Der Sparküche-Blog.

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18. September

Nur damit ihr wisst, dass ich die Kochweisheit auch nicht mit Löffeln gefressen habe, erzähle ich euch jetzt, wie ich heute das zubereitet habe, was ich dann Gemüseeintopf mit Würsterl getauft habe.

Es sollte wieder einmal eine Resteverwertung werden. Also habe ich aus dem Gemüsefach alles rausgeräumt, was da war: drei Erdäpfel, eine Schalotte, ein Blatterl Liebstöckel, ein paar Paradeiser, Karotten und ein Schnitz von einer Sellerieknolle. Dazu kamen von der gestrigen Ernte zwei Fisolen und sieben solche, von denen nur mehr die Bohnen verwertbar waren.

Also in bewährter Manier eine Mise-en-place gerichtet (also alle Zutaten geschält und zerkleinert) und die Schalotte in zwei Esslöffel Öl angebraten. Dann zwei Karotten und den Sellerie dazugegeben und fleißig weitergebraten, irgendwann Salz und gut Pfeffer zugegeben. Dann hab ich gesehen, dass zwei Erdäpfel auch genug gewesen wären, aber was hätte ich dann mit dem dritten gemacht? Also rein damit. Und die Bohnen und Fisolen. So. Jetzt hat das ganze ein bisserl Wasser gebraucht, damit es die Zeit übersteht, bis ich aus den verschiedenen Paradeisern die Kerne fürs nächste Jahr herausgekletzelt hatte.

Dann die Paradeiser endlich dazu, nochmal gut erhitzt und ein paar Minuten schmurgeln lassen.  Dann habe ich überlegt, dass das, wenn ich das nur mit Brot esse, eine ziemlich fade Angelegenheit werden wird. - Zum Glück hatte der Supermarkt meines Vertrauens ein Sonderangebot von Bio-Würsterl, die ich noch gach erworben und gebraten habe. (Mach ich in der Form nie wieder, weil ich die ganze Küche eingefettet habe. Aber geschmeckt hats gut!)

18.9.10 20:50, kommentieren

19. September

Weil ich den Gemüseeintopf gestern ja nur als Beilage gegessen habe, ist einiges davon übrig geblieben. Hat mich aber nicht gestört. Hab ich Wasser dazugegeben, den Pürierstab reingehalten, mit Obers ergänzt und meinen Gästen und mir Gemüsecremesuppe serviert. Und als Hauptspeise Zwetschkenknödel. - Mir ist die Einfriererei jetzt endgültig zu blöd geworden, und ich habe kurzerhand zwei liebe Menschen eingeladen, um das Zeug gemeinsam restlos zu vertilgen.

Den Teig hab ich, eh wie fast immer, als Topfenteig gemacht. 25 dag Topfen, 12,5 dag Mehl, 6 dag Butter, ein Ei, eine gute Handvoll Grieß, eine Prise Salz. Gut vermengen und ein Stünderl kalt rasten lassen. Dann über jede Zwetschke eine Schicht Teig drehen, schöne Knödel drehen, in Mehl wälzen und in Salzwasser eher sieden als kochen. Wenn sie aufsteigen, noch ein bis zwei Minuten weiterkochen.

Und weil ich vergessen hatte, Semmelbrösel zu kaufen, gibt es die Zwetschkenknödel heute in geriebene Nüsse gewälzt.

 

18.9.10 21:02, kommentieren

20. September

Nicht, dass ich mich gestern kochmäßig übernommen hätte. Aber nachdem mir heute ein zweites Frühstück zuteil wurde, hat im Endeffekt heute der Türke für mich gekocht: Hühnerkebab mit alles aber ohne Zwiebel, ein bisschen scharf.

Für morgen habe ich wieder Kochen geplant.

20.9.10 21:46, kommentieren

21. September

Heute ist mir unerwartet eine Scheibe Geselchtes zugekommen. Da hab ich mir doch glatt  Selchfleisch mit Bohnenpüree gemacht.

Weil nämlich meine Fisolen zu lange unbeobachtet vor sich hin wachsen konnten und mittlerweile nimmer zum kleinschneiden und mit Rahm versetzen geeignet sind. Ich habe aber auch nicht die Geduld, um zu warten, bis die Bohnen wirklich getrocknet sind. Also hab ich die dicken zähen Bohnen abgepflückt und die Kerne ausgelöst. Die Handvoll Ergebnis hab ich gemeinsam mit drei  mehligen Erdäpfeln weich gedämpft.

Dann hab ich die Erdäpfel geschält und alles  in ein Schüsserl gegeben, Salz und ein Lackerl Milch (ich hätte ohne Genierer auch Obers genommen, wenn ich gehabt hätte) dazu, und den Pürierstab hineingehalten. - Und diesen sofort nachher wieder saubergemacht, sonst klebt sich alles fest, dass es eine Freude ist.

Jedenfalls  das Püree im beschichteten Reinderl noch einmal gut erhitzen, die Scheibe Fleisch drauflegen, zudecken, vom Feuer nehmen. Während sich das Fleisch erwärmt, zehn Minuten herumbiegen.
Mit Staubsaugen zum Beispiel.

22.9.10 08:41, kommentieren

22. September

Irgendwie erinnerte ich mich dunkel, dass im Kastl noch ein Rest vom Risottoreis sein sollte. Also plante ich einen Risotto ein. Allerdings beim Öffnen des Kastls war der Reis nimmer zu sehen. Nur eine angefangene Packung Couscous stand herum. Na gut. Dann eben Couscous nach Art der Sparköchin.

Eine Handvoll getrockneter Schwammerl und ein paar getrocknete Paradeiser mit Salz in 1/4 Liter heißem Wasser eingeweicht. Weil ich hatte, kamen ein paar Bröserl getrockneter geriebener Zitronenschale dazu. Dann hab ich Paradeiser eingekocht, da ist ein Lackerl übrig geblieben, also kam es auch zum Einweichwasser. Dann hab ich das ganze zum Kochen gebracht und währenddessen einen Esslöffel Parmesan gerieben und ein paar  Stengel Schnittlauch geschnippelt.

Als das angereicherte Wasser kochte, hab ich ein paar Deka Couscous eingerührt, gepfeffert, aufgekocht und vom Herd genommen. Und zehn Minuten quellen lassen. Dann den Parmesan und den Schnittlauch hinein. 

Also, wer will, kann auch einen Esslöffel gutes Öl untermischen.

Und beim Verstauen des Couscous im Kastl hab ich das Mehl weggehoben, und, siehe da, da war das verschollene Restl Reis. Morgen gibt es dann Risotto.

 

22.9.10 12:00, kommentieren

23. September

Langsam entwickle ich mich zur Meisterin der faulen Ankündigungen. Gestern habe ich mehr Obst als vorgesehen ernten können, und deshalb ist heute das Mittagessen aufgrund von Arbeitsüberlastung entfallen.

Dafür erzähle ich euch, was ich heute für ein überraschend schmackhaftes Chutney fabriziert habe. Vom Originalrezept ist nimmer viel zu sehen, aber meine Vorräte sind weg, und das ist doch die Hauptsache.

Die nachfolgenden Mengenangaben sind als Richtwerte zu sehen, so genau braucht ihr es nicht zu nehmen. Müsst eh selber abschmecken!

Also ich habe ein Kilo grüner Paradeiser, ein Kilo säuerlicher Äpfel, 20 reife süße Zwetschken, ein Happerl Zwiebel, ein Stück Chili und eine Knolle Knoblauch klein geschnitten. Plant eine Stunde Arbeit ein, wenn ihr das nicht an eine Küchenmaschine delegieren könnt. Dann kam noch ein halbes Kilo Zucker, ein Esslöffel Salz und 1/4 Essig dazu.

Wenn ihr habt, versucht es durchaus auch mit einem Stück geraspeltem Ingwer.

Das ganze hab ich aufkochen lassen und dann bei kleiner Flamme erst mal die Flüssigkeit reduziert. Mit der Zeit muss man dann öfter und schließlich dauernd rühren. Nach ungefähr einer Stunde hatte das Chutney die für mich richtige Konsistenz. Also immer rein damit in die Twist-Off-Gläser.

Und jetzt geh ich es mit dem Powidl an.

23.9.10 13:25, kommentieren

24. September

Es nimmt kein Ende mit den Zwetschken. Heute hatte ich kochfrei und ließ mich auf Zwetschkenknödel einladen. Kann man immer essen, oder?

Das Rezept gibts beim 19. September nachzulesen.

26.9.10 09:04, kommentieren

25. September

Teigwaren waren in dem von mir bevorzugten Supermarkt im Angebot. Also hab ich vorratsmäßig zugeschlagen und heute gleich Gemüseeintopf mit Nudeln gekocht.

Weil ich vormittags einen Termin hatte und mir sicher war, dass ich nachher sehr hungrig sein würde, hab ich in der Früh schon die Teigwaren gekocht und ein Zwiebelhapperl und eine Karotte geschält und zerkleinert. Außerdem hab ich eine Handvoll getrockneter Schwammerl in Wasser eingeweicht und ein Becherl mit blanchiertem geschnittenem Mangold aus dem Gefrierschrank genommen.

Das hat mir nach dem Heimkommen sehr geholfen. Da hab ich einfach ein Resterl Butter erhitzt, Zwiebel und Karotte reingegeben und mit Salz und Ägyptischer Gewürzmischung gewürzt. Ein bisserl brutzeln lassen und dann den Mangold dazu, und einen zerschnittenen Paradeiser dazu. Und die Schwammerl samt dem Einweichwasser.

Das hab ich dann gut umgerührt und bei mittlerer Hitze die Flüssigkeit reduziert. Dann die Nudeln untergemischt und auf den Teller damit.

26.9.10 09:21, kommentieren

26. September

Sonntag ists, also gibts was Paniertes. Allerdings heute aus der eigenen Ernte: Gebackener Kürbis mit Sauce Tartare.

Wir haben eine "Butternuss" geerntet, was die Kocherei erleichtert: Man kann den größten Teil in glatte Scheiben schneiden. Das haben wir auch getan. Dann die eher dünnen Scheiben ein paar Minuten in Salzwasser kochen und abkühlen lassen. Dann in Mehl wenden, in verquirlten Eiern und zum Schluss in Semmelbröseln (können ruhig auch gehackte Kürbiskerne untergemischt werden). Gesalzen wird noch nicht, damit das Ganze nicht zu sehr saftelt.

Dann in heißem Fett beidseits goldgelb backen. Und aus Mayonnaise, einem gekochten Ei, einem Gurkerl, Zwiebel und Schnittlauch eine Sauce rühren. Mit Salz und eventuell rotem Paprika würzen.

26.9.10 09:38, kommentieren

27. September

Heute hab ich wieder eingekocht. Das heißt, dass für Kochen wieder keine Zeit war. Also hab ich von den restlichen Nudeln einfach Nussnudeln gekocht.

Das Spiel kennt ihr eh schon. Ein Stück Butter zerlassen, die gekochten Teigwaren drin erhitzen, geriebene Nüsse (oder, wer will, auch geriebenen Mohn) und reichlich Staubzucker drüber. Und vielleicht ein Kompott dazu, oder Apfelmus.

29.9.10 19:38, kommentieren

28. September

"Der Kampf ums Gewicht" war das Thema der Konferenz, wo ich heute war. Das hat die Typen dort nicht daran gehindert, uns mindergesunde - aber umso gschmackigere! - gebackene Hühnerteile mit Salaten aufzutischen.

Ihr wisst ja: ich persönlich weigere mich, irgendwas zu panieren und in Fett herauszubacken. Beschrieben hab ich euch den Vorgang trotzdem, vergangenen Sonntag beim Kürbis.

Morgen koche ich wieder selber.

 

29.9.10 19:41, kommentieren

29. September

... was eins halt so unter "kochen" versteht. Fusilli mit Sauce Bolognese gabs heute.

Die Sauce hab ich allerdings aus dem Tiefkühler gezogen, also wars einigermaßen unsportlich. Aber die Nudeln waren frisch gekocht.

Vielleicht wirds ja morgen wieder aufwendiger. Aber andererseits lebe ich euch wenigstens vor, was ich immer predige: manchmal ein bisserl mehr kochen, portionieren und für Notfälle einfrieren. Und Reste sowieso.

29.9.10 19:47, kommentieren