Der Sparküche-Blog.

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1. und 2. Dezember

Das einzige, was ich mit meinem Herd gerade mache: ich staube ihn ab. Gestern haben wir das örtliche Nicht-mehr-Running-Sushi aufgesucht. Nachdem das Kind das neue System begriffen hatte, bestellte es wie wild, wollte sich dann aber nicht lumpen lassen und hat alles verzwickt.

Im Anschluss mussten wir einen Teil des Heimwegs fußläufig zurücklegen. Zum Glück sind wir auf dem Glatteis nicht ausgerutschtt, sonst wären wir heim gerollt.

Heute haben wir den diesjährigen UNO-Bazaar besucht und uns dort verpflegt. Ich muss sagen: die Sache hab ich unterschätzt. Der Andrang war massenhaft, die Veranstaltung war laut und bunt und vielfältig. Und zu essen gabs jede Menge. Wir haben Sachen aus Indonesien, Sri Lanka und Kenya probiert.

Es waren Menschen mit Einkaufswagerl unterwegs, am Ende vollgestopft. Manche haben sich Essen ins mitgebrachte Schüsserl geben lassen und dieses eingesackt. Aus Südafrika waren Schnittblumen eingeflogen worden, da hab sogar ich nicht widerstehen können und einen Strauß gekauft. Also: einen Strauß Blumen. Ob es auch die Vögel gab, kann ich nicht sagen. (Aber nach den heutigen Erfahrungen würde ich es nicht für unmöglich halten.)

Insgesamt eine beeindruckende Veranstaltung, sagt eine zukünftige Stammgästin.

2.12.17 21:17, kommentieren

3. und 4. Dezember

Gestern waren wir eingeladen auf ein Geselchtes mit Erdäpfelpüree und gedünsteten Zwiebeln und Blattsalat - weil immer noch soviel da ist. (Aber heute bin ich draufgekommen, dass der Radicchio dringend vom Beet muss, der ist tatsächlich nicht frostfest.)

Wir mögen keine knusprig gebratenen Zwiebeln auf dem Püree. Wir mögen sie weich. Auch beim Zwiebelrostbraten übrigens, weshalb diese Speise im Restaurant leider ein no-go ist. Das Fleisch war von Labonca und schmeckte so wie vor vierzig Jahren. Als halt noch richtig geselcht wurde und nicht das Fleisch mit entsprechendem Aroma eingesprüht wurde.

An Salat gabs Endivie und Vogerlsalat.

 

Heute, zwischen den Keksen, zaubere ich mir gebratenen Radicchio mit Polenta. Dafür nehm ich zwei Mini-Happerl Radicchio und halbiere oder viertle sie und brate sie in der Pfanne mit Olivenöl rundherum an. Salz drauf, fertig.

Vorher habe ich schon zwei Handvoll Maisgrieß im beschichteten Reinderl angeröstet, gesalzen und mit hinreichend Wasser aufgegossen, kochend aus dem Wasserkocher. Einen Rest Obers habe ich auch untergerührt. Umgerührt, Hitze reduziert, Deckel drauf, eine Viertelstunde leise köcheln lassen und dann noch eine Viertelstunde ausquellen lassen, während der Radicchio brät.

Die Polenta reicht auch noch für abends, wenn wir nach einer Ad-hoc-Fenchelcremesuppe eine schnelle Paradeissauce(Glas gekochte Paradeiser in die Pfanne, zum Kochen bringen, salzen und zuckern und mit einem Gmachtl aus wenig Maisstärke und kaltem Wasser - oder Paradeissaft - binden) dazu essen werden.

Die Fenchelsuppe ist mir passiert, weil zwischen dem Radicchio ein paar frisch aufgegangene Fenchel-Jünglinge vor sich hin hungerten. Hab ich sie ausgerupft, klein geschnitten und mit einem ebensolchen mehligen Erdapfel in Salzwasser weich gekocht. Pürieren und mit Milch verlängern - paaasst.

1 Kommentar 4.12.17 11:05, kommentieren

5. bis 7. Dezember

Es ist dieselbe Geschichte, immer im Dezember. Ich backe Kekse und alles andere dümpelt.

Immerhin habe ich mir gestern mittags einen Grießkoch zubereitet, mit Orangenkakao. Sehr fein.

Abends servierte ich uns Gemüse-Eierspeis mit Vollkornbrot. Dazu schnitt ich ein paar Deka vom weißen Speck in Streiferl und briet die in der Pfanne langsam aus.  Eine kleine, mit dem Sparschäler gehobelte Karotte und ein kleines Zwiebelhapperl, zerschnitten, brieten mit. Salz und Pfeffer drüber, weiterbraten. Eine Handvoll geschnittener Chinakohl dazu, weiterbraten.

Nach ein paar Minuten goss ich zwei verquirlte Eier drüber und ließ sie stocken. Zur Deko gabs die restliche selbst gezogene Kresse drauf.

Sorry, aber jetzt muss ich wieder in die Küche laufen und mich um die Kürbiskernkipferl kümmern!

3 Kommentare 7.12.17 15:51, kommentieren

8. Dezember

Na, aufs heutige Mittagessen bin ich gespannt. Eigentlich sollten es Fleischknöderl in Paradeissauce mit Teigwaren werden. Aber ich fürchte ich habe mich verkocht.

Nämlich hab ich eine Portion rohe Fleischknöderl aus dem Tiefkühler genommen. Dann hab ich mir gedacht, die kann ich doch eigentlich gemeinsam mit den Teigwaren kochen. Dann, habe ich weitergedacht, könnte ich aus dem Kochwasser auch eine Suppe zaubern. Und dann, so mein logischer Schluss, könnte ich das Suppengemüse auch schon zu Beginn reinzugeben.

Das alles hätte vielleicht noch gut ausgehen können, wenn mir nicht, als ich die Teigwaren ins kochende Wasser schütten wollte, wo bereits Gemüse und Knöderl schwammen, das Packerl entglitten wäre und ich ungefähr 30 Deka Spiralen ins Salzwasser beförderte. Eindeutig zuviel.

Trotzdem kocht jetzt alles vor sich hin, und daneben eine Sauce aus einem halben Glas gekochter Kirschparadeiser, einem Rest Ketchup (bevor sich der in Richtung Penicilin weiterentwickelt), Salz und Zucker.

Wie ich es schaffen werde, alle Knöderl mit Teigwaren rauszufischen und das Gemüse drin zu lassen und dann aber nur eine Portion zu essen und den Rest aufzubewahren, muss ich mir noch gesondert überlegen.

8.12.17 11:23, kommentieren

9. Dezember

Ich hab das gestern tatsächlich geschafft. Die Fleischknöderl und die Teigwaren raus und mit der Paradeissauce vermischt, das Gemüse noch ein Viertelstünderl weitergekocht.

Heute hab ich aus der Suppe eine Schneeflockensuppe gebastelt; das Kind war entzückt. Ich auch, weil ich damit drei überflüssige Eiklar aus der Keksproduktion losgeworden bin.

So gesehen waren die drei Eiklar ein Glücksfall. Ich musste die Suppe nur zum Kochen bringen, etwas nachsalzen und die Eiklar mehr oder weniger tropfenweise in die Suppe befördern.

Nach zwei Minuten sind die "Schneeflocken" gestockt und wir haben die Suppe ausgelöffelt. Sehr nahrhaft, kann ich nur sagen ...

9.12.17 22:00, kommentieren

10. und 11. Dezember

Es geht in den Endspurt mit den Weihnachtskeksen. Mittlerweile sind 16 Sorten fertig, vier sind schon gebacken, müssen aber noch ausgearbeitet werden und zwei sind noch ausständig. Dementsprechend wird hierorts immer noch selten gekocht. Gestern zum Beispiel gar nicht. (Aber der Kühlschrank hat eh noch einiges hergegeben.)

Heute wollte ich Karpfen mit Kräuterkruste auf Ofengemüse servieren, habe aber dann kurzfristig umdisponiert auf gekochte Schweinszunge mit Mangoldstielen und Reis. Weil ich mir nämlich zur Gewohnheit gemacht habe, bei meinen Supermarkt-Besuchen das Fleischregal nach 50-Prozent-Reduktionen (wegen des Verbrauchsdatums) abzuklappern. Da finden sich manchmal ganz interessante Stücke, heute eben die beiden Schweinszungen, 65 Deka Fleisch um 1,50 Euro. War ich froh, dass ich den Fisch noch nicht aus dem Tiefkühler genommen hatte.

Ums Geld gehts mir aber eh weniger, sondern mehr darum, dass das Fleisch nicht weggeworfen werden muss. Ich war überhaupt erstaunt, wie viel an Innereien der örtliche Supermarkt führt, Hirn und Herz und so. Hätte ich mir gar nicht gedacht. Herz werde ich demnächst einmal ausprobieren.

Diesmal aber habe ich, weil ich eh schon im Tiefkühler zugange war, einige Restln an Suppengemüse rausgenommen und die im Reindl deponiert, die gewaschenen Zungen draufgelegt, gesalzen, das Reindl mit Wasser aufgefüllt und auf den Herd gestellt. Dann hab ich nach Gewürzen gekramt und im Kühlschrank ein bisserl Petersil und Fenchel gefunden, zwei Lorbeerblätter ins Wasser geschmissen und zwei Knoblauchzehen zugegeben.

Jetzt köchelt das ganze für zwei Stunden vor sich hin. Danach werde ich die Zungen aus der Suppe nehmen, auskühlen lassen und die Haut abziehen. Abends werde ich die aufgetauten Mangoldstiele in Butter erhitzen, salzen, mit wenig Wasser aufgießen und dünsten lassen und zum Schluss mit einem Gmachtl aus Obers und Maisstärke binden.

Daneben werde ich den Reis dünsten, eh wie immer, ohne Fett.

Den Fisch gibts vielleicht morgen. Wenn nicht wieder was dazwischenkommt.

1 Kommentar 11.12.17 14:52, kommentieren

12. und 13. Dezember

Gestern mittags war ich froh, dass die Zungen noch da waren. Ich hab sie in der Suppe gewärmt und den Reis mit Zimmertemperatur dazu gegessen. Außerdem habe ich wieder ein Schüsserl voll Chinakohl geschnitten und ein paar Radicchioblätter drüber gestreut. Wenn man das drei Stunden in Wiener Marinade (viel Zucker!) ertränkt, wird der Salat erstaunlich mundgerecht.

Abends hab ich dann zwei Portionen Suppe mit ein paar Karotten abgeschöpft und zwei Handvoll Sternderl drin eingekocht. Mehr brauchten wir nicht, weil beim Kind nicht, wie handelsüblich, die Zahnfee kommt, sondern wiraus diesen freudigen Anlässen entweder Eis oder Torte essen gehen. So hatten wir die zuckrigen cremigen Kalorien bereits am Nachmittag gebunkert.

Heute mittags wieder das gleiche Spiel wie gestern: Chinakohlsalat mit den endgültig letzten Radicchioblättern zu Zunge und dem letzten Reis.

Abends werde ich mich, weil es heute zwei Kinder sind, zusammenreißen und nach einer Kürbiscremesuppe meine berüchtigten Marillenknödel mit Butterbröseln servieren.

Die Suppe simpel wie immer: ein Stück Kürbis, geschält und gewürfelt, mit einem mehligen Erdapfel, ebenso, mit einem Lorbeerblatt und ein paar Mini-Knoblauchzeherln in Salzwasser weich kochen, pürieren und mit Obers verfeinern. Eventuell mit einer Gewürzmischung versehen aber wenig - Gemotze will ich heute keines haben. Wenn ich die Milch statt dem Obers reinkippe, ist noch Luft für ein paar Tropfen Kürbiskernöl drin.

Vermutlich werde ich eine der vorhandenen Butternüsse schlachten und für die Suppe den Teil mit dem Kerngehäuse verwenden. Den langen Teil ohne "Loch", den eine so gut in Scheiben schneiden kann, werde ich aufheben, weil das Kind eh schon wieder nach "panieren!" schreit.

Für die Obstknödel mache ich wie immer einen Topfenteig, aus 25 Deka Topfen, 12 Deka Mehl, 6 Deka Butter, einem Ei und einer großzügig bemessenen Handvoll Grieß. Und einer Prise Salz. Während der Teig rastet, röste ich Semmelbrösel in reichlich Butter hellbraun. Die dem Tiefkühler entrissenen Marillen werden dann mit Teigportionen umwickelt, zu Knödeln gerollt und in Salzwasser mehr gesiedet als gekocht. Bis sie aufsteigen - und dann noch fünf Minuten länger, weil die Marillen ja gefroren sind.

Aus dem Wasser in die Pfanne mit den Bröseln heben, drin wälzen und bei Tisch mit reichlich Staubzucker bestreuen.

13.12.17 08:02, kommentieren

14. und 15. Dezember

Es herrscht immer noch der Schlenz in der Sparküche. Gestern aber habe ich mich wenigstens überwunden und mir mittags, nach einem Salamibrot, einen Schoko-Grießkoch bereitet. Und heute habe ich mich überhaupt am Riemen gerissen und mittags gebratenen Karpfen, Braterdäpfel, Prinzessbohnen, Chinakohlsalat und Ofenkürbis auf den Tisch gestellt.

Dazu hab ich als ersten Schritt schon am Vormittag die Erdäpfel gedämpft und den Chinakohl geschnitten und mariniert. Und außerdem die zwei Fischstücke und einige Fisolenrestln aufgetaut. Und Sternderl in den Rest der Suppe eingekocht.

Beim Kochen dann hab ich erst Olivenöl in die kleinste Auflaufform gegeben, den Kürbis geschält und in kleine Stücke geschnitten und in der Form verteilt, gesalzen und mit geriebenem Parmesan bestreut und bei 185 Grad Ober- und Unterhitze für eine halbe Stunde in den Ofen geschoben.

Dann hab ich die Erdäpfel geschält und längs geviertelt und in der handgeschmiedeten Pfanne von gestern deponiert, wo eh noch genug Schmalz drin war. Dann die Fisolen mit einem Stück Butter auf dem Herd erwärmt und die Pfanne erhitzt und derweil den Fisch gesalzen und meinen Teil mit Zitronenpfeffer gewürzt und die Stücke dann in die heiße Pfanne gelegt und auf beiden Seiten ein paar Minuten angebraten.

Nach dem Essen kamen die Reste alle in die Auflaufform, die wird das Kind am Abend essen, zugedeckt im Ofen aufgewärmt. Davor nochmals Suppe, und pfeift.

 

Nur falls jemand fragt: Leben ist das, was passiert, während wir dabei sind, Pläne zu machen. Es waren gestern keine zwei Kinder, sondern nur eines, entsprechend frustriert. Die Laune hob sich erst, als ich Spiegeleier mit Speck  kredenzte, angereichert mit zwei zusätzlichen Eiklar, die mir vom Keksbacken übriggeblieben waren und jetzt die Pfanne füllten.

15.12.17 14:57, kommentieren

16. Dezember

Die Optik der heutigen Restepfanne nach Art der Sparköchin mit Rote-Rüben-Salat hat das Kind nicht überzeugt. Da hat es vorsichtshalber einen zweiten Teller Kürbiscremesuppe genommen. Aber geschmacklich hatte das Essen dann doch seine Reize, so dass sogar ein Nachschlag auf den Teller kam.

Küchenmäßig sind wir jetzt tatsächlich im Winterbetrieb angekommen, bis auf ein paar Salate und ein bisserl Broccoli und Topinambur, die noch draußen sind. Aber sonst: Tiefkühler, Einmach-Regal.

Heute hab ich beim Stöbern im Gefrierschrank zwei interessante Packerl gefunden, nämlich einmal Mangalitza-Schinken in Würfeln und einmal Speckrand vom Mangalitza-Schinken in Würfeln. Den Speck hab ich in der Pfanne langsam ausbraten lassen und ein kleines Zwiebelhapperl hineingeschnitten. Während das angebraten hat, hab ich die von gestern übrigen Erdäpfel in Scheiben dazugeschnitten und alles gesalzen und weitergebraten.

Als nächstes kamen die Schinkenwürfel dazu, und ganz zum Schluss die Butterfisolen. Noch ein bisserl Pfeffer drüber, und fertig. - Und den Glasöffner genommen und ein Glas Rote-Rüben-Salat von Muttern geöffnet.

Da haben wir abends auch noch was davon.

2 Kommentare 16.12.17 16:06, kommentieren

17. Dezember

Die Resteverwertung vom Keksebacken schreitet zügig voran. Gestern hat das Kind Wolkenkekse gebacken, allerdings eher Regenwolken, weil mit Haselnüssen und Kürbiskernen (beides natürlich gemahlen) versetzt. Ein nettes Keks-Buch für Kinder übrigens, das ABC-Keksbuch (aus dem Hause horst-der-specht.de). Gute, machbare Rezepte, deren Ergebnisse auch gut schmecken.

Heute habe ich uns ein Adventfrühstück gegönnt, mit - ha! - selbst gebackenen Waffeln mit Beiwerk aus allerlei Restln. Zwei verschiedene Marmeladereste, ein Esslöffel rosa Zuckerglasur, alle Schokoglasurreste erwärmt und vermengt, zwei Esslöffel geriebene Nüsse (mit einem Teelöffel voll geriebenem Mohn vermengt - was ich alles aufhebe!) und, der Renner am Frühstückstisch, ein Rest der Zitronen-Buttercreme von den Admonter Krapferln.

Natürlich war mein Waffel-Teig völlig unspektakulär. KennerInnen hätten gesagt, das ist ja keine Waffel - das ist ein Zustand, ist das!

Uns haben sie trotzdem geschmeckt. Ich hab einfach aus zwei Eiern, einem Vierterl Milch, einer Prise Salz und entsprechend Mehl einen festen Palatschinkenteig gemacht. Dann sind mir Zweifel gekommen, und ich hab noch einen gehäuften Esslöffel Zucker und eine Messerspitze Backpulver dazugetan. Und diese Mischung hab ich auf die beschichteten Waffelplatten meines 3in1-Grillers geleert, poritionsweise natürlich.

Hat problemlos funktioniert, für unsere Zwecke ideal. Ich habs mir aufwändiger vorgestellt. Was ich mir fürs nächste Mal überlege: das Gerät direkt auf den Tisch zu stellen (zu Weihnachten wünsch ich mir ein Verlängerungskabel ... ), damit ich nicht ständig aufhüpfen muss beim Essen.

Kommentar des Kindes zuerst: Das war eine schöne Überraschung! und dann Das war das beste Frühstück, das ich je gegessen habe! 

Kein Wunder: ich habe ihm zwei Waffeln mit Schoko ad libidum erlaubt.

4 Kommentare 17.12.17 10:24, kommentieren

18. und 19. Dezember

Gestern mittags habe ich alle Spiralen gekocht, die noch im Packerl waren, was noch eine ordentliche Menge war. Fürs Mittagessen habe ich mir eine Portion aus dem Reinderl gefangen, die letzten geriebenen Nüsse (vom Keksbacken) drübergestreut, gscheit gezuckert und dazu ein Glas Apfelmus geöffnet.

Abends habe ich die restlichen Teigwaren mit einem Stück Butter erhitzt und eine Paradeissauce aus je einem Glas gekochter und gekochter und passierter Paradeiser gekocht. Eh wie immer, mit Salz und Zucker und mit ein bisserl Maisstärke gebunden. Bei Tisch kam geriebener Parmesan drüber.

Mehr als Pasta mit Paradeissauce ist es nicht geworden.

Von den Nudeln ist jetzt nix mehr da, aber von der Paradeissauce, was dem Kind natürlich überhaupt nicht peinlich ist. Heute werde ich eine Polenta dazukochen (mit einem Speckrest, in Streifen geschnitten, und mit etwas Milch dabei). Geriebener Parmesan ist auch noch da. Also Polenta mit Paradeissauce.

Aber morgen ist wieder ein Gastkind angesagt, da werde ich mich hoffentlich wieder zusammenreißen. Wenn es denn kommt, das Kind.

19.12.17 16:42, kommentieren

20. Dezember

Gemüsecremesuppe und danach Marillenknödel waren es heute. Außer dass mir die Brösel zu dunkel geworden sind, wars fein und wurde gut angenommen.

Die Suppe bestand aus einem mehligen Erdapfel, ein paar Topinambur, einer Karotte und einem Stück Sellerie. Und Knoblauch, Salz und einem Lorbeerblatt. Und einem Vierterl Milch, nach dem Pürieren.

Die Knödel aus Topfenteig, wie immer. Aus der üblichen Masse - 25 Deka Topfen, 13 Deka Mehl, 6 Deka Butter, ein Ei, Prise Salz und einer Handvoll Grieß - hab ich 11 Marillenknödel rausgekriegt. Von denen jetzt noch zwei da sind, mit einem Haufen Bröseln, die mir morgen schmecken werden.

So ich sie nicht noch heute Abend verzwicke.

1 Kommentar 20.12.17 18:30, kommentieren

21. und 22. Dezember

Gestern musste ich nur die Reste vom Mittwochabend zusammenkratzen und hatte schon ein Menü. Wobei ich als Vorspeise, damit es wenigstens ein bisserl gesund ist, einen Chinakohlsalat gegessen habe.

(Witzig übrigens, den ersten Frost haben die Salate auf der Terrasse unbeschadet überstanden. Jetzt sind warme Weihnachten angesagt, da ernten wir, glaube ich, bis ins Neue Jahr. Und dann ist es eh schon wieder Zeit, um die neuen Samen fürs Frühjahr auszusäen ...)

Heute haben wir bei eat-bio.at geschmaust, es ist jedesmal ein Vergnügen. Außerdem habe ich für den Abend eine Kürbiscremesuppe gezaubert, der ich diesmal neben dem obligaten Erdapfel samt Knoblauchzehe, Salz und heute keinem Lorbeerblatt ein Stück Sellerie untergejubelt habe und den Rest einer Pastinake, die auch schon eher der Kategorie Trockenobst zuzuordnen war. Aber in kleine Würferl geschnitten, lange gekocht und dann püriert ist sie weiters nicht unangenehm aufgefallen in der Suppe.

Allerdings habe ich den Fehler gemacht, eine Prise Gewürzmischung reinzurieseln, und diesen Fremdgeschmack konnte auch der Schuss Obers nicht übertünchen. Das Kind war von der heutigen Suppe mäßig angetan, kann ich berichten.

22.12.17 19:35, kommentieren