Der Sparküche-Blog.

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14. Jänner

Na, heute gehts wieder schnell. Heute gibts Nussnudeln mit Kompott.

Dazu nehmen wir einfach die gekochten Penne von letztens und wärmen die langsam in zerlassener Butter gut auf. Dann auf den Teller damit, mit gehackten Nüssen bestreuen, mit Zucker oder Honig süßen und ein Kompott nach Wahl dazu reichen. Oder Apfelmus.

Ja, klar könnt ihr auch geriebenen Mohn drüberstreuen, oder sonstwas, was sich grad bei euch findet. Ein altes Rezept zum Beispiel sind Topfennudeln, wo Bröseltopfen drauf kommt, unter den Zucker, sozusagen. Leider kriegt eins den heute nur noch selten.

Wer jetzt gar nicht auf süß unterwegs ist, schlägt über die heißen Teigwaren ein bis zwei frische Eier drüber, rührt so lange um, bis die Eier stocken, salzt und pfeffert gscheit, nennt das Ganze Teigwaren mit Ei und isst einen Salat dazu.

 

2 Kommentare 13.1.10 20:21, kommentieren

15. Jänner

Jetzt aber: die Eingebrannten Erdäpfel (oder, wie manche sagen: ei´brennte Hund´). War gar nicht so einfach, das richtige Rezept zu finden. Zuerst hab ich mal bei meinen eigenen Einträgen von vor lange nachgelesen, dann gegoogelt und dann konnte ich mir eine von ungefähr achtundsiebzig Varianten aussuchen.

Entschieden hab ich mich jetzt für folgendes: ich schäle eine Portion speckige Erdäpfel und schneide sie in dünne Scheiben. Dann mach ich in meinem Pfanderl eine Einbrenn aus einem Löfferl Öl und einem Löfferl Mehl. Dann sollte ich eigentlich mit 1/8 Liter klarer Suppe aufgießen, aber wenn ich die grad nicht hab, nehm ich was vom gestrigen Nudelkochwasser. Dann die Erdäpfel rein und salzen und pfeffern, und blöd, dass ich grad keinen Majoran hab. Aber ich werd ein Stückerl Lorbeerblatt reingeben. Und die Erdäpfel weich dünsten.

Obwohl das Originalrezept sagt: Erdäpfel zuerst kochen, schälen und scheiblieren, dann erst in die Einbrenn. Wie ihr wollt.

Jedenfalls zum Schluss ein kleingeschnippeltes Essiggurkerl samt einem oder zwei Löfferl von dem Essiggurkerlsaft hinein - dass es halt nicht zu flüssig wird.

Manche geben auch Speckwürferl rein (damit könnte eins ja die Einbrenn machen, eigentlich). Und FleischbraucherInnen essen gekochtes Rindfleisch dazu oder eine Scheibe gekochter Zunge oder Geselchtes. Oder ein Paar Würstel. Oder was halt da ist.

15.1.10 09:05, kommentieren

16. Jänner

Höchste Zeit, wieder mal was für die Blutbildung zu tun. Also gibts heute Hühnerleber mit Zwiebeln und Paradeisern.

Weil ich dies aber schreibe, bevor ich auf den Markt zum einkaufen gewackelt bin, kann es auch durchaus sein, dass es Lamm- oder Rindsleber wird.
Das nur nebenbei.

Jedenfalls wird in meinem Wok ein bisserl Öl erhitzt und dann wird ein grob geschnittenes Zwiebelhapperl drin glasig gedünstet. Dann schieb ich die Zwiebeln an den Rand und schmeiße die gewaschene, in mundgerechte Happen geschnittene Leber (welche auch immer, jedenfalls ungefähr 20 dag) in den Wok und brate die rundherum scharf an. Dazwischen salze und pfeffere ich und streue ein paar zerzupfte Rosmarinnadeln darüber.

Und weil meine Mutter das mal erwähnt hat, kommt auch ein kleiner geschälter und gewürfelter Apfel hinein. Die Zwiebeln wieder eingemeinden, noch ein paarmal umrühren und dann, zack, ein kleines Glas gekochter Paradeiser drüber gießen. Im Sommer mach ich das natürlich mit frischen Paradeisern, aber auf das holländische Schnittwasser kann ich im Winter gut verzichten. - Ihr könnt natürlich auch Pelati reinkippen.

Wenn das noch einmal gscheit durchgerührt wird, ist es auch schon fertig. Als Beilage empfehle ich euch entweder Weißbrot oder Erdäpfel in irgendeiner Form oder Reis. (Mir ist vom Mittwoch Reis übrig geblieben, da muss ich mal schauen, ob der noch essbar ist ...).

15.1.10 22:24, kommentieren

17. Jänner

Nach einem intensiven Blick in die Tiefen meines Gefrierschranks hat sich herausgestellt, dass dringend Fisolen vernichtet werden müssen. Also verwöhne ich mich heute mit einem Mexikanischen Maisauflauf mit Fisolensauce.

Da muss ich jetzt wegen der Mengenangaben gach mein Kochbuch befragen. Also: zuerst schmiere ich ein kleines ofenfestes Formerl (150 ml Fassungsvermögen) mit Butter aus. Dann schlage ich ein Eiklar mit etwas Salz schmierig. Danach mixe ich einen Eidotter mit 60 ml Obers (oder Hälfte Milch und Hälfte Obers) und einem Hauch Muskatnuss mindestens fünf Minuten auf höchster Stufe. Dann den Mixer weg, den Eischnee dazu und 6 dag Maismehl darüberstreuen. Mit dem Schneebesen oder einem Kochlöffel locker unterheben. (Die Masse sollte einem Biskuitteig ähnlich schauen; je weniger Mehl, desto lockerer der Auflauf, sagt das Kochbuch - und ich kann das nur bestätigen ...).

Jedenfalls die Masse ins Förmchen füllen (sollte ziemlich voll werden) und dann 12 Minuten im Kocheinsatz über Wasserdampf garen.

Während der vor sich hin gart, die blanchierten Fisolen ins Pfanderl oder in den Wok tun, salzen und pfeffern, eventuell Dille dazu (ich glaube ich werde die osmanische Gewürzmischung nehmen) und tüchtig erhitzen. Wenn sie zu trocken werden, ruhig ein bisserl Wasser oder Suppe angießen. Zwei Löffel Rahm mit einem Kaffeelöfferl Stärkemehl glattrühren und in die Fisolen rühren. Aufkochen lassen und dann, wer will (ich will!), den Pürierstab für einige Sekunden hineinhalten.

Den fertigen Maisauflauf mit einem spitzen Messer aus der Form lösen und auf den Teller stürzen, ohne sich die Finger zu verbrennen, und die Fisolensauce dazu.

Vorher gibts bei mir Rübensalat und nachher einen Rest Joghurt mit ein paar Kompottbirnen. Mahlzeit!

 

Nachsatz:
Wenn euch, so wie mir, von den Fisolen ein bisserl was übriggeblieben ist und vielleicht auch vom Maisauflauf, dann könntet ihr ja, wenn ihr wollt, die Fisolencreme mit ein bisserl Milch oder klarer Suppe (oder Wasser mit Gewürzen) verlängern und als Suppe essen, mit dem klein geschnittenen Maisauflauf als Einlage.

17.1.10 00:18, kommentieren

Achtung - Änderung

Liebe LeserInnen,

weil es grad so ausschaut, als würde die Singlekocherei einen offiziellen Link bekommen, habe ich vorerst alles gelöscht, was eine Verbindung zu meinem und euren privaten Blogs legen könnte.

Ich möchte für mich den privaten vom offiziellen Bereich trennen und wollte euch die Gelegenheit geben, das auch zu tun.

Natürlich freue ich mich, wenn ihr die Singlekocherei weiterhin lest, sie vielleicht auch verlinkt - und als Inspirationsquelle nehmt. Herzlichen Dank für die bisherigen Kommentare!

Eure neuen Kommentare bitte ich euch vorerst im Gästebuch zu hinterlassen oder auf meinem privaten Blog.

Ich hoffe das ist in eurem Interesse und freu mich auf eure Besuche!

17.1.10 11:09, kommentieren

18. Jänner

Ähem, habt ihr Lust auf Pizza?

Ich bin nämlich aushäusig auf Germknödel - Hefeklöße? Dampfnudeln? - eingeladen, und da konnte ich nicht nein sagen. Selbstgemachte nämlich.

Bei uns sind die immer noch ziemlich beliebt, aber fast niemand macht sich mehr die Arbeit, die selber zu fabrizieren. ich auch nicht, übrigens, da fabriziere ich lieber hin und wieder einen Bambi-Augenaufschlag fürs Eingeladenwerden. Damit sich das Germknödelmachen auszahlt, braucht eins nämlich mindestens vier Esser und einen ruhigen Vormittag, und wann gibts das schon?

Aber hierzulande gibts Germknödel auch als Tiefkühlware, angeblich auch in der Mikrowelle heiß zu machen.  Gefüllt sind sie traditionell mit Powidl (Zwetschkenmarmelade ohne Zucker, pechschwarz und ur-sauer), und drüber kommt geriebener Mohn, Staubzucker und zerlassene Butter.

Da brauchst vorher und nachher nix mehr, kann ich euch sagen.

Morgen koch ich aber wieder selbst, hab ich mir vorgenommen.

17.1.10 22:41, kommentieren

19. Jänner

Nur ganz kurz heute: es gibt wieder Nudeln, und zwar diesmal endgültig die Teigwaren mit Ei, die ich als Variante schon bei den Nussnudeln beschrieben hatte.

Es müssen nämlich Salatreste weg!

Für die Experimentativen unter euch ist das eine Möglichkeit, mit Kräutern und Gewürzen zu experimentieren (ich nehme einen Hauch meiner ägyptischen Gewürzmischung, auch so ein Urlaubsmitbringsel). Und eh klar koche ich gleich zwei Portionen Nudeln und stelle den Rest derweil in den Kühlschrank.

18.1.10 20:04, kommentieren

20. Jänner

Heute begebe ich mich gemüsemäßig auf unbekanntes Terrain. Vom mütterlichen Beet habe ich gestern ein paar Blatterl gezupft, und daher versuche ich mich jetzt an Grünkohl mit Dinkelreis. Wer keinen Grünkohl zur Verfügung hat, kann natürlich auf "normalen" Kohl, also Wirsing, ausweichen.

Ich habe jedenfalls  ein kleines Reinderl voll Blättern mit dem Nudelkochwasser von gestern und zwei geschälten Erdäpfeln auf den Herd gestellt und koche das alles ziemlich lang. Den Grünkohl hab ich von den Rippen befreit und in kleine Stücke geschnitten, so würde ich mit dem Wirsingkohl auch verfahren. Einer der Erdäpfel ist ein mehliger, der bleibt beim Grünkohl, der andere ist ein großer speckiger, den nehm ich raus, wenn er bissfest ist, den brauch ich für morgen.

In der Zwischenzeit bereite ich mir den Dinkelreis (zwei Portionen, eh klar) auf gewohnte Art zu. Also trocken im Reinderl anrösten, salzen, mit der doppelten Menge Wasser aufgießen und langsam - dauert ewig! - weichdünsten. Falls nötig, noch ein bisserl Wasser nachgießen und immer wieder probieren, ob sich das Zeug nicht doch endlich essen lässt. Dinkelreis sind geschälte, polierte Dinkelkörner - schmeckt hervorragend!

Wie das mit dem Grünkohl wird, wird sich bei der Verkostung spontan entscheiden. Entweder geb ich nur Pfeffer und Knoblauch dazu und püriere das Ganze grob oder ich geb noch ein bisserl Obers dazu. Hm. Werden sehen.

20.1.10 00:40, kommentieren

21. Jänner

Resteverwertung ist heute angesagt, es gibt Grenadiermarsch. (Nach dem familiären Rezept.)

Dazu geb ich ein bisserl Öl ins Pfanderl  und dünste ein zerschnippeltes Zwiebelhapperl darin glasig. Dann gebe ich die Nudeln von vorgestern und den in Scheiben geschnitten Erdapfel von gestern ins Pfanderl und röste weiter, dazwischen würze ich mit Salz. Das Paprikapulver lasse ich nur deshalb weg, weil ich das absolut nicht vertrage. Deshalb nehme ich lieber Pfeffer.

Viele andere familiäre Rezepte schupfen auch noch gehackte Fleischreste und gehackten Petersil hinein, übrigens. Und auch beim Würzen gibts Unterschiede. Lasst eurer Fantasie freien Lauf, wenn ihr mögt.

Als Beilage nehmen die meisten Leute Salat. Essiggurkerl sind aber auch nicht wirklich falsch.
Selber habe ich als Kind immer nur Kompott dazu gegessen.

20.1.10 21:16, kommentieren

22. Jänner

Heute muss es schnell gehen, daher werde ich Polenta mit Rotkraut zaubern.

Für die Polenta nehme ich die Schnellkoch-Version, für alles andere fehlt mir die Geduld. Die Polenta bereite ich laut Anleitung zu, und zwar sicherheitshalber zwei Portionen. Also Salzwasser zum Kochen bringen, Polentagrieß rein, aufkochen und kurz köcheln - dabei ständig rühren! - und dann vom Herd nehmen und ziehen lassen.
Wenn ich Lust habe, geb ich schon ins kalte Wasser ein paar getrocknete Schwammerl und verfeinere so die Sache.

Während die also zieht, nehme ich aus dem Tiefkühler ein Packerl essfertiges Rotkraut und wärme dieses in einem Reinderl langsam auf. Das tu ich deshalb ungeniert, weil es dieses auch für euch zu kaufen gibt, sogar in ziemlich kleinen Portionen. Könnt ihr also einfach nachmachen.

Wer es genau wissen will, ersteht auf dem Markt ein kleines Happerl Rotkraut, gibt die äußeren Blätter weg, viertelt das Ding und schneidet den Strunk heraus, fitzelt den Rest möglichst fein (das kann die Küchenmaschine ganz hervorragend, übrigens) und kocht es mit ein paar Zentimeter hoch Salzwasser und einer Gewürznelke weich (kann gut eine Dreiviertelstunde dauern). Wenn zuviel Flüssigkeit im Topf ist, die letzte Viertelstunde den Deckel abnehmen, damit die Sache etwas einkocht ... und die gesamte Wohnung aromatisiert wird, ähem.
Jedenfalls dann nach Geschmack mit einem geriebenen Apfel, Preiselbeerkompott, Orangensaft, Zucker und vielleicht einem Löfferl Rahm verfeinern.
Ehrlich gesagt, wenn ich mir die Arbeit schon antu, nehme ich ein großes Happerl und friere den Rest portionsweise ein - siehe oben.

Dann die Polenta dazu und fertig!

22.1.10 08:35, kommentieren

23. Jänner

Klassisch österreichisch isst man sie zu gefüllten Paprika und Erdäpfeln, aber ich koche heute Paradeissauce mit Dinkelreis.

Dazu öffne ich wieder einmal ein Glaserl, nämlich gekochte und passierte Paradeiser. Könnt ihr gerne aus dem Supermarktregal nehmen. Aber jedenfalls ein Produkt aus reifen, schmackhaften Paradeisern.

Normalerweise bereitet eins für die Sauce eine helle Einbrenn aus je einem Löfferl Fett und Mehl und gießt dann die Paradeiser hinein und würzt mit Salz und Zucker nach Geschmack.

Bei mir funktioniert das ein bisserl anders. Zuerst erhitze ich nämlich in meinem Reinderl den Dinkelreis mit einem Stück Butter auf ziemlich heiß. Während der dann im Teller wartet, geb ich in eben jenes Reinderl die Paradeiser hinein, würze mit Salz und (reichlich) Zucker und bringe das Ganze flott zum Kochen. Von den Paradeisern hab ich mir drei Essloffel voll zurückbehalten, die rühre ich jetzt mit einem Esslöffel Stärkemehl glatt. Wenn die Paradeiser kochen, rühre ich die Stärke rein, lasse alles unter unentwegtem Rühren nochmals aufkochen - und fertig.

23.1.10 14:58, kommentieren

24. Jänner

Heute muss ich euch wieder mal enttäuschen, weil ich zum Brunch eingeladen bin.

Aber morgen gehts umso motivierter weiter!

24.1.10 02:38, kommentieren

25. Jänner

Weil ich heute ein abendliches Buffet vorbereite, zweige ich mir als Mittagessen Erdäpfelschnecken ab.

Geht ganz unkompliziert.  Ich dämpfe wie üblich ein paar mehlige Erdäpfel, so ungefähr 30 bis 40 dag. Wenn die fertig sind, schäle ich sie und zerdrücke sie in einer Schüssel. Die verrühre ich mit allerhand, das mir schmecken könnte. Zum Beispiel ein paar Scheiben kleingeschnittene Salami oder Speck. Oder eine Handvoll zerkleinertes blanchiertes Gemüse. Oder beides, oder sonstwas, das im Kühlschrank lagert, oder im Küchenkasterl. Dann salze ich anständig. Gehackte Kräuter und Gewürze können nie schaden. Der Rest von einem rohen Ei kann durchaus auch hinein.

Dann rolle ich ein Packerl Blätterteig (330 g) aus und verteile die gut ausgekühlte Fülle so auf dem Teig, dass ich einen festen Strudel aufrollen kann. Dann nehme ich ein scharfes Messer, schneide das Teil in 3 cm dicke Scheiben und lege diese auf ein mit Backpapier belegtes Blech, schiebe dieses dann ins Rohr und backe die Schnecken bei 180 Grad, bis sie schön goldgelb sind.

Wichtig ist, dass die Fülle gut kühl ist, sonst löst sich der Blätterteig in seine Bestandteile auf, und das ist definitiv kein Gewinn.

Salat oder ein Rest Gemüse oder eine Kräuterrahmsauce runden das Ganze ab.

26.1.10 20:28, kommentieren