Der Sparküche-Blog.

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15. Oktober

Heute habe ich in einer englischen Zeitung ein original irisches Rezept gefunden. Ein Familienrezept für sechs Personen. Ich habs ein bisserl österreichisiert und die Mengen angepasst, aber so geht es, finde ich, sehr gut als Colcannon nach Art der Sparköchin.

Drei mehlge Erdäpfel in der Schale dämpfen, schälen und pürieren. Zwei Teelöffel Butter zugeben, weiter püriern und nach und nach ein paar Schluck heiße Milch zugeben. Salzen und pfeffern.

Ein Viertel von einem Kohlkopf fein schneiden, den Strunk vorher entfernen. (Und überlegt euch, was ihr mit dem Rest anfangen könnt, ich werde auch nachdenken, vielleicht finde ich ein gutes Rezept.) Jedenfalls zwei Minuten in ungesalzenem Wasser blanchieren, abseihen und gemeinsam mit 10 - 15 dag gekochtem Schinken und einem fein geschnittenen Frühlingszwieberl vorsichtig ins Erdäpfelpüree rühren.

Im Suppenteller servieren, dabei in der Mitte eine Vertiefung machen und einen Esslöffel Butter hineingeben und mit Petersil bestreuen.

(Kritische Geister könnten meinen, das sei ein fantasieloser Gatsch, aber wenn ihr jemals unabsichtlich fantasielosen Gatsch fabrizieren solltet, könnt ihr ihn jederzeit mit gutem Gewissen Colcannon nennen.)

10.11.10 22:54, kommentieren

12. November

Resteessen wars heute. Selleriecremesuppe, Teigwaren mit Ei mit den endgültig letzten Nudeln dieser Charge (so viel zu viel hab ich auch schon länger nicht gekocht) und danach Birnenkompott mit Rahm.

Zwei Esslöffel Sonnenblumenöl (Butter wäre auch kein Fehler gewesen) im Reinderl erhitzt, die gekochten Teigwaren drin sanft anbraten, salzen und pfeffern. Zwei halbwegs frische Eier drüberschlagen, durchrühren, vom Herd nehmen und noch zwei Minuten weiterrühren. Ich hab von meinem Chutney dazugegessen, aber Salat oder Kompott eignen sich auch hervorragend.

 

12.11.10 13:49, kommentieren

13. November

Ihr habt es sicher schon mitbekommen: meine Familie geht zum großen Teil den Weg der Selbstversorgung. Weil ich vor Jahren einem Angebot nicht widerstehen konnte, haben wir im Garten ein Grüppchen von Safranzwiebeln, und da gab es heuer schon die dritte Ernte. Sehr mühsam, aber ausgesprochen delikat, und einige Fäden davon habe ich heute in den Risotto geschmissen.

Es musste nämlich ein Rest Risottoreis weg. Also hab ich diesen im beschichteten Reinderl trocken etwas angeröstet, Salz und eben fünf Safranfäden dazugegeben, mit heißem Wasser aufgegossen (dass halt der Reis bedeckt war), umgerührt und zum Kochen gebracht. Danach auf sehr kleiner Flamme zugedeckt köcheln lassen. Wenn die Flüssigkeit vom Reis aufgesogen ist, wieder ein Achterl möglichst heißes Wasser zugießen, rühren und wieder zudecken.  Das hab ich drei- oder viermal so gespielt.

Und währenddessen hab ich eine Karotte in Julienne geschnitten (d. h. auf Zündholzformat gebracht) und während der letzten 10 Köchelminuten dazugegeben. Und ich hab zwei Esslöffel Parmesan gerieben (ein Urlaubssouvenir von lieben Menschen). Den hab ich aber erst unmittelbar vor dem Servieren eingemischt.  Auf sonstige Würzkomponenten hab ich verzichtet, weil ich den Safran auskosten wollte.

14.11.10 20:24, kommentieren

14. November

Und heute hab ich es mir gut gehen lassen und eine Pizza bestellt.

Morgen koche ich auch wieder nicht selbst, aber ein Rezept gibts auf jeden Fall!

14.11.10 20:26, kommentieren

15. November

Was macht eine, die eigentlich für einen Ganztagseinsatz gebucht war und der der Termin abgesagt wurde?
Vor allen Dingen selber kochen. Nämlich Fisolen in Oberssauce mit Erdäpfeln.

Also ein paar Erdäpfel im Dämpfeinsatz auf den Herd geschupft und ein Packerl blanchierte geschnittene Fisolen aus dem Tiefkühler gezogen. Diese gemeinsam mit ein paar Schluck Obers und Salz nach Geschmack im beschichteten Reinderl langsam auftauen lassen. Wenn ihr so wie ich ein Stück Chilischote mitkocht, dann gebt Acht, sie rechtzeitig wieder rauszuzupfen, sonst habt ihr so wie ich ein schmerzendes Goscherl.

Jedenfalls die Erdäpfel, wenn sie durch sind, schälen und auf dem Teller salzen (schmerzmäßig ist das jetzt auch schon wurscht). Bei den Fisolen den Deckel heben und einen Esslöffel Maisstärke unterrühren, noch zwei Minuten köcheln und zu den Erdäpfeln leeren und servieren.

15.11.10 13:32, kommentieren

16. November

Ganz hinten im Küchenkastl habe ich heute ein halbes Packerl Talggen gefunden. Also gabs gebratenen Karpfen mit Talggen und Rote-Rüben-Salat.

Talggen ist eine Spezialität aus Südkärnten, die mir auf der letzten "Terra Madre" im Wiener Rathaus zugefallen ist. Aus meiner dilettantischen Sicht beschrieben ist es eine Art Grieß, aus Dinkel, Roggen und Hafer gemischt. Habe ich wie folgt als Beilage zubereitet: 180 g Wasser mit Salz zum Kochen bringen, 100 g Talggen einrühren, auf kleiner Flamme ein paar Minuten dünsten lassen und dann ein Stück Butter einrühren. Wobei ich statt der Butter zwei Esslöffel Bio-Sonnenblumenöl genommen habe, weil das grad weg musste.

Jedenfalls hab ich dann das Karpfenfilet (aus dem Tiefkühler, ein Hoch auf den Fischer in der Familie!) gesalzen und gepfeffert und in wenig Sonnenblumenöl auf beiden Seiten ein paar Minuten gebraten. Und dazu ein Glas vom Rote-Rüben-Salat aufgemacht.

Den gibts auch zu kaufen, aber meine Mutter macht den selber wie folgt: Rote Rüben in der möglichst unverletzten Schale weich kochen oder dämpfen, noch heiß schälen und je nach Größe halbieren oder vierteln. Auskühlen lassen und in dünne Scheiben hacheln. Mit Kümmel bestreuen, einer Marinade aus Wasser, Essig, Zucker und Salz übergießen und reichlich frisch geriebenen Kren unterheben.

Wenn der Salat haltbar gemacht werden soll, dann die noch warmen Rüben mit Kümmel und Kren in Twist-Off-Gläser schlichten, die Marinade aufkochen und kochend heiß randvoll in die Gläser gießen, sofort verschließen.

16.11.10 13:49, kommentieren

17. November

Als ich heute die Wahl hatte zwischen Nudeln und Reis, war klar, dass es der Reis werden würde. Also gebratenes Gemüse mit Reis.

Ich habe den Reis wie gewohnt auf den Herd gestellt. Und während der gedünstet hat, habe ich mir das Gemüse vorbereitet: zwei rote und eine gelbe Karotte geschält und mit dem Sparschäler in dünne Scheiben gehobelt. Ein Happerl Zwiebel grob geschnitten. Und ein Glas von meinen gekochten Paradeisern aufgemacht. Außerdem einen Löffel gehackten Petersil aus einem Schüsserl im Tiefkühler rausgekratzt und zwei Esslöffel Parmesan gerieben.

Den fertigen Reis habe ich in einem Suppenteller zwischengelagert, und im Reinderl habe ich eine Kostprobe vom Bio-Sesamöl erhitzt. Das hat, zusammen mit den Resten vom Reis, tüchtig geschäumt, aber ich habe trotzdem das Gemüse hinein gegeben, gesalzen, gepfeffert und dann gut umgerührt. Nach drei Minuten heiß braten habe ich ca. ein Achtelliter von den Paradeisern dazugegossen, noch einmal durchgerührt und zugedeckt zehn Minuten dünsten lassen. 

Zum Schluss den Petersil eingerührt, alles über den Reis geschüttet, den Parmesan drauf und Mahlzeit!

17.11.10 16:53, kommentieren

18. November

Heute bin ich auf Gemüsesuppe und Apfelstrudel eingeladen.

Hab ich eh beides schon beschrieben (den Strudel zuletzt am 7. September). Morgen bin, so wie es ausschaut, wieder ich dran mit dem Kochen.

Bis morgen also!

17.11.10 16:57, kommentieren

19. November

Heute hat eine Phase begonnen, in der ich für eineinhalb koche. Allerdings kann ich diese Halbe, was die Portionsgröße betrifft, vernachlässigen (sonst natürlich nicht).

Um einen einfachen Einstieg zu haben, hab ich uns heute mittags ein Grießkoch mit Kakao gegönnt.

So wie immer: 1/2 Liter Milch erhitzen, einen Esslöffel Zucker und 3 Esslöffel Instantkakao dazu. Wenn die Sache kocht, in die steigende Milch Grieß nach Bedarf einrühren, nochmals aufkochen lassen und einige Minuten ausquellen lassen.

Nächstes Mal muss ich versuchen, den Kakao wegzulassen und das Ganze mit einem Glas Hollerkoch zu essen.

19.11.10 15:53, kommentieren

20. November

Essen ist grad keine Freude. Trotzdem hab ich gekocht, und zwar Kürbiscremesuppe und Avocadopüree mit Reis.

Für die Kürbiscremesuppe hab ich ungefähr 30 Deka Hokkaido und 2 Erdäpfel geschält und klein geschnitten. In Salzwasser mit Rosmarin und Lorbeerblatt weich gekocht und püriert (ohne die Gewürze, natürlich). Dann mit einem Lackerl Obers verfeinert und bei Tisch mit Kernöl gewürzt.

Das Avocadopüree hab ich gemacht wie letztens: die Avocado zerdrückt und mit Salz und Balsamico-Essig (ein Urlaubssouvenir von lieben Menschen) verrührt. Dazu gabs gedünsteten Basmati-Reis, aber den muss ich euch nimmer erklären, glaub ich.

 

20.11.10 18:16, kommentieren

21. November

Wieder einmal die Bratfolie ausgepackt. Diesmal für Ganslkeulen mit Erdäpfeln und Salat.

Die Haxerl gibts schon fertig zugeschnitten. Also nur noch mit Salz einreiben und vielleicht Knoblauch, Kümmel oder Knoblauch dazu. Oder ein Geflügelgewürz nach Geschmack. Dann in die Folie damit, und einige speckige Erdäpfel gleich dazu. Ob ihr auch Rosmarin dazugebt, überlasse ich euch.

Anleitungsgemäß ins Rohr damit, und für ungefähr zwei Stunden in Frieden lassen. Inzwischen habt ihr viel Zeit, um einen schicken Jägersalat oder einen Krautsalat zu fabrizieren.

Ihr könnt aber auch einfach ein Glas aufmachen und eine Runde computerspielen.

22.11.10 22:21, kommentieren

22. November

Weil wir einen dringenden, nicht zu verschiebenden Termin hatten, fiel das Kochen aus und wurde ein Weckerl aus der Bäckerei reingestopft. Wenn ich gekocht hätte, dann Hirse mit Sauce Bolognese.

Die Sauce hätte ich aus dem Tiefkühler gezaubert, oder frisch gekocht wie folgt:

Ein Viertelkilo Rindsfaschiertes in vier bis fünf Esslöffel Öl scharf anbraten, ein klein geschnittenes Zwiebelhapperl dazu und weiterbraten. Zwischendurch salzen, pfeffern und nach Geschmack würzen. Ich nehme Rosmarin und immer ein Lorbeerblatt. Hin und wieder auch Oregano. Jedenfalls kommt auch eine geraspelte Karotte hinein und vielleicht ein paar kleine Würferl Sellerie.

Dann mit ordentlich Ketchup aufgießen - ich tu mir leicht, weil ich das selber mache - und zugedeckt ein Stünderl schmurgeln lassen. In der Zwischenzeit gemäß der Packungsanleitung ordentlich Hirse kochen und dann beides gleichzeitig servieren.

22.11.10 22:28, kommentieren

23. November

Oh, ihr wollt wissen, wie ich das Ketchup mache? Ja klar, sag ich euch.

In warmen Sommern, wenn es super große und aromatische Paradeiser in verschiedensten Sorten gibt (war jetzt schon zweimal nicht der Fall, weshalb meine Vorräte langsam zur Neige gehen) wasche ich ungefähr vier Kilo und schneide sie in kleinere Stücke. Die koche ich ohne zusätzliches Wasser ca. 45 Minuten lang auf kleiner Flamme weich und passiere sie dann durch die Flotte Lotte. Soweit kennen StammleserInnen die Prozedur für die Paradeissauce.

Jetzt kommt diese Saucenbasis allerdings ins Marmeladereinderl, zusammen mit reichlich Zucker, etwas Salz, einem Lorbeerblatt und vielleicht der einen oder anderen Gewürznelke. Oder welche Gewürze euch halt konvenieren. Rosmarin vielleicht, oder ein Stammerl Basilikum. Für die Schärfe nehme ich ein Stück Chilischote - Achtung: zwischendurch kosten und bei ausreichender Schärfe die Schote wieder entfernen.

Das wird jetzt gekocht, bis es gut eingedickt ist, so wie man sich Ketchup also vorstellt. Dann die Gewürze wieder rausnehmen, nochmals aufkochen und kochend heiß in Twist-Off-Gläser füllen.

 

PS: manche Rezepte verlangen, dass mit den Paradeisern auch Zwiebeln oder Paprika mitgekocht werden. Abgesehen davon, dass ich Paprika nicht vertrage (und viele andere Leute auch nicht): das Zeug lässt sich meiner Erfahrung nach einfach nicht passieren, verstopft die Siebe und verführt mich zu umfangreichen Fluchereien. Hab ich dann aus meinem Repertoire gestrichen.

22.11.10 22:36, kommentieren