Der Sparküche-Blog.

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8. November: Grießkoch

Wir sind aufgehalten worden. Also war nix mit Kochen, Essen musste möglichst schnell verfügbar sein. Da bot sich ein Grießkoch mit Vanille an, der auch Beifall vom Gastkind kam. Da dachte ich mir: den möchte ich verlängern, den Beifall, und wärmte dem Kind zunächst die Zucchinicremesuppe von gestern, bevor ich ihm ebenfalls einen Grießkoch mit Vanille offerierte.

Der Beifall ist auch nicht ausgeblieben.

 

Gedankliche Notiz: Die weißen UFO-Kürbisse, genannt Patissons, werden wir nächstes Jahr möglichst frisch verwerten. Ich hatte ja ein Exemplar aufgehoben, das habe ich heute angeschnitten. Besser gesagt, ich habs versucht, aber die Schale ist sehr hart geworden, was mir mühsame Schälarbeit eintrug. Hoffentlich schmeckt wenistens die Suppe am Abend unauffällig ...

8.11.19 14:01, kommentieren

7. November: Couscous-Laibchen mit Roten Rüben

Weil gestern nur eine Portion Couscous übrig geblieben ist, wir aber zu zweit essen wollten, musste ich experimentieren. Schnell gehen musste es auch. Also habe ich die Couscous-Laibchen mit Roten Rüben nicht ins Rohr getan, sondern gach in der Pfanne in Öl beidseitig gebraten.

Die Roten Rüben waren der Ausschuss der heurigen Ernte: vier Stück Miniaturen, insgesamt eine großzügige Handvoll. Ich wollte sowieso zwei Eier kochen, weil das Kind Aufstrich machen möchte. Die hab ich gleich mit den Roten Rüben mitgekocht. (Aber ich hab sie natürlich früher wieder rausgenommen. )

Die gekochten Roten Rüben hab ich nur geschält und gewürfelt. Für die Masse der Laibchen habe ich den Couscous in eine Schüssel getan und ein kleines Ei dazugetan. Gewürzt habe ich mit Salz und Gewürzmischung aus der Türkei, die auch bald zu Ende sein wird. Dann werden wir in den nächsten Monaten oder Jahren afrikanisch essen ...

Ein Packerl Feta ist mir auch in die Hände gefallen, da hab ich ein Stück rausgenommen und zerdrückt. Nach dem ersten Verrühren war klar: die Masse ist zu flüssig. Nach einer kurzen intraindividuellen Diskussion - Semmelbrösel oder Haferflocken? -  hab ich mich für die Haferflocken entschieden (die Semmelbrösel hätte ich aus dem Keller holen müssen). Eine Handvoll reichte, um die Masse konsistenztechnisch so hinzukriegen, dass ich in der Pfanne Laibchen formen konnte.

Aber so ganz ohne Gemüse wollte ich die Laibchen auch nicht haben. Hab ich von den geraspelten Karotten, die eigentlich für die Hendln vorgesehen waren, eine Handvoll abgezweigt und in die Masse gemischt.

Vier Laibchen sind sich ausgegangen, eines hat sich das Gastkind einverleibt, die anderen drei hab ich verzwickt. Die Roten Rüben haben wir redlich geteilt.

7.11.19 19:13, kommentieren

6. November: Couscous mit Paradeiskraut nach Art der Sparköchin

Heute habe ich mir einen Tag ohne Termine gegönnt und meinen Haushalt halbwegs wieder in Ordnung gebracht. Unter anderem habe ich die Übersichtlichkeit in meinem Kühlschrank wieder hergestellt. Nicht, dass keine Arbeit mehr da wäre, aber jetzt sieht man sie wenigstens wieder auf den ersten Blick, ohne graben zu müssen.

So habe ich die Pastinaken-Ernte verwertet: die Wurzeln gewaschen, geputzt und geschält und klein gewürfelt, die dünnen Wurzeln und unregelmäßige Stücke habe ich getrennt für die Suppe (als Ersatz für leider nicht vorhandene Petersilwurzeln) eingefroren. Die Lade für Gemüse ist schon wieder gut voll, was auch notwendig ist, denn für die abendlichen Supperln geht ordentlich Gemüse drauf.

Das Kind liebt ja auch die klaren Fleischsuppen, weil es sich da Frittaten oder Backerbsen reinschmeißen kann, aber leider nicht das Fleisch, das darf dann immer ich essen. Deswegen gibt es meist Gemüsecremesuppen. Gestern und heute zum Beispiel die Selleriecremesuppe - die Sellerie-Ernte habe ich nämlich gestern verarbeitet.

Jedenfalls habe ich endlich das Sackerl mit den Mini-Kohl-Pflanzerl geleert, das Kraut gewaschen und fein geschnitten und mit einem ebensolchen kleinen Zwiebelhapperl in ausgelassenem Speck einige Minuten bei großer Hitze angebraten. Dann habe ich gesalzen und mit Hing hoffentlich die Blähungen vermieden und einige zerteilte Paradeiser zugegeben und die, weil nicht ganz reif und damit sauer, mit einem Löffel Zucker gewürzt.

Das ganze hat zugedeckt noch vielleicht 10 - 15 Minuten gedünstet, währenddessen hab ich zwei Portionen Couscous mit kochendem Wasser übergossen, gesalzen und ziehen lassen. Dann hab ich wieder bei großer Hitze die Flüssigkeit vom Gemüse verkochen lassen und diesen abgewandelten burgenländischen Klassiker zu Paradeiskraut mit Couscous erklärt.

Bei Tisch habe ich mir einen Rest Blauschimmelkäse über den Couscous gebröselt, was überhaupt nicht zum Kraut gepasst hat, leider. Dem Gastkind hab ich geriebenen Parmesan drübergestreut, was hoffentlich die bessere Variante war. Gemeckert hat das Kleine jedenfalls nicht.

Als Nachspeise gabs Joghurt mit Zucker bzw. Brombeermarmelade. Und jetzt überlege ich gerade, ob ich wohl mit einer Bananenmilch die diesbezüglichen Vorräte reduzieren soll.

6.11.19 15:01, kommentieren

4. und 5. November

"Ich hab Hunger!" und "Ich will was essen!" ist nicht dasselbe. Ist aber im Grunde egal, weil gebrüllt wird in jedem Fall. Also war die Sparköchin gefordert, das Essen rasch auf den Tisch zu bringen. Was damit endete, dass es eine Kombination aus Pasta, Käsewürfeln und Paradeisern wurde, garniert (eher: geschmiert) mit Olivenöl (wieder das aus dem Glas von dem selbst Eingelegten).

Der Käse war im Falle des Gastkinds irgendein Almkäse, die Sparköchin selbst hat sich einen feschen Blauschimmelkäse über die Teigschneckerln gebröselt und einen Rest vom grünen Salat vom Wochenende dazu gegessen.

Das war gestern. Heute war ich klüger, hab ich mir gedacht, und kaufte rechtzeitig einen Thunfisch-Sandwich für das Gastkind. Selber habe ich die restlichen Teigwaren von gestern verspeist, ohne alles, aber egal.

Es war eine schlechte Entscheidung, die ich da getroffen habe. 

Erstens war keiner in der Vitrine, und statt einfach irgendeinen anderen Sandwich zu nehmen, ließ ich zu, dass die Verkäufern ins Lager lief, um welche zu holen. So habe ich wertvolle Zeit verbraten und den Autobus aber sowas von gerade noch erwischt.

Zweitens ist mir erst nach der Kassa eingefallen, dass der Supermarkt vermutlich keinen Bio-Thun aus Angelfang verarbeitet so wie der aus der Dose, die ich manchmal kaufe. Abgesehen davon, dass Thun eh überfischt ist. Meine Befürchtung hat sich bewahrheitet. Wenigstens die Verpackung hatte das FSC-Zeichen.

Warum allerdings das, blieb mir schleierhaft. Erstens war die Verpackung plastik-kaschiert und zweitens kriegte ich sie anweisungsgemäß nicht auf, riss daher ungeduldig daran und hatte den Sandwich unversehens auf dem Tisch liegen.

Und weil der Thunfisch - vermutlich ist Billa stolz auf die hohe Qualität seines Produkts - nicht zu einer Creme verarbeitet im Sandwich prangte, sondern als Filet, bröselten mindestens zehn Prozent des Fischs auf allen Seiten raus. Wie jemand das unfallfrei essen möchte, ist mir ein Rätsel.

Das nächste Mal nehme ich wieder eine Viertelstunde Gebrüll in Kauf und koche was.

5.11.19 22:54, kommentieren

3. November: Gemüse-Eintopf mit Lammstelze, Blätterteig-Schnecken

Es ist immer gut, wenn man alles aufhebt. Aus unterschiedlichsten Resten habe ich heute einen Gemüse-Eintopf mit Lammstelze und Weißbrot komponiert. Außerdem habe ich das vermeintliche Mittagessen für morgen vorbereitet. Weil sich aber herausgestellt hat, dass ich den Auswärts-Termin morgen doch nicht habe, werden die Blätterteig-Schnecken zum heutigen Abendessen umdefiniert.

Für den Eintopf hab ich zwei Schluck von dem Olivenöl, in dem ich den Schafkäse und die getrockneten Paradeiser eingelegt hatte, ins Reinderl gegeben und drin drei gewürfelte Erdäpfel und vier Mini-Karotten (insgesamt eine mittlere) in Scheiben angebraten. Nach einigen Minuten habe ich mit Salz und Paprikapulver gewürzt und mit einem Rest gekochter Paradeiser (vielleicht drei Esslöffel) abgelöscht.

Dazu kamen dann etwa zwei Handvoll Zucchiniwürfel und ein Esslöffel Kürbiswürfel sowie heißes Wasser, bis alles bedeckt war. Umgerührt, Deckel drauf, schmurgeln lassen. Nach einer Viertelstunde habe ich eine Handvoll geschnittener blanchierter Mangoldstiele sowie die kleine Lammstelze von vorgestern, ebenfalls klein gewürfelt, hineingegeben, um sie zu erwärmen.

Gebunden hab ich die Sauce mit einem Schuss Obers und einem Gmachtl aus einem gehäuften Teelöffel Speisestärke und einem Schluck Wasser. Das Weißbrot hat gut dazu geschmeckt. Dem Kind waren es anteilsmäßig zu viele Erdäpfel, aber den Geschmack hat es sehr gelobt. Das Gastkind hat sein Schüsserl schweigend geleert, aber Schweigen ist bei diesem Kind bei Tisch als Zustimmung zu werten.

Parallel dazu und zwischendurch habe ich aus einem Teil der geschenkten Äpfel einen Apfelkuchen aus Mürbteig gemacht. Dies deshalb, weil der erst in zwei Tagen genussreif sein wird und wir bis dahin sowieso noch den Allerheiligenstriezel vernichten müssen.

Und die erwähnten Blätterteig-Schnecken. Lieber Himmel, ich sollte beim Einkaufen besser achtgeben. Ich hab nämlich irrtümlich nicht die viereckige, sondern die runde Version erwischt, was die Schnecken ziemlich unterschiedlich hat werden lassen. Aber eigentlich waren es eh Nicht-Schnecken, was ich da produzierte.

Schon in der Früh hatte ich fünf kleine mehlige Erdäpfel gedämpft und auskühlen lassen. Die habe ich durch die Presse gedrückt und mit Salz und Muskatnuss gewürzt und mit einem kleinen Ei, geriebenem Käse und gewürfelten Speck-Resteln angereichert. Auf Gemüse hab ich diesmal verzichtet (wir werden Salat und Paradeiser dazu essen).

Als ich den Teig zu einer Maxi-Palatschinke aufrollen wollte, war er schon etwas aufgeweicht. Deshalb blieben die Streifen, die ich schnitt, auch nicht schnecken-rund, sondern quatschten zu einer Art schmaler Tascherl zusammen, die ich aber ohne Zögern ebenfalls aufs Blech (mit Backpapier) legte und bei 180 Grad Heißluft goldbraun buk.

Das Kind lauerte schon die ganze Zeit, ob es wohl heute schon eins schnorren konnte, aber jetzt ist ihm seine Portion als Abendessen ja gewiss.

3 Kommentare 3.11.19 13:17, kommentieren

Allerseelen: unvermuteter Apfelstrudel

Meine Mutter hat nicht alle Äpfel mir gebracht. Sie hat selber genug behalten, um heute einen formidablen Apfelstrudel zaubern zu können. So sind wir unvermutet - eigentlich hatte ich nur Gemüse ernten wollen - zu einem Mittagessen gekommen.

Vorher gabs Broccolicremesuppe, die meine Mutter allerdings ganz anders macht als ich. Ich denke, sie fabriziert aus Fett und Mehl eine Einbrenn, röstet darin zerteilten Broccoli und Erdäpfel an, Zwiebel und Knoblauch natürlich auch, gießt dann mit Wasser auf, würzt und kocht alles, gibt Rahm dazu und püriert alles. Obenauf kommen gehackte Kräuter. Die Suppe ist weit flüssiger als unsere, hat aber, wenn es Apfelstrudel gibt, die beste aller Einlagen: Zupfnockerl.

Weil vom Teig immer wieder was übrig bleibt. Weil meine Mutter die dicken Ränder vom gezogenen Teig immer wegschneidet. Diesen Rest könnte man einfrieren und bei Gelegenheit einen Zweipersonenstrudel machen. Aber meine Mutter zupft von diesem Teigrest kleine Stücke ab und kocht sie in der Suppe ein.

Schmatz.

Gemüse geerntet hab ich natürlich. Ein paar Pastinaken waren es, die könnte man als Ernte bezeichnen. Und einige Selleriepflanzen, wo statt der Knolle unten nur eine unscheinbare Verdickung ist. Die muss ich demnächst einmal putzen und dem Tiefkühler zuführen.

2 Kommentare 2.11.19 15:06, kommentieren

Allerheiligen: Lammstelzen aus dem Ofen mit Trallala

Aber heute endlich. Die Lammstelzen waren gut aufgetaut. Ich hab Omas Uralt-Bräter ausgepackt und ein Achterl Wasser reingegossen. Da hinein kamen die Stelzen, drei mit einem Rosmarinzweig gespickt, alle mit Salz und Knoblauch eingerieben. Deckel drauf, bei 200 Grad Ober- und Unterhitze ins Rohr.

Den Rest vom Bittersalat in schmale Streifen geschnitten, gesalzen und mit Wiener Marinade übergossen, einen Glockenpaprika, fein geschnitten, drübergestreut. (Diesmal wars ein höllisches Exemplar. ) Die Gurke geschält und grob geraspelt, den Saft ausgedrückt, mit Salz und Knoblauch gewürzt, mit griechischem Joghurt verrührt und in den Kühlschrank getan. Die Temperatur auf 160 Grad reduziert.

Aus dem Rest vom Mangold wie gestern ein Gemüse gekocht. Ein Happerl grünen Salat gewaschen und zerzupft und mit Wiener Marinade übergossen. Ein halbes Kilo speckige Erdäpfel geschält, die großen zerteilt und alle in den Bräter geschupft.

Den Rest vom Reis mit einem Ei, geriebenem Parmesan, Gewürzmischung, Schnittlauch und Salz vermengt.  Von einigen Paradeisern eine Kappe abgeschnitten und ausgehöhlt, zwei Eierparadeiser längs halbiert. Die Reisfülle in die Paradeiser gestopft und auf ein Blech gelegt.

Das Blech in die unterste Schiene eingeschoben, den Deckel vom Bräter abgehoben, die Temperatur auf 150 Grad Heißluft korrigiert. Da waren die Stelzen schon eineinhalb Stunden im Rohr gewesen. Jetzt blieben sie noch eine halbe Stunde drin, dann wurde ausgeschaltet und noch ein paar Minuten ziehen lassen.

Eine kleine Stelze ist komplett übrig geblieben von unseren Lammstelzen aus dem Ofen mit Trallala, die habe ich für demnächst reserviert. Aus zwei Knochen, dem Bratensaft, etwas Wasser und Gemüse köchle ich gerade eine starke Suppe.

Jetzt geh ich wieder in die Küche und hänge die Etiketten (das Kind hat sie dankenswerterweise geschrieben) an die Gläser, die ich gestern eingekocht habe: 11 x Chutney und 4 x Feigenmarmelade. Weil jetzt nur mehr die Karotten und die Kraut-Triebe zu verarbeiten sind, wäre mir ja demnächst fad geworden. Deshalb hat mir meine Mutter vorsichtshalber einen Sack Äpfel mitgebracht. Damit ich wieder weiß, was ich tun könnte ...

1.11.19 14:50, kommentieren

Weltspartag: Berner Würstel mit Mangoldgemüse, Rote-Rüben-Salat und Reis

Das Sonderangebot des Supermarkts bestimmte den heutigen Speiseplan. Eine Dreierpackung Bio-Berner Würstel zum halben Preis wanderte ohne Federlesens ins Körberl. Weil vom Vorjahr im Tiefkühler noch Mangold (blanchiert und geschnitten) vorrätig ist, hab ich die größte Packung gleich einmal rausgenommen und aufgetaut. Außerdem hab ich zwei Portionen Reis gedämpft. Ich selbst hab einen Rest Rote-Rüben-Salat aus dem Kühlschrank verputzt.

Während die Würsterl grillten, hab ich aus dem ersten Drittel vom Mangold ein schnelles Gemüse gekocht: Mangold mit wenig Milch, Salz und Curry langsam zum Kochen bringen und einen Esslöffel Grieß gut einrühren und damit die Flüssigkeit binden.

Außerdem hab ich für morgen die 2 x 2 Lammstelzen aus dem Tiefkühler  genommen, die tauen gerade im Kühlschrank langsam auf - und verringern so angeblich die Stromkosten für den Kühlschrank um ein Alzerl.

Aus dem zweiten Drittel Mangold hab ich für heute Abend gleich ein Mangoldcremesupperl geköchelt, eh wie immer mit einem Erdapfel und Gewürzen und mit Milch verfeinert. Morgen gibts aus dem letzten Drittel wieder ein Mangoldgemüse zu den Lammstelzen, außerdem Salate, Erdäpfel und eben den Rest Reis.

Aber heute Mittag aßen wir Berner Würstel mit Mangoldgemüse und Reis.

1 Kommentar 31.10.19 16:35, kommentieren

27. bis 30. Oktober

Oh. Hier war ich auch schon länger nimmer. Tut mir Leid. Aber es gibt eh nur zu berichten, dass wir ständig auswärts essen.

Sonntag waren es überbackene Schinkenfleckerl mit Chinakohlsalat bei Muttern. Montag fielen wir nach etlichen Terminen in der Nordsee ein und vernichteten gebackenen Alaska-Seelachs mit Erdäpfelsalat. Dienstag suchten wir ein asiatisches Restaurant mit Buffet und Teppanyaki heim. Und heute haben wir uns im Einkaufszentrum beim Elch verköstigt. Einmal im Jahr dürfen es auch Köttbullar sein.

Im Kühlschrank vegetiert derweil das geerntete Gemüse vor sich hin. Wobei, zumindest koche ich jeden Tag fürs Abendessen eine Suppe. Da lassen sich allerhand Gemüsereste verwerten; heute waren es einige kleine Karfiol-Triebe mit weißen Knöllchen in Erdnuss-Größe. Aber geschmeckt hat die Suppe gut. Für morgen hätte ich noch vier Mini-Rote-Rüben. Und wir feuern den allerletzten Zucchino auf der Terrasse an, der sich bemüht, zu einem Standard-Exemplar heranzuwachsen. Aber bei dem Wetter wird er nicht weit kommen, fürchte ich.

Außerdem habe ich neulich jede Menge Lebensmittel gerettet. Aus einem Kilo Pflaumen - so runde schwere Dinger zwischen blau und lila - hab ich einen Kuchen gebacken und ein Schüsserl Kompott gekocht. Die Melone essen wir zum Frühstück, an den Weintrauben arbeitet das Gastkind mit Verve.  Und die Bananen kommen auch gut weg.

Ich kann euch nur auf Freitag vertrösten: zu Allerheiligen serviere ich für die ganze Familie gebratene Lammstelzen aus dem Rohr mit Trallala.

2 Kommentare 30.10.19 20:21, kommentieren

Nationalfeiertag: Ochsenschlepp mit Chutney und Baguette

Mittags ging sich nix anderes aus als ein fescher Rotschmierkäse vom Schaf als Ofenkäse, den wir mit einem halben Kornbaguette und einem bunten Salat  (Bittersalat, Vogerlsalat und Paradeiser) verzehrten. (Das Gastkind kriegte Reis mit Gemüse und war auch zufrieden. )

Immerhin hatte ich am Vormittag zwei Scheiben vom Ochsenschlepp als Suppe geköchelt. Den werde ich fürs Abendessen wärmen und mit selbstgemachtem Chutney und dem Rest von Brot servieren.

Vielleicht gibts nachher Rahmjoghurt mit Ahornsirup, und das sollte dann hinreichend nationalfeiertagswürdig sein.

2 Kommentare 26.10.19 17:12, kommentieren

25. Oktober: Kohlrabi-Gemüse mit Reis und gefüllte Melanzani mit Paradeisern

Gestern war ich wieder im Gemüsebeet ernten, und unter anderem habe ich mir wieder einen Riesen-Kohlrabi mit meiner Mutter geteilt. Von meiner Hälfte hab ich heute das größere Stück grob geraspelt, eher schon gestiftelt (mit der Maschine geht das nicht anders) und in ein Reinderl getan, wo schon ein ordentlicher Schluck Obers drin war. Gewürzt habe ich mit Salz, wenig Hing und Kümmel und Paprikapulver.

Das dünstete vor sich hin, der letzte Rest vom aktuellen Rundkornreis ebenso, bis ich das Gemüse mit Milch und Speisestärke gebunden habe. Phantasielos beschrieben ist es Kohlrabi-Gemüse mit Reis.

Abends werde ich die letzte kleine Melanzani in diesem Jahr längs halbieren, aushöhlen und anbraten, das Innere auch, Aus letzterem werde ich mit dem Reis, einem Ei, geriebenem Käse und Gewürzen eine Füllung basteln und in die Melanzanihälften verteilen. Weil ich noch zwei Scheiben Gouda habe, die längst wegmüssen, lege ich die oben drüber.

In die Auflaufform kommt ein Glas gekochter Paradeiser, die mit Salz, Pfeffer und Zucker gewürzt werden, und da drauf die Melanzani und das ganze für eine gute halbe Stunde ins Rohr. Ich hoffe, dass uns diese gefüllte Melanzani mit Paradeisern munden wird.

 

Kleiner Nachtrag: es hat uns wunderbar gemundet, wir haben die Auflaufform ausgeputzt. Ich habe allerdings mehr Fülle gemacht und nicht nur die mickrigen Melanzanihälften gefüllt, sondern noch vier Knöderl auf die Paradeiser gelegt. Das merke ich mir fürs nächste Mal.

25.10.19 11:24, kommentieren

24. Oktober: Zucchini-Karotten-Gemüse mit Erdäpfeln

Weil ich das Mittagessen transportieren musste, habe ich mich für etwas Einfaches entschieden: zuerst habe ich eine große Portion Erdäpfel gedämpft und geschält. Während die etwas überkühlten, habe ich einen halben Zucchino und zwei übrige Karotten geraspelt, die Karotten fein und den Zucchino grob, damit ich beides zugleich ins Reinderl geben konnte.

Zuerst kam Obers ins Reinderl, dann das Gemüse mit Salz und einem letzten Rest osmanischer Gewürzmischung - gut, dass wir bei den Afrika-Tagen im Sommer für Gewürz-Nachschub gesorgt haben! - und das dünstete weich, bevor ich es mit einer Mischung aus Milch und Speisestärke gebunden habe.

Und schon aßen wir Zucchini-Karotten-Gemüse mit Erdäpfeln. Angereichert wurde das ganze dankenswerterweise noch um einige Teigwaren und etwas Rindsbraten-Sauce. Es schmeckte wunderbar, alles zusammen.

25.10.19 11:17, kommentieren

22. und 23. Oktober: Zwetschken-Schmarren als Notlösung

Gestern haben wir alles vernichtet, was an Rindfleisch und Mangoldgemüse noch da war. Vom Reis ist ein Patzerl übrig geblieben, den haben wir heute zur Leber nach Art der Sparköchin gegessen; die hatte ich nämlich neulich eingefroren und heute früh aus dem Tiefkühler genommen.

Es wäre uns beiden eh zuwenig gewesen.

Weil wir eigentlich zur Nachbarin E auf ein Frühstück gehen wollten, habe ich in der Früh gach noch einen Schlagoberskuchen mit Zwetschkenbelag ins Rohr geschoben. Dann hatte ich anderes zu tun, und als ich nach einer knappen halben Stunde wieder ins Rohr schaute, traf mich fast der Schlag.

Es gibt für alles ein erstes Mal. Heute ist der Rost aus seiner rechten Verankerung gerutscht und auf dieser Seite auf den Boden des Backrohrs gefallen, und die Kuchenform mit ihm gerutscht. Das Gastkind hat mir höchst interessiert über die Schulter geschaut, als ich bei mittlerweile ausgeschaltetem, aber immer noch heißem Rohr vor demselben kniete und alles rausbeförderte, was Gefahr lief, das Backrohr wieder zu versauen. So lange ist die letzte Putzaktion nämlich noch nicht her.

Der Teig hatte sich also der schiefen Ebene angepasst. Die flacheren Teile auf der linken Seite waren bereits fertig gebacken, allerdings waren die Zwetschken nach rechts davongeschwommen. Dort war die Form natürlich übergegangen, und ein Teil des Teigs war im Rohr gelandet. Diese Teile waren übrigens auch fertig gebacken.

Blieb der Gatsch in der rechten Ecke der Form. Den hab ich einige Sekunden betrachtet und mich dann entschieden, ihn nicht zu entsorgen. Ich hab die Handgeschmiedete vom Haken genommen, ein kleines Stück Butter drin erhitzt - der Teig ist durch den Obers eh fett genug! - und den flüssigen Teil des Teigs in die Pfanne geleert.

Dann hab ich auf Kaiserschmarren-Manier weitergemacht: ständig geschaufelt und gerührt. Weil ja im Teig auch Zucker war, und der brennt sehr gern an. Das ist quasi sein Lieblings-Hobby. Sobald ich den Eindruck hatte, das Ding ist halbwegs durch, hab ich die Pfanne von der heißen Platte gezogen und wir sind ohne Kuchen abmarschiert, aber nicht in Richtung Frühstück, weil der Nachbarin eh was dazwischengekommen war.

Als Mittagessen hat sich der Zwetschken-Schmarren dann vorzüglich geeignet.

1 Kommentar 23.10.19 14:06, kommentieren