Der Sparküche-Blog.

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15. März

Den Rest vom Reis neulich werde ich heute essen, nämlich als Reis mit Paradeissauce.

Den Reis wärme ich mit einem Stück Butter. Für die Paradeissauce öffne ich ein Glas passierte Paradeiser (wer das nicht kann, schneidet Paradeiser in kleine Stücke, kocht sie im eigenen Saft - anfangs gut umrühren! - und passiert sie durch das Werkzeug, das wir Flotte Lotte nennen - oder kauft ein Fertigprodukt seiner/ihrer Wahl) und leere den Inhalt in ein Reinderl. 

Den Rest, der noch im Glas ist, verdünne ich mit etwas Wasser und rühre darin ein Löfferl Maisstärke glatt. Die Paradeiser im Reinderl bringe ich langsam zum Kochen und würze mit Salz und (reichlich) Zucker. Wenns kocht, gieße ich die Stärke dazu und koche unter ständigem Rühren noch ein bisserl, bevor ich sie mir serviere.

Petersil oder geschnittenes Basilikum drüberstreuen ist kein Fehler, und für die, die es aushalten: ein paar Tropfen Kernöl drüberträufeln.

14.3.10 21:47, kommentieren

16. März

Restlessen ist heute angesagt. Ich kombiniere Rindfleisch mit Polenta und Paradeissauce.

Das Rindfleisch von letztens wird in der restlichen Suppe aufgewärmt (und letztere gleich aufgegessen), die Polenta vom Sonntag, in mundgerechte Stücke geteilt, in einem Esslöffel Butter angebraten.

Danach die Paradeissauce wärmen, und fertig. Manchmal darfs auch sowas sein!

16.3.10 07:30, kommentieren

17. März

Langsam sollte ich den Gefrierschrank leeren, und da ist mir unter anderem ein Packerl geriebene Nüsse im Weg. Also: Nussnudeln mit Kompott.

Die Teigwaren gemäß der Packungsanleitung kochen, dann abseihen, mit geriebenen Nüssen und Staubzucker großzügig bestreuen und essen.

Natürlich ein Glas Irgendwas dazugeben, Kompott oder Hollerkoch oder eben Apfelmus. Je nach Vorliebe!

17.3.10 15:55, kommentieren

18. März

Deadline für den Rest vom Schlagobers im Kühlschrank, also gibts heute Maisauflauf mit Gemüsesugo.

Für den Maisauflauf schmiere ich ein kleines ofenfestes Formerl (150 ml Fassungsvermögen) mit Butter aus. Dann schlage ich ein Eiklar mit etwas Salz schmierig. Danach mixe ich einen Eidotter mit 60 ml Obers (oder Hälfte Milch und Hälfte Obers) und einem Hauch Muskatnuss mindestens fünf Minuten auf höchster Stufe. Dann den Mixer weg, den Eischnee dazu und 6 dag Maismehl darüberstreuen. Mit dem Schneebesen oder einem Kochlöffel locker unterheben. Die Masse ins Förmchen füllen (sollte ziemlich voll werden) und dann 12 Minuten im Kocheinsatz über Wasserdampf garen.

Den fertigen Maisauflauf mit einem spitzen Messer aus der Form lösen und auf den Teller stürzen, ohne sich die Finger zu verbrennen.

Das Gemüsesugo passiert wie üblich: in einem Esslöffel Öl brate ich klein geschnittenes Gemüse ja nach Vorratslage an, rühre gut durch, dann kippe ich ein kleines Glas meiner gekochten Paradeiser dazu, würze mit Salz und (diesmal) osmanischer Gewürzmischung und lasse das ganze ein paar Minuten schmurgeln, bis alles halbwegs weich ist.

 

17.3.10 15:56, kommentieren

19. März

Eigentlich hatte ich schon lange keine Pizza mehr ... öh. Da lass ich mir heute glatt eine kommen, eine schnuckelige vegetarische.

Aber dafür erzähle ich euch heute, wie ich essbares Ostergras herstelle. Nämlich aus selbst gemachten Suppennudeln.

Allerdings wird mein Ostergras gelb. Es spricht aber auch nix dagegen - außer persönliche Abneigungen -, die Dinger mit ein bisserl Spinat oder Basilikumpesto passend einzufärben.

Jedenfalls nehme ich ein Viertelkilo Mehl und schütte das entweder in eine flache, breite Schüssel oder direkt auf die Arbeitsplatte. Dann tu ich drei Eier dazu und eventuell ein bisserl Salz und vielleicht, wenn ich gut drauf bin, ein Schluckerl Öl. Und dann kommt der zwidere Teil der Geschichte, dann greife ich nämlich mit den Fingern rein und knete das Ganze. 

Zuerst schmieren die Eier. Dann pickt die Eier-Mehl-Mischung an den Fingern. Dann bröselts, dass eins glauben könnte, die Sache ist zum Wegschmeißen. Aber nach so zehn oder fünfzehn Minuten Gepicke und Gebrösel fängt der Teig langsam an, wie Teig auszusehen. Je nach Eiergröße und Öl oder nicht Öl muss jetzt vielleicht noch ein bisserl Wasser oder ein bisserl Mehl dazu.

Der Teig muss fest sein, also richtig Mühe beim Kneten machen, und es sollen keine Mehlbrösel übrigbleiben. Das Endziel ist eine glatte, seidige Teigkugel. Diese wird zugedeckt und mindestens eine Stunde in Ruhe gelassen. Bei Zimmertemperatur. Kann aber auch den ganzen Tag vor sich hin ruhen.

Beim weiteren Prozedere hilft eine Nudelmaschine wirklich unglaublich. Denn jetzt wird der Teig in kleine Stücke geschnitten und sehr dünn ausgerollt und dann, nach ein bisserl Antrocknen der Nudelplatten, in sehr dünne Streifen geschnitten.

Die werden entweder sofort ins kochende Salzwasser geschmissen und von ebendort nach einer Minute fertig wieder rausgeschöpft (dann hat sich die Ostergras-Sache erledigt) oder sie werden zum Trocknen auf Papier oder ein (sauberes) Geschirrtuch locker ausgelegt. Je nachdem sind sie nach einem bis zwei Tagen trocken genug, um einer längeren Lagerung standzuhalten. 

19.3.10 09:00, kommentieren

20. März

Heute bin ich zu einem Apfelstrudel-Essen eingeladen. Den würde ich nur eingeschränkt selber machen, und zwar so:

Die Fülle mache ich aus 

  • einer Portion geschälten und scheiblierten säuerlichen Äpfeln
  • ein paar gerösteten Bröseln (so wie die von den Topfennockerln)
  • Zucker und Zimt und keinen Rosinen (aber tut ruhig welche rein!)
  • einem oder zwei Löfferln geriebenen Nüssen (wenn grad welche da sind)

nämlich streue ich alle Teile einzeln auf den Teig (siehe unten), ohne vorher schon was zu vermanschen. Hab ich bessere Erfahrungen damit.

Den Strudelteig ziehe ich nicht selber aus, Versuche haben bis jetzt jedes Mal inferiore Ergebnisse gebracht. Entweder ich kaufe frische Strudelteig-Blätter und verwende die gemäß Packungsanleitung (wichtig ist vor allem, dass jedes einzelne Blatt mit Fett bestrichen wird) oder ich nehme den Teig von meinem Topfenkipferl-Rezept (das hatten wir neulich!).

Jedenfalls die Fülle auf zwei Drittel des Teigs verteilen, 5 cm Rand frei lassen. Dann vom befüllten Teil her einmal umschlagen, die Enden einschlagen, den Rest aufrollen und mit dem "Verschluss" nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Blech heben. Bei Mittelhitze vielleicht 20 - 30 Minuten backen, bis er halt goldbraun und fertig ausschaut - müsst ihr öfter kontrollieren!

Dazu essen wir genau nix, aber es gibt Menschen, die bilden sich ein, dass eine Vanillesauce oder Schlagobers dazu gehört. Brrr!

20.3.10 07:50, kommentieren

21. März

Sonntag ists, und damit steht ein Menü an. Der erste Gang geht ganz einfach, das wird die Grießnockerlsuppe von letztens - ist ja gut, dass ich da zwei Portionen eingefroren hatte.

Dann werde ich das von neulich übrig gebliebene Sugo hernehmen und also, damit das Packerl endlich leer ist, Polenta mit Gemüsesugo machen.

Und als Nachtisch ein feines Hollerkoch mit Rahm.

Und fertig!


20.3.10 07:55, kommentieren

22. März

Joi, von der Polenta ist immer noch was da. Da werde ich heute eine Süße Polenta zaubern - und dann issie endlich weg, Mann!

Ich werde also die Polenta (eigentlich: der Polenta, aber das bringe ich weder über die Lippen noch über die Tasten) in mundgerechte Happen teilen, in Butter anbraten und auf den Teller häufen. Dort kommen dann noch geriebene Nüsse und Staubzucker zuhauf drüber. 

Dazu in bewährter Weise entweder ein Kompott oder Apfelmus, mal sehen, was mir eher unter die Nase geht, des Mittags.

22.3.10 19:50, kommentieren

23. März

Heute gibts, ganz gegen meine Gewohnheiten, eine Salatplatte mit Gebäck.

Ich habe nämlich im Garten gewütet und einiges dabei gefunden: ein paar Blatterl Petersil. Zwei Spitzerl Bärlauch. Ein bisserl von der Pimpinelle. Ganz junge Blätter vom Spitzwegerich, vom Löwenzahn und vom Beinwell. Ein paar Gänseblümchen.

Aber hauptsächlich habe ich meine Topinambur geerntet, da wird eine Knolle scheibliert. Und ein bisserl vom Vogerlsalat (Feldsalat, für die Fremdsprachigen) ist auch schon groß genug für die Schüssel.

Und dazu gibts ein paar Löffel vom Selleriesalat aus dem Glas. Drüber ein paar Tropfen Kernöl. Dazu mein selbst gebackenes Sonnenblumenkernbrot (aus Weizen- und Maismehl - wieder ein Restl weniger im Kuchlkastl).

22.3.10 19:50, kommentieren

24. März

Vom Hollerkoch ist ja noch was da. Da könnten wir doch, hab ich mir nach gestriger Diskussion überlegt, Semmelknödel mit Hollersauce machen.

Was die Hollersauce betrifft: da würde ich mein Hollerkoch 1:1 übernehmen. Ihr könnt aber gerne ein paar Löffel Saft in ein Häferl geben, den Rest zum Kochen bringen, den Saft mit ein bisserl Maisstärke glattrühren und das Gmachtl unter das kochende Hollerkoch ziehen.

Weil mir die Semmelknödel bisher meist danebengelungen sind, greife ich jetzt auf Christine Nöstlinger zurück, die neben den weltbesten Kinderbüchern auch ein Kochbuch geschrieben hat: "Mit zwei linken Kochlöffeln". Und aus dem zitiere ich nachfolgend.

Für einen Serviettenknödel (in der Menge von 8 Knödeln) stellen Sie bereit:

  • 5 Semmeln, altbacken (Knödelbrot von 5 Semmeln ginge auch, säuft dann aber etwas mehr als 1/8 l Milch)
  • 1/8 l Milch
  • 1 kleine Zwiebel
  • 6 dag Butter
  • etwas Petersil
  • 3 Eier
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss und: 1 großes Herrentaschentuch und etwas kochfeste Schnur

Und so wird geknödelt:

Die Semmeln schneiden Sie klein. Auf Würferln, Staberln oder dünne Blatterln.
Die Milch machen Sie warm und gießen Sie über die geschnittenen Semmeln. Bittschön so, dass alles gleichmäßig benetzt wird.
Den Zwiebel würfeln Sie kleinst und braten ihn in der Hälfte der Butter glasig an.
Den Petersil hacken Sie feinst und tun ihn zum glasigen Zwiebel.
Die Eier verschlagen Sie in einem Schüsserl mit ein bisserl Salz, Pfeffer und soviel Muskatnuss, wie Ihrer Neigung entspricht.
Dann tun Sie die verquirlten Eier und die abgekühlte Zwiebel-Petersil-Mischung über die aufgeweichten Semmelbröckerln.
Und nun vermengen Sie alles mit den Händen. Nur nicht zimperlich sein. Kneten Sie richtig durch! Bis Ihnen die Masse "einheitlich" vorkommt.
Dann gönnen Sie ihr eine halbe Stunde - oder auch länger - Ruhe.
Und ist die Ruhezeit um, bringen Sie in einem möglichst weiten Topf Salzwasser zum Sieden. (Ein gestrichenes Kaffeelöfferl Salz auf 2 Liter Wasser.)
Sie müssen das Wasser wenigstens zehn Zentimeter hoch im Topf stehen haben!
Jetzt nehmen Sie sich das Herrentaschentuch vr.
Sie legen es auf den Tisch, oder was immer Ihre Arbeitsfläche sein mag, und bestreichen es schön dick mit der restlichen Butter, so, dass 6 bis 7 cm ungebutterter Rand an allen Seiten frei bleibt.
Dann machen Sie Ihre Hände pitschnass, greifen sich den Knödelteig und formen aus ihm in der Mitte des Taschentuchs eine dicke Wurst.
Kommt nicht so drauf an, wie dick die Wurst ist. Jedenfalls darf sie nicht länger werden, als Ihr Kochtopf breit ist!
Haben Sie die Wurst geformt, wickeln Sie sie, ziemlich fest, in das Taschentuch ein. Und dann binden Sie die Wurst, die Sie nun haben, an beiden Enden mit einem Stück Schnur ab.
Und jetzt kommt die Knödelwurst ins kochende Salzwasser.
Das wird nun kurzfristig zu kochen aufhören, weil die kalte Wurst ja seine Temperatur reduziert.
Wenn das Wasser wieder sprudelt, schalten Sie auf kleinere Hitze. Das Wasser soll gerade so ein bisschen vor sich hinblubbern.
Aber da Sie ja Ihre Lang-Knödel durch das Taschentuch abgesichert haben, kann er nicht zerfallen, und es ist nicht so wichtig, ob Sie exakt die richtige Wassertemperatur hinkriegen.
Nach einer halben Stunden holen Sie die Knödelwurst aus dem Wasser.
Mit einer spitzen Schere - damit das Taschentuch keine Löcher kriegt - schneiden Sie die Schnur weg und rollen den Knödel aus dem Schneuzquadrat. Er müsste so flaumig sein, dass Sie ihn, statt mit einem Messer, auch mit einem 40er Zwirnsfaden auf Scheiben teilen könnten.

Soweit Christine Nöstlinger im Original. In Kombination mit der Hollersauce würde ich den Zwiebel, den Pfeffer und den Petersil weglassen und auch mit dem Salz eher sparsam sein.

 

23.3.10 22:15, kommentieren

25. März

Die letzte Portion Leber ist auch schon wieder drei Wochen her, also gibts heute Lammleber mit Äpfeln und Zwiebeln und Reis.

Den Reis dünste ich wie immer, langsam kennt ihr das.

Und die Lammleber, frisch vom Biobauernhof, schneide ich in mundgerechte Happen und brate diese gemeinsam mit grob geschnittenem Zwiebel in  wenig Öl rundherum an und salze und pfeffere großzügig. Möglicherweise werde ich vor dem Würzen auch mit einem Schuss Madeirawein ablöschen. (Den Rosmarin lasse ich heute weg, weil mein Mitesser jenen überhaupt nicht schätzt, leider.)

Dann kommt ein Apfel, geschält und in kleine Würfel geschnitten, dazu. Ob ich auch ein kleines Glas gekochte Paradeiser dazuschütte, weiß ich noch nicht. Ich glaube ich werde die Sache verkosten und dann spontan entscheiden.

Guten Appetit!

 

PS: es ist für mich ja einigermaßen schlimm, aber seit ich wieder ab und zu Fleisch esse, gehts meinen Eisenwerten entschieden besser.

24.3.10 19:51, kommentieren

26. März

Vom Serviettenknödel müsste euch eine Menge übrig geblieben sein. Die könnt ihr heute zu Gerösteten Knödeln mit Ei verwerten.

Also gebt ein bisserl Fett in eine Pfanne und erhitzt es. Schneidet den Knödel in Blatterln und gebt diese ins Fett und bratet sie gut an. Wenn ihr wollt, könnt ihr im Fett ein bisserl fein gehackten Zwiebel glasig dünsten. Jetzt kann auch Salz und Pfeffer nicht schaden.

Wenn ihr der Meinung seid, dass der Knödel jetzt genug gebraten hat, dreht den Herd ab und schlagt, je nach Appetit, ein bis zwei Eier über die Knödel. Und dann gut durchrühren, bis die Masse stockt. Gehackter Petersil kann ruhig noch drüber. Und dazu esst einen pikanten Salat.

 

25.3.10 22:04, kommentieren

27. März

Ist doch schön, auch im Winter ernten zu können. Heute gibt es, weil meine Mutter ihr Gemüsebeet gerodet hat, Grünkohl mit Braterdäpfeln.

Den Grünkohl schnorre ich von meiner Mutter. Die hat die Blätter gewaschen und gemeinsam mit einem mehligen Erdapfel in wenig Salzwasser gekocht, dann grob gehackt und mit Salz, Pfeffer und ein oder zwei Knoblauchzecherln gewürzt.

Zum Schluss, zack!, den Pürierstab hineinhalten und eine Art Püree draus fabrizieren.

Für die Braterdäpfel dämpfe ich ein Potpourri aus speckigen und mehligen Erdäpfeln und schäle sie anschließend. Dann schneide ich sie in mundgerechte Stücke und brate sie in einer Pfanne mit hübsch Öl knusprig. Salzen - und fertig!

26.3.10 22:58, kommentieren