Der Sparküche-Blog.

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2. Mai, erster Teil: Käferbohnensalat, Blätterteigtaschen mit Kräuterrahm, Dolmades

Für mittags hat sich lieber Besuch angesagt, und das habe ich zum Anlass genommen, den Kühlschrank durchzusehen und ein Essen zu komponieren. Wie ihr euch vorstellen könnt, hab ich einiges gefunden, was nach Verwertung schrie. Rausgenommen ist ein fast original steirischer Käferbohnensalat und eine Ladung Blätterteigtaschen mit Karotten-Spargel-Füllung und Kräuterrahm. Außerdem hab ich einen Rest Couscous für die gefüllten Weinblätter verwendet.

Der Besuch isst so gut wie vegan, wird aber hoffentlich heute ausnahmsweise das eine oder andere Milchprodukt in Kauf nehmen. Und das Ei.

Jedenfalls bin ich in den Garten gewackelt und habe eine meterlange Spargelstange, zwei Handvoll Blattsalate und ein paar Kräuter (Petersil, Estragon, Pimpinelle und Basilikum) eingekauft. Damit ist das folgende passiert.

Die Kräuter hab ich gehackt und den Großteil zu einem halben Becher Rahm geleert, gesalzen und mit Würzmischung versehen, gut durchgerührt und im Kühlschrank ziehen lassen.

Den Rest der Kräuter hab ich zum Couscous gegeben, außerdem einen Esslöffel Semmelbröseln.

Den Spargel hab ich geschält und die Schalen ausgekocht, währenddessen hab ich den Spargel klein geschnitten und zwei Karotten ebenfalls geschält und klein gewürfelt. Dieses Gemüse hab ich nachher im selben Wasser kurz gekocht, rausgenommen und abkühlen lassen. (Das Wasser wird morgen zur Suppe. Eh klar.)

Für die Fülle hab ich einen Rest geriebenen Pecorino genommen und noch ein bisserl was vom neuen Parmesan-Stück dazugerieben. Salz dazu und das Gemüse. Dann hab ich ein Ei versprudelt und den Großteil zur Tascherl-Fülle gegeben. Ein Esslöffel kam zur Weinblätter-Fülle, mit dem Rest, soviel sei vorweggenommen, hab ich die fertigen Tascherl bepinselt.

Also hab ich aus dem geriebenen Käse, dem gekochten Gemüse, dem Ei und Salz eine Fülle gerührt, den Blätterteig in 6 Quadrate geschnitten und die Tascherl, also Packerl eigentlich, wie letztens gemacht und bei 200 Grad Ober- und Unterhitze für eine halbe Stunde ins Rohr gestellt.

Dann hab ich aus dem Couscous, den Bröseln, den Kräutern, Salz und dem Pups vom Ei eine Masse gerührt und mit der sieben Weinblätter gefüllt. Und die hab ich auf einen kleinen geölten Teller gelegt, den in den Dämpfeinsatz gestellt und den wiederum in ein großes Reinderl mit Wasser. Dort hab ich die Dinger eine Viertelstunde gedämpft.

Dann hab ich mich um den Salat gekümmert: Salatblätter auf den Tellern drapieren, die Bohnen drauf verteilen, Zwiebelringe drüber, mit Marinade und Kernöl beträufeln. Ganz original wäre er nur mit Apfelessig und Kernöl geworden.

Sehr fein, das alles. Und das beste war, dass der liebe Besuch einen großen Becher Eis vom Tichy mitgebracht hat, der für mittags gedacht war und der auch für abends noch reichen wird.

Danke!

 

2 Kommentare 2.5.18 11:46, kommentieren

1. Mai

Tag der Arbeit. Mit ohne Kochen. Mittags hab ich alle Restln aus dem Kühlschrank zusammengekratzt ( Mangoldstielgemüse, Rindfleisch, Couscous, Kräuterrahm, Salatblätter). Wobei, vom Couscous hab ich ein bisserl was aufbehalten, weil gestern ein Trieb vom Weinstock abgebrochen ist. Da hab ich die größeren Blätter blanchiert, vielleicht fülle ich die morgen, so als Vorspeise.

Abends werden wir kalt essen. 

Bleibt mir gewogen!

1 Kommentar 1.5.18 16:42, kommentieren

30. April: Rindfleischsalat mit Käferbohnen und Croutons, Mangoldstiele mit Maisauflauf

Langsam muss ich daran denken, die glutenfreien Vorräte zu einem Ende zu bringen. Also röste ich einen Teil der vorhandenen Würfel aus glutenfreiem Brot zu Croutons, die ich über den Rindfleischsalat streue. Außerdem reduziere ich das Maismehl durch einen Maisauflauf.

Für die Vorspeise schneide ich vom Beinfleisch ein paar dünne Scheiben runter und dekoriere die auf den restlichen Blattsalat von gestern (obwohl schon wieder neuer pflückbar wäre, ähem). Dazu kommen ein paar Zwiebelringe (für den Gast, glaube ich, nicht) und gekochte Käferbohnen, eben die Croutons und Balsamico und Kernöl. So.

Dafür wird die Hauptspeise einfach: blanchierte und geschnittene Mangoldstiele aus dem Tiefkühler - der übrigens mittlerweile tatsächlich nur mehr zu zwei Dritteln voll ist! - nehmen und mit Obers und Salz zum Kochen bringen, mit einem Gmachtl aus Wasser und Maisstärke binden und ziehen lassen.

Den mexikanischen Maisauflauf hab ich am 23. März schon mal gemacht, bitte das Rezept dort nachzulesen. Daraus ergibt sich zwangsläufig: Maisauflauf mit Stielmangold-Gemüse.

Als Abschluss werde ich einen Rhabarberkuchen auftauen.

(Vielleicht haben es die Aufmerksamen unter euch erraten: so eine Menüfolge kann ich mir nur leisten, weil das Kind nicht mitisst.)

30.4.18 16:11, kommentieren

29. April: Nudelsuppe, Speck-Mangold-Strudel mit Kräuterrahm und Blattsalat

Und nachher habe ich die letzten fünf vorhandenen Erdbeeren klein geschnitten und in gezuckertes Joghurt geschmissen und dortselbst zwei Stunden durchziehen lassen.

In der Früh, beim Hendlfüttern, habe ich in weiser Voraussicht aus einem Bund Suppengrün und Gewürzen sowie Salz und einem halben Kilo Beinfleisch von der Bergschecke eine Suppe angesetzt. Die hat über drei Stunden vor sich hin geköchelt, dann hab ich sie auskühlen lassen.

Für die Suppe habe ich sämtliche Spargelabschnitte ordentlich ausgekocht und diesen Sud mit zwei Schöpfern Rindsuppe vermischt, ein paar Karottenstücke hineingegeben, nachgesalzen und zum Kochen gebracht. Dann habe ich ein paar glutenfreie Spaghetti zerbrochen und in der Suppe eingekocht.

Außerdem hab ich je eine Packung normalen und glutenfreien Blätterteig verarbeitet. Erst habe ich für die vegetarische Variante eine Fülle aus blanchiertem geschnittenen Mangold, fast einem Ei, geriebenem Pecorino, Salz und Gewürzmischung bereitet, den normalen Blätterteig in sechs Quadrate geschnitten und auf jedes einen Löffel Fülle gegeben. Dann hab ich die vier Ecken geschnappt, in die Höhe gezogen und zusammengedreht, so dass Packerl entstanden. Die hab ich mit dem Rest vom Ei bepinselt und bei 190 Grad Ober- und Unterhitze 25 Minuten goldbraun gebacken. So weit, so einfach.

In der Zwischenzeit hab ich erstens Salatblätter gepfückt - er ist bereits dabei, mir über den Kopf zu wachsen, muss ich zugeben -, gewaschen und in eine Schüssel getan, zweitens einen Becher Rahm gesalzen und mit drei Esslöffeln gehackten Kräutern vermengt (Schnittlauch, Petersil, Basilikum, Estragon, Pimpinelle) und drittens das Packerl mit dem glutenfreien Blätterteig geöffnet.

Also, die Zutatenliste zeigte schon ziemlich viele mir nicht vertraute chemische Fachbegriffe. Aber auch haptisch wars meiner Meinung nach kein Blätterteig. Dick, bröselig, rissig - und viel kleiner als die stinknormale Variante. Und natürlich doppelt so teuer, aber das habt ihr euch vermutlich eh schon gedacht.

Ich habe das teure Stück dann nicht weiter ausgerollt, sondern in den Rest der Fülle eine Handvoll Schinkenspeck-Würferl gemengt, die Fülle auf den Teig gestrichen und den Teig aufgerollt. Dann hab ich die letzten Tropfen vom Ei drauf verstrichen und das Ding ebenfalls ins Rohr geschoben, dort aber etwa 35 - 40 Minuten belassen.

Folgerichtig gab es Blätterteigpackerl und -strudel mit Blattsalat und Kräuterrahm.

Und dann haben sich die Erwachsenen ins Konzerthaus begeben, zu einer abendfüllenden Session von Hagen Rether. Das Kind lauschte derweil in der Volksoper dem Zauberer von Oz.

Und wisst ihr was? Wir haben alle gestern Abend dasselbe Lied gehört, wenn auch in unterschiedlichen Versionen: Somewhere Over The Rainbow.

1 Kommentar 30.4.18 16:02, kommentieren

28. April, zweiter Teil: Blattsalat mit Käse und Ei, Hirseauflauf mit Rhabarber

Für den Abend habe ich einen Renner fabriziert. Nach einem individuell ausgestalteten Blattsalat (mit Blauschimmelkäse oder ohne, aber auf jeden Fall mit gekochtem Ei) mit Balsamico und Kernöl habe ich wieder einmal einen Hirseauflauf auf den Tisch gestellt. Diesmal allerdings mit einem abgetropftem Rhabarberkompott aus den häuslichen Vorräten.

Es ist gerade soviel übrig geblieben, dass das Kind und ich ein Frühstück davon hatten.

29.4.18 16:59, kommentieren

28. April, erster Teil: Fusilli in Spargel-Schinken-Sauce

Nämlich habe ich zwei Spargelstangen übersehen, beide sind jetzt wieder einen Meter lang, womit wir eineinhalb locker unser Mittagessen bestreiten: Fusilli in Spargel-Schinken-Sauce.

Wenn ich das geschrieben habe, erhitze ich in der Pfanne einen Löffel Butter, stäube mit einem Löffel Mehl und gieße mit Milch auf, salze und pfeffere und bringe die Sache unter ständigem Rühren zum Kochen. Da hinein kommen die Spargelstücke und 8 Deka fein geschnittener Schinken (im Sonderangebot gekauft) und ziehen ein paar Minuten durch.

Und fertig.

Ach so. Natürlich hab ich in der Zwischenzeit auch die Teigwaren gekocht. Eh klar. Die werden dann in die Sauce gemischt. Eh klar.

1 Kommentar 28.4.18 10:52, kommentieren

27. April: Lachs-Sushi, Käsefondue

Bevor ihr versucht, mir auf die Schulter zu klopfen: die Sushi hab ich gekauft. Man muss nicht alles können. Danach hat der Gast gekocht, und wir haben ein sehr köstliches Käsefondue nach Schweizer Art geschmaust. Dessert haben wir dann keines mehr gebraucht.

Jetzt kenne ich einige Tricks. Erstens hat der Gast den Käse besorgt. In der Schweiz gibts den von Migros fertig gerieben und gemischt, nämlich in Packerln, wo jeweils 20 Deka Gruyere und Vacherin Fribourgeois drin sind. Die Anleitung auf der Packung funktioniert auch für Neulinge wie mich einwandfrei. Und: zu Käsefondue trinkt man nix Kaltes, sondern Tee. Damit der Käse im Magen nicht klumpt.

Deshalb, und das ist der letzte Tipp, wird in der Schweiz Fondue (und Fondue ist automatisch Käsefondue, alle anderen Varianten haben eine Zusatzbezeichnung) nur im Winter gegessen. Lädt man Gäste ein und möchte ein Fondue servieren, informiert man die Gäste vorher, damit die nicht vielleicht unabsichtlich zweimal hintereinander Fondue essen.

Also haben wir in den auf dem Herd stehenden Fonduetopf 150 ml Weißwein gegeben und darin 8 g (zwei Teelöffel) Speisestärke aufgelöst, die 40 Deka Käse und eine fein gehackte Knoblauchzehe zugegeben und alles unter ständigem Rühren zum Kochen gebracht. Wer will, pfeffert.

Der Gast hat gerührt, ich habe derweil das Brot geschnitten, ein stinknormales Baguette, das Gluten hat der Gast in Kauf genommen. Der Brenner muss schon in Aktion sein, wenn der Fonduetopf dorthin übersiedelt, damit der Kochvorgang nicht unterbrochen wird.

Dann gings los: Brotstück, möglichst mit Rinde, auf die Gabel spießen, beim Eintauchen einen Achter ziehen (dann wird gleich immer ein bisserl umgerührt - aber der Käse legt sich trotzdem an, leider), rausnehmen und drehen und dann flott essen, damit der Käse nicht tropft.

Ich war ganz fasziniert: ich habe noch nie jemanden so elegant Fondue essen gesehen. Wir werden das öfter üben. Wobei das Kind meinte, statt des Weins nehmen wir das nächste Mal Suppe. Für uns zwei. Ich freu mich schon.

1 Kommentar 28.4.18 10:48, kommentieren

26. April: Kürbiscremesuppe, Hühnerleber nach Art der Sparköchin, Kompott

Planänderung gestern, weil ich meiner Mutter einen Haufen essfertiger Powidltascherl abschnorren konnte, die wir dann folgerichtig durch drei geteilt und zur Nachspeise bestimmt haben. Das Kompott habe ich dann heute serviert, nach einer Kürbiscremesuppe und, was wir auch schon länger nimmer hatten, einer Hühnerleber nach Art der Sparköchin mit Hirse.

Die Suppe war von der einfachen Art, wie immer, und es ist immer noch ein Stück Kürbis da. Entweder ich friere ihn ein oder es gibt in den nächsten Tagen ein Gemüse-Curry. Ich überlegs mir noch.

Heute mittags hab ich die Hühnerleber aufgetaut, und abends den von den Grillspießen abgesonderten und von mir geretteten Bratensatz in die große Pfanne getan und erhitzt. Darin hab ich erst zwei Happerl Zwiebel, geschnitten, angebraten und dann die Leber zugegeben und rundum angebraten. Dann hab ich mit Madeira abgelöscht, gesalzen und gepfeffert, Rosmarin dazugebröselt und mit einem Glas gekochte Paradeiser aufgegossen und zum Ausgleich der Säure ein bisserl gezuckert.

Weil auf dem Packerl stand "muss durchgegart werden", hab ich noch eineinhalb Äpfel, gewürfelt, hineingetan und dann umgerührt und den Deckel auf die Pfanne getan und alles noch ein knappes Viertelstünderl geköchelt. Dann war die Leber durchgegart, aber bröselig trocken. Nie wieder kaufe ich Leber abgepackt; die nächste wird wieder rosé gegart und auf der Zunge zergehen.

Aber sonst war der Geschmack gut, nur ist viel zuviel übrig geblieben. Von der Hirse übrigens auch, die ich auf bewährte Weise im beschichteten Reinderl geköchelt habe und die dann noch ein bisserl durchgezogen hat.

1 Kommentar 26.4.18 21:44, kommentieren

25. April: Avocado-Aufstrich mit Gebäck, Kürbis-Erdäpfel-Gratin, Kompott

Heute muss es wieder ein gesünderes Essen sein. Deshalb hab ich uns ein Kürbis-Erdäpfel-Gratin verordnet, vorher einen Avocado-Aufstrich aus eben jener, Salz und Balsamico, mit Gebäck und nachher einem schlanken Kompott. Rhabarber vermutlich.

Das Gratin mache ich aus dem vorletzten vorhandenen Kürbis, einer Butternuss nämlich. Da schneide ich einen Teil davon in Spalten, und zwei große gedämpfte Erdäpfel in dünne Scheiben. Ihr kennt das schon: den Boden der Auflaufform mit Öl oder Butter einlassen, drauf die Erdäpfelscheiben, vielleicht salzen, dann die Kürbis-Spalten drauf, vielleicht wieder salzen und würzen. Dann, weil grad vorhanden, ein paar Deka Schinkenwürfel draufstreuen und mit einem Guss aus Ei und Milch und eventuell Resten von Rahm, Creme fraiche oder Joghurt übergießen. Wer mag, streut geriebenen Käse drüber. Ich mag, weil grad Pecorino da ist.

Bei 180 Grad Ober- und Unterhitze für eine gute halbe Stunde ins Rohr. Weil der Kürbis schneller durch ist als andere Gemüse, habe ich auch die Erdäpfel vorher gedämpft, ausnahmsweise.

Es ist Salat übrig geblieben, der kann bei Bedarf dazugegessen werden.

25.4.18 07:46, kommentieren

24. April: Spargelcremesuppe, Grillspieße mit Braterdäpfeln und Salat, Milchreis

Trompeten! Fanfaren! - Heute hatten wir den ersten Blattsalat aus eigener Ernte. Ich konnte mich nicht beherrschen und hab von jeder Jungpflanze (über 30 - fragt mich nicht, was wir machen werden, wenn die alle gleichzeitig reif werden) ein Blatt abgezupft, ein bisserl Rucola gerupft und die Schüssel damit gefüllt. Eine kleine Schüssel. Aber immerhin: Grillspieße mit Braterdäpfeln und Blattsalat.

(Und Ketchup natürlich, aber das versteht sich ja fast von selbst. Gekauftes Ketchup übrigens; also nicht gekauft, sondern geschnorrt, vom Kind, im Supermarkt - die haben da grad so eine Aktion für Kinder, leider.  Das Kind hat Bambi-Augen und schon die zweite Flasche heimgebracht. Jetzt lass ich es eine Zeitlang nimmer einkaufen gehen, bis die Aktion ausläuft. )

Die Suppe hab ich ja schon gehabt, nur noch mit ein bisserl Wasser (um das Glas auszuspülen) und Milch verlängert, und passt. Den Milchreis hab ich im Supermarkt erworben; ausnahmsweise hatte ich Lust auf Chemie.

Die Erdäpfel hab ich schon am Nachmittag gedämpft und dann beim Schälen gleich in die handgeschmiedete Pfanne mit Bratöl geschnitten, Salz drüber und kurz vorm Essen rundherum gut angebraten. Das waren, obwohl keine Heurigen, gute Erdäpfel, die mürb wurden und sich gut bräunen ließen. - Heurige Erdäpfel aus Ägypten, also wirklich. (Nix gegen Ägypten natürlich, aber Erdäpfel eine viertel Weltreise machen lassen? Gehts noch?)

Für die Spießerl hab ich eine kleine Packung Rostbratwürstel aus dem Tiefkühler genommen und, ebenfalls vom Supermarkt, ein Stück Hendlfilet, das zweite hab ich eingefroren. Die Würstel hab ich halbiert, das Hendl in mundgerechte Happen geteilt. Außerdem eine dicke Scheibe Speck quer in dünne Scheiben geschnitten und ein Zwiebelhapperl und einen Paradeiser (mit einem Sprung über den Schatten) in Spalten geschnitten.

Das alles hab ich dann möglichst gleichverteilt, sonst schreit das Kind, auf sechs Spieße gesteckt und diese auf meinem Mini-Grill gebraten. Die waren echt gut, die Dinger, muss ich sagen.

 

2 Kommentare 25.4.18 07:38, kommentieren

23. April: Erdäpfel-Kräutersuppe, Spargelrisotto, Schokopudding

Heute hätt ich es fast nicht dermacht. Ich habe die Wartezeit beim Zahnarzt definitiv unterschätzt und hatte, als ich heimkam, nur mehr eine Dreiviertelstunde zum Kochen.

Naja, so schlimm wars dann auch wieder nicht, denn die Suppe und der Pudding waren fertig. Nur ein paar Stammerl aus dem Kräuterbeet musste ich hacken, zur Suppe geben und das ganze (Erdäpfel, Wasser, Salz, püriert) mit Milch verlängern und einmal aufkochen.

Den Spargelrisotto habe ich mit wenig Speck zubereitet, den ich in Streiferl geschnitten habe, während sich das beschichtete Reinderl erhitzte. Speck rein, Rundkornreis dazu, Salz auch, einige Minuten rösten, mit heißem Wasser aufgießen, Hitze reduzieren, gut durchrühren, Deckel drauf, 20 Minuten köcheln lassen. 

Dann die Spargelstücke zugeben, mit dem Reis gut vermengen, noch fünf Minuten köcheln und danach noch 10 Minuten quellen lassen. In der Zwischenzeit wäre ein idealer Zeitpunkt gewesen, um Käse zu reiben. Was ich völlig vergessen habe. Nicht einmal aufgetaut war er, der Käse.

Aber dafür war der Schoko-Kakao-Pudding perfekt schokoladig. Ich hab nämlich, weil ich dem für die Opferung vorgesehenen Osterhasen (immerhin war es kein Nikolo mehr) gestern in einem Anfall schon den Kopf abgefressen hatte, zusätzlich zum Osterhasen-Rest auch noch ein paar Löffel Trinkkakaopulver eingerührt. Und drei Löffel Zucker, für alle Fälle.

Diese Schoko-Bombe hab ich dann mit Maizena gebunden und ohne nachzudenken wieder in kalt ausgespülte Formen gegossen.

23.4.18 22:20, kommentieren

21. und 22. April

Es gibt weiterhin nix Kulinarisches zu berichten. Ich genieße es, nichts kochen zu müssen. Heute haben wir es uns überhaupt gut gehen lassen und Köstlichkeiten vom Buffet gezupft.

Morgen gehts wieder los. Bleibt mir gewogen!

23.4.18 12:07, kommentieren

19. und 20. April

Simplify your cooking ist das gerade hier: der Gast weilt anderswo, und wir essen Reste, kalt oder was Schnelles. Heute mittags zum Beispiel Spargel in Bechamelsauce mit gebratener Polenta.

Ihr habt das erraten: ich habe endlich den Grünspargel geerntet. Die Stangen waren mittlerweile jeweils einen knappen Meter lang, so dass ich sie gedrittelt bzw. geviertelt habe, um sie im Kühlschrank lagern zu können. Die schönsten Stücke habe ich heute verwendet. Aus dem Rest werde ich morgen, so hoffe ich, eine Spargelcremesuppe machen.

Heute habe ich mich jedenfalls der Polenta erbarmt, die immer noch den Kühlschrank bereicherte. Bevor sie sich selbst auf den Weg nach draußen machte, hab ich im beschichteten Reinderl ein Stück Butter erhitzt und die Polenta in mundgerechten Happen drin erhitzt.

Auf der anderen Flamme habe ich ein weiteres Stück Butter - Öl schien mir zu profan zu sein - erhitzt, einen Löffel Mehl (ganz normales Gluten-Weizen-Mehl, ohne Nachdenken, welche Wonne!) drin hell angeschwitzt und mit einem Schuss Obers und Wasser aufgegossen, gesalzen und gepfeffert und unter Rühren eine Art Bechamel geköchelt.

Da hinein kamen die Spargelstücke, ebenfalls mundgerecht geschnitten, und dünsteten vielleicht 8 oder 9 Minuten lang.

Köstlich war das. Nachspeise hatten wir keine, aber das Kind wird heute Nachmittag sowieso das Eisgeschäft nicht vermeiden können.  (Und ich hab ein Stück von Pichlers Earl Grey Schokolade genascht, wow!)

1 Kommentar 20.4.18 17:08, kommentieren