Der Sparküche-Blog.

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15. September: gratinierter Karfiol, vielleicht mit Paradeissalat

So mag ich das. Schon am frühen Morgen das Mittagessen vorbereitet. Mittags wird nur noch wenig zu tun sein, und ich kann es mir am Vormittag gut gehen lassen. - Also: mehr oder weniger, denn es gibt Gartenarbeit, Ernte und deren Verarbeitung zu erledigen.

Vom Wochenende gab es noch zwei Portionen blanchierte Karfiolroserln. Und gestern hab ich die letzten mehligen Erdäpfel gedämpft (neue sind schon angeschafft), weil ich einen davon für den Salatteller brauchte. Das alles kam aus dem immer voller werdenden Kühlschrank, auch das neue Halbkilostück Parmesan, das ich gestern aus dem Tiefkühler genommen hatte.

Zuerst kam der letzte Schluck Olivenöl in eine ofenfeste Form und wurde auf dem Boden verteilt. Auf dem Boden der Form natürlich. Da drauf kamen die zerteilten Erdäpfel, die habe ich dann gesalzen und mit Magic Dust bestreut. Darauf wieder wurden die Karfiolroserln geschlichtet und nochmals ein bisserl gesalzen.

Als das Kind gerade interessiert herschaute, kam ein Packerl Speckwürferl zwischen den Karfiol. War ich großzügig, hab ich die ganze Packung verwendet, 10 Deka waren es. Man gönnt sich ja sonst nix. Darüber kam dann noch geriebener Parmesan. Das ganze ruht jetzt bis mittags, dann werde ich ein Ei mit einem Rest Obers und einem Achterl Milch versprudeln und drüber gießen und das ganze bei 180 Grad Ober- und Unterhitze ungefähr eine halbe Stunde im Rohr lassen, bis ich es guten Gewissens gratinierten Karfiol nennen kann und vielleicht noch einen Paradeissalat mit Zwiebel und Schnittlauch dazu fertige.

Als Nachtisch müssen wir dringend den Apfelkuchen reduzieren, bevor er uns davonläuft oder Pilzkulturen zum Verweilen einlädt.

9 Kommentare 15.9.21 07:24, kommentieren

14. September: Salatteller vor Palatschinken

Soll einer sagen, die alte Sparköchin wäre nimmer lernfähig. Dank dem "Kraichgauer" weiß ich, dass es Stremellachs gibt. Die Tante Ecosia hat mir erklärt, dass es sich um heiß geräucherten Lachs handelt. Und wie er mir heute im Supermarkt aus dem Halbpreis-Regal entgegengeleuchtet hat, der Stremellachs, ist mir gar nix anderes übrig geblieben, als ihn mitzunehmen. Köstlich hat er geschmeckt!

Überhaupt hab ich halbpreismäßig heute ordentlich zugeschlagen, da werdet ihr noch hören. Und, eh wie immer, kam danach die Mitteilung, dass ich wieder Lebensmittel retten darf. Jetzt wäre der Kühlschrank wieder ein Foto wert ...

Egal, der Lachs und ein kleines Schüsserl Rote-Rüben-Salat (Halbpreis) haben den Weg auf unsere heutigen Salatteller gefunden. Außerdem war noch Blattsalat drauf - gekaufter, ich bin mir ganz verwegen vorgekommen! - sowie bunte Paradeiser, Gurke und ein Erdapfel. Also wirklich nur eine kleine Vorspeise vor den Palatschinken.

Überbacken hätte ich sie wollen, aber das ist sich alles nimmer ausgegangen. Also hab ich einen Teig zusammengerührt aus Ei, Milch, Mehl und Salz und den eine halbe Stunde stehen lassen und dann in der Handgeschmiedeten eine Handvoll Palatschinken herausgebacken. In Schmalz, damit es sich auch auszahlt. Gefüllt haben wir sie mit der neuen Pfirsich-Feigen-Marmelade, die sich in den Palatschinken gar nicht so schlecht gemacht hat.

Übrig geblieben sind diesmal keine. Aber für die nächste Suppe gibts eh noch Backerbsen.

6 Kommentare 14.9.21 21:55, kommentieren

13. September: gebratener Leberkäse mit Mangoldgemüse und Polenta

Jetzt schreien wieder einige auf, weiß ich eh. Spiegelei und Braterdäpfel wollt ihr zum Leberkäse haben, und vielleicht, an guten Tagen, Röstzwiebeln auch noch. Bei der Sparköchin gibts eine ganz andere Version, zumindest ein bisserl schlanker. Obwohl schon auch viel Fett dabei war, insgesamt.

Erst habe ich eine Handvoll Polentagrieß mit Salz im beschichteten Reinderl trocken geröstet, bis das Wasser im Wasserkocher heiß war. Das kam dann über die Polenta, alles wurde gut durchgerührt, dann einen Schluck Obers eingerührt, Deckel drauf, Hitze reduziert, schmurgeln lassen.

Die neulich geerntete Mangoldpflanze hab ich wie immer in Blätter und Stängel geteilt und beides getrennt blanchiert. Vom grünen Teil hab ich einen Becher voll eingefroren und den Rest mit einem Schluck Obers, Salz, Pfeffer und einem Haucherl Magic Dust zum Kochen gebracht und ein paar Minuten köcheln lassen.

Und den Leberkäse hab ich in Öl beidseitig gebraten. So sind wir heute zu gebratenem Leberkäse mit Mangoldgemüse und Polenta gekommen. Mein Nachtisch war sehr ausgiebig. Zuerst musste ich eine überreife Birne verzwicken und dann den Rest vom Apfelkuchen, der also wirklich wunderbar auf der Zunge zergangen ist.

Ein paar Apfelstücke musste ich auch vernichten, denn es hatten nicht alle auf den Apfelkuchne gepasst, den ich zwischendurch verfertigt hatte, weil ein Becher Obers dringend weg musste. Jetzt habe ich genug von der Küche und lese in meinem neuen Lieblingsbuch weiter: "Vom Unbehagen im Wohlstand" von Gernot und Rebecca Böhme.

7 Kommentare 13.9.21 13:15, kommentieren

12. September: Karfiol in Butterbröseln mit Bataten-Stiften

Heute konnte ich meine Liste von voriger Woche schmeißen: alle Reste verbraucht. Ein neuer Speiseplan ist schon geschrieben, muss aber umgeschrieben werden, denn der heute geerntete Karfiol - 1.400 Gramm - war groß genug, um uns abseits des heutigen Karfiols in Butterbröseln mit Bataten-Stiften (aka Süßkartoffel-Pommes) noch ein weiteres Essen zu ermöglichen. Diesmal war er wieder groß und weiß, aber mit Bewohnern, namentlich Blattläusen und ein paar kleinen grünen Würmern.

Macht nix. Ich hab von der einen Hälfte trotzdem fünf Rosen abgeteilt und die in Salzwasser bissfest gekocht. Parallel dazu hab ich zwei Portionen Butter à 15 Gramm zerlassen und ordentlich Semmelbrösel drin hellbraun geröstet. Da hinein kamen die Karfiolrosen und von dort auf die Teller. 

Die Batate hab ich geschält und mit einem Vintage-Werkzeug in Stifte geteilt. Das war auch schwieriger, als ich mir das vorgestellt hatte, aber schließlich waren es großteils Stifte und ein paar Fuzerln, die meine Mutter zusammen mit ein paar Karfiolbröseln für die nächste Gemüsesuppe eingefroren hat. Die Stifte wurden in wenig Öl in einer beschichteten Pfanne allseits gebraten und mit Salz und Grillgewürz bestäubt.

Mit der zweiten Hälfte des Karfiols werde ich wie üblich verfahren: Die Abschnitte auskochen, den Strunk und die jungen Blätter mit einem Erdapfel zu einem Supperl verkochen - Hing nicht vergessen, sonst krachts! - und den Rest, in kleine Rosen geteilt, hab ich vorher auch blanchiert. Die hebe ich auf, denn in den nächsten Tagen will ich gratinierten Karfiol auf den Tisch bringen.

Sonst habe ich heute nur noch ein paar zweitklassige Paradeiser gepflückt, die kommen gekocht in Gläser. Demnächst wird der letzte Zucchini geerntet werden, und einen Riesen-Kohlrabi (der letzte hatte 1.500 Gramm) muss ich auch rausnehmen. - Ach ja, und einen kleinen weißen Rettich haben wir auch verkostet. Viel zu scharf für meine Verhältnisse, besonders auf einem Salatteller. 

Auch wenns so ausschaut, als würden wir überhaupt kein Fleisch mehr essen: abends und auf der Pizza ist schon auch Tier. Aber nur in kleinen Mengen. Da geht sich morgen für jeden ein Scheiberl Leberkäse aus.

7 Kommentare 12.9.21 16:18, kommentieren

11. September: Kinder-Verwöhn-Tag

Manchmal ist das so: Pizza als Mittagessen und Riesen-Eis am Nachmittag, dafür kein Abendessen. Das heißt, für mich schon, ich hab die Reste der Pizzen in mich reingestopft.

Morgen wird der Karfiol geerntet und verarbeitet werden, ich versprechs.

6 Kommentare 11.9.21 19:26, kommentieren

10. September: Käsenockerln mit Salat

Über Langeweile konnte ich mich heute nicht beschweren, aber dafür ist einiges weitergegangen. Am Vormittag habe ich eineinhalb Stunden und einen Muskelkater investiert, um weitere Haselnüsse aufzusammeln. Diesmal hat sich die Zeit aber ordentlich gezogen, muss ich sagen. Danach war ich so fertig, dass für die geplanten Eiernockerln keine Energie übrig war. Das erstbeste, was ich im Kühlschrank derklengt hab, hab ich zum Mittagessen umgewidmet. Aber Haselnüsse hab ich jetzt genug!

Am Nachmittag buk ich erstens zwei Kuchen, eh beide schon lang verschoben, teilweise für einen Nachbarn, und zweitens schrie das Kind beim Heimkommen Hunger, so dass ich beschloss, die Nockerln als Abendessen nachzuholen. Wobei ihr wahrscheinlich Spätzle dazu sagt. So kleine Dinger, wo der Teig durch ... aber davon später.

Heute sind viele Reste weggekommen, und der Großteil der Äpfel auch, gottseidank. Haben mir tagelang die Küche verstellt. Der Nachbar hatte mir nämlich ein Netz mit Wunderlingen überlassen - wie heißen die verwordagelten, krummen Dinger zum Sonderpreis bei euch? Die hab ich in einen Apfelkuchen verwandelt, mit Mürbteig und Gitter oben drauf. Und den Zucchini-Zitronen-Kuchen aus der Kundenzeitschrift des Supermarkts hab ich auch endlich ausprobiert. Das Rezept hat grundsätzlich gut funktioniert, jetzt muss er nur noch verkostet werden, der Kuchen.

In den Teig der Nockerln hab ich alles geschmissen, was mir im Weg war. Den Rest Mehl, in dem das Kind vorige Woche die Blunzenradeln gewendet hatte. Einen Schluck Obers. Den Saft der Zucchini für den Kuchen. Und, weil das auch schon viel zu lange in meiner Küche steht, eine Prise vom Safransalz - das werde ich in den kommenden Wochen auch vernichten. Milch, weiteres Mehl und ein Ei kamen noch dazu, das doppelgriffige Mehl natürlich. Alles wurde verrührt und das Kind zum Salatmachen eingewiesen, während ich das Wasser zum Kochen brachte und auf der Nebenflamme in einer Pfanne ein ordentliches Stück Butter erhitzte.

Dann das Nockerlsieb aufs Reinderl gelegt und den Teig mit einer Teigkarte durchs Sieb gedremmelt und einmal aufkochen lassen. Die Nockerln sind ja fertig, sobald sie wieder an die Oberfläche kommen. Von dort hab ich sie in die Pfanne rübergeschöpft und gut mit der Butter vermischt. Bei Tisch haben wir uns den letzten Rest vom Parmesan drübergestreut. Für den Salat hat das Kind eine halbe Gurke geschält und in Scheiben geschnitten (über den Gemüsehobel traut es sich noch nicht drüber, ist eh besser) und ein paar Kirschparadeiser, heute geerntet, halbiert. Wiener Marinade drüber, und fertig.

Nach unseren Käsenockerln mit Salat hat das Kind sich zwei von den belgischen Trüffeln genommen, die ich gestern im Lieblings-Zuckerlgeschäft in der Neubaugasse gekauft hatte. Ich hab den Zucchini-Zitronen-Kuchen verkostet und muss sagen: es ist zu wenig Zitrone drin. Das nächste Mal muss ich großzügiger sein.

Die Begutachtung des Gemüsebeets hat ergeben, dass wir erstens einen Kürbis übersehen haben, der sich seinen Weg quer über die Kohlsprossenpflanze in Richtung Brokkoli bahnt, und zweitens wieder ein Karfiol erntereif ist. Wieder so ein Riesending - drückt uns die Daumen, dass er bis Sonntag durchhält!

6 Kommentare 10.9.21 20:03, kommentieren

9. September: Pasta nach Art der Sparköchin mit Gurkensalat

Was letztes Jahr gut gelungen ist: der Mangold hat viel guten Samen produziert. Was weniger gut gelungen ist: Natürlich habe ich nicht allen Samen einsammeln können, so dass dieses Jahr im gesamten Garten meiner Eltern die Mangoldpflanzen sprießen. Gestern musste ich auf dringende Anordnung eine Beetrose von einer Mangoldpflanze befreien. Die Blätter habe ich gleich für die gestrige Abendsuppe verwendet. Mangoldcremesuppe hatten wir eh schon länger nicht.

Die Stängel hab ich auch gleich blanchiert und für heute zur Seite gelegt. Und heute bin ich für die Pasta nach Art der Sparköchin (Variante 73) mit Gurkensalat folgendermaßen vorgegangen:

Ein Mini-Zwieberl hab ich in Ringe geschnitten und in zwei Esslöffeln Olivenöl angebraten. Zwei übrig gebliebene Blattln Schinken hab ich geschnitten und dazugegeben. Das nächste waren ein paar leicht angeranzte Kirschparadeiser, die ich kalt lächelnd hineingeschnitten habe. Gewürzt hab ich mit Salz, Pfeffer und African Rub (eine Gewürzmischung von den Afrikatagen).

Dann musste ich nur noch die klein geschnittenen Mangoldstiele und die gekochten Teigwaren, die wir gestern nicht gegessen hatten, dazugeben und unter gelegentlichem Rühren erhitzen. Bei Tisch hab ich mir eine Wolke aus geriebenem Parmesan draufgetan. Für den Gurkensalat hab ich eine halbe Gurke geschält und entkernt, gehobelt, mit gehacktem Knoblauch und Salz vermengt und vor dem Essen mit Wiener Marinade begossen.

Für den Nachtisch hab ich die restlichen Brombeeren wieder mit Zucker und griechischem Joghurt vermischt. Bestreuen wollte ich das Joghurt mit einem zerbröseltem Keks, den ich aber letzten Endes vergessen habe, also esse ich den jetzt separat mit dem Löffel.

Langsam entwickle ich hier auch wieder eine Art Speiseplan. Die ersten Reste sind schon weg. Aus dem Tiefkühler habe ich heute die letzten Kürbiswürfel genommen und daraus unsere übliche Kürbiscremesuppe gekocht. Verfeinert wird sie mit Milch werden.

5 Kommentare 9.9.21 15:51, kommentieren

8. September: Pasta mit Grünkohl

So kanns gehen. Heute wollte ich die Vorjahres-Vorräte vom Mangold dezimieren - hab ich keinen im Tiefkühler gefunden. Was ich aber gefunden habe, ist ein Becher mit gekochtem gehacktem Grünkohl. Na, hab ich halt den genommen und gach Pasta mit Grünkohl fabriziert.

Heute Vormittag hab ich mit der - hoffentlich - letzten anstrengenden Arbeit der Saison begonnen, nämlich mit dem Haselnüsse-klauben. Ich kenn da ein Platzerl, wo eine ganze Straße mit Baumhaseln bepflanzt ist. Bis vor wenigen Jahren war ich immer die einzige, die die Nusserln zusammengeklaubt hat, aber heute sind mir schon zwei Mitbewerber begegnet. Es ist aber genug für alle da. Morgen oder übermorgen möchte ich noch einmal hingehen, dann sollte ich genug Vorrat für die Weihnachtskekse beisammen haben.

Weil das ganz schön anstrengend ist, war ich froh, dass ich nur auf einer Flamme die restlichen Mini-Hörnchen kochen musste und auf der anderen das beschichtete Reinderl zum Einsatz brachte, einen gscheiten Schluck Obers hineintat und den noch gefrorenen Grünkohl hineinlegte. Mit Salz, Pfeffer und Magic Dust gewürzt, Deckel drauf, in Ruhe köcheln lassen.

In der Zwischenzeit hab ich den letzten Rest vom Parmesan gerieben. Händisch wäre das überhaupt nimmer gegangen, also musste ich die Minna bemühen. Kennt die noch jemand? So ein Ding zum Kurbeln. Viel Abwasch für wenig Parmesan, aber macht nix.

Die Teigwaren hab ich jedenfalls zum Grünkohl gegeben (sind welche übrig geblieben, kann ich morgen brauchen!), alles gut vermischt und bei Tisch mit dem Parmesan bestreut. Als Nachtisch hab ich mir ein Brombeerjoghurt gegönnt.

7 Kommentare 8.9.21 17:26, kommentieren

7. September: ähem.

Die Sache mit dem Speiseplan muss ich vertagen. An den neuen Stundenplan des Kindes muss ich mich erst gewöhnen. Heute zum Beispiel hätte ich schon wieder etwas streichen müssen. In der Früh kam mir nämlich der Gedanke, das Kind muss zwischen Schule und Arzt was essen. Was lag also näher, als gach testen zu gehen und dann im Running Sushi einzufallen? Genau. Und nach dem Arzt lag blöderweise auch noch das Eisgeschäft auf dem Weg. In der Folge entfiel auch das Abendessen ersatzlos.

Beim Kind. Ich genehmigte mir drei Scheiben Toastbrot, mit Butter und der gestrigen Dirndlmarmelade. Naja, und das Kind finalisierte seine Packung Pombären.

Aber inzwischen hab ich wenigstens eine Liste mit Dingen zusammengestellt, die weg müssen. Und da finden sich einige brauchbare Kombinationen. Ihr hört wieder von mir, wenn ich weiß, wo es langgehen wird im Laufe der Woche.

Und jetzt geh ich meinen Dirndl-Trauben-Saft abfüllen, der seit einer Stunde in der Küche vor sich hin dampft. Ein bisserl Zucker musste ich zugeben, die Dirndln waren viele und schon sehr herbsauer. Den Saft hab ich schon verkostet, der schmeckt eigenwillig, aber gar nicht schlecht.

Bleibt mir gewogen!

7 Kommentare 7.9.21 20:32, kommentieren

6. September: Salatteller vor Apfelstrudel

Am heutigen ersten Schultag hab besonders ich mich verwöhnen lassen. So musste ich lediglich zwei Salatteller befüllen. Den Apfelstrudel hat meine Mutter aus den neulich aufgesammelten Falläpfeln gebacken. - Damit mir aber nicht zu fad wird, war ich endlich, als vorletzter großer Tschoch in dieser Saison, Dirndln pflücken und klauben. Zum Glück gibts in der Nähe eine gute Quelle. Eineinhalb Stunden hab ich gepflückt, drei Stunden lang einen Haufen Dirndln entkernt und dann eine halbe Stunde für die Marmelade gebraucht. Jetzt sind immer noch Dirndln da; als Ergänzung werde ich morgen ein paar Trauben abschneiden und gemeinsam mit den Dirndln und Zucker in den Dampfentsafter schmeißen und einen hoffentlich wohlschmeckenden Saft herauskriegen.

Auf den Salattellern waren heute Bittersalat, Gurke, Paradeiser, Portulak, Oliven, Wachteleier und griechisches Joghurt. Der optische und kulinarische Renner war jeweils ein Stück gebackener Karfiol, der auch kalt ganz wunderbar mundete. Heute hab ich bei der zweiten Karfiolpflanze Nachschau gehalten. Da gibts auch schon einen weißen Kopf, kleiner noch als die Nummer eins, aber am kommenden Wochenende sollte auch die Nummer zwei erntereif sein.

Für die Abendsuppe hab ich die erste kleine Lauchstange geputzt, eine Karotte und einen Erdapfel dazugegeben und alles zerkleinert mit Salz weichgekocht, püriert und mit einem Rest Milch aufgegossen. Hat überraschend gut geschmeckt!

Um mich mit dem Speiseplan auseinanderzusetzen war noch keine Zeit. Ichs habs für morgen geplant. Mal sehen, was mir einfallen wird für zwei Gurken, eine Batate, Fleisch und Fisch aus dem Tiefkühler, einen Rest Mehl und einen Rest Hörnchen, also Teigwaren.

5 Kommentare 6.9.21 20:49, kommentieren

5. September: gebackener Karfiol mit einer Art Remoulade

Eine Machete hätte ich heute gut brauchen können, um den Karfiol zur Strecke zu bringen. Letztlich war ich mit der Astschere erfolgreich. Das war wirklich eine Riesenpflanze, für den Schrebergarten eigentlich gar nicht geeignet. Ich weiß gar nimmer, ob das selbstgezogene Pflanzen waren oder ob ich die gekauft hatte damals. Egal, jedenfalls war es ein Vorzeige-Karfiol. Riesig, blütenweiß, ohne jeden Schädlingsbefall. Und das ohne jede Chemie.Einen ganzen Sack voll Blätter hab ich für die Hendln mitgenommen. Insgesamt waren es vier Setzlinge, also warten noch drei Pflanzen auf uns. Heute haben wir uns bereits über Rezepte ausgetauscht.

Zwei Drittel des Karfiolkopfs hab ich in Rosen geteilt. Meine Mutter hat sie bissfest gekocht, das Kind hat sie dann paniert. Also nicht alle, den Rest hat meine Mutter erledigt, sonst wäre es ein Abendessen geworden. Fünf Eier haben die beiden insgesamt verbraucht, nur damit ihr eine Ahnung von der Menge habt. Die Karfiolrosen wurden dann in Öl herausgebacken. Dazu gabs eine Sauce von meiner Mutter, aus girechischem Joghurt und Mayonnaise, einem gehackten gekochten Ei, Gewürzen und Schnittlauch. Wir nennen sie Sauce Tatare, aber wahrscheinlich handelt es sich eher um eine Art Remoulade.

Vom restlichen Karfiol hab ich ein paar sehr kleine Roserl zur Seite gelegt. Den Rest haben wir für später eingefroren, jede kriegte einen Becher voll. Aus dem Strunk und den Abschnitten hab ich noch zwei Portionen Suppe herausbekommen, nach meiner Standard-Methode: einen Erdapfel (Schalen gemeinsam mit den jungen Blättern des Karfiols auskochen, herausnehmen, die kleinen Roserln als Einlage kochen, herausnehmen, zerkleinerten Erdapfel und Karfiol mit Salz, Pfeffer und Knoblauch weich kochen und pürieren, Milch dazu und die Roserln in die Suppe hinein. Das wird unsere heutige Abendsuppe.

Von dem gebackenen Karfiol mit Sauce Tatare wären locker fünf satt geworden. Die restlichen Rosen haben wir für morgen aufgehoben, da werden wir sie verzwicken.

5 Kommentare 5.9.21 17:27, kommentieren

4. September: Blunzengröstl mit Joghurtguken

Der ursprüngliche Eintrag hat gelautet:

Wenn ich heute früh nicht schon vorgearbeitet hätte, wäre das kein schnelles Mittagessen geworden. Erstens hab ich meine Erdäpfelvoräte alle verwertet d. h. alle bis auf einen gekocht und geschät. Zweitens hab ich die beiden kleinen Blunzen aus dem Tiefkühler genommen. Drittens hab ich die letzte vorrätige Gurke wie üblich behandelt, gehobelt und mit Salz, Pfeffer und griechischem Joghurt vermengt.

Außerdem hab ich im Kühlschrank die vorgestern erworbenen - man muss ja schließlich die Aktionspickerl des Supermarkts ausnützen! - braunen Bio-Champignons wiederentdeckt. Die hab ich gleich geputzt und entstielt. Die Stiele hab ich mit einem Stück eines Zwiebelhapperls und dem letzten Erdapfel, mit Salz gleich im Erdäpfel-Kochwasser, zu einem Supperl verkocht. Diesmal war ich ein bisserl schlampert und hab die Petersilblätter im ganzen dazugegeben und dann gleich alles püriert. Hab ich mir das Hacken erspart. Am Abend kommt nur noch ein Schuss Milch dazu. Und vielleicht Pfeffer.

Die Hüte der Champignons hab ich in dünne Scheiben geschnitten und roh eingefroren, weil mir grad nix Passendes für sie eingefallen ist.

Schlampert war ich auch bei den Paradeisern, die ich heute samt und sonders geschnitten und gekocht habe. Ins erste Glas kam nämlich nur der Saft der Paradeiser, das Passieren habe ich mir wieder einmal erspart - wir werden auch die harten Schalen essen müssen. Danach hab ich noch zwei kleine Gläser mit den Paradeisern selbst vollgefüllt. Werde ich im Winter alles brauchen können.

Mittags dann kam die Handgeschmiedete mit einem ordentlichen Löffel Schmalz (wenn schon, denn schon!) auf den Herd. Die Blunzen hab ich von ihrer Haut befreit, in Scheiben geschnitten, diese in Mehl gewendet und kurz in der Pfanne angebraten. Die ruhten dann auf einem Teller, während ich den Rest des obigen Zwiebelhapperls, in Halbringen, fesch angebraten habe und die gekochten Erdäpfel, ebenfalls scheibliert, zugegeben und mitgebraten habe. Gewürzt habe ich mit Salz und Pfeffer sowie einem Haucherl Rosmarin. 

Als Erdäpfel und Zwiebel gut heiß waren, kamen die Blunzen wieder dazu, alles wurde gut durchgemischt und mit den Joghurtgurken serviert. Als Nachtisch nach dem Blunzengröstl mit Joghurtgurken gönnten wir uns ein paar Kekse.

 

Die Wahrheit ist, dass das Kind gekocht hat, unter Hängen und Würgen (und mit ein bisserl Hin- und Hergeschreie), aber letztlich mit schmackhaftem Ergebnis.

Und dass ich heute aus dem Halbpreisregal "nur" eine Tube Oberskren gezogen habe, aber dafür beim verbilligten Fisch zugeschlagen habe und zwei Welsfilets nach Hause brachte. Die hab ich geschnitten und eingefroren, und damit ist die Tier-Lade im Tiefkühler wieder voll.

Geerntet hab ich ein kleines Sackerl Paradeiser und ein paar Feigen, die Gurken bleiben vorerst noch hängen. Aber was heute der Tagesschlager war: eine der vier Karfiolpflanzen hat sich bequemt, ein Kopferl zu machen, das hatte ich vor drei Tagen schon gesehen, und vorsichtshalber zwei Blätter nach innen geknickt, damit die Rose weiß bleibt.

Ha! Und heute haben wir ihn wieder besichtigt, den Karfiol, und wisst ihr was? Er ist riesig. Ich glaube sein Durchmesser ist über zwanzig Zentimeter, und er ist immer noch schön weiß. Zack, den essen wir morgen, Speiseplan hin oder her!

5 Kommentare 4.9.21 09:20, kommentieren

3. September: pseudogriechischer Salat mit Weißbrot vor Grießkoch

Ihr habt es gleich gemerkt: das Kind isst heute wieder auswärts. So habe ich mir die letzten vier gefüllten Oliven, die von gestern noch da waren, gekrallt und einen Rest geschälter Gurke dazugewürfelt, dann noch ein paar zerteilte Kirschparadeiser dazu und ein Mini-Zwiebelhapperl, in Ringen (keine Termine mehr heute!). Fleur de Sel drüber, zum pseudogriechischen Salat erklärt und mit einem aufgetauten protugiesischen Weißbrot mit Chorizo verspeist.

Als Nachtisch gönnte ich mir ein sehr schokoladiges Grießkoch. Jetzt bin ich ziemlich satt, und müde auch, denn heute hab ich im Obstgarten nach dem Rechten gesehen und die wenigen Zwetschken gepflückt, die uns heuer vergönnt sind. Grad ein Kilo zum Essen, aber mehr haben in unserem Kühlschrank eh keinen Platz.

Ein ganz junger Apfelbaum, von mir vor nicht einmal zehn Jahren gesetzt, trägt heuer, für seine Verhältnisse halt, reichlich rote Apferln. Sind aber noch nicht reif, werde ich nochmals anreisen müssen.

Und, eh wie immer, konnte ich auch noch Essen retten heute. Ihr wollt eh nicht wissen, wie es im Kühlschrank der Sparköchin gerade ausschaut, oder?

9 Kommentare 3.9.21 14:04, kommentieren