Der Sparküche-Blog.

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11. und 12. März: Was-ich-im-Kühlschrank-so-finde-Teller

 Gestern war ich wirklich motiviert, mir was zu kochen. Das fing am Vormittag schon an, als ich die Polenta kochte. Großzügig leerte ich den großen Rest des Pakets ins beschichtete Reinderl, weil ja noch eine fast volle Kilopackung Maisgrieß wartete. Die dann allerdings mit Gespinst durchzogen war, worauf sie ziemlich unmittelbar als Hendlfutter im Schuppen landete.

Egal, wir haben halt gerade viel Polenta im Haus. Gestern habe ich mir eine Portion der frischen cremigen Polenta über einen Rest Reis geleert und einen Esslöffel mit Gupf vom Pistazien-Pesto draufgeklatscht. Hat als Kombination nicht besonders gut geschmeckt.

Der heutige Tag war außerordentlich erschöpfend. Der seelisch anstrengendste Teil war, dass ich meine zwei Hendln geschlachtet habe. Meine Mutter hat sie gerupft, gemeinsam haben wir uns dann dem Innenleben der Tiere gewidmet - beide ziemlich aus der Übung, um es freundlich auszudrücken.

Nach zwei Stunden war dann ein Teil des einen Hendls im Suppentopf. Dem Kind hab ich am Abend erst mal nicht gesagt, von welchem Tier genau jetzt die Suppe ist. Wobei, die Suppe hat unauffällig geschmeckt, und das Kind sieht Essensangelegenheit eh pragmatisch.

Danach gab es übrigens einen Schafcamembert als Ofenkäse mit Baguette, und der immer noch üppige Rest der Polenta ruht weiterhin im Kühlschrank. Mittags habe ich mir zwar eine Scheibe davon abgeschnitten und mit wenig Hausgeselchtem und einem halben Glas vom selbst gemachten Krautsalat von neulich verspeist, aber es ist immer noch viel Gelb da. Vielleicht kann ich die Sache morgen bereinigen.

12.3.20 22:55, kommentieren

10. März: Gemüsereis

Das Trost-Essen war gestern sehr notwendig, weil zusätzlich noch eine schlechte Note kam. Abends habe ich keine Suppe gekocht, das Kind wollte aber plötzlich eine (eh klar), also hab ich ein Glas aus dem Kühlschrank genommen, Fisch-Erdäpfel-Fond stand drauf, und habs aufgewärmt, ordentlich Kräutersalz hineingestreut und mit Backerbsen serviert.

Die Topinambur hab ich verschoben, weil ich gestern einen Mini-Brokkoli und zwei auswachsende Mini-Kohlpflanzen aus dem Gemüsebeet geschnitten habe. Heute ist also eine Brokkolicremesuppe dran (mit Erdapfel, Salz, Hing und einer Knoblauchzehe). Vorher hab ich die Gemüseschalen ausgekocht und die kleinen Roserln als Suppen-Deko blanchiert, jetzt köchelt der Rest.

Danach gehts aber noch weiter, denn für heute mittag bereite ich einen Gemüsereis vor. Erst werde ich ein paar Speckstreiferl ausbraten und dann allerhand Gemüse aus dem Tiefkühler mitbraten: Erbsen, Kürbis, Karotten und Lauch. Ein paar in dünne Streifen geschnittene Kohlblätter kommen auch hinein. 

Nach einigen Minuten gieße ich mit Wasser auf, salze und stäube wenig Hing drüber und lasse das Gemüse bissfest dünsten. Das darf dann auskühlen, während ich einen kleinen Rest Basmatireis dämpfe.

Zum Mittagessen muss ich meinen Gemüsereis dann nur noch zusammenmischen. Und vielleicht eine Handvoll Vogerlsalat pflücken, das weiß ich aber noch nicht. Aber ein Löfferl vom ungarischen Teufelszeugs muss auf jeden Fall hinein.

1 Kommentar 10.3.20 07:43, kommentieren

9. März: Trost-Essen für das Kind

Das Gute an der Sonntagskocherei ist, dass immer was für das Mittagessen am Montag übrig bleibt. Nur den Vogerlsalat muss ich neu pflücken gehen, der ist restlos aufgegessen worden.

Das Kind musste am Wochenende einiges an kleinen Tiefschlägen hinnehmen. Deshalb werde ich den Karpfen-Rest selber essen und dem Kind nur die Bärlauchcremesuppe wärmen. Danach kriegt es einen Grießkoch mit viel Schokolade.

Ach herrje.

9.3.20 09:03, kommentieren

Frauentag: Karpfen unter der Haube mit Vogerlsalat

Wir konnten es uns aussuchen: entweder wir sind immer noch für heute zum Frühstück bei Freunden eingeladen und fangen uns eine Magen-Darm-Geschichte ein, die dort gestern überraschend Einzug gehalten hat. Oder wir entsagen sowohl der Fresserei als auch der Speiberei. 

Das Kind verdrückte ein paar Tränen, folgte aber dann meiner Entscheidung, das Frühstück heute daheim zu essen, ohne Trallala, aber auch ohne Viren.

Die beiden Karpfenstücke, die ich in der Folge heute früh dem Tiefkühler entrissen habe - viel zu spät natürlich! -, hatten die Wirbelsäule noch dran. Deshalb - und auch, weil sie am späten Vormittag noch nicht vollständig aufgetaut waren - habe ich mich entschlossen, das Kind zu entlasten und den Fisch im Backrohr zu braten.

Also war der erste Schritt, die restlichen speckigen Erdäpfel zu dämpfen, die schlechten für die Hendln auszusortieren und die guten zu schälen und in Scheiben zu schneiden, gleich direkt in die Auflaufform, von der der Boden schon mit Olivenöl benetzt war.

Die Erdäpfel wurden mit Kräutersalz bestreut, und darauf kamen die Fischstücke. Aus Semmelbröseln, einem Ei, Kräutersalz und einem Rest Rahm hab ich eine Masse gerührt, die ich auf den Fischen verteilt habe. Über die frei liegenden Erdäpfel kamen noch ein paar Tropfen  Olivenöl. Dann kam die Form ins Backrohr und blieb dort bei 180 Grad Ober- und Unterhitze eine Dreiviertelstunde lang.

In der Zwischenzeit hab ich einen kleinen Haufen Vogerlsalat gepflückt und geputzt und auf zwei Schüsseln aufgeteilt. Garniert hab ich mit zwei jungen Blättern der roten Rüben, die noch vom Herbst im Topf auf der Terrasse stehen (Frühlingsgrün im Salat ist wichtig!), mariniert mit Balsamico.

Nach dieser Eiweißbombe von einem Karpfen unter der Haube empfahl sich einzig ein Marillenkompott als Nachspeise. Mit nur ganz wenig Obers drin.

 

Abends werden wir die Bärlauchcremesuppe essen, die schon für gestern vorgesehen war. Für morgen hätte ich eine Topinamburcremesuppe geplant, aber wer weiß, was wieder dazwischenkommt.

2 Kommentare 8.3.20 13:49, kommentieren

6. und 7. März: Hüftsteak mit Erdäpfeln, Bärlauchbutter und Vogerlsalat

Klingt super, ist aber spar pur. Das Fleisch hab ich zum Halbpreis erstanden, Bärlauchbutter und Vogerlsalat sind aus eigener Erzeugung. Das Steak wird beidseitig gepfeffert und scharf angebraten, beidseitig nachgegart und vorm Servieren wenig gesalzen und mit einer Scheibe Bärlauchbutter belegt.

Dazu schäle ich die paar Mini-Erdäpfel, die ich mit der Bärlauchcremesuppe, der heutigen Abendsuppe, mitgekocht habe. Und den Vogerlsalat hab ich mit drei kleinen Paradeisern (gekauft) und Himbeeressig aufgemotzt.

Und schon kann ich mit Hüftsteak, Erdäpfeln, Bärlauchbutter und Vogerlsalat prahlen.

Gestern hab ich mir, nach einem anstrengenden Messe-Besuch, ein gutes Papperl bei eat-bio.at gegönnt. Köstlich, die pakistanische Küche.

Habt ein schönes Wochenende!

7.3.20 11:45, kommentieren

4. und 5. März: Nudel-Spargel-Hühnerfleisch-Auflauf

Ja genau. Gestern hab ich die Reste gegessen. Heute mittags hab ich mich fremdverpflegt, dafür werde ich am Abend einen Nudel-Spargel-Hühnerfleisch-Auflauf zaubern.

Weil ich zwar vom geretteten Spargel eh nur die Spitzen genommen habe, aber selbst das zuviel für eine Suppe war und eine große Handvoll übrig geblieben ist. Und das Hendlfleisch von der Suppe auch irgendwie verwertet werden will, das ist eh auch nicht viel. Und zu guter Letzt immer noch Teigwaren da sind, die ich auch flott weiterbringen will.

Na, das mache ich ganz einfach. Zuerst aus Butterschmalz, Mehl, Salz und einem Rest Milch eine Roux fabrizieren (also eine nackerte Bechamelsauce, sozusagen) und überkühlen lassen. Dann werden die Bestandteile von oben untergemischt, eventuell gewürzt und die Masse in eine befettete Auflaufform geleert und verteilt. Vermutlich kommt oben noch der Rest vom gerieenen Parmesan drüber, dann ist der auch endlich Geschichte.

Das ganze kommt bei ca. 180 Grad Ober- und Unterhitze für eine gute halbe Stunde ins Rohr. Wenn ich gut drauf bin (und sich der Wind legt), pflücke ich wieder Vogerlsalat. 

Übrigens hab ich heute tatsächlich Himbeeressig nachgekauft. Man gönnt sich ja sonst nix.

5.3.20 15:25, kommentieren

3. März: Fleischbällchen in Paradeissauce mit Trofie

Einem Wunsch des Kindes folgend habe ich heute Nudeln mit Paradeissauce gekocht. Schon gestern hatte ich beim Supermarkt Hühnerfaschiertes zum Halbpreis gefunden, aus dem ich spontan eine Portion Fleischbällchen gezaubert hatte.

Die 30 Deka Faschiertes habe ich mit Salz, einem Rest Würzmischung (Probepackung einer Veggi-Würze ohne Salz) und einem Ei vermischt und dann ein paar Löffel Semmelbrösel untergemengt. Aus der Masse hab ich mit nassen Händen kleine Kugerl geformt, die ich in eine Auflaufform mit Olivenöl gesetzt und bei 150 Grad Ober- und Unterhitze für 20 Minuten ins Rohr geschoben habe. Die waren diesmal lockerer als sonst und haben sehr würzig geschmeckt.

Deshalb hab ich die Paradeissauce nur mild gesalzen und nicht gepfeffert. Die passierten Paradeiser hab ich in ein Reinderl mit dem Bratensatz  getan, mit Salz und eher mehr Zucker versetzt und zum Kochen gebracht und mit einem Gmachtl aus Speisestärke und Paradeis-Flüssigkeit gebunden.

Außerdem hab ich die letzten Trofie gekocht, damit die endlich wegkommen. (Als die fertig waren, hab ich ins Kochwasser zwei Hendlrücken und eine Portion Suppengrün sowie Salz und Gewürze gegeben und hab ein Hühnersupperl draus gekocht. )

(Was sich ungünstig ergeben hat, weil ich etwas später nämlich drei Bund Spargel retten konnte, daraus noch eine Suppe kochen werde und mich in der Folge vor lauter Suppe nicht retten kann. Aber ich werde einen Teil davon einfrieren bzw. in Gläser abfüllen, zur baldigen Verwendung. )

Die Fleischbällchen habe ich in der Paradeissauce aufgewärmt und die heiße Sauce über die Teigwaren gegossen.

Von diesen Fleischbällchen in Paradeissauce mit Trofie habe ich für morgen auch noch eine Portion, da spare ich mir die Kocherei.

 

Das gestrige Bohnen-Erdäpfel-Gulasch hat übrigens super geschmeckt. Vorwiegend deshalb, weil mir ein Restl Speck in die Hände gefallen ist und ich dieses in Streiferl geschnitten und gleich am Anfang mitgebraten habe. Das Rezept muss ich mir merken!

4 Kommentare 3.3.20 16:34, kommentieren

2. März: Erdäpfel-Bohnen-Gulasch mit Gebäck

Heute gehts den restlichen Bohnen an den Kragen. Aus einem Teil hab ich heute Früh mit Olivenöl, Knoblauch, Salz, Kreuzkümmel, Zitronensaft und wenig Wasser eine Creme fabriziert, die ich hoffentlich abends aufs Brot streichen werde können.

Die verbleibenden Bohnen werde ich mir fürs Mittagessen - das Kind bekommt noch einmal seinen Rotkrautstrudel mit Kräuterrahm und Vogerlsalat - ein Erdäpfel-Bohnen-Gulasch kochen. Da kann ich gleich das letzte halbvertrocknete Stück Weißbrot dazu essen.

Ich stelle mir das so vor: ich werde ein kleines geschnittenes Zwiebelhapperl und eine ebensolche Knoblauchzehe in Ghee anrösten, dann kommen Salz, Pfeffer, Hing, Rosmarin und Bohnenkraut dazu. Nach einigen Minuten werde ich die Bohnen und eine Handvoll Erdäpfelwürfel zugeben sowie Paprika- und Chilipulver, mit Wasser aufgießen und alles eine knappe halbe Stunde köcheln, die letzte Viertelstunde vermutlich ohne Deckel, damit die Flüssigkeit einkocht.

Vielleicht rühre ich mir einen Löffel Rahm ein, das muss ich noch schauen. Oder den Rest vom sauer gewordenen Obers.

Um Nachspeisen brauch ich mich grad überhaupt nicht kümmern, es warten diverse Kipferl und Kuchen ...

2.3.20 08:10, kommentieren

noch immer der 1. März

Nie hätte ich gedacht, dass dem Kind und mir der Rotkrautstrudel so gut schmecken könnte. Das Kind hat sich sogar eine Portion für morgen gesichert, was ich kaum glauben konnte.

Das Ersetzen des Feta durch Parmesan sowie der zusätzliche Speck und Mozzarella war tatsächlich die Idee des Tages.

Jetzt ist das Kind gerade in aller Ruhe dabei, die Vorbereitungen fürs spätere Kuchenbacken zu treffen. Alles ist besser als Lernen.

Aber wer kennt das besser als ich ...

 

Für die heutige Abendsuppe hab ich ein geschnorrtes Stück Lauch mit einem Erdapfel, Salz und Hing zu einer Lauchcremesuppe verkocht. Verfeinert habe ich mit Obers, der allerdings schon ein bisserl säuerlich und fest wurde - so essen wir ihn gerne aufs Brot, das Kind und ich. Die Suppe hatte also eine ungewöhnliche Note. Außerdem war sie eher flüssig, was uns dazu berechtigte, und Backerbsen in die Suppe zu leeren.

1.3.20 13:19, kommentieren

1. März: Rotkrautstrudel mit Kräuterrahm und vielleicht Vogerlsalat

In der letzten Gratis-Kundenzeitschrift des örtlichen Supermarkts habe ich ein Rezept für einen Rotkrautstrudel mit Kräuterrahm gefunden. Natürlich werde ich das Rezept den häuslichen Vorräten anpassen und außerdem, so es nicht in Kürze zu schütten anfängt, ein wenig Vogerlsalat dazu servieren, aber grundsätzlich sollte es schon das werden, was unter der Überschrift steht.

Das hat sich gut ergeben, weil der Teig genau der ist, den ich für unsere Topfenkipferl verwende: jeweils ein Vierterl glattes Mehl, kalte Butter und Topfen sowie ein bisserl Salz. Weil das Kind den Strudel hoffentlich wenigstens einmal, aber ganz sicher nicht öfter essen wird, mache ich nur ein Zweiportionspackerl. Den Rest des Teigs schneide ich wie gewohnt in Quadrate, die ich mit Marmelade fülle und zu Kipferln forme und ebenfalls backe.

Für die Strudelfülle habe ich die zwei kleinsten Rotkrauthapperln aus dem Schuppen geholt, geputzt und fein geschnitten. Das Ergebnis passte in ein Viertelliterglas. Vom letzten Suppengrün war eine kleine Schalotte übrig, die hab ich fein geschnitten und in eine Pfanne mit Öl gegeben. Salz, Pfeffer und einen Löffel Zucker dazu, und eine Handvoll Speckstreiferl, die dringend weg mussten. Um das Kind zu besänftigen.

Das alles habe ich forsch angebraten, das Rotkraut zugegeben und weitergebraten und nach einigen Minuten mit einem kleinen Schluck Zitronensaft abgelöscht (hatte ich zufällig, weil ich ihn für die gestrige Avocado brauchte). Umgerührt, Deckel drauf, eine Viertelstunde dünsten lassen, in eine Schüssel zum Auskühlen umgefüllt.

In der Zwischenzeit habe ich drei Esslöffel vom geriebenen Parmesan (dem Rest werde ich in den kommenden Tagen den Garaus machen) mit zwei Esslöffeln Rahm und einem kleinen Dotter sowie Salz verrührt.

Das alles ruht jetzt. In einer halben Stunde wird, hoffentlich unfallfrei, das folgende passieren: Ich werde einen Teil des Teigs zu einem länglichen Viereck ausrollen, mit der Käse-Rahm-Paste bestreichen (und dran denken, einen Rand frei zu lassen) und das Rotkraut drauf verteilen. Außerdem gibt es eine Handvoll Mozzarella-Würfel (aus dem 50-Prozent-Nachlass-Regal), die ich drüber verteilen werde, wieder als Zugeständnis ans Kind.

Dann werde ich drei Seiten vom Teig einschlagen und in der Folge von der kurzen Seite her den Teig zu einem Strudel aufrollen, diesen ein paar Mal schräg einschneiden (die Forderung des Kindes, weil das auf dem Rezeptfoto auch so aussah) und mit einem Teil vom Eiklar bepinseln. Den Rest verarbeitet das Kind am Nachmittag zu einem Kuchen, wenn es eine Lernpause braucht.

Der Strudel wird dann bei vermutlich 180 Grad Heißluft etwa 15 - 20 Minuten backen. In der Zwischenzeit verrühre ich erstens einen halben Becher Rahm mit Salz und gehackten Kräutern und wasche zweitens den Haufen Geschirr ab, den ich für unser Sonntagsessen anpatzen musste. Und ich mariniere eventuell den Vogerlsalat, den ich zwischendurch pflücke. (Was dem Strudel die Gelegenheit geben wird, nach dem Backen noch einige Minuten zu rasten. )

Aber es ist ja Sonntag.

1.3.20 10:41, kommentieren

29. Feber: Kohlrabicremesuppe und Marmeladepalatschinken

Vor den Marmeladepalatschinken - zehn Gläser Marmelade müssen weg! - hab ich dem Kind und mir eine Kohlrabicremesuppe aufs Auge gedrückt. Wie vorhergesagt, entstand diese aus dem Rest meines Freitags-Gemüses, mit einem Erdapfel und Obers und gehacktem Petersil.

Die Palatschinken sind mir diesmal besonders gut gelungen, fiel auch dem Kind auf. Den Teig hab ich etwas flüssiger gemacht, dadurch musste ich sie nur kurz backen. Als Füllung hatten wir einen Rest Stachelbeermarmelade und dann eine schnelle Heidelbeermarmelade (aus geretteten Früchten).

Die Kohlrabicremesuppe hat das Kind ohne Murren gegessen, aber der Tag ist noch nicht ausgestanden. Abgesehen davon, dass der Nachwuchs für die Schule lernen muss, habe ich für den Abend eine Bohnencremesuppe vorgesehen und danach einen Avocado-Aufstrich mit Gebäck.

Ich musste ja nämlich gestern eine Portionspackung rote Bohnen kochen. Da sind einige gestern schon im Mittagessen gelandet, aber der Großteil wartet noch auf seine Verwendung. Also habe ich im Reinderl ein kleines Zwiebelhapperl und eine Knoblauchzehe, beides zerkleinert, in Ghee angebraten, und ein Stück Lorbeerblatt, ein Rosmarinzweigerl und ein Stammerl Oregano und Bohnenkraut gleich mit.

Außerdem kam eine klein gewürfelte Karotte und ein Stück Petersilwurzel, ebenfalls klein gewürfelt, dazu. Nach einigen Minuten habe ich gesalzen und ein Haucherl Hing drübergestäubt, zwei Handvoll Bohnen zugegeben, mit heißem Wasser aufgegossen und alles eine Viertelstunde köcheln lassen. Abends wird alles püriert und mit Obers verlängert.

Die Avocado - über Crowdfarming selbst aus Spanien importiert - werde ich ganz einfach zerdrücken und mit Salz und Essig oder Zitronensaft verrühren.

Kleine Ankündigung für morgen: wenn ich es heute noch in den Supermarkt schaffe, werde ich mich morgen an einem Rotkrautstrudel mit Kräuterrahm versuchen. Oder Bärlauchbutter.

29.2.20 14:41, kommentieren

28. Feber: Polenta-Auflauf

Langsam wird mir meine Kocherei selbst unheimlich. Ohne es zu planen, habe ich heute die drei Schwestern zu einem Polenta-Auflauf verarbeitet. Dabei mag ich mexikanische Küche gar nicht. Naja, ich hab den Auflauf schon austrianisiert.

Nämlich hab ich den Rest von der Polenta in einem Glasbehälter gelagert. Da drauf hab ich eine Handvoll bissfest gekochter roter Bohnen und doppelt soviel an Kürbiswürferln (aus dem Tiefkühler) gestreut, fest gesalzen und mit ordentlich Gewürzmischung bestreut.

Dann ist mir der geriebene Parmesan eingefallen, den ich endlich aufbrauchen sollte. Der kam über alles drüber, und der Auflauf kam bei 160 Grad Heißluft eine Dreiviertelstunde ins Rohr. Salat hab ich mir heute keinen gepflückt. Der Wind weht mir zu stark.

Beim Servieren kommt natürlich wieder ein Klecks Sauce Hollandaise drüber - das Packerl wird und wird nicht leer ...

2 Kommentare 28.2.20 12:06, kommentieren

26. und 27. Feber: Heringsschmaus

Natürlich hatte ich vergessen, dass ich gestern bei meiner Mutter zum Heringsschmaus eingeladen war. So ruht die Kopie des vorgestrigen Mittagessens immer noch im Kühlschrank und wartet darauf, dass ich sie mittags aufwärme und mir eine Kohlrabi-Zuspeise kochen werde.

Die wird einfach sein: die geraspelten Kohlrabi aus dem Tiefkühler mit wenig Wasser, Salz, Pfeffer und Hing (und vielleicht ein paar Kümmelsamen) zum Kochen bringen und mit einem Gmachtl aus Milch und Speisestärke binden. Und bei Bedarf nachwürzen.

Und so esse ich heute Karpfen mit Polenta, Sauce Hollandaise und Kohlrabegemüse. Wobei ich mir gerade überlege, dass ich die gedünsteten Kohlrabi gleich direkt mit der Sauce Hollandaise vermischen könnte. Das muss ich noch einmal durchdenken. Aus dem Rest vom Kohlrabi koche ich jedenfalls ein Abendsupperl.

Den gestrigen Heringsschmaus hat meine Mutter nach ihrem eigenen Geschmack verfertigt: Matjesheringe, Äpfel, Erdäpfel, gekochte Karotten, Essiggurkerl, Rahm und Mayonnaise. Hat, mit selbst gebackenem Weißbrot, köstlich geschmeckt.

27.2.20 07:31, kommentieren