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16: April: Hühnersuppe mit Nudeln, Chili con carne mit Polenta, Bratapfel

Weil ich mir eingebildet habe, unbedingt ein Chili con carne mit Polenta kochen zu müssen, bin ich heute über meinen Schatten gesprungen und habe einen roten Paprika (immerhin aus Österreich) und ein Glas Zuckermais erstanden. Beides sonst nicht in meinem Warenkorb. Apropos Warenkorb. An alle HerstellerInnen von glutenfreien Teigwaren: eine Suppeneinlage wäre fein! Ich hab heute wieder Spaghetti in Kleinteile zerbröselt, um die dann in der Suppe einzukochen. Oder flaniere ich nur im falschen Supermarkt?

Heute musste ich tatsächlich einen gedanklichen Plan erstellen fürs Kochen. In der Früh hab ich die roten Bohnen eingeweicht, um vier Uhr nachmittags die Dinger für knapp eine Stunde gekocht. Um fünf hab ich erstens die Hühnersuppe aufgetaut, mit Wasser verlängert und nachgesalzen und ein paar Spaghetti hineingebröselt und gekocht.

Die hab ich dann zur Seite gestellt und das beschichtete Reinderl erhitzt, 15 Deka Maisgrieß kurz geröstet und mit fast einem dreiviertel Liter heißem Wasser und einem Schuss Obers aufgegossen, gesalzen, die Hitze reduziert und den Maisgrieß 20 Minuten köcheln und danach fast ebenso lange ausquellen lassen.

Außerdem hab ich um fünf den Boden eines Reinderls mit Sonnenblumenöl bedeckt und ein großes geschnittenes Zwiebelhapperl drin angebraten, 30 Deka Hühnerfaschiertes dazugegeben und weitergebraten und derweil gewürzt, mit Salz, Pfeffer, Oregano und Kreuzkümmel. Den Chili hab ich mir erspart, wegen des Kinds, dafür hab ich das Glas mit der ungarischen Chilipaste auf den Tisch gestellt, zum Selberschärfen.

Das Fleisch hab ich dann mit einem Dreiviertelliter passierten Paradeisern aufgegossen, zwei Drittel von dem Zuckermais im Glas reingekippt und den geschnittenen roten Paprika. Dann hab ich den Großteil der Bohnen dazugeschaufelt und etwas vom Kochwasser.

Das alles hat dann fast eine Stunde vor sich hin geköchelt, die meiste Zeit offen, auf dass die Flüssigkeit reduziert würde.

Zeit genug, um drei Bratäpfel vorzubereiten: extra kleine Äpfel gekauft, das Kerngehäuse ausgestochen, unten mit einem Marzipankugerl verstoppelt und in ein bebuttertes feuerfestes Förmchen gegeben und mit einer Masse aus gemahlenen Walnüssen, Dirndlmarmelade, Rosinen, Honig und Apfelmus gefüllt. Die haben bei 180 Grad Ober- und Unterhitze eine Dreiviertelstunde gebraten, und dann habe ich sie mit einigen Teelöffeln Obers dekoriert.

War lustig übrigens heute. Der Gast hat heute zum ersten Mal Chili gegessen, und ich habe es zum ersten Mal gekocht. Gottseidank waren wir beide zufrieden. (Den Kommentar des Kindes erspar ich euch im Detail. Großes Drama.)

16.4.18 18:24

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Kelly / Website (17.4.18 06:37)
Glückwunsch zur Premiere!
Mein Chili con Carne war *gut gemeint* beim ersten arabischen Besuch - doch war ihnen zu scharf .
Die ungarische Chilipaste (Ajvar?) - gute Idee!

Übrigens blieben die Spargelbüdchen hier noch zu, war dann im türkischen Laden für Tahine und Blattpetersilie.
Trösterchen fürs Kind!
LG Kelly


sparköchin / Website (18.4.18 19:29)
Danke - ja, Anfängerglück!
Meine ungarische Chilipaste heißt Erös Pista (kis üvegben gigantikus erö)und ist von Univer.
Ja, dass Araber nicht scharf essen, hatte ich vor einem Gespräch mit meinem Nachbarn auch nicht gewusst.
Grünspargel müsste ich schon wieder schneiden, aber mir fallt grad nix Gscheites ein dafür. Morgen dann aber!
Lieben Gruß!

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