Der Sparküche-Blog.

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17. November: Fledermaus-Ragout mit Schneckerln

Das ist kein verspätetes Halloween-Essen, sondern ich habe vor längerer Zeit bei Labonca eine Fledermaus erworben und gestern dem Tiefkühler entrissen. Wo genau beim Schwein die Fledermaus sitzt, kann ich jetzt gar nicht sagen. Gebacken ist sie eine typische Altwiener Speise, ich hab sie zu einem Fledermaus-Ragout mit Schneckerln verarbeitet; die Schneckerln heißen im Original Volanti, also eigentlich fliegende Untertassen.

Die Teigwaren von vorgestern hab ich mit einem Stück Butter im Reinderl erwärmt. Für das Ragout habe ich ein paar Deka Speck gestreiferlt und im beschichteten Reinderl ausgelassen und ein kleines Zwiebelhapperl drin glasig gebraten. In der Zwischenzeit hab ich die Fledermaus in kleine Streifen geschnitten und das Kind um ein Stammerl Rosmarin in den Garten geschickt.

Das Fleisch kam dann ins Reinderl und wurde ebenfalls scharf angebraten. Als der Saft austrat, hab ich gesalzen und gepfeffert  und ein Lorbeerblatt und den Rosmarin zugegeben  ziemlich viel Obers zugegossen, umgerührt, zugedeckt und schmurgeln lassen.

Nach einer Viertelstunde hab ich eine Handvoll Broccoli-Roserln hineingeworfen, noch mit Wasser verlängert und gut umgerührt, mit einem Teelöffel Mehl gestaubtund nochmals ein paar Minuten schmurgeln lassen.

Das hat unerwartet gut geschmeckt und war uns definitiv zu wenig - die Fledermaus hatte nur knapp über 20 Deka. Wir haben das durch einen Besuch am Christkindlmarkt mit Lebkuchen und Baumkuchen ausgeglichen.

2 Kommentare 17.11.19 16:28, kommentieren

15. und 16. November: Zeugs und Apfelspalten

Am Freitag haben wir uns die formidable Dürer-Ausstellung in der Albertina gegeben und sind nachher zur Nordsee gepilgert. Diese Kombination haben interessanterweise einige Touristen auch gewählt. Jedenfalls haben wir dort Zeugs gegessen, das so vitaminbefreit war, dass ich uns am Abend zusätzlich zur Suppe einen Salat aus Vogerlsalat, Selleriesalat und Paradeisern servieren musste.

Heute haben wir die Reste vom Salat verputzt, diesmal ohne Paradeiser, aber mit Erdäpfelsalat und danach Apfelspalten, die großteils das Kind fabriziert hat, ein dreifaches Hoch!

Das Kind hat einen zähen Palatschinkenteig gerührt und die geteilten Äpfel geschält und in Spalten geschnitten, hernach die Spalten in den Teig fallen lassen, sich redlich bemüht, sie auch wieder rauszufischen und in die Pfanne mit heißem Schmalz gelegt - die allerdings unter meiner Kontrolle stand. 

Die Apfelspalten wurden beidseitig rausgebacken und bei Tisch mit Zucker bestreut, den Zimt haben wir uns geschenkt.

Es waren zuwenig Äpfel für den Teig, also hab ich den mit Wasser für Palatschinken aufgedünnt und noch sechs Palatschinken gebacken, die ich zusammengerollt und eingefroren habe. Wo es doch eine Lücke im Tiefkühlfach gab.

17.11.19 16:19, kommentieren

14. November: Schnellstküche - Nudeln mit Zeugs

Was mich grad an den Lieferungen von Labonca ärgert, ist die Lieferung. Die war für gestern angekündigt, "Ihre Anwesenheit ist in der Zeit von 8.00 bis 14.00 Uhr erforderlich". Na gut, ein Tag daheim, war eh Regenwetter.

Allerdings kam nicht das Paket, sondern eine Mitteilung der Post, dass das Paket voraussichtlich heute zugestellt wird. Also noch ein Tag mit Hausarrest. Das geht nicht in jeder Familiensituation so ohne weiteres.

Alternative gibts leider keine, weil bei Nichtanwesenheit das Paket nicht abgestellt wird und erst am nächsten Vormittag auf dem Postamt abzuholen ist. Und weil da unter anderem auch Frischfleisch drin sind - zwar mit Akkus gekühlt -, empfiehlt sich diese Variante nicht. Abgesehen von der Schlepperei.

Bei einer ordnungsgemäßen Zustellung wartet nämlich der Postler, bis ich das Paket ausgeräumt und den Rücksendungskleber draufgepickt habe und nimmt es gleich wieder mit. Was mir einen zwideren Weg erspart.

Guter Gedanke also grundsätzlich, aber mit der Ausführung hapert es. Ich bin nicht erfreut. Aber die Produkte sind halt wirklich wunderbar.

Aber eigentlich wollte ich vom heutigen Mittagessen schreiben, das sehr einfach ausfallen wird. Gestern habe ich nämlich ein kleines Glas gebratene Melanzani geöffnet, um die Dinger zum Abendessen aufs Brot zu legen. Das fand allerdings nicht allzu großen Anklang, so dass noch ein bisserl was übrig ist.

Was lag also heute näher, als den Rest der Teigwaren-Packung zu kochen und dem Gastkind seine Portion mit dem Rest der Melanzani anzureichern? Meine Portion werde ich mit dem Rest vom vorrätigen Lachsforellenpesto vom Grossauer aromatisieren. Das ist auch eine gute Gelegenheit, endlich das Glas mit dem Selleriesalat aufzumachen und zu verkosten.

Und, damit ich nicht vergesse, habe ich den geriebenen Parmesan im Kühlschrank auch schon auf die Pole Position gestellt. Der Rest muss weg!

Übrigens: SOS Parmesan hat in Österreich gerade wieder Bestell-Phase, diesmal gibts auch wieder Linsen, Erbsen, Speck und Prosciutto zu haben.

Für den Nachtisch habe ich einen Blick in den Kühlschrank vorgesehen, wo sich bestimmt ein Joghurt findet, das nach Verwendung schreit. Und im obersten Fach gibts die pürierten und marmeladisierten Produkte dazu, wie zum Beispiel, fällt mir grad ein, zwei Portionen Feigenzeugs. Na bitte.

1 Kommentar 14.11.19 08:13, kommentieren

13. November: Würsterl mit Erdäpfelpüree und Vogerlsalat. Und Ketchup.

Um die Lücke im Tiefkühler möglichst zu vergrößern, habe ich heute ein Packerl Bio-Putenfrankfurter gezogen. Und dann hab ich wieder improvisiert.

Drei große Erdäpfel im Reinderl mit Wasser gekocht. No na, werdet ihr sagen, aber normalerweise dämpfe ich meine ja immer. Nach einiger Zeit zwei kleine Erdäpfel zugegeben (damit sind sämtliche Vorräte verbraucht) und die Schalen vom letzten Teil vom letzten UFO. Also Patisson.

Die Erdäpfel und die Kürbisschale rausgenommen, die Erdäpfel geschält (alle Schalen gemeinsam zum Hendlfutter), die kleinen Erdäpfel und die Würsterl wieder ins Wasser gegeben, die großen Erdäpfel mit Milch und Salz gestampft.

Die erhitzten Würsterl rausgenommen und den gewürfelten Kürbis sowie eine Knoblauchzehe und Salz ins Wasser gegeben und noch eine Viertelstunde geköchelt und dann auf der Herdplatte auskühlen lassen. Daraus wird am Abend ein Supperl werden.

In der Früh schon, in einer Regenpause, hab ich eine kleine Schüssel voll Vogerlsalat geerntet, die ich geputzt, gesalzen und mit Balsamico beträufelt zu den Würsterln mit Erdäpfelpüree gegessen habe. Natürlich durfte das im Deutschland-Urlaub erstandene Curry-Ketchup nicht fehlen, das auch das Gastkind mit Begeisterung gegessen hat. 

2 Kommentare 13.11.19 13:45, kommentieren

noch immer der 12. November: Maronicremesuppe. Meine erste.

Das Packerl mit den gekochten, geschälten Maroni musste dringend weg. Einen Teil hat das Gastkind verputzt, mit dem Rest hab ich gach eine Maronicremesuppe komponiert, so völlig ohne Rezept. Für mich ist der Geschmack in Ordnung. Mal sehen, was das Kind kommentieren wird.

Ich hab in einem Teelöffel Butter ein kleines geschnittenes Zwiebelhapperl scharf angeröstet, mit Mehl gestäubt und mit Ganslsuppe aufgegossen, gesalzen und einen gewürfelten mehligen Erdapfel und eben die etwa 60 Gramm Maroni zugegeben. Das hat eine gute Viertelstunde geköchelt und ist dann langsam ausgekühlt.

Vor dem Essen hab ich ein Achterl Milch zugegeben und alles püriert. Das hat zwei Portionen ergeben, die ich heute Abend servieren werde.

2 Kommentare 12.11.19 18:02, kommentieren

12. November: Eintopf mit Ganslfleisch ...

... für das Gastkind für unterwegs (noch ein Thunfisch-Sandwich kommt wie gesagt nicht in Frage).

Das Essen muss einfach zu füttern sein, mit Gemüse versetzt und im Schüsserl Platz haben. Na, wird es ein Eintopf mit Ganslfleisch werden.

Ausnahmsweise werde ich aus wenig Schmalz und Mehl eine Einbrenn machen, salzen und ein kleines Happerl Zwiebel und Gemüsewürferl drin anbraten. Nach einigen Minuten werde ich mit Ganslknochensuppe aufgießen und alles weich köcheln lassen. In der Zwischenzeit schneide ich das Ganslfleisch fein, das kommt zum Schluss hinein und wird aufgewärmt. Gewürzt wird auch am Ende.

An Gemüse habe ich ein Stück UFO-Kürbis, Erdäpfel, eine Handvoll Karottenwürfel aus dem Tiefkühler. Kohlrabiwürfel müssten auch noch irgendwo sein, und ein paar Mangoldstiele werde ich auch auftauen und schneiden. Zwei Esslöffel Erbsen sollten sich ebenfalls noch in den Tiefen des Gefrierschranks finden lassen.

Wenn Zeit ist, renne ich um ein paar Schnittlauchhalme als Dekoration.

Ich selber werde, wenn kein Eintopf übrig bleiben sollte, Würsterln mit Ketchup und Weißbrot essen, aber erst, wenn das Gastkind schläft.

 

Kleiner Nachtrag: der Eintopf ist so viel geworden, dass ich meine Würsterl samt Ketchup verschieben hab müssen. Und, nachdem ich heute früh schon einen Zwetschkenkuchen ins Rohr geschmissen habe, im obersten Tiefkühlfach zeigt sich langsam etwas, was Eingeweihte schon fast als Lücke bezeichnen würden ...

Es kommt eh noch die letzte Ladung Gemüse zum Einfrieren - Mangold, Kohlrabi -, da brauch ich eh wieder Platz.

1 Kommentar 11.11.19 17:31, kommentieren

Noch immer Faschingsbeginn

Ihr habt natürlich völlig recht: da ist - außer im Lachs selber - kein Fett in dem Essen. Dem Gastkind habe ich bei Tisch in seine Portion zwei Esslöffel vom Olivenöl druntergemischt, ich hab darauf verzichtet.

Geschmeckt hat uns das sehr gut, es ist wieder einmal nix übrig geblieben. Aber sehr ausgiebig wars nicht, das Abendessen muss wohl etwas üppiger ausfallen ...

11.11.19 17:17, kommentieren

11. November: Lachsfilet auf Erdäpfeln und Kochsalat

Ich dachte ich hätte heute keine Termine. Was mittlerweile obsolet ist: die Liste werde ich nach dem Mittagessen abarbeiten. Aber des Morgens war ich entspannt in der Küche unterwegs. Ich habe die letzten Feigen mit Zucker zu einer Art Mus verkocht, das wird unser nächstes Joghurt bereichern. Dieses Jahr sind die Feigen recht ergiebig, weil die letzten kleinen, die bisher immer erfroren sind, auch noch halbwegs weich geworden sind. Aus denen konnte ich in den letzten Wochen zwei kleine Portionen Feigenmarmelade machen, eine dritte Portion habe ich mit Apfelstücken erweitert. Was auch gut schmeckt.

Aus einem Überschuss an Milch und sehr reifen Bananen habe ich - nein, keine Bananenmilch! - einen Bananenpudding gekocht. Ich habe zwei der Bananen mit etwas Milch püriert, das Püree zur Milch ins Reinderl gegeben und gezuckert, alles zum Kochen gebracht und dann, eh wie immer, mit einem Gmachtl aus wenig kalter Milch und zwei Esslöffeln Speisestärke gebunden und abgefüllt. Die Verkostung durch die Sparköchin verlief positiv. Mal sehen, was die Kinder sagen.

Außerdem hab ich die Ganslknochen, wie angedroht, mit Gewürzen längere Zeit ausgekocht. Heute Abend essen wir sie einmal mit Sternchen, den Rest werde ich irgendwie anders aufwerten. Überleg ich mir noch.

Für das heutige Mittagessen war ich im Tiefkühler einkaufen. Ein Lachsfilet mit beigepacktem Gewürz und eine Portion Kochsalat (längst überfällig) habe ich gezogen. Zuunterst in die Auflaufform kam der aufgetaute Kochsalat mit Salz und Pfeffer. Darauf vier kleine speckige Erdäpfel, in Scheiben geschnitten, die hatte ich in der Ganslknochensuppe mitgekocht. Und da drauf das aufgetaute Lachsfilet, mit der Hälfte vom Gewürz gut eingerieben. Bin gespannt, wie das schmecken wird.

Aber das Gastkind isst eh so gut wie alles, und ich werde das schon aushalten, unser Lachsfilet aus dem Ofen auf Erdäpfeln und Kochsalat.

11.11.19 10:40, kommentieren

9. und 10. November: Martinigansl und Schweinsrahmherz mit Erdäpfelknödel

Vom gestrigen Ausflug nach Neustift zum besten Gansl wienweit sind erstens Knochen mit ein bisserl Fleisch (für die nächste Suppe und einen Mayonnaisesalat) und zweitens eineinhalb Erdäpfelknödel übrig geblieben. (Das Gastkind hat übrigens nicht mitgegessen, sondern vorher schon Nudeln mit Mangoldgemüse und geriebenem Parmesan verdrückt. )

Außerdem hatte ich gestern schon das Schweinsherz aus dem Tiefkühler genommen und mit Gemüse und Gewürzen wie eine normale Suppe gekocht. Das hab ich über Nacht gut kühlen lassen. Die Suppe selbst hat uns, mit Backerbsen, gestern schon gut geschmeckt.

Heute habe ich das Fett von der Oberfläche geschöpft und mit etwas Schmalz ergänzt, und dieses erhitzt und drin eine gehackte Knoblauchzehe und ein kleines Zwiebelhapperl gebraten. Nach ein paar Minuten hab ich mit Mehl gestaubt und mit einem Teil der restlichen Suppe aufgegossen und alles ein paar Minuten köcheln lassen. Dann kam ein ordentlicher Schuss Obers rein und ein gehäufter Esslöffel glatt gerührter Rahm.

In der Zwischenzeit hab ich das Herzfleisch blättrig geschnitten, das Suppengemüse ebenso. Das kam dann in die Sauce und wurde erwärmt, die Lorbeerblätter hab ich auch aus der Suppe gefischt und zum Herz gegeben. Das Saucerl hab ich noch ein bisserl gepfeffert und gesalzen, und obenauf kamen die Erdäpfelknödel, in Stücke geteilt, zum Aufwärmen.

Übrigens: auf den obligatorischen Schuss Essig, der in österreichischen Rezepten vorgeschrieben ist, hab ich sowohl bei der Suppe wie auch bei der Sauce verzichtet. Und es hat gar nicht geschadet!

Das Gastkind hat nur die Sauce mit den restlichen Nudeln von gestern gegessen, nachher ein Stück Knödel. Das Kind und ich haben den Rest restlos vernichtet. Das ist ein Zeichen, dass das Schweinsrahmherz mit Erdäpfelknödel wirklich schmackhaft war.

10.11.19 12:15, kommentieren

8. November: Grießkoch

Wir sind aufgehalten worden. Also war nix mit Kochen, Essen musste möglichst schnell verfügbar sein. Da bot sich ein Grießkoch mit Vanille an, der auch Beifall vom Gastkind kam. Da dachte ich mir: den möchte ich verlängern, den Beifall, und wärmte dem Kind zunächst die Zucchinicremesuppe von gestern, bevor ich ihm ebenfalls einen Grießkoch mit Vanille offerierte.

Der Beifall ist auch nicht ausgeblieben.

 

Gedankliche Notiz: Die weißen UFO-Kürbisse, genannt Patissons, werden wir nächstes Jahr möglichst frisch verwerten. Ich hatte ja ein Exemplar aufgehoben, das habe ich heute angeschnitten. Besser gesagt, ich habs versucht, aber die Schale ist sehr hart geworden, was mir mühsame Schälarbeit eintrug. Hoffentlich schmeckt wenistens die Suppe am Abend unauffällig ...

8.11.19 14:01, kommentieren

7. November: Couscous-Laibchen mit Roten Rüben

Weil gestern nur eine Portion Couscous übrig geblieben ist, wir aber zu zweit essen wollten, musste ich experimentieren. Schnell gehen musste es auch. Also habe ich die Couscous-Laibchen mit Roten Rüben nicht ins Rohr getan, sondern gach in der Pfanne in Öl beidseitig gebraten.

Die Roten Rüben waren der Ausschuss der heurigen Ernte: vier Stück Miniaturen, insgesamt eine großzügige Handvoll. Ich wollte sowieso zwei Eier kochen, weil das Kind Aufstrich machen möchte. Die hab ich gleich mit den Roten Rüben mitgekocht. (Aber ich hab sie natürlich früher wieder rausgenommen. )

Die gekochten Roten Rüben hab ich nur geschält und gewürfelt. Für die Masse der Laibchen habe ich den Couscous in eine Schüssel getan und ein kleines Ei dazugetan. Gewürzt habe ich mit Salz und Gewürzmischung aus der Türkei, die auch bald zu Ende sein wird. Dann werden wir in den nächsten Monaten oder Jahren afrikanisch essen ...

Ein Packerl Feta ist mir auch in die Hände gefallen, da hab ich ein Stück rausgenommen und zerdrückt. Nach dem ersten Verrühren war klar: die Masse ist zu flüssig. Nach einer kurzen intraindividuellen Diskussion - Semmelbrösel oder Haferflocken? -  hab ich mich für die Haferflocken entschieden (die Semmelbrösel hätte ich aus dem Keller holen müssen). Eine Handvoll reichte, um die Masse konsistenztechnisch so hinzukriegen, dass ich in der Pfanne Laibchen formen konnte.

Aber so ganz ohne Gemüse wollte ich die Laibchen auch nicht haben. Hab ich von den geraspelten Karotten, die eigentlich für die Hendln vorgesehen waren, eine Handvoll abgezweigt und in die Masse gemischt.

Vier Laibchen sind sich ausgegangen, eines hat sich das Gastkind einverleibt, die anderen drei hab ich verzwickt. Die Roten Rüben haben wir redlich geteilt.

7.11.19 19:13, kommentieren

6. November: Couscous mit Paradeiskraut nach Art der Sparköchin

Heute habe ich mir einen Tag ohne Termine gegönnt und meinen Haushalt halbwegs wieder in Ordnung gebracht. Unter anderem habe ich die Übersichtlichkeit in meinem Kühlschrank wieder hergestellt. Nicht, dass keine Arbeit mehr da wäre, aber jetzt sieht man sie wenigstens wieder auf den ersten Blick, ohne graben zu müssen.

So habe ich die Pastinaken-Ernte verwertet: die Wurzeln gewaschen, geputzt und geschält und klein gewürfelt, die dünnen Wurzeln und unregelmäßige Stücke habe ich getrennt für die Suppe (als Ersatz für leider nicht vorhandene Petersilwurzeln) eingefroren. Die Lade für Gemüse ist schon wieder gut voll, was auch notwendig ist, denn für die abendlichen Supperln geht ordentlich Gemüse drauf.

Das Kind liebt ja auch die klaren Fleischsuppen, weil es sich da Frittaten oder Backerbsen reinschmeißen kann, aber leider nicht das Fleisch, das darf dann immer ich essen. Deswegen gibt es meist Gemüsecremesuppen. Gestern und heute zum Beispiel die Selleriecremesuppe - die Sellerie-Ernte habe ich nämlich gestern verarbeitet.

Jedenfalls habe ich endlich das Sackerl mit den Mini-Kohl-Pflanzerl geleert, das Kraut gewaschen und fein geschnitten und mit einem ebensolchen kleinen Zwiebelhapperl in ausgelassenem Speck einige Minuten bei großer Hitze angebraten. Dann habe ich gesalzen und mit Hing hoffentlich die Blähungen vermieden und einige zerteilte Paradeiser zugegeben und die, weil nicht ganz reif und damit sauer, mit einem Löffel Zucker gewürzt.

Das ganze hat zugedeckt noch vielleicht 10 - 15 Minuten gedünstet, währenddessen hab ich zwei Portionen Couscous mit kochendem Wasser übergossen, gesalzen und ziehen lassen. Dann hab ich wieder bei großer Hitze die Flüssigkeit vom Gemüse verkochen lassen und diesen abgewandelten burgenländischen Klassiker zu Paradeiskraut mit Couscous erklärt.

Bei Tisch habe ich mir einen Rest Blauschimmelkäse über den Couscous gebröselt, was überhaupt nicht zum Kraut gepasst hat, leider. Dem Gastkind hab ich geriebenen Parmesan drübergestreut, was hoffentlich die bessere Variante war. Gemeckert hat das Kleine jedenfalls nicht.

Als Nachspeise gabs Joghurt mit Zucker bzw. Brombeermarmelade. Und jetzt überlege ich gerade, ob ich wohl mit einer Bananenmilch die diesbezüglichen Vorräte reduzieren soll.

6.11.19 15:01, kommentieren

4. und 5. November

"Ich hab Hunger!" und "Ich will was essen!" ist nicht dasselbe. Ist aber im Grunde egal, weil gebrüllt wird in jedem Fall. Also war die Sparköchin gefordert, das Essen rasch auf den Tisch zu bringen. Was damit endete, dass es eine Kombination aus Pasta, Käsewürfeln und Paradeisern wurde, garniert (eher: geschmiert) mit Olivenöl (wieder das aus dem Glas von dem selbst Eingelegten).

Der Käse war im Falle des Gastkinds irgendein Almkäse, die Sparköchin selbst hat sich einen feschen Blauschimmelkäse über die Teigschneckerln gebröselt und einen Rest vom grünen Salat vom Wochenende dazu gegessen.

Das war gestern. Heute war ich klüger, hab ich mir gedacht, und kaufte rechtzeitig einen Thunfisch-Sandwich für das Gastkind. Selber habe ich die restlichen Teigwaren von gestern verspeist, ohne alles, aber egal.

Es war eine schlechte Entscheidung, die ich da getroffen habe. 

Erstens war keiner in der Vitrine, und statt einfach irgendeinen anderen Sandwich zu nehmen, ließ ich zu, dass die Verkäufern ins Lager lief, um welche zu holen. So habe ich wertvolle Zeit verbraten und den Autobus aber sowas von gerade noch erwischt.

Zweitens ist mir erst nach der Kassa eingefallen, dass der Supermarkt vermutlich keinen Bio-Thun aus Angelfang verarbeitet so wie der aus der Dose, die ich manchmal kaufe. Abgesehen davon, dass Thun eh überfischt ist. Meine Befürchtung hat sich bewahrheitet. Wenigstens die Verpackung hatte das FSC-Zeichen.

Warum allerdings das, blieb mir schleierhaft. Erstens war die Verpackung plastik-kaschiert und zweitens kriegte ich sie anweisungsgemäß nicht auf, riss daher ungeduldig daran und hatte den Sandwich unversehens auf dem Tisch liegen.

Und weil der Thunfisch - vermutlich ist Billa stolz auf die hohe Qualität seines Produkts - nicht zu einer Creme verarbeitet im Sandwich prangte, sondern als Filet, bröselten mindestens zehn Prozent des Fischs auf allen Seiten raus. Wie jemand das unfallfrei essen möchte, ist mir ein Rätsel.

Das nächste Mal nehme ich wieder eine Viertelstunde Gebrüll in Kauf und koche was.

5.11.19 22:54, kommentieren