Der Sparküche-Blog.

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21. Mai: Nudelsuppe, Blätterteigtaschen mit Mangoldfülle

Für die heutige Nudelsuppe verwende ich den Rest der Lammsuppe vom Sonntag. Den Teig für die Nudeln hab ich aus zwei kleinen Eiern, 15 Deka Mehl und 2 Esslöffeln Olivenöl schon geknetet, jetzt rastet er und wartet auf meinen Energieschub am Nachmittag.

Für die Fülle hab ich einen Becher blanchierten geschnittenen Mangold aufgetaut, den werde ich mit Schinkenresten, einem kleinen Ei, Salz und Gewürzen sowie ein bisschen Käse vermischen und Blätterteig-Stücke damit füllen. Ich hoffe ich denke dran, vom Eiklar ein bisserl aufzuheben, um die Tascherl damit bestreichen zu können.

Backen werde ich die Dinger bei 180 - 190 Grad Heißluft, bis sie goldgelb sind. In der Zwischenzeit werde ich eine Gurke schälen und hacheln und mit Salz und Rahm zu einer Art Tsatsiki vermengen, wobei ich auf die Minze verzichte. Auf den Knoblauch würde ich gerne nicht verzichten, vielleicht stelle ich für die Gästin eine nicht knoflierte Portion zur Seite. Falls sie Gurke und Rahm isst.

Und so haben wir Blätterteigtaschen mit Mangoldfülle und Tsatsiki. Als Nachspeise werde ich vermutlich Birnenkompott reichen. Weiß ich aber noch nicht.

21.5.19 07:21, kommentieren

20. Mai: Zucchinicremesuppe und Salatteller mit Gebäck

Lang ist die Liste der Dinge, die die neue Gästin nicht essen mag. Heute habe ich daher ziemlich neutrale Sachen auf den Tisch gestellt. Und alles kam weg.

Die Vorspeise war eine "normale" Zucchinicremesuppe: viel Zucchini, wenig Erdapfel, eine Knoblauchzehe, Salz. Gekocht, püriert, mit Milch verlängert.

Als Hauptspeise habe ich Salatteller individuell komponiert. Das Gastkind kriegte die einfachste Variante: Frischkäse vom Schaf und Kirschparadeiser. Das Kind und ich kriegten Blattsalat, Kirschparadeiser, Avocado, Frischkäse vom Schaf, Wachteleier und Sonnenblumenkerne. Die Gästin dasselbe ohne Wachteleier, sie mag keine Eier. (Leonie war nicht beleidigt. Sie durfte die Ration der Gästin essen. )

Dazu habe ich ein Körberl mit gemischtem Gebäck hingestellt sowie Apfelessig und Olivenöl.

Als Nachspeise spendierte ich uns Eismarillenknödel vom Tichy, lebensnotwendiger Vorrat im Tiefkühler

21.5.19 07:12, kommentieren

19. Mai: gebratenes Lamm mit Zeugs und gratinierter Spargel

Eine Wahnsinnskocherei heute, aber geschmeckt hats uns. Mittags hab ich meine Eltern eingeladen, und weil ich nicht sicher war, ob die neue Gästin auch mitessen wird, habe ich neben den zwei hinteren Lammstelzen auch einen Teil Schulter gekauft. Grad, dass noch alles ins Pfannderl gepasst hat. Es gab also gebratene Teile vom Lamm mit Petersilerdäpfeln, Kräuterbutter und Blattsalat. Das Gastkind kriegte Butterreis und Paradeiser. Nachher für alle ein Stück frisch gebackenen Marillenkuchen, und dann rasteten alle.

Das Lamm hab ich nur mit Salz gewürzt und kleine Rosmarinzweigerl und Zitronenscheiben draufgelegt. Ein paar Karotten, in Streifen geschnitten, kamen auch hinein. Zuerst hab ich alles eine Stunde lang im geschlossenen Bräter - ich will von der Bratfolie weg - bei 220 Grad Ober- und Unterhitze gebraten, dann den Deckel weggenommen und noch eine Dreiviertelstunde offen gebraten, dann aber nur mehr bei 200 Grad.

Derweil kochten die heurigen Erdäpfel - ein Ausnahmekauf, die kamen aus Marokko! - und wurden geschält, und aus dem Reinderl kam das Wasser und ins Reinderl kamen Butter, gehackter Petersil und Salz und die Erdäpfel. Das Kind hat sich dem Blattsalat gewidmet. Das wars auch schon.

 

Abends dann für die Gästin mitgekocht, und zwar: in dem Reinderl, wo wir die Erdäpfel verputzt hatten, hab ich mit einem gerettenen Suppengrün und ein paar Kräutern und Gewürzen von mir und einem der Lammknochen eine Suppe gekocht. Da kamen bei Tisch Backerbsen rein. 

Als Hauptspeise habe ich mir den letzten Teil vom Spargel gedacht, und zwar als gratinierten Spargel mit Erdäpfeln. Danach nur noch eine Banane.

Das hab ich ziemlich unprofessionell gekocht, muss ich zugeben. Ich hab nämlich in die kochende Suppe die Unterteile der geschälten Spargelstangen reingestellt und fünf Minuten mitkochen lassen. Dann hab ich sie nebeneinander in eine geölte Auflaufform gelegt und einen halben Becher glatt gerührten Rahm drauf verteilt, gesalzen und klein gewürfelten Käse und Schinkenreste drübergestreut. Die übrig gebliebene Bärlauchbutter von mittags hab ich drauf verteilt.

Das kam bei 180 Grad Heißluft für eine gute halbe Stunde ins Rohr, derweil waren die Erdäpfel gekocht und geschält und alles war gut. Die Gästin mag keinen Spargel (aber sie hat mir sonst auch noch eine ganze Liste an Dingen aufgezählt, die sie nicht isst, das wird wieder heiter werden in den kommenden Wochen) und hat sich nobel zurückgehalten, aber das Gastkind ist auf den Geschmack gekommen und hat normal mitgegessen und auch den Schinken nicht verschmäht.

Find ich gut.

1 Kommentar 19.5.19 19:51, kommentieren

17. und 18. Mai: Pasta all' Asparagus mit Blattsalat

Gestern haben wir Reste von der Hühnerleber gegessen, Reis habe ich neu dazu gedämpft. - Wobei: da ist doch was übrig geblieben vom Reis, wo ist eigentlich dieser Rest hin verschwunden?

Kein Wunder, dass es in meinem Kühlschrank stinkt. Ich hab den Überblick verloren. Seit einer Woche stinkts nach Fisch, ich hab schon dreimal das Gebiet gewischt, wo der Fisch von voriger Woche hin getropft haben könnte, allein es stinkt noch immer. Spätestens am Montag wird ein Aktionstag erfolgen müssen. (Und dann gehts wieder los mit der Verwertung von Fundstücken. )

Heute hab ich von einem Nachbarn unvermutet und kostenfrei ein Packerl Solospargel bekommen. Da haben wir dreimal Essen davon. Aus den Schalen und Abschnitten hab ich einen Sud gekocht, aus dem dann mit einem Erdapfel und den Spargelresten sowie dem Rest Brimsen-Sauce ein Supperl geworden ist. Das haben wir heute Abend mit Backerbsen gegessen.

Mittags hab ich zwei Portionen Hörnchen gekocht und von fünf Spargeln die schönen Stücke in wenig Salzwasser gedünstet und dann einen Rest Obers und auch Käse-Sauce dazugetan. Ein Hauch Pfeffer drüber, ein Gmachtl aus Wasser und Maisstärke zum Binden, und fertig war das Mittagessen - weil das Kind inzwischen den Salat gewaschen, zerzupft, auf zwei Schüsseln verteilt und mit Balsamico beträufelt hat.

Pasta mit Spargel in Käsesauce und Blattsalat also, das war etwas für das vegetarische Gastkind.

Die restlichen Spargeln werde ich morgen Abend gratinieren.

18.5.19 18:42, kommentieren

16. Mai: Hühnerleber nach Art des Hauses mit Reis

Zuallererst eine Erfolgsmeldung: die Kohlrabicremesuppe mit Brimsen ist bei den Kindern unvermutet gut angekommen. Ich hab noch ein bisserl was von der Brimsen-Obers-Mischung, da werde ich morgen gleich noch einmal eine Suppe ausprobieren.

Mittags gabs heute Hühnerleber nach Art des Hauses mit Reis. Die habe ich länger nimmer gemacht und mich schon richtig drauf gefreut.

Ich hab in dem Restschmalz von gestern in der Handgeschmiedeten erst die Leber beidseitig angebraten, dann rausgenommen, Olivenöl zugegossen und eine Handvoll geschnittenen Zwiebel und ein paar halbierte Kirschparadeiser gebraten. Dann kamen zwei klein gewürfelte geschälte Äpfel dazu und Salz und zerzupfter Rosmarin.

Nach ein paar Minuten hab ich mit einem Glas gekochte Paradeiser aufgegossen, umgerührt, die Leber wieder reingelegt und alles einige Minuten köcheln lassen. 

Parallel dazu habe ich zwei Portionen Reis gedämpft, von dem nix übrig geblieben ist. Von der Leber aber wohl, das werden das Gastkind und ich morgen als Mittagessen verzwicken, da gibts wieder neuen Reis dazu.

16.5.19 17:53, kommentieren

Sopherl: Speck-Nockerl mit Käsesauce und Salat

Heute hat das Gastkind mittags derart viel in sich hineingeschaufelt, dass es anschließend kaum noch den Weg vom Tisch zur Bettbank schaffte. Jetzt ruht es und verdaut. Das Essen war aber auch wohlschmeckend: Speck-Nockerl mit Käsesauce und Salat habe ich gezaubert, nachdem wir von einem anstrengenden Vormittag nach Hause gekommen waren.

In der Handgeschmiedeten habe ich einen Löffel Schmalz zerlassen und ein paar Deka Speck drin gebraten - kein guter Tag heute fürs Kalorienzählen! - und dann die Nockerl von gestern reingegeben. Die waren, ehrlich gesagt, schon teilweise verklebt, aber ich hab die Masse so gut es ging zerkleinert und unter Rühren erhitzt.

Derweil habe ich im Reinderl nebenan fast einen halben Becher Obers erhitzt und den bereits heute früh aus dem Tiefkühler gezogenen Brimsen (etwa 15 Deka) dazugetan und unter Rühren drin aufgelöst. 

Dem Kind hab ich zweieinhalb Paradeiser klein geschnitten, die restlichen eineinhalb sowie ein bisserl Blattsalat hab ich für mich mit Balsamico mariniert. Jetzt wirds echt Zeit, dass ich zum Nachkaufen komme.

Die übrig gebliebene Käsesauce werde ich morgen mit Kohlrabi aus dem Tiefkühler, einem Erdapfel und dem Nockerl-Kochwasser zu einer Suppe ausbauen.

Den gestrigen Rindfleischsalat durfte ich ganz alleine essen, übrigens. Er war köstlich. 

15.5.19 12:05, kommentieren

13. und 14. Mai: Fast Food und Rindfleisch mit Gemüse und Nockerln

Gestern waren wir am Vormittag länger unterwegs als gedacht. Dann wollte ich dem Gastkind mein Lieblings-Running-Sushi präsentieren, allein dieses hat wegen Umstrukturierung geschlossen.

Blieb uns nix anderes übrig, als beim neuen Lieblings-Kebab-Standl (weil der alte Liebling ebenfalls geschlossen hat, leider) eine Kebab-Box mit Reis zu erstehen. Wider Erwarten hat das Gastkind ordentlich zugegriffen, auch beim Salat.

Für den Abend hab ich einen Behälter aus dem Tiefkühler geholt, der mit "Rindsuppe mit eineinhalb Portionen Rindfleisch" beschriftet war. Die Suppe hab ich uns gestern erhitzt und mit Backerbsen bereichert, was den Kindern sehr gefallen hat.

Vom Rindfleisch werden wir einen Teil heute mit Gemüse als Mittagessen haben, vermutlich werde ich Nockerl dazu machen (mehr als benötigt, wenn ich schon dabei bin; für den Rest mache ich morgen hoffentlich eine Brimsen-Sauce und gebratenen Speck). Für die Nockerln rühre ich aus Mehl, etwas Milch und Ei sowie Salz einen zähflüssigen Teig, den ich durchs Nockerlblech in siedendes Salzwasser schabe. Und hoffentlich rechtzeitig wieder rausfische, bevor die Dinger zerfallen.

Den Rest vom Rindfleisch werde ich klein schneiden und mit ein paar Esslöffeln Gemüsewürfeln (gekocht, in der Suppe für heute Abend, deren Basis übrigens das Kochwasser von den Käseknöderln vom Sonntag ist, die uns ganz wunderbar geschmeckt haben) und gekochten Erbsen sowie einem Plurps Mayonnaise und vielleicht wenig Curry verrühren, das ganze Rindfleischsalat nennen und mit Gebäck zum Abendessen servieren. Eh nur eine Kostprobe für jeden.

Gestern Abend hab ich eine Avocado zerdrückt, gesalzen und mit einem Spritzer Zitronensaft zu einer Paste vergatscht und mit Brot auf den Tisch gestellt. Das Kind hat heldenhaft davon gegessen, aber das Gastkind hat mich angeschaut, als hätte ich ihm gebratene Schuhsohlen angedient.

Musste es das Brot leider trocken essen.

Die Sache ist die: wir haben noch eine Aavocado im Kühlschrank. Ich glaube, die werde ich exklusiv für mich haben.

14.5.19 08:27, kommentieren

Muttertag ...

... und das Kind paniert den Kabeljau. Es wird immer selbständiger, jetzt verquirlt es auch die Eier schon ohne meine Hilfe. Für mich blieb nur der Salat zu machen: Blätter waschen und zerzupfen, die letzten sechs Kirschparadeiser halbieren, das einzige Radieschen detto, und dann über den Salat Wiener Marinade zu gießen. Und den Tisch hab ich gedeckt.

Damit auch die Nachspeise unanstrengend bleibt, habe ich gestern schon einen Becher mit Weihnachtskeksen aufgetaut.

So haben wir heute gebackenen Kabeljau mit Blattsalat. Ich freu mich schon!

Aus den Resten von Mehl, Eiern und Bröseln werde ich wieder versuchen, kleine Knöderl zu formen und zu kochen, damit sie uns als Einlage für die abendliche Spargelcremesuppe dienen können.

Außerdem habe ich am Vormittag - ich hatte ja Zeit! - aus 25 Deka Mehl, 1/2 Packerl Backpulver, 14 Deka kalter Butter, einem Ei und 5 Deka Zucker rasch einen Mürbteig geknetet. Der rastet im Kühlschrank.

Am Nachmittag wird sich das Kind bereiterklären, die von mir geschälten und geviertelten Äpfeln durch die Reibe zu drücken, damit ich einen Apfelkuchen damit machen kann. Die Äpfel hab ich gestern gerettet, ich werde sie zuckern und mit Zimt anreichern. Vom Teig drücke ich zwei Drittel in eine Form, aus dem restlichen Drittel forme ich dünne Rollen, die ich über die auf dem Teig verteilten Äpfeln in Gitterform anbringe.

Leider schmeckt dieser Kuchen am besten, wenn er - fertig gebacken natürlich - zwei bis drei Tage geruht hat. Wir werden uns also gedulden müssen.

12.5.19 11:04, kommentieren

11. Mai: Nudeln mit Mangoldgemüse und Parmesan. Kein Blattsalat. (Warum eigentlich nicht?)

Wir haben wieder ein Gastkind. Ein süßer Schnuckel, der sich gestern bei uns nur von Obst und Weißbrot ernährte. Für das heutige Mittagessen hab ich eine Portion Teigwaren, Hörnchen sind immer noch da, gekocht und die eine Portion blanchierten gehackten Mangold, die noch im Kühlschrank lagerte, mit Milch, Salz und Gewürzmischung aufgekocht, ein bisserl Mehl drübergestäubt und eindicken lassen. Jetzt sind nur noch die ganzen Mangoldblätter da, und ich befürchte, die werde ich tatsächlich den Hendln überantworten müssen.

Ich glaube nicht, dass der Schnuckel morgen Mangoldpackerl essen wird, der hat schon um das heutige Gemüse erfolgreich drum rum gegessen. Und außerdem hab ich mir für den Muttertag gebackenen Fisch gewünscht. Mit Blattsalat. Und da passen beim besten Willen keine Mangoldpackerl dazu.

Aber heute hatten wir immerhin Nudeln mit Mangoldgemüse und Parmesan.

11.5.19 11:34, kommentieren

10. Mai: Blätterteigtascherl mit Mangold-Schinken-Fülle. Und Blattsalat.

Vorgestern hab ich einen verbilligten Blätterteig gekauft. Den musste ich heute wegkriegen, sonst hätte der von selbst die Flucht ergriffen. Also hab ich einen Teil vom Mangold, gut, dass wir immer welchen haben, mit einer Scheibe Schinken, etwas geriebenem Parmesan und dem kleinsten vorhandenen Ei - von der neuen Henne - sowie Salz und Gewürzmischung zu einer Fülle gerührt. Einen Teil vom Eiklar hab ich aufgehoben.

Den Blätterteig hab ich in Streifen geschnitten, auf eine Seite zwei Löffel Fülle gegeben, die andere Hälfte drübergeklappt und gut verschlossen. Den letzten Streifen hab ich zweigeteilt und mit Orangenmarmelade gefüllt. Was eine schlechte Idee war, weil die Marmelade ungeniert ausgeronnen ist.

Jedenfalls hatte ich dann vier große und zwei kleine Tascherl auf dem Blech, die hab ich mit dem Rest vom Eiklar bestrichen und dann im Rohr bei 180 Grad Heißluft eine knappe halbe Stunde gebacken. Da war genug Zeit, um ein Schüsserl Blattsalat zu zerzupfen, einen Klacks Rahm glattzurühren und draufzupatzen, Fleur de Sel und Harissa drüberzustreuen und das ganze mit fünf Schnittlauchblüten zu dekorieren.

So konnte ich mich über Blätterteigtascherl mit Mangold-Schinken-Fülle und Blattsalat freuen. Die restlichen Tascherl haben wir zum Abendessen verzwickt. Vorher gabs am Abend eine Mangoldcremesuppe mit eher mehr Milch (zuviel davon vorrätig).

11.5.19 11:28, kommentieren

9. Mai: Knoblauchcremesuppe und Salatteller mit Gebäck

Rapid-Fans hätten heute ihre Freude an meiner Küche: alles grün-weiß. Das Regenwetter hat mich dazu gezwungen, die gestrige Ernte zu verarbeiten. Zum Glück hab ich die Hälfte vom Mangold und der Dille einem Nachbarn anhängen können, sonst wäre ich noch immer nicht fertig.

Weil die Psychologinnen sagen, man soll mit einer einfachen Arbeit beginnen (in amerikanischen Konzernen sagen sie Quick Hit dazu), hab ich ein paar junge Knoblauchpflanzen geputzt, die grünen Spitzen abgeschnitten und den Rest im Kühlschrank verstaut, für demnächst.

Aus den grünen Teilen hab ich mit zwei Erdäpfeln, Salz und einer Handvoll gewürfeltem Wurzelgemüse (die Hälfte vom Packerl ist schon weg!) eine Knoblauchcremesuppe geköchelt. Ein kleines Speckschwarterl hab ich auch mitgekocht und vor dem Pürieren rausgenommen (und den Hendln klein geschnitten). Da kommt vorm Essen noch ein Rest Obers dazu. Die Suppe reicht für den Abend auch noch, ich hoffe sie schmeckt auch hinreichend gut, damit ich mir allfälliges Gemotschgere nicht zweimal anhören muss.

Das nächste war die Dille, die ich gestern ausgerissen habe (sie war im Weg, dort müssen die Roten Rüben hin). Die Wurzeln stehen im Wasser, ich möchte versuchen sie ins Frühbeet zu setzen. Sobald ich dort nicht mehr hinschwimmen muss. Die Dille hab ich von den Stängeln gezupft und geschnitten und wieder im Becher eingefroren. Einen Teil hab ich gewässert und werde ich in den kommenden Tagen frisch verbrauchen. Sag ich jetzt einmal.

Der Mangold wurde verlesen und gewaschen. Ich war ziemlich wählerisch - kein Wunder, ich hab ja auch noch zehn oder elf Päckchen blanchierten Mangold im Tiefkühler. Trotzdem fällt mir das Wegschmeißen so schwer. Zum Glück isst das Kind auch Mangoldcremesuppe.

Jedenfalls hab ich den Großteil blanchiert und gehackt. Die größten Blätter habe ich im ganzen blanchiert. Die hebe ich auf und schaue, ob wir vielleicht in den nächsten paar Tagen Lust auf Mangoldpäckchen haben. Falls nicht, haben die Hendln Abwechslung beim Futter.

Ein paar Stängel hab ich essfertig gekocht. Die kommen auf den heutigen Salatteller mit Gebäck. Dass dessen Zutatenliste heute so lang ist, liegt daran, dass ich wieder ein paar Restln loswerden wollte. Auf den Tellern wird also landen: Salatblätter in zwei Sorten, für mich zusätzlich Asia-Salate. Jeweils ein Radieschen. Ein paar Kressesprossen. Die letzten Pistazien aus Barcelona. Ein paar Basilikum-Blätter. Einige halbierte Kirschparadeiser. Und eben die Mangoldstiele. Der nahrhafte Teil besteht aus jeweils drei Garnelen und zwei Wachtel-Spiegeleiern mit Speck. Dann wird der letzte Balsamico drübergeträufelt, das Kind wird vielleicht Kernöl brauchen. Hoffentlich nicht. Dazu gibts Sonnenblumenweckerl.

2 Kommentare 9.5.19 10:52, kommentieren

8. Mai: gebratene Schwammerl mit Reis und Garnelensauce. Und Blattsalat.

Köstlich war das heute. Als Nachspeise verzwitschere ich gerade ein Glas Waldmeister-Saft - das erste Jahr seit langem, dass ich den beim Blühen erwischt und gleich, zusammen mit Orangen, einen Sirup angesetzt habe.

Fürs Mittagessen hatte ich gestern schon eine Packung Kräuterseitlinge (15 Deka) erstanden. Die habe ich heute zu gebratenen Schwammerln mit Reis und Garnelensauce mit Blattsalat verarbeitet.

Erst hab ich die halbierten Schwammerl in wenig Butter im beschichteten Reinderl beidseitig gebraten - eine ganz junge kleine Knoblauchpflanze hab ich mitgebraten -, nach ein paar Minuten gesalzen und mit ein paar Esslöffeln Obers aufgegossen. Während der wieder verkocht ist, hab ich ein Achterl Garnelenfond mit einem Teelöffel Maisstärke glatt gerührt und dann zu den Schwammerln gegossen, einmal aufkochen lassen und dann alles auf einen Teller geleert.

Ins Reinderl hab ich einen Schluck Wasser gegossen und damit den Saucen-Film gelöst und darin dann den Reis kurz erwärmt.

Der Fond ist mir von gestern übrig geblieben. Ich hab das wieder so gemacht wie letztens: zuerst die Garnelen samt Schale kochen, auskühlen lassen, schälen und die Schalen im Kochwasser nochmals ordentlich auskochen. Davon hab ich drei Becher eingefroren, und das Achterl war zuviel, also hab ich es in den Kühlschrank gestellt.

Den Reis hab ich zusammengegessen. Wäre ein Rest geblieben, hätte ich für heute Abend eine Paradeiscremesuppe gekocht und den Reis als Einlage reingebröselt. So aber hab ich zwei von den Schwammerln aufgehoben, mit denen werde ich später eine Erdäpfelcremesuppe mit Schwammerln komponieren.

8.5.19 12:33, kommentieren

7. Mai: wieder kein Blattsalat. Dafür Mangoldgemüse mit Reis und Blauschimmelkäse.

Heute wieder zweigeteiltes Kochen. In der Früh hab ich wieder klein gewürfeltes Wurzelgemüse entnommen und gemeinsam mit einem zerkleinerten mehligen Erdapfel, einem halben getrockneten Paradeiser, Salz, Knoblauch und einem Lorbeerblatt weich gekocht und anschließend - ohne Lorbeerblatt - püriert. Das ergab am Abend mit Obers eine feine Suppe, garniert mit Kresse aus dem Hochbeet.

Außerdem hab ich eine Portion blanchierten gehackten Mangold aufgetaut. Mittags hab ich den dann mit sehr wenig Wasser, Salz und Harissa geköchelt, hab Obers zugegossen und ein bisserl Mehl drübergestäubt, noch ein bisserl geköchelt und auf einen Teller gegeben, wo wieder ein Teil vom Reis drauf war. Und den Rest vom Blauschimmelkäse hab ich wie angekündigt auf den heißen Mangold gegeben: es war köstlich. Wenn man Mangoldgemüse mit Reis und Blauschimmelkäse halt mag.

Im Supermarkt waren heute wieder die Riesengarnelen verbilligt. Ich hab ein Dutzend genommen und nach dem Heimkommen gleich gekocht. Wenn sie ausgekühlt sind, schäle ich sie und friere sie in zwei Portionen ein. Die erste Portion gibt es gleich am Donnerstag. Da stelle ich uns einen Salatteller hin mit Gebäck und eben drei Garnelen für jeden.

7.5.19 17:57, kommentieren