Der Sparküche-Blog.

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Allerheiligen

Wir haben Besuch! Das ist eine gute Gelegenheit, um die Riesen-Melanzani aus Mutters Garten anzuschneiden. Für uns vier habe ich gebackene Melanzani mit Kräuterrahm und Schweinsschnitzel mit Salaten serviert. Davor gabs von der Suppe von gestern, mit reichlich Buchstaben.

Das Kind panierte wieder, zuerst einige große Scheiben Melanzani, dann vier kleine Schnitzerln. Alles rundherum habe ich erledigt. Zuerst habe ich die Erdäpfel zum Dämpfen hingestellt. Danach habe ich den Kräuterrahm erledigt (Kräuterkombi wie letztens). Dann zwei Handvoll Paradeiser zerkleinert und Zwiebel geschnitten und einen Teil davon druntergemischt.

Und anschließend ein halbes Salathappel, bei dem meine Mutter und ich uns uneins waren, ob es ein Frisee oder eine Endivie war, zerkleinert.  Und dann die Erdäpfel geschält, scheibliert, gesalzen und mit dem restlichen Zwiebel vermengt. Und dann alle Salate mit der hauseigenen Marinade getränkt. Von meiner Mutter kam ein Schüsserl Vogerlsalat, der kam ohne Marinade auf den Tisch.

Mittags hab ich in zwei Pfannen Öl erhitzt und alles mehr oder weniger schwimmend ausgebacken. Die Schnitzel waren zwar ziemlich bissfest, um nicht zu sagen, hart, aber dafür hat die Panier, ohne dass ich wüsste warum, erstklassige Wellen geschlagen. Naja, man kann nicht alles haben.

Und weil Allerheiligen ist, hatten wir auch noch eine Jause mit Tee und Heiligenstriezel mit Butter und Marillenmarmelade.

Die Reste vom Mittagessen werden wir abends verzwicken. So soll es sein zu den Feiertagen.

1.11.17 18:05, kommentieren

Allerseelen

Grad ist unser Fleischkonsum wieder überdurchschnittlich. Aber heute muss ich Reste verwerten, da hilft nix.Im Tiefkühler hat nicht einmal mehr eine Rosine Platz.

Erstens sind mir letztens ein paar Erdbeeren zugefallen (völlig verrückt, wie viele Menschen in den letzten Tagen frische Erdbeeren in ihren Einkaufssackerln hatten!), die ich zerteilt und sicherheitshalber mit etwas Wasser aufgekocht habe. Dazu habe ich Honig gemischt und einen Tag ziehen lassen. Heute habe ich ein halbes Packerl Topfen untergemischt und werde versuchen, dem Kind, das Topfen nicht liebt, das Ergebnis als Erdbeercreme zu verkaufen.

Davor aber gibt es eine Erdäpfelpfanne mit Schweinefleisch, dazu Salat. Damit wieder ein paar Reste weg sind. Von gestern sind drei gedämpfte Erdäpfel übriggeblieben, und von den Fleischknochen aus der Suppe habe ich das Fleisch runtergefitzelt. War genug für zwei Essensportionen, muss nur ordentlich gewürzt werden.

So nehme ich einen Esslöffel vom Bratenschmalz von neulich (bald ist es endlich weg!) und brate ein geschnittenes Zwiebelhapperl drin an, gebe die in Scheiben geschnittenen Erdäpfel dazu und brate weiter, salze und schaue, womit ich am besten würzen könnte. Vielleicht ausnahmsweise mit Oregano und Thymian? Hm. Ich werde mich von meinem Gewürzkörberl inspirieren lassen.

Am Schluss kommt jedenfalls das Fleisch dazu und wird erhitzt, und dann ein bisserl vom gehackten Petersil (der hoffentlich auch bald weg sein wird, lässt das Kind ausrichten).

Für den Salat habe ich wieder ein paar Blätter von dem Salat von gestern zerkleinert und zwei Handvoll Mini-Paradeis dazugeschmissen. Der wartet jetzt auf die Entscheidung des Kindes. Ob wir nämlich den Rest vom Kräuterrahm als Salatdressing verwenden (leicht verdünnt mit Obers oder Mayonnaise) oder ob wir den so zur Hauptspeise dazu essen und den Salat wie üblich mit Marinade begießen.

1 Kommentar 2.11.17 11:32, kommentieren

3. November

Wenn ich mich grad drüber ärgere, dass ich zuviel esse, sollte ich vermutlich damit aufhören, fortwährend meine Lieblingsgerichte zuzubereiten.

Hühnerleber nach Art der Sparköchin mit Reis zum Beispiel hatten wir schon länger nicht. Vor ein paar Tagen hab ich im Supermarkt ein Packerl Bio-Hühnerleber entdeckt und gleich mitgenommen. Äpfel und Zwiebeln gibts meist in unserem Kuchlkastl, und dass wir ein Glas gekochte Paradeiser anbringen, darüber sind wir auch nicht beleidigt, das Kind und ich.

Also hab ich den Reis zum Dämpfen aufgestellt und auf der Nachbarflamme das folgende geköchelt: zuerst hab ich in zwei Esslöffeln Öl ein gutes Viertelkilo Lebern beideitig angebraten und gedünstet (die verlieren ziemlich schnell ziemlich viel Saft).

Dann kamen sie raus und hinein kam noch ein Esslöffel Öl und die geschnittenen Zwiebeln (zwei kleine Happerl), die geschälten gewürfelten Äpfel (zwei Stück), Salz, Pfeffer und ein paar Rosmarinnadeln, zerbröselt.

Das hat auf großer Flamme ordentlich geschmurgelt. Nach ein paar Minuten hab ich ein mittleres Glas gekochte Paradeiser zugegeben, das Glas mit ein paar Schluck Wasser ausgespült und dieses Wasser auch noch zugegossen. Damit wir viel Sauce haben.

Jetzt die Lebern - innen noch ordentlich rosarot - wieder dazu und alles noch ein paar Minuten köcheln lassen. Die Lebern sollen aber rosig bleiben, denn nur dann zergehen sie auf der Zunge.

Was wir lieben, das Kind und ich. Wir haben beide gegessen bis zum Anschlag, leider. Die Lebern sind komplett weg, nur von der Sauce und vom Reis ist noch ein Rest da.

3.11.17 13:56, kommentieren

4. November

Heute hat die Sparköchin Pause und versucht, sich durch die vorhandenen Reste zu essen.

Habt einen schönen Tag!

4.11.17 11:19, kommentieren

5. und 6. November

Gestern haben wir, eh wie jedes Jahr, eines der weltbesten Martinigansln der Frau Ferschel vom Schiefen Giebel schnabuliert. Diesmal haben wir dem Kind sogar eine eigene Portion bestellt, damit wir etwas zum Mit-nach-Hause-nehmen haben. Wobei sich das Kind ordentlich ins Zeug gelegt und einen veritablen Anteil seiner Portion selbst verdrückt hat.

Trotzdem sind hier Reste vorhanden, an denen ich heute und morgen weiteressen werde. Heute wärme ich mir einen Teil vom Ganslfleisch mit dem Reis und der Sauce von der Leber. Dazu werde ich einen feschen Salat essen, aus Blättern der Endivie, Vogerlsalat und immer noch Mini-Paradeisern.

Weil mich in der letzten Zeit immer wieder unstillbarer Hunger auf Süßes überkommt und ich nicht auf gekauftes Naschzeugs zurückgreifen möchte, habe ich heute früh schon den Teig für Pfusch-Keks vorbereitet, die ich nach dem Ende meines Vormittagstermins backen werde.

Pfusch deswegen, weil ich erstens noch Überbleibsel vom letzten Panieren hatte: Mehl und Brösel vermischt. Die hab ich ohne mit der Wimper zu zucken genommen und mit Mehl auf 30 Deka ergänzt. Zweitens wollte ich wissen, ob eine für Keks auch Feinkristallzucker nehmen kann statt Staubzucker (10 Deka). Drittens befinden sich meine Hendln bereits im Winterbetrieb und legen nur noch etwa vier Eier pro Woche. Da geize ich natürlich damit und habe kalt lächelnd statt der vorgeschriebenen zwei Dotter ein ganzes Ei genommen. Nur die 20 Deka Butter waren ganz normal und unauffällig. Und viertens kann ich grad nicht gscheit kneten, weil ich mir, eh auch bei der Küchenarbeit, eine kleinere Blessur am linken Handballen zugezogen habe.

Jedenfalls werde ich den Teig zu einer dünnen Wurst formen und, wenn ich gut drauf bin, in Hagelzucker wälzen, dann in Scheiben schneiden und diese backen. Falls ich sogar einen Kochlöffel nehmen und in die Mitte jeder Scheibe mit dem Stiel eine Mulde drücken sollte, um diese nach dem Backen mit Marmelade zu füllen, klopfe ich mir wohlwollend auf die Schulter und nenne die Dinger Zuckerräder. Aber notfalls esse ich sie auch ohne alles, soweit bin ich Realistin.

Außerdem würde das Kind die Dinger beim Trocknen sehen und vehement seinen Anteil einfordern. (Außer ich tu die Marmelade schon vor dem Backen drauf. Das überleg ich mir noch.)

1 Kommentar 6.11.17 09:40, kommentieren

7. und 8. November

Ohne euch mit Details langweilen zu wollen: morgen habe ich eine Zahn-Sache, die mich für vermutlich zwei Wochen ins Out befördern wird. Dementsprechend ist heute im Haushalt der Sparköchin betriebsame Hektik ausgebrochen. Nach einer Durchsicht des Kühlschranks war der Fahr- und Speiseplan klar.

Zuerst habe ich mich der halben Melanzani gewidmet und sie in Öl mit Salz und Knoblauch weich gebraten. Dann hab ich den restlichen Petersil aus dem Kühlschrank (in einem Glas mit etwas Wasser hält er sich dort erstaunlich lange frisch, finde ich) gehackt und einen Teil gleich zu den Melanzani gegeben.

Dann hab ich aus dem Bratensatz eine Gemüsecremesuppe entwickelt. Erst hab ich die Schalen eines großen Erdapfels, eines Mini-Sellerie sowie die Stängel vom Petersil ausgekocht. In der Zwischenzeit hab ich alles für einen Kakaokuchen mit Obstbelag hergerichtet (Rezept mit nur einem Ei, aber einem Vierterl Milch, und die muss eh dringend weg) und das Gemüse (Sellerie, Erdapfel und einen Rest Kürbis) klein gewürfelt. Dann die Schalen raus und das Gemüse ins Wasser, mit Salz natürlich.

Jetzt den Teig vom Kakaokuchen gemacht, in die Form gegossen und mit Obst-Resten belegt. Im Tiefkühler war noch ein Sackerl mit 12 Marillenhälften, die hab ich optisch möglichst verträglich platziert und dazwischen mit Apfelspalten aufgefüllt. Außerdem ist die neue Errungenschaft der Sparköchin ein feines Mehlsieb. Ich hab mich aber trotzdem entschlossen, vom frisch gemahlenen Dinkel auch die Schalen zu verwenden. In der Hoffnung, es möge eine Anmutung von Nüssen entstehen, und nicht eine von geshreddertem Hartplastik.

Als der Kuchen im Rohr war und die Suppe noch köchelte, war es eh höchste Zeit, die Wäsche aufzuhängen und das Geschirr zu waschen. Mittendrunter wurde die Suppe fertig. Na, hab ich sie gleich püriert und mit etwas Obers und dem restlichen Petersil verfeinert.

Jetzt ist kurze Pause angesagt. Mittags wirds Krautfleckerl geben, vorher eine Salatschüssel mit Radicchio und Paradeisern (und gehacktem Petersil, was sonst) und nachher eine Topfencreme mit Obers. Dann ist halbwegs wieder klar Schiff im Kühlschrank.

Für die Krautfleckerl nehme ich nämlich alle Mini-Happerl und Blätter, die mir als Reste so untergekommen sind. Die werde ich waschen und möglichst fein schneiden und schon währenddessen beginnen, die neuen italienischen eigwaren zu kochen. Letztes Mal brauchten die fast eine halbe Stunde, bis sie mir weich genug waren.

Zum Kochen werde ich im beschichteten Reinderl reichlich Schmalz zerlassen (vielleicht sogar den gesamten Rest vom Stelzen-Bratenschmalz) und darin ein fein geschnittenes Happerl Zwiebel scharf anrösten. Dazu kommt dann das Kraut und wird ebenfalls gut durchgeröstet. 

Dann werde ich salzen, zuckern und pfeffern und weiter rühren. Das Kraut sollte Wasser lassen - also, so wie ein Kraut das halt üblicherweise macht. Und langsam aber sicher nicht nur weich, sondern auch bräunlich werden. Dann wartet es, bis die Teigwaren soweit sind.

Ich freu mich schon!

Abends werde ich mir für mein Kind von meiner es betreuenden Mutter einen Kaiserschmarrn mit Apfelmus wünschen. Dann ist auch die Milch endgültig weg, und der Rest vom Dinkelmehl auch. Das eine Ei riskiere ich halt.

1 Kommentar 8.11.17 10:21, kommentieren

9. und 10. November

So. Zumindest ist es vorbei, mit ein wenig Kollateralschaden, aber so ist es eben. Gestern jedenfalls habe ich sozusagen Breikost gegessen, aber ein Tag mit weniger Essen schadet mir definitiv nicht.

Heute hab ich immerhin dem Kind mittags den Rest der Broccolicremesuppe serviert. Danach gab es die gekochten Teigwaren, die ich wieder im Kühlschrank gefunden habe,  mit einer aufgetauten Sauce Bolognese.

Und jetzt gerade verzwicke ich als Zwischenhäppchen die gebratene Melanzani von neulich mit einem Stück Ciabatta.

Wir hier also nicht am Verhungern, aber von erstklassiger Kulinarik kann grad nicht die Rede sein.

2 Kommentare 10.11.17 16:17, kommentieren

Fasching!

Ohne Faschingskrapfen, zugegeben, aber wieder mit gekochtem Essen. Ich durchforstete den Tiefkühler nach Fisolen und zauberte uns ein Erdäpfel-Fisolen-Gröstl mit Salat (für das Kind; ich kann den noch nicht beißen).

Dafür nahm ich reichlich Öl und erhitzte es in der Handgeschmiedeten, warf zwei kleine geschnittene Zwiebelhapperl rein und ließ die glasig werden. Was mir die Zeit gab, die vormittags schon gekochten Erdäpfel zu schälen und in Scheiberl zu schneiden. (Fünf kleine sind übrig geblieben, für die lasse ich mir morgen etwas einfallen.)

Jedenfalls kamen die zu den Zwiebeln und brieten halb-knusprig, wurden gesalzen und mit Gewürzmischung versehen. Zum Schluss kamen drei Handvoll blanchierte Fisolenstücke dazu und durften auch heiß werden.

Der Salat bestand aus Endivienblättern und Mini-Paradeisern. Weil dem Kind die Blätter zu bitter sind, habe ich sie auf Anraten von M ganz fein geschnitten und schon eine Stunde vorher in Marinade ertränkt, weil dann die Bitterstoffe großteils rausgehen. Die halbierten Paradeiser dazu, und fertig.

Das Kind hat ohne zu motzen alles aufgegessen; der Tipp mit dem Salat war also erstklassig!

1 Kommentar 11.11.17 17:21, kommentieren

12. November

Na bitte. Heute mittags habe ich es verletzungsfrei geschafft, mir ein Kebab reinzuziehen.

Abends koche ich, weil wir eine neue Gästin kriegen, nach einer Karpfenbouillon mit Frittaten meine berüchtigten Blätterteigtascherl (Mangold-Schinken-Füllung) mit Kräuterrahm und Petersilerdäpfeln. Als Nachtisch kann, wer möchte, Isabella-Trauben frisch vom Stock vernaschen.

Diesmal kam vieles aus dem Tiefkühler, so die Suppe und die Fritatten, die Schinkenwürfel und die blanchierten Mangoldstiele. Der Blätterteig kam, so gestehe ich, aus dem Supermarkt.

Den Teig werde ich in Quadrate teilen und mit folgender Fülle beklatschen: die Schinkenwürfel und die klein geschnittenen Mangoldstiele vermengen, mit Salz und Gewürzmischung traktieren und soviel Obers dazugeben, dass sich eine eher feste Masse ergibt. Vielleicht werde ich auch einen Löffel Semmelbrösel unterheben.

Jedenfalls werde ich dann die vier Ecken des Teigs oben mittig zusammenfassen und Packerl machen, die auf ein Blech mit Backpapier und bei 180 Grad Heißluft ins Rohr kommen und dort 20 Minuten bleiben. Oder bis sie halt goldbraun sind.

Außerdem werde ich einen kleinen Becher Rahm mit zwei Esslöffeln gehackten Kräutern und Salz verrühren. Und die Erdäpfel von gestern in einer Mischung aus Butter, Salz und gehacktem Petersil erhitzen.

Nicht zu aufwendig, und macht was her. Hoffe ich halt.

1 Kommentar 12.11.17 14:20, kommentieren

13. November

Gemüse-Linsen-Curry mit Basmatireis essen wir heute. Vorher Schinkenrollen, nachher Schokopudding oder Erdbeerjoghurt. Das Curry hab ich schon am Vormittag vorbereitet. Während ich abends dann die Schinkenrollen vorbereite, wird der Reis dünsten.

Für das Curry hab ich diesmal einen Esslöffel Curry, ein paar Rosmarinnadeln, ein zerteiltes Lorbeerblatt, eine Messerspitze Hing und ein paar Mini-Knoblauchzehen trocken angeröstet, bis es geduftet hat. Dann hab ich mit reichlich Öl aufgegossen (für meine Verhältnisse reichlich: vielleicht vier Esslöffel?) und eine Handvoll Zwiebelstücke und einen gehäuften Esslöffel sehr kleine Selleriewürfel mitgebraten. 

Nach einigen Minuten hab ich zwei kleine Karotten und ein kleines Stück Kürbis (Albetta di irgendwas, eine Butternuss-Art jedenfalls), beides klein gewürfelt, zugegeben, gesalzen und weitergebraten, bevor ich mit zwei Brieferl Soja-Sauce und einem kleinen Glas gekochten Paradeisern aufgegossen habe.

Jetzt war der richtige Zeitpunkt für drei Stück kandierten Ingwer, gehackt, zusätzlichen Zucker als Ausgleich für die sauren Paradeiser, einen gehäuften Esslöffel Rosinen und zwei Handvoll Berglinsen.

Durchgerührt, mit Wasser aufgegossen, bis alles gut bedeckt war, Deckel drauf und bei geringer Hitze eine halbe Stunde schmurgeln lassen. Am Schluss einen Restbestand an blanchierten Fisolenstücken dazu und zwei ordentliche Schluck vom Obers, und durchziehen lassen.

Sehr gschmackig, muss ich sagen.

Für die Schinkenrollen hole ich etwas vom geriebenen Kren aus dem Tiefkühler und vermenge den mit drei Esslöffeln Frischkäse und Salz, und diesen Gatsch streiche ich auf drei Schinkenblätter, die roll ich ein, halbiere sie und setze sie in ein Salatbett. Scheiberl Weißbrot dazu, und geht schon.

Außerdem hab ich heute noch gach einen Kräutersirup gezaubert. Weil mir am Samstag 16 Zitronen zugefallen sind. Von denen ich postwendend 10 weitergeschenkt habe, aber von den restlichen habe ich vier ausgepresst und mit etwas Wasser und einer Handvoll Kräutern - was sich halt jetzt noch so finden lässt: ein paar Schafgarbenblüten, zwei Löwenzahnblüten, ein paar Erdbeerblätter und ebensoviel an Ananasminze - vermengt und ein paar Stunden auf die Heizung gestellt und dann die restliche Zeit im warmen Zimmer stehen lassen.

Heute habe ich die Sache abgeseiht und mit reichlich Zucker verrührt. Auch sehr gschmackig und würzig. Wird uns schmecken!

1 Kommentar 13.11.17 14:32, kommentieren

14. November

Diese Woche spule ich mein bewährtes Standard-Programm ab. Nur das heutige Abendessen habe ich leicht verändert. Statt des geplanten Karpfen mit Kruste auf Schmorparadeisern habe ich heute früh, nach verzweifelten Minuten vor und in meinem Tiefkühler, beschlossen, den eingefrorenen ganzen Karpfen zu opfern. Was der Platz weggenommen hat! Ein Riesending - deshalb habe ich auch die Nachbarn eingeladen auf gebratenen Karpfen auf dem Erdäpfelbett mit Kräuterrahm (und einem Rest Krengervais).

Der Karpfen folgt dem üblichen Rezept,das ihr schon auswendig kennt - sofern der Kollege in der nächsten halben Stunde hinreichend aufgetaut ist. Sonst krieg ich ein Problem. Ich hatte die Masse des Tiers auftaumäßig falsch kakuliert.

Vorher gibts jedenfalls eine moderate Selleriecremesuppe mit Semmelwürferl und Kernöl, und nachher für alle, die noch Platz haben, Zwetschkenkompott.

Ich will zwar noch gar nicht wissen, wo und wie ich die abendliche Runde unterbringen werde (und wen ich bezirzen werde können, mir beim Abwaschen zu helfen), aber ich freu mich trotzdem auf einen fröhlichen, lebhaften Abend.

Moderat ist die Suppe deshalb, weil ich nur ein Drittel des Gesamtgemüses in Form von Sellerie verwendet habe; der Rest waren Erdäpfel, ein Stück Kürbis und ein paar Knoblauchzehen. Und es wird ordentlich viel Obers reinkommen.

(Wobei, dann sparen wir uns lieber das Kernöl, sonst kriegt noch jemand einen Gall-Anfall.)

3 Kommentare 14.11.17 15:08, kommentieren

15. November

Hurra! Die neue Lieferung von Labonca ist angekommen! Die Presswurst habe ich mit der Gästin geteilt. Also: sie hat auch ein kleines Stück abbekommen, im Rahmen der Vorspeise: Presswurst mit Zwiebel, Essig und Kernöl auf Salat mit Gebäck. Als Haupt- und Nachspeise gabs gewuzelte Mohnnudeln mit Zwetschkenkompott.

Wäre alles gut gegangen, wenn ich rechtzeitig begonnen hätte. Hab ich aber nicht, und dann musste es echt schnell gehen. Also: ein paar Erdäpfel zum Dämpfen gestellt. Nicht nur mehlige, weil von denen hatte ich zuwenige, dann hab ich noch einen extra dazugetan, als Reserve. 

In der Zwischenzeit auf die Arbeitsfläche Universal-Mehl gestreut, ein kleines Stück Butter drauf, wenig Salz und ein kleines Ei.

Die Erdäpfel heiß geschält und durch die Presse gedrückt, also eigentlich: mit der Wiegepresse durch die Küche gequetscht. Wieder eingesammelt und zu den anderen Zutaten gegeben, alles flott verknetet und zu einer Wurst gerollt. Das war schon eine sehr lange Wurst.

Inzwischen kochte das Salzwasser, aber ich musste erst noch auf der Nebenflamme die Planne mit der restlichen Butter erhitzen. Dann hab ich Stücke von der Teigwurst abgeschnitten und gewuzelt. Weil in der Hektik die Stücke zu groß wurden, wurden das natürlich auch die Nudeln. Mindestens fingerlang und -dick, die Dinger.

Wenn sie wieder aufgestiegen sind, hab ich sie abgeschöpft und in die Pfanne geschmissen, wobei das Chaos weniger groß war, wenn sie ziemlich gut abgetropft waren. Kurz habe ich überlegt, aus dem letzten Teig zwei oder drei Knöderl zu machen. (Es war wirklich ziemlich viel Teig.)

Ich hab sie dann aber alle vernudelt, und wir haben sie mit Mohn und Staubzucker bestreut und mit Kompott gegessen. Sie waren echt flaumig, muss ich sagen.

Und es sind nur zweieinhalb Stück übrig geblieben.

16.11.17 21:59, kommentieren

16. November

So schön hatte ich alles geplant: zuerst eine Kohlrabicremesuppe und danach einen Gemüseauflauf. Als ich die Suppe schon fertig hatte (Kohlrabiwürfel aus dem Tiefkühler im Nudelkochwasser von gestern gekocht, gesalzen und gepfeffert, püriert und mit einem Schuss Obers versehen) und den Chinakohlsalat auch, meldete sich die Gästin ab.

Also haben wir erst von der Suppe und dann kalt gegessen und uns redlich bemüht, die Presswurst endgültig zu vernichten. Das ist dem Kind und mir aber nicht gelungen; einer von uns wird morgen nochmals das Vergnügen haben. (Ich fürchte, das Kind wird diesen Bewerb für sich entscheiden.)

Chinakohl muss man übrigens, wenn man ihn frisch von der Terrasse geerntet, gesäubert und fein geschnitten hat, für zwei bis drei Stunden in Wiener Marinade versenken, damit er mürb wird. Sagt meine Mutter, und der glaube ich salatmäßig alles. Also war der Salat auch schon fertig.

Hat aber nichts gemacht. Wir haben den, und ein Semmerl, zur Presswurst gegessen und dann noch einen Blitz-Apfelkuchen nachgeschoben.

Der geht so: je 10 Deka Butter, Zucker und Mehl sowie zwei kleine Eier mixen und in eine befettete bemehlte flache Form streichen, mit Obst belegen und bei 170 Grad Ober- und Unterhitze maximal eine halbe Stunde backen.

Ich hab das zweite Ei durch zwei Esslöffel Rahm ersetzt, und der Dinkel war frisch gemahlen. Jetzt schmeckt er ein bisserl nussig, der Kuchen.

 

16.11.17 22:07, kommentieren