Der Sparküche-Blog.

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19. Juli

Heute endlich werden wir die mit einem Rest Obers verfeinerte Zucchinicremesuppe essen. Als Hauptspeise gibt es eine Planänderung, nämlich Eiernockerl mit Salat. Danach eine kleine Portion Marillen-Trauben-Joghurt mit Honig. Das griechische. Joghurt.

Weil das Kind nämlich als Kind der Sparköchin am Sonntag Praxisunterricht Getreide hatte. Eigentlich sind wir mit dem Rad unterwegs gewesen, weil ich gern Kriecherl gehabt hätte. Waren aber keine zu sehen.
Auf unseren Irrwegen sind wir bei mehreren Getreidefeldern vorbeigekommen, wo schon abgeerntet war. Nur einige verlorene Halme sind noch herumgestanden. Die hab ich nachgeerntet und dem Kind bei der Gelegenheit gleich ein bisserl was zum Thema erzählt. Es kennt jetzt die Begriffe Getreide, Ähre und Granne. Und Spelzen.
Zuhause haben wir die Halme von den Ähren getrennt und die Ähren gedroschen und die Spelzen entfernt.
Das hat uns zwei Stunden lang beschäftigt, und am Ende hatten wir 30 Deka Getreide im Schüsserl.

Davon haben wir heute eine Handvoll für Sprossen beiseite gegeben. Den Rest hat das Kind in der hauseigenen Getreidemühle zu Mehl vermahlen. Immerhin 27 Deka sind rausgekommen. Natürlich inklusive der Kleie, aber das haben wir erstmal vernachlässigt.

Elf Deka von dem Mehl habe ich mir für einen schnellen Marillenkuchen genommen, zehn für den Teig und einen für das Ausstreuen der Form. Das restliche Mehl werde ich demnächst mit einem Ei, Salz und Wasser zu einem Nockerlteig verarbeiten, diesen durch mein neu erworbenes Nockerlsieb in kochendes Salzwasser drücken und die Dinger kochen, bis sie aufsteigen.

Dann werde ich sie abschöpfen und ins heiße Nebenreinderl fallen lassen, wo schon die zerlassene Butter auf sie wartet. Wenn alle Nockerl drin sind, nehme ich es vom Herd, klatsche ich zwei Eier hinein, salze und verrühre alles gut, so dass die Eier stocken können, derweil wir die Suppe essen.

Der Salat besteht aus Gurke, Kirschparadeisern und Portulak.

 

Die restlichen Körndln weichen gerade in Wasser. Abends werde ich das Wasser abgießen und die Dinger tagelang feucht halten und zwischendurch spülen, bis uns die Keime gefallen und in der nächsten Eierspeise landen. Oder in den Nudeln mit gebratenem Gemüse. Oder sonstwas Gutem.

Die Halme haben wir als Trinkhalme ausprobiert, was aber wegen des geringen Durchmessers ziemlich mühsam ist. Die restlichen nicht geknickten hebe ich für den Advent auf, dann werden wir sie in Wasser einweichen, sodann bügeln und zu Strohsternen verarbeiten.

Null Müll, denn den Abfall vom Dreschen hab ich den Hendln in den Stall gestreut. 

19.7.17 12:27

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