Der Sparküche-Blog.

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14. Feber

Für das Sonntagsmenü habe ich mir Zucchinicremesuppe (aus dem - eigenen - Glas, mit ein bisserl Milch verfeinert), Krautfleckerl und Pudding überlegt.

Das Originalrezept meiner Oma, das übrigens von den Schickimickirezepten in der Würzung abweicht, habe ich ein bisserl vereinfacht. Ich hoffe das ist euch Recht.

Ich fuzle also das Weißkraut fein, zum Glück gibts erstens auch kleine Happerl zu kaufen und zweitens meine neue Küchenmaschine, die neuerdings auch meine Finger unversehrt lässt. Wenn ich viel Zeit habe, streue ich Salz über das Kraut, knete es mit den Fingern durch und lasse es eine halbe Stunde ziehen. (Meistens habe ich nicht viel Zeit.)

In der Zwischenzeit setze ich das Salzwasser auf und koche eine Portion Fleckerl bissfest bis weich.

Dann erhitze ich in meinem Reinderl zwei Esslöffel Schmalz, dünste ein zerschnippeltes kleines Zwieberl glasig, drücke den Saft aus dem Kraut (wenn ich viel Zeit gehabt habe) und gebe das Kraut ins Reinderl. Und dann vergesse ich die Welt um mich, weil das Kraut ziemlich andauernd umgerührt werden will, damit es nicht anbrennt. Grad dass ich noch ein bisserl nachsalzen und ordentlich pfeffern kann zwischendurch.

Meine Oma sagte immer, das Kraut muss braun werden; aber das wird es erst ab Feber oder März, frisches Kraut bleibt einfach grün. Da hilft auch das Löfferl Zucker nix, das manche karamellisieren (ich nicht).

Wenn jedenfalls das Kraut weich ist, kommen die Fleckerl dazu - und essen. Im Burgenland streuen manche Leute Staubzucker drüber, aber darauf verzichte ich. Fett und pfeffrig müssen sie schmecken, dann sind sie richtig.

Was ich allerdings nicht übers Herz bringe, ist die Strategie der Tante Jolesch nachzumachen. Deren Krautfleckerl waren legendär und unerreicht. Warum? Weil sie immer um ein bisserl zu wenig davon kochte.

13.2.10 18:52, kommentieren

15. Feber

Nicht, dass mir nach ein paar Wochen schon das Repertoire ausgeht, aber der Tiefkühler muss entrümpelt werden. Und deshalb habe ich zusammengesammelt für Mangoldgemüse mit Reis.

Den Reis habe ich vom Samstag noch, der wird in etwas Butter gewärmt. Für das Mangoldgemüse, das ich nach bekannter Art fabriziere, diesmal mit osmanischer Gewürzmischung, nehme ich je ein Packerl Spinat, Mangold und eventuell Bärlauch.
(Dann bräuchte es das Gewürz eigentlich nimmer, aber das überleg ich mir noch.)

Die Kleine kriegt ein Würsterl dazu und vielleicht nachher einen Pudding.

14.2.10 20:57, kommentieren

16. Feber

Heute probiere ich etwas Neues aus, nämlich Maisauflauf mit Selleriecreme.

Den Maisauflauf habe ich schon beschrieben. Ihn kombiniere ich mit einer dicken Selleriecreme, die ich mir wie folgt vorstelle:

Ich zerkleinere den Rest der Sellerieknolle von letzter Woche, schäle und zerkleinere einen kleinen mehligen Erdapfel und dünste beides in wenig Salzwasser weich. Dann püriere ich das Ganze, würze ich ein bisserl mit meiner ägyptischen Gewürzmischung und verflüssige es mit ein bisserl Milch, weil mir das Obers leider ausgegangen ist.

Petersil wäre auch kein Fehler, drübergestreut.

16.2.10 07:51, kommentieren

17. Feber

Tja, heute werde ich definitiv nix ausprobieren, weil wir eineinhalb uns eine veritable Lebensmittelvergiftung geholt haben, auswärts klarerweise.

Aber das hindert mich nicht daran, euch zu schreiben, was ich gekocht hätte, wenn. Topfennudeln nämiich, von denen hatten wir es schon mal.

Nämlich es sollte noch gekochte Fleckerl von den sonntäglichen Krautfleckerl da sein.  Die werden in ein bisserl Butter im bewährten beschichteten Reinderl heiß gemacht. Dann wird zerbröselter Topfen drüber gegeben, bei Bedarf ordentlich untergemischt und ordentlich gezuckert.

Allerdings gibt es einige Eingeweihte, die salzen und einen Salat dazu essen. Ich würde es ja nicht runterbringen, aber vielleicht sind unter euch welche.

Manchmal bekommt man ihn noch, den Bröseltopfen. Ich mag die nicht-bröslige, gatschige Variante lieber. Aber ich weiche ja auch meine Cornflakes stundenlang ein ... 

17.2.10 12:49, kommentieren

18. Feber

Sorry, aber weil der Magen immer noch vergrämt ist, habe ich beschlossen, heute den Aschermittwoch nachzuholen.

Gabelroller mit Brot als eine Art Katerfrühstück - interessant, dass bereits zwei genügt haben

Ich hoffe, dass ich morgen bereits wieder in der Lage bin, etwas zu kochen ...

18.2.10 13:28, kommentieren

19. Feber

Langsam kommt hier wieder alles in Schwung, und ich versuche es jetzt mit dem Maisauflauf mit Selleriecreme.

Das Rezept findet ihr beim 16. Feber. Damit es aber hier nicht so leer ist, schreibe ich euch, wie ich für den Abend mein Gemüsecremesupperl zubereiten werde.

Weil mir nämlich aus dem schönen Portugal Lorbeerblätter in herrlicher Qualität zugedacht wurden - danke, lieber M!
Also nehme ich ein Suppengrün-Bündel und putze es und zerkleinere die Teile ein bisserl. Die gebe ich dann in ein Reinderl mit ungefähr einem halben Liter Salzwasser, und dazu kommt noch ein Lorbeerblatt, ein geschälter und zerkleinerter Erdapfel, eine ebensolche Knoblauchzehe. Und dann starte ich wieder die Durchforstung des Gemüsefachs nach Resten. (Gibt aber grad keine. Macht nix.)

Das köchelt dann auf kleiner Flamme zugedeckt vor sich hin, zwischen 30 und 45 Minuten. Im Prinzip wäre die Suppe dann ja fertig (raus mit dem Lorbeerblatt!), zum Beispiel mit noch ein paar Nudeln eingekocht oder einem verschlagenen Ei langsam eingetropft oder mit einem großzügigen Esslöffel Grieß legiert.

Ich werde aber das Ding trotzdem pürieren, weil ich dann für den kleinen Hänfling ein bisserl Obers reinschummeln kann. Als Einlage gibts vermutlich ein gehacktes Ei und Petersil und dazu ein Kornsemmerl. 
Und wenn uns ein bisserl von der Selleriecreme übrig geblieben wäre, hätte ich den Rest auch hineingerührt.

 

19.2.10 11:38, kommentieren

20. Feber

Für heute Mittag hat die gestrige Suppe noch gereicht. Dafür erzähl ich euch heute von meinem Lieblingsnachtisch, den ich genauso mit mir alleine verzehre wie mit lieben Gästen.

Morgen wird er der sonntägliche Nachtisch. Also: Grießflammeri.

Ich bringe in meinem beschichteten Reinderl 1/2 l Milch zusammen mit 1/2 Teelöffel geriebener Zitronenschale, 3 dag Zucker, 1 Packerl Vanillezucker und 1 Prise Salz zum Kochen. Dann rühre ich 8 dag Grieß in die steigende Milch, lasse das ganze aufkochen und dann noch bei schwacher Hitze und unter ständigem Rühren weitere 5 Minuten quellen.

Dann ziehe ich das Reinderl von der Herdplatte und rühre einen Eidotter ein. Einen rohen, sollte sich die Frage jemand stellen. Nach ein bisserl überkühlen hebe ich dann noch den Schnee von einem Eiklar unter. Die Masse kommt dann in eine kalt ausgespülte Form (die ihr gut stürzen könnt) und wird für mindestens sechs Stunden kaltgestellt.

Nach dem Stürzen in Portionen schneiden und servieren. Zum Beispiel  mit Erdbeerpüree. Oder Schokosauce. Oder einem guten Kompott. Oder beschwipsten Früchtchen. Oder Vanillesauce. Oder so.

 

Das morgige Rezept  fürs Reisfleisch gibts erst am Nachmittag - da muss ich erst meine Mutter befragen.

 

20.2.10 19:02, kommentieren

21. Feber

Also das Reisfleisch.

Pro Portion ein kleines halbes Happerl Zwiebel schneiden und in 1 Esslöffel Öl andünsten, 15 dag klein gewürfeltes Fleisch dazu und auf allen Seiten scharf anbraten. Zum Fleisch: auf jeden Fall Schweinefleisch. Welches, ist Geschmackssache. Meine Familie nimmt immer Bauchfleisch, weil die Schwarterl so gut sind. Kann auch Schulter mit Schwarterl sein. Wer es mager (und trocken) mag, hm. Gulaschfleisch? Weil Schopfbraten ist auch eher durchzogen.

Naja, jedenfalls mit  Salz, Pfeffer, ein bisserl Kümmel (eher gemahlen) und reichlich rotem Paprika würzen. Wers scharf mag, lässt ein Stückerl Chili mitkochen.

Und jetzt gibts zwei Varianten. Meine Mutter dünstet den Reis extra und mischt ihn unter.
Andere streuen 5 - 7 dag (Langkorn-)Reis übers Fleisch, gießen entsprechend mit Wasser auf und lassen alles miteinander dünsten, bis der Reis durch ist.

Wir haben Rote-Rüben-Salat dazu gegessen,  aber es passt eh so gut wie jeder, auch Essiggurkerl und ähnliches.

Aufwärmen würde ich das Reisfleisch aber nur entweder über Dampf oder in einem beschichteten Reinderl, weils gern anbrennt. Lässt sich super einfrieren, übrigens!

21.2.10 15:21, kommentieren

22. Feber

Manchmal habe ich den Eindruck, meine Kocherei besteht nur daraus, Überfälliges zu verwerten. Heute war es ein Packerl Topfen, wieder mal. Hab ich Topfennockerl draus gemacht.

Nämlich aus jenem Teig, den ich auch für Obstknödel verwende. 25 dag Topfen mit 13 dag Mehl, 6 dag Butter, 1 Ei, einer Prise Salz und einer Handvoll Grieß (also meine Hand wäre definitiv zu klein für einen festen Teig, das müsst ihr ausprobieren), alles zimmerwarm, zu einem Teig verarbeiten und den dann mindestens eine halbe Stunde kühl rasten lassen.

In der Zwischenzeit könnt ihr ein Nickerchen machen oder ein Obstpüree fabrizieren, Pfirsiche und Erdbeeren kommen besonders gut, aber auch gegen einen ordentlichen Zwetschkenröster ist nix zu sagen.

Außerdem im beschichteten Pfannderl ein gutes Stück Butter schmelzen und einen kleinen Gupf Semmelbrösel drüberstreuen. Gut rühren und ein bisserl anrösten lassen.

Dann in einem breiten, flachen Reinderl Salzwasser zum Kochen bringen (sollte mindestens 8 - 9 cm hoch stehen, das Wasser). Mit zwei Esslöffeln Nockerl abstechen und formen und ins Wasser gleiten lassen. Das Wasser sollte dann nimmer sprudelnd kochen, sondern nur mehr ziehen. Gelegentlich umrühren und die Nockerl vom Boden lösen.

Wenn die Dinger aufsteigen: umdrehen und noch ein paar Minuten ziehen lassen. Ob sie schon fertig sind, wisst ihr aber einwandfrei erst, wenn ihr eines probeweise zerlegt und verkostet habt.

Die fertigen werden jedenfalls abgetropfterweise ins Bröselpfannderl geschupft und gewälzt. Dann auf den Teller damit, gscheit Zucker drauf, das Püree daneben, und essen!

 

Die Menge reicht für zwei hungrige Große. Überfluss lässt sich aber einfrieren, und zwar entweder die rohen Nockerl oder Knödel oder die fertigen (nackten) zum Aufwärmen über Dampf. Die fertigen schaffen es bei mir allerdings nie bis aufs Eis, weil ich die dann zwischendurch vernasche ...

22.2.10 13:28, kommentieren

23. Feber

Bitte esst heute die zweite Portion vom Reisfleisch, oder die Topfennockerl von gestern.

Wir haben nämlich einige Wege, und da werden wir unterwegs bei einem Chinesen einfallen.

Aber morgen stelle ich mich wieder selber vor den Herd. (Wieso hieß es eigentlich früher immer "Frauen HINTER den Herd?"

 

23.2.10 09:20, kommentieren

24. Feber

Diese Woche bin ich chronisch spät dran, aber auch das wird wieder, ich versprechs. Noch dazu, wo es heute sozusagen Standardprogramm gegeben hat: Nudeln mit Gemüsesugo.

Ich habe also einen Haufen Spiralen (eigentlich Fusilli, das ist die italienische Variante ohne Ei) gekocht und die Hälfte für morgen aufgehoben.

Für die Sauce habe ich zwei Esslöffel Öl erhitzt, in meinem beschichteten Reinderl, weil ich an den Wok überhaupt nicht gedacht hatte. Macht nix.
Jedenfalls dann ein kleines Happerl Zwiebel hineingefitzelt, zwei Handvoll gemischte geraspelte Karotten dazu, ein kleines Stück klein geschnittene Sellerieknolle (von der letztwöchigen ist einfach immer noch was da) und zwei Blätter vom Grünkohl, ebenfalls stark zerkleinert.

Das alles habe ich mit Salz, ein bisserl Pfeffer und ein paar frischen Rosmarinnadeln gewürzt, mit einem kleinen Glas gekochten Paradeisern aufgegossen und zehn Minuten schmurgeln lassen.

Dann die Nudeln untermischen und servieren.

24.2.10 20:15, kommentieren

25. Feber

Heute gibts die restlichen Spiralen, mit Mangoldgemüse.

Das Mangoldgemüse wird diesmal ein bisserl improvisiert, weil kein Obers da ist. Das blanchierte und klein gehackte Grünzeug kommt ins beschichtete Reinderl, wo ich ein Stück Bärlauchbutter zergehen hab lassen, allerdings vorsichtig, sonst brennt der Bärlauch an. Dann mit ein bisserl Milch aufgießen, salzen und mit ägyptischer Gewürzmischung (oder halt sonst einer) würzen und ein paar Minuten dünsten lassen.

Wenn euch das ganze zu flüssig ist, bindet es mit einem Löfferl Maisstärke. Oder rührt geriebenen Käse ein - ich überlege, ein paar Deka vom griechischen Schafkäse oder alternativ einen Löffel Gervais zu opfern.
Wenn ich draufkomme, dass ich noch einen Tick Bärlauchgeschmack brauche, gebe ich einen Löffel von meinem Bärlauchpesto dazu. (Kommt eh bald die neue Ernte, hoffentlich.)

Mit den Nudeln vermischen, fertig.

 

24.2.10 20:23, kommentieren

26. Feber

Jetzt wollte ich gerade schmissig schreiben, nehmt für die heutigen Powidltatschkerl den Erdäpfelteig vom soundsovielten, aber den hatten wir ja noch gar nicht!

Deshalb hier die Anleitung, wie ich ihn mache: ich dämpfe zwei oder drei mittelgroße mehlige Erdäpfel weich und zerdrücke sie. Dann salze ich ein kleines bisschen, gebe ein Stück Butter und entweder ein kleines Ei oder nur einen Dotter dazu und streue nach Gefühl griffiges Mehl drüber.

Dann versuche ich das ganze zu einem weichen Teig zu kneten. Wenn das noch nicht geht, kommt noch ein bisserl Mehl dazu. Den Teig lasse ich dann kurz rasten, aber nur kurz. Dann walke ich ihn auf Halbzentimeterdicke aus und steche mit einem größeren Glas Scheiben aus. In die Mitte einen Löffel Powidl geben, zusammenklappen und gut zudrücken.

In einem flachen Reinderl Salzwasser zum Kochen bringen und die Tatschkerl einlegen. Ziehen lassen, bis sie aufsteigen, dann noch ein bisserl warten und dann probeweise eines kosten. Die restlichen ordnungsgemäß in gerösteten Bröseln wälzen und mit tüchtig Staubzucker bestreut servieren.

26.2.10 18:46, kommentieren