Der Sparküche-Blog.

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24. März: Garnelensalat und Obstknödel

Gestern im  Supermarkt ist mir eine Packung Garnelen mit beigepackter Cocktailsauce zum halben Preis in die Hände gefallen. Weil ich weiß, dass das Kind die sehr schätzt, hab ich sie mitgenommen. Da hebe ich den Rest Hühnersuppe für den Abend auf und gönne uns mittags als Vorspeise einen Vogerlsalat mit Garnelen. Genau so. Nicht mehr als Vogerln, drauf die Garnelen, Fleur de Sel und die Cocktailsauce. Stück Gebäck dazu (Baguette aus dem Tiefkühler), fertig.

Die Haupt- und Nachspeise werden von Obstknödeln in Butterbröseln bestritten. Wie immer mache ich einen Topfenteig - ihr kennt das schon: ein Vierterl Topfen, ein Achterl Mehl, ein Sechzehntel Butter, eine Handvoll Grieß, ein Ei und eine Prise Salz - und lasse den eine Stunde kalt rasten.

Derweil röste ich einen Haufen Semmelbrösel in Butter an. Hätte ich einen Rest an geriebenen Nüssen, würde ich die untermischen.

Ob ich Marillen oder Zwetschken als Füllung nehmen werde, entscheide ich, wenn ich die Tiefkühler-Lade begutachte. Die Knödel werden mit den noch gefrorenen Früchten gefüllt, in siedendem Salzwasser gegart (bei frischem Obst sind sie fertig, wenn sie aufsteigen, aber bei gefrorenem Obst rechne ich fünf Minuten dazu)  und in den Bröseln gewälzt. Für die Marillen brauchen wir Zucker, die Zwetschken sind auch so süß genug. - Und wenn ICH das sage ...

Sollten von den Bröseln welche übrig bleiben, werde ich gach Knöderln als Suppeneinlage draus basteln (mit einem Mini-Ei und geriebenem Käse vermengen und köcheln, eh gleich im Knödel-Kochwasser) oder das Kind eine Kuchenform damit ausstreuen lassen, denn heute wird es sich einen backen müssen, unser Vorrat ist nämlich zusammengegessen. 

24.3.20 07:49, kommentieren

23. März: indisch gewürzter Gummiadler mit Erdäpfeln und Salat

Wenn ihr hier lest, dass das Kind und ich heute im wesentlichen ein Henderl zusammengegessen haben, dann ist euch sofort klar, dass es sich nur um einen Mini-Gockel, auch Bruderhahn genannt, handeln kann.

Gestern hab ich den Burschen, der knapp 60 Deka auf die Waage brachte, aus dem Tiefkühler genommen. Heute hab ich in eine kleine Auflaufform etwas Olivenöl getan, den Gockel mit Öl bestrichen und mit Salz und Garam Masala gewürzt und ein paar kleine Rosmarinzweigerl in seinen Bauch bzw. unter seine Haut geschoben.

Zack, kam er in die Auflaufform, ein paar geschälte und längs zerteilte Speckige auch. Ebenso drei zerteilte Topinambur, die ich überraschend im Kühlschrank gefunden hatte. Noch ein bisserl Öl auf den Jungmann, Salz auf die Beilagen und bei 160 Grad Ober- und Unterhitze rein ins Rohr. Nach einer Stunde habe ich hochgedreht auf 175 Grad, und nach insgesamt eineinhalb Stunden kam der Gummiadler auf den Tisch.

An Salaten gab es einen Rest Erdäpfelsalat von gestern, den das Kind sofort für sich reklamierte, ein paar Löffel Sojasprossensalat und ein kleines Happerl Eichblattsalat, den ich zerzupfte.

Nach dieser Eiweißbombe von einem indisch gewürzten Gummiadler mit Erdäpfeln und Salat erlaubte ich uns nur noch Marillenkompott mit ganz wenig Obers als Nachspeise.

Die restliche Hendlbrust hab ich mir klein geschnitten und in ein Schüsserl getan. Da kommen am Abend ein Löffel Mayonnaise und ein Teil des Suppengemüses dazu, vielleicht auch ein oder zwei Stück selbstgemachter Senfgurken. Dann nenne ich das Ergebnis Mayonnaisesalat mit Huhn und esse diesen mit Brot.

 

Schon am Vormittag hatte ich eine Portion Suppengrün und einen Teil vom eigenen Hendl aus dem Tiefkühler genommen und in einen Topf mit etwas vom Kochwasser der gestrigen Grießnockerl getan und mit Gewürzen ergänzt.

Nach dem Mittagessen kam alles, was übrig geblieben und nicht abgenagt worden war, ebenfalls in den Topf, alles wurde gesalzen und mit Wasser aufgegossen und köchelte zwei Stunden vor sich hin. In diese Hühnersuppe werden wir uns ein paar Grießnockerl einlegen, da freu ich mich schon drauf.

 

1 Kommentar 23.3.20 15:39, kommentieren

22. März: Gebackener Karpfen mit Erdäpfel-Vogerlsalat und prächtigem Nachtisch

Während das Kind den Fisch paniert wie der Weltmeister, habe ich kurz Zeit, um vom Kochen zu erzählen. Und von einer Begegnung, die wir heute beim "Beine vertreten" hatten: wir trabten auf der rechten Seite des Fuß-/Radwegs vor uns hin. Kam uns ein Mann mit Stecken entgegen, auf unserer Seite, und klopfte mir ohne auszuweichen erbost auf den Bauch: "Abstand halten!" Hab ich versucht ihm zu erklären, dass er auf der falschen Seite geht - hat er sich sehr aufgeregt und herumgeschrien. Na, wenn der länger unterwegs ist, wird er ganz schön viel zu tun kriegen mit Herumklopfen und so.

Schade, dass manche ihre Aggressionen so ausleben müssen. - Aber alle anderen, denen wir - mit Abstand - begegnet sind, waren höchst freundlich. Unterwegs haben wir auch ein kleines Blumensträußerl gepflückt, mit Gartenblumen ergänzt und in die Vase gestopft. Wenn heute nachmittags die Wolken und die Graupelschauer kommen, sind wir mit Bunt gerüstet.

Aber eigentlich ist das hier ein Blog übers Essen. Also: weil die wöchentliche Radio-Kochsendung am Freitag sich mit dem echten Wiener Erdäpfelsalat beschäftigt hat, habe ich mich heute früh zusammengerissen und möglichst gleich große (kleine hatte ich leider nicht) Speckige zusammengesucht und sie bissfest gekocht und ziemlich sofort geschält und in leider nicht völlig gleichmäßige Scheiben geschnitten.

Da kam dann Salz und Wiener Marinade (von meiner Mutter) drüber, alles wurde durchgerührt und durfte ziehen. Jetzt, vorm Essen, hab ich eine Handvoll Vogerlsalat gepflückt und ein rotes Mini-Zwieberl in Halbringe geschnitten und beides in den Salat gemengt. Das Kind darf sich, wenn es mag, Kernöl drüber geben.

Ob wir denn mit so wenig Fisch genug haben werden, bangte das Kind. Ich konnte es umgehend beruhigen, indem ich ihm die Nachspeise zeigte, die wir nach unserem gebackenen Karpfen mit Erdäpfel-Vogerl-Salat essen werden: ein großes Glas zur Hälfte mit ziemlich festem Grießpudding gefüllt, oben drüber der üppige Rest vom Hollerkoch und wieder oben drüber ein ordentliches Lackerl Karamellsauce. Für jeden ein Glas.

Für die Sauce habe ich heute ein Lackerl Milch in der kleinen Pfanne zum Köcheln gebracht und ein paar Löffel vom gestrigen Karamell drin aufgelöst. Am Schluss hab ich die Sache püriert, um keine Bröckerl zu haben. Auf diese Kreation - ich nenne sie Grieß-Karamell-Trifle mit Hollerkoch - bin ich schon gespannt.

Das wollte ich noch sagen: der entscheidende Nachteil der Kondensmilch-Dosen-Karamell-Herstellung ist die Tatsache, dass sich der Kleber vom Etikett der Dose im kochenden Wasser löst und an die Oberfläche des Reinderls pickt, was ziemlich mühsam zu entfernen ist. - Aber vielleicht bin ich nur eine alte Jammerin, die überall was zu motschgern hat.

22.3.20 11:43, kommentieren

noch immer der 21. März: Karamell

Monatelang habe ich mich davor geschraubt, den Trick nachzumachen, den uns Carsten Bothe bei der Lagerfeuer-Küche gezeigt hat: die Herstellung von Karamell aus russischer Kondensmilch. Heute habe ich es endlich ausprobiert, mit einer von zwei Dosen, die ich letztes Jahr noch in Deutschland erworben hatte.

Anleitungsgemäß hab ich die verschlossene Dose im zugedeckten Reinderl zwei Stunden kochen lassen und dann geöffnet. Köstlicher Karamell quatschte heraus, weich, süß und pickert. Also klebrig. Nicht eine richtige Sauce, sondern mehr ein Pudding. Worüber wir auch nicht beleidigt sind.

Jetzt bin ich gespannt, wie sich der Karamell verhalten wird, wenn er auskühlt. Also der Rest, der es schaffen wird, auszukühlen. Ob er aushärtet oder so löffelweich bleibt, wie er jetzt ist. Mein erster Karamell!

Ich bin entzückt. Berauscht von diesem Erfolgserlebnis werde ich gleich gärtnerisch loslegen und die Paradeiser und die Melanzani aussäen. Im Zimmer im Topf natürlich.

 

Ihr habt es sicher schon gemerkt: eigentlich müsste ich die Wohnung putzen.

1 Kommentar 21.3.20 14:14, kommentieren

21. März: Spirelli nach Art der Sparköchin, Variante 53, dazu gemischter Salat

Heute muss das ärmste aller Kinder zum ersten Mal zu Hause Sojasprossensalat essen. Eh nur einen Löffel voll, dazu ebenfalls einen Löffel vom selbst gemachten Krautsalat, der Rest im Schüsserl ist Vogerlsalat.

Als Aufmunterung gibt es heute Nudeln mit Speck, Brokkoli und Karotte. Ich hoffe das lässt den Salat erträglich werden. Gekocht ist das alles einfach: Während die Nudeln köcheln, erhitze ich eine Pfanne und tu reichlich Speckstreiferl rein, brutzle die aus und gebe ein geschnittenes Zwiebelhapperl dazu sowie eine mit dem Sparschäler gehobelte Karotte.

Das brutzelt und wird gesalzen und vermutlich gepfeffert, und wenn die Karotte bissfest ist, gebe ich die restlichen blanchierten Brokkoliroserln von neulich dazu, die mir eh schon längst den Platz im Kühlschrank verstellen. Außerdem hab ich einen Rest Eiklar, den creme ich da auch einfach hinein. Weg ist weg.

Am Schluss kommen die gekochten Spirelli dazu und werden gut untergemischt. Bei Tisch gibts geriebenen Parmesan drüber.

 

Außerdem steht für heute auf meiner Liste: Grießpudding und Grießnockerl. Der aktuelle Bio-Grieß ist nämlich viel feiner und dünkler als der normale Grieß. Und den mag ich, bin ich draufgekommen, gar nicht und will ihn möglichst flott weiterbringen. Deshalb gibts heute erstens einen Grießpudding - also: morgen, als Sonntags-Nachspeise - aus der Zeitschrift "Einfach Hausgemacht" und zweitens Grießnockerl von ichkoche.at.

Den Grießpudding muss ich euch vermutlich nicht erklären. Für die Grießnockerl werde ich 6 Deka Butter mit Salz und einem Ei schaumig rühren, 12 Deka Grieß einrühren und das ganze eine halbe Stunde rasten lassen. Danach forme ich mit zwei Teelöffeln kleine Nockerl und lege die in kochendes Salzwasser ein. Angeblich soll man die Dinger fünf Minuten kochen und dann 15 Minuten zugedeckt sieden lassen.

Zwischendurch werde ich ein Probenockerl rausfangen, um zu sehen, ob sie schon durch sind. Einige Grießnockerl brauche ich für die Suppe am Montag, die restlichen werde ich einfrieren, aber da muss ich vorher das Brot für den Abend aus dem Tiefkühler nehmen, der platzt nämlich schon wieder aus allen Nähten.

Ich weiß auch nicht, wie ich das immer wieder schaffe ...

 

Gsund bleiben!

2 Kommentare 21.3.20 10:44, kommentieren

20. März: Rotkrautstrudel mit Vogerlsalat

Das letzte kleine Rotkrauthapperl ist jetzt weg, und wir haben einen Rotkrautstrudel mit Vogerlsalat gegessen. Den Kräuterrahm hat das Kind abgewählt. Auch gut. Ein bisserl Weißkraut gibts noch, den werde ich vermutlich demnächst salatieren. Außer das Kind erklärt sich bereit, Krautfleckerl zu essen, aber diese Wahrscheinlichkeit halte ich für begrenzt.

Fabriziert hab ich den Strudel ziemlich genauso wie am 1. März, never change a winning Rezept. Die einzige schlechte Idee, die ich hatte, war, dass ich den restlichen Teig aus Zeitgründen nicht zu kleinen Kipferln formte, sondern das ganze Teig-Viereck mit Feigenmarmelade bestrich und auch als Strudel einrollte.

Zuwenig Marmelade, meinte das Kind. Zuwenig süß, zu fettig, meinte ich. Wir werden das Ding trotzdem vernichten, eh klar, aber das nächste Mal werden es definitiv wieder Kipferln werden. Sollte ich dieses Jahr auch wieder Rotkraut ernten.

21.3.20 10:37, kommentieren

19. März: Mangoldpackerl auf Schmorparadeisern

Unsere Nachbarn haben uns nochmals mit Gemüse versorgt, diesmal Blattsalate und Sojasprossensalat. Letzterer hält im Kühlschrank angeblich wochenlang. Was wir ausprobieren werden, denn es sind ungefähr sechs Liter. Aber den Platz im Kühlschrank musste ich mir zuerst einmal schaffen.

Deshalb hab ich mich auch entschlossen, fast den ganzen Blattsalat zu kochen, zu hacken und als Kochsalat einzufrieren. Den Mangold hab ich auch gekocht. Ein paar Blätter im ganzen, den Rest hab ich zu einer Mangoldcremesuppe für morgen Abend verarbeitet. Und dem Brokkoli hab ich mich auch gewidmet: aus dem Strunk eine Suppe mit ein paar Roserln als Einlage, den Rest blanchiert und in den Kühlschrank getan, den kriegen wir am Samstag.

Nach diesen drei Stunden war es einfach: den Rest vom Reis mit einem Ei, Gewürzen und drei Löffeln geriebenem Parmesan vermengen und mit dieser Masse vier blanchierte Mangoldblätter füllen. Die wiederum werden in eine Auflaufform gesetzt, in die ich ein Glas gekochte Paradeiser geleert und mit Salz, Zucker und Pfeffer gewürzt hatte.

Die Mangoldpackerl auf Schmorparadeisern mit Öl bestreichen und bei 180 Grad für 40 Minuten (oder so) Ober- und Unterhitze ins Rohr schieben.

Am Nachmittag hab ich endgültig das Frühbeet mit dem Vogerlsalat befreit. Die im Herbst gepflanzten Knobläuche hab ich natürlich stehen lassen. Morgen, am letzten frühlingshaften Tag, werde ich Erbsen legen und hoffen, dass ich heute alle Schnecken erwischt habe. Zum Glück werden die auch von den neuen Hendln gefressen. Die ansonsten ziemliche Zicken sind, wenn mir dieser Kommentar erlaubt ist.

1 Kommentar 20.3.20 07:26, kommentieren

18. März: Garnelenspieße mit Kohlsprossen und Reis

Gemüse brauch ich grad nicht aus dem Tiefkühler nehmen; Topinambur und Kraut ist im Schuppen, Vogerlsalat reichlich im Beet, Grünkohl hab ich heute ausgerissen (und muss ich noch blanchieren) und gestern hab ich von meinen Eltern (mit Abstand!) Mangold und Kohlsprossen geerntet. Da ist die ganze Woche gekocht.

Heute hab ich die Kohlsprossen blanchiert und beiseite gestellt. Außerdem hab ich zwei Packungen Garnelenspieße mit Knoblauch aus dem Tiefkühler genommen und kurz vorm Essen drei Portionen Reis gedämpft.

Ab dann wars einfach: die Handgeschmiedete erhitzen, die Sauce von den Garnelen hinein und heiß werden lassen, die Spieße einlegen und die Kohlsprossen ebenfalls in der Pfanne verteilen. Den Rest vom Reis werde ich morgen verarbeiten, der Bratrückstand kommt in die Topinamburcremesuppe, die ich heute für den Abend zaubern werde.

Unsere Garnelenspieße mit Kohlsprossen und Reis haben köstlich geschmeckt. Und jetzt lass ich mir die Frühlingssonne schmecken! 

3 Kommentare 18.3.20 12:46, kommentieren

17. März: Salat mit Käse im Speckmantel, hernach Grießschmarren mit Kompott

Das Kind hat sich heute, mitten unter der Woche und völlig unvermutet, mittags einer Kombination aus zweien seiner Lieblingsspeisen gegenübergesehen. Es war ganz fassungslos. Und es isst noch immer.

Das Frühbeet muss nämlich leer werden, also hab ich ein Drittel der Fläche vom Vogerlsalat befreit und bin danach eine halbe Stunde gesessen, um die ganzen Mini-Pflanzerl zu putzen. Zum Vogerlsalat kamen nur Himbeeressig und gebratene Vulcano-Käsehappen. Ihr kennt das vermutlich: kleine Käsestücke, jedes in eine Scheibe Speck eingewickelt. Lassen sich in der kleinen Pfanne super beidseitig anbraten. (Und nicht einmal Gebäck musste das Kind zum Salat essen!) Die Dinger kamen auf den Salat drauf, den Bratrückstand hab ich in die Kohlsuppe getan, die ich schon am Vormittag vorgekocht hatte. Gibt hoffentlich einen guten Geschmack.

Bevor ich mich aber der Vorspeise widmete, hab ich gach noch einen Rest Grieß (der dringend weg muss) mit wenig Salz, einem Ei und einem Viertelliter Milch vermischt und quellen lassen. Diese Masse kam zwanzig Minuten später, gut vermixt, in die Handgeschmiedete, in der ich vier Deka Butter zerlassen hatte. Nein, Rosinen tu ich in einen Schmarren nie hinein. Das ist fürs Kind der einzige Wermutstropfen, aber ich halt die Dinger nicht aus.

Dann weiter wie immer: zuerst auf einer Seite anbacken, dann vierteln und wenden und dann weiter zerteilen und wenden. Zuletzt Herd ausschalten und einige Minuten ziehen lassen.

Unseren Grießschmarren haben wir mit viel Staubzucker oben drauf und Pfirsichkompott verspeist.

17.3.20 12:46, kommentieren

16. März: pseudo-asiatische Gemüsepfanne mit Nudeln

Hätt ich nicht gedacht, dass meine pseudo-asiatische Gemüsepfanne mit Nudeln dem Kind derart munden wird. Mein Trick war: erstens habe ich den Rest Suppennudeln gekocht, die das Kind tatsächlich in der Suppe nicht leiden kann. Zweitens darf ich die Nudeln ja nicht untermischen. Sonst verfärben sie sich nämlich.

Und es war gut, dass ich vorm Kochen noch in den Kühlschrank geschaut habe, denn da hat sich noch eine Karotte gefunden. Die hab ich mit dem Hobel hauchdünn scheibliert, die paar Champignons hab ich dicker scheibliert und das halbe Zwiebelhapperl von gestern hab ich in Halbringe geschnitten. Und dann gings los.

Erst hab ich die Nudeln gekocht und das Kochwasser in die restliche Schwammerlsuppe von gestern geleert. Waren eh nur zwei Schluck.

Dann hab ich die Handgeschmiedete zu einem Beinahe-Wok erklärt und einen Rest Sonnenblumenöl drin erhitzt. Erst kam der Zwiebel hinein und röstete, dann die Karotte und die Schwammerl, dann Salz und dann die gestern blanchierten Sojasprossen. Den geschnittenen Kohl hab ich mir erspart und aber dafür fest für die morgige Suppe vorgenommen. Das Kind war mir dankbar.

Dann ist mir die Sojasauce eingefallen, von der ich immer ein paar Portionspackerl von Sushi-Käufen übrig habe. Hab ich das Gemüse gach mit einer Portion abgelöscht. Und dann wars eh schon Zeit, das Gemüse und die abgetropften Suppennudeln auf die Teller zu verteilen und mir selbst noch einen Löffel vom ungarischen Teufelszeugs zu genehmigen. 

Als Nachtisch hatte ich Joghurt mit einem Rest Marillenmarmelade und das Kind Mangopüree mit ein bisserl Obers.

 

Gestern hab ich übrigens tatsächlich noch die Schwammerl nach einem sehr einfachen Rezept eingekocht: Essig mit Wasser, Zucker und Salz sowie Gewürzen (mehr oder weniger nach Wahl, ich hab mich für Senfkörner, Pfefferkörner und Lorbeerblatt sowie eine Knoblauchzehe entschieden) aufkochen, die geputzten Schwammerl reinschmeißen und 20 - 25 Minuten kochen. Die Dinger schrumpfen stark dabei und schauen am Ende wirklich wie die gekauften aus dem Glas aus.

Ich hab sie dann in ein Schraubglas getan, den kochend heißen Sud sofort randvoll drübergegossen und das Glas verschlossen. Jetzt warten die Schwammerl eine Woche, und dann werden sie verkostet.

Heute hab ich mich dem restlichen Gemüse gewidmet: ein großer Krautkopf, drei riesige Paprika (bunt) und eine riesige Zwiebel. Das Gemüse hab ich mit dem Hobel fein gestreiferlt und in einem Sud aus Essig, Wasser, Zucker, Salz, Lorbeerblatt und einem Chili weich gekocht. Der Chili hat aber nix mehr können, der war wohl schon zu alt. Macht nix, denn würzig schmeckt mein Corona-Krautsalat trotzdem!

1 Kommentar 16.3.20 12:45, kommentieren

15. März: gebackene Knackwurstscheiben mit Braterdäpfeln und Blattsalat. Und Ketchup.

Es geht fröhlich weiter mit Corona. Als ich am späten Vormittag das Kind dazu gebracht hatte, die gestern spottbillig erworbenen Knackwürste in dünne Räder zu schneiden und wie Mini-Schnitzerl zu panieren und ich selber gerade die Finger in der Erde hatte, um meine Gemüsesamen in Töpfe zu säen, klingelte es.

Die Nachbarn, die ein kleines asiatisches Restaurant betreiben und ab sofort geschlossen haben, hatten einen Kofferraum voll frischem Gemüse anzubieten. Fast alle Nachbarn wurden unvermutet versorgt. Ich hab dann alles genommen, was keinen Abnehmer fand, mit dem Versprechen, einiges fürs kommende Sommerfest einzukochen. Aber es ist auch genug Frisches da, das ich mit meinen Eltern teilen musste. Ich hab einfach keinen Platz mehr in Tiefkühler und Kühlschrank.

Gottseidank hat das Kind seine Aufgabe bravourös gemeistert, so dass wir nach meiner Aktion ziemlich flott essen konnten. Drei der von gestern übrig gebliebenen gekochten Erdäpfel hab ich geschält, in dünne Scheiben geschnitten und beidseitig scharf angebraten, als die Wursträder schon fertig waren (und das meiste Fett schon aufgesaugt hatten, ähem) und gesalzen. So hatten wir gebackene Knackwurstscheiben mit Braterdäpfeln und Blattsalat (aus Happerlsalat und Vogerln, mit Wiener Marinade). Dem Kind hab ich erlaubt, das Curryketchup zu leeren, damit die Flasche endlich weg kommt. Das hat es sich nicht zweimal sagen lassen.

Nach dem Essen hab ich das Grünzeug sortiert und aufgeteilt. Vom Großteil der Champignons hab ich mit den restlichen Erdäpfeln und einem halben roten Zwiebelhapperl (und Salz) eine Suppe geköchelt, die nur mehr püriert und mit Obers verfeinert werden muss. Da haben wir heute und morgen davon.

Das verbliebene Ei und die Brösel vom Panier en hab ich mit Dotterresten und wenig Wasser versetzt, gesalzen und mit gehacktem Schnittlauch und Fenchelgrün zu einer Masse gerührt. Parmesan zu reiben ist sich einfach nicht ausgegangen. Aus der Masse hab ich kleine Laibchen geformt, diese auf ein Backblech mit Backpapier gelegt und bei 180 Grad Ober- und Unterhitze ins Rohr geschoben.

Und komplett vergessen.

Zum Glück waren sie nach mehr als einer halben Stunde noch nicht verbrannt, sondern gut braun. Diese Brösellaibchen werden uns bei Gelegenheit als Suppeneinlage dienen. Ich hab nämlich vergessen, neue Backerbsen zu kaufen.

Das Kind habe ich grad wieder in die Küche geschickt, um einen Kuchen zu backen. Ich glaube es geht allen Beteiligten gut.

Das nächste wird sein, die kleinsten Champignons in Essig einzulegen. Da muss ich mir aber erst ein Rezept suchen. Für morgen sind zwei Dinge angedacht. Erstens werde ich fürs Mittagessen die blanchierten Sojasprossen und die letzten vier großen Champignons mit dem blanchierten Kohl aus eigener Ernte zu einer pseudo-asiatischen Pfanne komponieren. Zweitens werde ich aus einem Krautkopf, drei riesigen Paprikaschoten in allen Farben und einer weißen Riesenzwiebel eine Art Pußtasalat kochen und in Gläser tun.

Aber Müßiggang ist eh überbewertet.

15.3.20 15:49, kommentieren

14. März: Rostbratwürstel und Hühnerleber mit Mangold und gebratener Polenta

Langsam beginne ich mich mit meinem Kühlschrank zu beschäftigen, in den ich die letzten drei Tage mehr und mehr Zeugs hineingestopft habe. Heute zum Beispiel hab ich mir die drei Schüsserln mit den Hendl-Resten vorgenommen, die Innereien für eine Suppe eingefroren und das Fett, in kleine Würferl geschnitten, in der Pfanne ausgelassen. Herausgekommen ist ein Eierbecher voll Grammeln und ein Viertelliter flüssiges Fett, mit dem ich im nächsten Monat werde kochen können.

Die Hühnerleberstücke allerdings, die hab ich mir zum heutigen Mittagessen gebraten. Dem Kind hab ich eine Kleinpackung Rostbratwürstel aus dem Tiefkühler geholt, und für beide hab ich einen Becher Mangold aufgetaut. Und dann gings los mit Rostbratwürsteln und Hühnerleber mit Mangold und gebratener Polenta:

Eine Pfanne mit Bratenrest mit wenig Fett ergänzt und ein kleines Zwieberl hineingeschnitten und gebraten. Den blanchierten geschnittenen Mangold zugegeben, mit Salz und African Rub mild gewürzt und fesch weitergebraten, dann mit einem Schluck Milch aufgegossen und so lange offen köcheln lassen, bis die Flüssigkeit fast verkocht war.

Nebenan derweil die Handgeschmiedete erhitzt, Öl reingetan und eine Hälfte mit den gewaschenen Würsterln belegt, die andere mit Polentascheiben (endgültig die letzten). Nach nicht einmal zehn Minuten war alles beidseits gebraten, wurde auf die Teller verteilt und ich habe die Hühnerleber in die heiße Pfanne gelegt, vielleicht eine Minute gebraten, gesalzen und gewendet und vielleicht zwei Minuten weitergebraten und dann glasig auf meinen Teller gehievt.

Von den Würsterln hat das Kind die meisten abgestaubt, Mangold und Polenta haben wir gerecht geteilt. Das Kind hat sich zusätzlich Curryketchup gegönnt, und ich eben die Leber.

Nach meiner Mittagspause (inklusive Corona-Diskussion mit den NachbarInnen) werde ich jetzt das Geschirr samt Küche säubern und die ausgewachsenen Kohlpflanzen, die viel zuviel Platz im Kühlschrank brauchen, zu einem Gemüse verkochen. Bei der Gelegenheit sollte ich vielleicht das gestern erstandene Suppengrün auch gleich putzen und einfrieren.

Heute brauch ich es nicht, weil ich für heute Abend einen selbst geernteten Brokkoli mit einem Erdapfel und dem Rest von der Milch zu einem herrlich grünen Supperl verkocht habe.

Wünscht mir Glück, dass ich das alles heute noch schaffe ...

2 Kommentare 14.3.20 15:35, kommentieren

13. März: Polenta mit Hendlfleisch und gebratenem Schwammerl mit Salat

Fängt schon an mit Corona. Heute kam das Kind früher nach Hause und wollte unvermutet ein Mittagessen. Also teilte ich das Vorhandene auf und komponierte Polenta mit Hendlfleisch und gebratenem Schwammerl mit Salat.

Das war auch das letzte Mal, dass ich versuche, das Fleisch von den eigenen Hendln zu essen. Keine Ahnung, wie ich das kochen müsste, damit es weich wird - ja, ich weiß, Natron soll helfen, aber das klingt ein wenig barbarisch für meine Ohren. Jedenfalls hab ich wenig vom Fleisch in sehr kleine Stücke geschnitten, die wir letztendlich im ganzen schluckten.  Aber die Suppe hat einen hervorragenden Geschmack.

Jedenfalls hab ich Öl in die Pfanne getan, ein kleines Zwieberl in Halbringe und das Schwammerl, nämlich einen Kräuterseitling, den meine Mutter überzählig hatte, scheibliert. Das hab ich im Öl gebraten und nach kurzer Zeit das Fleisch zugegeben und nach ein paar Minuten Polentawürfel. Wieder nach einigen Minuten hab ich das ganze für fertig erklärt. Nur dass ich das Salz und den Pfeffer vergessen hatte, das streute ich bei Tisch drüber.

In der Zwischenzeit hat das Kind einen Salat aus Vogerln und ein paar Blättern von Hirschhornwegerich, roter Rübe und Bittersalat gezupft und mit Himbeeressig mariniert. War ein schmackhaftes Essen.

Nur mir zu wenig, weshalb ich mich noch bei den alten harten Nougatkrapfen bedient habe, die eigentlich den Hendln spendiert worden waren.

Apropos spendiert. Das Coronavirus sperrt uns seit neuestem ja auch die Lokale ab 15.00 Uhr zu. Weswegen ich von den Nachbarn, die ein Lokal führen, einen ordentlichen Haufen Reis gereicht kriegte.

Kein Wunder, dass die beiden Damen so unglaublich viel Fett angesetzt hatten. Grammeln werde ich machen können!

1 Kommentar 13.3.20 16:31, kommentieren