Der Sparküche-Blog.

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22. März: Fusilli mit Sardellen, getrockneten Paradeisern und Blattsalat

Schnelle einfache Küche heute hierorts. Teigwaren in kochendes Salzwasser schmeißen, schnell noch drei getrocknete Kirschparadeiser klein schneiden und dazu schmeißen, köcheln lassen.

Derweil erstens Blattsalat ernten, waschen und zerzupfen und zweitens einen Esslöffel voll Sardellenfilets mit der Gabel grob zerzupfen und in die Schüssel tun. Die weichen Teigwaren drübergeben, alles gut vermischen und mit Fleur de Sel bestreuen.

Als Fusilli mit Sardellen, getrockneten Paradeisern und Blattsalat zu Tisch bringen.

 

Aus dem Kochwasser mache ich für den Abend eine Broccolicremesuppe mit einer Knoblauchzehe und ein bis zwei mehligen Erdäpfeln. Durch die Paradeiser wird sie vielleicht einen geringfügig anderen Geschmack haben. Verfeinert wird sie heute mit Obers.

Obwohl, das Kind hat über die gestrige säuerliche Lauchcremesuppe mit dem Frischkäse gar nicht gemotschgert. Aber den Bärlauch hab ich auch weggelassen, man muss nicht übertreiben.

22.3.19 11:02, kommentieren

21. März: Gebratener Leberkäse mit gedünsteten Sprossen und Erdäpfeln

Heute kümmere ich mich weiter um das Gemüsesackerl, das ich gestern heimgebracht habe. Die letzten abgezupften Broccoliroserl und -blätter werden mit einem Erdapfel, einer ausgejäteten Knoblauch-Jungpflanze zu einer Broccolicremesuppe verkocht.

Fürs Mittagessen werde ich eine Packung Bio-Leberkäse öffnen und in kleine Happen schneiden. Die werde ich dann in wenig Öl rundum anbraten und aus dem beschichteten Reinderl wieder rausheben. Dann kommen die gewaschenen und auf Länge gebrachten Sprossen (Chinakohl und irgendeine wilde Senf-Art, die als Unkraut im Beet aufgegangen ist) ins Reinderl, werden ebenfalls rundum angebraten und dann mit sehr wenig Wasser und geschlossenem Deckel ein paar Minuten gedünstet. Gesalzen werden sie natürlich auch.

Währenddessen dämpfen auf der zweiten Herdplatte ein paar kleine mehlige Erdäpfel. Ob ich die geschälterweise einfach so auf den Teller bringe, mir einen Rest vom geschnittenen Bärlauch drüberstreue und dem Kind einen Rest von der Bärlauchbutter andiene oder ob ich die Erdäpfel mit etwas Obers und dem Rest Bärlauchbutter zu einem Püree für uns beide verarbeite, muss ich mir noch überlegen.

Wenn die Sprossen gar sind, kommt jedenfalls der Leberkäse zurück ins Reinderl und wird nochmals erhitzt. Und so essen wir gebratenen Leberkäse mit gedünsteten Sprossen und Erdäpfeln.

Als Nachspeise gibts vermutlich die beiden restlichen Portionen vom Schokopudding. (So gesehen wäre für mich kalorienmäßig die Variante ohne Obers und Butter die bessere. )

Knoblauch-Jungpflanzen gibts bei uns im Garten zu Hunderten. Die Brutzwieberl fallen von den reifen Pflanzen im Sommer runter und wachsen im kommenden Frühjahr alle an. Voriges Jahr ist so eine Brutzwiebel-Knolle unentdeckt in einen Topf auf der Terrasse geknickt, heuer hab ich einen Haufen Knoblauch-Triebe im Topf. Die werden im Laufe der kommenden Wochen alle ausgezupft und frisch zum Würzen verwendet.

Für die faule Gärtnerin gibt es einige Kulturen, die völlig problemlos für sich selbst sorgen. Unser Knoblauch ist so eine. Topinambur im großen Topf oder Mörteltrog ist eine zweite. Eine Salatpflanze blühen und aussamen zu lassen geht auch meist gut - man muss halt die Pflanzen dann im halben Garten suchen. Beim Vogerlsalat ist das noch unkomplizierter: die erntet man dann halt dort, wo sie gerade wachsen.

20.3.19 12:53, kommentieren

20. März: Safran-Karotten mit Erdäpfeln, nicht ohne Blattsalat

Es muss ja nicht jede Kocherei zum Erfolg werden. Die heutigen Safran-Karotten konnten zum Beispiel gar nix. Vermutlich waren sie zu wenig gesalzen.

Also. Vor einiger Zeit hab ich ein Safran-Salz geschenkt bekommen. Das wollte ich heute ausprobieren und habe zu der Handvoll geraspelter Karotten aus dem Tiefkühler etwas davon reingestreut, bevor ich die Karotten mit wenig Wasser gedünstet habe. Wenig Salz bedeutet natürlich wenig Safran. Daher war das Aroma eher auf die Nase beschränkt. 

Die fertigen Karotten hab ich noch mit einem Gmachtl aus Wasser und wenig Speisestärke gebunden. Dann habe ich, schon bei ausgeschalteter Herdplatte, 16 Deka gekochte geschälte Erdäpfel zerteilt und drauf gelegt, zum Erwärmen. Derweil hab ich mir aus dem Garten wieder ein Schüsserl mit Blattsalaten zusammengestellt. Ich musste nämlich heute Kalorien sparen, weil ich als Nachspeise unbedingt Schokopudding essen wollte. Und der hatte gleich 350 Kalorien.

Der Pudding hat mich dann aber für die eher geschmacklosen Safran-Karotten mit Erdäpfeln und Blattsalat (die ich bei Tisch noch mit Fleur de Sel und ungarischem Teufelszeugs aufgebessert habe) voll und ganz entschädigt. Der Pudding war noch leicht flüssig und hatte einen Hauch Orangengeschmack, weil ich ein bisserl von der geriebenen Orangenschale reingebröselt hatte. Das muss ich mir merken.

Außerdem war ich am Vormittag wieder "ernten". Ich hab mir nämlich eingebildet, dass heute die Erbsen gesät werden müssen, also musste ich Platz schaffen und hab wieder einen ausgewachsenen Chinakohl entsorgt (der letzte darf bleiben und hoffentlich aussamen) . Außerdem musste eine Broccolipflanze dran glauben (die eh fast nix mehr getragen hat), und drei Verreckerl von Lauchpflanzen, die mengenmäßig mit fünf Schnittlauchhalmen konkurrieren konnten.

Aus dem Lauch köchle ich mit einem mehligen Erdapfel gleich im Karottenreinderl gerade zwei Portionen Lauchcremesuppe, mit Salz und einem Hauch Hing gegen eventuelle Blähungen.

Wenn das Gemüse gar ist, wird es püriert. Als Milchprodukt rühre ich diesmal einen Rest vom Kräuterfrischkäse unter, der mir langsam im Kühlschrank auf die Nerven geht. Außerdem kommt ein Esslöffel voll geschnittenem Bärlauch dazu. Da bin ich ja einmal gespannt, wie das wieder schmecken wird ...

1 Kommentar 20.3.19 12:42, kommentieren

19. März: Fusilli mit gebratenen Zucchini - und Salat, no na

Weil ich eh vorhabe, am Donnerstag den vorrätigen Leberkäse zu einem Mittagessen umzugestalten, lege ich heute noch einmal einen vegetarischen Tag ein. Fusilli mit gebratenen Zucchini (aus dem Glas) und Salat sind es geworden.

Dafür hab ich in der Früh schon die restlichen Chinakohlblätter und Radieschen fein geschnitten und in Wiener Marinade ertränkt. Mittags hab ich nur noch fünf Deka Teigwaren kochen müssen und einen gehäuften Esslöffel von den gebratenen Zucchini druntermischen. Die hab ich natürlich letztes Jahr selber mit Koblauch und Salz in Olivenöl gebraten und dann abgefüllt. Oder vorletztes Jahr.

Wenn ich mir beim Kalorienzählen nicht in die Tasche (eher in die Fettpolster) gelogen habe, waren das nicht mehr als 350 Kalorien. Was bedeutet, dass ich fürs Abendessen noch 350 Kalorien offen habe. Das sind doch schöne Aussichten.

19.3.19 12:38, kommentieren

18. März: Schafkäse-Burek mit Mangold und Salat

Kaum habe ich über meine Vorräte und Reste halbwegs die Oberhand, schon - zack! - kommt meine Nachbarin und bringt uns aus dem Konzept mit vier Portionen Burek, mit Schafkäse gefüllt. Und einem Haufen frittierter süßer Bällchen mit Zucker und Nutella. Köstlich, alles miteinander. Also: nacheinander. Und wir sind schon wieder zwei Tage versorgt.

Gestern Abend haben wir die Hälfte des Burek verdrückt. Für  heute mittags hab ich mir das dritte Viertel hergerichtet, allerdings nicht aufgewärmt. Dazu habe ich die Mini-Portion frischen Mangolds, den ich dem mütterlichen Gemüsebeet gestern entrissen habe, auf die gleiche Tour wie letztens die Chinakohl-Sprösslinge zubereitet und dazu gegessen. Außerdem gabs - natürlich - ein Schüsserl Blattsalat mit zwei scheiblierten Radieschen.

Die Komposition lautet also auf Schafkäse-Burek mit gedünstetem Mangold und Blattsalat.

Einen Schokopudding (mit Speisestärke und Trinkkakaopulver) hab ich heute auch fabriziert. Vier Portionen. Ich habe aber - noch? - keinen gegessen, außer dass ich das zuständige Reinderl ausgekratzt habe.

Außerdem merke ich gerade, dass ich schon fünf Tage kein Fleisch gegessen habe. Da werde ich mir morgen was Kleines leisten. Ich freu mich schon.

 

18.3.19 12:18, kommentieren

17. März: Blattsalatteller mit Käse und Gebäck

Angesichts der heute zu erwartenden Popcorn-Mengen habe ich das Spätfrühstück eher schlank gehalten. Leider habe ich das Popcorn überschätzt und den folgenden Spaziergang unterschätzt, und jetzt musste ich das Kind zum Spielen schicken, damit es seinen Hunger bis zum Abendessen überbrückt. (Hoffentlich ohne draußen von wohlmeinenden NachbarInnen etwas zu schnorren.)

Aus dem hauseigenen Angebot habe ich Bittersalat, Vogerlsalat, Rote-Rüben-Blätter, Löwenzahn und Pimpinelle geschöpft, vom Chinakohl waren noch ein paar Blätter da, und zwei Radieschen habe ich gestern auch geschnorrt. Oben drauf kam Balsamico, ein Rest Gouda, in kleinen Stücken, und ein Eck vom Bärlauchbrie. Dazu gabs Joseph Brot und Weckerl, und ich erklärte das ganze zu Blattsalatteller mit Käse und Gebäck.

Fürs Abendessen mache ich jedenfalls eine kräftige Topinamburcremesuppe. Die Knoblauchzehe war zu groß, das Aroma wird also interessant werden. Verfeinern werde ich die pürierte Suppe mit einem Rest vom sauer gewordenen Obers, das einer Creme fraiche sehr ähnelt.

Ich freu mich auch schon. Ich hatte nämlich überhaupt keine Popcorn.

17.3.19 17:15, kommentieren

16. März: gedünstete Chinakohl-Sprösslinge mit Obers-Erdäpfeln

Gestern gabs tatsächlich Obers-Erdäpfel zum Rotkraut. Sehr simpel: Erdäpfel schälen und in dünne Scheiben schneiden, in ein Reinderl tun und salzen. Mit Wasser knapp bedecken. Aufkochen, köcheln lassen. Wenn sie knapp davor sind, bissfest zu werden, Deckel abnehmen, mit Obers begießen, gut verrühren und offen ein paar Minuten weiterköcheln lassen. Bei Bedarf würzen.

Natürlich hab ich viel zuviel gekocht. Also hab ich nachher getrickst: eine kleine Portion samt Sauce hab ich für den nächsten Tag in ein Reinderl getan und gekühlt. Den Rest hab ich abends auf den Herd gestellt und zum Kochen gebracht, eine Handvoll geschnittenen Bärlauch dazugetan, Wasser und Salz zugegeben und das ganze zwei Minuten köcheln lassen.

Dann wie üblich mit dem Pürierstab traktiert, und schon hatten wir eine fesche Bärlauchcremesuppe.

Die Erdäpfel hab ich heute mit ganz wenig zusätzlichem Wasser aufgekocht und ziehen lassen. Derweil hab ich die Triebe vom ausgewachsenen Chinakohl von der Pflanze geschnitten, auf Länge gebracht und gewaschen. Derweil wurde auf der Herdplatte das beschichtete Reinderl heiß. Einen Esslöffel Olivenöl rein, die Sprösslinge dazu, salzen, gut durchmischen und rundum anbraten lassen. Nach vielleicht fünf Minuten zwei Schluck Wasser dazu, Deckel drauf, Herd abdrehen und die Dinger ein paar Minuten ziehen lassen.

Alles auf den Teller tun und gedünstete Chinakohl-Sprösslinge mit Obers-Erdäpfeln genießen.

Ist natürlich schwierig nachzukochen ohne das Grünzeugs. Wer aber wie wir auf dem spätwinterlichen Gemüsebeet Chinakohl-Pflanzen stehen hat, die langsam ins Blühen anfangen, der oder die sollte sich überlegen, nicht alles auszureißen und zu entsorgen, sondern wirklich die jungen Triebe zu verkochen. Erhitzt schmecken sie nicht nach Senf und scharf, sondern mild und süßlich.

Ich muss das bei Gelegenheit auch mit normalen Kopfsalat-Pflanzen ausprobieren. Aber die wachsen noch nicht aus, im Gegenteil, die werden jetzt alle zizerlweise erntefähig.

16.3.19 12:09, kommentieren

14. und 15. März: Rotkraut mit Erdäpfeln

Die Suppe schmeckt sooo gut, jammerte das Kind, sich der Tatsache bewusst seiend, dass es gerade die unwiderruflich letzte Portion davon in sich hineinlöffelte. Es konnte ja nicht wissen, dass es sich um das vortägige Experiment mit den Fleischbällchen handelte. Welches ich offensichtlich gerne wiederholen darf.

Vorerst aber hatten wir gestern tatsächlich Fleischlaberl und Reislaibchen in einem See aus Paradeissauce. Alles verschwand restlos. 

Heute herrscht eine Diskrepanz zwischen dem, worauf ich Gusto habe und dem, was weg muss. Seit Tagen schau ich mir das Glas mit Grossauers Saiblingspesto an und würde einen großzügigen Löffel davon gern auf eine halbe Portion Teigwaren tun. 

Leider muss das Rotkraut aus dem Tiefkühler, und so hab ich mich seufzend für Rotkraut mit Erdäpfeln entschieden. Ersteres hab ich essfertig eingefroren, das muss mittags nur erhitzt werden. Wie genau sich die Erdäpfel gestalten werden, kann ich noch nicht sagen. In einer Obers-Sauce? Als Erdäpfelschmarrn, mit Zwiebel? 

Da werde ich mich erst beim Kochen entscheiden.

Abends gibts jedenfalls Bärlauchcremesuppe, da hab ich das Kind schon vorbereitet. Aber wenn von heute mittags Erdäpfel übrig bleiben, könnte ich auch eine Suppe panschen aus eben jenen und einer Portion aus dem Glas "Gebratene Zucchini in Olivenöl mit Knoblauch".

Das überleg ich mir noch.

1 Kommentar 15.3.19 07:56, kommentieren

13. März: Reislaibchen mit Fleischlaibchen und Blattsalat

Manchmal bin ich zu optimistisch. Als ich heute früh ein Packerl mit gemischtem Faschierten aus dem Tiefkühler nahm, war ich fest davon überzeugt, dass das Fleisch bis mittags aufgetaut sein würde. Und mittags stampfte ich selbiges, noch halbgefroren, dann mit dem Kochlöffel, damit ich für meine Fleischbällchen in Paradeissauce eine ordentliche Masse zusammenkriegte.

Es wurde aber ganz ein anderes Essen, nämlich Fleischlaibchen mit Reislaibchen und Blattsalat. Fleischbällchen hab ich im Anschluss auch noch fabriziert, weil viel zuviel von der Masse da war. Aber die werde ich gekochterweise einfrieren, für meinen nächsten akuten Fleisch-Hunger.

Begonnen hab ich damit, den Blattsalat zu pflücken (weil es ziemlich nach Regen aussah). Am Vormittag hab ich die Fleischmasse gefertigt, indem ich zum Faschierten ein Ei und ein paar Gewürze gegeben habe: Salz, Pfeffer, Rosmarin und Heckenzwiebelschlotten. Dann hab ich den Plattengrill aufgeheizt und insgesamt neun Mini-Laberln dort gebraten, in zwei Portionen. Bei der ersten Charge hab ich auch ein Reislaibchen von gestern mit auf den Grill gelegt.

In der Zwischenzeit hat auf dem Herd ein kleines Reinderl mit Wasser und einer kleinen Portion Suppengrün sowie Rosmarin, Salz und einer Knoblauchzehe insgesamt eine Stunde lang gekocht. Dann hab ich das Grünzeugs rausgenommen und die restliche Fleischmasse in kleine Knöderl gewuzelt und in dieser Suppe gekocht, herausgenommen und auskühlen lassen. 

Die Karotten sind wieder in die Suppe gekommen (den Rest kriegen die Hendln) und auch die Bratrückstände vom Grill hab ich zur Suppe getan, so gut das eben möglich war.

Die restlichen sechs Mini-Laibchen hab ich zu den restlichen drei Reislaibchen in den Kühlschrank getan. Da werde ich uns morgen eine ordentliche Portion Paradeissauce dazu machen und die Dinger drin aufwärmen, und schon ist wieder gekocht.

13.3.19 12:39, kommentieren

12. März: kleine Planänderung

Gestern war zu wenig Zeit zum Kochen. Daher hab ich gach die Chinakohl-Sprösslinge klein geschnitten und in wenig Butter angebraten, gesalzen und eine kleine Portion Reis gleich dazu in die Pfanne gegeben, zwei Schluck Wasser dazu und gewartet, bis der Reis heiß ist, und das ganze hab ich dann als gebratene Chinakohl-Sprösslinge mit Reis gegessen. Und gut wars.

Die Laibchen hab ich heute gebacken, nur mit Erbsen und Karotten als Gemüsebeitrag. Dafür ist die Schüssel mit dem Blattsalat heute etwas größer. Der Vogerlsalat wächst und wächst, und demnächst wird er blühen, und da muss ich ihn vorher ernten. Vielleicht, wenn ich wirklich gut drauf bin, mache ich aus dem Überschuss ein Pesto, vielleicht mit einem Rest Pistazien oder Pinienkernen. Und Olivenöl. Und geriebenem Parmesan, der müsste eh auch schön langsam weg ...

Aber ich träume vor mich hin. In Wirklichkeit waren es heute nur die Laibchen. Die Masse war so "flüssig", dass ich sie in kleinen Häufchen auf dem Blech verteilt habe und mit dem Löffel halbwegs gleichmäßig geformt habe. Nach einer Viertelstunde bei 180 Grad Ober- und Unterhitze hab ich sie gewendet, den Ofen ausgeschaltet und noch zehn Minuten im Rohr belassen. Die Hoffnung war, dass sie so weniger austrocknen.

Also gibt es heute Reis-Gemüse-Laibchen mit Blattsalat.

12.3.19 07:45, kommentieren

10. und 11. März: Gemüse-Reis-Laibchen mit Blattsalat

Am Sonntag hatte ich die Ehre und das Vergnügen, einen Luxus-Brunch zu genießen. Es war wie immer köstlich, allerdings ist mein Magen derartige Mengen nimmer gewöhnt, so dass er hin und her drückte und ich am Abend nur eine halbe Suppe schaffte - und die hätte ich in Wirklichkeit auch nicht gebraucht.

Der Montag ist eine Gelegenheit zur Resteverwertung. Auf der Abschussliste stehen der Reis, der vom Samstag übrig geblieben ist, die Schösslinge vom Chinakohl, die ich dünsten will und allerlei Salatblätter, die gepflückt werden müssten.

Da bieten sich Gemüse-Reis-Laibchen mit Blattsalat geradezu an. Ich werde also die Chinakohl-Reste in wenig Butter oder Olivenöl bissfest braten - und vermutlich eine Handvoll geraspelter Karotten aus dem Tiefkühler sowie den letzten Esslöffel eines Erbsenpackerls dazugeben (keine Angst, es gibt noch ein weiteres Packerl Erbsen!) - und danach klein schneiden.

Das alles sowie ein großes Ei und ein Rest vom geriebenen Parmesan sowie Salz und vielleicht Gewürzmischung kommen dazu. Alles wird gut vermischt. Dann werden aus der Masse mit nassen Händen kleine flache Laibchen geformt und auf einem Blech mit Backpapier verteilt. Die Laibchen backen dann bei ca. 180 Grad Ober- und Unterhitze, bis sie goldgelb sind. Vielleicht wende ich die Dinger nach der Halbzeit.

In der Zwischenzeit pflücke ich mich draußen durchs Angebot.

Abends wird das Kind auch welche von den Laibchen essen. Die werde ich in der Pfanne, in der ich das Gemüse gebraten habe, erwärmen. Vom Salat kriegt das Kind nur die milden Vogerln und Rote-Rübe-Blätter. Die Bittersalate erspar ich ihm.

10.3.19 18:07, kommentieren

9. März: gebratene Kräuterseitlinge mit Reis und Blattsalat

Puh.

Heute bin ich froh, dass ich mit meiner Arbeit zu Ende bin. Nicht nur, aber auch mit der Küchenarbeit. Die gebratenen Kräuterseitlinge mit Reis und Blattsalat, die es mittags gab, waren da nur ein Nebenschauplatz. Außerdem habe ich einen kleinen Topfenkuchen samt einer Portion Soufflé sowie einen Schokokuchen mit Rhabarber gebacken. Und abends noch, schon für morgen, eine Karottencremesuppe.

Aber der Reihe nach. Ich hatte seit längerem 20 Deka Bio-Dinkel-Butterkekse im Kasten, die irgendwie keiner mochte. Die hab ich heute zerbröselt und mit 7 Deka geschmolzener Butter zu einem Kuchenboden vermengt. War zu wenig Butter, hab ich ein paar Esslöffel Milch zugegeben, hat dem ganzen nicht geschadet. Von der Fülle - ein Packerl Topfen, ein Dotter, zwei Klar Schnee, 10 Deka Zucker, 1 Deka Speisestärke sowie Abrieb und Saft einer halben Orange - war für den kleinen Kuchen viel zuviel da. Da hab ich noch gach ein kleines Förmchen mit Kokosfett ausgestrichen und mit Kristallzucker ausgebröselt und den Rest der Masse reingefüllt und mit dem Kuchen ins Rohr geschoben (175 Grad Ober- und Unterhitze). Nach einer halben Stunde war das Möchtegern-Soufflé gut aufgegangen, aber nachdem ich es aus dem Rohr genommen hatte, ist es fein zusammengefallen. Wir haben es aber trotzdem als Nachspeise gegessen (also vor allem das Kind, eigentlich), denn der Geschmack war super.

Fürs Mittagessen hab ich endlich die letzten bereits gebratenen Speckwürferl in die Handgeschmiedete getan und erhitzt, musste aber Olivenöl zufügen. Die Dinger wurden trotzdem ziemlich dunkel. Die Schwammerl hab ich längs in Scheiben geschnitten und in der Pfanne verteilt, dazu ein halbes Zwiebelhapperl in Halbringen. Nach ein paar Minuten hab ich alles gewendet und gesalzen und fertig gebraten.

Vorher hat auf der Herdplatte der Reis gedünstet; während ich die Pilze briet, hat er schon hinten am Herd vor sich hin gezogen. So ist sich alles ausgegangen. Bei Tisch haben wir uns noch Bärlauchbutter über die Schwammerl und den Reis getan. Die Mahlzeit war unerwartet köstlich. Das Kind hat vorher noch den Rest von der Knochensuppe verdrückt, mit einer Ladung Backerbsen.

Für den heutigen Salat hab ich das erste Mini-Happerl Bittersalat geschnitten und ein paar Vogerln gepflückt. Also, der ist schon herb, der Bittersalat. Die vielen Pflanzen sind ja wild aufgegangen, aber nachdem mehrere Sorten ausgesamt hatten, hab ich keine Ahnung, was genau das jetzt für eine Sorte oder für ein Bastard ist. Sehr gesund jedenfalls, mit der Menge an Bitterstoffen. Ich hab ihn fein geschnitten und in Balsamico-Marinade ertränkt, aber wirklich milder ist er dadurch auch nicht geworden.

Nach dem Essen hab ich das Kind gefragt, ob ihm die Kräuterseitlinge samt Reis und Salat geschmeckt hatten. Ganz erstaunt war es: ja eh, aber was du kochst, schmeckt immer gut!

Abends musste ein Scheiberl Bärlauchbutter weg. Das Kind und ich haben uns geeinigt, dass die nächste Suppe eine Karottencremesuppe werden darf. Also habe ich den Bratrückstand von mittags mit heißem Wasser gelöst und aufgekocht. Darin hab ich die Schalen eines mehligen Erdapfels gekocht, dann die Schalen für die Hendln gerichtet und in den Topf Wasser und Salz zugegeben und den gewürfelten Erdapfel und zwei Handvoll Karotten aus dem Tiefkühler. Das hab ich eine Viertelstunde geköchelt, sodann püriert und die Bärlauchbutter reingeschmissen. Morgen wird die Suppe vermutlich mit Milch verlängert werden. Wenn welche übrig ist. Sonst mit Obers.

9.3.19 18:35, kommentieren

Weltfrauentag: Spanferkel mit Stöckelkraut und Vogerlsalat

Endlich. Heute habe ich den Rest vom Spanferkel mit Stöckelkraut und Vogerlsalat vernichtet. Als Nachtisch gab es eine kleine Orange. Abends eine kleine Suppe aus Rindsknochen und danach Schinkenbrot mit Zwiebeln in Balsamico. Und am Abend, wegen eines akuten Heißhungeranfalls auf was Süßes, einen selbst gemachten Keks.

Das Wochenende wird hart werden. Für eine Freundin backe ich nämlich. Heute waren es Mürbe Schnitten, morgen möchte ich eine Partie Butterkekse gewinnbringend in eine Topfentorte verwandeln. Und es sollte sich noch ein Rhabarberkuchen ausgehen.

Allein schon dem Kind zuliebe muss ich von den Mürben Schnitten und vom Kuchen eine Kostprobe abzweigen. Die Topfentorte kann ich sehr gerne komplett an die Freundin abtreten. Die geht dem Kind nicht durch den Schlund.

Außerdem habe ich heute, nachdem ich gestern Abend die letzten Reste eine formidablen Leberaufstrichs wegen Schimmels wegschmeißen musste, dem Verderb ein Schnippchen geschlagen und die Kohlsprossenköpfe blanchiert und eingefroren. Nicht dass sie mir im Kühlschrank wieder hin werden.

8.3.19 19:49, kommentieren