Der Sparküche-Blog.

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21. September: Kaiserschmarrn mit Kompott und Apfelmus

... und weil ich den Kaiserschmarrn nicht selbst gemacht habe (dann wären nämlich auch keine Rosinen drin gewesen - bäh! ), sondern nur das Apfelmus gebracht habe, schreibe ich auch das Rezept nicht auf. Könnt ihr aber nachlesen, gibts bei uns eh öfter.

Heute habe ich mich so richtig vom Sommer verabschiedet: in der Sonne gelegen, schwimmen gewesen, Cracker gegessen, Campari getrunken.

Und, weil demnächst die Apfelernte fällig wird, die häuslichen Vorräte an Eingemachtem geschlichtet und bewertet. Also grundsätzlich brauchen wir überhaupt nix. Kein Kompott, kein Chutney (weil das Kind ganz plötzlich aufgehört hat, dieses als seine Hauptnahrung zu betrachten), so gut wie keinen Saft und vor allem: keine Marmeladen.

Wenn ihr hier meine Ankündigung lest, dass ich irgendein Obst marmeladisieren will: bitte haltet mich davon ab. Es sind ungefähr 80 Gläser vorhanden, das schaffen wir beim besten Willen nicht mit dem Essen.

Aber ich werde neben der Strategie 1 ("Tiefkühler leeren" eine Strategie 2 entwickeln: Eingekochtes reduzieren.

(Ich wünsche uns jetzt schon guten Appetit.)

1 Kommentar 21.9.18 20:05, kommentieren

20. September: Bauchfleisch mit Mangoldgemüse und Reis

Ich habe meine Drohung wahrgemacht und das Bauchfleisch aus dem Tiefkühler genommen. Also haben wir heute Bauchfleisch mit Mangoldgemüse und Reis.

Nachspeise nehmen wir keine, weil es heute noch Eis geben wird.

Außerdem habe ich heute auch wieder zwei Packerl in den Tiefkühler hineingetan, so viel zum Leeren des guten Stücks. Aber mein Vater hat einen Karpfen geangelt, und die Reste krieg ja immer ich. Das meiste kriegen die Hendln, Packerl 1, aber von den Filetgräten zupfe ich immer das Fleisch runter und friere es ein, Packerl 2, und hin und wieder gibt es eine Fisch-Gemüse-Pfanne.

Zur Freude des Kindes sind diese Portionen sehr klein, so dass ich dieses Essen meist allein vertilge.

2 Kommentare 20.9.18 12:01, kommentieren

18. und 19. September: Mangold mit Reis

Heute bin ich auf gebackenen Karpfen mit Salat eingeladen gewesen, aber gestern hab ich selber "gekocht" und mir Mangoldgemüse mit Reis zubereitet. Eh wie immer.

Ich hab in der Früh ein Packerl "Mangold, blanchiert, geschnitten" aus dem Tiefkühler gezogen (den frisch gepflückten hab ich einer Nachbarin geschenkt) und auftauen lassen. Mittags hab ich einen Rest Obers, Salz und einen klein geschnittenen Glockenpaprika zugegeben und erhitzt. Weil soviel Flüssigkeit da war, hab ich einen gehäuften Esslöffel Grieß eingerührt und sie damit gebunden. Dazu hab ich Reis gegessen, war ja noch genug da.

Für morgen ist von diesem Essen auch noch eine Portion da, für mich, denn das Kind wird mir bei diesem Menü was husten. Aber vielleicht entnehme ich dem Tiefkühler auch das Schüsserl mit der Beschriftung "Bauchfleisch mit wenig Safterl" und erweitere damit das Mittagessen ...

Außerdem habe ich heute einen Reste-Kuchen gebacken, der allerdings etwas seltsam aussieht. Muss ich gleich nachher verkosten. Im Frühjahr habe ich nämlich auf der Wieselburger Messe beim Stand von "Nussland" ein Glas Walnuss-Mus in Öl erworben. Ohne Zucker. Ewig schon steht das Glas halbvoll im Kühlschrank, und heute hab ich diesen Rest gemeinsam mit drei Eiern, 12 Deka Zucker und vielleicht ebensoviel Mehl zu einem Teig verarbeitet, in eine Form gegossen und mit Apfelstücken belegt. Der Kuchen hat eine gute halbe Stunde bei 180 Grad Ober- und Unterhitze gebacken.

Apfelkompott und Apfelmus hab ich auch gekocht, damit die (schon ziemlich grindigen) Vorräte endlich weggekommen sind.

19.9.18 09:42, kommentieren

17. September: Hühnerleber nach Art des Hauses mit Reis

Meine neue Strategie fürs Abendessen ist: eine Suppe und dann was Kaltes. Denn das meiste Gemüse aus eigener Ernte ist, ehrlich gesagt, eher fürs Pürieren als fürs dekorative Anordnen auf dem Teller geeignet. Heute Abend werden wir den Rest von der Kürbiscremesuppe haben. Wenn ich gut drauf bin, werde ich Semmel- oder Brotwürfel rösten, als Einlage.

Für das Mittagessen habe ich den Tiefkühler befragt, besser gesagt: die Tiefkühler. Denn ich habe sowohl ein Sieben-Laden-Trumm als auch ein übergewichtiges Zweier-Fach beim Kühlschrank. Dortselbst habe ich dann gefunden, wonach mir der Appetit stand: einen Rest von der letzten Hühnerleber nach Art des Hauses. Parallel dazu habe ich zwei Portionen Reis zugestellt und fünf missratene Kirschparadeiser zu dem Schluck Wasser getan, in dem die Leber gerade langsam auftaut.

Ich bin immer noch höchst motiviert, die Auslastung der Tiefkühl-Kapazität auf ein erträgliches Ausmaß herunterzuschrauben, und die Befüllung möglichst mit der aktuellen Ernte und nicht mit Antiquitäten, deren Verwendbarkeit immer zweifelhafter wird, zu gestalten. Geht das eigentlich nur mir so oder habe ich da LeidensgenossInnen? 

Das derzeitige Problem besteht darin, dass ich zwar laufend kleine Packerln, Schüsserln und Becherln aus dem Tiefkühler entnehme - vielleicht sogar mehr, als ich in spontaner Verzweiflung zwischendurch immer wieder hineinstopfe -, aber derzeit leider keine Hemmungen habe, mir die Leckerbissen rauszuzupfen, zum Beispiel heute die Leber. Ladenhüter wie "Kohlrabi geraspelt, roh" oder "Mangold, blanchiert, geschnitten" bleiben immer wieder liegen. *seufz*

Hiermit verspreche ich mir, das eine Mangoldpackerl aus der untersten Lade aus dem Vorjahr noch diese Woche zu verwenden. Wenn ich allerdings daran denke, dass im Gemüsebeet ein Haufen, wirklich ein Haufen!, frischer Mangold wächst, der dringend geerntet und verarbeitet - zum Beispiel eingefroren - werden sollte, sehe ich schwarz für eine Einlösung dieses Versprechens.

Lieber Himmel.

17.9.18 10:39, kommentieren

14. bis 16. September: eher nix.

Am Freitag habe ich als Mittagessen gezwungenermaßen, weil das Kind das Essen kategorisch verweigerte, nochmals die Hendl-Chinakohl-Pfanne mit Couscous gegessen.

Am Samstag haben wir uns bei einer Veranstaltung mit allem vollgestopft, was Gott verboten hat. Und noch mehr. Außerdem habe ich zwei Schnitzerl geschnorrt, die uns erst als Abendessen dienten und am Sonntag mittags auch noch nützlich waren.

Da waren wir nämlich eingeladen "auf alles, aber nicht auf Fleisch, davon habe ich nämlich nicht genug". Also hab ich unsere noch vorhandenen eineinhalb Schnitzerln eingepackt. Vor Ort war dann, nebst einer Nudelsuppe und Schokokuchen, ein Gurkensalat, ein Erdäpfelschmarrn und ein Kohlgemüse.

Und das alles haben wir zu unserer Beute dazugegessen. War auch ein Mittagessen.

16.9.18 21:12, kommentieren

12. und 13. September: Chinakohl-Hendl-Pfanne mit Couscous

Gestern, angesichts der herbstlichen Hitze, hab ich mir nur aus dem Tiefkühler den Rest vom letztwöchigen Bohnentopf genommen, erhitzt, noch einen Glockenpaprika reingeschnitten und mit einem Scheiberl guten Brots verzehrt.

Bei der Gelegenheit ist mir bewusst geworden, dass der Tiefkühler schon wieder viel zu vollgestopft ist. Hab ich mir vorgenommen, eh nicht zum ersten Mal, regelmäßig was rauszunehmen.

Heute war ich noch motiviert und habe im Tiefkühler eingekauft: vier Rindsknochen, eine Portion Frittaten und den Rest vom letztwöchigen Brathuhn. Auslöser war, dass mir unerwartet eine Tasse Suppengemüse zugekommen ist. Wär ewig schad gewesen, die an die Hendln zuverfüttern (den Gemüseanteil, den wir mit der Suppe nicht essen, kriegen sie dann eh, gekocht halt).

Also hab ich in der Früh schon aus den Knochen, dem Gemüse, ein bisserl extra Lauch und Petersil, Lorbeer, Pfeffer und Knoblauch (und Salz natürlich) eine Suppe angesetzt. Die habe ich dann mittags weitergekocht.

Außerdem hab ich zwei Schhöpfer davon über einen Rest Couscous gegossen, der zieht gerade durch.

Und ich habe ein paar Riesenblätter Chinakohl - auch ein Fundstück - in Streifen geschnitten, gemeinsam mit einem Stück Lauch, geringt, in Butter angebraten, hab eine Spalte Kürbis mit dem Sparschäler dazugeschnitten (aus dem Rest muss heute noch ein Cremesupperl werden, sonst ist alles zu spät!), weitergebraten und dann den geschnittenen Chinakohl zugegeben und fest angebraten. 

Ich musste mit ein bisserl Wasser aufgießen, gesalzen hab ich auch, und dann kam das Hendlfleisch, samt Safterl, auch noch dazu. Das hab ich durchgerührt und lasse es jetzt gerade abseits der Herdplatte ziehen und warte dringend, dass das Kind zum Essen heimkommt, die Chinakohl-Hendl-Pfanne mit Couscous duftet nämlich sehr appetitanregend!

13.9.18 12:07, kommentieren

11. September: Frühstück in der Konditorei Oberlaa

Diesmal singe ich ein Loblied aufs Frühstück in den Konditoreien Oberlaa. Dort war ich nämlich heute und hab mir ein ziemlich reichliches Vital Frühstück gegeben. Es war alles dabei. Neuerdings kommt der Tee sogar mit Sanduhr-Timer (2, 3 und 5 Minuten für die unterschiedlichen Geschmäcker).

Es gibt auch teurere, wo Lachs dabei ist. Jedenfalls wars so fein, dass ich kein Mittagessen brauchte. Und das heißt was.

Abends haben wir dann Pizza bestellt. Aber man merkt, dass ich alt werde. Zwei Pizzen für vier Personen reichten völlig. Meine Lieblingskombination: Paradeiser, Melanzani und Salami.

Und morgen werde ich wieder nicht kochen, es ist ein Jammer.

12.9.18 07:29, kommentieren

8. bis 10. September: Nockerl und geröstete Knödel mit Ei

Kaum ist der Gast weg, werde ich schon wieder schleißig mit dem Kochen. Am Samstagvormittag war ich ordentlich beschäftigt, für ein Festl Blätterteig-Knabbergebäck und Cupcakes zu fabrizieren. Da wurde dann nur schnell gekocht, und zwar haben das Kind und ich uns das letzte Stück panierten Fisch geteilt, und aus den Resten vom Panieren hab ich Nockerl gekocht. Und weil das Kind beim Panieren ziemlich großzügig war, sind von den Nockerln sogar noch welche übrig geblieben. Aber davon später.

Ich habe also die etwas verklebten Reste von Mehl und Brösel sowie einem kleinen Rest geriebenem Käse vermischt und ein bisserl nachgesalzen. Dann hab ich den Rest vom Ei mit dem Rest vom Ei vom Blätterteig-Gebäck vermischt und zu den trockenen Zutaten gegeben. Das war dann noch zu wenig flüssig, so dass ich mit Milch ergänzt habe, bis ein Nockerlteig entstanden ist. Und aus dem hab ich folgerichtig mit zwei Löffeln kleine Nockerl geformt und die in Salzwasser gekocht. Wenn sie aufsteigen, sind sie fertig. So hatten wir gebackenen Karpfen mit Nockerln und Kirschparadeisern.

Exkurs: fürs Gebäck hab ich eine Packung Blätterteig ausgerollt, mit dem Teigrad in kleine Vierecke geradelt, mit Ei bestrichen, mit Salz, geriebenem Käse und Gewürzen bestreut und bei 200 Grad Ober- und Unterhitze goldgelb gebacken. Deshalb die Reste von Ei und Käse.

Heute hat meine Mutter geröstete Knödel mit Ei und grünem Salat gemacht, und da hat sie meine restlichen Nockerl gleich mitverarbeitet. Leider hat sie aus einem Missverständnis heraus keinen Zwiebel angebraten, aber es hat uns auch so sehr gut geschmeckt.

Sie hat in wenig Öl eine Menge Speckstreiferl ausgebraten und dann drei in kleine Stücke geschnittene Semmelknödel (und meine Nockerln) dazugegeben, alles ordentlich angebraten, mit Salz und reichlich Pfeffer gewürzt und dann zwei Eier drübergeschlagen und stocken lassen.

10.9.18 15:40, kommentieren

noch immer 7. September: gebackener Karpfen mit gemischtem Salat

Heute hat sich das Kind sehr geplagt mit dem Panieren, weil die Fischstücke noch mit der Wirbelsäule behaftet waren (und ich hab die auch nicht weggekriegt). Aber ich mit dem Herausbacken dann auch, kann ich euch sagen. So machen wir das nimmer!

Jedenfalls hatten wir dann also gebackenen Karpfen mit gemischtem Salat aus Blattsalat, Kirschparadeisern und ein wenig Gurke. Vorher gab es eine Kürbiscremesuppe der einfachen Art und nachher ein Pfirsichmus ohne Zucker. (Das hat dem Gast derart gut geschmeckt, dass er sich ein paar Pfirsichkerne erbeten hat, um sie im eigenen Garten einzusetzen.)

10.9.18 15:53, kommentieren

7. September: Rosa Wolffs Erdäpfel-Topfen-Puffer mit Zwetschkenkompott

Grad hab ich Rosa Wolffs Buch "Arm aber Bio! Das Kochbuch" in der Reißn. Ich bin begeistert. Die Frau sieht ziemlich alles ziemlich so wie ich. Die meisten ihrer Rezepte habe ich in ähnlicher Form auch schon für mich erfunden.

Nur eine Kombination für eine Süßspeise nicht, und die schreibe ich mir jetzt hier auf, damit ich sie griffbereit habe, wenn ich sie mal brauche. Sofern myblog uns nicht verlässt.

Ein Viertelkilo am Vortag gekochte Erdäpfel schälen und pressen oder raspeln. Mit 10 Deka Magertopfen, 2 gehäuften Esslöffeln Mehl oder Grieß, einem Ei, einem Esslöffel Zucker Zitronenschale und einer kleinen Prise Salz gut vermengen. Kurz rasten lassen.

In eine Pfanne mit heißem Öl kleine Häufchen der Masse setzen, ev. flach drücken und beidseitig herausbacken. (Falls die Puffer zerfallen, kann man sie als Schmarrn deklarieren und servieren.)

Mit Zucker bestreut mit Zwetschkenkompott als Erdäpfel-Topfen-Puffer servieren.

 

Heute Abend gibt es übrigens dank der Gutmütigkeit des Kindes panierten Karpfen mit Salat, vorher Kürbiscremesuppe, nachher Pfirsichmus. Sollte der Gast die Panier runterkratzen - Low Carb! -, werde ich die Beherrschung verlieren.

7.9.18 15:09, kommentieren

6. September: eine Art Chili con Carne

Trotzdem: wenn der Gast Low Carb will, kriegt er Low Carb. Und so habe ich ihm heute mein ganz persönliches Chili con Carne untergejubelt. Ohne Brot. Als Vorspeise ein Stück vom Kürbisgratin, kalt, auf Blattsalat. Als Nachspeise ungezuckertes Apfelkompott.

Für den Eintopf hab ich gestern schon zwanzig Deka rote Bohnen eingeweicht, heute früh hab ich sie gekocht. Außerdem hab ich einen halben Kilo Faschiertes aus dem Tiefkühler geholt. Mittags dann hab ich das Fleisch in Öl angebraten, hab 20 Deka Lauchringe mitgebraten und nach zehn Minuten gesalzen und mit Oregano gewürzt und einen Zweig Bohnenkraut und eine Prise Hing (gegen die Blähungen) zugegeben. 

Dann hab ich mit einem Teil des Bohnen-Kochwassers aufgegossen und die Bohnen zugegeben. Außerdem hab ich einen Glockenpaprika, vorsichtshalber ohne Samen, fein geschnitten und auch reingeschmissen. Und ich habe zwei Handvoll Ketchup hineingedrückt. Auf weitere Zutaten hab ich verzichtet, sondern hab das ganze einfach noch einmal eine gute halbe Stunde ganz leicht schmurgeln lassen, dann die Herdplatte abgedreht und den Topf drauf auskühlen lassen.

Das hat erstaunlich gut geschmeckt, das Zeug!

6.9.18 20:39, kommentieren

5. September: Kürbis-Erdäpfel-Gratin

Weil ich nicht wusste, ob das für heute vorgesehene Kürbis-Erdäpfel-Gratin Gnade vor den Augen des Kindes finden wird, hab ich ihm sicherheitshalber mittags Palatschinken gemacht. Abends dann gab es für alle, fünf waren wir heute, erst ein Lackerl Hühnersuppe mit Linsen, und nach dem Gratin jede Menge Eis, das der Besuch mitgebracht hatte.

Die Suppe hab ich aufgekocht (und die Erdäpfelschalen kurz drin gekocht und dann wieder rausgefischt), zwei Handvoll rote Linsen eingekocht und dann mit ein bisserl Salz und Kurkuma nachgewürzt. Die Suppe hat so lange vor sich hin geköchelt, dass die Linsen ganz ohne Pürierstab zerfallen sind.

Für das Gratin hab ich die große Auflaufform mit Öl eingestrichen und vier große Erdäpfel (ohne Schale) und einen halben Hokkaido (mit Schale) in dünne Scheiberl geschnitten. Die hab ich dann lagenweise dachziegelartig aufgeschichtet und so die Form gefüllt. Dann hatte ich eine schlechte Idee: ich hab nämlich einen Rest Joghurt mit einem halben Becher Rahm verrührt, gesalzen und mit zwei versprudelten Eiern vermischt und diesen Gatsch auf dem gesalzenen Gemüse verteilt. Ich hätte Milch oder Obers nehmen sollen; die Sache war mir um zwei Klassen zu säuerlich.

Zum Schluss hab ich noch gepfeffert und zwei Handvoll geriebenen Parmesan drauf verteilt und das ganze über eine Stunde bei 180 Grad Ober- und Unterhitze im Rohr lassen. Leider ist eine Menge übrig geblieben. Ich hoffe ich kriege das morgen mittags weg.

Das Eis wurde mit Waffeln serviert, und wir haben es nicht geschafft, die Riesenbox zu leeren, so dass der Rest im Tiefkühler auf eine gute Gelegenheit wartet.

Und jetzt muss ich ein bisserl schimpfen über launische Gäste. Kündigen an, Low Carb essen zu wollen (wenig Kohlenhydrate und keinen Zucker). Das ist ja jetzt keine notwendige Diät, sondern ein Abnehm-Glumpert, aber ich gehe drauf ein, nett, wie ich nun einmal (eigentlich gar nicht) bin. Ich zerbrech mir den Kopf über entsprechende Rezepte und bereite Sachen zu, die das Kind und ich sonst in der Form überhaupt nicht essen würden. Und dann kommt der Gast und meint, ach, einen Kartoffel kann ich schon essen, ach, einen Löffel Reis oder zwei kann ich schon essen.

Heute hats dem Fass den Boden ausgeschlagen. Die Linsensuppe war ja low carb, aber der Gast hat auch beim Gratin wacker mitgehalten. Und während er dann auch noch das Eis samt Waffel verdrückte, erzählte er von seinem Besuch beim Demel, wo er eine Apfeltarte verdrückt hatte.

Also echt jetzt.

1 Kommentar 5.9.18 20:11, kommentieren

4. September: Zucchinipuffer mit Kräuterrahm und Gurkensalat

Heute habe ich mich, finde ich, ganz schön ins Zeug gelegt und als Vorspeise Melanzani-Röllchen mit Soja-Hummus und Paradeisern serviert, als Hauptspeise Zucchinipuffer mit Kräuterrahm und Gurkensalat und als Dessert Joghurt mit Marillenmarmelade.

Für die Vorspeise habe ich eine der vorhandenen Melanzani in sehr dünne Scheiben geschnitten und in der Handgeschmiedeten in Öl beidseitig gebraten, dann erst gesalzen. Die Scheiben hab ich auskühlen lassen und dann mit der Sojacreme bestrichen, die ich gestern noch aus Sojabohnen, Öl, Knoblauch, Zitronensaft, Salz und Kreuzkümmel gemixt habe. Daraus hab ich kleine Röllchen gerollt und zusammen mit ein paar Kirschparadeisern auf kleinen Tellern drapiert.

Für die Hauptspeise habe ich einen großen Zucchini geraspelt und mit zwei Eiern und drei gehäuften Esslöffeln Haferflocken sowie Salz vermengt. Diese Masse war, trotz Ausdrücken des Zucchini, so feucht, dass ich noch zwei Esslöffel Mehl untergemengt habe, danach gings besser mit dem Herausbacken.

Das Kind hat einen halben Becher Rahm mit einem Rest Obers vermengt, gesalzen und einen gehäuften Esslöffel eigenhändig gehackter Kräuter untergemengt. Und ich habe eine Gurke gehobelt und mit einem Rest Essigmarinade übergossen und gesalzen. Das Kind hat dann alles gut durchgemischt.

Die Zucchinimasse hab ich in kleinen Häufchen in die Pfanne mit Öl gegeben, flach gedrückt und beidseitig gebraten. Die Dinger waren ziemlich weich, aber wir haben sie trotzdem mit Genuss verspeist.

Der Gast meinte, ich hätte die geraspelten Zucchini zuerst kochen sollen, dann wären sie nicht so feucht gewesen, aber ich wage das anzuzweifeln.

1 Kommentar 4.9.18 20:25, kommentieren