Der Sparküche-Blog.

Werbung

Gratis bloggen bei
myblog.de

Archiv

14. Dezember

Heute gibt es eben, von gestern, Gemüsecremesuppe und Nussnudeln. Vom Keksebacken sind nämlich Resterl von geriebenen Nüssen und Mandeln da, da werden die gleich gewinnbringend verwertet.

Aus der Suppe von gestern vergesse ich heute nicht, das Lorbeerblatt rauszunehmen bevor ich den Pürierstab reinhalte. Dann kommt das eine oder andere Löfferl Rahm dazu, und fertig.

Die Fleckerl von gestern erhitze ich in einem guten Esslöffel Butter. Die Nüsse und der Zucker kommen, der Action wegen, erst bei Tisch drüber. Dazu werde ich auch wieder ein Glas Kompott aufmachen. Oder Apfelmus. Was mir früher in die Hände fällt.

13.12.10 13:19, kommentieren

15. Dezember

Heute habe ich in der Früh schon Jasminreis, ungeschält, gedünstet und gedacht, dass ich da was Nettes dazukoche. Dann allerdings waren wir derart geschlaucht, dass ich den Reis in einen Rest von der Gemüsecremesuppe gekippt habe, Kernöl drüber und fertig wars. Euphemistisch ausgedrückt wars Jasminreis mit Gemüsepüree.

Allerdings muss ich sagen, dass mir der Jasminreis nimmer in den Einkaufswagen kommt. Mit dem komme ich überhaupt nicht zurecht, der wird entweder steinhart oder patzweich und außerdem duftet er nicht im geringsten nach Jasmin.

15.12.10 19:56, kommentieren

16. Dezember

Wenn ich es aufbauschen wollte, würde ich schreiben: Wiener Schnitzel vom Huhn mit Blattsalat und Mayonnaisedressing im ofenfrischen Weizengebäck.

In Wirklichkeit war es leider nur eine Hühnerschnitzelsemmel. Die Aussicht auf morgen rettet mich: da gibt es Powidltatschkerl, wenn nichts dazwischenkommt, und ich hoffe definitiv, dass nichts dazwischenkommt.

16.12.10 23:09, kommentieren

17. Dezember

Es kam nix dazwischen, gottseidank. Es gab Broccolicremesuppe (mit Kernöl) und Powidltatschkerl. Dass welche übrigblieben, lag nur daran, dass meine Mutter die Kapazität der Anwesenden gnadenlos überschätzt hatte.

Für Powidltatschkerl bereitet eine einen Erdäpfelteig. ich würde den so fabrizieren, dass ich mehlige Erdäpfel (für mich allein vielleicht 20 Deka) weich dämpfe, schäle und noch heiß zerdrücke. Dann vielleicht 2 Deka Butter dazu, Salz, 1 Dotter und soviel Mehl (meine Oma hat immer griffiges genommen), dass sich ein Teig kneten lässt. Diesen Erdäpfelteig muss eine sofort verarbeiten, aber das ist auch gar nicht schwierig.

Mehl auf die Arbeitsfläche stauben, den Teig darauf ausrollen (halbzentimeterdick) und mit einem großen Glas (Cremeschalen sind super) Kreise ausstechen. Jeweils ein Löfferl Powidl in die Mitte, zusammenklappen, festdrücken und in siedendem Salzwasser kochen. Irgendwann steigen die Dinger an die Oberfläche, dann vielleicht noch eine Minute und dann in die Butterbrösel geschmissen, die wir schon von den Obstknödeln kennen. Und bei Tisch noch kräftig zuckern.

Wenns zuviel Teig geworden ist, könnt ihr aus dem Rest damenkleinfingerförmige Nudeln wuzeln, diese auch in Salzwasser sieden, bis sie an die Oberfläche kommen, und aufheben für den nächsten Tag, wo sie abgeschmalzen (bzw. in Butter erhitzt) entweder als Beilage für Rotkraut dienen oder, für die Hardcore-Naschkatzen, mit geriebenem Mohn und Zucker bestreut werden. Wer will, gießt dann auch noch zerlassene Butter drüber.

17.12.10 20:56, kommentieren

18. Dezember

Das Schlagobers ist gestern abgelaufen. Weil es trotzdem nicht schlecht ist, aber bald verarbeitet gehört, fange ich sofort damit an und gönne mir wieder einmal ein Mangoldgemüse mit Reis. Der Reis ist jener welcher, nämlich der Nicht-Duftreis von vorgestern. Naja.

Für das Mangoldgemüse nehme ich ein Packerl blanchierten geschnittenen Mangold aus dem Tiefkühler. Wer will, greift zu ebensolchem Blattspinat. Jedenfalls wird ins Reinderl ein ordentlicher Schluck Obers gegeben, dann der Mangold dazu und Salz und Deckel drauf und bei kleiner Hitze auftauen und erhitzen. Wer würzig drauf ist, gibt eingeweichte getrocknete Schwammerl und/oder getrocknete Paradeiser dazu. Oder schmeckt mit Curry oder Sojasauce ab, je nachdem.

Wenn das ganze dann gurgelt, einen weiteren Schluck kaltes Obers mit einem Löfferl Maisstärke glattrühren und hineingießen, noch einmal aufkochen lassen und mit dem in Butter erhitzten Reis servieren.

17.12.10 21:02, kommentieren

19. Dezember

Heute habe ich wieder einmal einen Gast zum Obstknödel essen. Ob ich letzten Endes Marillen oder Zwetschken aus dem Gefrierschrank nehmen werde, weiß ich noch nicht. Aber der Teig bleibt sich eh gleich.

Nämlich ein Packerl Topfen (25 Deka, eher ein weniger fetter), 13 Deka Mehl, 1 Prise Salz, 6 Deka Butter und ein Ei sowie eine großzügige Handvoll Grieß zu einem Teig rühren (wer gerne gatscht, kann auch kneten) und diesen etwa eine Stunde rasten lassen.

Währenddessen ein gutes Stück Butter (so 5 Deka) zerlassen und zwei Handvoll Semmelbrösel drin hellbraun rösten. Wer hat und mag, mischt geriebene Nüsse oder Mandeln drunter.

Dann die Früchte aus dem Tiefkühler nehmen und jeweils eine auf ein Patzerl Teig legen, mit diesem umhüllen und zu einem Knödel drehen. Diesen kurz in Mehl wälzen. In kochendes Salzwasser einlegen und eher sieden. Solange, bis die Knödel aufsteigen, und dann noch drei oder vier Minuten länger (weil das Obst gefroren ist; sonst gleich rausnehmen).

Bei Tisch zuckern oder mit Honig süßen. Übriges Obst lasse ich mir gerne noch halbgefroren auf der Zunge zergehen.

18.12.10 18:04, kommentieren

20. Dezember

Ganz gegen meine Gewohnheit habe ich neulich beim Einkauf ein Packerl Blätterteig mitgenommen. Damit habe ich heute Erdäpfelschnecken gezaubert. Die hatten wir schon sehr lange nimmer.

Weil nämlich auch zwei Dotter wegmussten, und ich hatte komplett keinen Bock mehr, noch das einundzwanzigste Kilo Kekse zu backen. Reicht echt für diese Saison. Zurück zu den Schnecken. Ich habe 5 mehlige Erdäpfel weich gedämpft, geschält und zerdrückt. Dann ein Restl von geriebenen Kürbiskernen, die zwei Dotter, Salz und den Packungsrest vom Schinken, klein geschnitten. Irgendein pikantes Gewürz wäre auch kein Fehler gewesen, nachträglich betrachtet.

Alles vermengt und auf den Blätterteig gestrichen, die Ränder frei gelassen. Dann fest eingerollt und mit einem scharfen Messer zwei Zentimeter dicke Scheiben abgeschnitten (und peripher auch meinen Zeigefinger erwischt; ich muss mich erst an den Gedanken gewöhnen, dass das Ding beim Messerschleifer war), auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech gelegt und bei 190 Grad hellbraun gebacken.

Könnt ihr mit Kräuterrahm oder mit einem Chutney oder ein paar Essiggurkerl essen. Oder mit einem Salat.
Ob sich die Dinger, wenn übriggeblieben und ausgekühlt, auch als Suppeneinlage eignen, müsste ich mal ausprobieren.

20.12.10 14:08, kommentieren

21. Dezember

Wie ihr euch vielleicht vorstellen könnt, haben wir gestern von den Erdäpfelschnecken nicht alle gegessen.

Also habe ich heute auch noch welche, diesmal mit Chutney, verdrückt und das Kochen sein lassen.

Dafür zünde ich, dem Anlass entsprechend, ein Kerzerl an - heute ist Wintersonnenwende, und ab jetzt gehts wieder bergauf.

21.12.10 15:31, kommentieren

22. Dezember

Heute hat der Koch der Hollerei für mich gekocht, ein kleines aber feines vegetarisches Restaurant im Fünfzehnten (Hollergasse, no na) mit preiswerten Mittagsmenüs. Heute war das zum Beispiel die Kohlroulade mit Salzerdäpfeln und Paradeissauce.

Wenn ich das nachkochen wollte, würde ich wie folgt vorgehen: Ich würde ein Kohlhapperl kaufen, die Blätter vereinzeln und blanchieren. Dann würde ich eine Portion Speckige (Erdäpfel) zum Dämpfen aufstellen. Aus den Kohlblättern würde ich die harten Rippen rausschneiden und die Blätter so hinlegen, leicht überlappend bei den Hälften nämlich, dass kein Spalt mehr da ist. Und dann würde ich auf jedes Blatt ein paar Löffeln Fülle legen, die Blätter zu einer Roulade verpackerln und mit dem Verschluss nach unten (weil ich sie nicht zubinden will) in eine befettete Auflaufform legen. Vielleicht würde ich auch ein bisserl Wasser oder Suppe zugießen. Jedenfalls dann ins Rohr mit der Sache und ein halbes Stünderl braten lassen. Vermutlich abgedeckt, sonst werden die Kohlblätter schwarz. Wenn die Rouladen fertig sind, sollten es die Erdäpfel auch sein, also schälen und fertig. Original sollten die eigentlich geschälter- und gestückelterweise im Salzwasser mit Kümmel weich kochen. Wen´s interessiert.

Ach so, die Fülle für die Rouladen? Die Hollerei hat gekochten Reis mit klein geschnittenem Gemüse und ein paar Tofuwürfeln gemischt und vermutlich mit einem Ei gebunden. Die traditionelle Wiener Küche mischt Faschiertes mit gekochtem Reis und Gewürzen. Also im wesentlichen: was grad da ist, kommt rein. Die Rouladen werden dann zum Beispiel halbiert und mit den Erdäpfeln auf der Paradeissauce angerichtet.

Nun, bei der Paradeissauce bin ich heikel; die würde ich so zubereiten wie immer: ein Glas passierte Paradeiser mit Zucker und Salz erhitzen, ein Löfferl  Maizena mit ein paar Löffeln kaltem Wasser glattrühren und in die kochenden Paradeiser gießen, unter Rühren einmal aufkochen und dann zwei Minuten leise köcheln lassen.

Ihr seht schon an der Länge des Texts: das werde ich vermutlich nicht nachkochen. Im Ernstfall warte ich, bis die wieder auf dem Menüplan der Hollerei stehen.

22.12.10 20:44, kommentieren

23. Dezember

Gestern im Bio-Markt ist mich eine Lammleber angesprungen. Ich habe sie mitgehen lassen und verarbeite sie heute zu Lammleber nach Art der Sparköchin mit Basmatireis.

Den Basmatireis dünsten wie üblich, das kennt ihr schon. In der Zwischenzeit die Leber waschen und zerstückeln (einen Fingerschnitt mit dem frisch geschliffenen Messer habe ich schon hinter mir, ich hoffe ich schaffs heute verletzungsfrei). Dann in ein paar Esslöffeln Olivenöl ein grob geschnittenes Zwiebelhapperl glasig dünsten, die Leber dazu und die Hitze erhöhen, so dass die Leber scharf angebraten wird. Dann mit einem Schluck Madeira ablöschen, die Hitze wieder reduzieren und mit Salz und Pfeffer würzen, wer hat, tut auch Rosmarin und ein Alzerl Salbei dazu. Dann ein halbes Glas gekochte Paradeiser dazu, Deckel drauf und bei geringer Hitze ein paar Minuten schmurgeln lassen, aber nicht ohne vorher einen klein geschnittenen Apfel dazugegeben zu haben. Wer ganz von der exotischen Linie ist, versucht auch ein paar Rosinen hineinzuschummeln.

22.12.10 20:51, kommentieren

24. Dezember

Bevor es heute Abend ans weihnachtliche Festessen geht, gibt es mittags was eher leichtes, nämlich Melanzanigemüse (nach Sparköchin-Art) mit Reis.

Der Reis ist ja schon da. Für das Gemüse nehme ich halbleichten Herzens das einzige Packerl Melanzaniwürfel aus Eigenbau aus dem Tiefkühler. Zuerst brate ich ein Zwiebelhapperl in reichlich Olivenöl glasig, dann kommen die Melanzaniwürferl dazu und werden gut angebraten, dann wird gewürzt, vermutlich Salz, Pfeffer und Rosmarin, und dann der Rest von den gekochten Paradeisern.

Alles ein paar Minuten gut durchkochen und mit dem Reis servieren.

22.12.10 20:55, kommentieren

25. Dezember

Frohe Weihnachten!
Hab ich gestern vergessen.

Heute gabs ein Festessen, bei dem eher nicht gespart wurde. Aber hin und wieder darf das auch sein. Zwiebelrostbraten mit Braterdäpfeln kann eine auch für sich allein machen. Wenn ein Fleischhauer die Rostbraten-Scheiben einzeln verkauft. Wir hatten das Glück, unlängst bei einem Bio-Bauern en gros einzukaufen (und dann portioniert einzufrieren). Kann ich wieder mal nur wärmstens empfehlen.

Also eine Scheibe Rinder-Rostbraten zart flachklopfen und auf beiden Seiten salzen und pfeffern. In einer Pfanne mit Deckel (also, die grundsätzlich einen Deckel hat) in ein paar Löffeln Öl auf beiden Seiten scharf anbraten. Rausheben und im selben Öl einen Haufen (zwei Happerl) in halbe Ringe geschnittenen Zwiebel reintun, salzen und glasig dünsten. Dann das Fleisch wieder dazugeben. Wenn notwendig, mit ein bisserl Suppe aufgießen. Und dann ewig lang, also zwei Stunden, zugedeckt dünsten.

In der Zwischenzeit um die Braterdäpfel kümmern: Speckige Erdäpfel nach Bedarf in der Schale bissfest dämpfen, schälen, längs vierteln (ist jetzt sehr modern!) und in Butter oder Öl mit Salz rundherum knusprig braten. Wer will, ergänzt mit Paprikapulver oder Rosmarin - ich tu das nicht, weil ich den Geschmack vom Zwiebelrostbraten wichtiger finde.

Wer jetzt entsetzt aufschreit und sagt, das kann man doch mit dem armen Zwiebel nicht machen, dass man den gnadenlos gatschig werden lässt, der ist, was den Wiener Zwiebelrostbraten betrifft, bei mir leider falsch, ähem.

25.12.10 17:45, kommentieren

26. Dezember

Nach den letzten beiden Tagen muss die Völlerei ein Ende haben. Weil ein Rest Rahm weg muss und vom Talggen auch immer noch da ist, gibt es, egal ob das zusammenpasst oder nicht, Rahmfisolen mit Talggen.

Mein lange noch nicht letztes Packerl Fisolen aus dem Tiefkühler, in 3 cm hoch Wasser (oder Suppe, wer hat) zugedeckt auftauen und erhitzen. Salzen und pfeffern, weiterköcheln. Einen Rest Rahm mit einem Löffel Maisstärke glattrühren und in die Fisolen gießen, gut durchrühren, einmal aufkochen lassen und zur Seite stellen.

Salzwasser zum Kochen bringen, die halbe Menge Talggen einrühren, unter Rühren ein paar Minuten köcheln und dann ein paar Minuten ziehen lassen.

Wer hat, rührt in die Rahmfisolen einen Esslöffel gehackte Dille. Oder würzt mit Osmanischer Gewürzmischung. 

25.12.10 17:51, kommentieren