Der Sparküche-Blog.

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12. - 14. Oktober: Hühnergeschnetzeltes mit Couscous, Eis

Ich fürchte, heute habe ich mich verkocht. Mir hat mein Hühnergeschnetzeltes mit Couscous ganz hervorragend geschmeckt, aber die anderen vier waren sehr still und haben keinen Nachschlag verlangt. Mir egal, wir essen die Reste - trotz Protests des Kindes - am Sonntag auf. Naja. Vom Eis, das wir beim Italiener ausgefasst haben, ist natürlich nix übrig geblieben.

Weil ich mit Tieren an sich in der Küche nicht so gern umgehe, hab ich zuerst einmal die übrig gebliebenen gestrigen Erdäpfel hergenommen, einige fürs Mittagessen beiseite gelegt (und später mit dem Kürbis von gestern verzehrt, der wiederum sehr gut angekommen ist) und den Rest mit dem dritten Viertel vom Hokkaido sowie Wasser und vier Esslöffel Kokosmilch nochmals geköchelt. Ich habe dann noch nachgesalzen, aber ansonsten nimmer gewürzt. Am Schluss wurde püriert, und das entstandene Supperl hat uns am Samstag (der ansonsten nix Warmes brachte) mit Gebäck sehr gut geschmeckt.

Also dann doch irgendwann das Hendl. Eigentlich die Hendln, denn ich habe im Supermarkt zu Bio-Hendlbrust von zwei Tieren gegriffen, die um die Hälfte billiger war als das Filet. Was ich dann bei der Bearbeitung gemerkt habe: natürlich sind auch die Knochen noch dran. Ich hab also eine halbe Stunde herumgefitzelt, dass es eine Freude war.

Vor allem die Haut wollte sich selbst mit dem großen Messer nur unter maximaler Gegenwehr in kleine Stücke schneiden lassen. Die wollte ich nämlich im immer noch vorhandenen Melanzani-Öl zu Hendlgrammeln frittieren. (Habe ich auch gemacht, hätte ich aber lieber bleiben lassen sollen, denn das Zeug hat gespritzt wie überhaupt noch nie etwas in meiner Küche. Bistudeppert! Aber geschmeckt haben sie gut. )

Die Knochen habe ich gesammelt und eingefroren. Wenn mir das nächste Packerl Suppengemüse unter die Augen kommt, koche ich draus eine Suppe.

Ziemlich viel vom Frittier-Öl habe ich dann ins größte Reinderl getan, nochmals erhitzt und die Fleischwürfel rundum drin angebraten. Dann hab ich sie rausgehoben, etwas Fett ins Reinderl getan und zwei kleine Zwiebelhapperl grob ins Reinderl geschnitten. Eine Portion roher Karottenscheiben aus dem Tiefkühler kam auch dazu. Nach einigen Minuten hab ich gesalzen und gepfeffert, das Fleisch wieder hineingegeben, eine Handvoll blanchierter Erbsen und zwei Rosmarinzweigerl dazugeschmissen und etwa 150 ml Obers drübergeleert.

Wenn schon, denn schon.

Zugedeckt hat das ganze dann eine halbe Stunde vor sich hin geschmurgelt. Abends musste ich es nur noch aufwärmen und den gesalzenen Couscous mit kochendem Wasser übergießen und ziehen lassen. Und das Glaserl mit dem ungarischen Teufelszeugs auf den Tisch stellen.

2 Kommentare 14.10.18 10:58, kommentieren

11. Oktober: Wolkensuppe, Hokkaido mit Speck und Feta mit Fenchel-Erdäpfeln

Heute waren es nur zwei Gänge beim Abendessen, und nachher ein Stück von der belgischen Schokolade. Wir waren trotzdem alle sehr satt.

Erst habe ich einen halben Liter "Rindsuppe mit Karotten" aufgetaut und nachgesalzen. Als die Suppe gekocht hat, habe ich ein ziemlich frisches Ei verschlagen und zizerlweise in die Suppe getropft, so dass wolkenähnliche Gebilde entstanden. Bei Tisch rundete eine Kleinigkeit vom Kräutersalz die Sache zur Wolkensuppe ab.

Weil ich saisonal kochen möchte, habe ich heute den zweiten und letzten Hokkaido aus eigener Ernte geschlachtet. Die Hälfte davon habe ich geputzt und in Spalten geschnitten. In eine Auflaufform habe ich zwei Esslöffel Öl gegeben und den Boden damit bedeckt. Dann habe ich jede Kürbisspalte mit ein oder zwei Scheiben Frühstücksspeck umwickelt und in die Form geschichtet. Als die voll war, kam zerbröselter Feta drüber - und das ganze bei 190 Grad Ober- und Unterhitze für eine gute halbe Stunde ins Rohr.

Oh, hat das köstlich geschmeckt. Dazu haben wir gekochte, zerteilte, in Butter mit Fenchelgrün geschwenkte und gesalzene Erdäpfel gegessen.

Insgesamt also Hokkaido mit Speck und Feta mit Fenchel-Erdäpfeln.

Außerdem habe ich einen kleinen Schoko-Nuss-Guglhupf gebacken, zur Tilgung der Schande des gestrigen Striezels. So sind die kommenden Frühstücke gesichert.

2 Kommentare 11.10.18 19:23, kommentieren

noch immer 10. Oktober: zwei Dinge ...

... hab ich euch unterschlagen.

Erstens kam diesmal ins Curry ein ordentlicher Schwapp Kokosmilch, weil ich vor drei Tagen die nämliche Dose im Keller entdeckt habe und es geschafft habe, mich gestern beim Kochen wieder dran zu erinnern. Was ich mit dem Rest machen werde, steht allerdings noch in den Sternen.

Zweitens ist der Striezel gestern aber sowas von misslungen. Total speckig im Inneren und nicht ein bisschen aufgegangen. Ob das tatsächlich an der "abgelaufenen" Germ liegt oder an der Menge Fett und Zucker, vor allem Fett, das ich reingetan habe, weiß ich grad nicht.

Ich ess ihn ja trotzdem, aber für den Gast muss ich mir was anderes überlegen. Das hat mir grad noch gefehlt!

11.10.18 10:33, kommentieren

10. Oktober: Karpfenbouillon mit Nudeln, Kichererbsen-Curry mit Basmati, Bratäpfel

Weil ich heute beim Möbelschweden einen Frühstücksteller verdrückte, reichte mir der Rest der Parmigiana mit einem Stück Gebäck und danach ein Stück vom Schoko-Apfelkuchen als Mittagessen.

Das abendliche Menü habe ich nach dem Motto "was weg muss" komponiert. Als Beginn habe ich einen halben Liter "Karpfenbouillon, ungesalzen" aus dem Tiefkühler genommen. Was mir die Möglichkeit gibt, reichlich vom Kräutersalz des Kindes hineinzustreuen, was wiederum das Kind freuen wird. In die kochende Suppe kommt dann eine Portion selbstgemachter Nudeln hinein.

Ins Kichererbsen-Curry mit Basmati-Reis kommt heute kein Ingwer (weil keiner mehr vorrätig ist) und kein Glas gekochter Paradeiser, sondern die stattliche Sammlung Kirschparadeiser Klasse II aus eigener Ernte. Gute Methode, die loszuwerden. Außerdem die letzten beiden vorrätigen Karotten, ein paar Zwieberln, die schon viel zu lange im Abwaschkastl vor sich hin dämmern, eine Handvoll Erbsen aus dem Tiefkühler und eine Portion Kichererbsen, eigene Ernte und weich gekocht.

Und die üblichen Gewürze: Knoblauch, Curry, Rosmarin, Lorbeerblatt und eine Handvoll Rosinen und vier Stück Cashews. Weil mir nämlich unlängst ein halbes Packerl Studentenfutter zugekommen ist, dessen Haltbarkeitsdatum überschritten war. Der Inhalt ist aber total in Ordnung. Hab ich selber ausführlich getestet, ähem.

Also habe ich heute aussortiert: die Haselnüsse mögen wir nicht, die kriegen die Hendln. Eben die Cashews kommen ins Curry, ein Teil der Rosinen auch. 

Weitere Rosinen und die Mandeln, gehackt, kommen gemeinsam mit ein bisserl Marzipan und einem Löffel Feigenmarmelade als Fülle in die letzten drei geschnorrten Äpfel, mit unten einem Knöderl Marzipan als Verschluss. Die Äpfel kommen in eine bebutterte Auflaufform und werden als Bratäpfel hoffentlich einen passablen Nachtisch abgeben.

Außerdem habe ich im Kühlschrank zwei weitere Dinge gefunden, die dringend weg müssen: einen Würfel Germ (gestern abgelaufen) und den Rest vom Mürbteig von vor ... äh ... vielen Tagen. Der ist tatsächlich noch gut.

Na, hab ich erstens aus dem halben Germwürfel und verschiedenen Resten - unter anderem der allerletzten Handvoll Rosinen aus dem Studentenfutter - einen Germteig-Striezel geknetet und geflochten (backen muss ich ihn aber erst, ich hoffe er wird was!) und zweitens den Rest Mürbteig zu vier Kugerln gewuzelt, diese flach gedrückt und den Rest der Bratapfel-Fülle drauf verteilt. Diese Vielleicht-Kekserl kommen mit dem Striezel aufs Blech und werden uns hoffentlich auch schmecken.

Jetzt schauts wieder übersichtlich aus in meinem Kühlschrank, gottseidank.

1 Kommentar 10.10.18 17:02, kommentieren

9. Oktober: Parmigiana, Kaiserschmarrn mit Pfirsichmus

Missmutig hab ich heute auf die beiden kleinen Melanzane geblickt, die immer noch im Gemüsefach lagern. Weil es auch Paradeiser gab und einen Rest Mozzarella, dachte ich an eine Parmigiana. Gerade wollte ich in meinen Rezepten kramen, als mir bewusst wurde, dass der Gast ja italienischen Ursprungs ist. Und zack!, schon hatten wir eine Verabredung in der Küche.

Ich schreibe hier das Original-Rezept der Parmigiana auf, nach dem der Gast gearbeitet hat, ich werde das bei nächster Gelegenheit aber zart austrianisieren.

Man nehme also eine Dose Passata (passierte italienische Paradeiser) und würze sie mit Salz, Pfeffer und Zucker und gebe ein paar Basilikumblätter rein. Dann schneide man die Melanzane längs in 3 - 4 mm dünne Scheiben, salze sie und lasse sie Wasser ziehen. Danach wasche man sie ab und trockne sie mit Küchenrolle ab. Man frittiere sie in heißem Öl, fische sie raus und trockne sie mit Küchenrolle ab. (Daraufhin war mein gesamter Drei-Jahres-Vorrat an Küchenrolle weg.)

In eine eher höhere Auflaufform kommen nun zwei Esslöffel Paradeissauce, drauf wird mit einer Schicht Melanzane ausgelegt, drauf wieder Paradeiser und dann gewürfelter Mozzarella (Tipp der Schwiegermutter des Gastes: stattdessen Scamorza verwenden), und man bestreue mit geriebenem Parmesan.

Dann wieder Melanzane, Paradeiser und die Käse bis zum Ende des Vorrats, abschließen mit Paradeisern und Käse. Bei vorgeheizten 190 Grad Ober- und Unterhitze für 25 Minuten ins Rohr, dann für 5 Minuten den Grill zuschalten. Und dann mit Weißbrot, zum Auftunken der Sauce, servieren. Vorsicht. Brennheiß.

Weil der Gast meinte, eigentlich sollte er ja ein österreichisches Rezept lernen, ließ ich ihn zusehen, als ich den Kaiserschmarrn zubereitete. Eh wie immer, könnt ihr nachlesen oder eh schon auswendig herbeten. Heute aßen wir Weingartenpfirsichmus (ohne Zucker) dazu. 

Zwei Portionen Schmarrn sind übrig geblieben. Ich hab sie bei den Nachbarn ausgeschrieben, und sie wurden prompt abgeholt.

9.10.18 20:16, kommentieren

8. Oktober: Gemüsesuppe, Pasta mit Mangoldsauce, Buttermilch mit Beeren

Das heutige Essen war nicht unbedingt nach unserem Geschmack. Aber ich probiers halt immer wieder mit den Mangoldstielen. Heute gab es sie als Mangoldsauce zu Dinkelpasta mit Mozzarella und Parmesan nach Belieben.

Begonnen hab ich damit, den frisch geernteten Mangold zu putzen und Stiele und Blätter getrennt zu blanchieren. Die Blätter hab ich eingefroren. In ein Reinderl kam ein Schuss Obers mit Salz, Pfeffer und etwas Wasser, und die klein geschnittenen Mangoldstiele kamen dazu und wurden weich gekocht. Dann habe ich noch mit etwas Wasser aufgegossen, mit der türkischen Gewürzmischung gewürzt und mit einem Gmachtl aus Speisestärke und kaltem Wasser gebunden.

Für die Gemüsesuppe habe ich den Fleischbällchen-Sud als Basis verwendet und zwei Handvoll kleinteiliges Gemüse hineingegeben, wenig nachgesalzen und das Gemüse weich gekocht.

Zum Schluss hab ich die Pasta (Dinkel-Spiralen) gekocht und geriebenen Parmesan und gewürfelten Mozzarella auf den Tisch gestelt.

Die Buttermilch habe ich als Convenience geschnorrt und gerecht auf uns drei aufgeteilt.

Ehrlich gesagt hoffe ich, dass uns das morgige Abendessen besser munden wird.

1 Kommentar 9.10.18 13:50, kommentieren

7. Oktober: Kürbiscremesuppe, Fleischbällchen in Paradeissauce, Schokopudding

Weil wir heute einen Ausflug machten, von Gießhübl zur Franz-Ferdinand-Hütte und dann zurück nach Perchtoldsdorf und Rodaun, musste in der Früh schon vorgekocht werden. Gut, dass ich eh nicht schlafen konnte ...

Von der gestrigen Gemüsecremesuppe ist ein Teller voll übrig geblieben, da hab ich kalt lächelnd ein Stück vom Butternuss-Kürbis und einen Erdapfel hineingewürfelt und mit Wasser und Salz verlängert und alles nochmals eine gute Viertelstunde kochen lassen. Dann hab ichs püriert, bei Tisch werden wir mit Kräutersalz nachwürzen.

Außerdem hab ich aus 40 Deka Rindsfaschiertem, einem Ei, drei Esslöffeln Bröseln sowie Salz und Pfeffer eine Masse geformt, die ich zu kleinen Kugerln geformt habe, die ich dann in Salzwasser gekocht habe. Dabei ist mir aufgefallen, dass der Sud eigentlich eine sehr gute Suppenbasis abgeben würde, die ich dann morgen verarbeiten werde.

Und ich hab noch einen halben Liter gekochte Paradeiser im Kühlschrank. Die kommen mit Salz, Pfeffer und Zucker ins Reinderl, dann kommen alle vorrätigen Kirschparadeiser dazu, die nicht mehr ganz taufrisch aussehen, und alles wird aufgekocht und köchelt ein paar Minuten. Dann kommt ein Gmachtl aus Wasser und Speisestärke dazu, um die Sauce zu binden. (Und so hab ich mir wieder einmal eine Einbrenn erspart.)

Dazu stelle ich ein paar speckige Erdäpfel zum Dämpfen hin. In der fertigen Paradeissauce werden die Fleischkugerln erhitzt, und schon haben wir Fleischbällchen in Paradeissauce mit Erdäpfeln. Den Schokopudding hab ich ja schon gestern gemacht. (Gottseidank.)

7.10.18 15:57, kommentieren

6. Oktober: Pasta mit Sauce Bolognese, Schokopudding

Keine Zeit fürs Kochen. Nur zwei Portionen Spiralen gekocht und zwei Portionen Sauce Bolognese aufgetaut. Wovon wir folgerichtig alles verzwickt haben.

Immerhin habe ich aus einem Liter Milch (verbilligt) und jeder Menge Trinkkakaopulver (gehört längst weg) sechs Portionen Schokopudding gekocht, mit Maisstärke. Davon hab ich drei Portionen für morgen Abend aufgehoben, der Rest hat nur bis zum Abend überlebt.

Und mir ist wieder eine Tasse Bio-Suppengemüse zugefallen. Von der hab ich zwei Karotten aufgehoben und den Rest zerkleinert und eine Suppe gekocht. Zusätzlich aufgebessert mit einem Erdapfel, zwei Esslöffeln Berglinsen und Kräutern (Petersil, Oregano, Rosmarin, Lorbeerblatt und Knoblauch).

Und schon hatten wir ein Abendessen.

Naja, es wäre ein frugales Mahl geworden, wenn ich mich nicht im Supermarkt vom Kind hätte überreden lassen, zwei Portionen San Daniele Schinken zu erwerben.

Morgen gehts dann wieder los mit dem Kochen.

1 Kommentar 6.10.18 19:18, kommentieren

5. Oktober: Gedünstete Melanzani und Apfelkompott

Heute ist es den ersten beiden Melanzani an den stacheligen Kragen gegangen. Allerdings wollte ich sie richtig weich kriegen und habe sie gedünstet. Was ich allerdings nicht bedacht habe, war, dass die Haut nach längerer Lagerung - oder vielleicht ist es auch die Sorte? - ziemlich fest wird und eher hantig zu essen ist. Die nächsten beiden Melanzani schäle ich, das weiß ich jetzt schon.

Jedenfalls habe ich im beschichteten Reinderl ein wenig Öl erhitzt und eine große Knoblauchzehe drin gebraten. In der Zwischenzeit habe ich die Melanzani in Würfel geschnitten und nach einigen Minuten zum Knoblauch gegeben. Zuerst rösteten sie bei großer Hitze ein paar Minuten, dann habe ich sie gesalzen, aus dem Garten ein Zweigerl Rosmarin geholt und zugegeben und mit einem Lackerl Wasser aufgegossen.

Umrühren, Deckel drauf, Hitze reduzieren, eine Viertelstunde schmurgeln lassen. Meine gedünsteten Melanzani hab ich mit dem Rest vom Nussbrot gegessen.

Und weil ich heute früh den Dörrapparat mit Apfelspalten befüllt habe, sind viele Apfel-Eckerl übriggeblieben. Die habe ich nicht alle selber gegessen, sondern im Reinderl gesammelt und am Ende mit Zucker und einer Nelke zu einem Kompott verkocht. Welches wir am Abend stantepede verputzt haben.

Aber das mit den Apfelschalen hab ich vorerst lassen, das wäre mir akut der Spielerei zuviel gewesen. (Es gibt ja noch Äpfel.)

5.10.18 19:35, kommentieren

3. und 4. Oktober: Broccolicremesuppe (immerhin)

Langsam tritt betreffend die Äpfel der Normalbetrieb ein. Es ist nur noch eine große Tasche voller Kronprinzen da, die durchgesehen und verarbeitet werden müsste. Die restlichen Äpfel lagern in vier Steigerln und werden hoffentlich bis zum Nikolaus durchhalten.

Heute habe ich die letzten Renetten zu vier Gläsern Apfelmus verarbeitet, drei mir zugekommene Birnen kompottiert und eingeglast und den Broccoli zu einer Suppe verarbeitet - die wir bereits restlos verputzt haben. Eh die übliche Machart. Außerdem hab ich einen halben Kilo Bio-Zuckerkarotten geschnorrt, die ich geschält und mit dem Buntemesser scheibliert habe und eingefroren. Kann ich immer wieder mal brauchen, und gezackt geschnitten akzeptiert das Kind die Karotten eher als normal zerkleinert. (Ist halt nicht seine Lieblingsfarbe, das Orange. Grün wärs - aber Broccoli und grüner Salat sind ja auch sehr gesund.)

Irgendwann sollte ich mich hinstellen und den Dörrapparat mit Apfelscheiben befüllen, und von den Schalen will ich die schöneren Stücke auch gleich mit trocknen, als Zugabe zum gemischten Tee.

Mittags habe ich wenigstens im Kühlschrank aufgeräumt: ein Rest Brot mit einem Rest Schmalz, einem Rest Käse und nachher den Rest vom Grießkoch. Einen Rest entsaftete Äpfel hab ich vom Nachtisch zu Hühnerfutter umdeklariert und stattdessen ein Stück Kuchen gegessen.

Ha, und meinen Vorrat an Papierservietten habe ich durchgesehen. Fünf Packerl Weihnachtsservietten. Reicht bis zu meinem 75er.

Die Melanzani kühlen immer noch vor sich hin. Und wer die Suppe für morgen Abend kocht - mittags gibts familiendynamisch bedingt Pizza -, steht auch noch in den Sternen.

Mir wird einfach nicht fad.

3.10.18 20:06, kommentieren

2. Oktober

Keine Ahnung, was mich beflügelt hat. Vermutlich die Tatsache, dass ich um halb neun aus dem Haus sein musste. Jedenfalls sind gleich in der Früh die Kirschparadeiser in neun Gläser gewandert, und der Saft ist auch fertig. (Und eine Maschine Wäsche hab ich gewaschen, aber das hat mit Kulinarik nix zu tun. )

Danach, und nach meinen vormittäglichen Erledigungen, war ich dermaßen fertig, dass es ein gekauftes Mozzarella-Weckerl auch tat. Und ich konnte ein Stück Apfelstrudel von meiner Mutter schnorren.

Nicht einmal die abendliche Suppe hab ich zu kochen geschafft. Dafür gabs geräucherte Lachsforelle mit Senf-Dill-Sauce (der Rest im Glas muss weg! ) und Weißbrot. Und fürs Kind danach Apfelstrudel. Gerechtigkeit muss sein.

2 Kommentare 2.10.18 18:22, kommentieren

30. September und 1. Oktober

Die heutige Aufgabe des Tages lautete: Räume ein Regalfach im Schuppen leer und stelle die Steigerln mit den Äpfeln hinein. Kein Wunder, dass die Sparköchin heute vormittags erfolgreich um diese Aufgabe herumarbeitete, ist ihr zweiter Vorname doch Prokrastinazia.

Ich habe also eine Gemüsecremesuppe gemacht, vier Glaserl Apfelmus, habe den Rest vom Apfelsaft nochmals aufgekocht und abgefüllt, einen Apfelkuchen gebacken und noch diversen anderen Kleinscheiß erledigt. Als aber gegen Mittag die Regenwolken aufzogen und die Steigerl immer noch im Garten herumstanden, bin ich dann doch zum Schuppen gehirscht und habe: den Schuppen leergeräumt, um zum Regalfach vorzudringen; zwei Nachbarfächer neu geschlichtet, um Platz zu schaffen; das nämliche Regalfach leergeräumt und die Äpfel reingestellt; den Schuppen wieder angeräumt. Mpf.

Deswegen ist das Kochen entfallen, und ich habe nur die Gemüsecremesuppe verkostet und ein Brot gegessen. Und ein Stück Kuchen natürlich.

In der Suppe, die auch vom Kind gelobt wurde, waren heute Erbsen, eine Karotte, eine halbe Pastinake, zwei Knoblauchzehen, ein halber Mini-Zucchino, ein Stück Kohlrabi, ein Erdapfel und ein Lorbeerblatt drin. Und Salz. Und Obers.

Jetzt sind meisten Gemüsereste aus dem Kühlschrank weg, nur die mittlerweile vier Melanzani lungern immer noch im Gemüsefach herum. Ich hoffe ich kann mich bald überwinden und was damit anfangen.

Der Apfelkuchen ist mein Blitz-Kuchen, aber verlängert mit einem Rest Obers samt Fettrand und deswegen auch mit drei Deka mehr Mehl. Weil ich die größere der kleinen Auflaufformen verwendet habe.

Die morgige Aufgabe des Tages lautet: Vermuse die letzten Renetten und koche die etwa zwei Kilo Kirschparadeiser, in Aufopferung von Muttern und mir gesammelt, für den Winter ein. Ich bin schon gespannt, was ich da wieder alles vorher dringend erledigen werde müssen.

1 Kommentar 1.10.18 18:33, kommentieren

28. und 29. September

Verständigen wir uns darauf, dass gestern ein schlechter Tag war. Dementsprechend haben wir nur die Karfiolcremesuppe gegessen, in die ich den kleinen Rest des Kohlrabigemüses (mit Käse) eingerührt habe. Dann noch ein Scheiberl Schwarzbrot, in kleine Würfel geschnitten, und gut wars.

Die heutige Suppe war komplett aus dem Tiefkühler. Das Mittagessen haben wir nämlich getrennt eingenommen, das Kind und ich, und für den Abend hab ich eine Fischbouillon mit Gemüse und Frittaten komponiert. Fischfond und Frittaten aus dem Tiefkühler. Zum Fond etwas Wasser, erhitzen, einen Jogurtbecher voll tiefgefrorenen Karottenscheiben und Erbsen dazu, gesalzen und alles zehn Minuten geköchelt.

Die Frittaten, weil sie noch eiskalt waren, eine Minute in die heiße Suppe gegeben und dann alles serviert.

Als Nachspeise gönnte ich jedem eine Cremeschnitte, hausgemacht, aber nicht von mir, sondern vom Wirten. Köstlich. (Das Kind ist immer noch am Essen.)

Jedenfalls habe ich heute die erste Hälfte der Apfelernte hinter mich gebracht. Eh mit sehr viel Hilfe, aber jetzt stehen etwa 30 Kilo Äpfel herum, die sortiert und in Steigerln gelegt werden wollen. Und die angetitschten (das sind die meisten, leider) müssen gach verarbeitet werden, aber das hab ich auf morgen verschoben. (Die Nachbarin, die mir vor einer Woche erzählt hat, dass ihr Mann zwei Billa-Sackerl voll Äpfel heimgebracht hat und sie alle verarbeitet hat und jetzt keine Äpfel mehr sehen kann, hat uns heute beim Ausladen gesehen. Und war fassungslos.)

Ihr werdet in den nächsten Tagen eher mehr von Äpfeln lesen hierorts.

29.9.18 18:09, kommentieren