Der Sparküche-Blog.

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6. Mai: Krautfleckerln

Das Kind weiß nicht, was es wollen soll. Seit Tagen sekkiert es herum, es will wieder einmal ein Linsencurry essen. Heute hab ich angeboten, eins aufzutauen. Nein, keine Lust drauf. Nachdem es die Alternative Krautfleckerl auch abgewählt hat, habe ich mich selbst entschieden. Es sind die Krautfleckerl geworden. Vorher gibts einen feschen Salat.

Weil ich mich nämlich - ich hab ja sonst nix zu tun - gestern mit dem allerletzten kleinen Krautkopf der letzten Ernte im Herbst auseinandergesetzt habe. Der hat, samt Stiel kopfüber im Schuppen aufgehängt, den Winter überdauert, aber jetzt schon Verfallserscheinungen gezeigt. 

Also hab ich den Stiel abgeschnitten. Da waren schon neue junge kleine Sprossen oben, die hab ich abgeschnitten und gewaschen. Den Kopf hab ich fein geschnitten. Dann hab ich ins beschichtete Reinderl einen Löffel Schmalz gegeben und erhitzt und erst einmal die jungen Sprossen knusprig angebraten. Rausgenommen und gesalzen. Die haben die nächsten zehn Minuten nicht überlebt. Sogar das Kind hat genascht.

Dann hab ich ein geschnittenes Zwiebelhapperl ins Fett gegeben und flott glasig gedünstet und hernach das Kraut ins Reinderl dazu und hab alles, unter viel Rühren, angebraten, und nachdem es zu bräunen begonnen hat, habe ich gesalzen und gepfeffert und noch weiter gebraten. Ziemlich am Schluss, als das Kraut schon weich war, ist mir eingefallen, dass Krautfleckerl ja auch Zucker verlangen.

Hab ich gach noch welchen drübergestreut und gut eingerührt und das ganze abkühlen lassen.

Heute früh war ich zu faul, um in den Keller zu gehen und die Vorräte durchzusehen. Also hab ich einen Nudelteig gefertigt, für dessen Herstellung mir nur ein äußerst unanständiges wienerisches Wort einfällt. 

Einen kleinen Haufen Mehl in die Schüssel. Ein Ei drüber. Hm, das wird nicht reichen. Zwei Schluck Wasser dazu und einen Löffel Öl. Jetzt muss noch Mehl dazu. (War zuviel Mehl, mussten noch ein paar Tropfen Wasser her. Jetzt reicht der Teig, aber wie er schmeckt, weiß ich noch nicht.)

Er ruht jetzt, der Teig, bis ich mit dem Bügeln fertig bin. Dann werde ich ihn portionsweise ausrollen und das Kind wird ihn, so Gott will, in kleine Vierecke schneiden, die wir dann Fleckerln nennen werden, in Salzwasser kochen und unters erwärmte Kraut mischen.

Und dazwischen muss sich Salat waschen auch noch ausgehen ...

1 Kommentar 6.5.18 10:29, kommentieren

5. Mai: Kürbiscremesuppe

Der Gast hat sich verabschiedet, und wir stopfen Gluten in uns hinein. Aber als Vorspeise hab ich eine Kürbiscremesuppe gekocht.

Nicht mit Wasser, sondern mit dem Spargelfond der letzten Tage. Da hinein kam ein Teil des Spaghettikochwassers von gestern, ein Speckschwarterl, ein Stück Kürbis, gewürfelt und ein Erdapfel, ebenfalls gewürfelt. Weiters Salz und zwei Knoblauchzehen.

Nach einer halben Stunde köcheln war der Pürierstab im Einsatz, vorher hab ich allerdings die Knoblauchzehen und das Schwarterl entfernt. Und dann noch einen Schuss Obers dazu, und ein ziemlich gutes Supperl war essfertig.

Auf Putz und Stingel haben wir sie aufgegessen.

5.5.18 22:55, kommentieren

noch immer 4. Mai

Kleiner Nachtrag. Also die Salatblätter habe ich mit je einem Sardellenfilet und einem kleinen Gupf Olivencreme dekoriert.

Und der Kuchen ist tatsächlich so geworden wie auf dem Bild. Das Ausstechen hat nicht so geklappt; ich habs mit einem Häferl gemacht, und vermutlich hätte es geholfen, es einzufetten.  Aber egal. Ich habe neun Kreise ausgestochen und alles mit Creme dekoriert.

Jetzt sind alle Beteiligten pappsatt. So solls sein.

4.5.18 19:16, kommentieren

3. und 4. Mai: Spaghetti mit Spargelsauce, Geburtstagskuchen

Gestern war der Besuch unterwegs und verzichtete aufs Abendessen, was dem Kind und mir die Gelegenheit gab, die Reste zu verzehren. Also, fast alles. Für heute mittags ist für mich noch genug da ...

Für den Abend habe ich mir folgendes gedacht: als Vorspeise werden wir einen feschen Blattsalat mit Gebäck essen, ich hab nämlich noch glutenfreies Geback eingefroren. Als Hauptspeise gibts die restlichen glutenfreien Spaghetti mit  Spargelsauce, weil ich gestern, nach dem herrlichen Regen, schon wieder einen halben Kilo ernten musste. Da werde ich ein bisserl was vom glutenfreien Speck, ähem, hineinschneiden.

Als Abschluss werden wir den Geburtstag des Gastes mit einem Karotten-Zimt-Nusskuchen mit Frischkäsecreme feiern. Das Rezept hab ich aus ... Moment, woher eigentlich? ... aus der ORF-Nachlese, Ausgabe März 2018.

Den Kuchen habe ich bzw. werde ich wie folgt bereiten:

Heute früh hab ich zwei Eiklar mit einer Prise Salz zu einem Schnee geschlagen und danach die Dotter mit 10 Deka Zucker, je einem halben Teelöffel Zimt und Rum sowie der Schale einer halben Zitrone schaumig gerührt. Danach habe ich 10 Deka geriebene Nüsse eingerührt sowie 13 Deka fein geraspelte Karotten. Zum Schluss kam der halbe Eischnee hinein, dann 5 Deka glutenfreies Mehl - ich hab Buchweizen und Mais gemischt, aber das Rezept sagt da nichts Spezielles - mit einem halben Teelöffel Backpulver vermischt und zum Schluss der restliche Schnee.

Diese Masse hab ich auf ein mit Backpapier belegtes Blech gestrichen und bei 175 Grad Umluft etwa eine Viertelstunde gebacken. Jetzt kühlt er aus, der Kuchen, und am Nachmittag gehts dann weiter:

Da werde ich 10 Deka Frischkäse mit 25 Deka Topfen, 3 Deka Staubzucker (sagt das Rezept, ich werde da großzügiger sein) sowie Saft und Schale einer halben Zitrone gut verrühren. Nicht zu lange, sagt das Rezept, sonst wird die Creme zu flüssig.

Na gut, jedenfalls kommt sie dann in einen Spritzsack, die Creme. Aus dem Kuchen werde ich Kreise ausstechen - fragt mich nicht, wie viele und vor allem: womit. Das werde ich spontan entscheiden. Aber jedenfalls sollten mindestens neun Kreise rauskommen. Das Rezept sagt: acht Zentimeter Durchmesser. Na, da bin ich flexibel!

Dann leg ich mir drei Scheiben Kuchen auf, spritze Cremetupfer drauf, gebe jeweils eine zweite Scheibe drauf, wieder Creme, dritte Scheibe und nochmals Creme, und der Gast kriegt vielleicht auf sein Exemplar noch ein Kerzerl drauf. Wenn ich gach eins finde.

Möglicherweise werde ich die Scheiben einzeln dekorieren und dann erst stapeln, damit ich nicht aus Versehen so ein Torterl umrenne, bevor es noch die Chance hatte, servierbereit zu sein und bewundert zu werden.

Das Foto in der Zeitschrift schaut super aus, ich hoffe ich kriege das halbwegs passabel hin.

4.5.18 08:43, kommentieren

2. Mai, zweiter Teil: Rindsuppe mit Käferbohnen, Brotauflauf mit Paradeissauce, Eis

Der Abend war kulinarisch nicht so spektakulär. In einen Rest der neulich fabrizierten Rindsuppe habe ich den Rest vom zugehörigen Rindfleisch kleinst hineingewürfelt, zwei Handvoll gekochte Käferbohnen (es sind aber immer noch welche da) und die Karotten aus der Suppe, scheibliert, gegeben und darauf verzichtet, auch noch Nudeln drin einzukochen. Sie war aber so auch ganz gut. Sogar das Kind hat es auf sich genommen, viereinhalb Bohnen zu essen.

Für die Hauptspeise habe ich die restliche noch vorhandenen glutenfreien Brotwürfel weitergebracht. Ich habe sie nämlich in einem Rest Milch eingeweicht, gesalzen und ziehen lassen. Derweil hab ich ein halbes Zwiebelhapperl fein geschnitten und in zwei Deka Butter glasig gedünstet und dann noch einen Esslöffel Schlotten von der Heckenzwiebel (geringerlt) untergehoben.

Das hab ich zu dem Brot gegeben, ein Ei draufgeschlagen und alles gut verrührt. Diese Masse kam in eine ausgebutterte Auflaufform und bei 190 Grad Ober- und Unterhitze ins Rohr, für etwa eine halbe Stunde. Eigentlich ist das die Masse für Semmelknödel (da würde ich noch einen Löffel Mehl unterrühren), aber mit dem glutenfreien Zeugs bin ich bei Knödeln nicht erfolgreich, leider.

Wurscht, aßen wir eben Brotauflauf mit Paradeissauce. Welche ich einfachst machte wie immer: ein Glas gekochte Paradeiser mit Salz, Pfeffer und Zucker zum Kochen bringen und mit einem Gmachtl aus Paradeissaft und Maisstärke binden.

Als Nachspeise gönnten wir uns was vom Eis des Besuchs, aber zum Glück ist immer noch was da, was ich mir zu einem besonderen Anlass auf der Zunge zergehen lassen werde.

4.5.18 08:21, kommentieren

2. Mai, erster Teil: Käferbohnensalat, Blätterteigtaschen mit Kräuterrahm, Dolmades

Für mittags hat sich lieber Besuch angesagt, und das habe ich zum Anlass genommen, den Kühlschrank durchzusehen und ein Essen zu komponieren. Wie ihr euch vorstellen könnt, hab ich einiges gefunden, was nach Verwertung schrie. Rausgenommen ist ein fast original steirischer Käferbohnensalat und eine Ladung Blätterteigtaschen mit Karotten-Spargel-Füllung und Kräuterrahm. Außerdem hab ich einen Rest Couscous für die gefüllten Weinblätter verwendet.

Der Besuch isst so gut wie vegan, wird aber hoffentlich heute ausnahmsweise das eine oder andere Milchprodukt in Kauf nehmen. Und das Ei.

Jedenfalls bin ich in den Garten gewackelt und habe eine meterlange Spargelstange, zwei Handvoll Blattsalate und ein paar Kräuter (Petersil, Estragon, Pimpinelle und Basilikum) eingekauft. Damit ist das folgende passiert.

Die Kräuter hab ich gehackt und den Großteil zu einem halben Becher Rahm geleert, gesalzen und mit Würzmischung versehen, gut durchgerührt und im Kühlschrank ziehen lassen.

Den Rest der Kräuter hab ich zum Couscous gegeben, außerdem einen Esslöffel Semmelbröseln.

Den Spargel hab ich geschält und die Schalen ausgekocht, währenddessen hab ich den Spargel klein geschnitten und zwei Karotten ebenfalls geschält und klein gewürfelt. Dieses Gemüse hab ich nachher im selben Wasser kurz gekocht, rausgenommen und abkühlen lassen. (Das Wasser wird morgen zur Suppe. Eh klar.)

Für die Fülle hab ich einen Rest geriebenen Pecorino genommen und noch ein bisserl was vom neuen Parmesan-Stück dazugerieben. Salz dazu und das Gemüse. Dann hab ich ein Ei versprudelt und den Großteil zur Tascherl-Fülle gegeben. Ein Esslöffel kam zur Weinblätter-Fülle, mit dem Rest, soviel sei vorweggenommen, hab ich die fertigen Tascherl bepinselt.

Also hab ich aus dem geriebenen Käse, dem gekochten Gemüse, dem Ei und Salz eine Fülle gerührt, den Blätterteig in 6 Quadrate geschnitten und die Tascherl, also Packerl eigentlich, wie letztens gemacht und bei 200 Grad Ober- und Unterhitze für eine halbe Stunde ins Rohr gestellt.

Dann hab ich aus dem Couscous, den Bröseln, den Kräutern, Salz und dem Pups vom Ei eine Masse gerührt und mit der sieben Weinblätter gefüllt. Und die hab ich auf einen kleinen geölten Teller gelegt, den in den Dämpfeinsatz gestellt und den wiederum in ein großes Reinderl mit Wasser. Dort hab ich die Dinger eine Viertelstunde gedämpft.

Dann hab ich mich um den Salat gekümmert: Salatblätter auf den Tellern drapieren, die Bohnen drauf verteilen, Zwiebelringe drüber, mit Marinade und Kernöl beträufeln. Ganz original wäre er nur mit Apfelessig und Kernöl geworden.

Sehr fein, das alles. Und das beste war, dass der liebe Besuch einen großen Becher Eis vom Tichy mitgebracht hat, der für mittags gedacht war und der auch für abends noch reichen wird.

Danke!

 

2 Kommentare 2.5.18 11:46, kommentieren

1. Mai

Tag der Arbeit. Mit ohne Kochen. Mittags hab ich alle Restln aus dem Kühlschrank zusammengekratzt ( Mangoldstielgemüse, Rindfleisch, Couscous, Kräuterrahm, Salatblätter). Wobei, vom Couscous hab ich ein bisserl was aufbehalten, weil gestern ein Trieb vom Weinstock abgebrochen ist. Da hab ich die größeren Blätter blanchiert, vielleicht fülle ich die morgen, so als Vorspeise.

Abends werden wir kalt essen. 

Bleibt mir gewogen!

1 Kommentar 1.5.18 16:42, kommentieren

30. April: Rindfleischsalat mit Käferbohnen und Croutons, Mangoldstiele mit Maisauflauf

Langsam muss ich daran denken, die glutenfreien Vorräte zu einem Ende zu bringen. Also röste ich einen Teil der vorhandenen Würfel aus glutenfreiem Brot zu Croutons, die ich über den Rindfleischsalat streue. Außerdem reduziere ich das Maismehl durch einen Maisauflauf.

Für die Vorspeise schneide ich vom Beinfleisch ein paar dünne Scheiben runter und dekoriere die auf den restlichen Blattsalat von gestern (obwohl schon wieder neuer pflückbar wäre, ähem). Dazu kommen ein paar Zwiebelringe (für den Gast, glaube ich, nicht) und gekochte Käferbohnen, eben die Croutons und Balsamico und Kernöl. So.

Dafür wird die Hauptspeise einfach: blanchierte und geschnittene Mangoldstiele aus dem Tiefkühler - der übrigens mittlerweile tatsächlich nur mehr zu zwei Dritteln voll ist! - nehmen und mit Obers und Salz zum Kochen bringen, mit einem Gmachtl aus Wasser und Maisstärke binden und ziehen lassen.

Den mexikanischen Maisauflauf hab ich am 23. März schon mal gemacht, bitte das Rezept dort nachzulesen. Daraus ergibt sich zwangsläufig: Maisauflauf mit Stielmangold-Gemüse.

Als Abschluss werde ich einen Rhabarberkuchen auftauen.

(Vielleicht haben es die Aufmerksamen unter euch erraten: so eine Menüfolge kann ich mir nur leisten, weil das Kind nicht mitisst.)

30.4.18 16:11, kommentieren

29. April: Nudelsuppe, Speck-Mangold-Strudel mit Kräuterrahm und Blattsalat

Und nachher habe ich die letzten fünf vorhandenen Erdbeeren klein geschnitten und in gezuckertes Joghurt geschmissen und dortselbst zwei Stunden durchziehen lassen.

In der Früh, beim Hendlfüttern, habe ich in weiser Voraussicht aus einem Bund Suppengrün und Gewürzen sowie Salz und einem halben Kilo Beinfleisch von der Bergschecke eine Suppe angesetzt. Die hat über drei Stunden vor sich hin geköchelt, dann hab ich sie auskühlen lassen.

Für die Suppe habe ich sämtliche Spargelabschnitte ordentlich ausgekocht und diesen Sud mit zwei Schöpfern Rindsuppe vermischt, ein paar Karottenstücke hineingegeben, nachgesalzen und zum Kochen gebracht. Dann habe ich ein paar glutenfreie Spaghetti zerbrochen und in der Suppe eingekocht.

Außerdem hab ich je eine Packung normalen und glutenfreien Blätterteig verarbeitet. Erst habe ich für die vegetarische Variante eine Fülle aus blanchiertem geschnittenen Mangold, fast einem Ei, geriebenem Pecorino, Salz und Gewürzmischung bereitet, den normalen Blätterteig in sechs Quadrate geschnitten und auf jedes einen Löffel Fülle gegeben. Dann hab ich die vier Ecken geschnappt, in die Höhe gezogen und zusammengedreht, so dass Packerl entstanden. Die hab ich mit dem Rest vom Ei bepinselt und bei 190 Grad Ober- und Unterhitze 25 Minuten goldbraun gebacken. So weit, so einfach.

In der Zwischenzeit hab ich erstens Salatblätter gepfückt - er ist bereits dabei, mir über den Kopf zu wachsen, muss ich zugeben -, gewaschen und in eine Schüssel getan, zweitens einen Becher Rahm gesalzen und mit drei Esslöffeln gehackten Kräutern vermengt (Schnittlauch, Petersil, Basilikum, Estragon, Pimpinelle) und drittens das Packerl mit dem glutenfreien Blätterteig geöffnet.

Also, die Zutatenliste zeigte schon ziemlich viele mir nicht vertraute chemische Fachbegriffe. Aber auch haptisch wars meiner Meinung nach kein Blätterteig. Dick, bröselig, rissig - und viel kleiner als die stinknormale Variante. Und natürlich doppelt so teuer, aber das habt ihr euch vermutlich eh schon gedacht.

Ich habe das teure Stück dann nicht weiter ausgerollt, sondern in den Rest der Fülle eine Handvoll Schinkenspeck-Würferl gemengt, die Fülle auf den Teig gestrichen und den Teig aufgerollt. Dann hab ich die letzten Tropfen vom Ei drauf verstrichen und das Ding ebenfalls ins Rohr geschoben, dort aber etwa 35 - 40 Minuten belassen.

Folgerichtig gab es Blätterteigpackerl und -strudel mit Blattsalat und Kräuterrahm.

Und dann haben sich die Erwachsenen ins Konzerthaus begeben, zu einer abendfüllenden Session von Hagen Rether. Das Kind lauschte derweil in der Volksoper dem Zauberer von Oz.

Und wisst ihr was? Wir haben alle gestern Abend dasselbe Lied gehört, wenn auch in unterschiedlichen Versionen: Somewhere Over The Rainbow.

1 Kommentar 30.4.18 16:02, kommentieren

28. April, zweiter Teil: Blattsalat mit Käse und Ei, Hirseauflauf mit Rhabarber

Für den Abend habe ich einen Renner fabriziert. Nach einem individuell ausgestalteten Blattsalat (mit Blauschimmelkäse oder ohne, aber auf jeden Fall mit gekochtem Ei) mit Balsamico und Kernöl habe ich wieder einmal einen Hirseauflauf auf den Tisch gestellt. Diesmal allerdings mit einem abgetropftem Rhabarberkompott aus den häuslichen Vorräten.

Es ist gerade soviel übrig geblieben, dass das Kind und ich ein Frühstück davon hatten.

29.4.18 16:59, kommentieren

28. April, erster Teil: Fusilli in Spargel-Schinken-Sauce

Nämlich habe ich zwei Spargelstangen übersehen, beide sind jetzt wieder einen Meter lang, womit wir eineinhalb locker unser Mittagessen bestreiten: Fusilli in Spargel-Schinken-Sauce.

Wenn ich das geschrieben habe, erhitze ich in der Pfanne einen Löffel Butter, stäube mit einem Löffel Mehl und gieße mit Milch auf, salze und pfeffere und bringe die Sache unter ständigem Rühren zum Kochen. Da hinein kommen die Spargelstücke und 8 Deka fein geschnittener Schinken (im Sonderangebot gekauft) und ziehen ein paar Minuten durch.

Und fertig.

Ach so. Natürlich hab ich in der Zwischenzeit auch die Teigwaren gekocht. Eh klar. Die werden dann in die Sauce gemischt. Eh klar.

1 Kommentar 28.4.18 10:52, kommentieren

27. April: Lachs-Sushi, Käsefondue

Bevor ihr versucht, mir auf die Schulter zu klopfen: die Sushi hab ich gekauft. Man muss nicht alles können. Danach hat der Gast gekocht, und wir haben ein sehr köstliches Käsefondue nach Schweizer Art geschmaust. Dessert haben wir dann keines mehr gebraucht.

Jetzt kenne ich einige Tricks. Erstens hat der Gast den Käse besorgt. In der Schweiz gibts den von Migros fertig gerieben und gemischt, nämlich in Packerln, wo jeweils 20 Deka Gruyere und Vacherin Fribourgeois drin sind. Die Anleitung auf der Packung funktioniert auch für Neulinge wie mich einwandfrei. Und: zu Käsefondue trinkt man nix Kaltes, sondern Tee. Damit der Käse im Magen nicht klumpt.

Deshalb, und das ist der letzte Tipp, wird in der Schweiz Fondue (und Fondue ist automatisch Käsefondue, alle anderen Varianten haben eine Zusatzbezeichnung) nur im Winter gegessen. Lädt man Gäste ein und möchte ein Fondue servieren, informiert man die Gäste vorher, damit die nicht vielleicht unabsichtlich zweimal hintereinander Fondue essen.

Also haben wir in den auf dem Herd stehenden Fonduetopf 150 ml Weißwein gegeben und darin 8 g (zwei Teelöffel) Speisestärke aufgelöst, die 40 Deka Käse und eine fein gehackte Knoblauchzehe zugegeben und alles unter ständigem Rühren zum Kochen gebracht. Wer will, pfeffert.

Der Gast hat gerührt, ich habe derweil das Brot geschnitten, ein stinknormales Baguette, das Gluten hat der Gast in Kauf genommen. Der Brenner muss schon in Aktion sein, wenn der Fonduetopf dorthin übersiedelt, damit der Kochvorgang nicht unterbrochen wird.

Dann gings los: Brotstück, möglichst mit Rinde, auf die Gabel spießen, beim Eintauchen einen Achter ziehen (dann wird gleich immer ein bisserl umgerührt - aber der Käse legt sich trotzdem an, leider), rausnehmen und drehen und dann flott essen, damit der Käse nicht tropft.

Ich war ganz fasziniert: ich habe noch nie jemanden so elegant Fondue essen gesehen. Wir werden das öfter üben. Wobei das Kind meinte, statt des Weins nehmen wir das nächste Mal Suppe. Für uns zwei. Ich freu mich schon.

1 Kommentar 28.4.18 10:48, kommentieren

26. April: Kürbiscremesuppe, Hühnerleber nach Art der Sparköchin, Kompott

Planänderung gestern, weil ich meiner Mutter einen Haufen essfertiger Powidltascherl abschnorren konnte, die wir dann folgerichtig durch drei geteilt und zur Nachspeise bestimmt haben. Das Kompott habe ich dann heute serviert, nach einer Kürbiscremesuppe und, was wir auch schon länger nimmer hatten, einer Hühnerleber nach Art der Sparköchin mit Hirse.

Die Suppe war von der einfachen Art, wie immer, und es ist immer noch ein Stück Kürbis da. Entweder ich friere ihn ein oder es gibt in den nächsten Tagen ein Gemüse-Curry. Ich überlegs mir noch.

Heute mittags hab ich die Hühnerleber aufgetaut, und abends den von den Grillspießen abgesonderten und von mir geretteten Bratensatz in die große Pfanne getan und erhitzt. Darin hab ich erst zwei Happerl Zwiebel, geschnitten, angebraten und dann die Leber zugegeben und rundum angebraten. Dann hab ich mit Madeira abgelöscht, gesalzen und gepfeffert, Rosmarin dazugebröselt und mit einem Glas gekochte Paradeiser aufgegossen und zum Ausgleich der Säure ein bisserl gezuckert.

Weil auf dem Packerl stand "muss durchgegart werden", hab ich noch eineinhalb Äpfel, gewürfelt, hineingetan und dann umgerührt und den Deckel auf die Pfanne getan und alles noch ein knappes Viertelstünderl geköchelt. Dann war die Leber durchgegart, aber bröselig trocken. Nie wieder kaufe ich Leber abgepackt; die nächste wird wieder rosé gegart und auf der Zunge zergehen.

Aber sonst war der Geschmack gut, nur ist viel zuviel übrig geblieben. Von der Hirse übrigens auch, die ich auf bewährte Weise im beschichteten Reinderl geköchelt habe und die dann noch ein bisserl durchgezogen hat.

1 Kommentar 26.4.18 21:44, kommentieren