Der Sparküche-Blog.

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16. November: Frankfurter mit Bärlauch-Erdäpfeln und Chutney

Weil wir am Vormittag unterwegs waren und mir klar war, dass uns beim Heimkommen der Hunger plagen würde, habe ich in der Früh schon ein paar kleinere speckige Erdäpfel gekocht, geschält und in Stücke geteilt. Außerdem habe ich drei Scheiberl von der selbst gemachten Bärlauchbutter ins Reinderl getan und dorthin die Erdäpfel verfrachtet.

Mittags habe ich dann die Frankfurter (von der Pute) ins heiße Wasser getan und die Erdäpfel leicht gesalzen und erwärmt.

Zu diesen Frankfurtern mit Bärlauch-Erdäpfeln haben wir das Chutney von E weitergegessen, und außerdem je einen Löffel vom Rettich in Balsamico, den ich bei meiner letzten Expedition in den Keller wiederentdeckt habe. Sehr herb, das ganze, aber das Glas ist zum Glück nicht groß.

Vorher gab es eine Selleriecremesuppe mit eher wenig Sellerie und viel Milch. Ich kann mich grad nicht überwinden, das geerntete Gemüse zu verarbeiten, aber gestern hab ich immerhin zwei Packerl Suppengrün eingefroren, und den "Abfall" vom Sellerie, nämlich die kurzen dicken Wurzeln, die normal immer weggeschnitten werden, hab ich gemeinsam mit einem Erdapfel zu einer Suppe verwertet.

Morgen ist auch noch ein Tag.

Wobei, SuppenGRÜN ist diesmal wörtlich zu nehmen. Das Kind hat wieder Kräuter fürs zukünftige Kräutersalz zum Trocknen vorbereitet, und die Stengel (Petersil und Fenchel) hab ich gleich dazugegeben, außerdem ein paar Schlotten vom Heckenzwiebel, der eh nimmer lang leben wird, jetzt in der Kälte. Vom Sellerie hab ich auch die jungen Blätter dazugegeben, und Karotten habe ich nur wenige. So sind es tatsächlich ziemlich grüne Packerl geworden.

1 Kommentar 16.11.18 15:35, kommentieren

Heiliger Leopold: Mangoldpackerl Variante 11 auf Paradeissauce

Vorgestern habe ich einen Dreitagestopf an Kürbiscremesuppe geköchelt, davon haben wir heute den Rest gegessen.

Weil das Kind schulfrei hat, habe ich sechs Mangoldpackerl auf Paradeissauce in den Ofen geschoben. Nachtisch brauchte es keinen, weil wir am Nachmittag Milchzahn-Ausfall-Tortenessen hatten - unsere Alternative zur Zahnfee.

Die Fülle für die heutigen Mangoldpackerl bestand aus dem Rest der gestrigen Polenta, einem Ei, einem Löffel Haferflocken, zwei Löffeln geriebenem Pecorino und etwas Salz. Und, weil immer noch soviel vom Hokkaido da ist, drei Löffel fein geraspeltem Kürbis.

Beim Ausfertigen war ich leider kurzfristig abgelenkt, wodurch ich völlig vergessen habe, die Paradeiser in der Auflaufform zu würzen. Das Salz ist uns nicht abgegangen, aber der Zucker sehr wohl. Hui, das war diesmal eine saure Angelegenheit!

Weil das Rohr schon mal heiß war, hab ich die Gelegenheit ergriffen und einen kleinen Schoko-Nuss-Guglhupf nachgeschoben. 

Wodurch sich die Verarbeitung des Gemüses nicht ganz ausgegangen ist. Aber man kann nicht alles haben. Und da muss eine dann Prioritäten setzen.

15.11.18 17:47, kommentieren

13. und 14. November: Polenta mit Gemüse und Chutney

Heute sind wir beim Türken eingefallen und haben eine warme Vorspeisenplatte verarbeitet, bevor wir uns über Milchreis bzw. Tiramisu hermachten.

Gestern habe ich uns Polenta mit Gemüse und Chutney serviert, das uns sehr gemundet hat: nix übrig geblieben. Also vom Chutney schon, natürlich, das war ein frisch aufgemachtes Glas von E, das wir verkosteten. Sehr schmackhaft!

Während die Polenta vorschriftsgemäß (allerdings um einen Schuss Obers bereichert) vor sich hin köchelte bzw. quoll, habe ich das Gemüse zubereitet. Nämlich hab ich in Öl erst ein halbes geschnittenes Zwiebelhapperl glasig gedünstet, dann eine zerkleinerte Karotte dazu, einen Schnitz Kürbis, in dünne Scheiberl geschnitten, und ein paar Kirschparadeiser halbiert und dazugegeben. Salz dazu, und zwei Schluck Wasser, und noch einige Minuten gebraten, und fertig wars.

Danach musste es ein Joghurt mit Marmelade sein, und davor ein Supperl.

15.11.18 17:39, kommentieren

11. und 12. November: Kürbispfanne mit Huhn und Couscous

Gestern haben wir uns vom Heurigenwirten verwöhnen lassen. Abends hätte ich was vorbereitet, aber ich hätte es mir denken können: nach dem Martinsumzug haben sich die Kinder derart mit Süßkram vollgestopft - also: nicht nur die Kinder, natürlich -, dass sie daheim genau nix mehr aßen außer einem Käsebrot.

Auch gut.

Heute habe ich erstens in die Hühnersuppe, die gestern nicht weggekommen ist, eine Handvoll Suppennudeln eingekocht. Zweitens habe ich ein halbes Zwiebelhapperl grob geschnitten und in Öl glasig gedünstet. Derweil habe ich aus dem größeren vorrätigen Hokkaido ein Eck herausgeschnitzt und dieses mit dem Sparschäler fein gehobelt und in die Pfanne mit dem Zwiebel gegeben. Einige Minuten mitgebraten, gesalzen und weitergerührt.

Das ganze war bald durch, und als ichs vom Herd genommen habe, hab ich das Hendlfleisch von der Suppe zerkleinert und unter den Kürbis gemischt. Parallel zu der ganzen Aktion hab ich eine Portion Couscous zubereitet, auf die einfache Art. Und bei Tisch hab ich mir zu meiner Kürbispfanne mit Huhn und Couscous noch das ungarische Teufelszeugs gegönnt.

12.11.18 12:07, kommentieren

10. November: Hühnersuppe und Kaiserschmarrn mit Apfelmus

Gestern im Supermarkt ist es mir tatsächlich gelungen, Bio-Hendlrücken zu erwerben. Natürlich im Supermarkt-Pack: sechs Stück. Erst wollte ich sie alle in den Topf schmeißen, dann bin ich draufgekommen, dass zwei davon für ein Supperl für uns auch genug sind. So konnte ich zwei Zweierpackerl einfrieren. Für Tage, an denen ich nicht aus dem Haus gehen und trotzdem was Gutes essen mag.

Natürlich hab ich auch einige Portionen Suppengrün eingefroren, und so musste ich zu dem Pasta-Kochwasser von gestern nur noch Wasser, Lorbeerblatt, ein Zweigerl Rosmarin und zwei Knoblauchzehen dazutun, und jetzt köchelt das Hühnersupperl für später. Vielleicht schaffe ich es sogar, selbstgemachte Nudeln einzukochen. Die Suppe wird uns aber auch ohne Einlage schmecken. Das Fleisch wird vermutlich am Montag in unserem Mittagessen vertreten sein.

Das Kind wünscht sich was Süßes. Palatschinken für drei Mäulchen zu backen ist aber kein Vergnügen, weil meines ganz sicher das letzte ist, das gefüllt wird. Und soweit geht mein Altruismus nun auch wieder nicht. 

Ich habe mich daher für einen Kaiserschmarren mit Apfelmus entschieden. Apfelmus gibts im Keller aus allen Jahrgängen; wird eh Zeit, dass wieder was weg kommt.

Und in den Keller muss ich sowieso, um ein leeres Einmachglas zu holen. Das Gastkind braucht eine Martinslaterne.

2 Kommentare 10.11.18 10:19, kommentieren

9. November: Öhrchen mit Sauce und Salat

Ich habe mich für ein Urlaubssouvenir entschieden: Orechiette in fünf Farben. Die kleinen Ohrwascheln aus Pasta müssen leider lange gekocht werden, was die Geduld des Gastkinds ordentlich auf die Probe stellte. Gottseidank verfügt das Kind über ein Teflongoscherl - anders kann ich mir die Tatsache, dass es die Speisen knallheiß runterschlingt, ohne den Eindruck von Schmerzen zu erwecken. Im Gegenteil, es sagt immer nach dem ersten Bissen: "Nicht heiß!"

Jedenfalls habe ich die Öhrchen weich gekocht und in der letzten Minute eine Portion blanchierter Karfiolroserl ins Wasser dazugeschmissen. Mir ist nämlich ein halber Karfiol zugefallen, der verwertet werden wollte. Also hab ich eine Suppe daraus gekocht und eben die überzähligen Roserl nur im Suppenwasser blanchiert und aufgehoben. Einige davon kamen dann auch als Einlage in die pürierte Suppe.

Dazu servierte ich den letzten Rest der African Coco, eine fette süß-scharfe Sauce mit einem leichten Hauch von Erdnuss. Die war richtig gut. Außerdem gab es Salat (Paradeiser und Gurken fürs Kind, für mich zusätzlich Blätter von Roter Rübe, Kapuzinerkresse und Radicchio), und nachher Apfelmus. Also Orechiette mit Sauce und Salat.

Von den fünf Öhrchenfarben konnte ich nur vier identifizieren; die Herkunft der ockergelben Exemplare haben sich mir nicht erschlossen. Die schwarzen waren hoffentlich mit Sepia gefärbt. Das Kochwasser hat so eine interessante Färbung, dass ich es unbedingt als Grundlage einer Suppe verwenden muss.

9.11.18 20:29, kommentieren

8. November: Bratwürstel mit Reis, Salat und Chutney

Natürlich ist vom Risotto gestern was übrig geblieben. Eigentlich wollte ich daraus Laibchen machen, aber dann sind wir zu spät heimgekommen. Ich hab den Reis einfach so in die Pfanne von gestern getan und mit etwas Wasser erwärmt. Die Lammbratwürstel sind in der Handgeschmiedeten, und als Salat hab ich einige bunte Restln aus dem Gemüsefach zusammengeschnitten. Dazu öffne ich vielleicht ein Glas Chutney, und schon ist das Mittagessen komplett.

Mit der Zucchinicremesuppe von gestern und einem Herzkeks für jeden als Goody.

8.11.18 12:08, kommentieren

6. und 7. November: Risotto mit gebratenen Melanzani

Gestern haben wir, das Gastkind und ich, beim Running Sushi à la carte zugeschlagen. Das Gastkind ist nicht wählerisch, und so sind wir beim Verkosten durchaus weit gekommen.

Heute habe ich mich aufgeschwungen und einen einfachen Risotto mit gebratenen Melanzani serviert. Dazu gabs geriebenen Pecorino und für mich das ungarische Teufelszeugs.

Also hab ich Wasser zum Kochen aufgesetzt und einen Rest Rundkornreis geröstet und dann mit eben diesem Wasser aufgegossen. Gesalzen habe ich auch. Umgerührt, Deckel drauf, schmurgeln lassen. Derweil drei Melanzani vor dem Tod vor Langeweile im Kühlschrank gerettet und geschält und gewürfelt.

Öl mit einer zerteilten Knoblauchzehe erhitzt, die Melanzani hineingegeben und einige Minuten gebraten, gewendet, gesalzen, weitergebraten, bis sie gut weich waren. Die hab ich dann bei Tisch über den Risotto im Teller gegeben.

Vorher gabs, weil mir ein Zucchino zugefallen war, die entsprechende Cremesuppe mit einem großen mehligen Erdapfel. Ein paar abgezupfte Petersilstängel habe ich auch mitgekocht. Die hab ich aber nicht mitpüriert.

Nachher musste ich noch einen Rest Joghurt zusammenkratzen und mit Marillenmarmelade zu Tisch bringen, denn ohne Nachspeise tuts das Gastkind nicht.

1 Kommentar 7.11.18 17:33, kommentieren

4. und 5. November: Kochsalat mit Erbsen, Braterdäpfel und Eierspeis

Gestern haben wir beim Schiefen Giebel (schiefer-giebel.at) das wienweit beste Gansl geschlemmt und nachher noch einen Schoko-Birnenkuchen, bis wir uns alle nimmer rühren konnten. Entsprechend kurz fiel der Nachmittagsspaziergang aus.

Dafür war das heutige Mittagmahl umso frugaler: Kochsalat mit Erbsen, dazu Braterdäpfel und Eierspeis von einem Ei für das Gastkind und mich.

Erst habe ich den Kochsalat aufgetaut. Der entsteht bei meiner Mutter dadurch, dass wir immer viel zuviel Blattsalat auf dem Gemüsebeet (und auch sonst zwischendurch; wo er halt von selber aussamt) haben. Bevor die überzähligen Happerln alle austreiben, erbarmt meine Mutter sich und kocht und püriert die Blätter. 

Ein solches Packerl hab ich heute aus dem Tiefkühler genommen und gemeinsam mit einer Handvoll Erbsen aufgetaut. Dann hab ich sechs kleine Erdäpfel gedämpft. Derweil hab ich das Gemüse erhitzt und mit Salz und Pfeffer gewürzt und mit einem Gmachtl aus einem Teelöffel Speisestärke und etwas kaltem Wasser gebunden. 

Jetzt noch die Erdäpfel schälen und parallel dazu die Suppe von vorgestern erhitzen. Die zerteilten Erdäpfel kamen in eine Pfanne mit Öl, wurden gesalzen und allseits angebraten. Nach einigen Minuten hab ich den Herd abgedreht, die Erdäpfel auf eine Seite geschoben und in der anderen Hälfte mit der Restwärme ein verquirltes Ei stocken lassen.

Als ich dem Gastkind einen Löffel Gemüse antragen wollte, winkte es ab und meinte: Ich mag nicht das, ich mag das gute. Es hat aber dann trotzdem zwei Esslöffel davon gegessen.

Für den Abend habe ich eine Fenchelcremesuppe geplant, von einem meiner Mini-Pflänzchen von der Terrasse und einem mehligen Erdapfel. Und etwas Obers.

1 Kommentar 5.11.18 11:31, kommentieren

3. November: Mangoldnockerl mit Mangoldstielen in Bechamelsauce

Langsam erreicht meine Restlverwertung ihren Höhepunkt, fürchte ich. Die von gestern übrig gebliebenen Nockerl habe ich in Butter nochmals angebraten und als Beilage zum Gemüse serviert.

Dieses habe ich aus den gestern ebenfalls blanchierten Mangoldstielen fabriziert, die ich in eine Bechamelsauce gegeben habe.

Die Kinder waren unüblich schnell satt, aber wenigstens gab es kein Gemeckere zu meinen Mangoldnockerl mit Mangoldstielen in Bechamelsauce.

Um dem Fass die Krone aufzusetzen, habe ich das Nockerl-Kochwasser von gestern nachgesalzen, mit Zitronenpfeffer, gehacktem Petersil und Gewürzmischung traktiert und als abendliche Suppe serviert. Bei Tisch haben wir uns geriebenen Pecorino auf die Suppe gestreut. Wenn er schon mal da war, der Pecorino.

Aber wenigstens haben wir auch Kekse gebacken, die Kinder durften - für mich völlig unüblich - beim Ausstechen helfen. Mehr als zwei Stück pro Nase durften aber nicht verkostet werden; die Dinger sollen uns den Martinsumzug nächste Woche versüßen ...

3.11.18 22:02, kommentieren

Allerseelen: Mangoldnockerl mit Salat

Der heutige Tag hat mir erstens eine Unterschrift gegen die Auswirkungen der neuen Wiener Marktordnung und zweitens Mangoldnockerl mit Pecorino und Salat abverlangt. Ist ja auch wirklich zu blöd, dass es in Zukunft keine Bauernmarktstandln mehr geben soll, nur weil sich ein paar Bürokraten eine tägliche Kernöffnungszeit ausgedacht haben. So ein Schwachsinn. Und dann noch nicht einmal von der rechten Österreich-Regierung, sondern von der nicht-mehr-linken Wiener Stadtregierung. Es ist zum Narrischwern.

Trotzdem: die Nockerln. Ich habe mir einen Bund Mangoldblätter aus dem elterlichen Gemüsebeet bringen lassen und habe die Stengel und die Blätter getrennt blanchiert. Die Stengel habe ich klein geschnitten, die kommen morgen dran. Heute habe ich von den Blättern eine Handvoll genommen, fein geschnitten und mit zwei Eiern und Salz mit dem Pürierstab traktiert. Und dabei seine Grenzen erkannt. Der braucht demnächst ein Service vom RUSZ.

Dazu kam ein gutes Vierterl Milch und dann hinreichend Mehl, um einen zähen Nockerlteig zu kriegen. Den habe ich in möglichst keinen Tropfen in kochendes Salzwasser plumpsen lassen und die Nockerl, wenn sie aufgestiegen sind, rausgeschöpft in eine Schüssel. Drüber haben wir bei Tisch geriebenen Pecorino gestreut, den ich unlängst im Tiefkühler wiederentdeckt habe. Und den Rest von den Paradeisern und Gurken, über die das Kind Oma-Marinade gegossen hatte, gegessen. (Glatt gerührter Rahm mit Salz wäre die Alternative gewesen.)

Vorher haben wir eine Art Suppe gehabt, die ich aus den restlichen Petersilerdäpfeln gemacht habe, indem ich sie mit einer Gabel zerdrückt und mit dem Kochwasser der gestrigen Veggie-Würstel aufgegossen habe. Salz dazu, und fertig.

Die restlichen Nockerl werden wir übrigens auch morgen essen. Wäre ja schade drum.

1 Kommentar 2.11.18 12:59, kommentieren

Allerheiligen: Bauchfleisch mit Trallala

Zum heutigen Feiertag habe ich schon gestern früh ein Stück Bauchfleisch aus dem Tiefkühler genommen, von Labonca natürlich. Das habe ich heute mit mitgebratenen Erdäpfeln, Petersilerdäpfeln und Salat serviert. Das schweinefleischlose Gastkind kriegte vegane Weißwürste und war auch sehr zufrieden.

Erst hab ich das Fleisch kopfüber, also mit der Schwarte nach unten, in zwei Zentimeter hohem Wasser gekocht und abkühlen lassen. Dadurch hat sich die Schwarte leichter einschneiden lassen. Das hab ich dann getan, das Bauchfleisch rundum mit Salz eingerieben, in die Schlitze gehackten Knoblauch gestopft und Kümmel drübergestreut.

Gemeinsam mit vier großen geschälten speckigen Erdäpfeln kam das Ding in die Bratfolie und dann ins Rohr. Die erste halbe Stunde vergönnte ich dem Trumm 190 Grad Ober- und Unterhitze, dann hab ich auf 160 Grad runtergeschaltet und es noch fast eineinhalb weitere Stunden im Rohr belassen.

In der Zwischenzeit hab ich das Kochwasser mit Pastinake, den Knoblauchresten und einem Erdapfel sowie Salz, Lorbeerblatt, Petersilstängeln und Rosmarin zu einem Supperl verkocht, es püriert und mit Milch verlängert und dann eingefroren. Nix für das Gastkind, leider.

Außerdem hab ich die Petersilerdäpfel gemacht, den Eissalat, eine Schüssel mit Paradeisstücken und gehobelten Gurken. Das Glas Chutney, das ich auch auf den Tisch stellte, blieb ungeöffnet. Wir haben aber sonst so gut wie nix übrig gelassen. Wie immer bei Bauchfleisch mit Trallala.

Suppe und Nachspeise sind entfallen. Aber ich habe die Gäste dazu gebracht, mir beim Abzupfen der Uhudler-Trauben behilflich zu sein, während ich die Äpfel für den Saft schnitt. Und von beidem wurde dann doch beträchtlich genascht.

1.11.18 14:04, kommentieren

Weltspartag: Krautfleckerl

Heute haben wir uns den ultimativen Sparküchen-Luxus geleistet: Krautfleckerl mit selbstgemachten Fleckerl und Kraut aus dem eigenen Gemüsebeet.

Von der Menge her war das Kraut eine Enttäuschung, aber da folge ich dem Geheimnis der Tante Jolesch, deren Krautfleckerl auch legendär gut schmeckten. Weil sie immer um einen Tick zu wenig davon gemacht hat.

Das erste war der Nudelteig, den ich aus zwei Eiern, 20 Deka Mehl und einem Esslöffel Olivenöl, vom guten, geknetet habe. Während der gerastet hat, hab ich einige Esslöffel Öl im beschichteten Reinderl erhitzt und dortselbst das restliche halbe Zwiebelhapperl von gestern, fein geschnitten, glasig gedünstet. In der Zwischenzeit habe ich mich dem Kraut gewidmet und es ebenfalls fein geschnitten, ins Reinderl gegeben und mitgeröstet, bis es braun war. (Das kann schon 15 bis 20 Minuten dauern. Nur nicht die Geduld verlieren. )

Dann wurde es mit Salz, Zucker und Pfeffer gewürzt, nochmals gut durchgerührt und stehen lassen. Jetzt wars Zeit, den Nudelteig dünnst auszurollen und in kleine Vierecke zu schneiden. Ein bisserl was vom Teig hab ich dann auch auf Suppennudeln geschnitten, die trocknen noch bis morgen.

Die Fleckerl habe ich in Salzwasser gekocht und, ohne Wasser natürlich, zum Kraut gegeben, alles durchgerührt und bei Tisch noch mit Pfeffer nachgewürzt. Sehr köstlich, das.

Apropos Weltspartag: in Wien gibts tatsächlich ein Weltspartag-Museum. Ähnlich selten wie der Tag selbst sind auch die Öffnungszeiten, aber ich hab fest vor, hinzugehen und mir die Spargeschenke der letzten 60+ Jahre anzusehen ...

2 Kommentare 31.10.18 18:20, kommentieren