Der Sparküche-Blog.

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23. November: Polenta und Kohlgemüse mit Speck

In der vorigen Woche war mein Erfolg mit der Fleisch-Reduktion nicht so toll. Ja, ich kann es mir schönreden: es waren Innereien, und der Fisch zählt nicht zum Fleisch, aber alles in allem war es nicht meine beste Woche. Diesmal bin ich motivierter und hab auch schon das heutige Mittagessen abgeändert. Gebratenen Leberkäse mit Kohlgemüse und Reis wollte ich servieren. Dann hab ich nach einer Möglichkeit gesucht, den Fleischanteil zu verringern und hab mich erinnert, wie ich das vor Jahren noch gemacht hatte.

Danach hab ich im Gefrierschrank gewühlt und wollte schon ein Packerl Speckwürferl ziehen, hab aber dann ein kleines Stückerl von einem dubiosen Bratenrest gefunden, vielleicht 10 Deka. Na, hab ich den genommen und selber gewürfelt. Und jetzt gibts eine fesche Polenta und Kohlgemüse mit Speck. Wirsingkohl. Das trifft sich gut, denn der Obers muss sowieso weg.

Was ich schon gemacht habe: ich hab einen Löffel Bratenschmalz ins Reinderl getan und den gewürfelten Braten. Dann hab ich ein kleines, lockeres Kohlhapperl in Streifen geschnitten. Eine zerteilte Knoblauchzehe kam auch schon ins Reinderl. Und, was mir gerade noch rechtzeitig eingefallen ist: ich hab fürs Kohlgemüse auch noch zwei von gestern übrig gebliebene kleine Erdäpfel und einen Apfel geraspelt.

Was mittags passieren wird: der Braten wird angebraten, der Kohl kommt samt Erdäpfeln und Apfel dazu und wird mitgebraten, gesalzen und eventuell mit wenig Wasser bzw. Obers aufgegossen, zugedeckt und darf eine gute Viertelstunde bei geringer Hitze schmurgeln.

Derweil  röste ich eine Handvoll Maisgrieß im beschichteten Reinderl an, salze und gieße mit kochendem Wasser auf, lasse alles unter ständigem Rühren einmal aufkochen, gebe einen ordentlichen Schluck Obers dazu, rühre nochmals um, reduziere die Hitze, geb den Deckel drauf und lasse die Polenta eine Viertelstunde köcheln, schalte die Herdplatte ab und lasse das Reinderl dort noch für eine weitere Viertelstunde.

Dann sollten wir unsere Polenta mit dem Speck-Kohlgemüse verspeisen können. Als Nachtisch könnte ich mir griechisches Joghurt mit Marmelade oder Kompott vorstellen. Die Realität wird sein, dass wir einen geschnorrten Rest vom Schokokuchen vernichten.

1 Kommentar 23.11.20 09:51, kommentieren

22. November: Lachsforellen-Omelett mit Erdäpfeln und gemischtem Salat

Heute waren das Kind und ich den ganzen Vormittag in der Küche beschäftigt. Herausgekommen sind dabei ein Marillenkuchen und zwei Portionen Marillenkompott, zwei kleine Sackerln mit geraspeltem und gewürfeltem Kohlrabi zum Einfrieren, zwei Teller Maronicremesuppe für den Abend und ein Lachsforellen-Omelett mit Erdäpfeln und gemischtem Salat. Und ein Haufen Hendlfutter.

Nach dem Backen und Verwerten der übrig gebliebenen Marillen hat sich das Kind um den Salat gekümmert. Es hat alle Reste von gestern auf zwei Schüsserl aufgeteilt und noch frischen grünen Salat dazugezupft. Die Marinaden von gestern hat es auch gleich noch einmal verwendet. Die waren jetzt wenigstens ordentlich aromatisiert ...

Fürs Omelett hab ich in der Früh ein Lachsforellenfilet von 28 Deka aufgetaut. Mittags hab ich ein paar kleine Erdäpfel gekocht und parallel dazu das Fischfilet enthäutet, was eine unangenehme Hackn war. Ich habe aber auch nicht viel Erfahrung damit und hab sicher unnötig herumgepfuscht. Jedenfalls hab ich das Filet dann gewürfelt und die Handgeschmiedete erhitzt und eine Portion Butter (15 Gramm) drin zerlassen. In der Zwischenzeit hab ich drei Eier versprudelt.

Als die Butter schon zu bräunen begann, hab ich den Fisch in die Pfanne gegeben und unter Rühren zwei Minuten anbraten lassen, dann hab ich die Eier drübergegossen und mit Salz und Pfeffer gewürzt. Gehackten Petersil hab ich auch drüber gestreut. Während das gestockt hat, hab ich gach die Erdäpfel geschält, dann hab ich das Omelett in fünf Teile geteilt und die einzeln umgedreht und auf abgeschalteter Herdplatte noch zwei Minuten ziehen lassen.

Gestern sind uns im Supermarkt zwei verbilligte Amarettini-Cremes über den Weg gelaufen, die haben wir mitgenommen und uns heute als Nachtisch schmecken lassen.

Und jetzt setz ich mich ein bisserl in die Novembersonne. Habt noch einen schönen Sonntag!

 

Oh, ein kleines PS:
Für die Suppe hab ich ein kleines Zwiebelhapperl geschnitten und in einem Teelöffel Ghee glasig gedünstet, dann mit einem Löfferl Mehl gestaubt und mit einem Becher Wasser aufgegossen und alles aufgekocht. Da hinein kam eine große Handvoll gekochter zerteilter Maroni - die hatte ich gerettet und gekocht und geschält, musste aber viel wegschmeißen, immerhin eine Handvoll konnte ich verwenden - und Salz. Das köchelte dann zugedeckt vielleicht zwanzig Minuten vor sich hin. Abends wird die Sache püriert, gewürzt und mit Obers ergänzt.

5 Kommentare 22.11.20 12:39, kommentieren

21. November: Salatteller vor Apfelspalten

Ist es nicht schön: ich sitze hier und beschreibe das Mittagessen, das das Kind gerade kocht. Die obligatorischen Vitamine, heute in Form von Salattellern, haben wir bereits inhaliert. Jetzt werkt das Kind an den Apfelspalten. Weil ich unterwegs war, hab ich dem Kind aufgetragen, sich im Internet nach einem Rezept für den Teig umzusehen. Leider hat es übersehen, dass die Mengen immer für vier Portionen angegeben sind. Also wartet hier eine Menge Teig. Wir machen es jetzt so, dass das Kind eine hinreichende Menge Äpfel im Teig herausbäckt und ich aus dem Rest Palatschinken backe, die ich teilweise im ganzen einfriere. Den Rest schneide ich in unsere beliebteste Suppeneinlage, in Frittaten nämlich.

Für die Salatteller habe ich heute früh schon vorgearbeitet. Drei winzige Rote Rüben hab ich aus dem Erntesack von gestern herausgefischt und gemeinsam mit sechs Mini-Erdapferln gekocht. Das Mini-Krauthapperl, das auch schon Langzeitkunde im Gemüsefach war, hab ich fein geschnitten, war eh nur eine Handvoll, und in Salzwasser gekocht. Das Kraut hab ich mit unserer üblichen Marinade übergossen. Die Roten Rüben hab ich geschält und grob geraspelt und mit einem ebensolchen Apfel sowie einem Rest Zitronensaft vermengt.

Ein paar Blätter Radicchio hab ich in feine Streifen geschnitten und ebenfalls mariniert. Das Kind hat dann noch Blattsalat zerzupft, die Erdäpfel geschält und in Scheiben geschnitten, alles angerichtet , mit Balsamico rosé beträufelt und mit Kresse und Cashews bestreut. Die Oliven haben wir leider vergessen.

Für den Teig der Apfelspalten hat das Kind eine Prise Salz, 25 Deka glattes Mehl, 250 ml Milch und ein Ei verrührt. Während wir gegessen haben, hat der Teig gezogen und jetzt kommen die geschälten Apfelringe zuerst in den Teig und dann in die Pfanne mit zerlassener Butter. Bei Tisch werden sie mit Staubzucker bestreut.

Herrlich! 

4 Kommentare 21.11.20 12:14, kommentieren

20. November: asiatisch gegessen

Bevor der ortsansässige Asiate wegen des Lockdowns zusperrt, hab ich für das Kind und mich noch einmal ein Mittagessen bestellen müssen. Das dann so üppig ausgefallen ist mit all dem Trallala, dass wir zum Nachtmahl auch noch was hatten. Hummerchips sind auch noch welche da, aber nimmer lang, wenns nach dem Kind geht ...

Sonst hab ich nur eine Standard-Kürbiscremesuppe gekocht, die wir aber gar nicht brauchten, siehe oben. Hab ich für morgen schon vorgekocht.

Ernte war heute auch angesagt. Weil ich die Roten Rüben und den Zeller für frostempfindlich halte, hab ich die heute rausgezogen. Von beidem ist heuer mehr da als voriges Jahr, das wird mich zu neuen Rezepten führen. Die dreieinhalb Kohlrabi hab ich auch mitgenommen. Und aus den Blättern von den Roten Rüben mach ich vielleicht auch was. Da bin ich übers Wochenende gut beschäftigt.

Macht euch ein schönes Wochenende!

4 Kommentare 20.11.20 22:06, kommentieren

noch kurz zum 19. November: das Abendsupperl

Nur ganz kurz, weil ich gerade wieder einen kleinen Apfel verstecken konnte. Im Abendsupperl nämlich. Da sind die heutigen Zutaten: ein großer mehliger Erdapfel, ein Rest von Spitzen von Stangensellerie (höchste Zeit, dass der wegkam), ein Esslöffel rote Linsen und ein geschälter gewürfelter Apfel. Und Salz.

Wenn das weich gekocht ist, püriere ich alles, gieße ich mit etwas Milch oder Obers auf und würze nach. Heute möchte ich es mit ganz wenig Curry Oriental versuchen. Wu-haa!

4 Kommentare 19.11.20 16:24, kommentieren

19. November: das Irgendwas zum Rahmherz

Obwohl das Kind und ich was zu feiern haben, werden wir heute das Rahmherz mit Semmelauflauf essen. Die Pizza verschieben wir, möglicherweise gibt es morgen noch einmal asiatisch, bevor das Lieblingslokal sperrt.

Rahmherz isst man üblicherweise mit Semmelknödel. Ich hätte auch ein Buch von Ingrid Pernkopf über die "Knödelküche" zu Hause. Aus der Bücherei. Weil aber heute die Baustelle noch weitergeht und ich mich bei der Knödelei nicht stören lassen will, wandle ich vorsichtshalber das Rezept in eine Art Semmelauflauf um. Die kann nicht zerfallen und nicht zerkochen, da bin ich auf der sicheren Seite.

Beginnen werde ich, indem ich das zweite halbe Zwiebelhapperl fein schneide und in Bratenschmalz glasig dünste. Wenn ich dran denke, gebe ich danach noch gehackten Petersil (aus dem Tiefkühler) zu und lasse das auskühlen.

Der zweite Schritt ist, dass ich zwei Handvoll Semmelwürferl in warmer Milch mit flüssiger Butter und einem Ei einweiche und mit Salz, Pfeffer und wenig Muskatnuss würze. Wenn Masse 1 ausgekühlt ist und die Masse 2 gut durchfeuchtet ist, werden beide verrührt und mit einem Löffel (griffigem) Mehl ergänzt.

Diese Masse kommt dann in eine gefettete Auflaufform und wird im Rohr bei 180 Grad Ober- und Unterhitze gebacken, das sollte in einer halben Stunde erledigt sein.

Wieder keine Äpfel, und Salat auch nicht. Schade, dass das Kind keinen Obstsalat mag, das wäre heute der ideale Nachtisch. Zur Feier des Tages wird es aber heute sowieso einen Eisbecher geben: eine Familienpackung Vanille-Eis werde ich mit Ahornsirup, einer Fruchtsauce aus dem Glas, buntem Streusel und jeder Menge Herzwaffeln garnieren.

Und jetzt gebe ich mir gezwungenermaßen eine Lektion online-Deutsch

2 Kommentare 19.11.20 10:08, kommentieren

noch immer der 18. November: Rahmherz mit irgendwas

Was ich euch nicht unterschlagen möchte: weil heute früh ja noch Zeit war, hab ich mich dem Stück Rinderherz gewidmet, das ich vorgestern mit Suppengrun, Salz und Gewürzen knapp drei Stunden gekocht hatte. Da hab ich mir von meiner Mutter gestern noch Ezzes geholt und heute früh das Rahmherz gekocht. Traditionellerweise gibt es Semmelknödel dazu, aber da bin ich mir bei uns noch nicht sicher. Reis, Teigwaren oder Polenta wirds im Notfall auch tun.

Nämlich hab ich das zweite halbe Zwiebelhapperl geschnitten und in einem Löffel Ghee glasig gedünstet und dann mit Mehl gestaubt. Ich hab - getreu dem Grundsatz: alles was gekocht wird, braucht griffiges Mehl, alles was gebacken wird, glattes Mehl - doppelgriffiges Mehl verwendet und war sehr zufrieden mit der entstandenen Einbrenn. Ich hab die dann mit dem Rest vom Kochwasser aufgegossen und das in dünne kleine Scheiben geschnittene Fleisch zugegeben. Das zerkleinerte Suppengemüse übrigens auch, bis auf Lauch, Sellerie und Petersilwurzel.

Das hab ich ordentlich gesalzen und mit Pfeffer, einem halben Lorbeerblatt (aus der Suppe) sowie Oregano und Thymian gewürzt und aufkochen lassen. Derweil hab ich einen halben Becher Rahm glatt gerührt, von der kochenden Sauce zwei Esslöffel zugegeben und eingerührt und dieses Gmachtl dann zur Sauce gegeben und gut eingerührt.

Das ganze hat dann auf der abgeschalteten Herdplatte noch ein paar Minuten durchziehen können.

 

Jetzt zu ganz was anderem.

Meine Lieblingsantwort auf die Frage beim Telefonieren im Büro "welche Klappe haben Sie?" war immer: "Eine große!"

Dieselbe führe ich ja auch heute noch, was zum Beispiel meinen Grundsatz betrifft, keine verarbeiteten Lebensmittel zu verwenden. Aber, wie ich in der Sommer-Ausgabe der Einfach Hausgemacht lesen musste, so gut bin ich da gar nicht.

Es gibt verschiedene Arten von verarbeiteten Lebensmitteln:

- Küchenfertige (geputztes Gemüse, zerlegtes Fleisch)
- Garfertige (Teigwaren)
- Verzehrfertige (Obstkonserven, Sushi)
- Regenerierfertige (Tiefkühl-Pizza)
- aufbereitungsfertige (Puddingpulver, Instantsuppen)

Muss ich in Zukunft den Mund halten, denn ein halbes Schwein hab ich noch nie zerlegt und Teigwaren mache ich auch eher selten selber.

4 Kommentare 18.11.20 11:17, kommentieren

18. November: gebratenes Gemüse mit Reis und Salat

Ich sags ungern, aber bei der Sparköchin ist Baustelle. Völlig erlaubt und legal wird das Gärtlein gerodet und danach neugestaltet. Zum Glück sind die Herren erst später gekommen, da haben das Kind und ich die erste große Auseinandersetzung betreffend Homeschooling ohne Publikum ausfechten können.

Die zweite Auseinandersetzung werde ich, nach Ende des unsäglichen Online-Unterrichts, mit dem Kind haben, weil ich den Gärtnern der Einfachheit eine Pizza bestelle, aber dem Kind und mir gebratenes Gemüse mit Reis und Salat serviere. Ich hoffe, ich kann das Argument "wir hatten erst vor ein paar Tagen Pizza" überzeugend genug rüberbringen.

Demnächst werde ich also zuerst zwei Portionen Österreis zum Dämpfen hinstellen und mich dann den verschiedenen Gemüseresten widmen, die im Kühlschrank warten. Gesehen habe ich schon ein paar Karotten, einen Rest Stangensellerie, ein Stück Butternuss, ein halbes Zwiebelhapperl und den Zucchino von neulich. Das Mini-Krauthapperl und den Kohl würde ich gerne für demnächst aufheben.

Ich beginne, indem ich in der Pfanne einen Löffel Ghee zerlasse und drin den Zwiebel anbrate - dass alles an Gemüse klein geschnitten ist, versteht sich eh von selbst. Danach kommen die anderen Gemüsesorten dazu. Die die länger zum Garwerden brauchen, sind zuerst dran. Der Zucchino wird eher am Ende kommen.

Außerdem werde ich zwei Packerl Schinken à 8 Deka klein würfeln und untermischen. Den Radicchio habe ich so wie gestern schon vor zwei Stunden in feine Streifen geschnitten und mit Marinade übergossen. Der grüne Salat wird erst vorm Essen grob zerzupft und untergemischt. Das hat gestern gut funktioniert, der Salat war gschmackig, aber nicht unmenschlich bitter.

Als Nachspeise hab ich den Rest vom griechischen Joghurt aufgeteilt und Marillenkompott drübergelöffelt. Für mehr chichi hatte ich heute keine Zeit.

1 Kommentar 18.11.20 11:02, kommentieren

17. November: Kürbisspalten aus dem Ofen mit Speck, dazu Blattsalat

Heute früh hab ich schon ordentlich herumgehudelt, damit ich die Auflaufform fertig zum Überbacken hatte. Nebenbei ist wieder ein Packerl aus dem Kühlschrank weggekommen. War auch dringend nötig. Gestern und heute war ich Essen retten, und jetzt ist nicht nur der Kühlschrank voll und ein Sackerl mit gewürfelter Butternuss im Tiefkühler, sondern auch auf der Terrasse steht einiges herum.

Außer Mehl werde ich in der nächsten Zeit nix einkaufen müssen. (Sag ich jetzt so - aber irgendwas wird mir morgen Abend sicher einfallen, was ich dringend brauchen könnte ... )

Heute früh hab ich jedenfalls die Auflaufform mit Bratenschmalz ausgestrichen. Zwei große speckige Erdäpfel hab ich fein gehobelt und am Boden der Form verteilt, gesalzen und mit Gewürzmischung bestreut. Danach hab ich die Scheiben vom Frühstücksspeck gezählt, es waren zehn im Packerl. Also hab ich zehn Kürbisspalten geschnitten.

Jede Kürbisspalte hab ich mit einer Speckscheibe umwickelt und auf die Erdäpfel gelegt. Zum Schluss kam noch die Hälfte vom geriebenen Bergkäse drüber. Das ganze kam bei 160 Grad Ober- und Unterhitze für eine gute halbe Stunde ins Rohr und durfte noch eine Viertelstunde nachziehen.

Schon in der Früh hatte ich ein paar Radicchio-Blätter in feine Streifen geschnitten und mit Wiener Marinade übergossen. Mittags  kamen noch ein paar zerzupfte Bataviasalat-Blätter dazu, und schon waren unsere Kürbisspalten aus dem Ofen mit Speck und Blattsalat fertig.

Das Kind war ganz begeistert; ich auch, muss ich sagen, aber es war eine leichte Übung, denn mit Speck und Käse fängst du Kinder. Als Nachtisch gabs griechisches Joghurt mit Feigenmarmelade.

Na schau, und eigentlich hätte ich zwischen Erdäpfeln und Kürbis noch ein paar Apfelspalten unterbringen können. - Beim nächsten Mal dann.

2 Kommentare 17.11.20 17:38, kommentieren

16. November: Rindsleber nach Art der Sparköchin mit Österreis

In den letzten Tagen war ich, was das Apfel-verstecken betrifft, etwas schleißig. Aber in die heutige Rindsleber nach Art der Sparköchin mit Österreis schneide ich hochoffiziell vier kleine Äpfel rein. Die Leber ist vor allem fürs Kind eh nur Nebensache. Als Nachtisch empfiehlt sich eigentlich nix, aber zwei Makronen (zum Halbpreis) hab ich dem Kind gegönnt.

Diese Woche können wir getrost aus meinem Fleisch-Reduktions-Plan streichen. In den letzten Tagen hatte ich derart Lust auf Leber, dass ich heute - obwohl letzter Tag vor dem Lockdown und daher überall viele Leute und angespannte Stimmung - stantepede in den Supermarkt gestapft bin und ein Packerl Rindsleber erworben habe. Außerdem mitgegangen ist ein Packerl Rinderherz, das bereits, gemeinsam mit einem Bund Suppengrün und verschiedenen Gewürzen seit fast drei Stunden vor sich hin köchelt.

Von den 60 Deka Leber hab ich alles gewürfelt, aber nur die Hälfte verwendet, den Rest hab ich eingefroren. Die gewürfelte Leber hab ich dann in heißem Ghee rundum scharf angebraten - au! - und wieder aus der Handgeschmiedeten rausgenommen und ein gewürfeltes Zwiebelhapperl drin angebraten, nach einigen Minuten die geschälten gewürfelten Äpfel zugegeben, gesalzen und noch ein paar Minuten weitergebraten, bevor ich mit dem Rest der gekochten Paradeiser von der gestrigen Pizza aufgegossen habe. Gewürzt hab ich mit Salz und Pfeffer, einem Zweig Rosmarin und ein Haucherl Thymian.

Ich hab dann noch warmes Wasser in das leere Glas geleert, das Glas - mit Deckel - gut geschüttelt und damit noch einmal aufgegossen. Schließlich wollen wir auch ein gutes Safterl. Am Schluss ist die Leber samt ihrem Saft wieder dazugekommen und durfte noch ein paar Minuten durchziehen, bevor sie auf den Tisch kam, mitsamt dem österreichischen Reis, der während der ganzen Kocherei auf der Nebenplatte gedämpft wurde.

Köstlich wars, wir haben alles zusammengegessen.  Während das Kind seine Makronen mampfte, hab ich mir einen Kaffee-Rest mit Milch und Ahornsirup verfeinert und den dann auch sehr genossen. Für den Fall, dass ich nächstens nicht werde schlafen können: ich hab uns heute noch gach mit sieben Kilo Büchern aus Bibliothek und offenem Bucherschrank eingedeckt. Und das heurige Gratisbuch hab ich auch gleich mitgehen lassen.

Es kann gemütlich werden!

 

 

 

4 Kommentare 16.11.20 14:28, kommentieren

15. November: Pizza. Hoffentlich.

Die Aussicht auf drei Wochen enges schulisches Zusammenarbeiten lässt beim Kind und mir den Hausfrieden bröckeln. Eigentlich war geplant, dass ich einen Pizzateig fertige und das Kind, als Überraschung gedacht, die Pizza nach Art des Hauses belegen darf. Leider ist das Kind gerade schimpfend und brüllend aus dem Zimmer gestampft, weil ich mir erlaubt hatte einzufordern, was es mir versprochen hatte: Geschichte lernen nämlich.

Jetzt haben wir zwei Möglichkeiten: entweder (meine favorisierte Variante) ich belege die Pizza selbst oder ich warte, bis es doch noch lernt und nach einer diesbezüglichen kurzen Überprüfung an der Pizza zu werken beginnt. Zum Glück haben wir erst spät gefrühstückt, da gibts noch ein bisserl zeitlichen Puffer.

In der Zwischenzeit habe ich mir schon die Zeit vertrieben und das gestern gezupfte Kleingemüse in Augenschein genommen. Also, wir haben einen kleinen Zucchino, zweimal sieben Zentimeter unreife Kürbisse und zwei Mini-Blüten vom Zucchino samt dünnem Stängel. Den "richtigen" Zucchino wollte ich nicht in einer Suppe verschwenden, dafür gibts im Tiefkühler genug an gewürfeltem Material.

Aber die beiden Kürbisse hab ich mit einem Erdapfel und einer Knoblauchzehe sowie Salz in dem Wasser geköchelt, in dem ich gestern den Kürbis vorgekocht hatte und dann heute die Käse-Bröselknöderln (aus den Resten vom gestrigen Panieren mit Parmesan und Salz). Das wird abends püriert, mit Milch oder Obers ergänzt und nachgewürzt.

Als Suppeneinlage wird es die beiden Mini-Blüten geben, die ich gesalzen und in Öl beidseitig bissfest gebraten habe. (Und mit dem Öl wird mir auch noch was einfallen. )

Den Germteig habe ich wie üblich überhaps gemacht, aus glattem Mehl, Salz, Olivenöl, Wasser und einem Dampfl aus Germ, Zucker, Wasser und Mehl. Der rastet halt jetzt weiter vor sich hin und sollte irgendwann auf einem mit Backpapier belegtem Blech ausgerollt und belegt werden und dann im auf 230 Grad Ober- und Unterhitze aufgeheizten Rohr landen. Dann wird das Rohr abgeschaltet und der Teig bäckt mit der Restwärme. So stell ich mir das zumindest vor.

Mittlerweile hat sich das Kind beruhigt. Die Chancen sind also groß, dass es mir was über die Reformation erzählt und dann die häuslichen Vorräte auf dem ausgerollten Germteig verteilt. Es gibt ein Glas gekochte Paradeiser, Bergkäse zum Reiben (im Notfall aber auch den bereits geriebenen Parmesan), drei Scheiben Toastschinken, ein halbes Zwiebelhapperl, ungefähr 12 Deka Mozzarella und im Prinzip auch ein kleines Glas Sardellenfilets. Die das Kind aber hasst. Ein Glas Oliven könnte ich auch aus dem Keller holen, und für mich selber hab ich schon mit einem Viertel Radicchio spekuliert. 

Damit sollte sich doch was anfangen lassen.

6 Kommentare 15.11.20 12:12, kommentieren

14. November: Fischstäbchen und gebackener Hokkaido mit Salat

Weil ich schon gerochen habe, dass der Frisierte sich wieder durchsetzen wird und genau alles zusperrt, haben das Kind und ich uns heute noch in den Handel gestürzt und ein paar Kleinigkeiten erstanden, die uns während des Lockdowns beschäftigt halten werden. Deshalb hat sich das Mittagessen verzögert, aber nichtsdestoweniger war es köstlich.

Das Kind hat nämlich paniert. Gestern Abend schon hatte ich ein Packerl aus dem Gefrierschrank genommen, das mit "Lachsforelle für Fischstäbchen" beschriftet war. Leider war die Menge zu klein für zwei Verfressene, also hab ich kurzentschlossen ein paar schlanke Spalten vom Hokkaido runtergeschnitten und geschält und zwei oder drei Minuten vorgekocht.

Dann hab ich dem Kind alles hingestapelt und es hat alle Teile ordnungsgemäß mit Panier überzogen. Derweil hab ich vier Erdäpfel gekocht, geschält, in Scheiben geschnitten - heiß! - und mit geschnittenem Zwiebel bestreut und mit Olivenöl und Wiener Marinade übergossen. Außerdem hab ich ein paar Blätter vom Batavia-Salat aus dem Supermarkt (der wird uns noch ein paar Tage begleiten) und einen Pingpongball von einem Radicchio zerzupft und mit Balsamico rosé mariniert.

Herausgebacken hab ich die Teilchen auch, denn das Kind war im Stress.

Wir haben tatsächlich die Platte Fischstäbchen und gebackenen Kürbis samt Salat komplett geleert, nur vom Erdäpfelsalat ist eine Handvoll übrig geblieben. Aufgrund dieser Orgie in Fett und Eiweiß hab ich den Schokopudding-Nachtisch auf den Abend verschoben - wo er uns auch sehr gut geschmeckt hat.

 

Aber jetzt ganz was anderes. Unter den geretteten Lebensmitteln war auch eine Rolle "Feine Kalbsleber-Streichwurst", die ich in den letzten Tagen vernichtet habe.
Was ich immer sage: wenn euch etwas schmeckt, esst es mit Appetit und beachtet das Etikett nicht.

Das erste Aha hatte ich, als ich schaute, wie groß der Anteil an namensgebender Kalbsleber in der Streichwurst war. Seid ihr auch so optimistisch, einen Anteil von 15 oder sogar 20 Prozent zu erwarten? Tatsächlich sind es 5 Prozent.

Zu rechnen hab ich begonnen, als ich mir die Liste der Nährwerte durchgelesen hatte. In 100 Gramm feiner Kalbsleber-Streichwurst, haha, sind also 34 Gramm Fett, 1 Gramm Kohlenhydrate (Zucker), 13 Gramm Eiweiß und 1,9 Gramm Salz. Die Frage ist: woraus besteht der Rest, nämlich die fehlenden 50,1 Prozent der Masse, die uns immerhin 364 kcal liefert?

Der forschende Blick auf die Zutatenliste lässt nur einen Schluss zu: Trinkwasser. Denn die Geschmacksverstärker, Emulgatoren,  Antioxidationsmittel und Konservierungsmittel werden ja wohl hoffentlich nicht die andere Hälfte der Masse ausmachen ...

Was mich einigermaßen verunsichert, ist die Tatsache, dass ausgerechnet der Produzent dieser Streichwurst, die Firma Berger Schinken nämlich, seit kurzem eine Kooperation mit Labonca eingegangen ist. Die fertigen jetzt die Würste und Schinken für Labonca. - Ich muss wirklich dran denken, mir für diese Produkte eine andere Quelle aufzutun.

5 Kommentare 14.11.20 19:13, kommentieren

Freitag der Dreizehnte: nur ein Kürbiscremesupperl

Es gibt Tage, da bin ich zu nix zu gebrauchen, und so einer war heute. Da hab ich mir als Mittagessen tatsächlich nur ein Wurstsemmel reingepfiffen und den Rest vom Schokopudding, der nimmer in die Formen gepasst hat. Fürs Abendessen hab ich, völlig gegen meine Gewohnheit, einen Hokkaido gekauft und ein Supperl draus gekocht. Also, vom Kürbis ist natürlich noch was übrig, das

Ja, stimmt, für die Hendln hab ich gerettete Erdäpfel und ebensolchen Karfiol gekocht - letzteren hab ich gleich danach auf der Terrasse deponiert (die ist mein großer Winterkühlschrank), denn der riecht schon, sagen wir, intensiv.

Der muss weg, sagte meine Mutter, als sie mit einer fast vollen Packung Trinkkakao ankam. Na gut, dann wird er halt zum Backen und für Puddings verwendet. Heute ist er mir ein wenig zu flüssig geworden, aber wie ihr euch sicher eh denkt, hat das Kind beim Löffeln kein Wort drüber verloren.

Darf ich noch kurz über Wien-Schilda lästern? Seit gestern große Artikel in der Zeitung: Verschärfung der Corona-Maßnahmen zu erwarten, Schulschließung zu erwarten, Handel wird runtergeschraubt, Ausgangsbeschränkungen werden erweitert.

Gleich daneben ein Artikel: Wien leuchtet wieder. Die Weihnachtsbeleuchtung wurde installiert und in Betrieb genommen. Frage an Radio Eriwan: für wen genau leuchten die Weihnachtslamperl denn jetzt? Auf jeden Fall für die wenigen WienerInnen, die an den betreffenden Einkaufsstraßen wohnen ...

Genießt das Wochenende!

5 Kommentare 13.11.20 19:54, kommentieren