Der Sparküche-Blog.

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3. Dezember: Salatteller vor Kipferlschmarren mit Marillenkompott

Heute bin ich tatsächlich froh darüber, dass ich gestern noch im Supermarkt war und heute nicht aus dem Haus gehen muss. Der Radicchio, auf dessen Ernte ich mich seit Tagen freue, muss bis zum milderen Wetter warten. Nur das Kind ist enthusiasmiert und war schon draußen: Schnee angreifen. Es muss sich eh beeilen, denn angeblich wird er morgen schon wieder weg sein, der Schnee.

Angesichts der weißen Pracht war ich allerdings ruckzuck in Keksbackstimmung und hab auch schon die ersten drei Sorten gebacken. Endfertigen muss ich sie allerdings noch. Und ich hab allerhand Reste fürs heutige Mittagessen zusammengekratzt.

So bestand der heutige Salatteller aus Happerlsalat, dem Rest vom gestrigen Sellerie-Apfel-Salat, je zwei Wachteleiern, einer Scheibe Mozzarella, einem süßsauren Maiskölbchen, Kresse als Dekoration und einer Scheibe Brot als Beilage.

Im Keller hab ich ein Sackerl voll geschnittenen trockenen Kipferln gefunden. Auch nicht schlecht. Vorgesehen wäre eigentlich ein Hirseauflauf mit Äpfeln gewesen, aber es hat sich herausgestellt, dass die offene Milch dringend weg muss, also hab ich umgeplant und das Kipferlzeugs mit Milch übergossen, zwei Eier drübergeschlagen und hab das ganze ziehen lassen.

Vorm Essen hab ich noch einen Rest Mehl und zwei Löffel Zucker zugegeben und die Masse gut vermischt. Gerade noch rechtzeitig ist mir eingefallen, dass ich ja einen Apfel verstecken muss, und ich hab ihn in die Schmarren-Masse geraspelt. Die kam dann in die heiße Handgeschmiedete, in der ich schon ein 15-Gramm-Butterpackerl zerlassen hattee.

Der Schmarren buk erst auf einer Seite an, bevor ich ihn schauferlweise umgedreht habe und er fertig backen durfte, während wir schon unsere Salatteller vernichteten. Dann brauchte ich nur mehr ein Glas Marillenkompott öffnen, und fertig war der Kipferlschmarren mit Marillenkompott. - Man glaubt es ja kaum, aber nachdem ich mir meine Portion - eh schon nicht klein - genommen hatte, hat das Kind den Rest komplett erledigt. Kinder müssen doch essen, schmatzte es, die wachsen doch noch!

Hoffen wir das beste.

3 Kommentare 3.12.20 13:55, kommentieren

2. Dezember: Pasta in Tunfisch-Sauce mit rot-weißem Salat

Manchmal hat das Kind interessante Ideen. Beim nächsten Mal Pizza-Essen, meinte es vor einigen Tagen, bestelle ich mir eine Tunfisch-Pizza. Mir schmeckt zwar Tunfisch nicht, aber ich möchte probieren, ob er mir vielleicht doch schmeckt.
Was Folgenabschätzung betrifft, gibts noch Luft nach oben.

Ob dem Kind Tunfisch vielleicht tatsächlich schon schmeckt, wollte ich natürlich trotzdem ausprobieren. Also hab ich es einem Dreistufenplan unterzogen. Teil eins war, dass ich ein Halbpreis-Vitello tonnato kaufte und das Kind kosten durfte. Hat ihm solalà geschmeckt. Teil zwei hatten wir gestern, weil ich mir aus einer halben geschnorrten Tunfisch-Dose und sieben Deka Butter mit Salz und Pfeffer eine Tunfisch-Butter als Brotaufstrich gemacht hatte.  Auch davon kostete das Kind und befand es als essbar.

Teil drei war das heutige Mittagessen, für das ich die zweite Hälfte vom Tunfisch verwendet habe. Nämlich habe ich Pasta in Tunfisch-Sauce mit rot-weißem Salat serviert.

Weil das Kind wieder jede Menge online-Unterricht hat, habe ich also während des Archaeopterix Haselnüsse geknackt, während des present perfecht tense Gemüse geschnitten und gekocht, Sellerie und Rote Rüben nämlich, und während des Barock einen Granatapfel entkernt. Dann war eine Stunde Zeit, um zu kochen und zu essen, und jetzt während der Klassenstunde darf ich diesen Eintrag schreiben ...

Zuerst hab ich die Teigwaren ins kochende Salzwasser geschmissen und im beschichteten Reinderl daneben einen Löffel Ghee zerlassen und ein kleines gehacktes Zwiebelhapperl und ein Stammerl Rosmarin reingetan und gedünstet. Dann hab ich ordentlich mit Mehl gestäubt und mit zwei Schöpfern Teigwaren-Kochwasser aufgegossen und gesalzen und gepfeffert und dann noch einen Rest Obers und einen Rest Milch zugegeben, aufgekocht und ein bisserl einkochen lassen. Zum Schluss kam der zerzupfte Tunfisch dazu und wurde gut eingerührt.

Vorher schon hatte ich eben eine kleine Knolle Sellerie julienne geschnitten, in Salzwasser mit Zitronensaft gekocht und in den letzten Minuten einen kleinen geschälten Apfel, ebenfalls in dünnen Streifen, dazugegeben und kurz mitgekocht. Außerdem hab ich drei wunzig kleine Rote Rüben gekocht, geschält und grob geraspelt und einen kleinen Apfel dazu geraspelt. Mariniert habe ich beide Salate getrennt mit Salz und Zitronensaft.

Bei Tisch haben wir uns über die Tunfisch-Nudeln dann geriebenen Parmesan gestreut, aber wir waren sparsam, denn die neue Parmesan-Lieferung kommt ja erst in zwei Wochen ...

Jetzt wissen wir also, dass das Kind Tunfisch durchaus isst. Es wird sich aber trotzdem keine Tunfisch-Pizza bestellen, meint es, weil Tunfisch fast ausgestorben ist und ihm die Fische so leid tun.

Hätten wir das auch besprochen.

5 Kommentare 2.12.20 12:31, kommentieren

1. Dezember: Gemüseeintopf mit Bratwürsterl und Brot

Der Gemüseeintopf mit Bratwürsterl und Brot ist ja ein Essen, das dem Kind optisch überhaupt nicht behagt, das es dann aber doch mit Genuss löffelt. Überhaupt wenn, so wie heute, sowohl ein kleines Speckschwarterl drin ausgekocht wurde als auch das letzte Bratwürsterl von gestern in dünnen Scheiberln drin schwimmt.

Fabriziert hab ich den Eintopf schon gestern, weil er ja angeblich bei jedem Aufwärmen besser schmeckt. Dazu hab ich einen Löffel Schmalz zerlassen, ein kleines Speckschwarterl hineingegeben und ein kleines geschnittenes Zwiebelhapperl drin angebraten und drei zerteilte Knoblauchzehen, ein Stammerl Rosmarin, etwas Oregano und ein halbes Lorbeerblatt zugegeben. Zwei kleine Selleriestängel samt Blatterln kamen auch hinein.

Dann hab ich im Gemüsefach und im Tiefkühler kurz gekramt und in der Folge einiges an Gemüse ins Reinderl hineingewürfelt: je ein Esslöffel Pastinake und Karotten, zwei große speckige Erdäpfel, die Hälfte vom letzten Kürbisviertel, eine dicke Scheibe vom Kohlrabi. - Und wieso eigentlich kein Apfel? Na, egal.

Gewürzt hab ich mit Salz, Pfeffer und Hing. Dann hab ich mit dem restlichen Pfannenwasser aufgegossen, bis alles knapp bedeckt war. und das hat dann eine Viertelstunde geköchelt und durfte danach noch auf der ausgeschalteten Herdplatte weiter ziehen. Wie der Eintopf ausgekühlt war, hab ich das Würsterl hineingeschnitten. Heute kam beim Aufwärmen noch ein bisserl Salz und ein Schuss Obers dazu.

Das hat uns heute mit einer ordentlichen Portion Brot (für mich) und einer sehr kleinen (für das Kind) sehr gemundet.

So, jetzt ist Dienstag und wir haben (exklusive abendlicher geschnorrter Wurst und Grammeln) ein Viertelkilo Tier verbraucht. Schauen wir einmal, wie die Woche weitergehen wird.

3 Kommentare 30.11.20 16:46, kommentieren

30. November: Kalbsbratwürstel mit Mangoldgemüse, Chutney und Petersilerdäpfeln

Jetzt fängt die Rechnerei wieder an. Knapp ein Viertelkilo Kalbsbratwürstel (aus dem Tiefkühler) waren das, die ich heute gegrillt habe, von der Dreierpackung haben wir aber nur zwei gegessen. Was ich mit dem dritten mache, weiß ich aber schon.

Gegessen haben wir die Kalbsbratwürstel mit Mangoldgemüse, Chutney und Petersilerdäpfeln. Urspünglich wollte ich Couscous dazu servieren, aber weil ich rechtzeitig wieder zu Hause war, gingen sich die Erdäpfel noch aus.

Begonnen hab ich damit, die Erdäpfel zu kochen und ein Glas Chutney aus dem Keller zu holen. Den  aufgetauten Mangold (blanchiert und gehackt) habe ich in wenig Obers mit Salz und einem Hauch Currypulver langsam zum Kochen gebracht und dann noch ein paar Minuten ohne Deckel köcheln lassen.

Und die Bratwürsterl habe ich auf den Plattengrill geschmissen. Der Rest war einfach: Erdäpfel schälen und teilen und in einer Pfanne mit zerlassener Butter erhitzen, Petersil hacken und dazu geben, salzen und gut durchrühren.

 

Bei der heutigen Abendsuppe werdet ihr euch jetzt entsetzt abwenden. Das Erdäpfelkochwasser hab ich nämlich als Basis dafür verwendet. Dann hab ich es in die leere Erdäpfelpfanne geleert, um den Bratrest zu lösen, dann wieder zurück ins Reinderl und die Petersilstiele und ein paar kleine Sellerieblatterl dazu, erhitzen und ziehen lassen.

Später hab ich noch einmal eine Portion Erdäpfelschalen drin ausgekocht und alles Gemüse den Hendln überantwortet. Dann war es eine relativ klare Suppe, die ich noch nachgewürzt habe. Da hinein werde ich am Abend vier von den gestern eingefrorenen und heute gleich wieder rausgenommenen Knöderln einkochen.

 

4 Kommentare 30.11.20 16:35, kommentieren

29. November: Gebackener Karpfen mit Erdäpfelsalat

Die Zubereitung des Mittagessens habe ich zum Teil ans Kind delegiert. Es hat Karpfenstücke paniert wie ein Weltmeister. Diesmal, weil wir gerade so viele Zitronen haben, hat es vor dem Panieren einige Tropfen Zitronensaft auf den Fisch gegeben. Das hat ein ungewöhnliches Aroma ergeben, das muss ich mir merken. Ich hab nur den Erdäpfelsalat gemacht, eh wie immer. 

Weil wir zum gebackenen Karpfen mit Erdäpfelsalat heute Gäste (aus dem engsten Familienkreis natürlich, schließlich feiern wir den zweiten Lockdown) hatten, war ich eher großzügig in der Mengenberechnung. So ist eine Portion übrig geblieben, die ich mit Genuss am Abend verzehren werde. Kalt, denn aufwärmen klappt meistens nicht verlustfrei.

Apropos Abend: gestern hab ich das vorletzte Viertel vom Kürbis mit der Hühnersuppe als Basis zu einer Kürbiscremesuppe verkocht. Damit die Vorräte wegkommen, bevor sie von selbst die Flucht ergreifen. Von der Suppe haben wir heute auch noch was. Kochmäßig hatte ich tatsächlich heute nicht viel zu tun.

So habe ich heute die letzte Gurke aufgeschnitten. - Nein, die war nimmer zum Essen gedacht, ich wollte nur die Samen ausreifen lassen. Ich hoffe das hat geklappt. Heute hab ich ungefähr hundert Samenkörner rausgekratzt, den Rest haben die Hendln bekommen. Ich hoffe wirklich, dass ich diese Sorte vermehren kann; die war schmackhaft und hat sowohl an der Pflanze als auch im Kühlschrank relativ durchgehalten. - Nein, ich weiß leider nimmer, welche Sorte das genau war, denn ich hab im Mai meiner Spontanität freien Lauf gelassen und drei Sorten wild durcheinander gesät. 

Außerdem habe ich gach für die Gäste einen höchst verspäteten Heiligenstriezel gebacken. Weil ich den Teig sehr lange gehen ließ, mussten sie einen Teil des Nachmittags bei uns verbringen und mit dem Kind Triominos spielen. Da haben sie wieder was dazugelernt ...

4 Kommentare 29.11.20 17:27, kommentieren

28. November: Salat mit Austernpilzen vor Marillenknödeln in Butterbröseln

Meine Marillenknödel kennt ihr schon: Topfenteig und Marillen aus dem Tiefkühler, dazu Butterbrösel, heute nicht angebrannt, ich war sehr stolz.

Die Austernpilze, die ich gerne gestern schon serviert hätte, musste ich heute zu Tisch bringen. Zum Glück fand sich noch ein Resterl Blattsalat, so dass das Kind folgendes machte, während ich die Knödel drehte und ins Wasser schupfte.

Es wusch und zerzupfte den Salat und tat ihn auf zwei Teller und briet dann die Austernpilze in hinreichend Butter gut an und ließ sie überkühlen. In der Zwischenzeit schälte es zwei gekochte Wachteleier - nein, es ist nicht so, dass unsere Fräuleins wieder legen würden. Aber ich habe mich hinreißen lassen und eine Zwölferpackung gekauft.

Jedenfalls kamen die Pilze und je ein Ei auf den Salat auf unsere Teller, und alles wurde mit Balsamico beträufelt und mit einer halben Scheibe Dinkelbrot als Salat mit Austernpilzen serviert.

 

Diese Woche habe ich es tatsächlich mit dem Kochen geschafft, unter einem Kilo Tier zu bleiben. Allerdings muss ich hier noch die abendliche Wurst dazurechnen, das Hendlfleisch für die Suppe (und nachher den Mayonnaise-Salat) sowie das heutige Semmerl mit Presswurst, das wir uns unterwegs reinzogen, um nicht akut zu verhungern.

Aber trotzdem: ein Kilo Fleisch brutto für zwei Personen. Immerhin.

3 Kommentare 28.11.20 15:24, kommentieren

noch immer der 27. November

Wir essen Hühnersuppe. Schon zum zweiten Mal mit Backerbsen. Für die letzte Portion morgen muss ich mir unbedingt eine andere Beilage einfallen lassen.

Aus den beiden Hendlrücken, die ich für die Suppe ausgekocht hatte, hab ich mir fürs heutige Abendessen einen Hühner-Mayonnaise-Salat gemacht: Das Fleisch von den Knochen befreien und klein schneiden, zwei oder drei Stücke vom Suppengemüse dazuschneiden. Wichtig ist auch das Sauergemüse, ich hab gerade ein Glas Maiskölbchen offen und von da ein paar Stücke genommen. Dann nur noch Salz und Pfeffer und einen üppigen Löffel Mayonnaise unterrühren, und fertig.

Diesmal hab ich nach langer Zeit wieder einmal die entsafteten Äpfel durch die Flotte Lotte gejagt, in einem Reinderl gesammelt und mit Zucker versetzt. Die Mischung ruht seit einigen Stunden. Nach dem Abendessen werde ich hoffentlich noch in der Lage sein, das ganze aufzukochen und in Gläser abzufüllen. Mittags hatten wir das entstandene Mus schon mit einem Tupfer griechischem Joghurt oben drauf.  Wird nicht des Kindes Liebling werden.

1 Kommentar 27.11.20 17:59, kommentieren

27. November: Pfusch nach Art der Sparköchin

Gestern hatte ich extra ein Packerl Austernpilze gekauft, damit wir ein bisserl Abwechslung haben. Auf der Suche nach einer passenden Beilage ist mir der Schinkenspeck wieder eingefallen, und ich hab einen Speck-Reis vorbereitet. Wie der am Herd gedünstet hat - die Hälfte vom Speck (ungefähr acht Deka) kleinwürfelig geschnitten und in einem Patzerl Butter angebraten, danach den Reis dazu und weiter wie üblich -, hab ich voll Vorfreude ein Zwiebelhapperl geschält und dann die Austernpilze dem Kühlschrank entrissen.

Da war so ein weißer Belag drauf, der mich also schon sehr an Schimmel erinnert hat. Mit Appetit hätten wir die nimmer gegessen. Meine selbst gezüchteten Dinger hatten sowas auch überhaupt nie nicht oben. Also im Supermarkt angerufen. Die Antwort: ich hab die gestern erst frisch reinbekommen, das ist kein Schimmel, aber kein Problem, wir tauschen sie um.

Also hab ich zuerst einmal die Originalverpackung aus dem Restmüll herausgestierlt. Auch kein Vergnügen. Und wer die Sparköchin kennt, hat es schon vermutet:  die Rückseiten der Kassenbelege werden natürlich als Schmierpapier verwendet. Den benötigten Kaszettel (Kas von Käse, nicht von Kassa) hatte ich noch dazu bereits halbiert. Die untere Hälfte ist bald wieder aufgetaucht, aber für die obere Hälfte (mit dem Produkt drauf) musste ich lange nachdenken, bis mir wieder eingefallen ist, dass ich mir gestern noch die Englisch-Hausübungen des Kindes zusammengeschrieben hatte - das Kind ist mit Aufgaben eingedeckt bis zu den Haarwurzeln, langsam verliere sogar ich den Überblick.

Weil es die Aufgaben aber wider allen Erwartungen bereits komplett erledigt hatte, kramte ich zum zweiten Mal im Mist, diesmal im Altpapier. Oida!!

Das war aber trotz allem noch das kleinere Übel, denn; was essen wir jetzt zum Speck-Reis? Ich wollte gach  nix mehr auftauen und hab ein Stück vom Kohlrabi aus dem Gemüsefach genommen, geschält und julienne geschnitten, Das sind die kleinen Stifte. Die hab ich in der Pfanne mit einem Deka Butter, die mir leider zu braun geraten ist, angebraten, mit Salz, Pfeffer und Hing gewürzt und braten lassen. Nach ein paar Minuten hab ich einen Schluck Obers angegossen und den Kohlrabi weitergegart.

Ha, da ist mir das aktuelle Spiel wieder eingefallen und ich hab die Pfanne von der Herdplatte gezogen und gach noch einen kleinen Apfel ebenfalls juliennisiert. Mit Verstecken war aber nix, denn ich hab aufs Schälen verzichtet, und auch noch im fertigen Gemüse haben die Schalenstücke rosarot geleuchtet. Den Apfel hab ich zum Kohlrabi dazugetan und alles noch einmal ein paar Minuten unter Rühren braten lassen. Die braune Butter übrigens hat einen unglaublich nussigen Geschmack gebracht. Ich hab das mit der sogenannten Nussbutter, also brauner Butter, die angeblich nussig schmeckt, immer für ein Märchen gehalten, aber heute hab ichs erlebt. Also das mach ich jetzt öfter, denn der Walnuss-Geschmack passt hervorragend zu dem Gemüse!

In den Reis hab ich vorm Servieren noch einen Esslöffel gehackten Petersil aus dem Becher im Tiefkühler gekratzt, damit der Speck-Reis mit Kohlrabi-Apfel-Gemüse wenigstens ein bisserl bunter ausschaut.

 

Was soll ich sagen? Der Umtausch der Schwammerl war wirklich unkompliziert, sogar bei der Kasse durfte ich mich an den Schlangen mit den übervollen Einkaufswagerln - hab ich einen Feiertag verpasst? sind schon wieder Pfingsten? - vorbeischummeln. Aber die - jetzt - frischen Austernpilze haben eine neuere Chargen-Nummer als die, die ich zurückgegeben habe. 

Und jetzt bau ich den bereits bis Dienstag fertigen Speiseplan wieder um, damit ich die neuen Schwammerln morgen unterbringen kann!

4 Kommentare 27.11.20 13:04, kommentieren

26. November: Speck-Käse-Taler mit gratiniertem Erdäpfelpüree und Salat

Geschmeckt hat es uns beiden nicht besonders. Und eine Fett- und Eiweißbombe war es obendrein. Aber was musste ich gestern auch die Käsereste aufs Erdäpfelpüree tun, wenn ich doch die Ziegenkäsetaler mit Speck braten wollte!?

Der Reihe nach. Zeit hatte ich heute nicht viel. Ausgegangen ist sich trotzdem alles, aber jetzt bin ich streichfähig. Es ist nämlich ein kleines Dinkel-Weizenbrot fertig und ein Topf Hühnersuppe, und mittags hatten wir also die Speck-Käsetaler mit gratiniertem Erdäpfelpüree und einem Salat aus Batavia und gekochten Karotten.

Die Beilage hab ich gestern schon vorbereitet, indem ich eine kleine Auflaufform gut gefettet habe, einen Teil der gestern gekochten Karottenscheiben drauf verteilt und gewürzt habe, den Rest vom Erdäpfelpüree darüber verstrichen habe und zwei Käsereste drauf verteilt habe. Das kam heute bei 180 Grad Ober- und Unterhitze für eine halbe Stunde ins Rohr und war reichlich üppig.

Die verbilligt erstandenen Ziegenkäsetaler, mit Speck umwickelt, waren auch nicht schlank und überdies ordentlich würzig. Bei dieser Kalorienbombe konnte dann auch der Salat nix mehr retten. Für den hab ich die restlichen Karotten mariniert und vorm Essen ein paar Salatblätter hineingezupft.

Die Hühnersuppe hab ich aus zwei Hendlrücken mit Gemüse und Gewürzen geköchelt, die wird hoffentlich für dreimal Abendessen reichen. Nur die Einlagen muss ich mir noch überlegen. Das Brot hab ich als Germteig angelegt. Um selber einen Sauerteig anzusetzen, fehlt mir der Eifer, leider.

4 Kommentare 26.11.20 15:00, kommentieren

25. November: Rote-Rüben-Blätter mit Sellerie-Erdäpfel-Püree und gebratenem Leberkäse

Vor den Rote-Rübe-Blättern hat mir schon sehr gegraust, muss ich sagen, ich hab mich vor dem Verfärben der Finger gefürchtet. Meine Sorge war aber unnötig, denn ich hatte vorher schon eine Partie Äpfel entsaftet und also waren die Finger sowieso schon braun.

Wo beginne ich am besten? Gestern in der Früh sind mir die vier Scheiben Leberkäs wieder eingefallen, die im Tiefkühler lagern. Da hab ich zwei rausgenommen und auftauen lassen. Dann hab ich ein paar mehlige Erdäpfel gekocht und nach der Halbzeit ein paar kleine Stücke Sellerie dazugeworfen. Die hab ich nämlich heute geputzt und eingefroren, die kleinen Dreckerln. Die schönen Knollen lagen im Schuppen.

In der Zwischenzeit hab ich die Rote-Rüben-Blätter wie angekündigt gehackt, blanchiert waren sie schon, und die Hälfte eingefroren. Den Rest hab ich mit einem Schuss Obers und Salz und Pfeffer ins Reinderl getan und habs köcheln lassen. Beim Verkosten hab ich festgestellt, dass mir da zuwenig Säure unterwegs ist, also hab ich eine Zitrone ausgepresst und ein paar Tropfen vom Saft zugegeben.

Erdäpfel und Sellerie hab ich mit einem Rest Milch, geriebener Muskatnuss und Salz gut gestampft und anschließend noch mit dem Handmixer bearbeitet. Und am Schluss hab ich den Leberkäse in Streifen geschnitten und in der Pfanne beidseits gebraten und schon war die wilde Kombi fertig: Rote-Rüben-Blätter mit Sellerie-Erdäpfel-Püree und gebratenem Leberkäse.

Ich war überrascht, dass uns die Rote-Rüben-Blätter beiden geschmeckt haben.

 

Am Nachmittag wollten wir eigentlich nur kurz in den Supermarkt huschen, sind aber unterwegs hängen geblieben, weil schon wieder was zu retten war: ein kleiner Bio-Kürbis, leicht angetitscht, ein Packerl Bio-Karotten und ein paar Bananen. Außerdem Hendlfutter: Salat und Trauben.

Na, hab ich den Plan gleich wieder geändert. Aus einer Hälfte vom Kürbis (abzüglich der schlechten Stelle) hab ich mit dem Gemüsekochwasser vom Mittagessen und Salz sowie einer Knoblauchzehe eine Basis für eine Kürbiscremesuppe geköchelt, diesmal ohne Erdapfel - werden sehen, wie uns das Ergebnis munden wird.

Vom Mittagessen sind ein paar Löffel Püree übrig geblieben, und da war es doch gut, dass ich die Karotten hatte, denn ich habe für morgen gleich eine Beilage vorbereitet. Nämlich hab ich die Karotten geschält und fein gehobelt und dann in Salzwasser kurz gekocht (schließlich brauchen wir auch für morgen wieder ein Suppen-Wasser). Den Großteil hab ich mit unserer Marinade übergossen (und mit ein paar Tropfen Zitronensaft, wenn er schon da ist), den Rest hab ich am Boden einer gut gefetteten Auflaufform flach verteilt und gesalzen und mit Gewürzmischung bestreut. Darauf kam der Rest vom Erdäpfelpüree, wurde verstrichen und mit allen geriebenen Käseresten bestreut, die ich fand: Bergkäse und Parmesan.

Das Ding wird uns morgen ordentlich Käse-Wumms bescheren. Muss mir noch überlegen, was es dazu geben wird ...

5 Kommentare 25.11.20 17:35, kommentieren

24. November: Kürbis-Nudeln mit Blattsalat

Schnell gehen musste die Kocherei heute. Ich hab mich für Kürbis-Nudeln mit Blattsalat entschieden, die waren in einer Viertelstunde fertig, Aber auch nur deshalb, weil sich das Kind um den Salat gekümmert hat.

Während die Teigwaren - es waren diesmal Hörnchen - gekocht haben, hab ich im beschichteten Reinderl einen Esslöffel Bratenschmalz zerlassen und ein kleines geschnittenes Zwiebelhapperl drin glasig gedünstet. Dann hab ich das letzte Eckerl vom Hokkaido-Kürbis mit dem Sparschäler dazu gefitzelt. Leider hat das länger gedauert als gedacht, so dass der Zwiebel schon ordentlich angeröstet war. 

Jedenfalls hab ich das Gemüse mit Salz, Pfeffer und einem Haucherl Gewürzmischung aufgebessert und noch ein paar Minuten weitergebraten, bevor ich die Hörnchen dazugegeben habe, noch zwei Löffel vom Kochwasser dazugegeben und alles gut durchgemischt habe.

Im Salat war ein Rest vom Radicchio, in Streifen geschnitten, ein Rest Happerlsalat, zerzupft, und eine Handvoll ganz junge Rote-Rüben-Blätter, im ganzen. Alles mit Wiener Marinade verfertigt. Über die Nudeln haben wir uns geriebenen Parmesan gestreut.

Als Nachspeise hatten wir griechisches Joghurt mit Sommerkompott - also einer Mischung aus allem, was im Sommer grad im Gärtlein zu finden war ...

Weil ich heute ein Stück Schinkenspeck zum Halbpreis erstanden hatte, hab ich kurz überlegt gehabt, ob ich was davon in die Kürbisnudeln schneiden soll. ich hab mich dagegen entschieden: hin und wieder ein fast-vegetarischer Tag tut uns gut. Und morgen wird es eh wieder ein knallroter Tag werden.

4 Kommentare 24.11.20 14:03, kommentieren

noch immer der 23. November

Zwei Kleinigkeiten hab ich euch unterschlagen: erstens hab ich zum Kohl eine Prise Hing gestäubt, um Blähungen vorzubeugen. Und ich überlege, ob ich in die fertige Polenta einen oder zwei Löffel vom geriebenen Bergkäse unterrühren soll.

Zweitens hatte ich heute, während der Baustelle und des Kindes online-Unterrichts, eine Menge Zeit, um mich dem neulich geernteten Gemüse zu widmen. Konkret hab ich die siebeneinhalb Pastinaken - sehr schlechte Ernte heuer! - geputzt und gewürfelt und eingefroren. Die kleinsten Fuzerln hab ich zu meiner Restesammlung getan, wo schon ein Esslöffel voll Kohlrabiwürferln wartete. Vier Zentimeter Karotte und zwei erbsengroße Sellerieknöllchen sind da auch schon drin. 

Am Abend werde ich das alles kochen, und zwar in dem Sud, den ich gerade aus den Schalen und Abschnitten der Pastinaken gekocht habe. Ein Erdapfel dazu, nach dem Kochen pürieren und wieder einen Schuss Obers loswerden.

Außerdem hab ich die jungen Rote-Rüben-Blätter in Salzwasser blanchiert. Die kühlen gerade aus und werden dann gehackt. Eine Portion heb ich mir für übermorgen auf, die zweite friere ich ein. Bin gespannt, ob uns dieses Gemüse schmecken wird. Sehr gut würzen werde ich es müssen ...

2 Kommentare 23.11.20 12:52, kommentieren

23. November: die leidigen Corona-Maßnahmen aus der Sicht der Sparköchin

Im Dezember will der Frisierte mit Massentestungen beginnen. Nächstes Jahr wird er sich vermutlich auf die Impfpflicht kaprizieren - "außerordentliche Situationen erfordern außerordentliche Maßnahmen". Bis zum Erbrechen werden uns Verhaltensmaßregeln eingetrichtert: Mund-Nasen-Schutz tragen, Abstand halten, soziale Kontakte meiden, Hände waschen und desinfizieren, in die Armbeuge husten.

Was in den Medien - außer in bisher einer einzigen Radiosendung - totgeschwiegen wird: wir können das eigene Immunsystem so weit stärken, dass das Virus es bei weitem schwerer hat, sich im Körper einzunisten. Aber es stimmt natürlich: die Verbreitung solcher Verhaltensregeln bringt die Öffentlichkeit weit mehr gegen die VerkünderInnen auf als obige.

Nämlich

  • gesunde Ernährung
  • ausreichend trinken
  • viel Bewegung an der frischen Luft
  • ausreichend Schlaf
  • kein Nikotin, wenig Alkohol, keine Drogen
  • möglichst wenig Stress

Das geht alles auch im Lockdown. Hierorts maße ich mir nur die Ernährung als Thema an. Dem  Kind und mir habe ich dazu folgendes verordnet:

  • zum Frühstück täglich eine Portion frisches Obst.
  • am Abend täglich eine Suppe, an mindestens fünf Tagen pro Woche ist es eine Gemüsecremesuppe.
  • zum Mittagessen mindestens eine Komponente Obst oder Gemüse.

Dazu möglichst wenige Fertigprodukte - darüber hab ich mich erst unlängst ausgelassen - und möglichst wenig Zucker (was uns eher nicht gelingt). Milch als Getränk nur zweimal in der Woche, im Essen bei Bedarf öfter. Regelmäßig Milchprodukte fürs Kind (meine Diät sagt was anderes). Zu jeder Mahlzeit ein großes Glas Wasser.

Und jetzt erwarte ich eure Widersprüche

5 Kommentare 23.11.20 10:07, kommentieren