mit Petersilerdäpfeln und gemischtem Salat war es heute. - Natürlich habt ihr Recht: das habe ich nicht selbst gekocht.

Wobei, so schwierig wäre das auch wieder nicht gewesen: eine Portion Speckige weich dämpfen. Währenddessen ein Zanderfilet salzen, pfeffern und in Mehl wenden. In einer Pfanne Sonnenblumenöl erhitzen und den Fisch auf beiden Seiten ein paar Minuten bei mittlerer Hitze braten. - Meine Mutter beginnt mit dem Braten immer mit der Hautseite unten. Ihr wollt hoffentlich nicht wissen, wieso, denn ich habe keine Ahnung.

Jedenfalls sollten dann die Erdäpfel durch sein, die würden geschält und geviertelt und in zerlassener Butter mit Salz und gehacktem Petersil gewälzt und gedreht.

Beim gemischten Salat würde ich kapitulieren und mein vorletztes Glas Karottensalat aufmachen.

 

18.2.11 20:50, kommentieren

18. Feber

Heute habe ich die erste Rindszunge meines Lebens gekocht. Zum Glück habe ich vor ein paar Jahren in dieser Sache für die Sparküche recherchiert, da konnte ich heute nachlesen. Und dann gabs Zunge mit Reis und Salat (zum Beispiel dem Rest vom Karottensalat ...).

Habe ich also die Zunge gut gewaschen und in einen Topf mit Salzwasser gelegt. Ein Lorbeerblatt dazu und zum Kochen gebracht, dann die Hitze reduziert und köcheln lassen. Dann ein Suppengrün geputzt und klein geschnitten und dazugegeben. -

Dann habe ich eine Portion Reis so wie immer weich gedünstet.

Nach zwei Stunden habe ich die Zunge für hinreichend weich erklärt und vom Herd genommen. Dann habe ich die Haut abgezogen und einen Teil des Dings in Scheiben geschnitten. Mit dem Reis und dem Salat war die ganz vorzüglich! Gibts morgen gleich noch einmal.

18.2.11 20:55, kommentieren

19. Feber

Nämlich gibts heute Zunge mit Erbsenpüree.

Dazu stelle ich eine Portion Mehlige in den Dampf. In den letzten Minuten könnte ich auch die Zungenscheiben drauflegen, zum Erhitzen.

Wenn die Erdäpfel gar sind, werden sie geschält und zerdrückt. Dann gieße ich heiße Milch dazu, streue ein paar gekochte Erbsen ein, salze und würze mit ein bisserl Muskatnuss. Vielleicht kommt auch noch ein Stück Butter dazu. - Oder aber ich nehme statt der Milch Schlagobers, dann spare ich mir die Butter. Logisch.

Jedenfalls halte ich dann den Pürierstab hinein und püriere, bis alles einheitlich grün ist. Den Pürierstab sofort reinigen, ihr kennt das schon.

Und fertig.

 

18.2.11 20:58, kommentieren

20. Feber

Heute bin ich zu einem Brunch eingeladen. Weil ich grad keinen Bock habe, einen Kuchen zu backen, habe ich die einfache Variante beschlossen:

Ich nehme einen Haufen Eier mit und werde dort je nach Gusto Spiegeleier oder Eierspeis bereiten. Und ich hoffe stark, dass die anderen Gäste den Rest erledigen ...

18.2.11 21:00, kommentieren

21. Feber

Pasta mit Mangold-Käse-Sauce wars heute.

Und zwar hab ich zwei Portionen Nudeln zum Kochen gestellt. Während die das taten, habe ich ein Packerl blanchierten geschnittenen Stielmangold in ganz wenig Wasser aufgetaut, dann gesalzen und gepfeffert und ein bisserl Schlagobers hinein. Das hab ich ein bisserl köcheln lassen, dann ein Löfferl Maisstärke dazu und gut untergerührt und weiterköcheln lassen. Zum Schluss hab ich fünf Deka Blauschimmelkäse zerbröselt und eingerührt.

Mit den Nudeln vermischt und Mahlzeit!

21.2.11 21:03, kommentieren

22. Feber

Das heutige Kochen ist geprägt von Was-ich-alles-finde. Ich habe große Lust, den Wok anzuheizen und eine Sauce zu machen, dazu gibts Couscous. Wie ich das nenne? Hm. Was haltet ihr von Rindfleisch-Gemüse-Wok mit Couscous?

Jedenfalls werde ich Sonnenblumenöl im Wok erhitzen und drin ein geschnittenes Zwiebelhapperl anbraten und danach ungefähr 25 Deka klein geschnittenes Rindfleisch dazugeben und scharf anbraten. Dann kommen die zwei Karotten, klein geschnitten, dazu. Und es spricht auch gar nichts dagegen, einen Schnitz von der Sellerieknolle dazuzutun. Dann gieße ich das mit ein bisserl Wasser auf, tu den Deckel drauf und schmore das ganze ein bisserl.

In der Zwischenzeit bringe ich Salzwasser zum Kochen und gebe die halbe Menge Couscous rein, lasse einmal aufkochen und nehme den Topf vom Herd.

Wenn ich den Eindruck habe, dass das Fleisch weich genug ist, überlege ich mir, wie ich die Sauce gestalte. Ob ich ein kleines Glas passierte Paradeiser drübergieße. Oder orientalische Gewürze reintu und mit Maisstärke binde. Oder ob es sogar ausnahmsweise Kokosmilch werden wird, mit ein bisserl geriebener Zitronenschale drin. Entscheide ich ganz spontan!

 

Nachtrag: selbstverständlich habe ich auch Salz und Pfeffer reingetan, und zwar nach dem Anbraten. Und ich hab mich für die Variante mit der Maisstärke entschieden. Spontan hab ich auch noch Zitronenschale reingerieben; das hätte ich besser sein lassen. Gulaschfleisch zu nehmen war auch keine 1A-Idee, das wird ewig nicht weich ...

Aber sonst wars erstaunlich gut!

21.2.11 21:16, kommentieren

23. Feber

Nach einem ereignisreichen Vormittag war ich froh, die Reste vom Montag zu einem Mittagessen aufwerten zu können: Mangoldsuppe und Teigwaren mit Ei und Birnenkompott.

Zum Rest des Mangolds hab ich Wasser zugegossen, nachgewürzt und erwärmt. Und dann hab ich ein Eckerl Butter im Reinderl (in einem zweiten Reinderl, wohlgemerkt) zerlassen, die Teigwaren drin erhitzt, mit Salz und Pfeffer gewürzt. Als die Nudeln richtig heiß waren, kamen zwei von meinen frischen Stadthendl-Eiern drüber. Gut verrührt und stocken lassen.

Und in der Zwischenzeit im Regal nach einem Glas Birnenkompott gekramt. (Und gemerkt, dass da von oben Kürbismarmelade runtertropft ... aber das ist eine andere Geschichte.)

23.2.11 13:47, kommentieren

24. Feber

Um meiner Süßen eine Freude zu machen - soweit die Ausrede -, habe ich heute Palatschinken gemacht. Einige mit Powidl gefüllt, andere mit Kürbismarmelade. Hat uns beiden so gut geschmeckt, dass wir alle zehn vernichtet haben. (Dann hielten wir beide ein Nickerchen.)

Besonders gefreut hat mich, dass meine Hendln uns wieder zwei Eier spendiert haben, die ich sofort investiert habe. Es sind Zwerghendleier, also entspricht die Menge maximal eineinhalb normalen Eiern. Jedenfalls diese mit einer Prise Salz und ein paar Schluck Milch versprudeln. Dann noch ein Vierterl Milch nachgießen und weitersprudeln. In der Folge soviel Mehl einrühren, dass es ein flüssiger Teig wird, und dann eine Stunde stehen lassen. Dann ist die Dicke genau richtig.

Leider hatte ich kein Schmalz zur Hand, so buk ich sie in Butter heraus, dünn und hell. Mahlzeit!

24.2.11 21:19, kommentieren

25. Feber

Heute wäre ich nicht in der Lage gewesen zu kochen. Gut, dass ich mich bei lieben Menschen auf Germknödel einladen konnte. Gefüllt mit viel Powidl, bestreut mit Zucker und Mohn, beträufelt mit zerlassener Butter.

Meine böhmischen Vorfahren, sie leben hoch!

24.2.11 21:21, kommentieren