Der Sparküche-Blog.

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28. März

Heute habe ich Besuch. Deshalb gibts Lammrücken mit Gemüse und Erdäpfeln. Vorher Topinamburcremesuppe und nachher Joghurt mit Preiselbeerkompott.

Mach ich ganz unkompliziert. Den Lammrücken lasse ich im Ganzen, mit dem Knochen. Dann wird er saftiger, sagt meine Freundin. Na dann!

Jedenfalls würze ich ihn  mit Salz und Knoblauch (Zehen klein hacken oder zerdrücken und das Fleisch damit einreiben). Dann stopfe ich ihn in ein großes Stück Bratfolie. - Die war in den Achtzigerjahren modern und ist heute in Vergessenheit geraten, aber ich liebe sie nach wie vor. Erstens verschmutze ich keine Pfanne, zweitens auch nicht das Backrohr, drittens bleibt alles saftig und viertens kann ich alles gemeinsam garen.

Nämlich die Beilagen sind gleich dabei. Mit in die Folie kommen 1 Rosmarinzweig sowie ein Haufen geschälter und in grobe Stücke geschnittener Erdäpfel, Karotten und Zwiebeln. Und vielleicht ein paar große Knoblauchzehen.

Dann die Folie anleitungsgemäß verschließen, einstechen und auf dem Rost ins Rohr schieben (vorgeheizt, glaube ich, aber auch das steht genau auf der Packung). Ich werde das Ganze vermutlich ein Dreiviertelstünderl im Rohr lassen - trocken kanns ja nicht werden, in der Folie verpackt.

Dann aufschneiden, portionieren und servieren. Der Saft, der sich auf dem Boden der Folie gesammelt hat, kommt in einem Kanderl auf den Tisch. Der wird sicher nicht übrig bleiben.

Und aus den Knochen könnt ihr, mit einem geputzten Suppengrün, einem Lorbeerblatt und einem Knoblauchzeherl, noch ein Spitzensupperl kochen!

 

27.3.10 22:20, kommentieren

29. März

Gerade hatte ich ein Aha-Erlebnis. Ich wollte euch schreiben, dass es heute bei mir Kohlsprossen mit Daphne-Erdäpfeln gibt.

Daphne-Erdäpfel hab ich früher öfter gemacht, und ich weiß auch noch genau, wie die funktionieren:

Speckige Erdäpfel schälen und in dünne Scheiben schneiden. In eine gefettete Auflaufform dachziegelartig einschlichten. Salzen und eventuell mit Muskatnuss würzen, dann mit ein paar Schluck Obers sanft begießen, vielleicht oben noch ein paar Butterflockerl drauf und ab ins Rohr damit. Ich backe sie bei ca. 190 Grad, dauert zwischen 30 und 45 Minuten.

Interessanterweise habe ich das Rezept nicht mehr gefunden. Im Spezialkochbuch ("Thea - Reis, Nudeln, Erdäpfel" ) isses nicht. Im Internet schon gar nicht. Und das Kochbuch, wo es garantiert drin war, hab ich vor einem Jahr entsorgt.
Hm.
Also wie immer die Dinger wirklich heißen, sie schmecken jedenfalls gut.

Während die Nicht-Daphne-Erdäpfel also backen, putze ich meine letzten Kohlsprossen-Reste, eh nur eine Handvoll, schmeiße sie ins heiße Fett und brate sie kurz an, gieße mit wenig Wasser auf, salze und pfeffere und lasse sie zugedeckt ein paar Minuten schmurgeln.
(Und ich schließe die Zimmertüre, damit der Duft nicht in der ganzen Bude herumwabert.)

 


 

29.3.10 13:15, kommentieren

30. März

Weil ich gestern und heute ziemlich viel an Zwischendurch gefuttert hatte, gabs mittags eher nur Schmalhans. Nämlich einen Topf voll Topinamburcremesuppe mit Gebäck. Und nachher Pfirsichkompott. Selbergemacht, eh klar.

Möglicherweise ist es gar nicht so einfach, Topinambur zu kaufen. Bei mir wuchern sie im Garten, und zwischen Oktober und März ist Erntezeit. Also hab ich letztens einen Haufen davon ausgerissen, und jetzt harren die Dinger der Verwertung.

Für die Suppe wasche und bürste ich einige Knollen gründlich mit Wasser. Das Schälen erspare ich mir. Ist erstens mühsam, bleibt zuwenig übrig und die Vitamine sind dann auch pfutsch. Nur die rosarot verfärbten Stellen und sonstige Fehler schneide ich weg.

Dann werden sie grob in Stücke geschnitten und gemeinsam mit einem oder zwei geschälten, gestückelten mehligen Erdäpfeln mit Salzwasser bedeckt weich gekocht. Dann, wie üblich, den Pürierstab nehmen und pürieren. Eventuell nachsalzen und tüchtig pfeffern. Mit Milch oder Obers verdünnen und bei Bedarf mit einer Einlage versehen.

Wer will, tut ein paar Tropfen Kernöl drüber.

30.3.10 16:03, kommentieren

31. März

Gestern hatten wir den Kennenlern-Teil in Sachen Topinambur. Da könntet ihr es doch heute gleich mit Gratiniertem Topinambur versuchen.

Die Topinambur wieder entsprechend bürstwaschen und diesmal in halbwegs dünne Scheiben schneiden. Mit einem Erdapfel ebenso verfahren, der wird allerdings schon geschält.

Eine eher flache Auflaufform gut buttern und die Scheiben gleichmäßig in der Form verteilen. Wer Lust und Vorrat hat, streut Fuzerln von Wurst-, Schinken- oder Bratenresten drüber. Gut würzen, durchaus auch mit Kräutern der Saison.

Ein Ei mit etwas Milch oder Obers verquirlen und gleichmäßig drüberleeren. Obenauf kommen entweder ein paar Butterflockerl oder ein bisserl geriebener Käse.

Dann bei ca. 180 - 200 Grad auf die mittlere Schiene des Backrohrs, und dort bleibt das Ganze für ein halbes Stünderl ungefähr.

Es stört die Topinambur auch überhaupt nicht, wenn ihr einen Rest von gekochtem Bulgur, Quinoa oder Reis daruntermischt!

30.3.10 16:12, kommentieren