Der Sparküche-Blog.

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15. und 16. Jänner

Ähem. Gestern bin ich, natürlich völlig absichtslos, um die Mittagzeit bei meinen Eltern eingetroffen und konnte tatsächlich ein Mittagessen schnorren: Rehragout mit Semmelknödel. War rasch aufgewärmt und ersparte mir die eigene geplante Variante der Verpflegung, nämlich Pasta mit gebratenen Melanzani.

Heute war ich überhaupt völlig inaktiv. Das einzige, was ich geschafft habe, war: in der Früh hab ich das Packerl "3 Kohlpackerl mit Reisfülle auf Schmorparadeisern, essfertig" aus dem Tiefkühler genommen und auftauen lassen.

Das war mittags schnell aufgewärmt, und ich habe es geschafft, nur eine einzige Scheibe Weißbrot dazuzuessen. Als Nachtisch hab ich eine Pralinenschachtel restentleert, es waren aber eh nur mehr fünf Stück drin. Dafür gabs am Nachmittag eine Orange. Jetzt fiebere ich bereits dem Abendessen entgegen.

Die Waage schlägt nämlich schon ziemlich aggressiv aus, und in knapp drei Wochen beginnen meine Entschlackungstage. Wenn ich nicht jetzt schon versuche, wieder normale Portionen zu essen (und auch nur die und nicht Kalorienberge zwischendurch), überlebe ich die ersten beiden Reduktionstage erst gar nicht.

 

1 Kommentar 16.1.19 16:00, kommentieren

14. Jänner: Fleischlaberl mit gedünstetem Chicoree, Erdäpfeln und Blattsalat

Wie ihr euch denken könnt, gründet die heutige Kombination wieder auf der Verwertung von Restln. Den gestrigen Gockel haben wir nämlich ratzeputz zusammengegessen, das Gemüse und den Reis detto.

Heute habe ich das zweite der Salatherzen geschnitten und mit Balsamico und wieder dem Kräuteröl mariniert. Drei Erdäpfel, geschält und zerteilt, kochen gerade. Mit dem Kochwasser werde ich den Rest der Zucchinicremesuppe von neulich verdünnen und heute Abend servieren.

Im beschichteten Reinderl habe ich den Bratrückstand vom Gockel erhitzt und zwei längs halbierte rote Chicorees - ebenfalls der Rest der Packung - beidseitig angebraten, dann gesalzen, den Inhalt des Packerls "6 Fleischlaberl, essfertig (Rind)" , Minigröße übrigens, aus dem Tiefkühler dazugegeben. Das alles dünstet bzw. taut und erhitzt jetzt auf kleiner Flamme.

In wenigen Minuten wird hoffentlich alles gleichzeitig fertig sein und ich kann Fleischlaberl mit gedünstetem Chicoree, Erdäpfeln und Blattsalat verschmausen.

Mittlerweile ist es zumindest in zwei meiner Tiefkühlfächer so, dass ich die Türe öffnen kann, ohne dass die gefrorenen Dinge mir entgegenfallen.

Das finde ich gut. 

Ob ich das vergangene Jahr gut finden soll, weiß ich noch nicht. Es war kulinarisch geprägt von Vielfalt und erzwungener Flexibilität. Ich habe acht Wochen glutenfrei, drei Wochen vegetarisch, zwei Wochen ohne rohes Fleisch, Obst und Gemüse und zuletzt sechs Wochen ohne Schweinefleisch gekocht.

Ich hab einiges gelernt. Aber ich habe auch unsere unkomplizierte Allesfresserei zu schätzen gelernt, das muss ich schon sagen.

2 Kommentare 14.1.19 10:59, kommentieren

13. Jänner: Brathenderl mit Reis, Ofengemüse und Blattsalat

Heute kann das Kind von sich behaupten: ich habe ein halbes Henderl gegessen. Das war allerdings nicht schwierig, weil es sich um einen Mini-Gockel mit knapp einem halben Kilo Gesamtgewicht handelte. So ein Bruder aus dem Wir-lassen-auch-die-männlichen-Küken-leben-Programm.

So einen hab ich gestern aufgetaut und heute gewaschen und rundum mit Salz und Gewürzmischung eingerieben. Dann habe ich ihn in eine Kuchenpfanne, deren Boden mit Olivenöl bedeckt war, gelegt. Rundherum war noch Platz, also kam Gemüse dazu. Erst habe ich eine Halbkilopackung Suppengemüse hergenommen und daraus ein paar kleine Karotten geschält und längs halbiert, dann vom Hokkaido ein paar dünne Spalten abgeschnitten, einen roten Chicoree (hab ich mir gestern eine Dreierpackung geleistet) längs halbiert und einen großen speckigen Erdapfel geschält und längs in Stücke geteilt.

Das Gemüse kam in die Pfanne rund ums Henderl und wurde gesalzen. Dann hab ich über alles nochmals  vorsichtig Olivenöl verteilt und die Pfanne bei 180 Grad Ober- und Unterhitze für eineinhalb Stunden ins Rohr geschoben und vergessen.

Den übrig gebliebenen Reis von vorgestern hab ich mit einem Stück Butter und einem Schluck Wasser aufgewärmt. Und für das Kind hab ich ein Salatherz gewaschen und geschnitten und mit Balsamico und Kräuteröl (von den Frischkäsebällchen) mariniert.

Nach diesem Brathenderl mit Reis, Ofengemüse und Blattsalat gönnten wir uns ein Bio Mango Lassi aus der Schweiz, erstanden beim denn's.

Nach dem Essen hab ich alle Knochen, die nicht abgelutscht waren, in einen Topf mit Wasser getan und mit der Hälfte des restlichen Suppengemüses und Kräutern und Gewürzen sowie Salz erhitzt. Derzeit kocht also ein alternatives Hühnersupperl auf der Herdplatte. (Den Rest vom Suppengemüse hab ich für ein nächstes Mal eingefroren. )

Schließlich müssen die Fritatten weg, die ich ja am Donnerstag schneiden hab müssen.

13.1.19 14:05, kommentieren

11. und 12. Jänner: Reis, Kochsalat mit Erbsen und Schinken

Heute hab ich mich mit einem klassen Frühstück in der Konditorei Oberlaa verpflegt. Außerdem hab ich für den Abend eine Zucchinicremesuppe fabriziert. Aus gerettetem Zucchino, kaufen würde ich ihn im Winter nicht. Und eingefroren schmeckt er uns nicht.

Gestern aber habe ich wieder so ein kleines Packerl Schinken aus dem Tiefkühler genommen und wollte eigentlich einen Gemüsereis dazu machen. Dann fiel mir ein grünes Packerl in die Hände, das sich als blanchierter Kochsalat entpuppte. (Und dann war noch eine intensive Suche nach den vermaledeiten Erbsen notwendig, die ich nach jeder Teil-Entnahme woanders hin in den Tiefkühler stopfe. )

Erstmal hab ich den Rest vom Reispackerl gedämpft. Danach hab ich den - mittlerweile angetauten - Kochsalat im Reinderl mit Salz, Pfeffer und wenig Wasser zum Kochen gebracht und dann einen Esslöffel Grieß eingerührt, um die Flüssigkeit zu reduzieren. Das hat soweit gut geklappt. Also hab ich eine Handvoll Erbsen untergerührt, den Schinken aufs Gemüse gelegt, den Deckel draufgetan, den Herd abgedreht und alles noch fünf Minuten durchziehen lassen.

Und dann hab ich Kochsalat mit Erbsen, Reis und Schinken gegessen. Vom Reis ist eine Portion übrig geblieben, die kriegen wir am Sonntag weg. Ich hab nämlich aus dem Tiefkühler heute einen Mini-Gockel (ein halbes Kilo mitsamt der Haut!) rausgenommen. Mal sehen, was das Kind sagt.

Kochsalat haben wir manchmal, wenn meine Mutter genug Zeit hat und die auswachsenden Salatköpfe nicht den Hendln überantwortet, sondern entblättert und diese Blätter in Salzwasser kurz aufkocht und dann fein hackt oder püriert und einfriert. Ich muss sagen: bei mir haben so gut wie immer die Hendln den Vorzug.

1 Kommentar 12.1.19 14:49, kommentieren

10. Jänner: Endlich. Die Palatschinken.

Wie die funktionieren, wisst ihr ja. Herausgebacken hab ich sie mit Schmalz. Gefüllt haben wir sie mit Feigenmarmelade und mit einer Quittenmarmelade mit Orange und Zitrone (danke, liebe G!). Drei Stück sind übrig geblieben, die durfte, eigentlich: musste, ich zu Fritatten schneiden. Die warten jetzt im Kühlschrank auf die nächste klare Suppe.

Heute gabs eine Kürbiscremesuppe, für die ich einen kleinen Hokkaido halbiert habe. Die zweite Hälfte wird entweder wieder versuppt (kid's favourite) oder mit Schafkäse und Olivenöl im Ofen gebacken werden (my favourite).

Den Erdäpfelzopf mit Fruchtfülle haben wir auch angeschnitten, aber das Kind will morgen lieber ein Marmeladebrot zum Frühstück haben. (Ich darf also den Rest ganz allein aufessen und hab auch schon damit begonnen. )

1 Kommentar 10.1.19 22:05, kommentieren

noch immer der 9. Jänner: sie sind da!

Am Nachmittag hat der DHL-Mann tatsächlich eine Kiste mit Orangen hereingerollt. Zehn Kilo (und ein halber als Reserve, falls eine kaputt sein sollte) frische Orangen in allen Größen. Super!

Vom Geschmack her sind sie nicht viel anders als die sonstwo käuflichen. Aber das Bewusstsein, sie von der "eigenen" Plantage bekommen zu haben - so frisch, und bio, das heißt ich kann auch die Schale verwenden!

Ich habe schon zwei gegessen, jetzt höre ich auf für heute. Aber die nächsten Tage werden ziemlich orange werden, denke ich ...

Grad bin ich glücklich.

9.1.19 18:06, kommentieren

9. Jänner: Braterdäpfel mit geräucherter Zunge

Manchmal bin ich zu optimistisch. Vor einigen Monaten habe ich nämlich einen Orangenbaum adoptiert, und heute sollte die erste Zehn-Kilo-Kiste Orangen eintreffen. Das Wetter ist auch schlecht, was lag also näher, als den Tag zum Haushaltstag zu erklären und auf die Orangen zu warten?

Natürlich kam die Kiste nicht, vermutlich war dem Spediteur das Handling zu mühsam und er zwingt mich zur Abholung bei irgendeiner weit entfernten Abgabestation. Oder er ist, von Westen kommend, auf der Strecke im Tiefschnee stecken geblieben.

Die Bügelwäsche liegt immer noch da, aber in der Küche war ich produktiv. Begonnen habe ich damit, mir die Zutaten für einen Erdäpfelzopf mit Fruchtfülle herzurichten. Das ist ein Rezept aus einem älteren Thea-Kochbuch - welches übrigens insgesamt ganz phänomenale Ideen bereithält, muss ich sagen. Ich kann die Margarine ja durch Butter ersetzen, nicht wahr?!

Im Prinzip handelt es sich um einen Striezel-Germteig, erweitert um ein Viertelkilo gekochter passierter mehliger Erdäpfel. Die Fülle besteht aus getrockneten Früchten und Marzipan, ich gebe immer zwei Löffel Marmelade dazu. Für die Fülle bin ich allerhand Restln losgeworden.

Für den Teig hab ich unter anderem ein angefangenes Butter-Packerl weich werden lassen. Da sind dann ein paar Deka übrig geblieben. Das kam mir gelegen, weil ich gestern Abend die Dose Sardinen in scharfem Öl nicht geschafft habe. Eine Sardine ist ungegessen geblieben. Die habe ich heute mit einer Gabel zerzupft, gesalzen und mit dem Klacks weicher Butter gut zu einem Brotaufstrich verrührt. Eine Kostprobe hab ich mir mittags gegönnt: köstlich!

Weil das Mittagessen nämlich heute nicht so ausgiebig war. Gestern war ich auf der dringenden Suche nach vier Palatschinken, die ich im Tiefkühler glaubte, um Fritatten für die Suppe zu schneiden. Die Palatschinken muss ich wann anders gegessen haben, jedenfalls waren sie nicht auffindbar. Wir haben Buchstabensuppe gegessen.

Aber was ich auf dieser Entdeckungsreise im Eis gefunden habe, war eine geräucherte Schweinszunge, auch nimmer die Jüngste.

So. Die hab ich aufgetaut und heute in dünne Scheiben geschnitten, die wird die heutige Kaltverpflegung bereichern. Was nicht ins kleine Schüsserl gepasst hat, hab ich in Streifen geschnitten und beiseite gestellt. Von gestern war noch ein großer Erdapfel übrig, von heute zwei kleine - also mussten es nochmals Braterdäpfel werden. Da hinein kam auch die Zunge, und etwas Salz. Und schon wieder war ein Mittagessen fertig. Als Nachspeise lasse ich mir gerade einen Rest Powidl schmecken. (Schon wieder ein Glas leer. )

Zwischendurch hab ich den Erdäpfelzopf ins Rohr geschoben. Zwei Eckerl vom Teig hab ich zwengs der Optik weggeschnitten. Die hab ich gemeinsam zu einer kleinen Kugel gedreht und als Weckerl mitgebacken. Der fertige Zopf sieht ganz wunderbar aus und wird uns morgen zur Jause schmecken!

Jetzt sind alle Marmeladereste vom Keksbacken weg, und ich kann ein neues aufmachen. Vielleicht gibts ja dann morgen die Palatschinken, endlich.

 

9.1.19 13:02, kommentieren

8. Jänner: Braterdäpfel mit gebratenen Melanzani

Es sind relativ viele Erdäpfel da, und ich mag nicht recht kochen, also hab ich in der Früh eineinhalb Portionen speckige Erdäpfel gedämpft und auskühlen lassen. Außerdem hab ich das Glas mit dem Rest der gebratenen Melanzani aus dem Kühlschrank genommen, um sie zu temperieren und das Öl zu verflüssigen.

Nach der Heimkehr mittags hab ich die Melanzani samt Öl ins beschichtete Reinderl geleert und erhitzt, während ich die Erdäpfel geschält und zerteilt und dazugegeben habe. Nachsalzen, gut vermengen, ziehen lassen, essen.

Als Nachtisch diente mir ein Rest vom gemischten Kompott, köstlich, und wieder ist ein Glas leer.

9.1.19 12:41, kommentieren

7. Jänner: Quinoa-Pfanne mit Huhn

Es ist schon ein Zeichen von Chuzpe, für die heutige brachiale Resteverwertung einen klingenden Namen zu erfinden.

Die Wahrheit ist: ich zelebriere heute einen faulen Tag. Grad, dass ich eine Hühnersuppe angesetzt habe aus zwei Hühnerrücken und einer Portion Suppengrün, alles aus dem Tiefkühler, sowie ein paar Gewürzen.

Nach zwei Stunden hab ich die Hendlstücke rausgenommen und das Fleisch runtergefutzelt. Einen Teil davon hab ich zu dem Teil der Suppe gegeben, der uns heute Abend schmecken wird. Den Rest hab ich heute mittags gegessen. Morgen gibts noch einmal Suppe, vermutlich mit Fritatten (wenn ich mir morgen endlich die Palatschinken backen werde), den Rest friere ich ein.

Heute hab ich im beschichteten Reinderl drei oder vier Esslöffel Olivenöl erhitzt und ein Zwiebelhapperl reingeschnitten und angebraten. Die Hitze blieb groß, und es kam eine Handvoll Karottenscheiben, tiefgekühlt, sowie die neulich gekochten Käferbohnen (das war ebenfalls etwa eine Handvoll) dazu. Das hat weitergebraten, und gesalzen und mit reichlich Curry hab ich auch gewürzt.

Jetzt kam das Hendlfleisch dazu, hat mitgebrutzelt, und nach einigen weiteren Minuten hab ich den Herd abgedreht und den restlichen Quinoa von gestern untergemischt. Dann hab ich die Mischung Quinoa-Pfanne mit Huhn getauft, ein paar Minuten durchziehen lassen und hernach aufgegessen. Restlos.

Die Nachspeise bildete eine Handvoll Granatapfelkerne (die letzten) und ein paar Weihnachtskekse (noch lange nicht die letzten).

1 Kommentar 7.1.19 13:36, kommentieren

Die Heiligen Drei Könige ...

... haben uns tatsächlich heute angesungen, aber nicht mit uns gegessen. War auch besser so, der Haussegen hängt nämlich immer noch schief, also fanden die Palatschinken wieder nicht statt. So ist das Leben.

Stattdessen habe ich Quinoa mit Mangoldgemüse und gebratenen Melanzani auf den Tisch gestellt.

Die gebratenen Melanzani nach wie vor aus dem Glas, aber jetzt ist nur noch eine Portion da, dann ist das Glas leer. (Und ich öffne das nächste. Der Kühlschrank ist noch halbvoll mit Gläsern dieser Art. )

Einen Rest vom Quinoa hab ich vorschriftsmäßig weich gedünstet. Ist auch eine Portion übrig geblieben, der wird mir demnächst schmecken.

Die Gemüselade des Tiefkühlers ist immer noch randvoll, auch wenn ich heute ein Packerl "Mangold, blanchiert, geschnitten" rausgenommen habe und zwei Handvoll rohe Kohlrabiwürfel (für die abendliche Suppe).

Den Mangold hab ich mit wenig Wasser aufgetaut und zum Kochen gebracht, dann mit Kräutersalz vorsichtig gewürzt, hab einen Schuss Obers zugegeben und hab das ganze geköchelt, bis die Flüssigkeit reduziert war. Dann hab ich mit wenig Mehl gestaubt, umgerührt und den Mangold nochmals fünf Minuten mehr ziehen als köcheln lassen.

Bei Tisch hat sich das Kind einen Rest geriebenen Parmesan über den Mangold geschüttet und ihn daraufhin gar nicht so schlecht gefunden. (Also mir wären die Palatschinken lieber gewesen. )

Als Nachtisch habe ich jedem einen halben Becher griechisches Joghurt mit drei Esslöffeln gemischtem Kompott serviert.

Zu dem, was nach dem Mittagessen noch im Mangoldreinderl war - eh nimmer viel - hab ich nachmittags dann die Kohlrabiwürfel sowie einen gewürfelten mehligen Erdapfel gegeben, hab das restliche Kräutersalz aus dem zweiten Becher reingeleert, mit Wasser aufgegossen, bis alles knapp bedeckt war, und köchle jetzt gerade eine Suppe aus alledem.

Wenn das Gemüse weich ist, kommt der Pürierstab zum Zug und wird uns ein fesches Kohlrabicremesupperl bescheren.

6.1.19 16:45, kommentieren

5. Jänner: Kichererbsen-Gemüse-Curry mit Basmatireis

Weil der Haussegen schief hängt, habe ich heute die vorgesehenen Palatschinken nicht gemacht, sondern ein Kichererbsen-Gemüse-Curry aufgesetzt und eineinhalb Portionen Basmatireis dazu gedämpft.

Fürs Curry hab ich zuerst die Gewürze trocken angeröstet (Curry, Rosmarin, Lorbeerblatt, Knoblauchzehe, Hing, Ingwer), dann mit einem kleinen Rest Öl gelöscht (wenn das kein Widerspruch in sich ist), ein kleines Zwiebelhapperl hineingeschnitten und nach einer Minute je eine Handvoll Karotten, Kohlrabi, Erbsen und Karfiol zugegeben und alles einige Minuten geröstet, bevor ich mit (zuviel) Kräutersalz gewürzt und mit einem Brieferl Sojasauce und einem Rest Ketchup (Flasche mit wenig Wasser ausgespült) aufgegossen habe.

Dann kamen noch ein paar Rosinen hinein und die weich gekochten Kichern von gestern, Deckel drauf, schmurgeln lassen. Nach einer Viertelstunde hab ich einen Schuss Obers zugegossen, umgerührt und das Curry nochmals ein paar Minuten durchziehen lassen.

Zum Glück war der Reis wenig gesalzen, so dass sich gemeinsam eine gute, aber nicht zu heftige Salzlage ergeben hat.

Nicht so glimpflich ist die Sache bei der Suppe ausgegangen, die ich für den Abend vorbereitet habe. Ich habe aus dem Tiefkühler einen knappen Viertelliter "Hechtsuppe ohne Einlage" genommen. In einem Viertelliter Wasser wollte ich eine Portion Buchstaben einkochen. Das habe ich auch getan, allerdings das Wasser viel zu stark gesalzen. Da half es nix, dass ich in diese Buchstaben-Flüssigkeit die Hechtsuppe reingetan habe und noch mit einem Achterl Wasser verlängert, die Suppe ist und bleibt versalzen. Ich hoffe wir werden sie trotzdem essen (können).

 

1 Kommentar 5.1.19 14:28, kommentieren

4. Jänner: Zunge mit Erbsenpüree

Wer Zunge mit Erbsenpüree liest, hat vermutlich eine bestimmte Vorstellung dieses Gerichts. Unser heutiges Mittagessen hatte damit nichts zu tun.

Ich habe nämlich heute den Vormittag damit zugebracht, acht Granatäpfel zu entkernen. Zwei Schüsseln voll Kerne waren es. Eine Portion hab ich mir für die kommenden Frühstücke aufgehoben, den Rest hab ich am Nachmittag gemeinsam mit Äpfeln entsaftet.

Das Kochen musste also heute schnell gehen, was mir schon in der Früh klar war, weshalb ich ein Schüsserl aus dem Tiefkühler genommen habe: "Zungenscheiben in Suppe". Allerdings handelte es sich um eine halbe Schweinszunge, die da in einem Viertelliter klarer Suppe eingefroren war. Das gerechte Aufteilen dieser Portion führte dazu, dass der heutige Fleischanteil am Mittagessen zur Dekoration verkam.

Machte aber nichts, zumindest mir nicht, denn ich liebe Erbsenpüree, das Kind nicht, aß es aber relativ brav, weil es einfach hungrig war. Obwohl auch das Püree nicht so aussah, wie Erbsenpüree normalerweise aussieht. - Kein Wunder, ich habs ja auch anders hergestellt.

Zuerst habe ich die letzten vorrätigen mehligen Erdäpfel sowie zwei speckige gedämpft. Dann hab ich zwei Handvoll Tiefkühl-Erbsen in einem halben Liter Milch aufgetaut. Als die Granatapfelkerne vor mir lagen und nachdem ich vergeblich versucht hatte, die Schweinerei zu beseitigen (die ganze Gegend ist rot gepunktet, inklusive mir), ging dann alles schnell: auf der einen Flamme die Zunge samt Suppe aufgewärmt. Die Erdäpfel geschält und gewürfelt und in die Erbsenmilch gegeben, mit reichlich Kräutersalz gewürzt (damit das Glas endlich leer wird, wir haben noch einen Riesenbecher in Reserve) und auf der anderen Flamme zum Kochen gebracht. Derweil zuerst die Erbsen und Erdäpfel gestampft (soweit die allgemeine Anleitung) und dann den Pürierstab reingehalten (was wirklich nicht empfohlen werden kann: der Pürierstab verklebt und das Püree wird zum Kleister).

Bei Tisch hab ich mir noch zusätzlich Gewürzmischung drübergestreut und das Kind Kräutersalz.

In den Rest vom Püree hab ich die Suppe hineingegossen und, weils eh schon wurscht war, nochmals den Pürierstab reingehalten. Das nenne ich Erbsencremesuppe und serviere ich uns am Abend, bevor ich mich übers selbst gemachte Beinahe-Hummus hermache und das Kind Salami knabbert.

Fürs Hummus koche ich gerade eine Portion eingeweichter Kichern. Zwölf Käferbohnen, die noch in der Kuchlkastllade herumkugelten, hab ich auch gleich dazugeworfen. Entweder ich fische die nach dem Kochen raus und tu sie demnächst in ein Essen oder ich püriere alles zusammen.

Dazu kommt jedenfalls ein Teil des Kochwassers, Kräutersalz (dann ist es weg!), Zitronensaft, eine Knoblauchzehe, etwas Kreuzkümmel und Olivenöl. Aufs Tahin verzichte ich großzügig.

2 Kommentare 4.1.19 16:10, kommentieren

3. Jänner: Fenchelrisotto mit Schinken

Weil eh schon alle alles haben, hab ich uns allen zu Weihnachten einen Bio-Schinken ohne Knochen vom Thum geleistet, der vor einigen Monaten an den Stadtrand übersiedelt ist (der Fleischer, nicht der Schinken), was aber niemanden daran hindern sollte, dorthin zu pilgern und Köstlichkeiten zu erstehen. Das nur als Vorbemerkung.

Von meinem Anteil am Schinken hab ich einen Gutteil eingefroren, und zwar in drei Millimeter dicken Scheiben, jeweils zwischen fünf und zehn Deka. Eines dieser Packerl hab ich gestern gleich wieder dem Tiefkühler entrissen und angetaut.

Im beschichteten Reinderl hab ich eine Portion Rundkornreis angeröstet und mit Safransalz, einem Neujahrsgeschenk, gewürzt. Nach ein paar Minuten hab ich mit kochend heißem Wasser aufgegossen und eine Handvoll geschnittenen Fenchel, auch aus dem Tiefkühler, zugegeben. Das hat dann ungefähr eine halbe Stunde bei geringer Hitze vor sich hin gedünstet, zwischendurch hab ich einmal Wasser nachgegossen.

Kurz bevor der Reis soweit war, hab ich den Schinken auf den Reis gelegt, das ganze noch einmal aufgekocht und dann abgedreht, und der Risotto hatte noch zehn Minuten Zeit zu ziehen. In der Zwischenzeit raspelte das Kind ein Stück vom neuen Bio-Parmesan.

Mehr brauchte dieser Fenchelrisotto mit Schinken gar nicht. Wir haben ihn restlos aufgegessen.

4.1.19 15:46, kommentieren