Der Sparküche-Blog.

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Archiv

27. August

So. Und heute hat es mich nicht gefreut. Also habe ich ein Grießkoch fabriziert. Ein schnörkelloses. Und wenn die Milch nicht übergegangen wäre, hätte ich nicht einmal den Herd putzen müssen.

Einen halben Liter Milch zum Kochen bringen, ein paar Löffel Instantkakao hinein (und für die besonderen Naschkatzen auch einen Löffel Zucker) hinein. In die steigende Milch Grieß einrieseln lassen (ständig rühren), bis es dünnflüssig ist und dann noch ein bis zwei Minuten köcheln lassen. Wer Zeit hat, kann das Grießkoch auch noch ein Viertelstünderl quellen lassen.

 

27.8.10 17:39, kommentieren

28. August

Aus mir nicht mehr ersichtlichen Gründen hat sich in meinem Kühlschrank ein Portiönchen Polenta gefunden. Hocherfreut habe ich es zu Mangoldstielen mit Sauce Hollandaise und Polenta kombiniert.

Dazu habe ich die übrig gebliebenen Mangoldstiele von letztens, die ich schon in Stücke geschnitten und bissfest gekocht hatte, in einem Löffel Wasser im beschichteten Reinderl aufgewärmt, rausgenommen und einen Esslöffel Öl ins Reinderl gegeben. Die Polenta hinein, mit dem Kochlöffel in kleine Stücke zerteilt und ordentlich durchgebraten. Dann auch rausgegeben.

Dann ein Vierterl Milch ins Reinderl, das Fertigpulver von der Sauce Hollandaise dazu (ich habs immer noch nicht gelernt, die zu kochen) und anleitungsgemäß zubereitet.

Hat sogar die aktuelle Kleine gegessen!

29.8.10 10:33, kommentieren

29. August

Heute werde ich, so wie es ausschaut, einen Erdäpfelteig produzieren und ein Melanzani-Paradeiser-Gemüse mit Erdäpfelknöderl kochen.

Dazu koche ich (weil mein Dämpfeinsatz außer Betrieb ist) ungeschälte mehlige Erdäpfel weich, schäle sie und zerstampfe sie. Ich lasse sie etwas auskühlen, dann kommt ein Stück Butter, Salz, ein Hauch Muskatnuss, ein Ei und soviel Mehl dazu, dass es ein handhabbarer Teig wird. Den muss man auch hurtig weiterverarbeiten, sonst wird er unansehnlich dunkel.

Jedenfalls forme ich Knöderl aus der einen Hälfte von dem Teig und koche die in Salzwasser weich - wobei ich das Wasser mehr sieden als sprudeln lasse. Den Rest der Masse forme ich zu dünnen Rollen, schneide 5 cm lange Stücke davon ab, wuzle noch einmal drüber und haue die auch ins Wasser. Die sind schnell durch; ziemlich bald, nachdem sie aufgestiegen sind. Die hebe ich nämlich für morgen auf.

Für das Gemüse dünste ich einen grob geschnittenen Zwiebel in reichlich Olivenöl an, gebe eine würfelig geschnittene Melanzane dazu, erhöhe die Hitze und brate alles gut durch. Dann salzen und bei Bedarf sonstwie würzen (Rosmarin?), noch einmal gut durchrühren und ein bis zwei geschnittene Paradeiser dazugeben. Wieder gut durchrühren, zudecken und ein Zeiterl schmurgeln lassen, vielleicht zehn bis 15 Minuten.

 

 

29.8.10 10:42, kommentieren

30. August

Die Erdäpfelnudeln von gestern erkläre ich heute zu Schupfnudeln mit Kompott.

Dazu erhitze ich in einer Pfanne ein ordentliches Stück Butter, gebe die Fingerlinge hinein und brate sie kräftig durch. Dann auf den Teller damit, geriebene Nüsse drüber (im Original: geriebener Mohn), tüchtig Zucker drauf und ein Kompott dazu.

29.8.10 10:44, kommentieren

31. August

Was ich aus dem Erdäpfelteig auch hätte machen können: ich hätte auch die zweite Teighälfte zu Knödeln verarbeiten können und am nächsten Tag geröstete Knödel mit Ei und Salat.

Dazu hätte ich zwei Esslöffel Schmalz in der Pfanne erhitzt und ein geschnittenes Zwiebelhapperl angebraten. Dann hätte ich die blättrig geschnittenen Knöderl dazugegeben und mitgebraten. Also: bei großer Hitze unter ständigem Rühren geröstet. Angebräunt halt.

Dann hätte ich drübergesalzen und -gepfeffert, zwei Eier drübergeschlagen, geschnittenen Petersil oder Schnittlauch drübergestreut und gut durchgerührt, vom Feuer genommen und die Eier unter Rühren an den Knödeln stocken lassen.

Und ich hätte ein Glas Karottensalat dazu gegessen.

29.8.10 15:07, kommentieren

1. September

Lieber Himmel, der Herbst kommt. Was ich euch also dringend nahelege für die kommende gemüsearme Saison: Gekochte Paradeiser in Massen in Gläser zu tun.

Das hat natürlich nur dann Sinn, wenn ihr zu vollreifen, aromatischen, schönen Paradeisern kommt. Zum Beispiel Überschüsse aus der eigenen Ernte (am besten sind die süßlichen Kirschparadeiser) oder Spontankäufe auf einem Bauernmarkt. Dort gibt es sie nämlich durchaus zu kaufen!

Jedenfalls mache ich das immer so: ich wasche die Dinger, entferne den Stielansatz (nicht bei den Kirschparadeisern, natürlich!) und schneide die Dinger in Stücke. Dann koche ich sie samt Schale und Kernen (meine Mutter leistet sich den Luxus und schält die Paradeiser vorher - nicht die Kirschparadeiser, natürlich!) ein paar Minuten gut durch und fülle sie kochendheiß randvoll in Twist-Off-Gläser. Sofort verschließen, auf den Deckel gestellt in eine Decke einwickeln und langsam auskühlen lassen.

Wer sauber arbeitet, kann seinen Vorrat durchaus zwei oder drei Jahre ohne Qualitätsverlust aufheben und immer dann mitmachen, wenn ich im Winter wieder einmal schreibe "... und öffne ein Glas gekochter Paradeiser und gebe diese zum Gemüse ...".

Dazu braucht es übrigens nicht die Massen an Paradeisern auf einmal, das kann man zwischendurch auch mit einer kleinen Menge und einem einzelnen kleinen Glas machen.

Wenn ich mehr Zeit habe, koche ich die Paradeiser länger gut durch und dremmle sie anschließend durch die Flotte Lotte. Was unten rauskommt, koche ich nochmal auf und gieße ebenfalls in Twist-Off-Gläser, das ist meine Basis für winterliche Paradeissaucen. (Auch für Suppen, eh klar, aber die mache ich nicht, weil die schmecken mir nicht, brr.)

Klar kann man schon beim Einkochen salzen und würzen, aber ich habe lieber neutrale Vorräte.

29.8.10 15:17, kommentieren

2. September

Weil wir schon beim Einkochen sind, habe ich noch einen Tipp für euch: Powidl nämlich, im Backrohr zubereitet. Braucht der Mensch dringend für den Winter - ich sage nur: Germknödel. Powidltascherl. Böhmische Palatschinken.

Normalerweise ist das Kochen von Powidl eine Sache von Tagen und viel Putzen. Meine Großmutter hat zur Zwetschkenzeit immer die Küche mit alten Tüchern verhängt, weil der blubbernde Powidl auf dem Herd so grauenhaft spritzt.

Dieses Problem eliminiert meine ehemalige kroatische Putzdame, indem sie folgendes macht (und ich auch, seit dem Gespräch): sie wäscht und entkernt und halbiert haufenweise Zwetschken. Dann nimmt sie einen großen Bräter (bzw. eine Kuchenpfanne) und schichtet die Zwetschken da hinein, und es kann durchaus ein Gupf drauf sein.

Dann kommt das Ganze ins Backrohr und wird bei Ober- und Unterhitze bei ungefähr 150 Grad erhitzt. Zwischendurch immer mal das Rohr aufmachen, damit der Dampf rauskann. - Wer jetzt logisch mitdenkt und meint, ersie arbeitet gleich mit Umluft, demder kann ich nur dringend abraten, weil das Zeug sonst gnadenlos austrocknet. (Alles schon probiert.) Zwischendurch rühre ich immer wieder mal um, so einmal in der Stunde.

Über Nacht dreh ich immer auf ca. 80 Grad zurück. Wenn ich das Gefühl habe, das Zeug ist durch (Anzeichen: die Menge ist weniger geworden, die Zwetschkenhaut zerfällt beim Rühren), dann wandle ich das Originalrezept ab wie folgt: ich schütte die Zwetschkenmasse in mein Marmeladereinderl, püriere sie, koche sie nochmal auf und fülle sie in Gläser ab.

Entgegen aller meiner Ängste brennt da im Rohr wirklich nix an. Ich verstehe es nicht, aber ich liebe es.

 

29.8.10 15:28, kommentieren

3. September

Höchste Zeit für einen gepflegten Risotto. Im beschichteten Reinderl geht der auch entschieden einfacher als normalerweise.

Also drei Handvoll Rundkornreis kurz im Reinderl rösten, dabei salzen, dann mit einem Vierterl lauwarmem Wasser aufgießen. Ein paar getrocknete Paradeiser und ebensolche Schwammerl, soweit vorhanden, dazugeben, umrühren, zudecken, schmurgeln lassen. 

In der Zwischenzeit zwei Paradeiser würfeln, dann dazugeben. Wenn die Flüssigkeit verdampft ist, noch einmal mit einem Achterl aufgießen und zugedeckt weiterschmurgeln. Zwischendurch immer wieder durchrühren und probieren, bis der Reis angenehm bissfest ist. Bei Bedarf mit kleinen Mengen Wasser aufgießen. Weil ich hatte, hab ich Knoblauch in kleinen Stücken dazugegeben.

Zur Endfertigung ein paar Deka geschnittenen Käse und Pfeffer einrühren, eventuell auch gehackte Kräuter.

Ich hab absichtlich zuviel gekocht, weil ich den Rest morgen brauche.

31.8.10 17:20, kommentieren

4. September

Interessanterweise ist die heurige Melanzani-Ernte gar nicht so schlecht. Also gibt es heute gefüllte Melanzani.

Dazu schneide ich die Melanzani längs in die Hälfte und kratze eine Vertiefung in beide Hälften. Das Fruchtfleisch zerkleinere ich und mische es unter den Rest des gestrigen Risottos. Diese Mischung verteile ich nun auf die beiden Hälften, pfeffere ordentlich drüber und gebe unter Umständen ein bisserl geriebenen Käse drüber.

Dann kommen die Melanzani-Hälften in eine mit Öl ausgestrichene Form und diese dann ins Backrohr. Bei ca. 190 Grad ungefähr 20 - 30 Minuten backen (eher Ober- und Unterhitze; Umluft trocknet zu sehr aus), bis die Melanzani weich und angebräunt sind.

31.8.10 17:26, kommentieren