Der Sparküche-Blog.

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26. September: Bratwürstel mit Erdäpfelpüree und einfachem Paradeissalat

Hoppala, da hab ich doch gestern glatt ein Blätterteig-Tascherl übersehen! Das hab ich geteilt und jedem eine Hälfte auf den Teller gelegt. Das haben wir zu unseren heutigen Bratwürsterln mit Erdäpfelpüree und einfachem Paradeissalat dazugegessen. Kam besser an als ich befürchtet hatte. Aber das Kind hatte auch am Vormittag an einem Lauf teilgenommen und war dementsprechend gut bei Appetit. Deshalb durften es als Nachspeise auch ein paar von den Selbstgebackenen sein.

Der Paradeissalat gestaltete sich wirklich einfach in der Herstellung: einen Paradeiser in mundgerechte Happen schneiden, salzen, in hauseigener Marinade  ertränken. - Ein Paradeiser klingt wenig, aber die Fleischparadeiser, die wir heuer haben, habens in sich. Zwei kleine gelbe dazu, der Farbe wegen, und zwei Portionen Salat waren fertig.

Die Bratwürstel hatte ich in der Früh aus dem Tiefkühler genommen - und entdeckt, dass es die vorletzte Packung war. Da darf ich das nächste Mal beim Halbpreisregal wieder zuschlagen. Und einen guten halben Kilo mehlige Erdäpfel - oder war es ein Dreiviertelkilo? - habe ich gedämpft und geschält. In ein Reinderl kam ein Rest Milch, knapp ein Vierterl, gewürzt wurde mit Salz und Muskatnuss. Das Reinderl stellte ich auf die noch heiße, aber schon abgeschaltete Herdplatte und klatschte die Erdäpfel gleich hinein.

Anschließend nahm ich nicht den Pürierstab, sondern den Stampfer und gatschte uns eine Art Püree. Die drei Kalbsbratwürstel bräunten derweil auf dem Plattengrill, so dass wir bald danach essen konnten.

Natürlich ist vom Püree was übrig geblieben, daraus werde ich das morgige Mittagessen basteln.

5 Kommentare 26.9.21 12:33, kommentieren

25. September: Allerlei fürs Picknick

Leichtsinnigerweise hab ich dem Kind versprochen zu helfen, wenn es ein Picknick für sechs Personen vorbereitet. Finanziell wars nicht schlimm. Entweder hatte ich die Dinge zu Hause oder gerade zum Halbpreis erworben. Nur den Blätterteig musste ich dazukaufen, und im Nachhinein hat mich das besonders geärgert, weil der batzweich geworden ist, bevor ich "Rumpelstilzchen" sagen konnte. Das Kind hatte einen guten Gedanken: das nächste Mal nehmen wir für die Tascherl meinen Topfenteig. Genau. So machen wirs.

Auch die gekauften Strudelteig-Blätter sind aneinandergepickt und haben beim Auseinanderfizeln Risse und Löcher bekommen. Trotzdem hab ich sie zu Apfelstrudel-Röllchen verarbeitet. Jeweils zwei Strudelteig-Blätter lagen übereinander, mit Öl bestrichen. Darauf kam eine Mischung aus geraspelten Äpfeln (nur die Hälfte davon geschält, aber das hat man gar nicht gemerkt), Zucker und Zimt. 

Semmelbrösel hätten geholfen, die Flüssigkeit aufzunehmen. Hab ich aber nicht dran gedacht. leider. Die Teigblätter hab ich geviertelt, auf jedes Stück ein bisschen Apfelmasse längs draufgetan und das ganze zu Strudel-Röllchen gewuzelt. Sechzehn Stück wären es gewesen, fünfzehn sinds geworden. Ich hab sie auf dem Blech goldgelb gebacken. Der Geschmack war sehr gut, an der Konsistenz muss ich noch arbeiten. Ganz abgesehen davon, dass ich von gekauftem Strudelteig jetzt auf länger genug habe.

In der Zwischenzeit hat das Kind drei kleine Schweinsschnitzel geplättet, jeweils halbiert und die sechs Mini-Schnitzerl ohne zu murren paniert und ohne meine Hilfe in Öl herausgebacken. Da hab ich aber geschaut! Die Fülle für die Blätterteigtascherln hat es auch gerührt, aus den klein geschnittenen Mangoldstielen, geriebenem Parmesan, dem Rest vom Ei vom Panieren, einer Portion Gervais, ein paar Semmelbröseln und Gewürzen. 

Den Blätterteig hab ich in den dreieinhalb Sekunden, in denen er sich noch schneiden ließ, in acht Teile geschnitten. Obwohl wir durchlüfteten, hab ich nur zwei Tascherl formen können, die restlichen Teigstücke musste ich vom Papier kratzen, so dass nur noch irgendwelche Kugeln beziehungsweise Krapferl zu formen waren. Ich war froh, dass ich es überhaupt geschafft habe, Teig rund um die Fülle zu patzen.

Das Gute ist, dass Blätterteig nach dem Backen optisch immer halbwegs gut aussieht. So konnte das Kind sechs der Blätterteig-Dinger mitnehmen. Dazu die Schnitzerln und die Apfelstrudel-Röllchen (12 Stück, die schönsten ausgesucht). Als Draufgabe noch eine kleine Flasche Hollerblütensirup. Wasserflaschen mussten die anderen selber mithaben.

Gegen meine Erwartung hat das Kind noch was heimgebracht, und das hab ich alles restlos zusammengegessen. Nein! Stimmt nicht! Für das Kind ist für morgen noch ein Apfelstrudel-Röllchen da!

Fürs morgige Mittagessen muss mir noch was Einfaches einfallen. Ein paar Paradeiser sollten dabei Verwendung finden. Ich denk drüber nach!

9 Kommentare 25.9.21 22:50, kommentieren

24. September: hausgemachte Bandnudeln mit Räucherforelle, Rote-Rüben-Blättern und Gurkensalat

Zum Glück entdeckt das Kind endlich die Schärfe für sich. Oft genug hab ich unter den entschärften Versionen von Speisen gelitten. Heute zum Beispiel haben wir zwei zu unseren hausgemachten Bandnudeln mit Räucherforelle, Rote-Rüben-Blättern und Gurkensalat fast eine halbe Tube Oberskren verputzt.

Diese etwas gewöhnungsbedürftige Kombination hat sich aus den Vorräten ergeben. Die Räucherforelle (10 Deka für beide zusammen) hab ich aus dem Halbpreisregal geangelt, die Gurken mussten dringend weg - und auf der Suche nach denen sind mir die Rote-Rüben-Blätter wieder in die Hände gefallen, die ich längst hätte blanchieren wollen. Wenn ich sie nicht vergessen hätte.

Weil der Haussegen sowieso schon ein bisserl schief hängt, hab ich mich um verschiedene Aversionen des Kindes nicht gekümmert, die Blätter gleich bissfest gekocht und auf unseren Tellern aufgeteilt.

Vorher schon hatte ich die Gurken geschält, von den großen Kernen befreit und gehobelt. Die Gurken habe ich dann mit Salz, einer Knoblauchzehe und unserer Marinade, die meine Mutter immer für uns auf Vorrat anfertigt, zum Salat vollendet und ein bisserl durchziehen lassen.

Die Bandnudeln hab ich gestern schon geschnitten, die trockneten über Nacht an und kamen heute gleich ins Kochwasser von den Blättern. Hat ihnen nicht geschadet. Die Räucherforelle legten wir uns auf die Bandnudeln drauf, und daneben kam ein ordentlicher Klecks vom Oberskren. Und dann noch einer. Und noch ein dritter. - Der von Mautner Markhof ist bei weitem besser als der, den wir letztens hatten. Und ich hatte ihn ebenfalls zum Halbpreis erstanden.

Als Nachspeise knabberte das Kind ein paar von seinen selbst gebackenen Keksen, die ließ ich aus - hatte ich doch mittags schon den Rest der Bohnencreme mit zwei Scheiben Brot vernichtet. 

Jetzt gerade köchelt eine Brokkolisuppe vor sich hin. Auch den hab ich in der Gemüselade wieder gefunden. Aber jetzt sind dann nur noch zwei weitere Gurken drin, ich bin ganz stolz auf mich. - Aber nur, solange ich nicht an die vielen Paradeiser denke, die in der Küche liegen. Äpfel sind auch immer noch viele da.

Heute hab ich übrigens einen Zwei-Portionen-Paradeiser von den Nachbarn geschenkt bekommen, der muss über einen halben Kilo auf die Waage bringen. Das ist gar nix, erzählte die Nachbarin, unser schwerster hatte 1,14 Kilo. - Wumm. Heuer scheint ein spezielles Gemüsejahr zu sein!

7 Kommentare 24.9.21 15:15, kommentieren

23. September: abendlicher Kipferl-Apfel-Auflauf mit Kompott

Nachdem ich heute dem behandelnden Arzt, der eine Kleinigkeit entfernen wollte, zackig von der Liege gesprungen bin - im Zweifelsfall: in Ruhe lassen! -, hab ich mir als Belohnung für diese beherzte Handlung einen komplett ungesunden Kebap gekauft und mit Genuss verzehrt.

Aber keine Angst, dafür koche ich am Abend. Geplant habe ich einen Apfel-Kipferl-Auflauf mit Kompott. Oder Sauce, das entscheide ich spontan. Das Rezept kennt ihr schon:

Ein paar geschnittene Kipferln oder anderes Gebäck mit einer Mischung aus einem Ei und Milch übergießen, bei Bedarf wenig zuckern und Vanillezucker oder Orangenschale zugeben, ziehen lassen. Wer Biss haben möchte, vergatscht nur einen Teil der Kipferl und rührt den Rest erst kurz vorm Backen unter.

Apfelspalten in reichlich Butter anbraten, Teigmasse darüber leeren und eine Seite backen, in Teile schneiden, diese wenden und auf der zweiten Seite backen, dabei in mundgerechte Happen zupfen.

Das war kurz heute, aber ich muss unbedingt auf die Terrasse und mein Wintergemüse pflanzen, das eh schon viel zu lange im Kübel drauf wartet, endlich in die Erde zu dürfen. Die gärtnerische Arbeit wird hoffentlich auch mein Gehirm ein bisserl durchlüften, das ich heute schon mit dem Rest vom Sturm durchgespült habe. Bevor dieser zuviel stürmt und seine Süße verliert und man dann den Alkohol auch schmeckt und nicht nur spürt. Hicks!

10 Kommentare 23.9.21 14:36, kommentieren

... was ich noch sagen wollte: zum österreichischen System der Sozialleistungen

Gerade habe ich beim padernosder einen sehr langen Kommentar zum österreichischen Versorgungssystem geschrieben, leider hat sich der ins Nirwana vertschüsst. Deshalb hier meine, allerdings ziemlich inkompetenten, Antworten auf die entstandenen Fragen.

In Österreich gibt es die Pflichtversicherung für alle Berufstätigen (nicht berufstätige Familienmitglieder sind mit krankenversichert). Sie gliedert sich auf in Kranken-, Arbeitsunfall-, Arbeitslosen- und Pensionsversicherung und wird zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgeteilt. Die Beiträge zählen mit zu den höchsten in der EU. Man zahlt aber als sehr gut Verdienender nicht vom gesamten Gehalt die Beiträge. Es gibt eine Höchstbemessungsgrundlage, die derzeit bei etwa 5.000 Euro monatlich liegt. (Deshalb sind auch die Pflicht-Pensionen später gedeckelt. )

Früher gab es für die Berufsgruppen mehrere Krankenkassen (Arbeiter/Angestellte, Beamten, Bauern, Selbständige und Spezialfälle wie Ärzte und Anwälte), die unterschiedlich großzügig in ihren Leistungen waren, aber grundsätzlich wurden alle ziemlich gut versorgt. Vor einigen Jahren wurden alle Kassen in die ÖGK (Österr. Gesundheitskasse) zusammengeführt, angeblich soll dadurch keiner was eingebüßt haben.
Auch Pensionisten zahlen noch Krankenkassen-Beiträge (aber natürlich keine Arbeitslosen- und Pensionsversicherung mehr) .
Manche haben zusätzlich eine private Krankenversicherung für ein bisschen Luxus, aber ich habe das nie für nötig gehalten. Notfalls zahle ich Einzelleistungen privat.

Auch in die Pensionskasse zahlt jeder Berufstätige ein - ich denke, die Beamten zahlten früher weniger ein und bekamen trotzdem höhere Pensionen, aber das scheint wohl angeglichen worden zu sein.
Blöd ist das neue System für Frauen, die oft Arbeitspausen haben oder nur Teilzeit arbeiten, denn deren Berechnungsgrundlage ist sehr niedrig, weil seit einigen Jahren über das gesamte Arbeitsleben kalkuliert wird. Früher wurden nur die besten 15 Jahre der Beitragszahlung zur Berechnung der Pension herangezogen.
Außerdem müssen immer mehr Pensionisten von immer weniger Arbeitenden versorgt werden (Generationenvertrag), deshalb soll das System auch umgestellt werden auf Eigenvorsorge. Der Staat drängt uns, private Pensionsvorsorge abzuschließen, was aber in Wahrheit nur den Banken und Versicherungen die Gewinne bringt. Aktienkauf wäre eine Alternative, aber dafür sind wir Ösis in der Regel zu konservativ.
In Österreich gibt es, bei längerer Verweildauer im Betrieb, Abfertigungsansprüche, die man früher ausbezahlt bekam. Heute wird dieses Geld dem Pensionskonto zugeschlagen.
Ein großes Problem ist in Österreich auch das effektive Pensionsantrittsalter. Frühpension war unser zweiter Vorname. Fast niemand arbeitete die letzten drei bis sechs Jahre vor der Pension tatsächlich noch. Dast geht in dieser Form so auch nimmer.

Um wieviel höher unsere Pensionen sind als die deutschen, kann ich beim besten Willen nicht sagen. Ich weiß nur, dass, wer zuwenig Pension bekommt, eine Ausgleichszulage beantragen kann, aber reich wird man auch mit der nicht.

Wenn kompetentere Menschen, als ich es bin, diesen Eintrag lesen, wird es möglicherweise einige unfreundliche Kommentare geben - ich hab nach bestem Wissen und Gewissen geantwortet!


 

13 Kommentare 22.9.21 08:07, kommentieren

22. September: Karfiol in Backteig mit Kräuterdip

Vielleicht mache ich auch Joghurtgurken zum Karfiol in Backteig mit Kräuterdip. Ich muss die sonntägliche Ernte weiterbringen.

Für den Backteig habe ich mir unter ichkoche.at verschiedene Rezepte durchgelesen. So wie es aussieht, werde ich eine eigene Mischung kreieren müssen, denn Bier und Mineralwasser fallen aus, und knusprig solls schon auch werden. Da fällt mir nur der geriebene Parmesan ein, der im Kühlschrank lagert. Dazu kommen wie üblich Ei und Mehl, Salz, Paprikapulver und entweder Milch oder eine Mischung aus Obers und Wasser.

Aus diesen Zutaten werde ich jedenfalls eine dickflüssige Masse rühren und kurz ziehen lassen. Den Karfiol teile ich schon früher in kleine Roserln und koche sie in wenig Wasser bissfest. Während die auskühlen, verwende ich den Kochsud und den Rest der Kalbsknochensuppe, um mit den Mangoldblättern, Knoblauch und einem Erdapfel die heutige Abendsuppe zu köcheln.

Außerdem schau ich im Gärtlein nach, ob sich Kräuter zupfen lassen (Petersil, Schnittlauch, Oregano und vielleicht Pimpinelle sollten da sein. Eventuell zupfe ich auch ein bisserl was von der Schafgarbe ab ... ), hacke meine Beute und mische sie mit Salz und einem Schpotz Mayonnaise ins griechische Joghurt. Je nach Laune verarbeite ich die am wenigsten schönen Gurken zu Joghurtgurken. Falls uns die heute nicht zum Karfiol schmecken, kann ich sie jedenfalls für morgen brauchen.

In einer kleineren Pfanne mit höherem Rand - oder vielleicht gar im beschichteten Reinderl? - erhitze ich (für meine Begriffe viel zuviel) Öl, ziehe die Roserl durch den Teig und backe sie halbwegs schwimmend goldgeld heraus.

Als Nachspeise kann ich heute nur ein Kompott anbieten. Falls ich im Keller ein Glas erreiche. In den letzten Wochen hatte ich immer keine Lust, die Vorräte im Keller in die Steigerln im Regal einzusortieren. Die Neuzugänge hab ich der Einfachheit halber vor dem Regal auf den Boden gestellt. Dieser Gläserkreis wabert jetzt schon über einen Meter vor der Regalwand, so dass ich fast nimmer das Regal erreiche .... Manchmal - aber nur sehr manchmal! - wünsche ich mir einen ordnungsliebenden Menschen im Haushalt, der sich des Kellers annimmt ...

3 Kommentare 22.9.21 07:12, kommentieren

21. September: die Reste vom Zucchini samt Füllung und Paradeisern

Resteessen ist heute wieder einmal angesagt. Und ich muss sagen: fast könnte ich schon wieder ein kleines Schüsserl im Kühlschrank unterbringen, so viel Platz hab ich schon geschaffen Ich bin richtig froh, dass die derzeit herbstlichen Temperaturen es erlauben, einiges im Freien zu lagern.

Für mich selber hab ich den Rest unseres gefüllten Zucchini vom Sonntag samt den Schmorparadeisern im Backrohr aufgewärmt. Dem Kind hab ich den Rest vom rohen Zucchini mit dem Rest der Fülle bepackt und ein paar frische Paradeiser in die Form geschnitten und gewürzt. Das ganze schmorte bei niedriger Temperatur (140 Grad Ober- und Unterhitze) eineinhalb Stunden lang. Am Schluss hab ich für ein paar Minuten das Bräunungs-Garen eingeschaltet.

Außerdem hab ich schon in der Früh die kleinen Blauen, die schon einmal ohne Zucker aufgekocht worden waren, mit Zucker nochmals aufgekocht, hab das ganze ein paar Minuten kochen lassen und dann in zwei Gläser abgefüllt. Ein kleiner Rest ist geblieben, den hab ich als Nachspeise mit griechischem Joghurt verzwickt.

Den ersten Teil der Kalbsknochensuppe haben wir gestern Abend mit dem Fleisch und ein paar mitgekochten Karotten gegessen. Heute haben wir noch Suppe, die wir mit Backerbsen pimpen, und den Rest verwende ich morgen, um aus den blanchierten Mangoldblättern eine Cremesuppe zu fabrizieren. Was ich mit den Mangoldstielen machen werde, die noch im Kühlschrank herumlungern, weiß ich noch nicht. Grad passen mir die überhaupt nicht in den Speiseplan. Notfalls deklariere ich sie zum Hendlfutter um.

Denn morgen probiere ich ein weiteres Karfiol-Rezept aus!

6 Kommentare 21.9.21 14:30, kommentieren

20. September: Ritschert nach Art der Sparköchin

Während das heutige Ritschert vor sich hin köchelt und ich warte, dass mein Blutdruck wieder unter 200 fällt, schreibe ich euch das Rezept, vielleicht entspannt mich das ja. Der heutige Plan war nämlich, den langen Unterricht des Kindes zu nützen, um erst ein gemütliches Lesestündchen abzuhalten und mich danach in aller Ruhe der gestrigen Ernte zu widmen: Mangold blanchieren und hacken, den Lauch putzen, schneiden und einfrieren, die Rote Rübe zu zerteilen und zu kochen, einige Rote-Rüben-Blätter zu blanchieren, die Suppe aus den Kalbsknochen mit den Gemüse-Abschnitten anzusetzen und irgendwann in der Folge ein Ritschert zuzubereiten.

Stattdessen heulte gleich in der Früh das Kind durchs Telefon. Es war von der Schule nach Hause geschickt worden, weil es keinen PCR-Test vorweisen konnte. Es war aber nicht das einzige Kind, allein in seiner Klasse gingen fünf Gschroppen gleich wieder heim. - Dazu muss man wissen, dass das Registrierungssystem am Wochenende überlastet war (das hatte ich an der Hotline erfahren) und viele den Test gar nicht machen konnten. Es war nicht möglich, vor Ort ausnahmsweise einen Antigen-Test zu machen.

In der Folge habe ich mich per Telefon und Email großräumig beschwert und das Kind privat zum Test geschickt ... das System wird weiter überlastet sein, und ich bin sehr gespannt, wie sich die Situation entwickeln wird. Das Kind jedenfalls, das sehr gern in die Schule geht, ist total geknickt und versäumt völlig sinnlos einen gesamten Schultag.

Nur damit ihr wisst, warum ich heute möglicherweise etwas schroff herüberkomme.

Die Knochen hatte ich gleich in der Früh mit Wasser angesetzt, und nach meiner Aufreg-Pause langsam - Verletzungsgefahr! - die Gemüse-Arbeiten gemacht und zizerlweise die Suppe mit Gemüsezeugs angereichert. Was halt so da war. Mit Gewürzen hab ich auch nicht gespart. Auch gleich in der Früh hab ich die restliche vorrätige Rollgerste in kaltem Wasser eingeweicht. Die hätte über Nacht weichen sollen. So waren es nur vier Stunden, naja, war halt eine kurze Nacht.

Vor einer halben Stunde habe ich die Rollgerste abgeseiht und den Großteil davon ins beschichtete Reinderl getan. Noch ein bisserl Salz und Pfeffer dazu, eine Handvoll geschnittene Zwiebelschlotten und die restlichen drei Selchripperl draufgelegt. Mit ein paar Schöpfern Suppe hab ich aufgegossen, und das ganze kocht jetzt, bis die Rollgerste weich ist. Vermutlich werde ich noch Suppe nachgießen müssen. Gewürzt habe ich übrigens mit Selleriegrün (statt Liebstöckl) und Salbei.

Kurz vorm Garwerden gebe ich aus der Suppe eine geschnittene gelbe Karotte zu und aus dem Glas ein paar Löffel schwarze Bohnen. Vielleicht werden wir Brot dazu essen, das entscheiden wir spontan. Einen Salat jedenfalls nicht.

Als Nachspeise wird sich das Kind zwei Makronen nehmen dürfen, und ich werde auch was Süßes finden ...

7 Kommentare 20.9.21 12:35, kommentieren

19. September: gefüllter Zucchini auf Schmorparadeisern

Ein bisserl spät dran bin ich diesmal mit meinem Eintrag. Aber nachdem wir gestern den Nachmittag im Gemüsebeet verbracht hatten, war ich am Abend nur mehr fähig, Miss Hollywood fertigzulesen. Unter anderem haben wir Karfiol Nummer drei zur Strecke gebracht. Warum auch immer, vielleicht, weil er mehr Platz hatte, er kam auf 2,5 Kilo und hatte die Größe eines erwachsenen Kopfes. Wenn mir vor ein paar Monaten jemand gesagt hätte, dass mit drei oder vier Karfiolpflanzen zwei Haushalte ihren Wintervorrat bestreiten können, hätte ich laut gelacht. - Langsam lachen wir nimmer, weil der Tiefkühler immer voller wird mit dem weißen Zeug. Um der Überfüllung entgegenzuwirken, hab ich ein Packerl mit Kalbsknochen rausgenommen und bastle gerade mit verschiedenen gestern geernteten Gemüsen ein fesches Supperl.

Mittags aber gab es gestern eine andere frische Ernte. Wir schnitten nämlich von einer Zucchinipflanze den letzten großen Zucchini ab und rodeten im Anschluss gleich die Pflanze. Den Zucchini teilten wir längs und füllten jede unsere Hälfte separat. Ich hatte vom Samstag noch Safranrisotto, das ich mit geriebenem Parmesan, ein paar Würferln vom Selchripperl und einem Ei vermischte und würzte. 

Außerdem habe ich gestern dran gedacht, den Zucchini nach dem Aushöhlen zu salzen und zu pfeffern. Dann die Fülle hinein, in den Bräter einen Haufen zweitklassiger Paradeiser und mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und Zucker gewürzt und da drauf den  Zucchini. Weil meine Mutter für ihre Hälfte wieder eine Fülle aus Faschiertem bastelte, legte sie auch noch ein paar Erdäpfelhälften dazu. Nach knapp einer Stunde zogen wir den Bräter wieder raus und erfreuten uns an  unserem gefüllten Zucchini auf Schmorparadeisern   - von dem es übrigens Reste gibt, die ich in den Speiseplan dieser Woche eingeplant habe.

Die Nachspeise hat uns die Gartennachbarin spendiert: einen Karton voll Eis am Stiel, konkret Magnum Classic, hat sie über den Zaun gereicht. Davon durften wir die ersten Teile vernaschen.

Kurz eine private Bemerkung: gestern boten sie im Radio abends das Köln Concert von Keith Jarrett an. Das hab ich nicht geschafft, aber zum Glück ist es noch eine Woche lang in der Radiothek zu finden. Grad begleitet es mich, und das wird es jetzt vermutlich die halbe Woche tun - sehr entspannt werde ich sein bei der vielen Ernte-Verwertungs-Arbeit, die ich mir für heute vorgenommen habe.

5 Kommentare 20.9.21 07:05, kommentieren

18. September: Safranrisotto mit Kohlrabispießen, Wachtel-Spiegeleiern und Salat

Das war schon wieder so ein Vormittag, wo am Ende eine Packung Sushi sein musste und danach der Lieblings-Eissalon. Dafür haben wir wieder einiges erledigt. Jungpflanzen gekauft, fürs Winterbeet, zum Beispiel. Ich bin gespannt, ob tatsächlich alles so wächst und gedeiht wie versprochen. - Oh ja, Bataten-Stecklinge hab ich auch produziert, also Blattstecklinge von einer Ranke geschnitten und mit einer Blattachsel ins Wasser gestellt. Angeblich bewurzeln sich die Dinger mit der Zeit, dann setzt man sie in Erde, hegt und pflegt sie über den Winter und setzt sie im Mai ins Freie. - Na, ich bin gespannt.

Aber um zum Essen zu kommen. Morgen wird der letzte große Zucchini geerntet werden. Und Karfiol Nummer drei, aber das ist eine andere Geschichte. Mit dem Zucchini machen wir es so, dass wir ihn längs halbieren, aushöhlen und füllen, auf unterschiedliche Weise. Meine Mutter füllt ihre Hälfte mit Faschiertem. Wir mit Reis, Parmesan, Ei und - wenn ich dazukommen - mit Selchripperln, in kleine Würferl geschnitten. In die Auflaufform kommen zerteilte Paradeiser, die mit Salz, Pfeffer und Zucker gewürzt werden und hoffentlich ein gutes Saucerl ergeben.

Damit es morgen überhaupt Reis zum Füllen gibt, habe ich heute Abend einen Safranrisotto mit Kohlrabispießen, Wachtel-Spiegeleiern und Salat auf den Tisch gebracht. Also, den Salat hat das Kind gemacht. Parmesan gab es auch dazu, aber den Zwiebel hab ich leider vergessen.

Soll ichs der Reihe nach erzählen?
Na gut.
Im beschichteten Reinderl hab ich ausnahmsweise eine Portion Butter zerlassen. Darin wollte ich ein kleines geschnittenes Zwiebelhapperl anbraten; das ist mir aber erst wieder eingefallen, als der Reis schon in der Butter röstete. Auch egal. Jetzt kam Safransalz dazu (mit dessen Vernichtung ich vor kurzem begonnen habe), und dreimal so viel Wasser wie Reis im Reinderl war.

Deckel drauf, Hitze reduzieren, schmurgeln lassen, zwischendurch umrühren und bei Bedarf Wasser nachgießen. Jetzt hatte ich Zeit, um die vor einigen Tagen blanchierten Kohlrabiwürfel auf Spieße zu stecken, mit Öl zu bestreichen, zu salzen und mit Magic Dust zu bestreuen und auf dem Plattengrill zu grillen. Das Kind mischte derweil Blattsalat, Gurke und Kirschparadeiser zu einem Salat, über den es Wiener Marinade träufelte.

Außerdem ist mir gach eingefallen, dass wir zu viele Wachteleier vorrätig haben, also hab ich sechs von ihnen aufgeschlagen und in einer kleinen Pfanne in Öl gebraten. Jeder bekam drei Stück neben Risotto und Kohlrabispieß auf den Teller.

Bei Tisch streuten wir auch noch großzügig geriebenen Parmesan über den Risotto.  Das sah schon fast professionell aus und schmeckte auch sehr gut. Mit dieser Woche bin ich, trotz des Chaos, ziemlich zufrieden, was meine Kocherei betrifft. War auch wenig Tier - kulinarisch betrachtet eine gute Woche.

5 Kommentare 18.9.21 22:08, kommentieren

17. September: nicht einmal die Reste aufgegessen.

Heute ist nicht mein Tag. Deshalb hab ich mir beim Bäcker ein gefülltes Weckerl geholt und bin danach im Lieblings-Eissalon eingefallen. Das wird heute ein langer Abend werden, denn ich habe mir einen Eiskaffee gegönnt.

Aber der wahre Grund für den Tichy war, dass er bald schließt und ich einen Kilo Eis für den Winter heimgeschleppt habe. Für die kleine Freude zwischendurch - soweit wir im Winter einmal beide gleichzeitig nicht erkältet sind ...

Die Kohlrabicremesuppe sollten wir heute vernichten, die kleinen Blauen liegen leider immer noch in der Schüssel. Wie gesagt, heute ist nicht mein Tag, ich hoffe auf Energie am Wochenende und Durchhaltevermögen der blauen Unbekannten.

Der Eintopf von gestern, von dem auch immer noch eine Portion da ist, hat mir wirklich gut geschmeckt. Das Kind hat nur reingeschaufelt und kein Wort drüber verloren,  weil es gedanklich bei seinem Handy war, das es akut verloren glaubte und das noch dazu schon in der Schule nimmer funktioniert hatte.

Keine Angst, das Ding fand sich in der Folge wieder, und als ich nach Öffnung die SIM ein bisserl hin- und herruckelte, hats nachher auch wieder funktioniert.

Aber da war das Abendessen dann ja schon vorbei.

5 Kommentare 17.9.21 16:21, kommentieren

16. September: Gemüseeintopf mit Würsteln

Schon wieder sitze ich einigermaßen ermattet vorm Computer. Am Vormittag haben wir einen Ausflug auf die Obstwiese gemacht, um die restlichen Äpfel, eh nimmer viele, einzusacken. Überraschenderweise waren auch ein paar Haselnüsse zu ernten und Zwetschken sowie kleine runde blaue Früchte, die ich für Schlehen hielt, die aber offensichtlich eine Art wilder Zwetschke oder Spänling oder etwas in diese Richtung sein dürften. Keine Ahnung mehr, welche Pflanzen ich seinerzeit gesetzt hatte. Irgendwas für eine Naschhecke halt.

Das Obst - und ein bisserl Schafgarbe und Spitzwegerich für die Teemischung - liegt jetzt in der Küche und muss aussortiert werden. Aber jetzt ist erst einmal Pause angesagt. Als Mittagessen habe ich mir den Rest vom gratinierten Karfiol gegeben und ein bisserl Süßzeugs. 

Für heute Abend habe ich einen Gemüseeintopf mit Würsteln geplant. Dazu habe ich mir schon eine Liste geschrieben, was alles drin landen soll, damit auch wirklich alle Resterln und Kleinigkeiten verwertet werden: Zwiebel und Knoblauch, Paradeissaft (heute früh habe ich wieder eingekocht), Karotten, Kohlrabi natürlich (auch mit dem hab ich mich heute Früh auseinandergesetzt), Erdapfel, Mangoldstiele Linsen, Erbsen und eben ein Paar Frankfurter aus dem Tiefkühler.

Rosmarin, Lorbeerblatt und vielleicht ein Stammerl Oregano werden auch dabei sein. Wenn trotz allem Geschmack fehlt, staube ich eine Gewürzmischung drüber. Nach der halben Garzeit gebe ich die in dünne Scheiben geschnittenen Würsteln dazu und lasse sie mitkochen. Wenn ich ganz verwegen bin, schmeiße ich auch ein paar geselchte Ripperln dazu, von denen ich - Halbpreis! - viel zuviel gekauft hatte und die jede Menge Platz im Kühlschrank brauchen.

Gestern hat sich das Kind, das bereits jetzt zu wenig Taschengeld für Süßkram übrig hat - diese Automaten in den Schulen sollten mit Ächtung belegt werden! -,  eine Partie Kekse gebacken und wird die zizerlweise in die Schule mitnehmen, anstatt den Automaten zu füttern. Erstmals hat es mit Dressiersack gearbeitet, war ordentlich frustriert ob der Anstrengung, freute sich dann aber einen Haxen aus über die Schüssel Kekserl, die es fabriziert hatte.

Außerdem finden derzeit irgendwie Kraichgauer Festspiele statt, denn gestern Abend, wenn schon das Backrohr heiß war, hab ich Helmuts Idee der pikanten Feigen aufgenommen und an unsere Vorräte angepasst. Vier von unseren Feigen habe ich oben kreuzweise eingeschnitten, jeweils ein Stück Gouda hineingesteckt, vier Scheiben Toastschinken zu Dreiecken gefaltet und diese, soweit es ging, um die Feige gewickelt. Die habe ich in eine mit Öl bestrichene ofenfeste Form gestellt und zwanzig Minuten ins heiße Rohr gestellt.

Das Kind war ganz fasziniert und freut sich, wenn ich das wieder einmal mache.

Aber jetzt ist erst einmal Pause!

7 Kommentare 16.9.21 13:08, kommentieren

noch immer der 15. September

Diesen gratinierten Karfiol muss ich mir dringend merken. Der hat uns beiden köstlich geschmeckt. Zum Glück ist eine Portion übrig geblieben, die wird mein morgiges Mittagessen darstellen, denn das Kind hat einen langen Tag und bekommt nur eine großzügige Jause mit.

Der Guss ist nicht gestockt, das ergab unvorhergesehenerweise eine gschmackige Sauce. Den Paradeissalat hab ich aus lauter verschiedenen Sorten gemacht, das war schön bunt. Und weil wir heute keine Termine mehr haben, durfte es auch ein bisserl Zwiebel und Schnittlauch oben drüber sein.

Gearbeitet hab ich im Garten nicht viel, wenn man davon absieht, dass ich herumgekrochen bin und eine Schüssel voll Paradeiser geerntet habe, die ich später sortieren und die zweitklassigen einkochen werde. Und eine Mini-Brokkoli-Rose. Und einen Kohlrabi der Sorte Superschmelz, der ziemlich genau zwei Kilo auf die Waage brachte. Mit Schale, aber ohne Blätter. Der muss uns am Freitag zum Fisch schmecken, ob wir wollen oder nicht.

Zweitklassige Paradeiser, weil letztens die Frage auftauchte, sind angetitschte, fleckige oder aufgesprungene Exemplare, die nimmer ansehnlich sind, aber trotzdem noch gut schmecken.

Eh wie immer, wenn ich schon voll beladen heimwärts radle, konnte ich unterwegs auch noch Hendlfutter retten. Zwei Netze mit Erdäpfeln, jeweils zwei Stück schlecht, die anderen ganz normal. Die koche ich den Damen schrittweise in den nächsten Tagen. Brot gabs auch, das trocknet gerade vor sich hin.

Und jetzt leg ich mich in die Sonne!

6 Kommentare 15.9.21 13:40, kommentieren