Der Sparküche-Blog.

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noch immer 5. März

Ja genau. Leben ist das, was rund um dich passiert, während du damit beschäftigt bist, Pläne zu machen.

Der Kohlsprossenkopf war wegen Überlagerung vergilbt, den haben sogar die Hendln verschmäht. Gottseidank war im Gemüsefach auch noch der allerletzte kleine Krautkopf, den ich eh auch schon seit längerem im Visier hatte. Von dem hab ich die äußeren kaputten Blätter entfernt, und innen war er zwar nur mehr tennisballgroß, aber sehr zart. 

Und so wurde es Stöckelkraut mit Speck und Erdäpfeln. Einfach das Kraut samt Strunk vierteln, in die Pfanne geben, wo schon die Speckwürferl brutzeln ... ach so, die brutzeln gar nicht? Na, dann halt ein bisserl Öl in die Pfanne. Jedenfalls rundherum scharf anbraten, salzen und pfeffern - und ein Haucherl Hing, um Blähungen zu vereiteln -, mit ganz wenig Wasser aufgießen, zudecken und eine Viertelstunde schmurgeln lassen.

Die letzten Minuten wieder ohne Deckel garen, damit die Flüssigkeit verkocht.

Das Essen hat richtig gut geschmeckt, die Hälfte vom Kraut ist übrig geblieben. Da esse ich morgen den letzten Rest vom Spanferkel dazu.

Am Nachmittag haben wir im Gemüsebeet die finale Ernte der Kohlsprossen erledigt: die Pflanzen entfernt und die Sprossen und die Köpfe eingesackt. Auch eine Handvoll Broccoli hab ich gefunden (wird morgen zur Suppe) und einen kleinen Chinakohl, der schon Knospen hat. Den werde ich auch in der Pfanne dünsten, denke ich.

Nur als Nebenbemerkung: das Stück Semmelknödel vom Sonntag und den übrig gebliebenen Erdapfel von heute werde ich klein schneiden und zu einer Frittata verarbeiten: wenig Zwiebel mit wenig Fett in der Pfanne glasig dünsten, Erdapfel und Knödel dazu, würzen und ein versprudeltes Ei drüberschlagen und stocken lassen. Das werden wir zum Nachtmahl essen, sonst werden wir unsere Vorräte überhaupt nicht los.

5.3.19 16:15, kommentieren

4. und 5. März: Kohlsprossenkopf mit Speck und Erdäpfeln

Nachdem ich gestern mit dem Reste-Essen vom Wochenende begonnen habe und mir zum Drittel Schnitzel eine Schüssel gemischten Blattsalat (Grüner, Vogerl, Rote Rübe und Radicchio - von allem halt nur jeweils ein paar Blatterln) mit Balsamico serviert habe, wollte ich heute eine Fleischpause einlegen.

Allerdings müssen die Speckwürfel weg, also werde ich zumindest eine Aromatisierung des Gemüses haben.

Eigentlich ist vorgesehen, von der Kohlsprossenpflanze nur die Sprossen am Stamm zu pflücken (was ich heute im Garten auch wieder tun muss, bevor sie zu blühen beginnen). Oft wird geraten, den Kopf der Pflanze abzuschneiden, damit alle Kraft in die kleinen Sprossen fließe. Ich hab die Pflanze aber nicht deswegen geköpft, sondern weil ich so ein Ding im letzten Jahr gekostet und für genauso schmackhaft erklärt habe. Wäre doch schade, es wegzuwerfen!

Die speckigen Erdäpfel sind schon gekocht und geschält. Mittags werde ich im beschichteten Reinderl die Speckwürferl langsam ausbraten und sodann den Kopf einer Kohlsprossenpflanze dazugeben, rundum anbraten, salzen und pfeffern, wenig Wasser dazugießen, den Deckel aufs Reinderl tun und alles bei mittlerer Hitze zehn Minuten dünsten lassen.

Dann kommt der Deckel wieder weg, die Flüssigkeit ist hoffentlich verkocht, und ich schneide die Erdäpfel in Scheiben dazu, erhitze sie unter öfterem Rühren und esse heute Kohlsprossenkopf mit Speck und Erdäpfeln.

Weil das insgesamt trotz der Speckwürferl eine Kalorien-Spar-Angelegenheit bleibt, kann ich mir wieder zwei Bissen vom Krapfen runterzupfen.

Das Kind hat nämlich am Wochenende mit der Oma Krapfen gebacken und einen Teil der Beute auch heimgebracht. Es wäre beleidigt, wenn ich gar nix davon essen würde. Und so komme ich mit einem Marmeladekrapfen drei Tage aus, ähem.

5.3.19 07:06, kommentieren

2. und 3. März: ähh

Der Freitagabend verlief tatsächlich entspannt. Suppe und Knödel wurden gut angenommen. Zwei Stück sind übrig geblieben, die lagern immer noch im Kühlschrank. Aber ich musste am Samstag Kalorien sparen - mittags nur den Rest der Suppe und abends leichtes Brot mit Leberaufstrich und Balsamicozwiebeln, alles in kleinsten Mengen - und das Kind buk Krapfen mit der Oma.

Und heute musste die Familie in die Au zum Schneeglöckerl-Pflücken, das Kind muss ein Herbarium abliefern. Der Wirt in der Au bot einen Braten-Sonntag an, und ich schmiss mich ins gerollte Spanferkel. 

Eure Schadenfreude ist aber verfrüht, denn ich hab zwar den ganzen Krautsalat mit Speck verputzt, aber sonst nur ein Drittel der Portion. Den Rest friere ich für zweimal Essen ein. Salat dazu gibts hier schließlich immer in irgendeiner Form.

Das Kind traf eine Fehlentscheidung, es wollte unbedingt ein Schnitzel essen und kriegte dann, was die Erwachsenen alle vorhersahen, lange Zähne auf das Schwarterl vom Spanferkel. Aber schließlich kam auch das Schnitzel gut weg, bis auf einen Rest (der selbstverständlich auch mit uns den Heimweg antrat). Schließlich musste noch Platz bleiben für zwei Schwarzwälder Palatschinken: bestrichen mit roter Marmelade, gefüllt mit Kompottkirschen, besprüht mit Schokosauce und garniert mit reichlich Schlagobers.  Da blieb nix übrig fürs Mitnehmen. (Außer der Schokorand rund ums Mäulchen. )

Heute Abend haben wir den Rest vom Mangoldgemüse, püriert und mit zwei Schluck Wasser verlängert, als Suppe gegessen. Der Curry hat sich leider geschmacklich durchgesetzt, was für mich in Ordnung war, aber dem Kind leider zuviel. - Aber die Mangoldcremesuppe ist grundsätzlich eine gute Idee, die werde ich wieder einmal machen. Anders gewürzt.

Morgen am Vormittag muss ich mir einmal eine Übersicht über den Kühlschrank-Inhalt verschaffen. Danach werde ich vermutlich einen fertigen Speiseplan für die kommende Woche zur Hand haben.

1 Kommentar 3.3.19 21:18, kommentieren

1. März: Kürbiscremesuppe und Marillenknödel ...

.. gibt es erst abends, aber die Vorbereitungen laufen, immer wieder zwischendurch, seit gestern. Mittags wärme ich mir den Rest vom Risotto (zwei Esslöffel) auf und mache eine Mini-Portion Gemüse dazu. Ob es Karotten werden oder doch Mangoldstiele, entscheide ich später noch. Wichtig ist die Zubereitung: Gemüse aus dem Tiefkühler ins Reinderl, salzen, würzen und mit 100 ml Milch umgießen (die Milch muss nämlich dringend weg) und erhitzen, zwischendurch rühren. Wenn die Sache kocht, einen Esslöffel Stärke in wenig Milch glattrühren und ins Gemüse rühren und damit die Sauce binden. Ich muss Kalorien sparen fürs Abendessen.

Die Kürbiscremesuppe hab ich ja gestern schon gemacht, die schmeckt auch köstlich. Heute Abend kommen die gebratenen Speckwürferl als Einlage rein. Und wenn ich das Gefühl habe, der Hunger ist groß  - es kommen Gäste, deren Appetit ich nicht einschätzen kann -  backe ich eine Portion Pizzabrot auf und jeder kriegt ein Stangerl zur Suppe.

Für die Knödel bereite ich den Teig schon nachmittags zu, wie immer aus einem Viertel Topfen, 12 Deka Mehl, 6 Deka Butter, einer Prise Salz, einem Ei und einer großen Handvoll Grieß. Der rastet in der Tupperschüssel im Kühlschrank bis am Abend und wird dann portionsweise um Marillen aus dem Tiefkühler gewickelt und in Salzwasser gar ziehen gelassen.

Die Semmelbrösel röste ich auch schon am Nachmittag in Butter und erwärme sie abends nur noch. 

Und so sollten Kürbiscremesuppe und Marillenknödel relativ entspannt vonstatten gehen.

1 Kommentar 1.3.19 07:56, kommentieren

28. Feber: Safranrisotto mit geräuchertem Saibling und Blattsalat

Das Kind isst heute mit, deshalb habe ich 10 Deka Rundkornreis abgewogen - mal sehen, ob das reicht für unseren Safranrisotto mit geräuchertem Saibling und Blattsalat. Sonst gibts Butterbrot nachher.

Jedenfalls hab ich im beschichteten Reinderl erst fünf Deka Speckwürferl in einem Deka Butter gebraten und dann rausgegeben. Die brauch ich für morgen. In den Bratrückstand hab ich ein kleines Zwiebelhapperl reingeschnitten und glasig gebraten. Nach ein paar Minuten kam der Reis dazu, Salz und eine Prise Safran. Das hat auch mitgebraten und wurde nach ein paar weiteren Minuten mit heißem Wasser aufgegossen.

Jetzt köchelts vor sich hin, eventuell wird noch ein bisserl Wasser zugegeben. Sonst wärs dann in zwanzig Minuten fertig. Für den Salat hab ich uns ein Salatherz aufgeteilt, einen Mini-Rest Chinakohl fein geschnitten und ein paar Vogerln gepflückt. Für mich kamen zusätzlich ein paar Mini-Blätter von den Roten Rüben und vom Radicchio dazu, ebenfalls fein geschnitten. Marinieren werden wir mit Balsamico, das Kind vermutlich zusätzlich mit Oliven- oder Kernöl.

Den Saibling lege ich beim Servieren einfach so auf den Risotto, für das Kind ist noch ein Esslöffel geriebener Parmesan da.

28.2.19 11:53, kommentieren

27. Feber: Grenadiermarsch mit Blattsalat

Weil mir der Salat, wenn er immer gleich ist, auf die Nerven geht, hab ich mir heute ein paar Rote-Rüben-Blätter dazu geschnitten. Aber sonst alles wie immer.

Einen Teelöffel Olivenöl im beschichteten Reinderl erhitzt, ein kleines geschnittenes Zwiebelhapperl angebraten. Den gekochten Erdapfel von gestern dazugeschnitten, mitgebraten. Wäre fast angebrannt, also ein bisserl Wasser dazu, gesalzen und mit Paprikapulver gewürzt, die Flüssigkeit verkochen lassen. Die Nudeln dazu, wäre wieder fast angebrannt, also nochmals wenig Wasser dazu. Vor dem neuerlichen Verkochen auf den Teller geleert und den Grenadiermarsch mit Blattsalat zu Tisch gebracht.

Dazu zwei Ergänzungen. Beim Kochen ist mir bewusst geworden, dass "Tante Jolesch" Alexander Waechter das beim Krautfleckerl-Kochen auch so gemacht hat. Er hat die brutzelnden Krautfleckerl mit Apfelsaft abgelöscht.

Außerdem war die Portion zu groß. Ich hab einige Minuten mit mir gekämpft, ob ich nun trotzdem alles aufessen soll. Hab mich aber dagegen entschieden und - bevor ich es mir doch noch anders überlege - den Rest gleich den Hendln überantwortet.

Heute beim Arbeiten im Garten hab ich mir die drei Radicchio-Pflanzen angeschaut, die den Winter überlebt haben. Ich denke, in den nächsten Tagen werde ich ein paar Blätter ernten können. Das wird meinen Salat wieder beleben.

Morgen gibts aber nur Vogerlsalat. Heute im Supermarkt war geräuchertes Saiblingsfilet um die Hälfte verbilligt, weil er nur mehr bis übermorgen hält. Da hab ich ihn genommen (sieben Deka für 1,70 Euro) und mir für morgen, inklusive Kind, einen Safranrisotto mit Räucherforelle und Vogerlsalat überlegt.

 

Übrigens hab ich gestern ja schon den Bratrückstand mit wenig Wasser gelöst und aufgehoben. Heute habe ich das wieder getan und dazugegeben. Aus diesem Sud habe ich heute, mit einem Stück Peterwurzel und zwei mehligen Erdäpfeln, ein fesches Supperl gekocht. Ha!, und mir ist der Schlagobers sauer geworden. Er schmeckt köstlich. Einen Teil davon hab ich gleich in die Suppe getan. Die hat eine säuerliche Note bekommen, die ihr absolut nicht geschadet hat. Sogar das Kind hat sie gelobt.

Die Peterwurzel hab ich gerettet. Fast einen Kilo Erdbeeren auch, aber da musste ich viel aussortieren. 300 ml vom schnellen Erdbeerzeugs sind sich trotzdem ausgegangen.

2 Kommentare 27.2.19 20:52, kommentieren

26. Feber: Fisolen-Erdäpfel-Gröstl mit Blattsalat

Wie vorhergesagt, habe ich heute das Gröstl gebraten. Aus einem Erdapfel und weniger als 10 Deka Fisolen.

Aber vorher, weil mir schon wieder so küchenfad war, hab ich für die heutige Topinamburcremesuppe eine Suppeneinlage gebastelt, die wir so noch nicht hatten: Erdäpfelstroh.

Ich hatte nämlich mit dem Zestenreißer Orangenschale von der heutigen Orange geschnitten. Da hab ich gleich einen der drei speckigen Erdäpfel genommen, die ich heute verwendet habe, und hab auch an dem herumgefuhrwerkt und eine Handvoll dünnster Erdapfelstreifen produziert. Im beschichteten Reinderl hab ich einen Esslöffel Olivenöl erhitzt, die Streiferl drin verteilt und bei großer Hitze angebraten, gewendet und fertig gebraten. Das hat ja nur drei Minuten gedauert.

Das verbliebene Öl hab ich gleich fürs Fisolen-Erdäpfel-Gröstl verwendet: erst ein kleines Happerl Zwiebel hineingeschnitten und glasig gedünstet, dann die blanchierten Fisolen aus dem Tiefkühler dazu und erhitzt, zum Schluss einen der drei Erdäpfel, mittlerweile gekocht, in Scheiben hineingeschnitten. Gesalzen und mit Chiliflocken gewürzt und gut angebraten. Der Blattsalat war der nämliche wie gestern.

Die Erdäpfel (einer davon gewürfelt) hab ich übrigens  im von gestern verbliebenen Teigwaren-Kochwasser gemeinsam mit drei geschnittenen Topinamburknollen gekocht. Den zweiten ganzen Erdapfel hab ich für morgen aufgehoben.

Den Rest hab ich abends nochmals erhitzt, leicht nachgesalzen, püriert und mit Obers zur Suppe verfeinert. Den Bratrückstand vom heutigen Gröstl hab ich übrigens mit etwas Wasser aufgekocht und gelöst. Das wird die Basis für die morgige Suppe werden.

3 Kommentare 26.2.19 20:59, kommentieren

25. Feber: Spirelli mit Karpfen und Blattsalat

Heute ist aber endgültig wieder Reduktionskost angesagt. In der Früh schon hab ich den Speiseplan für die kommenden drei Tage entwickelt und die Teigwaren abgewogen. Fünf Deka werde ich kochen. Die Hälfte davon werde ich heute als Spirelli mit Karpfen und Blattsalat essen. Morgen gibt es nach längerer Zeit wieder ein Erdäpfel-Fisolen-Gröstl, vermutlich ebenfalls mit Salat, und mittwochs dann die Reste von beidem, nämlich Teigwaren und Erdäpfeln, als Grenadiermarsch. Eh klar mit Salat.

Für heute hab ich einen kleinen Becher gekochte Karpfenreste aus dem Tiefkühler genommen (und einige Herrlichkeiten drin entdeckt, die ich schon ganz vergessen hatte). Zehn Deka davon werde ich fürs Mittagessen verwenden, den Rest streichen die Hendln ein.

Über die Zubereitung bin ich mir allerdings noch nicht im klaren. Soll ich die Karpfenstücke fettfrei auf dem Plattengrill erhitzen und unter die gekochten Spirelli einen Esslöffel "gebratene Zucchini in Olivenöl" mischen? Oder den Karpfen in wenig Öl in der Pfanne braten und die Teigwaren dann unterrühren? Oder überhaupt aufs Fett verzichten und dafür einen gehäuften Esslöffel Schafkäse über den Salat bröseln?

Da hab ich nämlich, glaub ich, im Kühlschrank noch eine offene Packung ...

 

Ein Nachtrag zum Samstag: das Kind hat seine Liebe zu den grünen Kugeln entdeckt, sich auch den ihren Namen gemerkt und mir ganz nebenbei fast die Hälfte meiner Ration weggefressen. Na schau, wieder eine Erweiterung im Repertoire.

25.2.19 07:14, kommentieren

24. Feber: Frühstück mit Ei und Sellerie-Apfel-Cremesuppe

Am Samstagabend hab ich ein bisserl über die Stränge geschlagen, weil es bei der Geburtstagsparty so gute Oliven gab, und auch einen sehr schmackhaften Linsenaufstrich. Deshalb wollte ich den Sonntag schlanker halten. Was mir nur teilweise gelungen ist.

Begonnen hats mit einem späten Frühstück, weil wir über mittags im Kino saßen. Das Akkordeonfestival hat wieder begonnen, das zwanzigste schon. Das Kind ist quasi damit aufgewachsen. Schon im sehr frühen Alter durfte es die Kinderveranstaltungen besuchen (die es seit zwei Jahren leider nimmer gibt). Auch die Stummfilmmatinee war jedes Jahr ein Fixtermin. Berühmte Komik-Stars aus der Schwarz-Weiß-Ära mit ihren besten Filmen und, eh klar, Live-Musik-Begleitung, bei der mindestens ein Akkordeon beteiligt ist. Das Kind kennt schon eine große Bandbreite von Kinohelden der Zwanzigerjahre. Gestern waren es die Three Must-Get-Theres, die wir bei Akkordeon und Klarinette belacht haben.

Ich schweife ab. Jedenfalls hab ich den Teil des blanchierten Mangolds, den ich nicht eingefroren hatte, mit einem (oder zwei) Esslöffel Olivenöl in die Handgeschmiedete getan und dort gesalzen, gepfeffert und ein paar Mal gewendet, so dass die ganzen Blätter heiß und ein wenig angebrutzelt waren. Dann hab ich für das Kind zwei Esslöffel Speckwürfel (gibts jetzt gottseidank auch in Bio-Qualität!) in die Pfanne gegeben, kurz geröstet und dann in die Pfannenhälfte fürs Kind geschoben. Dazwischen war gerade noch Platz, um zwei Eier reinzuschlagen und als Spiegeleier stocken zu lassen. (Ist schon eine feine Sache, wenn der Frühling kommt und die Hendln wieder zu legen beginnen. )

Dann hab ich jedem seine Hälfte aus der Pfanne auf einen Teller gekratzt und Weißbrot dazu gereicht. Nachher gab es noch den danebengelungenen, aber wenigstens essbaren Striezel mit Marmelade und, zur Feier des Tages, endlich wieder Schwarztee mit Obers.

Im Kino hab ich dann heldenhaft darauf verzichtet, die obligaten Popcorn auch nur zu kosten. Nachher hab ich dann den Großteil einer Orange verdrückt, und dann mussten wir unbedingt Eis essen gehen. Versprochen ist versprochen und wird nicht gebrochen, scheiß auf die winterlichen Temperaturen. Ich hab eine ziemlich große Kugel Erdbeereis verdrückt, aber sonst nix. Am Heimweg haben wir einigermaßen gefroren.

Abends habe ich dann noch mit der Suppe experimentiert. Das Kind war not amused, hat seinen Teller aber leer gegessen.

Ich habe nämlich einen kleinen Rest Sellerie mit zwei kleinen Erdäpfeln und einem halben Apfel, einer Kanadarenette, um genau zu sein, gekocht, gesalzen, püriert und mit Obers finalisiert. Ja. Ja. Die Sellerie-Apfel-Cremesuppe war halt säuerlich. Hat aber super aromatisch geschmeckt, ohne weitere Gewürze. Überhaupt mit dem Rest vom Brot dazu.

Aber das Kind musste dringend sein dramatisches Talent ausspielen.

25.2.19 07:01, kommentieren

noch immer 23. Feber: schnelles Erdbeerzeugs

Gerade eben habe ich beim Hendlfutter-Organisieren eine Packung mit einem halben Kilo Erdbeeren gerettet. Ihr kennt das: eine Erdbeere kaputt, und schon wird die Packung entsorgt, obwohl alle anderen noch gut sind.

Sie haben mir Leid getan, deshalb lagen sie dann zu Hause. Jetzt ist mir klar, dass Erdbeeren im Feber, wie rot auch immer sie sein mögen, geschmacklich kein Renner sind. Es fehlt ihnen der Zucker.

Mit dem habe ich ihnen ausgeholfen. Die schönsten drei Erdbeeren habe ich fürs morgige Frühstück aufgehoben (damit wir uns wieder einmal der Tatsache vergewissern, dass es sich absolut lohnt, auf die inländischen Freiland-Erdbeeren im Juni zu warten), den Rest hab ich klein geschnippelt in ein Reinderl getan, Zucker drübergestreut, unter Rühren aufgekocht und drei Minuten sprudelnd kochen lassen. (Damit war auch jede Bakterien-Diskussion vom Tisch.)

Mit etwa der Hälfte vom Ergebnis hab ich ein Schraubglas randvoll gefüllt und dieses dann fest verschlossen, damit ich es ein paar Wochen aufheben kann. Der Rest wartet auf morgen oder übermorgen: da werden wir uns dieses schnelle Erdbeerzeugs in griechischem Joghurt schmecken lassen.

1 Kommentar 23.2.19 16:39, kommentieren

22. und 23. Feber: Bratwürstel mit Gemüsereis und Kohlsprossen

Wann machst du wieder einmal die grünen Kugeln, da will ich eine kosten, sagte das Kind. Es dauerte eine Weile, bis ich begriffen hatte, dass Kohlsprossen gemeint sind. Weil sich vorgestern eine kleine Ernte ergeben hat (Mangold, Kohlsprossen, Chinakohl), habe ich einen Teil der Kohlsprossen fürs heutige Mittagessen eingeplant. Den Rest, ebenso wie den blanchierten Mangold, friere ich ein.

Die Kohlsprossen habe ich ebenfalls einige Minuten blanchiert. Sie sind teilweise recht klein, deshalb werde ich sie später in der Pfanne nur noch aufwärmen müssen. Dasselbe gilt für den Gemüsereis. Welchen ich heute bitte zum letzten Mal essen möchte. Den Rest kriegen die Hendln. Und gestern hab ich bei meinen Lieblingsbauern zwei Paar Bratwürstel erstanden, von denen ich heute ein Paar in der Pfanne brate. In derselben Pfanne natürlich, mit wenig Öl, geht sich platzmäßig alles aus.

Und so kommen wir heute zu Bratwürsteln mit Gemüsereis und Kohlsprossen.

Macht euch übrigens keine Illusionen. Eineinhalb Würstel kriegt das Kind. Für mich reicht ein Stück von ca. 4 Deka. Von den Kohlsprossen kann ich zehn Deka essen, was einer Handvoll entspricht. Und einen gehäuften Esslöffel (allerdings einen großen Esslöffel) vom Gemüsereis.

Manchmal, wenn ich vor meiner Portion sitze, bin ich schon eher gram. Aber wenn ich langsam esse, gehts dann eh mit dem Sättigungsgrad. Ich tröste mich mit dem Gedanken, dass ich wenigstens speiseplanmäßig alles esse und auf nichts verzichten muss. Die Menge muss ich halt jeweils anpassen. Aber morgen werde ich mir zum Beispiel vielleicht sogar eine Kugel Eis gönnen. (Dem mageren Nachtmahl, das darauf folgen muss, sehe ich allerdings nicht mit großer Freude entgegen. )

23.2.19 12:05, kommentieren

noch immer 21. Feber

Was ich eben gelesen habe, legt gerade mein Hirn lahm:

Die Produktion von Nutella verschlingt ein Viertel der globalen Haselnussproduktion.

Ein Viertel aller Haselnüsse, die auf der ganzen Welt geerntet werden, landen in Nutella Creme. Nutella besteht zu 87 Prozent aus Zucker und Fett. Haselnüsse sind also ein marginaler Bestandteil.

Wieviel Nutella ist um dieses Viertel der Haselnuss-Welternte drum rum? Wer isst das ganze Zeug? Unser Verbrauch (immerhin mit einem Kind) liegt bei vielleicht 30 Deka pro Jahr. Wenn überhaupt. Wieviel Nutella stopft der Durchschnittsmensch in sich hinein, damit sich das ausgeht?

Und was man aus den Haselnüssen alles Nettes machen könnte! Speisen, in denen man den Geschmack der Nüsse auch wirklich spürt, zum Beispiel. Wo er nicht mit Zucker ausradiert wird.

Ich weiß nicht, ob ich mehr schockiert oder belustigt sein soll.

2 Kommentare 21.2.19 20:58, kommentieren

21. Feber: Garnelenspieße mit Gemüsereis und Blattsalat

Gestern beim Einkaufen habe ich spontan unseren heutigen Speiseplan umgeworfen. Nämlich wollte ich seit längerer Zeit Garnelen essen (seit etwa einem halben Jahr - Zeug aus dem Meer essen wir nicht so oft, dazu ist das Meer zu weit von uns weg). Gestern hab ich im Fischregal, das ich gewohnheitsmäßig überflogen habe, eine Packung Garnelenspieße um die Hälfte verbilligt entdeckt, weil sie nahe am Ablaufdatum waren. Vier Spieße mit jeweils vier Garnelen um 2,50 Euro vor dem Wegwerfen gerettet, das ließ sich mit meinem Gewissen vereinbaren.

Dazu werde ich einen Gemüsereis machen, und natürlich den obligaten Blattsalat. An dem Happerl, das ich fürs letzte Wochenende gekauft habe, essen wir immer noch, aber heute werden wir ihm den Garaus machen. Kombiniert mit Vogerlsalat und, für mich, Rote-Rüben-Blättern. (Heute nachmittag bekomme ich nämlich schon wieder neuen Salat, einen kleinen Chinakohl aus dem eigenen Beet. )

Gestern habe ich mir das einfachste aller Senfdressings bereitet: Zitronensaft, etwas Wasser und einen Löffel Weißwurstsenf mit der Gabel verschlagen und mit dem Salat vermengt. Davon ist noch etwas für mich da. Dem Kind brauche ich mit derlei Spezialitäten ohnehin nicht zu kommen.

Den Reis werde ich heute so machen, dass ich in wenig Butter ein kleines geschnittenes Zwiebelhapperl anröste, eine Handvoll Karottenwürfel und ein paar Erbsen, beides aus dem Tiefkühler, dazugebe und kurz mitröste, eine Handvoll Basmati und Salz zugebe, umrühre und mit heißem Wasser aufgieße. Dann wie üblich weiter: Hitze reduzieren, Deckel drauf, eine halbe Stunde bei geringer Hitze ziehen lassen.Und so essen wir heute ganz luxuriös Garnelenspieße mit Gemüsereis und Blattsalat.

Nebenbei köchelt gerade eine fesche Rindsuppe mit einem Stück Beinfleisch und allerhand Gemüseresten vor sich hin. Das Fleisch werden wir halt nicht heute Mittag, sondern abends kalt oder morgen aufgewärmt essen. Und übermorgen vermutlich, es ist doch ein schönes Stück Fleisch, und ich falle ja nahrungsaufnahmetechnisch so gut wie aus. Immerhin kann ich das fertige Fleisch, gleich mit Suppe, auch einfrieren. Falls es wieder einmal schnell gehen muss mit dem Kochen.

Was heute auch noch gemacht wird, ist ein Striezel. Wie der allerdings wird, kann ich noch nicht sagen. Auch hier sind allerhand Reste zum Einsatz gekommen, unter anderem fast ein ganzes Ei, ein halbes Glas Obers, zuviel Salz und viel zuviel Zucker. Weil ich wieder frisch gemahlenen Dinkel untergemischt habe, ist der Teig patzig geworden. Grad ist er, auf dem Herd neben der Suppe stehend, am Aufgehen. Ich werde euch dann berichten.

Auslöser für den Striezel war ein Heft von "Einfach Hausgemacht", das ich neulich nachgelesen habe und wo ich eine Anleitung für das Flechten mit sechs Strängen gefunden habe. Das will ich ausprobieren.

Ich lass euch wissen, wie es mir ergangen ist.

21.2.19 08:55, kommentieren