Der Sparküche-Blog.

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Archiv

26. Juli bis 4. August

Die Sparköchin meldet sich vom Urlaub zurück und freut sich, zugeben zu dürfen, dass sie auch dort gekocht hat. Die Standard-Rezepte, Resteverwertung inklusive. Hat Spaß gemacht und die Anwesenden gesättigt.

Heute gibt es Kaltverpflegung, morgen wird wieder gekocht.

6.8.17 15:21, kommentieren

5. August

Es wurde tatsächlich gekocht, allerdings nicht von mir. Der Angler der Familie hat einen Mordskarpfen an Land gezogen, der heute in gebackener Form mit Erdäpfelsalat aufgetischt wurde. Vorher gabs eine Zucchinicremesuppe und nachher ein Brombeerjoghurt aus eigener Ernte.

Die Brombeeren. Nicht das Joghurt.

6.8.17 15:22, kommentieren

6. August

Heute musste ich wider Erwarten kochen, da der geplante sommerliche Salat wegen Regens ausfiel. Also überwand ich mich und servierte einen Karpfen-Risotto mit Salat.

Für den Risotto gab ich zwei Deka Butter ins beschichtete Reinderl und erhitzte sie, während ich ein halbes Zwiebelhapperl klein schnitt. Das dünstete ich dann in der Butter an, salzte und röstete einen Rest Risotto-Reis darin an.

Nach ein paar Minuten goss ich mit heißem Wasser auf, pfefferte, reduzierte die Hitze und ließ das ganze eine halbe Stunde zugedeckt in Ruhe.

Zeit genug, um die letzte Gurke zu ernten, schälen, vom Kerngehäuse zu befreien und in Scheiben zu schneiden. Ein paar Kirschparadeiser dazu und ein paar Karotten in Balsamico aus dem Glas.

Fünf Minuten vorm Servieren hab ich drei gehäufte Esslöffel von entgräteten gekochten Fischresten draufgetan und miterhitzt.

Bei Tisch gabs auch noch geriebenen Parmesan. Was will der Mensch mehr!?

 

Die restlichen balsamierten Karotten werden wir abends essen, zu den gefüllten Eiern, die das Kind fabrizieren wird.

6.8.17 15:28, kommentieren

7. August

Heute gab es im Hause der Sparköchin Schnibbelfleisch aus der Pfanne mit Reis und Blattsalat. Danach ein Brombeerjoghurt.

Nein, ich lebe nicht im Münsterland, aber ich habe das Fleisch von ebendort importiert. Mir schmeckt es sehr gut, sowohl vom Grill als auch aus der Pfanne. Es handelt sich laut Internet um Fleischstücke, die aus dem Knie vom Schwein geschnibbelt werden. Bei Gelegenheit geh ich zu meinem Fleischer und frage ihn, ob er mir das auch verkaufen würde. Auf Bestellung.

Jedenfalls haben wir ein vorgefertigt mariniertes Fleisch genommen, die überschüssige Marinade in die Pfanne getan und noch Rapsöl dazu und haben die Stücke beidseitig gebraten.

Der Reis dünstete wie immer, und der Happerlsalat wurde zerzupft und mit Wiener Marinade übergossen wie immer.

Die Brombeeren kommen derzeit aus eigener Ernte und wurden mit Zucker zerdrückt und mit Joghurt verrührt. Mehr wars nicht.

8.8.17 19:04, kommentieren

8. August

Ein Was-weg-muss-Fischauflauf mit buntem Sommersalat (nach dem gleichen Prinzip) war es heute. Danach ein Brombeerjoghurt und danach eine Kostprobe von einem köstlichen Milchreis, den uns eine Nachbarin spendierte.

In die Auflaufform habe ich einen Rest Olivenöl verteilt, darauf den Rest vom Risotto, darauf einen halben Zucchini, dünn scheibliert, drauf Salz und dann einen Rest gekochten Karpfens, entgrätet und zerzupft,

Wieder Salz, dann einen - ziemlich großzügigen - Rest geriebenen Parmesans und darüber ein verquirltes Ei mit einem Rest Milch.

Bei 200 Grad Ober- und Unterhitze für 45 Minuten ins Rohr.

Der Salat bestand aus der heutigen Beute an unzerdepschten Paradeisern in allen möglichen Farben, einer kleinen geschälten, entkernten und geschnittenen Gurke und etwas Portulak. Mariniert wurde nur mit Balsamico.

8.8.17 19:09, kommentieren

9. - 13. August

Ein alter Spruch, der sich immer wieder bewahrheitet, lautet: Wer in England überleben will, muss entweder ausländisch essen gehen oder dreimal am Tag frühstücken.

Wir haben erstere Variante bevorzugt und in London, am Strand schon nahe der Fleet Street, einen wirklich guten Italiener entdeckt: AdoreRemo. Dort habe ich eine Art Caprese gegessen, aber erweitert um dünne Scheiberln einer genau richtig reifen Avocado, alles beträufelt mit Pesto Genovese. Dazu eine ofenfrische Foccacia mit Rosmarin. Köstlich. 

Außerdem haben wir einmal indisch gegessen, einmal eine Art afrikanisches Hendl und einmal in der Krypta von St.-Martin-in-the-Fields Fish and Chips. Sonst haben wir sehr gelacht, weil die Aushängeschilder der verschiedenen Pubs stehen hatten "Excellent Food is Served Here" und auf der Speisekarte standen dann Burger und Pommes.

Ganz abgesehen davon, dass in London kaum served wird, sondern man sich seine Mahlzeit meist selbst zum Sitzplatz karren muss. Aber egal.

Zweimal haben wir den Herrgott einen guten Mann sein lassen und uns als Abendmahl eine ordentliche Ladung Süßzeugs reingestopft. Das war überhaupt die beste Lösung, fand das Kind.

 

17.8.17 18:07, kommentieren

14. August

Nach einem Urlaub und einer Nacht mit zuwenig Schlaf unsanft in der Realität zu landen, lässt meine Freude am Kochen nicht erwachen.

Irgendetwas musste es aber trotzdem sein, und deshalb schickte ich das Kind in den nächstgelegenen Supermarkt um Erdäpfel und fabrizierte Stielmangoldgemüse mit Braterdäpfeln. Um es vorwegzunehmen: es hat uns beiden "naja" geschmeckt.

Erst habe ich ein Packerl aufgetaute Mangoldstiele, geschnitten, mit einem Teil eines Bechers aufgetauter Milch sowie Salz und Pfeffer im Reinderl erhitzt und dann einen Löffel Grieß eingerührt, um die Flüssigkeit ein bisserl zu binden.

Die Erdäpfel habe ich gedämpft und geschält und danach - weil sie noch zuwenig durch waren - in dünne Scheiben geschnitten und mit Salz in Butter knusprig werden lassen.

17.8.17 18:12, kommentieren

15. und 16. August

Heute waren es terminbedingt nur gefüllte Weckerl, den ganzen Tag, aber gestern waren wir wenigstens eingeladen auf Schnibbelfleisch aus der Pfanne mit Reis und Salaten. Sehr schmackhaft.

Ich bin ja gespannt, ob es mir gelingen wird, diese Spezialität aus dem Münsterland auch in Wien aufzutreiben bzw. einem Wiener Fleischer abzuschwatzen. Schnibbelfleisch wird aus dem Knie des Schweines herausgeschnibbelt - daher der Name - und ergibt daher eher kleine, unregelmäßige durchzogene Stücke, die aber, gewürzt oder mariniert, gebraten oder gegrillt, wirklich ausgesprochen schmackhaft sind.

Bei Tisch haben wir diskutiert, ob das Fleisch bei uns als Stelze auf den Tisch kommt. Ich muss mir das bei Gelegenheit nochmals im Internet anschauen.

Für den Nachtisch hatte ich Brombeeren aus eigener Ernte mitgebracht (danke, lieber Hansi, für diese wertvolle Pflanze!), woraus zackzack! ein Brombeerjoghurt wurde.

17.8.17 18:18, kommentieren

17. August

Mittags durften wir bei einem gebackenen Karpfen mit Reis und Salaten mitnaschen (Fisch und Salat aus eigener Ernte), und abends vollendete ich einen Gemüse-Linsen-Eintopf mit Osterzunge.

Schon in der Früh hatte ich einen kleinen Rest gekochter Paradeiser mit Wasser aufgegossen, gesalzen, ein Lorbeerblatt und ein Stammerl Rosmarin hineingetan, drei kleine Knoblauchzehen, ein Speckschwarterl und ein Stück Parmesanrinde dazugeschmissen und alles zum Kochen gebracht.

Währenddessen kam ein sehr großer Erdapfel, geschält und mundgerecht gewürfelt, ein Stück von einem Riesenzucchini, detto, und ein Esslöffel geschnittener Fenchel (ich hatte im Gemüsebeet eine kleine Pflanze versehentlich umgetreten) dazu.

Dann fielen mir gerade noch die Linsen ein, von denen ich auch eine Handvoll hineintat. Und dann köchelte alles vielleicht eine halbe Stunde.

Heute abends brachte ich das Ding nochmals zum Kochen und rührte einen Teelöffel voll Maizena, mit Wasser glatt gerührt, unter. Die in kleine Häppchen geschnittene geselchte Osterzunge kam direkt in den Teller. Und ich reichte Weißbrot dazu.

17.8.17 18:24, kommentieren

18. August

Meine derzeitige Was-dringend-weg-muss-Küche hat uns heute gefüllte Melanzani auf Schmorparadeisern mit Basmatireis beschert. Es hätte schlechter sein können.

Erst habe ich alle Paradeiser genommen, die ich erwischt habe, und in eine Auflaufform geschnitten, die mit Öl ausgestrichen war. Gewürzt habe ich mit Salz, Pfeffer und Zucker. Dann habe ich zwei kleine Melanzani vom Strauch geschnitten, längs halbiert, mit einem Kugerlausstecher ausgehöhlt und alles in einer Pfanne mit Öl beidseitig angebraten.

Die Hälften hab ich auskühlen lassen und gesalzen. Das Innere hab ich zu einer Handvoll Reis gegeben, gewürzt, mit etwas geriebenem Parmesan und einem Ei zu einer Fülle verrührt und diese in die Melanzani-Hälften gefüllt.

Diese wiederum hab ich auf die  Paradeiser gesetzt, den restlichen geriebenen Käse draufgestreut und mit Öl beträufelt. Ab ins Rohr damit, bei 200 Grad Ober- und Unterhitze für 50 Minuten.

Hat uns ausgezeichnet gemundet, und fast hätte ich die Dinger fotografiert ...

Eigentlich hätte ich auch die Karpfenreste untermischen wollen, die hatte ich aber schlicht vergessen. Und der Reis war meiner Mutter am Vortag übriggeblieben. Na, jetzt isser weg.

18.8.17 22:25, kommentieren

19. und 20. August

Gestern habe ich, nach einem Arbeitseinsatz in der mütterlichen Küche gelandet, alle dort verfügbaren Reste aufgegessen, ohne sie auch nur zu wärmen: ein Stück gebackenen Fisch, einen Esslöffel Eiernockerl, zwei Esslöffel Reis und ein bisserl Gurkensalat.

Am heutigen Sonntag habe ich eine Mais-Gemüse-Cremesuppe auf den Tisch gestellt. Das konnte ich mir auch nur leisten, weil danach ein Kaiserschmarrn mit Pfirsichkompott folgte.

Für den Kaiserschmarrn habe ich einen Teig aus einem Vierterl Milch und 10 Deka Dinkelweißmehl sowie einer Prise Salz gemacht. Statt dem einen vorgeschriebenen Ei habe ich ein zweites genommen, wodurch es viel Eischnee gab und durch die Dotter der Schmarrn wirklich vollmundig wurde. Zum Glück sind die Kolleginnen Stadthendln grad gut in Schuss und versorgen uns sehr brav mit Eiern ...

Die in etwa 3 Deka Butter auf dem Herd gebackene Masse wurde unglaublich viel Schmarrn. Obwohl sowohl das Kind wie auch ich bis hart an unsere Kapazitätsgrenzen gingen, blieb noch genug übrig, um den Schmarrn fürs Abendessen zu wärmen. Noch ein Stückerl Butter dazu, ein paar Tropfen Wasser, Deckel auf die Pfanne, und geht schon.

Das Pfirsichkompott -und ich habe die Pfirsiche sogar blanchiert und geschält! - ergab sich aus der gerade üppigen Ernte an Weingartenpfirsichen, die wir alle unmöglich zum Frühstück essen können. Vielleicht geht sich sogar eine Portion Marmelade aus. Werden sehen.

Für die Suppe jedenfalls habe ich wieder alles Verwertbare zusammengekratzt. Dabei bin ich dann auch auf die drei Maiskolben gestoßen, die ich schon wieder völlig vergessen hatte.

Ich habe dann in etwas mehr als einem Viertelliter Salzwasser einen gewürfelten Erdapfel, ein Stück Zucchini, ebenfalls gewürfelt, und als Würze wenig Zwiebel und Knoblauch, einige Petersilstängel, ein Sellerieblatt samt Stängel, ein Lorbeerblatt und ein paar Rosmarinnadeln gekocht. Außerdem habe ich von einem Drittel eines Maiskolbens die Körner rausgekletzelt und zur Suppe gegeben. Das ganze war eine gute halbe Stunde auf dem Herd, dann hab ich die festen Bestandteile rausgenommen und den Rest püriert und mit einem Schwupp Obers verfeinert.

20.8.17 12:37, kommentieren

21. August

Melanzani mag ich nicht, sagt das Kind. Aber nachdem es die gefüllte Version neulich durchaus mit Appetit verzwickt hat, habe ich heute eine andere Variante ausprobiert. Und siehe da: es schmeckte wieder.

Fusilli in Gemüse-Obers-Sauce mit Gurken-Paradeis-Salat waren es, was ich heute servierte.  Dafür kochte ich die Teigwaren gemeinsam mit zwei Esslöffeln Kukuruzkörndln weich. Letztere hatte ich aus dem Gemüsebeet und in mühsamer Kleinarbeit vom Kolben gekletzelt. Erst wollte ich die Körndln mit dem Gemüse mitbraten, aber weil das Kind auch Maiskörner nicht mag, hab ich sie vorsichtshalber wenigstens weich gekocht.

Daneben habe ich ein paar Deka gewürfelten Lardo ausgebraten, ein Minihapperl Zwiebel gleich mit und eine klein geschnittene Melanzani, die war aber auch eher klein. Gewürzt habe ich nur mit Salz, aber ich würzte bei Tisch mit der ungarischen Chilipaste nach.

Wie alles gut durch war und ich die Nudeln samt Kukuruz und ein paar Löffeln vom Kochwasser schon untergemischt hatte, fiel mir der Schlagobers ein, und ich goss einen Schwupp dazu, ließ alles noch ein paar Minuten einköcheln und schälte und zerteilte derweil eine Gurke und halbierte ein paar Kirschparadeiser, die das Kind anschließend in Wiener Marinade ertränkte.

23.8.17 08:57, kommentieren

22. August

Von der Fusilli-Mais-Kombination ist ein halbes Schüsserl voll übrig geblieben. Und nachdem es mittags aus Termingründen nur eine Schnitzelsemmel mit Paradeisern gab, habe ich mir abends einen feschen Nudelsalat mit Gebäck gezaubert.

Dazu habe ich zu den Nudeln jede Menge Mayonnaise aus der Tube gedrückt, ein paar halbierte Kirschparadeiser und geschälte Gurkenstücke zugegeben, gesalzen, alles gut vermischt und einige Blatterln vom Rohschinken zerzupft und drauf drapiert.

Zwei Scheiberln Weißbrot und das Leben war schön.

(Dass ich anschließend einen Rest vom Sturm austrank und dadurch kulinarisch enthemmt war, so dass ich eine halbe Famiilenpackung Schoko-Eis vom Tichy und zwei Marmeladenbrote vertilgte, war weniger schön. Ich hoffe ich kann das morgen ausbügeln, kalorienmäßig.)

23.8.17 09:01, kommentieren