Der Sparküche-Blog.

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14. Jänner

Auf Kaiserschmarren mit Apfelkompott waren wir heute eingeladen. Den traue ich mir durchaus auch selber zu. Und zwar mache ich den wie folgt:

Für eine Portion schlage ich ein Eiklar zu einem festen Schnee. Dann mixe ich den Dotter mit einer Prise Salz und einem Vierterl Milch und rühre dann mit der Hand ungefähr 10 Deka Mehl ein, bis das ganze dickflüssig wird. Zum Schluss hebe ich den Eischnee unter.

Dann zerlasse ich in einem Palatschinkenpfanderl reichlich Butter (ich würde mindestens 3 Deka nehmen) und gieße den Teig hinein. Dabei verzichte ich heldinnenhaft darauf, Rosinen draufzustreuen - ich muss die da drin nicht haben. Jedenfalls lasse ich den Schmarrn bei mittlerer Hitze backen, bis die Unterseite fest genug ist, dass ich den Fladen ohne Verluste wenden kann (und er trotzdem hoffentlich noch nicht vollends angebrannt ist). Manchmal würde ich sogar noch ein Stück Butter nachreichen. Manchmal.

Nach dem Wenden lasse ich den Fladen fertig backen und zerzupfe ihn kurz vor dem Servieren. Statt Staubzucker nehme ich zum Süßen gern Honig.

14.1.11 20:47, kommentieren

15. Jänner

Jetzt wollen wir doch mal sehen, ob das derzeitige Nebengeräusch einem typischen Kinderessen zugänglich ist: Bratwürstel mit Erbsenreis. (und Chutney, natürlich)

Ich setze also wie üblich den Reis an, allerdings nimmer im beschichteten Pfanderl, sondern im Jenaer Geschirr (gibts das heute überhaupt noch?), und mit dem kleinen Unterschied, dass ich beim Aufgießen mit heißem Wasser auch zwei Handvoll tiefgekühlte blanchierte Erbsen dazugebe. Dann decke ich zu und widme mich den Würsteln, die ich in möglichst wenig Sonnenblumenöl beidseitig brate, und zwar, der Küche zuliebe zugedeckt.

Klingt doch so, als ob es schmecken könnte, oder?

15.1.11 11:55, kommentieren

16. Jänner

Schon wieder nicht selbst gekocht. Sondern in der Gastwirtschaft Gebackene Leber gegessen. Weil ich den Paniervorgang verabscheue und beim Herausbacken für meine Begriffe viel zuviel Öl im Spiel ist, muss ich diese Köstlichkeiten auswärts essen. Wenn ich Leber koche, dann beispielsweise Gebratene Hühnerleber.

Ganz einfach.

Ich kaufe 20 dag Hühnerleber, wasche und putze sie und lasse sie abtropfen.  Dann erhitze ich im Pfanderl zwei Esslöffel von einem Öl, Sonnenblumen oder Maiskeim oder so. Da lege ich ein Zweigerl Rosmarin und die Hühnerleberstücke hinein und brate sie auf allen Seiten gut an, häufig wenden ist gefragt. Dann lösche ich mit einem Stamperl Madeira ab, salze und pfeffere gut. Und gare die Leber noch ein paar Minuten. Aber nur so lange, dass die Leber noch auf der Zunge zergeht. Kann (für mich halt) durchaus noch ein rotes Safterl austreten.

Dazu serviere ich mir ein bisserl Apfelkompott und gedünsteten Reis. - Sollte ich eigentlich längst wieder einmal auf den Speiseplan gesetzt haben!

17.1.11 22:46, kommentieren

17. Jänner

Zu spät heimgekommen. Keine Zeit fürs Kochen. Deshalb gach den Rest Erbsenreis aus dem Kühlschrank genommen und die Butter. Ein ordentliches Stück davon erhitzt, den Erbsenreis hinein und langsam erhitzt. Noch ein bisserl Pfeffer drüber. Und gut wars.

17.1.11 22:48, kommentieren

18. Jänner

Nicht, dass es heute besser wäre mit der Zeit zum Kochen. Deshalb dämpfe ich gleich in der Früh, während des Frühstücks, eine Partie speckige Erdäpfel. Zu Mittag verarbeite ich die schnell, schnell zu einem Erdäpfelschmarrn mit Salat (bzw. Chutney, für die Viertelportion).

Und zwar, indem ich die vorhandene Schwarte vom Turopolje-Gewürzspeck im Pfanderl auslasse und, wenn das nicht reicht, noch zwei Esslöffel Öl dazugieße und ein kleines Zwiebelhapperl da hineinschneide. Das dünste ich glasig, dann schneide ich die geschälten Erdäpfel hinein, vermische alles und salze und pfeffere. Wenn ich grad Lust hab, kommt ein Löfferl von der Osmanischen Gewürzmischung dazu. Das wird nun alles unter ständigem Rühren gut angebraten und, ohne die Speckschwarte, mit den Beilagen serviert.

Wobei, Beilagen: kein Salat hat den Weg ins Schüsserl gefunden, aber weder der drübergestreute Parmesan noch der dazugegessene Pfefferoni haben einen schlechten Eindruck hinterlassen.

Ja, ihr habt natürlich Recht: da würde auch ein gutes Mangoldgemüse nach bewährtem Rezept dazupassen. Und das eine oder andere separat gebratene Spiegelei.
Wenn ich wieder mal mehr Muße habe mittags ...

17.1.11 22:57, kommentieren

19. Jänner

Ich hab schon wieder fremdgegessen: Grammelknödel mit Paradeiskraut. Also, die Knödel sind aus Erdäpfelteig mit einer Grammelfülle. Mehr kann ich euch dazu nicht sagen, außer dass es die auch im Tiefkühlregal gäbe. Aber fürs Paradeiskraut habe ich ein Familienrezept, das will ich euch nicht vorenthalten. Sonst googelt ihr das vielleicht noch und kommt drauf, dass die alle mit Dosenparadeisern arbeiten. Also wirklich, wo samma denn?!?

Hier nun das versprochene Rezept: Ein Krauthapperl mit einem Gemüsehobel reißen (oder schneiden) und gemeinsam mit einem Happerl gehackter Zwiebel und etwas Kümmel in wenig Salzwasser kochen. Paradeiser nach Geschmack entweder enthäuten, klein schneiden und mitkochen oder extra kochen, passieren und dann untermischen. Eventuell mit Zucker und/oder Essig geschmacklich verfeinern und mit einer lichten Einbrenn aus je 1 Esslöffel Fett und Mehl binden.

 

 

19.1.11 22:51, kommentieren

20. Jänner

Gestern bin ich an einem Körberl mit Bio-Champignons nicht vorbeigekommen. So gab es heute spontan Schwammerlsauce mit Reis.

Dazu hab ich, während das Kürbisgemüse für morgen und der Reis neben mir vor sich hin schmurgelten, 30 Deka Schwammerln geputzt und scheibliert. Dann hab ich im Reinderl ein ordentliches Stück Butter zerlassen und die geschnittenen Schwammerl hineingegeben. Nach einiger Zeit des Anbratens ist mir aufgefallen, dass ich den Zwiebel vergessen habe. War mir dann aber auch wurscht, hab ich halt viel Pfeffer genommen. Und dann gesalzen. Wieder gut durchgerührt und dann mit einem halben Becher Schlagobers aufgegossen.

Das war wohl etwas zu gut gemeint, denn da war plötzlich viel zuviel Flüssigkeit. Die hab ich dann mit einem Löfferl Maisstärke gebunden. Dann hab ich alles serviert und die Sauce noch einmal gut nachgepfeffert.

Und weil der angefangene Obers-Becher eh nur im Weg gestanden wäre im Kühlschrank, hab ich als Nachspeise Birnenkompott mit Schlagobers serviert.

Heute brauche ich noch eine Bewegungseinheit, glaub ich, zwecks Schadensbegrenzung.

20.1.11 12:56, kommentieren

21. Jänner

Den Kürbis von gestern serviere ich heute als Kürbisrahmgemüse mit Erdäpfeln.

Gestern habe ich ein Stück vom Gelben Zentner (die Sorte kann ich euch empfehlen: erstens wächst die Pflanze kräftig, zweitens werden die Kürbisse groß und drittens halten sie lang und viertens schmecken sie gut) geschält und geraspelt und mit etwas Wasser, Salz und Kümmel weich gekocht. 

Heute musste ich das Gemüse nur mehr erhitzen und eine Mischung aus Sauerrahm und Maisstärke einrühren und noch einmal aufkochen. Dazu gibts gekochte Erdäpfel. Eines meiner Lieblingsessen, wirklich.

20.1.11 13:00, kommentieren

22. Jänner

Glaubt nicht, dass der gewonnene Platz im Tiefkühler noch da ist. Also raus mit dem Packerl Faschierten und dem Mangold, und einen lieben Menschen auf Kürbiscremesuppe und Fleischlaberl mit Mangoldgemüse eingeladen.

Die Kürbiscremesuppe mach ich ja immer unkompliziert: Kürbisstücke und einen oder zwei gestückelte Erdäpfel in Salzwasser mit Lorbeerblatt weichkochen - wenn sonst noch Gemüsereste da sind, wie heute eine Karotte, kommen die auch dazu.

Nach dem Kochen das Lorbeerblatt entfernen und den Pürierstab reinhalten. Mit Obers aufgießen (beim letztwöchigen Angebot hab ich nämlich zwei Becher gekauft) und kräftig würzen. Dekoriert wird mit Kürbiskernöl und gehackten Kürbiskernen und vielleicht ein bisserl geriebenem Parmesan.

Für die Fleischlaberl knete ich dem Faschierten ein gehacktes Zwieberl, eine ebensolche Knoblauchzehe, Salz, Pfeffer und sonstige Gewürze, ein Ei und ein paar Semmelbrösel unter. Dann forme ich die Laberl ziemlich flach aus und brate sie beidseitig im Pfanderl mit Sonnenblumenöl. Und das Rezept fürs Mangoldgemüse könnt ihr vermutlich eh schon singen.

20.1.11 13:07, kommentieren

23. Jänner

Nachtrag: gestern hatte ich akut keine Lust, mir von den Fleischlaberl die Küche versauen zu lassen. Also hab ich mein Jenaer Gschirrl mit Butter eingestrichen und mit Semmelbrösel eingestreut, die Masse dort hineingegeben und ins Rohr geschoben. Und nach einer Stunde bei 180 Grad als Fleischkuchen wieder rausgenommen.

 

Und heute gibts aufgrund von sonntäglicher Faulheit Palatschinken. Ganz normale, aus einem Vierterl Milch, einem Ei, einer Prise Salz und ungefähr 10 Deka Mehl - dass es halt ein dickflüssiger Teig wird. Den dann eine halbe Stunde stehen lassen und portionsweise mit Butter ausbacken.

Vielleicht rühre ich sogar eine Topfenfülle dafür, mit Kompottfrüchten und Honig. Und leere mr ein Schluckerl beschwipste Marillensauce drüber. Weil Sonntag ist.

23.1.11 09:50, kommentieren

24. Jänner

Mittags haben wir kalt gegessen, weils fürs Kochen zu spät war. Am Abend habe ich dann eine Broccolicremesuppe zum Abendessen aufgewertet.

Der Broccoli ist im Bio-Supermarkt nämlich gerade im Angebot, also habe ich zugeschlagen. Eine von den Rosen hab ich aufgehoben für demnächst, und die zweite und die beiden Stängel hab ich gewaschen (die Stängel geschält) und geputzt und zerkleinert und gemeinsam mit zwei zerstückelten Erdäpfeln, Salz und einem Lorbeerblatt mit Wasser bedeckt langsam weich kochen lassen.

Dann hab ich die Roserl auf die Seite gegeben, das Lorbeerblatt rausgenommen und den Rest püriert. Und dann hab ich, das darf ich eigentlich gar nicht laut sagen, die halbe Tasse vom Mangoldgemüse vom Samstag, die übrig geblieben war, hineingeleert. Tüchtig Pfeffer und noch ein bisserl Salz und dann die Roserl wieder rein und Brotwürferl als Einlage und natürlich Kernöl drüber, und wir haben uns satt gegessen.

25.1.11 17:30, kommentieren

25. Jänner

Heute haben wir in der Gastwirtschaft gegessen. Und weil ich mir angewöhnt habe, dort immer nur was zu essen, was ich mir selber ganz bestimmt nicht mache (heute: gebratener Spanferkelrücken mit Erdäpfelknödel und warmem Krautsalat), hab ich auch keine Idee, wie ich das nachkochen könnte.

Aber morgen bin ich wieder dran mit der Kocherei, dann gehts hier weiter.

 

25.1.11 17:32, kommentieren

26. Jänner

Heute habe ich etwas gebastelt, dessen Erfolg mich überrascht hat. Nennen wir es Broccoli-Nudeln mit Fisch aus dem Wok.

Da war ein Rest Hörnchen, den hab ich weich gekocht. In demselben Wasser hab ich nachher die zweite Rose vom Broccoli, zerteilterweise, bissfest gekocht. Und ich hab ein paar getrocknete Paradeiser und ebensolche Steinpilze in wenig Wasser eingeweicht. Und zwei gefrorene Karpfenstücke aufgetaut und in mundgerechte Bissen geschnitten.

Dann hab ich eine Runde gebügelt.

Kurz vorm Essen habe ich im Wok ein paar Esslöffel Sonnenblumenöl erhitzt und den Karpfen drin rundum angebraten. Dann hab ich mit den Paradeisern und Schwammerln samt Wasser abgelöscht, gesalzen und gepfeffert und weitergebraten, ständig mit der Schaufel gerührt natürlich. Das zweite Portiönchen Sojasauce (vom örtlichen Sushi-Expediteur) hab ich auch reingeleert. Die Bärlauchbutter hab ich leider vergessen.

Wie dann die Flüssigkeit fast wegreduziert war, hab ich Broccoli und Hörnchen dazugegeben, alles nochmals erhitzt und alles serviert. Abgesehen von der lästigen Grätenfitzlerei wars hervorragend. Muss ich mir merken!

26.1.11 20:29, kommentieren